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Das Universum

Transkript

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Ruth: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Das Universum,

Ruth: dem Podcast, in dem Ruth und Florian über das Universum plaudern.

Ruth: Und auch heute wie immer mit Florian.

Florian: Und mit Ruth.

Ruth: Hallo.

Florian: Ja.

Ruth: Im neuen Jahr.

Florian: Im neuen Jahr. Ja stimmt, die letzte Folge war einen Tag vor Ende des alten

Florian: Jahres. Das heißt, jetzt ist die erste Folge im neuen Jahr. 2026.

Ruth: So ist es.

Florian: Was halten wir davon?

Ruth: Und es ist ja auch tatsächlich noch nicht so viel Arges passiert.

Florian: Ja, so ein Scherz.

Ruth: Außer, dass irgendwie die USA Venezuela angegriffen hat und sich überlegt,

Ruth: Kuba und Grönland und Ding und so einzuheimsen.

Ruth: Aber astronomisch gesehen, gut, die Erde war am nächsten Punkt zur Sonne.

Florian: Supersonne quasi.

Ruth: Ja, genau. Supersonne und gleichzeitig Vollmond, aber nicht mehr ganz Supermond.

Ruth: Also er ist auch noch ein bisschen näher als normal, glaube ich,

Ruth: also durchschnittlich, aber

Ruth: nicht mehr ausgiebig näher, so wie das jetzt dann im November war, oder?

Florian: Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass sich der Begriff Supersonne etabliert für

Florian: das Perihel und den Leuten einreden, dass die Sonne urriesig am Himmel steht,

Florian: dass sie alle reinschauen und sich die Augen ruinieren.

Ruth: Ja.

Florian: Damit sie was lernen.

Ruth: Wie viel größer ist die Sonne?

Florian: Ach Gott, habe ich nicht ausgerechnet. Was sind das? Was sind ein paar Dutzend Millionen Kilometer?

Florian: Ich glaube 148 zu 151, nee 149 Millionen Kilometer zu 151 Millionen Kilometer.

Florian: So was in der Richtung. Also 2, 3 Millionen Kilometer.

Ruth: Also es ist wesentlich weniger als jetzt der Unterschied beim Mond.

Ruth: Und der Unterschied beim Mond ist schon sauklein.

Ruth: Also beim Mond kann man es gerade noch sich einbilden, dass man es sehen würde,

Ruth: wenn man irgendwie, naja, so 10 Prozent Unterschied.

Ruth: Das ist jetzt schon nicht nix, aber so bei der Sonne, mm-mm.

Florian: So wie sind alle aufregend über den Supermond? Warum kannst du da keine Aufregung

Florian: über die Supersonne geben?

Florian: Wenn bei der Astrologe das eingeführt wird im Supermond, dann können ja doch

Florian: zwei Astronomen innen die Supersonne einführen. Wir sind doch viel seriöser.

Ruth: Also das sowieso. Das sei jetzt irgendwie gar nicht infrage gestellt.

Ruth: Aber ich glaube, es ist halt auch irgendwie so ein bisschen verwirrend für die

Ruth: Leute, weil es ist ja Winter und irgendwie ist da nicht die Sonne weiter weg im Winter und so.

Florian: Genau deswegen.

Ruth: Und wahrscheinlich traut sich der Boulevard da nicht drüber,

Ruth: weil das ist so ein verwirrendes Thema.

Florian: Okay, es sind übrigens fünf Millionen Kilometer, 147 zu 152.

Ruth: Apropos Boulevard, ich war schon wieder in der Kronenzeitung.

Ruth: Ich werde schon wieder in der Kronenzeitung gewesen sein.

Ruth: Also, wenn ihr letztes Wochenende, wenn ihr das hört am 13.,

Ruth: Wenn ihr letztes Wochenende die Kronenzeitung gestohlen habt.

Ruth: Ach, schon noch ein weiteres Mal.

Florian: Achso, ich dachte, du warst die Top-Astronomin von vor Weihnachten.

Ruth: Die Top-Astronomin hat wieder zugeschlagen. Und diesmal tatsächlich in einem

Ruth: Artikel, in einem Atemzug mit Kardinal Christoph Schönborn.

Florian: Ui, habt ihr über den Stern von Bethlehem gesprochen?

Ruth: Ich glaube, der kommt sogar auch vor. Nein, überhaupt nicht.

Ruth: Es geht um die dunkle Energie.

Florian: Und was hat der Kardinal dazu zu sagen, um Himmels Willen?

Ruth: Tja, dafür müsst ihr die Kronenzeitung lesen.

Ruth: Es gibt sogar, wurde mir angekündigt, eine Online-Version davon diesmal,

Ruth: weil der letzte Artikel der Top-Astronomin mit,

Ruth: 3i Atlas, unserem interstellaren Gast, der war ja, glaube ich, gar nicht online.

Florian: Ja, aber sagt bitte hier jetzt, weil sonst müssen die Leute die Krone kaufen oder anklicken.

Ruth: Nein, bitte nicht. Darum habe ich ja gesagt, stehlt sie bitte.

Ruth: Es war ein Aufruf zur illegalen Handlung hier, eindeutig.

Ruth: Nein, schaut euch das Ganze online an. Ich meine, schaut es euch auch gar nicht

Ruth: an, weil das ist irgendwie, ich glaube, also jetzt vom Inhaltlichen her,

Ruth: sorry, Krone, ist jetzt wahrscheinlich nicht so viel Informationsgehalt für

Ruth: die HörerInnen unseres Podcasts drinnen, weil irgendwie ihr kennt es euch ja

Ruth: einfach schon viel besser aus.

Ruth: Aber es ist irgendwie, ja, ich finde es cool. Ich finde es cool,

Ruth: dass sie, also im ersten Moment war ich auch so, ah, schon wieder Krone,

Ruth: oh Gott, hoffentlich reißt das jetzt nicht ein und dann kommt auch noch der Kardinal vor.

Ruth: Aber ich finde es gut, dass die Kronenzeitung oder die Boulevardmedien da irgendwie

Ruth: auch versuchen, ein bisschen mehr in die wissenschaftliche Richtung zu gehen

Ruth: und einfach nicht nur Schrott publizieren.

Florian: Hast du wenigstens den Podcast erwähnt?

Ruth: Wahrscheinlich erwähnt habe ich ihn wahrscheinlich, aber das ist ja,

Ruth: der Font der Kronenzeitung ist sehr groß.

Ruth: Da geht nicht zu viel rein.

Florian: Ja, man muss drauf beharren, weil auch irgendwann vor Weihnachten im Standard

Florian: waren mal die Geschichten aus der Geschichte und die Kollegen waren da drinnen,

Florian: beziehungsweise waren nicht drinnen, sondern einer hat einfach nur darüber geschrieben,

Florian: wie toll er den Podcast findet, so eine Kolumne, dass er ihn super findet.

Florian: Und wenn wir schon bei den Qualitätsmedien nicht erwähnt werden,

Florian: wir als Podcast, dann müssen wir es wenigstens bei Boulevard versuchen,

Florian: wenn du eh so gute Beziehungen hast. Dann wären wir halt der Boulevard-Podcast, meinetwegen.

Ruth: Ja, nein, ich sehe viel besser. Scheiß auf die Qualitätsmedien.

Ruth: Nein, es ist eine, wie soll man sagen, eine Position des Neides, die wir da vertreten.

Ruth: Nein, im nächsten Artikel, wenn

Ruth: meine Karriere als Top-Astronomin der Kronenzeitung weitergehen sollte,

Ruth: Dann werde ich in der nächsten Ausgabe darauf beharren, dass der Podcast auch vorkommt.

Ruth: Aber im Kronenzeitung geht oder her, gehen wir vom bunten Boulevard,

Ruth: wo es passt eigentlich ganz gut, weil man nennt das ja auch die Regenbogenpresse,

Ruth: weiter zu den ersten astronomischen Neuigkeiten des neuen Jahres.

Ruth: Ja, also im weiteren Sinne. Es geht um das Regenbogenteleskop, Sphere X.

Florian: Ach das, ja, das hast du.

Ruth: Kannst du dich erinnern?

Florian: Ja, du hast darüber erzählt in der letzten, also vorletztes Jahr,

Florian: in unserer Weihnachtsfolge, glaube ich, oder Silvesterfolge,

Florian: wenn ich mich dunkel erinnere.

Ruth: So ist es. Das kam in der Silvesterfolge 2024 vor, mit dem, worauf ich mich 2025 freue,

Ruth: das wunderbare Weltraumteleskop Sphere X, das seit März 2025 tatsächlich im

Ruth: Weltraum angekommen ist und jetzt pünktlich, fast pünktlich zur Silvesterfolge,

Ruth: wenn man ganz, ganz, ganz zeitnah recherchiert hätte, hätte ich noch drauf kommen

Ruth: können für die Silvesterfolge 25.

Ruth: Es wurde nämlich kurz vor Weihnachten das erste Bild, die erste Himmelskarte

Ruth: dieses Teleskops veröffentlicht.

Florian: Und was ist drauf?

Ruth: Und was ist drauf? Na, hast du gut aufgepasst damals, Florian?

Florian: Ein Regenbogen ist drauf.

Ruth: Ein Regenbogen. Ich habe damals gesagt, wir haben jetzt noch nicht so viel von

Ruth: diesem neuen Teleskop gehört oder es war jetzt noch nicht so viel in den Medien,

Ruth: weil es keine schönen Bilder macht. Das ist ein spektroskopischer Survey. Das macht ein Spektren.

Ruth: Aber trotzdem wurde jetzt ein wunderschönes All-Sky-Bild, also einfach einmal

Ruth: der ganze Himmel mit dem Teleskop beobachtet, veröffentlicht.

Ruth: Komisch, wie geht das? Macht doch keine Bilder.

Florian: Tja, hast du doch so ein kleines Teleskop dran gehabt für die schöne Bilder.

Ruth: Nein, nein, nein. Es macht zwar keine Bilder, aber man kann die Daten natürlich in ein Bild umsetzen.

Ruth: Was es macht, okay, ich wiederhole es nochmal kurz, falls ihr es jetzt auch

Ruth: nicht mehr ganz so parat habt, wie der Florian, was dieses Teleskop macht.

Ruth: Das Teleskop beobachtet den ganzen Himmel und ihr könnt es euch natürlich auch anschauen.

Ruth: Wir verlinken dieses Bild natürlich in den Shownotes.

Ruth: Und wenn ihr euch das anschaut und ihr denkt, das macht sicher einen super Bildschirmhintergrund oder so.

Ruth: Und dann euch denkt, naja, aber jetzt, also da habe ich schon bessere Bilder

Ruth: gesehen. Die Auflösung ist jetzt aber nicht ganz so heiß, ist ein bisschen unscharf.

Ruth: Ja, weil es ist eigentlich quasi nicht dafür gemacht, Bilder zu machen,

Ruth: scharfe Bilder zu machen, Sondern jedes Pixel in diesem Bild ist ja eigentlich

Ruth: ein Spektrum, also hat quasi in die Tiefe des Bildes alle Farben.

Ruth: Dahinter. 102 färbig. Jedes Pixel dieses Bildes ist eigentlich 102 färbig.

Ruth: Und noch dazu ist die Auflösung dieses Bildes, das man sich da jetzt runterladen

Ruth: kann auf der NASA Webseite, so reduziert, nämlich auf 0,1 Prozent der Auflösung

Ruth: des Originalbildes, weil es sonst viel zu riesig wäre, um es online zu stellen.

Ruth: Der ganze Himmel. Also es ist nur ein Tausendstel der originalen Auflösung des

Ruth: ganzen Himmelsbildes von Spheerex, das jetzt quasi fertig ist.

Ruth: Wie haben sie das Bild gemacht?

Ruth: Trotzdem, Moment mal, 102 Farben in jedem Pixel. Hä? Was? Wie soll das gehen?

Florian: Es sind ja auch nicht so viele Farben. Rot, Gelb, Grün, bisschen Blau.

Ruth: Eben. Normalerweise hat man Rot RGB. Das ist so die Zusammensetzung eines normalen Bildes.

Ruth: Es sind auch hauptsächlich Farben, die wir natürlich nicht sehen können.

Ruth: Es ist hauptsächlich Infrarot.

Ruth: Es beobachtet so ein bisschen noch im sichtbaren Bereich, aber dann eben hauptsächlich

Ruth: in den infraroten Bereich hinein.

Ruth: Also das sind nicht nur zu viele Farben, sondern auch unsichtbare Farben in Wirklichkeit.

Ruth: Was hat man gemacht? Man hat quasi ein paar repräsentative Farben ausgewählt.

Ruth: Das heiße Wasserstoffgas zum Beispiel, das H2 nennt man das in der Astronomie,

Ruth: der ionisierte Wasserstoff.

Ruth: Also wenn Wasserstoff von irgendwas angeleuchtet wird, dann leuchtet er in dieser

Ruth: rötlichen Farbe eigentlich.

Ruth: Das ist jetzt hier aber blau, weil das ja quasi fürs Infrarotlicht eine bläuliche

Ruth: Farbe wäre. sei okay, ist ein bisschen verwirrend. Also das, was wir als

Ruth: Rotes Rot sehen, ist jetzt in diesem Farbspektrum, in dem Bild, quasi am blauen Ende.

Ruth: Das ist das blaue Ende von dem, was dieses Teleskop beobachtet.

Florian: Das ist sehr schlong gemacht. Ich habe tatsächlich in meinem Buch die Farben

Florian: des Universums, das muss ich jetzt in jeder Folge irgendwie unterbringen.

Ruth: Bestellt es vor, bestellt es vor.

Florian: Bestellt es vor, 17. Februar erscheint es. Aber da habe ich tatsächlich einen

Florian: Teil drinnen, da habe ich genau darüber geschrieben, wie in der Astronomie Bilder eingefärbt werden,

Florian: um halt erstens die unsichtbaren Farben unterzubringen, beziehungsweise wären

Florian: ja auch die für unsere raugend sichtbaren Farben, die sind ja auch quasi künstlich,

Florian: weil die sehen ja alle nur digital.

Florian: Also eigentlich alle nur schwarz-weiß und dann musst du dir eine Farbe zuordnen

Florian: und ein Gesamtbild daraus rechnen.

Florian: Und da gab es tatsächlich mal eine Studie, die hat sich angeschaut,

Florian: wie das ist mit Verständnis.

Florian: Weil wir assoziieren so im Alltag ja meistens eher blau mit kalt und rot mit heiß.

Florian: In der Astronomie ist es aber eigentlich gerade umgekehrt. Also die blauen Objekte

Florian: sind eher die heißen Objekte und die roten sind eher die kalten Objekte.

Florian: Und da haben sie gesagt, wir verstehen Astronomen das, wenn das so eingefärbt

Florian: ist, verstehen es Menschen, die keine astronomische Ausbildung haben, verstehen die das?

Florian: Also es war ein interessantes Stück Forschung, wo die sich angeschaut haben,

Florian: wie das mit der Farbgebung in der Astronomie ist und wie man damit vernünftig

Florian: kommuniziert oder halt nicht vernünftig kommuniziert, wenn man die Dinge so

Florian: einfärbt, wie man es einfärbt.

Ruth: Es geht ja nicht nur um die Kommunikation bei diesem Einfärben.

Ruth: Also natürlich kann man sagen, okay, die Forschung passiert mit anderen Methoden,

Ruth: mit Statistik, mit Zahlen und so weiter.

Florian: Wir färben es ein, wenn wir einen Kontrast sehen wollen, wenn wir Details sehen

Florian: wollen, wenn wir was sehen wollen.

Florian: Und wie die Farben sind, ist im Prinzip wurscht. Die werden halt so gewählt,

Florian: dass es am besten ausschaut, wenn man nicht kommunizieren will.

Ruth: Genau, aber die werden schon auch gewählt oder es wird quasi für uns sichtbar

Ruth: eingefärbt, damit einem Dinge auch auffallen.

Ruth: Also es ist ja schon so, dass jetzt auch in der Forschung, da wir einfach so visuelle Wesen sind,

Ruth: unser Verständnis dann schon auch über das Visuelle ein bisschen geht oder dass

Ruth: einem Dinge auffallen, die man dann genauer sich auf statistische Zahlenart und Weise anschaut.

Ruth: Wenn man die dann in dem Bild sieht, wenn man denkt, eine Struktur sieht und

Ruth: den Kontrast sieht, dann schaut man sich das dann nochmal genauer an.

Ruth: Also es hat schon auch einen Wert quasi für die Wissenschaft,

Ruth: dieses Einfärben. Es ist jetzt nicht einfach nur, damit es schön ausschaut oder so.

Florian: Genau.

Ruth: Aber ja, was gibt es noch? Farben dazwischen? Also die blaueren Infrarotfarben, sagen wir so.

Ruth: Das haben Sie ein paar ausgewählt, um die Sterne da irgendwie schön darzustellen.

Ruth: Und dann das Rot, alles, was man in dem Bild so als rot sieht,

Ruth: das sind so große, so riesige Filamente und Bubbles irgendwie.

Ruth: Das ist der kosmische Staub.

Florian: Okay, ich habe das Bild auch gerade aufgemacht. Also ihr könnt es euch dann

Florian: gerne selbst anschauen.

Florian: Also man sieht halt jede Menge rotes Gewaber mit hellem, weißem Gewaber in der

Florian: Mitte und rechts im Bild ist so ein bisschen blaues Gewaber.

Florian: Aber dieses Gewaber ist alles in unserer Galaxie, oder? Das ist jetzt nicht

Florian: irgendwas Extragalaktisches.

Ruth: Nein, das ist jetzt alles in unserer Galaxie.

Florian: Sonst wäre es auch zu groß gewesen, wenn es extra galaktisch wäre.

Florian: Es ist ja der ganze Himmel voll mit dem Gewaber.

Ruth: Genau, also das Gewaber ist eher näher an uns dran.

Ruth: Man sieht in dem Film, in dem Film, in dem Bild auch ein bisschen was an bläulich-rotem

Ruth: Gewaber unterhalb der Ebene, der Milchstraße.

Ruth: Das ist die große Magellansche Wolke.

Florian: Ja, genau, stimmt.

Ruth: Also das ist quasi extra galaktisch. Genau, die sieht man auch sehr gut.

Ruth: Aber sonst wäre natürlich alles viel kleiner, je weit das weg ist.

Ruth: Aber was das Ding macht, was ja so extrem geil ist, ist, dass es wirklich den ganzen Himmel,

Ruth: lauter Spektren da quasi überseht. Alle sechs Bogensekunden. Das ist extrem klein.

Ruth: Der Mond, der Vollmond ist 30 Bogen Minuten.

Ruth: Und alle sechs Bogensekunden macht das Ding ein Spektrum von allem, was da am Himmel ist.

Ruth: Also wir sehen da einfach das ganze Gewabere, wie du schon schön sagst,

Ruth: das Zeug, das quasi näher an uns dran ist. Aber natürlich auch alles,

Ruth: was da sonst noch zu uns kommt von dahinter.

Ruth: Das heißt, man kann dann auch das Gewaber quasi versuchen abzuziehen und zu

Ruth: schauen, was dann noch an extragalaktischem Gewaber überbleibt. Das geht schon auch.

Ruth: Also man hat wirklich quasi ein niedrig aufgelöstes, spektroskopisches Bild

Ruth: des ganzen Himmels von allem, was um uns herum ist. Das ist schon krass.

Florian: Ja, ist sehr krass. Schaut ein bisschen aus wie Stranger Things.

Florian: Da habe ich jetzt gerade die letzte Staffel geschaut und bin gerade dabei.

Florian: Da wird es ja auch immer so rot gewarmer, wenn die da von der einen Welt in

Florian: die andere überwechseln. So ungefähr schaut das aus.

Ruth: Das ist, die Popkultur hat alles aus der Astronomie geklaut.

Florian: Ja, wahrscheinlich. So wird es sein.

Ruth: Ziemlich viel auf jeden Fall. Das ist erst das erste Bild.

Ruth: Also das macht einmal in sechs Monaten den ganzen Himmel.

Ruth: Es braucht sechs Monate, bis es den ganzen Himmel abgedeckt hat mit den 102

Ruth: Farben, mit dem Spektrum.

Ruth: Und hat eben jetzt im März angefangen oder im März war noch Kalibration und bla bla bla.

Ruth: Ist jetzt kurz vor Weihnachten im Dezember fertig geworden mit seiner ersten Runde.

Ruth: Es kommen noch drei Runden. Also es ist auf zwei Jahre Laufzeit konzipiert.

Ruth: Das heißt, es kommen noch mindestens, es kommen noch dreimal mehr Personen.

Ruth: Ganzer Himmel dazu, nochmal mehr Informationen dazu.

Ruth: Und wenn alles gut läuft, vielleicht sogar noch länger. Das heißt,

Ruth: die meisten Daten kommen natürlich erst.

Ruth: Okay, das war mal die Einleitungsgeschichte, passend zur Regenbogenpresse.

Florian: Ja, da habe ich jetzt geschaut, was die Hauptgeschichte sein wird.

Ruth: Die Hauptgeschichte ist auch eine Geschichte, die medial gerade viel Aufmerksamkeit erhält.

Florian: Das Einzige, was ich jetzt in letzter Zeit oft gesehen habe,

Florian: war der komische NASA-Fuzzi, der gemeint hat, er hat den Kometen gefunden,

Florian: der der Stern von Bethlehem sein muss.

Ruth: Ui, das ist komplett an mir vorbeigegangen. Was?

Florian: Ja, machen wir das mal nochmal in der Einleitung. Nein, er hat an dem alten

Florian: Daten untersucht festgestellt, da gibt es einen Kometen, der gerade gepasst

Florian: hat und der auch seinen Simulationen nach zu der Zeit am besagten Ort gerade

Florian: so eine Bahn gehabt hat, dass er von der Erde aus quasi still gestanden ist.

Florian: Also das kann ja scheinbar stillstehen, ein Himmelskörper, je nachdem wie sich

Florian: das gerade relativ bewegt. Und da wäre er gerade da irgendwo über Israel stillgestanden.

Ruth: Er wäre gerade über Israel stillgestanden, so ein Blödsinn.

Florian: Von dort aus gesehen halt. Und dann hat er noch irgendwelche anderen,

Florian: irgendwelche alten Texte gelesen und daraus gefunden, dass damals in Babylonien

Florian: Kometen auch nicht nur als Unglückssymbole,

Florian: sondern auch als Symbole für Königsgeburtengange, also so Zeug halt.

Florian: Ja, aber ich weiß jetzt nicht, die Wissenschaft hat auch nicht darauf reagiert,

Florian: die historische Wissenschaft auch nicht, was da rauskommt.

Florian: Aber das war natürlich ja jetzt um die Weihnachtszeit ständig in den Medien

Florian: hier endlich neuer Stern von Bethlehem.

Ruth: Nein, nein, nein. Wir beschäftigen uns mit echter Wissenschaft,

Ruth: mit ordentlicher Wissenschaft, mit extragalaktischer Wissenschaft.

Ruth: Es ist eine Nachricht, die auch nicht nur in den Medien Boulevard oder High

Ruth: Quality, sondern auch in unserer hochqualitativen Telegram-Gruppe mehrmals geteilt

Ruth: wurde, wo Leute irgendwie so schon gleich darauf aufmerksam gemacht haben.

Ruth: Und es ist eine ziemlich fantastische Geschichte und es ist eine ziemlich fantastische

Ruth: Entdeckung. Es geht weiter.

Ruth: Um Cloud No. 9.

Florian: Ah, von der habe ich gehört, aber ich habe es noch nicht gelesen.

Florian: Ich habe nur gedacht, was ist denn das für ein Quatsch, Cloud No.

Ruth: 9. Und es war auch die Nachricht, Astronomers are on Cloud 9.

Florian: Ja, genau, das ist nämlich was, das habe ich auch mal für eine andere Geschichte

Florian: recherchiert. Wenn wir sagen auf Deutsch, ich bin auf Wolke 7,

Florian: dann ist das, wir sind sehr glücklich, aber auf Englisch ist die Wolke 7 Cloud 9.

Florian: Und das hängt tatsächlich mit der Wolkenklassifikation zusammen und die Schichtung

Florian: der Wolken, quasi die oberste Schicht, die höchste am Himmel.

Florian: Da kriege ich es nicht mehr genau zusammen, aber da gab es historische Unterschiede.

Florian: Also im deutschsprachigen Raum hat man quasi nur sieben gehabt bis ganz nach

Florian: oben und im englischen Raum neun bis ganz nach oben.

Florian: Und darum ist bei uns Wolke sieben die höchste und bei den anderen Wolken neun.

Ruth: So ist es. Und ich habe es auch angeschaut und habe aber keine,

Ruth: wie soll man sagen, conclusive evidence für diese Geschichte gefunden.

Ruth: Anscheinend ist es irgendwie die US-meteorologische Office da irgendwie gewesen,

Ruth: die diese neun Wolkenstufen eingeteilt hat.

Ruth: Und die Wolke 9 war halt diese richtigen Cumulonimbus, die richtigen riesigen Gewitterturmwolken.

Ruth: Und wenn man da oben auf der Riesenwolke oben drauf ist, das schaut doch so

Ruth: aus, als könnte man da gut irgendwie...

Ruth: Sich vergnügen und lustig sein, dann ist man natürlich ganz,

Ruth: ganz hoch oben und darum super happy.

Ruth: Aber ich habe nichts gefunden, was jetzt da wirklich einen Link zu dieser Klassifikation zum Beispiel.

Florian: Vielleicht ist das auch Quatsch. Ich erinnere mich, das ist schon zehn Jahre

Florian: her, dass ich mich mal mit dem beschäftigt habe.

Florian: Du kannst nicht mit der Geschichte anfangen. Deshalb schweife ich jetzt ab als danach.

Florian: Das war, wie sie die Taschenbuchversion von meinem quasi ersten Buch,

Florian: das war eines der ersten Bücher, rausgebracht haben.

Florian: Das hieß Der Komete im Cocktailglas. Und der Taschenbuchverlag,

Florian: der die Rechte gekauft hat, hat da quasi einfach eigenmächtig einen anderen

Florian: Titel draufgesetzt, damit es besser in eine bestehende Reihe passt.

Florian: Und die Taschenbuchversion von dem Buch heißt halt jetzt Der Astronomieverführer.

Florian: Weil ich sehe auch schon wie Mathematikverführer oder sowas gehabt habe von anderen Leuten.

Florian: Und ich habe gedacht, das ist immer ein Scheißtitel, der Astronomieverführer.

Florian: Und habe dann ja so aus Trotz und Spaß meinem damaligen Lektor ein Konzept geschickt

Florian: für ein Buch, das tatsächlich der Astronomieverführer ist, wo es darum ging, das Thema Liebe zuvor

Florian: astronomisch zu interpretieren. Also wirklich so alles von, ich hole dir die

Florian: Sterne vom Himmel, ja, wie geht das?

Florian: Mein Universum dreht sich nur um dich.

Ruth: Nicht so romantisch im Endeffekt, ja.

Florian: Und alles sowas. Ja, sowas hätte ich gemacht. Also wirklich so die Start in

Florian: einer Beziehung von Anfang über Ehe bis zum Ende.

Ruth: Das ist aber eine sehr gute Idee. Wieso hast du das nicht gemacht?

Florian: Ja, meine Güte, ja, weil wir andere Sachen gemacht haben. Aber unter anderem

Florian: wäre da auch dieses Thema, ich bin auf Wolke 7 mit dabei gewesen und da habe

Florian: ich das alles mal für das Konzept kurz recherchiert.

Florian: Also ich habe das dann nie so weit recherchiert, dass ich es mich getraut hätte,

Florian: ein gewisses Buch zu schreiben, das hätte ich dann natürlich nochmal genauer nachschauen müssen.

Ruth: Jetzt wird das schon gehen, aber damals war es noch ein bisschen schüchtern.

Florian: Nein, aber damals hätte ich das...

Ruth: Aber wieso dürfen die das? Darf das der Taschenbuchverlag einfach so einen anderen

Ruth: Titel für dein Buch irgendwie sich ausdenken?

Florian: Anscheinend darf er das, weil er hat es gemacht. Mein Verlag kennt sich so ein Stück beschwert.

Ruth: Na gut, die verkaufen halt einfach die Rechte von dem Text. Aber ich meine,

Ruth: er darf ja den Text nicht ändern an sich.

Florian: Oder? Nein, den Titel habe ich ja nicht geschrieben. Den Titel machen ja auch

Florian: die Verlage im Allgemeinen.

Ruth: Ja, das stimmt. Ach, ach, ach. Aber interessant, weil es gibt dann natürlich

Ruth: auch die sieben Sphären der Antike, wo die Planeten, die beweglichen Himmelskörper

Ruth: sich befinden und nach den sieben Sphären des Himmels ist quasi aus.

Ruth: Das heißt, wenn man auf Wolke sieben oder im siebten Himmel sagt man ja auf

Ruth: Deutsch auch. Und das sagt man auf Englisch auch, the seventh heaven.

Ruth: Das ist nämlich der siebte Himmel, ist es auch, aber es ist die Wolke neun.

Ruth: Und der siebte Himmel ist quasi das, was jenseits von den bekannten Sphären

Ruth: der Planeten und so weiter ist.

Ruth: Also das, was so richtig, richtig jenseits von Gut und Böse ist im Endeffekt.

Ruth: Es gab anscheinend auch irgendwas mit einer Radiosendung.

Ruth: In den 50er Jahren gab es eine sehr populäre Radiosendung, in der diese Cloud9

Ruth: da irgendwie vorkam oder die sogar Cloud9 hieß oder irgendwie so.

Ruth: Ist auch eine Möglichkeit, dass es daherkommt. Wir wissen es nicht.

Ruth: Es hat glücklicherweise nichts mit dem...

Ruth: Mit der tatsächlichen Namensfindung von Cloud9 zu tun, um die es jetzt geht.

Florian: Ich habe übrigens jetzt hier eine, nachdem ich Cloud9 eingegeben habe,

Florian: war das tatsächlich die astronomische Geschichte, die du gleich erzählen wirst,

Florian: einer der ersten Treffer.

Florian: Und da ist eine Schlagzeile dabei. Ich lese jetzt nicht vor,

Florian: weil ich möchte nichts spoilern. Aber am Ende muss ich es nochmal vorlesen,

Florian: weil ich finde das eine sehr, sehr bescheuere Schlagzeile zu der Geschichte.

Ruth: Und weißt du was? Wenn man Cloud9 tatsächlich bei Google eingibt,

Ruth: sind die ersten sieben Meldungen genau diese Geschichte. Im siebten Himmel.

Florian: Warte mal, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, ja genau,

Florian: weil die achte ist exklusive Eigentumswohnung in Wien.

Florian: Ich hatte den Lockenstab.

Ruth: Ich hatte zuerst den Lockenstab, Cloud9, und dann kommen die exklusiven Eigentumswohnungen in Wien.

Florian: Der kennt meine Frisur und mein Computer, der weiß, ich brauche keinen Lockenstab.

Florian: Der kommt nicht mal auf Seite 3 bei mir.

Ruth: Wenn Google meine Frisur kennen würde, würde er mir ganz andere Dinge vorschlagen.

Florian: Doch, hier auf Seite 4 kommt der Lockenstab.

Ruth: Bei dir natürlich erst später, das wissen wir.

Florian: Aber jetzt, bevor die Leute abschalten, erzählen wir uns was über Cloud 9 aus der Astronomie.

Ruth: Stay with us. Worum geht es? Es geht um ein Paper, das herausgekommen ist,

Ruth: das den Namen trägt. The First Relic?

Ruth: Cloud 9 is a starless gas cloud. Genau, Wolke 9 ist eine sternlose Gaswolke

Ruth: und anscheinend ein Relic, also ein Überbleibsel von irgendwas.

Florian: Du wirst es nicht erzählen, aber ich werfe trotzdem ein, was sich vielleicht

Florian: auch der eine oder andere denkt.

Florian: Wir wissen, es gibt jede Menge Gaswolken da draußen und da sind keine Sterne drin, weil…

Florian: Also Gaswolken sind Gaswolken, Sterne sind Sterne und Sterne entstehen aus Gaswolken.

Florian: Aber warum ist das jetzt so ein Drama, das Sie in der Gaswolke gefunden haben,

Florian: in der keine Sterne sind? Ich habe das Gefühl, das hat mit der Größe zu tun.

Ruth: Ja, weil es eine extragalaktische Gaswolke ist.

Ruth: Es ist eine isolierte, einsam, nein, nicht ganz isoliert, da kommen wir noch dazu.

Ruth: Es ist auf jeden Fall nicht eine Gaswolke jetzt in der Milchstraße,

Ruth: die da so zwischen den Sternen irgendwie in den Spiralarmen der Milchstraße abhängen.

Ruth: Die sind ja auch mehr so filamentartig auseinandergezogen und haben viele dichtere

Ruth: Klumpen, in denen dann tatsächlich schon Sterne entstehen und in den weniger

Ruth: dichten Bereichen dieser gigantischen Wolken, da ist noch jede Menge neutraler Wasserstoff da.

Ruth: Aber es geht nicht um so eine Staub- und Gaswolke, aus der Sterne entstehen,

Ruth: sondern schon, aber auf viel größerer und extragalaktischer Skala.

Ruth: Also ein eigenes Ding, ein eigenes Wölkchen, das da draußen herum schwebt und

Ruth: anscheinend keine Sterne enthält.

Florian: Wie viel Masse hat diese Wolke? Weiß man das?

Ruth: Zuerst mal, ja, man weiß, es hat ungefähr eine Million mal die Masse unserer Sonne.

Florian: Eine Million, okay.

Ruth: Also zuerst mal, wie hat man das Ding entdeckt? Man hat das Ding,

Ruth: wenn da keine Sterne sind, wie findet man das?

Ruth: Man hat das Ding zufällig entdeckt vor zwei Jahren oder zweieinhalb mittlerweile schon.

Ruth: Und 2023 hat man das Ding zufällig entdeckt, wie ein chinesisches Team mit dem

Ruth: Fast Telescope, dem riesigen Radioteleskop, dem 500 Meter Aperture Spherical

Ruth: Telescope, eine andere Galaxie untersucht hat.

Ruth: Über das haben wir schon ein paar Mal gesprochen, ja. Aber noch nicht so viel auch.

Florian: Ja, wir hatten, ich habe mal ein bisschen so ausführlich über chinesische Astronomie

Florian: gesprochen und da kam das, glaube ich, auch dritt vor. Aber wir haben es schon

Florian: ein paar Mal erwähnt, ja, so ein sehr, sehr großes Radioteleskop.

Ruth: Genau, das mit Abstand größte Radioteleskop, das es auf der Welt gibt.

Florian: Und Wasserstoff macht ja, wenn er angeregt wird, Radioemissionen.

Florian: Und wenn große Menge Wasserstoff, wie das offensichtlich sind,

Florian: das macht, dann kann man es mit dem Radioteleskop hören, sehen, nachweisen.

Ruth: Eieiei, Florian, ja, nein, nein, stimmt. Nein, hören, nein, es tut es nicht hören, man tut es sehen.

Ruth: Genau, dieser neutrale Wasserstoff, dieser ganz ungestörte, kalte Wasserstoff,

Ruth: wenn der sich plötzlich aus unerfindlichen Gründen einfach von einer Richtung

Ruth: anfängt, in die andere zu drehen,

Ruth: dann gibt er ein ganz klein wenig Energie ab und das ist gerade genug,

Ruth: dass man das mit Radiowellen beobachten kann.

Florian: Genau, er macht das aus Quantengründen, die auch unerfindlich sind,

Florian: aber dann weiß man nicht, warum sie unerfindlich sind.

Ruth: Genau, Quanten, genau. Erklärt alles. Also es ist diese berühmte 21-Zentimeter-Strahlung

Ruth: des neutralen Wasserstoffs.

Ruth: Und die finden wir überall im Universum. Es ist so praktisch,

Ruth: dass dieser Wasserstoff das macht.

Ruth: Weil sonst wäre das Zeug quasi unauffindbar eigentlich.

Ruth: Aber dadurch, dass der Wasserstoff das macht, das ist super,

Ruth: können wir ihn sehen mit Radioteleskopen.

Ruth: Und mit diesem Fast-Radioteleskop haben sie eigentlich eine andere Galaxie untersucht.

Ruth: Also die wollten M94-Galaxie.

Ruth: Eine sehr nah an uns gelegene, wunderschöne Galaxie, die auch irgendwie ein

Ruth: bisschen komisch aussieht und wo auch schon irgendwie komische Dinge passiert

Ruth: sein müssen, die wollten sie sich näher anschauen.

Ruth: Sie wollten sich diesen vermeintlichen Merger, wahrscheinlich ein Resultat von einem Zusammenstoß,

Ruth: wollten sich eben mit diesem Radioteleskop genauer anschauen und schauen,

Ruth: wie viel neutraler Wasserstoff ist da, wo genau, um eben die Geschichte dieser

Ruth: Galaxie besser zu rekonstruieren.

Ruth: Und im Zuge dessen hört man jetzt eben da diverse kleine Wasserstoffgaswölkchen

Ruth: in der Umgebung von M94 gefunden.

Florian: Sag ich mal Wölkchen, das ist eine Million Sonnenmast.

Ruth: Naja, es war eben zuerst nur die neunte Zeitung.

Ruth: Kleine Gaswolke, die man in der Umgebung von M94 gefunden hat.

Ruth: Daher kommt der Name Cloud9.

Ruth: Man hat aber also Konzentrationen von Wasserstoff um diese Galaxie herum gefunden,

Ruth: in dem Bildfeld, das man beobachtet hat.

Ruth: Und eine davon war eben Nummer 9 in der Reihenfolge im Katalog.

Ruth: Und die hat sich dann als extrem massereich und ohne optischen Counterpart herausgestellt. Das ist das.

Ruth: Ohne, dass man da etwas sieht im normalen sichtbaren Licht. Eine fette Gaswolke

Ruth: und da ist aber nichts zu sehen.

Ruth: Auf jeden Fall haben sie diese recht große, also sie ist nicht groß im Sinne,

Ruth: es gibt riesige Wasserstoffwolken da draußen,

Ruth: so wie zum Beispiel das, was aus der Magellanschen Wolke, aus der großen Magellanschen

Ruth: Wolke, da durch die Schwerkraftwirkung der Milchstraße rausgezogen wird.

Ruth: Da gibt es einen riesigen Strom an Wasserstoff, der durch diese Interaktion

Ruth: mit der Milchstraße aus der Magellanschen Wolke raus gezerrt wird und der ist

Ruth: so einmal über den halben Himmel verteilt. Das ist auch groß.

Ruth: Das Ding an dieser Wasserstoffwolke ist eben, dass sie massereich ist und recht

Ruth: kompakt, also ziemlich ungestört wirkt in ihrer Struktur, recht rund ist und.

Ruth: Scheinbar eben auch überhaupt nicht irgendwie sich dreht in irgendeine Richtung

Ruth: oder irgendetwas macht, was normalerweise diese Wolken da machen.

Ruth: Also sie scheint dort einfach wirklich recht massereich, recht kompakt,

Ruth: konzentriert, ungestört, rund, unbeweglich vor sich hin zu hocken.

Florian: Macht eigentlich nichts, die ist da und das reicht schon, wer macht die nicht?

Ruth: Also es ist eigentlich ein super Neujahrsvorsatz, oder? Die ist einfach da,

Ruth: macht nichts und das reicht vollkommen.

Ruth: Und es reicht nicht nur, sondern es ist eines der interessantesten Objekte,

Ruth: die wir seit langem gefunden haben da draußen, wenn das tatsächlich so ist.

Ruth: Also das war ja dann noch nicht klar.

Ruth: Das war ja noch ein bisschen so, okay, vielleicht ist es doch halt einfach eine

Ruth: Zwerggalaxie, die sehr wenige Sterne enthält, sehr viel Wasserstoff. Das gibt es auch.

Florian: Diese U, U, D, F, oder wie heißt die? Ultra, U, F, D, ist Ultra Feint Dwarf.

Florian: Wie heißen die? Irgendwas mit U, F und D.

Ruth: Genau, die haben, aber da gibt es verschiedene. Ultra Compact und die Feint

Ruth: und die Diffuse und so weiter. Alle mit U.

Ruth: Es wäre auf jeden Fall keine typische Zwerggalaxie, weil normalerweise haben

Ruth: die kleinen Zwerggalaxien, also die, die wenig Sterne haben,

Ruth: auch nicht viel Gas. Also viel Gas und wenig Sterne, komisch.

Ruth: Aber könnte natürlich sein.

Ruth: Und darum hat man, also man hat einfach noch keine ordentlichen,

Ruth: tiefen optischen Beobachtungen gehabt von dieser Cloud9.

Ruth: Wenn das jetzt wirklich so eine ungestörte Wolke ist, man nennt die übrigens

Ruth: tatsächlich Relic, Überbleibsel, aber eigentlich Rel-Hick mit einem H drinnen.

Ruth: Es ist natürlich ein Akronym und kein tatsächliches englisches Wort,

Ruth: also absichtlich das Relic.

Florian: Ich habe es nie gehört.

Ruth: Reionization Limited H1 Cloud.

Florian: Es ist nicht mal ein blödes Akronym, es passt sogar.

Ruth: Gut, gell? Es ist also ein Blob an kalten Wasserstoffgas, H1,

Ruth: das ist diese 21 Zentimeter neutraler Wasserstofflinie im Radiobereich,

Ruth: das Licht im Radiobereich.

Ruth: Also Wasserstoffwolke, die quasi nie die Dichte erreicht hat,

Ruth: um die Sternentstehung in Gang zu setzen.

Ruth: Die Reionisation, also die UV-Strahlung der frühen, der ersten Sterne im Universum,

Ruth: hat die Sternentstehung in der Wolke sich verhindert, bevor sie überhaupt beginnen konnte.

Ruth: Es hat quasi durch die Reionisation, durch das Licht der frühen Sterne,

Ruth: wurde diese Wolke in ihrem Originalzustand mehr oder weniger konserviert.

Ruth: Darum ist es tatsächlich eine Art Relic, ein Überbleibsel der ersten primordialen

Ruth: Gaswolken, die es im frühen Universum gegeben hat.

Ruth: Und dies auch wirklich in großer Menge gegeben hat natürlich und dies auch heute

Ruth: noch in großer Menge geben müsste, wenn unser Bild des Universums stimmt.

Florian: Okay, lassen wir das mal kurz zusammenfassen, ob wir es verstanden haben.

Florian: Aber so, wenn wir es jetzt in der korrekten Zeitrichtung durchgehen,

Florian: dann war früher im Universum alles voll mit Wasserstoffwolken und aus diesen

Florian: Wasserstoffwolken sind dann halt Galaxien entstanden, weil der Wasserstoff in

Florian: diesen Wolken Sterne gebildet hat, weil der in sich zusammengefallen ist und

Florian: dann hast du jede Menge Stelle bekommen, wo die Galaxien draus geworden sind. Aber

Florian: Die Reionisation, das war im Prinzip die Phase, wo da sind die ersten Sterne

Florian: schon entstanden und diese ersten Sterne haben mit ihrer Strahlung dafür gesorgt,

Florian: dass der Wasserstoff, der neutrale Wasserstoff seine Elektronen verloren hat.

Ruth: Ja, in den meisten Fällen, ja genau, in den meisten Gegenden des Universums, ja genau.

Florian: Und wenn das passiert, dann, nee, da folgt nichts draus jetzt in meinem Satz,

Florian: aber wenn ausreichend der Punkt,

Florian: wenn sich in dieser Wolke keine Sterne gebildet haben, dann muss sich der Wasserstoff

Florian: dort zu schnell bewegt haben.

Florian: Das heißt, der Wasserstoff muss irgendwie aufgeheizt worden sein,

Florian: damit er sich so schnell bewegt, dass er nicht zu Sternen kollabieren kann.

Florian: Das heißt, die Rheonisierung muss dafür gesorgt haben, dass der Wasserstoff

Florian: sich aufheizt und ich überlege gerade, wieso sie das gemacht hat.

Ruth: Nein, nicht ganz. Es ist jetzt nicht so, dass die Strahlung der Sterne dort

Ruth: wirklich das Wasserstoffgas reionisiert, also wieder so aufgeheizt hat,

Ruth: dass eben sich dort dann nicht mehr so viele neue Sterne bilden konnten.

Ruth: Sondern es ist so eine Art Hintergrund, okay?

Ruth: Diese Energie, die von den ersten frühen Sternen im Universum kommt,

Ruth: die hat quasi das Universum so angefüllt, sagen wir mal.

Ruth: Und dadurch sind Wolken, die von Anfang an nicht groß genug waren.

Ruth: Sagen wir mal, die konnten dann nicht weiter Material um sich herum ansammeln

Ruth: und größer werden und dann irgendwann die Sternentstehung quasi zünden,

Ruth: sondern die wurden dann isoliert mehr oder weniger oder die wurden dann quasi

Ruth: konserviert als einzelne kleinere,

Ruth: zu kleine Klumpen, um Galaxien zu werden.

Ruth: Es ist eigentlich so eine Art, naja, Failed Galaxy.

Ruth: Es konnte da nie die Sternentstehung einsetzen, weil sich quasi durch die Strahlung

Ruth: der ersten Sterne der ganze Hintergrund, das ganze Universum mehr oder weniger

Ruth: so aufgeheizt hat, dass es für die kleinen Wolken nicht mehr genug war.

Ruth: Auch neues Material gab, die konnten nicht weiter wachsen und sind dann quasi

Ruth: so als kleine Wolken abgeschnitten worden von allem anderen und übrig geblieben,

Ruth: weil sie eben nicht von Anfang an nicht genug Masse auch hatten.

Ruth: Das ist so eine Art Grenzmasse für die Sternentstehung, die dann notwendig ist,

Ruth: für die gesamte Struktur dieser vermeintlichen Galaxie.

Ruth: Nur, dass es eben keine Galaxie geworden ist in dem Fall.

Florian: Okay, dann probiere ich es nochmal anders zu befassen, weil wenn du es mit Grenzmasse

Florian: sagst, dann habe ich das Gefühl, ich verstehe es besser.

Florian: Also dann kann man sagen, es gab diese Phase der Reionisation,

Florian: wo die ersten Sterne halt angefangen haben, da die Atome zu reionisieren und

Florian: in dieser Reionisationsphase hat sich die Hintergrundstrahlung im Universum so verändert,

Florian: dass die Sternentstehung schwieriger geworden ist und nur die ausreichend großen

Florian: Gaswolken waren noch in der Lage, Sterne zu machen.

Florian: Und ab diesem Zeitpunkt, wo diese Hintergrundstrahlung das schwieriger gemacht

Florian: hat, konnten die kleinen Wolken keine Sterne mehr bilden. Und darum sind die übrig geblieben.

Ruth: Genau. Und darum nennt man sie auch Relics, obwohl das nicht als Akronym,

Ruth: aber als kluges Akronym darauf abzielt.

Ruth: Diese Wolken, die befinden sich quasi in einer Art Sweet Spot zwischen zu leicht und zu schwer.

Ruth: Also die sind schwer genug, um nicht komplett auseinandergeblasen zu werden

Ruth: von der Strahlung der Sterne. Weil das gibt es ja auch.

Ruth: Dass einfach dann nichts mehr von dem Gas übrig bleibt oder es quasi komplett

Ruth: auch ionisiert wird, wieder aufgeheizt wird, weil eben dann nicht genug eigene

Ruth: Schwerkraft da ist, um da einen Klumpen überhaupt zusammenzuhalten, sagen wir mal so.

Ruth: Und die sind aber schwer genug, um nicht auseinanderzufallen,

Ruth: aber gleichzeitig auch quasi leicht genug, um nicht...

Ruth: In Sternentstehung zu fragmentieren. Also es sind genau in diesem Zwischending,

Ruth: wo wir sie heute noch beobachten können oder wo wir sie heute finden sollten,

Ruth: weil sie quasi noch nicht weder auseinandergefallen oder in Sternentstehung gegangen sind.

Ruth: Und bis jetzt, die waren theoretisch quasi erwartet, aber bisher haben wir da

Ruth: noch nicht wirklich welche gefunden.

Ruth: Es gab bis jetzt einen anderen coolen Kandidaten und den haben wir,

Ruth: glaube ich, auch schon mal erwähnt.

Ruth: Im Podcast, das ist diese Regenbogenwolke von Cloud 8, von Karen O'Neill,

Ruth: you see. Im Lastenrad kommt sie vor.

Florian: Ja, ich erinnere mich wahrgetragen.

Ruth: Im Lastenrad aus der Galaxis kommt sie vor, die auch zufällig eine Wolke entdeckt

Ruth: hat, eine Wasserstoffgaswolke entdeckt hat, in der keine Sterne zu sein scheinen.

Ruth: Und in dem Fall, die ist auch so eine Regenbogenwolke, wie sie genannt,

Ruth: weil das Wasserstoffgas, das wir beobachtet haben, in dem Fall rotiert, die dreht sich.

Ruth: Das heißt, dieser andere Kandidat. Das heißt, wir sehen, am einen Ende der Wolke

Ruth: ist sie ein bisschen bläulich, kommt sie auf uns zu.

Ruth: Und am anderen Ende der Wolke ist es ein bisschen rötlich, geht von uns weg.

Ruth: Das heißt, in dem Fall von diesem anderen Relic-Kandidat ist es ein bisschen

Ruth: anders, weil das Ding dreht sich.

Ruth: Und wenn es sich dreht, dann ist ja da schon irgendwie ein Hinweis darauf,

Ruth: dass da doch irgendwie eine Art Scheibe sich schon gebildet hat.

Ruth: Und vielleicht sind da doch ein paar Sterne auch entstanden.

Ruth: In der jetzt, in der Cloud9...

Ruth: Da gibt es keine Drehung, das heißt wirklich keinen Anschein dafür,

Ruth: dass dort die physikalischen Prozesse in Gang gekommen sind,

Ruth: die Sterne gebildet haben.

Ruth: Also da ist wirklich anscheinend nichts drin.

Ruth: Muss man natürlich trotzdem nochmal nachschauen, ob nicht wirklich dann doch was drin ist.

Florian: Aber es ist das erste Mal, dass wir jetzt, diese Bestätigung fehlt natürlich

Florian: noch, aber wenn die jetzt das bestätigen, dann ist es das erste Mal,

Florian: dass wir so ein Relic gefunden haben.

Florian: Oder, wie es die Schlagzeile, die ich am Anfang angesprochen habe,

Florian: sagt, Cloud9 Hubble bestätigt Existenz einer sternlosen Geistergalaxie.

Ruth: Ja, geil, Geistergalaxie, gute Alternation.

Florian: Sternlose Geistergalaxie.

Ruth: Sternlose Geistergalaxie. Es ist bestätigt. Das ist das, worum es jetzt in der

Ruth: Studie geht, die jetzt kürzlich veröffentlicht wurde.

Ruth: Eben das Ding nochmal mit dem Hubble-Weltraumteleskop beobachtet,

Ruth: um zu schauen, ob da nicht doch irgendwie Sterne sind.

Ruth: Es war bis jetzt diese Region einfach noch nicht von einem Weltraumteleskop beobachtet.

Ruth: Und natürlich siehst du von der Erde dann, wenn da halt ein paar Sterne sind,

Ruth: die wahrscheinlich nicht so gut und mit einem Weltraumteleskop könntest du es auf jeden Fall sagen.

Ruth: Und das ist jetzt quasi die Bestätigung unter Anführungszeichen.

Ruth: Es sind in dieser Gegend zumindest sicher nicht mehr als tausend Sterne.

Ruth: Also man könnte sagen, naja, okay, könnte das nicht trotzdem so eine winzige Zwerggalaxie sein?

Ruth: So eine von denen, die du vorher erwähnt hast, so eine ultradiffuse Zwerggalaxie.

Ruth: Wie zum Beispiel, über die haben wir auch schon geredet, Ursa Major 3.

Florian: Ja, genau.

Ruth: Diese lustige, also Galaxie, dieser lustige Sternhaufen, der irgendwie 20 Lichtjahre

Ruth: groß ist und 60 Sterne enthält.

Ruth: Okay, aber diese ganzen diffusen, winzigen Zwerggalaxien, da gibt es ein paar,

Ruth: aber die haben nicht eine Million Sonnenmassen Wasserstoffgas da dazu.

Ruth: Das ist viel. Es gibt so Galaxien, die viel Wasserstoff haben.

Ruth: Da ist zum Beispiel die Leo, Leo T, die Zwerggalaxie, eine der kleinsten Zwerggalaxien

Ruth: in unserer lokalen Gruppe, also ein kleiner Satellit der Milchstraße.

Ruth: Die hat ungefähr 300.000 Sonnenmassen Wasserstoffgas, also ein Drittel von Cloud9.

Ruth: Eine der kleinsten bekannten Galaxien in der lokalen Gruppe und hat aber ungefähr 100.000 Sterne.

Ruth: Und sowas, 100.000 Sterne, wenn das so größenordnungsmäßig wäre,

Ruth: dann hätte man das in den Hubble-Bildern auf jeden Fall locker gesehen.

Ruth: Also man hätte mit Hubble auch, man hätte auch 10.000 Sterne noch gesehen.

Ruth: Das heißt, wenn das Ding, sagen wir mal, ein Faktor, weiß ich nicht,

Ruth: 10, ein Faktor 50 weniger Sterne hätte als jetzt so eine der kleinsten Zwerggalaxien,

Ruth: die wir kennen, hätte das das Hubble-Teleskop auch noch gesehen.

Ruth: Es könnten wirklich maximal so ungefähr 1000 Sterne sich da drinnen noch verstecken,

Ruth: die wir noch nicht gesehen hätten, was natürlich sehr unwahrscheinlich ist.

Ruth: Auch wenn dann 1000 Sterne sind, wird das überhaupt nicht passen zu dem Gehalt an Wasserstoffgas.

Ruth: Es gibt doch eine Verbindung zwischen wie viel Wasserstoffgas und wie viel Sterne

Ruth: jetzt typischerweise eine Galaxie, auch eine kleine Zwerggalaxie hat.

Ruth: Diese Relation, kann man sagen, ist jetzt natürlich sehr weit gestreut.

Ruth: Es gibt Galaxien, die haben sehr viel Wasserstoffgas, wenig Sterne.

Ruth: Es gibt Galaxien, die haben Sterne und fast gar kein Wasserstoffgas mehr.

Ruth: Das ist schon eine ziemlich grobe Relation, sagen wir mal so.

Ruth: Aber wenn man sich das anschaut, fällt Cloud9 wirklich da komplett.

Ruth: Wenn man annimmt, sie hat vielleicht tausend Sterne, es ist trotzdem komplett

Ruth: unpassend zu allem, was wir bis jetzt kennen.

Ruth: Das heißt, die Annahme, dass diese vermeintliche Galaxie, diese sternlose Galaxie,

Ruth: wirklich keine Sterne gebildet hat und wirklich so eine primordiale,

Ruth: ursprüngliche Gaswolke so ein Relic ist, ist doch recht vernünftig und wahrscheinlich.

Florian: Ich überlege gerade, ich finde das sehr beeindruckend und überlege gerade,

Florian: was daraus folgt, außer dass wir halt jetzt wissen, dass es diese Dinge gibt

Florian: und was dann vermutlich auch bestätigt, dass das, was wir uns überlegt haben,

Florian: wie Galaxien im frühen Universum entstanden sind, dass das alles dadurch bestätigt wird.

Ruth: Nicht so falsch war, genau. Was ich noch nicht erwähnt habe bis jetzt,

Ruth: ist auch die dunkle Materie.

Florian: Zu der wollte ich jetzt gerade kommen. Ich habe gerade überlegt,

Florian: ob man aus der Existenz dieser Wolke irgendwas ableiten kann über die Menge

Florian: an dunkler Materie, die da drumherum drin oder in der Gegend ist.

Ruth: Genau, damit sich dieses Wölkchen, dieses eine Million Sonnemassen,

Ruth: also doch nicht so kleine, aber doch auch nicht so große Wölkchen, da so im Laufe der Zeit,

Ruth: wenn es wirklich schon von Anfang an da war, stabil halten konnte,

Ruth: damit der Druck des Gases und so weiter, damit das Ding so zusammengehaltet,

Ruth: stabil, da die Zeit des Universums überdauern konnte, muss es etwa sechs Milliarden Euro.

Ruth: Sonnenmassen dunkle Materie enthalten oder davon in einem Halo umgeben sein.

Florian: Wollte gerade sagen, wenn dann enthalten die sechs Milliarden Sonnenmassen dunkler

Florian: Materie, die eine Million Sonnenmassen normale Materie.

Ruth: Genau, so rum, genau. Das heißt,

Ruth: da ist genau so ein dunkler Materie, kleiner dunkler Materie-Halo mit einem

Ruth: bisschen ganz neutralen, kalten,

Ruth: ursprünglichen, primordialen Wasserstoffgas drinnen, der einfach nur so rumsitzt

Ruth: im Weltraum und nichts tut.

Ruth: Genauso wie wir es erwarten würden, wenn unser kosmologisches Modell von der

Ruth: hierarchischen Strukturbildung der Galaxien stimmt. Hurra!

Florian: Okay, das ist cool. Und welche Teleskope sind da als nächstes dran,

Florian: da was Neues rauszufinden?

Ruth: Ich hoffe, viele und alle. Ich hoffe, dass es jetzt nochmal...

Ruth: In, naja, ich meine, Hubble ist eh schon super.

Ruth: Ich weiß nicht, ob man es jetzt noch mal mit dem James Webb draufhalten könnte,

Ruth: ob das geplant ist und noch was bringen würde.

Ruth: Ich denke schon, dass man da vielleicht, wenn sich da noch irgendwelche.

Ruth: Kleinen Sterne da drin verbergen, die sind ja im Infraroten leichter zu sehen,

Ruth: die Massearmen-Sterne, sagen wir mal so.

Ruth: Obwohl auf der anderen Seite, also es ist unwahrscheinlich, dass da irgendwie

Ruth: Sterne auch sich gebildet haben mit all den anderen Beobachtungen,

Ruth: die wir jetzt schon haben.

Ruth: Es passt wirklich nicht, aber wäre natürlich gut, wenn man jetzt trotzdem nochmal

Ruth: wirklich auch versucht, diese noch nicht ausgeschlossenen letzten tausend Sterne,

Ruth: die sich da noch verstecken könnten, die auch noch zu finden.

Ruth: Und das ist ja immer eine der nächsten Galaxien an uns dran.

Ruth: Dieses M94 ist ungefähr 15 Millionen Lichtjahre entfernt, also nicht so weiter.

Ruth: Das heißt, man könnte da auch echt nochmal auf die Suche gehen und schauen,

Ruth: ob man da nicht doch noch ein paar Sterne findet.

Ruth: Weil wenn da noch Sterne drinnen sind, dann ist es zumindest nicht,

Ruth: jetzt sagen wir mal, so primordial, wie wir dann glauben.

Ruth: Aber trotzdem, auf jeden Fall ist es so, dass es wirklich genau in unser Bild

Ruth: passt und dass es eben auch in unser Bild der Sternentstehung bzw.

Ruth: Der Galaxienentstehung passt oder dass es noch so eine Art untere Grenze oder

Ruth: eine sehr hilfreiche Grenze für die dunkle Materie-Halo-Masse darstellt,

Ruth: ab der sich Galaxien zu Galaxien entwickeln.

Ruth: Das ist etwas, was noch nicht ganz so gut constrained ist, sagen wir mal so,

Ruth: was noch nicht ganz so sicher ist.

Ruth: Welche Masse muss da sein, damit tatsächlich auch viele Sterne entstehen können

Ruth: und damit sich quasi eine leuchtende Galaxie auch entwickeln kann.

Ruth: Und das ist jetzt durch dieses Objekt, ich meine, okay, es ist nur ein Objekt,

Ruth: aber trotzdem ist es mal...

Ruth: Der Anfang von all den dunklen Wolken, die es da draußen geben müsste,

Ruth: wo man sagen kann, okay, da ist jetzt mal eins, das ist unterhalb dieser Grenze

Ruth: und da haben wir jetzt schon mal einen Datenpunkt, der uns sagt, ah, okay, ja, passt.

Florian: Du hast jetzt gerade zum zweiten Mal M94 erwähnt, also beim ersten Mal hast

Florian: du gesagt, das war der Ausgangspunkt, wie man das Ding überhaupt entdeckt hat,

Florian: weil diese Wolke in der Nähe dieser Galaxie M94 ist und jetzt habe ich auch

Florian: gerade mal geschaut, die schaut wirklich schön aus, erstens.

Ruth: Die ist cool, ne?

Florian: Ja, war jetzt nicht das, was man darauf hinaus wollte, sondern ist sichergestellt,

Florian: dass diese Wolke tatsächlich genauso weit weg ist wie M94 oder kann die da zufällig sein?

Florian: Weil ich habe jetzt gerade gelesen in dem Wikipedia-Artikel,

Florian: wenn man die Bilder anschauen wollte, dass es eine Studie gab aus dem Jahr 2008,

Florian: die allerdings umstritten ist, die gezeigt hat, dass M94 kaum oder keine dunkle

Florian: Materie enthält. Und das wäre dann quasi ein Widerspruch zu der Wolke,

Florian: die dann da in der Nähe ist.

Florian: Also wie ist die Beziehung zwischen M94 und Cloud9? Ist die öffentlich?

Florian: Wissen wir da was drüber?

Ruth: Naja, also sie haben die gleiche Entfernungsgeschwindigkeit,

Ruth: sie haben die gleiche Rezessionsgeschwindigkeit, also bewegen sich mit der gleichen

Ruth: Geschwindigkeit, spektroskopisch beobachtet, von uns weg.

Ruth: Bei so nahen Galaxien gibt es natürlich auch eine Eigenbewegung,

Ruth: das heißt die Entfernungsbestimmung ist jetzt gar nicht so leicht.

Ruth: Das ist ja auch das zusätzlich Gute an Cloud9, dass sie durch ihre Nähe zu M94,

Ruth: dass wir ihre Entfernung dadurch gut kennen bzw.

Ruth: Annehmen können, dass sie tatsächlich da in der gleichen Entfernung wie M94

Ruth: ist. und was auch natürlich nicht ausgeschlossen ist,

Ruth: dass M94 und Cloud9 da eine Interaktion miteinander bevorsteht.

Florian: Dann kommen Sterne rein.

Ruth: Und dann kommen Sterne rein. Das ist quasi das Happy End, dass Cloud9 vielleicht

Ruth: noch bevorsteht, dass es durch die Interaktion mit M94,

Ruth: und es gibt da Anzeichen, dass es schon ganz leicht eben in eine Richtung da

Ruth: elongiert, ausgedehnt ist, das Wölkchen.

Ruth: Also vielleicht, da wird schon ein bisschen von M94 dran gezogen. Komm zu mir, Darling.

Ruth: Und dass es einfach wirklich durch diese Interaktion dann reichen könnte,

Ruth: um noch die Sternentstehung in Cloud9 anzustoßen.

Ruth: Und dann könnten sich eben aus dieser Million Sonnenmassen Wasserstoffgas doch

Ruth: noch einiges an Sterne bilden und sie könnte doch noch zu einer kleinen leuchtenden Zwerggalaxie werden,

Ruth: nicht zu einer Failed-Galaxie, wie wir sie jetzt bösartigerweise nennen.

Florian: Ich wollte gerade sagen, es ist ja alles schon wieder hier Framing.

Florian: Und wer sagt, dass das ein Happy Ensemble ist?

Florian: Ich habe es 14 Milliarden Jahre geschafft, keine von diesen Scheiß-Sternen zu

Florian: bilden, wie alle ganz anderen Trotteln im Universum. Jetzt kriege ich doch noch welche.

Ruth: Ich werde total einsam und glücklich und komplett ungestört.

Florian: Dann werden die Sterne aufgezwungen.

Ruth: Bis jetzt war alles genug. Es

Ruth: war genug, einfach nur zu sein und nichts zu tun. Und was sagen wir dazu?

Ruth: Failed Galaxy. sehe. Ich meine, das ist ja wirklich das urblöde Framing.

Ruth: Man braucht nicht unbedingt Interaktionen, um glücklich zu sein.

Ruth: Aber manchmal ist es auch schon gut.

Florian: Man kann auch ohne Sterne glücklich sein. Wer das gerne will, soll das gerne sein.

Ruth: Wenn das nicht ein gutes Schlusswort ist, weiß ich auch nicht.

Florian: Ja, coole Geschichte auf jeden Fall.

Ruth: Es bringt uns gleich weiter zu den Fragen, weil ich habe nämlich tatsächlich

Ruth: diesmal Fragen gefunden, die mit dem Thema zu tun haben.

Florian: Okay, ja.

Ruth: Die erste Frage kommt gleich von unserer treuen Hörerin Maureen über deren Namen.

Ruth: Ich jetzt sicher nicht das dritte Mal stolpern werde, nein.

Florian: Ja, okay.

Ruth: Und zwar hat Maureen gehört, dich in der aktuellen Science Busters Podcast Folge.

Florian: Was eben auch aktuell ist. Vielen Dank.

Ruth: Was immer auch aktuell ist. Die Frage ist jetzt noch nicht so lang her.

Florian: Also ich habe über Sternentstehung. Wir haben gerade bei den Science Busters

Florian: einen Sternenschwerpunkt, weil wir festgestellt haben, wir haben noch nie wirklich

Florian: über Sterne gesprochen.

Florian: Darum habe ich in der ersten Folge von dieser Serie, glaube ich,

Florian: aber allgemein über Sterne gesprochen.

Florian: Was sind Sterne? So grob, wie entstehen sie? Und dann haben wir gemerkt,

Florian: ja, da gibt es viele Dinge, die man noch besprechen muss. Also Sternentstehung

Florian: muss man im Detail machen.

Florian: Ein paar Menschen, so wie Cecilia Payne, muss man im Detail vorstellen.

Florian: Irgendwann habe ich eine Folge gemacht über Sterne-Geschichten.

Florian: Da haben wir da ein bisschen genauer drüber gesprochen, also wie ich über Sterne

Florian: rede und über Sterne Shows und Podcasts mache.

Florian: In der aktuellen Folge, also der jetzt aktuellen Folge, habe ich im Wesentlichen

Florian: nur über das Herzsprung-Rassel-Diagramm gesprochen. Also da kommen noch ein paar Sterne in Folge.

Ruth: Na vielleicht war es die davor.

Florian: Ja, wenn Maureen sich auf die erste bezieht, dann will sie wahrscheinlich was

Florian: über kollabierende Wolken wissen vielleicht.

Ruth: So ist es. Ja, und um die geht es ja auch heute. Also sie sagt,

Ruth: es geht um die Wolke aus Wasserstoff, die kollabiert. Und sie fragt sich,

Ruth: wie das geht, weil dann hat man ja in so einer Wolke ein Wasserstoffatom und

Ruth: dann rundherum mal sehr lange nichts.

Ruth: Und dann irgendwann wieder eines. Und es dauert ja ewig, bis da zwei Atome sich

Ruth: überhaupt finden und wie das funktioniert, wie die denn zusammenbleiben.

Ruth: Bleiben die zusammen, wenn sie sich mal gefunden haben? Und wenn ja, wie?

Ruth: Oder prallen sie voneinander ab und es muss einfach durch Zufall gleichzeitig

Ruth: viele Atome da zusammenkommen?

Ruth: Oder wie geht das quasi los? Wie geht dieser Kollaps los?

Ruth: Und sie sagt dann auch noch, das hat mir sehr gefallen, da fällt mir das Lego-Waschmaschinen-Experiment

Ruth: von den methodisch unkorrekten, inkorrekten ein und dann habe ich mir gedacht,

Ruth: das war's und habe das gegoogelt und das ist sehr lustig.

Ruth: Das ist wirklich empfehlenswert, Leute, schaut euch das an. Da gibt es einen

Ruth: Mathematiker namens Ingo Althöfer aus Jena und der hat davon gehört,

Ruth: dass Leute anscheinend ihre Lego-Steine in der Waschmaschine waschen, um sie zu reinigen.

Ruth: Und dass dabei dann oft die Steine zusammengesteckt aus der Waschmaschine rauskommen

Ruth: und die Leute sich denken, hä, habe ich die nicht alle auseinandergenommen und so?

Ruth: Und er gleich so, haha, Entropie, Mathematik und hat dann begonnen,

Ruth: eigene Waschmaschinen-Legosteinexperimente zu machen, bis sich seine Frau aufgeregt

Ruth: hat, dass das Uhr laut ist.

Ruth: Dann hat er sie in Socken hineingesteckt. Es hat immer noch funktioniert.

Ruth: Er hat das Gefühl, dass blaue und weiße Steine öfter zusammenklumpen als andere

Ruth: Farben, hat aber noch nicht die statistische Signifikanz für diese Behauptung erreicht.

Ruth: Es ist sehr lustig. Es gibt einen lustigen Artikel in der Welt und PDF von einem

Ruth: Vortrag von ihm an der TU Chemnitz habe ich entdeckt.

Ruth: Den Vortrag hätte ich wirklich gern gehört. Es scheint ein sehr lustiger Typ zu sein.

Ruth: Spontane Selbstorganisation von Legosteinen in der Waschmaschine.

Florian: Das hat sie schon in der Krone erwähnt und die Welt. Jetzt wird es langsam zu

Florian: Boulevardest. Aber ich kann vielleicht mal anfangen mit der Antwort.

Florian: Maureen fragt sich, wie das überhaupt passieren kann, dass aus so einer Wolke

Florian: von Wasserstoff irgendwas wird.

Florian: Und ich kann es mir einfach machen. Ich kann sagen, Maureen,

Florian: hör die nächste Folge des ScienceBuster-Podcasts, was du ja offensichtlich machst,

Florian: weil sonst hättest du die Frage, Weil in der nächsten Folge, da geht es genau um das.

Florian: Das ist die Folge, wo ich gesagt habe, jetzt haben wir das Herzsprung-Rassel-Diagramm durch.

Florian: Und in der nächsten Folge schauen wir uns an, wie man auf das Herzsprung-Rassel-Diagramm

Florian: kommt, Altstern. Wie kommt man da hin?

Florian: Da kommt man hin übrigens mit der Hayashi-Linie. Das ist jetzt keine Straßenbahn oder sowas.

Florian: Aber wer wissen will, was die Hayashi-Linie ist, das machen wir ein andermal.

Florian: Das ist jetzt hier zu Ost für dich oder im Science, was der Podcast.

Florian: Aber ja, da geht es genau um den Detail. Weil normalerweise sagt man immer nur,

Florian: ja, hast du eine große Wolke aus Gas, die Wolke kollabiert und dann ist irgendwann

Florian: innen drin so heiß, dass ein Stern entsteht, weil die Kernfusion einsetzt.

Florian: Das ist so die kürzestmögliche Version der Sternentstehung. In Wahrheit ist

Florian: es viel komplizierter, weswegen ich auch gesagt habe, ich brauche eine eigene

Florian: Science-Poster-Podcast-Folge, um das ausführlich zu erklären.

Florian: Aber ich weiß nicht, was Maureen genau meint, wenn sie wissen will,

Florian: es dauert, bis sich zwei Atome finden.

Florian: Es ist jetzt nicht so, dass da alle Atome zusammenhängen und eine zusammenhängende

Florian: Struktur bilden. Das nicht.

Florian: Es kommt darauf an, was die Atome machen. Normalerweise im Urzustand ist halt

Florian: da so eine Molekülwolke.

Florian: Da schwebt der Wasserstoff da so rum durch das Universum.

Florian: Und einerseits hast du die Gravitationskraft, Die will, dass die Atome oder

Florian: die Moleküle alle immer näher zusammenkommen.

Florian: Andererseits hast du ja auch die Eigenbewegung der Moleküle,

Florian: also einfach gesagt die Wärme, die thermische Energie, die dagegen wirkt.

Florian: Und die halten sich mal so grob die Waage in so einer Molekülwolke drumherum.

Florian: Das so, aber das ist halt ein sehr schwaches Gleichgewicht, wenn man so will.

Florian: Das heißt, es kann noch alles mögliche gestört werden. Es kann halt ja kein

Florian: Stern vorbeifliegen, dann hast du ein paar Turbulenzen drin in der Wolke,

Florian: kann nämlich ein Magnetfeld, da kann alles mögliche sein.

Florian: Die kritische Masse der Wolke wird überschritten. Das kann auch sein, wenn die groß genug ist.

Florian: Auf jeden Fall irgendwann passiert was, wo halt dann die Gravitation stärker

Florian: wird als die andere Kraft und dann wird der Kern oder ein Kern in der Wolke ein bisschen dichter.

Florian: Das ist jetzt noch nicht, dass da irgendwas großartig passiert mit Kernfusionen,

Florian: da sind wir noch lang weg von der Kernfusion, sondern die sind einfach nur ein

Florian: bisschen dichter und dann wird

Florian: auch Gravitationsenergie, also weil das ja alles in sich zusammenfällt,

Florian: hast du quasi die Umwandlung von Gravitationsenergie in thermische Energie.

Florian: Das ist halt, kann man sich so vorstellen, wenn du mit dem Auto gegen die Mauer

Florian: fährst, dann wird auch sehr viel thermische Energie frei, weil halt dann Bewegungsenergie

Florian: in Wärmeenergie umgewandelt wird und genauso wird auch beim Kollaps in der Wolke

Florian: Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt.

Florian: Und diese Energie, die wird dann nach außen abgestrahlt und im Kern dieser Wolke

Florian: ändert sich deswegen noch nichts.

Florian: Also da hast du jetzt noch nicht mehr Wärme. Also die Wärme kommt,

Florian: zwar noch die Kollaps, aber weil die Wolke noch so dünn ist.

Florian: Wird diese ganze Wärmeenergie einfach komplett nach außen gestrahlt.

Florian: Irgendwann wird es dann so dicht,

Florian: dass die Wärmeenergie dann drinnen ein bisschen festgehalten wird und dann kommt

Florian: die Strahlung quasi nicht mehr raus und dann baut sich so eine Art neues Gleichgewicht auf,

Florian: weil halt die Wärmestrahlung oder die Temperatur im Kern immer größer und größer

Florian: wird, weil die Wärme nicht mehr abgestrahlt werden kann,

Florian: weil die Wolke jetzt schon so dicht geworden ist, dass sie nicht mehr rauskommt, die Wärmestrahlung.

Florian: Dann hast du einen neuen Gleichgewichtszustand und das, was dann entstanden

Florian: ist, das ist der First Hydrostatic Core, heißt das Ding, glaube ich.

Florian: Also das ist quasi der erste Kern, ist immer noch kein Stern.

Florian: Die sind groß, die Dinger, können bis zu 20 astronomischen Einheiten groß sein. 20, oh, was ist das?

Florian: Saturn ist da, oder? Irgendwas Saturn in die Gegend, ja. Also das wäre quasi

Florian: eine Wolke, die ist dann so groß, die würde einmal in die ganze Saturn-Umlaufbahn reinpassen.

Florian: Im Zentrum ist dann der Kollaps aufgehalten, weil dann das Gleichgewicht ist.

Florian: Von weiter außen kommt aber immer noch Gas drauf und so weiter.

Florian: Und mache jetzt nicht die ganze Geschichte durch von der Sternentstehung. Das dauert noch lang.

Florian: Das war der erste Kern. Und wenn der erste Kern, dann kommt der prästellare

Florian: Kern nach dem ersten Kern.

Florian: Und dann kommt der zweite Kollaps, dann kommt der Protostern und irgendwann

Florian: dann erst kommt dann mal der echte Stern. Also da passiert viel drinnen.

Florian: Und es ist im Wesentlichen immer ein Wechselspiel zwischen Temperatur und zwischen

Florian: Gravitationskraft. Und,

Florian: Die Atome müssen sich da ja quasi nicht finden, sondern die kommen dann einfach

Florian: immer dichter zusammen.

Florian: Und je nachdem, was dann passiert, passieren andere Dinge. Also vielleicht möchte

Florian: Maureen die Frage nochmal konkretisieren.

Florian: Dann habe ich sie nämlich für die nächste Aufnahme der Sternengeschichten.

Florian: Die habe ich noch nicht gemacht, die Folge, wo ich genau über das im Detail

Florian: rede. Und dann kann ich das dort noch ausführlich erwähnen.

Florian: Weil sonst müsste ich jetzt wirklich hier den kompletten Sternenstehungsprozess

Florian: referieren und das dort lang.

Ruth: Ich glaube, dass es sich jetzt schon eher so vorgestellt hat,

Ruth: dass dann halt da schnell irgendwie eben Kernfusion losgeht,

Ruth: dass die Atome nacheinander rankommen und so weiter.

Ruth: Aber das ist eben nicht der Fall. Das Ganze ist tatsächlich ein Prozess, der ewig dauert,

Ruth: irgendwie Millionen von Jahren teilweise und dass einfach durch die eigene Schwerkraft

Ruth: sich das Ding quasi selber zusammenzieht und zuerst einfach auch nur mal Gas

Ruth: ist, das dichter und dichter ist und auch immer noch Gas ist,

Ruth: das dichter und dichter ist.

Ruth: Und dann irgendwann kommt es halt zu dem Zusammenklumpen von so einzelnen Kernen

Ruth: und dann erst viel, viel später ist da irgendwie im Kern dieser Kerne genug

Ruth: Dichte und genug Temperatur da, dass dann auch da die erste Kernfusion dann zünden kann.

Ruth: Und das Ganze ist eben 100.000 Millionen von jahrelanger Prozess, der da abläuft.

Florian: Bevor überhaupt irgendwas fusioniert wird, wird was gespalten und nicht die

Florian: Atome, sondern die Wasserstoffmoleküle, weil am Anfang ist der Wasserstoff immer

Florian: noch in Molekülform, also da hängen zwei Wasserstoffatome schon per Definition zusammen,

Florian: also die hängen quasi schon von Anfang an, die Wasserstoffatome,

Florian: also jeweils zwei hängen zusammen und dann irgendwann,

Florian: ich glaube, das ist am Ende vom ersten Kern, glaube ich, ist es,

Florian: wo die Temperatur so groß ist, dass diese Wasserstoffmoleküle auseinanderbrechen

Florian: und dann geben die da Energie ab dabei oder die haben dann nicht mehr die Energie,

Florian: Ich kriege das im Kopf nicht mehr zusammen, aber in jedem Fall fehlt dann Energie

Florian: und der Kern wird instabil und dann kollabiert er weiter. Das heißt...

Florian: Weil die Temperatur so groß geworden ist und die Wasserstoffmoleküle aufbrechen,

Florian: hat der Kern nicht mehr genug Kraft, um sich aufrechtzuerhalten und dann fällt

Florian: er wieder in sich zusammen,

Florian: bis wieder das nächste Gleichgewicht kommt und dann erhöht das die Temperatur

Florian: nochmal und so weiter und dann sind wir irgendwann mal bei dem Punkt,

Florian: wo es so hoch wird, dass eine Kernfusion stattfindet. Aber wie gesagt,

Florian: das ist ein langer Prozess bis dahin.

Ruth: Sau kompliziert. Und damit haben wir auch schon beinahe die nächste Frage beantwortet,

Ruth: die Frage von Philipp, der nämlich auch wissen will, wie das geht,

Ruth: wenn da eine Staubwolke ist.

Ruth: Wie die anfängt, irgendwann zusammen zu klumpen und ob es irgendwas von außen

Ruth: braucht und warum die das macht und so.

Ruth: Und vor allem, wenn Philippe wissen, warum es sich dreht.

Ruth: Warum dreht sich der Klumpen, der da kollabiert und ob es Klumpen auch gibt,

Ruth: ohne zu drehen und ob es auch Staubwolken im All gibt, die einfach nur zufrieden

Ruth: sind, einfach Staubwolke zu sein und klumpen und drehen nicht brauchen.

Ruth: Ja, Cloud9 bis jetzt.

Florian: Also Drehen brauchen alle. Also es kommt davon, wenn du wirklich so eine gigantische

Florian: Staubwolke hast, da ist die Frage, wie definiert man Drehen?

Florian: Aber man sollte sich vielleicht fragen, was passieren müsste,

Florian: dass sich etwas nicht dreht im Universum, wie das ablaufen sollte.

Florian: Weil es bewegt sich alles im Universum, das ist fix. Also es gibt nichts, was stillsteht.

Florian: Das gibt es nicht, weil alles muss sich irgendwie bewegen.

Florian: Und es könnte nur dann stillstehen, wenn alles stillsteht. Weil ja, wir haben...

Florian: Kräfte, die unendlich weit wirken, wie die Gravitationskraft und der Elektromagnetismus,

Florian: was angesichts der Größe des Universums vielleicht wurscht ist.

Florian: Aber früher war das Universum sehr viel kleiner, da war es nicht wurscht.

Florian: Und wenn damals quasi alles stillgestanden wäre und alles exakt gleich verteilt

Florian: gewesen wäre, dann hätte sich daran nichts geändert.

Florian: Aber das war halt nicht so wegen Quanten, also Quantenfluktuationen.

Florian: Das heißt, da hat sich halt irgendwas bewegt und ja, es muss sich alles bewegen, anders geht es nicht.

Florian: Und wenn sich Dinge bewegen und sich dabei beeinflussen, dann führt das zwangsläufig

Florian: dazu, dass wir auch eine Rotation in das ganze Ding mit reinbekommen.

Ruth: Es ist so, wie wenn man einen Apfel nicht in zwei gleiche Hälften schneiden kann.

Ruth: Also aufs Atom, auf den Quant genau gleiche Hälften, das geht nicht.

Ruth: Und so wird immer irgendwo ein Ungleichgewicht und eine Bewegung und damit auch

Ruth: eine Drehung vorhanden sein.

Ruth: Okay, und dann haben wir noch eine dritte Frage, nämlich von,

Ruth: die Frage ist zweimal gekommen, von zwei verschiedenen E-Mail-Adressen,

Ruth: aber ich nehme an, dass das die gleiche Person ist, also Plutus und Fafnir.

Ruth: Nehmen wir mal an, weil es geht um Pismis24.

Florian: Klingt irgendwie schon, die Beleidigung.

Ruth: Es ist ein wunderschöner Sternhaufen, der in einer riesigen Staub- und Gaswolke eingebettet ist.

Ruth: Es ist ein gigantisches Sternentstehungsgebiet und Pismis24 ist ein Stück,

Ruth: wo eben gerade schon Sterne entstanden sind, wo dann so Staub rundherum,

Ruth: aber eben auch viele Bereiche ohne Staub zu sehen sind.

Ruth: Das James-Webb-Teleskop hat den kürzlich sehr hübsch abgelichtet.

Ruth: Und die Frage geht in die Richtung, warum da jetzt auf der einen Seite die Sterne

Ruth: in dem Staub drinnen sind.

Ruth: Es ist zu sehen, dass da so kleine grötliche Punkte sind, wo eben gerade frisch

Ruth: entstandene Proto-Sterne eigentlich noch in den Staub eingehüllt sind,

Ruth: die gerade zum Leuchten beginnen.

Ruth: Und wie das dann geht in der oberen Hälfte des Bildes, da jede Menge Sterne

Ruth: ohne Staub in ihrer Umgebung rundherum zu sehen sind.

Florian: Meine beiden Antworten, die du bitte dann gerne weiter ausführen darfst,

Florian: weil ich schon so viel geantwortet habe, ist Strahlungsdruck und Distanz.

Ruth: Ja, und Zeit, zeitliche Distanz. Also das ist das, was passiert,

Ruth: nachdem die Sterne gerade entstanden sind, nachdem sie quasi mit der Hayashi-Linie

Ruth: auf die Hauptreihe gefahren sind.

Ruth: Dass dann einfach, nachdem die Kernfusion

Ruth: dann zündet und der Stern dann tatsächlich zum Leuchten anfängt,

Ruth: dieser Strahlungsdruck, also der Druck der Photonen, die da nach außen geschleudert

Ruth: werden durch die Kernfusion,

Ruth: dass das den Staub wegbläst.

Ruth: Und im Laufe der Zeit, im Laufe von eben wiederum ein paar, weiß ich nicht,

Ruth: wie lange das dauert, Jahrmillionen, je nachdem,

Ruth: wird dann der Staub, die Reste der Staubwolke, die noch um die Sterne herum

Ruth: da sind, um die neuen Sterne, werden nach außen gedrückt und quasi einfach weggeblasen.

Ruth: Und darum sind die Sterne in der oberen Hälfte dieses Bildes,

Ruth: also in diesem jungen, offenen Sternhaufen, schon mehr oder weniger staubfrei,

Ruth: weil sie sich schon von ihrer Staubhülle befreit und gelöst haben.

Ruth: Und die Sterne in der unteren Hälfte des Bildes, das sind die,

Ruth: die jetzt gerade erst entstehen und die haben noch den Staub um sich herum.

Ruth: Man sieht das auch ganz gut an den Plejaden.

Ruth: Die Plejaden, das Sternhaufen, die sind dann schon ein bisschen älter,

Ruth: die sind schon so 50 bis 100 Millionen Jahre alt.

Ruth: Das ist dann schon eine Stufe später, wo man dann noch gerade die allerletzten

Ruth: Reste dieser ehemaligen Wolke um die Sterne herum noch ausmachen kann,

Ruth: aber eben keine dichten Staubwolken mehr,

Ruth: so wie in den noch aktiven Sternentstehungsregionen.

Florian: Ja, das war alles, was ich mir auch gedacht habe. Mit Distanz,

Florian: das was du sagst, natürlich richtig, aber mit Distanz habe ich gedacht,

Florian: dass da vielleicht auch einfach Hintergrundsterne drauf sind.

Ruth: Also das auch, ja. Da sind auch welche dahinter drauf, ja.

Ruth: Aber das sind auch wirklich Bereiche in diesen

Ruth: Nebeln, in diesen Sternenstehungsgasstaubwolken, wo es dann frei ist.

Ruth: Weil sich einfach diese jungen Sterne da so ihre eigenen Bubbles freiblasen

Ruth: und das sind doch recht große Regionen um diese jungen Sterne,

Ruth: wo du dann diesen Sternhaufen siehst.

Ruth: Wo einfach kein Staub mehr drumherum übrig ist. Ja, das waren die Fragen für heute.

Florian: Ja, überraschend viele Fragen zu dem Thema. Ich habe nicht gewusst,

Florian: dass wir so viele Fragen zu dem Thema haben.

Ruth: Ja, gut, oder? Ja, fand ich auch cool. Das sind auch gute Fragen gewesen und gute Antworten.

Florian: Ja, vor allem, was ich gewusst habe. Und hört euch den Science Passers Podcast an.

Ruth: Sehr gute Antwort von Florian. Ich hätte das nie alles gewusst mit diesen ganzen

Ruth: verschiedenen Kernen. Also zumindest hätte ich es nicht parat gemacht.

Florian: Ja, ich bin gerade dabei, das zu recherchieren für die Science Passers Folge.

Florian: Sonst hätte ich es auch nicht gewusst. Ich habe mal in meinem Buch über die

Florian: 100 Sterne, habe ich das auch zum Teil geschrieben.

Florian: Aber ja, sonst hätte ich natürlich auch nicht aus dem Stand über irgendwie erste

Florian: hydrosenlare Kerne und presenlare Kerne und sowas referieren können.

Florian: Das war Zufall, dass das gerade gepasst hat.

Ruth: Schön, dass es den Zufall gibt.

Florian: Genau, das freuen wir uns. Und gar nicht zufällig kommt jetzt die Rubrik,

Florian: die immer nach den Fragen kommt, nämlich Evi mit ihren Science-Fiction-Filmbesprechungen.

Florian: Und vielleicht hat Evi ja zufälligerweise den Film Relic besprochen.

Ruth: Also wie groß kann der Zufall sein?

Florian: Nein, eh null, weil ich weiß, was sie besprechen wird.

Florian: Sie meldet sich gleich und wir reden nicht über Relic, sondern wir reden ja

Florian: nie gemeinsam über das, was wir reden, weil sie gleich hier mit bei uns dabei

Florian: ist. Ah, sie kommt gleich. Sie kommt gleich.

Florian: Ja, Evi ist jetzt live mit dabei. Hallo Evi.

Evi: Hallo.

Florian: Es wäre schön, wenn du über den Film Relic heute reden würdest,

Florian: weil wir vorhin über Relics gesprochen haben. Aber es passt auch so,

Florian: weil wir haben über kollabierende Staubwolken geredet.

Florian: Und du redest, glaube ich, heute über expandierende Wolken.

Evi: Ich wollte gerade sagen, eher explodierend. Nein, ich fange jetzt nicht an mit

Evi: einem schlechten Schenkelklopferwitz mit Bombenstimmung.

Ruth: Why not? Come on!

Evi: Ja, ich habe einen Film mitgebracht, wo ich wirklich jetzt lange nachgesehen

Evi: habe, um wirklich ganz sicher zu sein, dass wir den noch nicht besprochen haben,

Evi: weil ich mir ganz sicher war, dass wir den schon hatten.

Evi: Aber angeblich hatten wir den noch nicht und ich kann mir das gar nicht vorstellen.

Florian: Ja, aber wenn es so ist, dann ist es so.

Evi: Und zwar geht es um den Film Oppenheimer. Den hat, glaube ich,

Evi: sogar Ruth gesehen, oder?

Ruth: Ja, den habe ich gesehen, ja.

Evi: Ja, okay. Ähnlich wird er mit dem Film.

Ruth: Den wir alle gesehen haben.

Evi: Damit ihr auch wisst, wovon ich spreche.

Florian: Für die, die es nicht gesehen haben, es geht um Oppenheimer.

Evi: Habe ich ja gerade gesagt.

Florian: Ja, aber im Film Oppenheimer geht es um Oppenheimer.

Evi: Achso, du warst schon bei der Inhaltsangabe.

Florian: Ja, genau, es geht um Oppenheimer.

Ruth: Ja, aber warum soll es denn sonst gehen in einem Film namens Oppenheimer, also um Oppenheimer?

Florian: Im Film Eddington vom vorletzten Mal ging es auch nicht um Eddington.

Evi: Richtig, wo ich so enttäuscht war.

Ruth: Na gut, zurück zu Relic, nein nicht Relic, zu Oppenheimer.

Evi: Oppenheimer, genau, ja richtig. Und zwar ist das ja der Blockbuster 2023 gewesen,

Evi: das war der Sommer mit Barbie und Oppenheimer.

Evi: Die sich da gebettelt haben.

Florian: Nicht im Film, also Barbie und Oppenheimer, das war nicht die Handlung vom Film,

Florian: dass Barbie und Oppenheimer gekämpft haben, sondern es gab einen Film,

Florian: der hieß Barbie und einen Film, der hieß Oppenheimer.

Evi: Also ich muss jetzt sagen.

Ruth: Verpasste Chancen in der Filmgeschichte, oder?

Evi: Ja, also das ist dieses Grundwissen, dass ich unsere Hörerschaft voraussetze.

Evi: Also ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den auch kenne.

Ruth: Und ich habe mir schon gedacht, boah, ich meine, ich habe den gesehen,

Ruth: aber ich kann mich kaum erinnern, aber das war doch erst letztes Jahr.

Ruth: Nein, das war 2023, darum kann ich mich kaum erinnern. Das ist so lange her.

Evi: Zum Entschuldigen, dass du dich nicht mehr erinnerst. Boah, okay.

Ruth: Immerhin.

Evi: Ja genau, also dieser ewig lange Film von Christopher Nolan über Oppenheimer,

Evi: weil er wird ja auch am Anfang gesagt Vater der Atombombe genannt.

Evi: Und da geht es in dem Film jetzt eben nicht nur um den Bau der Atombombe, Manhattan Project.

Evi: Eigentlich ist es ein klassisches Biopic. Da geht es dann auch immer zu dieser

Evi: Anhörung, die er da später dann hatte, weil er da unter dem Verdacht stand,

Evi: da kommunistisch zu sein.

Evi: Und in diesem Film geht es da um ihn, Physiker eben, wie er da quasi noch studiert

Evi: hat. dann angeheuert wird für das Manhattan Project, das ja dann im Zweiten

Evi: Weltkrieg von den Amerikanern forciert wurde, um eigentlich die Deutschen zu schlagen.

Evi: Also die waren ja da so der große Gegner, die ja dann die Motivation für dieses

Evi: Manhattan Project waren, diese Atombombe zu bauen.

Florian: Ja, also die Motivation, muss man euch sagen, wenn du das gerade so missverständlich

Florian: formuliert hast, es ging natürlich darum, die Deutschen zu schlagen.

Florian: Das war die Hauptmotivation für den Zweiten Weltkrieg, abgesehen von den Deutschen,

Florian: die wollten das nicht, aber alle anderen wollten das.

Florian: Aber in dem Fall ging es darum, die Deutschen zu schlagen beim Bau der Atombombe,

Florian: weil man hat die Vermutung gehabt, dass Deutschland auch eine Bombe baut und

Florian: das Meldenprojekt ist deswegen so gemacht worden, wie es gemacht wurde,

Florian: weil man vor den Deutschen die Atombombe haben wollte.

Evi: In Deutschland ist ja auch die Kernspaltung entdeckt worden.

Evi: Ich bin immer wieder erstaunt, das war ja Ende 1938 bzw.

Evi: 1939 ist das ja dann publiziert worden, diese Entdeckung mit der Kernspaltung,

Evi: wie viel Energie da freigesetzt wird. Da haben wir ja auch schon öfters darüber gesprochen.

Evi: Dass das ja eben Strassmann und Hahn waren und dann diese Meitner,

Evi: die die physikalische Erklärung dazu geliefert hat, dass ja alles ausgerechnet

Evi: hat, dann eben wie viel Energie da frei wird.

Evi: Also wenn man sich das vor Augen hält, im 1945 ist ja dann die Atombombe auf

Evi: Japan geworfen worden, in welcher kurzen Zeit das bewerkstelligt wurde.

Evi: Also das finde ich ja immer wieder erstaunlich. Da haben sie einfach nichts geschissen.

Ruth: Oder?

Evi: Naja, aber deswegen war ich, glaube ich, auch so ein bisschen dieser Gedanke,

Evi: dass in Deutschland die Nazis eben auch an einer Atombombe bauen,

Evi: dass ja dann die Amerikaner dazu motiviert hat, da enorm viel Ressourcen reinzustecken.

Evi: Also das ist ja ein Wahnsinn, wenn man sich das anschaut, wie viele Menschen

Evi: da direkt indirekt beteiligt waren, wie viel Geld da geflossen ist.

Florian: Ich kann sagen, wenn man sich das anschaut, dann ist es gar nicht mehr so sehr

Florian: unverständlich, wie sie es geschafft haben, es so schnell zu machen.

Florian: Weil das war ja wirklich, das war jetzt nicht nur Oppenheimer und zehn andere

Florian: Physiker, die in der Hütte in der Wüste gesessen sind.

Florian: Das waren zehntausende Menschen auf vielen Standorten, allein diejenigen, die nur dafür

Florian: zuständig waren, das Uran zu zentrifugieren, also so anzureichern,

Florian: dass man genug von dem Uran kriegt, das war allein schon eine gigantische,

Florian: industrielle, wissenschaftliche Anlage.

Florian: Ich würde fast sagen, die haben sich da mehr engagiert als bei der Mondlandung.

Florian: Also die haben da wesentlich mehr reingesteckt, um die Bombe zu bauen, als zum Mond zu fliegen.

Evi: Um bei Zahlen zu nennen, also so ein 1,9 Milliarden US-Dollar und indirekt direkt

Evi: waren ja über 100.000 Menschen involviert in das Manhattan-Projekt,

Evi: das sind Los Alamos, was ja die meisten kennen, wo ja auch schon einige tausend

Evi: Menschen in der Kleinstadt eigentlich hingebaut,

Evi: Sondern es hat ja dann verschiedene Facilities gegeben, wo eben diese ganzen

Evi: Tests, eben diese Anreicherungen, all diese Sachen gemacht wurden.

Evi: Das war über das ganze Land mit einem verteilt und es waren über hunderttausende

Evi: Leute da beschäftigt. Also das ist ja gigantisch. Und wenn man sich dann anschaut,

Evi: was die Deutschen gemacht haben.

Florian: Die waren nicht so weit, wie die Amis gedacht haben, dass sie sind.

Evi: Ich bin nämlich vor kurzem erst darüber gestolpert, weil ich das Buch gelesen

Evi: habe, das ist die Nacht der Physiker von Schirach.

Evi: Das ist dann erstaunlich, wenn man dann eben sieht, was für einen Aufwand die

Evi: Amerikaner betrieben haben um die Atombombe zu bauen.

Evi: Und wenn man dann sieht, wie weit das in Deutschland gediegen ist,

Evi: das Projekt, dann ist das fast peinlich. Also vor allem, wenn man daran denkt, wer da beteiligt war.

Florian: Das ist halt natürlich immer die große Frage gewesen, warum die Deutschen so schlecht waren.

Florian: Müssen wir jetzt auch mal eine wirklich historische Quelle sich anschauen.

Florian: Also das Buch Die Nacht der Physiker ist extrem zu empfehlen.

Evi: Ja, wirklich sehr empfehlenswert.

Florian: Aber schon lange her, dass ich es gelesen habe, also da geht es darum, dass im Wesentlichen

Florian: Die Protokolle aufgearbeitet wurden, die die Engländer gemacht haben,

Florian: weil die haben ja alle deutschen Wissenschaftler quasi zusammengefangen und

Florian: da einkaserniert und abgehört.

Florian: Und da Richard von Schirach hat das quasi aufgeschrieben, was die da so geredet

Florian: haben in der Gefangenschaft.

Florian: Ich weiß nicht, ob das in dem Buch vorkommt, das kannst du gleich sagen,

Florian: oder ob ich es anderswo gelesen habe.

Florian: Aber ich habe quasi zwei Theorien gehört, warum Deutschland nicht so vorwärts gekommen ist.

Florian: Beim Bombenbau, die eine ist, das hat Herr Heisenberg immer gerne erzählt,

Florian: glaube ich. Sie haben sich halt zurückgehalten, weil sie ja alle eh nicht so

Florian: mit dabei waren, mit Nazis und so weiter.

Florian: Sie mussten ja und haben sich dann halt zurückgehalten und zu Halbert geforscht.

Florian: Und die andere ist Hitler, der wollte die Raketen haben, die Superwaffe.

Florian: Und Atombombe, Quantenmechanik, das war eben alles zu sehr jüdische Wissenschaft.

Florian: Da hat er sich nicht interessiert dafür, das wollte er nicht.

Florian: Er wollte die V2s haben, dass die den Krieg für ihn gewinnen.

Evi: Genau, die Nacht der Physiker ist das ja, dass Werner Heisenberg und Co.,

Evi: auch Otto Hahn zum Beispiel, dass die da ja mehr oder weniger verschleppt wurden

Evi: nach England. Die deutschen Wissenschaftler haben doch gar nicht gewusst,

Evi: was da jetzt genau passiert irgendwie mit ihnen.

Evi: Es hat auch ziemlich lange gedauert, bis sie überhaupt einmal Briefe schreiben

Evi: durften an ihre Familien, dass sie noch leben.

Evi: Da war alles verwandt. Die sind da Tag und Nachher abgehört worden.

Evi: Es war auch erstaunlich, dass die auch nicht auf die Idee gekommen sind,

Evi: dass sie abgehört werden.

Evi: Also so wie die da auch dort dann geredet haben und so, war das dann teilweise

Evi: für die, die da abgehört haben, fast verwunderlich, dass da keiner auf die Idee

Evi: gekommen ist, mal so hinter ein Bild zu schauen, ob da vielleicht eine Wanze ist.

Evi: Der Gedanke war eben zu erfahren, dadurch, dass sie abgeholt wurden,

Evi: wie weit sie wirklich waren mit dem deutschen Uran-Projekt.

Evi: Und als die deutschen Wissenschaftler gehört haben, dass dann auf Hiroshima

Evi: die Bombe ja abgeworfen wurde, dass die da im ersten Moment schockiert waren,

Evi: so wie die das bewerkstelligen konnten, die Amerikaner, dass die so weit waren,

Evi: weil sie eben nicht so weit waren.

Evi: Und ja, ich weiß nicht, es hat sich auch so ein bisschen gelesen,

Evi: als hätte ihnen da schon so ein bisschen der Biss auch gefehlt, die Bombe zu bauen.

Evi: Also jetzt weiß ich auch nicht, ob das halt war, weil sie da vielleicht nicht

Evi: den Auftrag hatten, weil es halt vielleicht nicht so gepusht wurde.

Evi: Ich glaube, in Amerika war es vielleicht auch einfach eine andere Erzählung, die man,

Evi: hatte, um die zu motivieren, das zu machen. Und ich glaube, dass das den deutschen

Evi: Wissenschaftlern auch gefehlt hat.

Evi: Also es hat sich auch schon so gelesen, als wäre es so ein halbherziges Ding gewesen.

Florian: Was ich mir so gerne erzählt habe, was so klischeehaft ist, dass es eigentlich

Florian: erfunden sein sollte, die haben doch irgendwie die Bombe in den Bierkeller gebaut.

Evi: Oder? Ja, eben, das war halt dann auch der Punkt, wo ich das gelesen habe.

Evi: Ja, sie haben es dann irgendwie verlagert aufs Land, ihr Labor,

Evi: und haben da echt so einen Bierkeller ausgehoben.

Evi: Ich glaube, es war so ein Vorreaktor, Kernreaktor, den die da irgendwie bauen wollten.

Evi: Aber ja, also wirklich alles sehr, wenn man das dann so liest,

Evi: ist das halt, ja, wie gesagt, das ist fast ein bisschen peinlich.

Evi: Und ja, dann denke ich so, okay, das ist alles sehr, ein bisschen seltsam ist es schon.

Ruth: Ja gut, aber das ist einfach die Gründe dafür, warum das nicht passiert ist,

Ruth: sind ja sehr überzeugend.

Ruth: Also dass die jetzt auch nicht, dass die quasi auch vielleicht absichtlich nicht

Ruth: ganz so schnell gearbeitet haben oder so.

Ruth: Das ist eine andere Motivation, aus einem Bedrohungsszenario heraus etwas zu

Ruth: entwickeln, als aus einem Angriffsszenario, wo man sich als doch intelligenter

Ruth: Mensch, sage ich jetzt mal, als Wissenschaftler vielleicht denkt,

Ruth: das ist jetzt aber schon richtig arg, oder?

Ruth: Und das soll ich entwickeln. Wenn man das auch nur im Hinterkopf hat,

Ruth: dann ist das einfach etwas, was dich dann vielleicht doch nicht motiviert und

Ruth: im Gegensatz zu, ich bin bedroht von so etwas, potenziell, ob es jetzt stimmt

Ruth: oder nicht, sei dahingestellt, aber einfach nur dieses Szenario als Motivation

Ruth: ist natürlich wesentlich fruchtbarer, oder?

Evi: Ich glaube auch, dass sie sich einfach überlegen gefühlt haben.

Evi: Sie waren es halt einfach gewohnt, auch immer da so quasi top zu sein.

Evi: Und bei ihnen sind auch total viele Leute abhanden gekommen.

Evi: Es sind ja sehr viele emigriert. Und ich glaube halt viele, die dann eben auch

Evi: am Manhattan-Projekt mitgearbeitet haben.

Evi: Also ich glaube, dass ihnen einerseits ist ihnen auch das Know-how ein bisschen

Evi: verloren gegangen, dass einfach viele Leute gefehlt haben.

Evi: Es waren halt so eine Handvoll an Leuten. Heisenberg war ja der Theoretiker.

Evi: Und ich glaube, dass es so alles ein bisschen war. Es hat ihnen wahrscheinlich

Evi: die Motivation gefühlt, dass haben ihnen die Leute gefehlt. Es ist jetzt auch

Evi: nicht so viel reingepulvert worden in jeglicher Hinsicht, dass da viel hätte vorangehen können.

Evi: Also es war übrigens, Florian, wenn du gefragt hast, es ist dieser Forschungsreaktor

Evi: Haigerloch, hat das geheißen.

Florian: Genau, das war der ehemalige Bierkeller des Haigerlocherschwanenwirts.

Florian: Und da kann man hinfallen, es ist da so zwischen Freiburg und Stuttgart in der

Florian: Mitte ungefähr, da ist das und da gibt es das Atomkellermuseum,

Florian: kann man heute noch besichtigen.

Florian: Ja, den Slogan finde ich ein bisschen komisch.

Florian: Schweres Wasser statt kühles Bier Haigerloch schreibt Wissenschaftsgeschichte.

Evi: Okay, also kann man es auch machen, ja.

Florian: Aber kann man hinfahren. Vielleicht sind wir mal in der Gegend,

Florian: dann können wir uns das anschauen.

Evi: Das allein klingt schon so witzig, dass es halt in so einem Bierkeller ist.

Evi: Ich finde, das sagt schon ein bisschen alles.

Florian: Unter der Rubrik auf der Haigerloch-Homepage Kunst, Kultur und Kernspaltung.

Evi: Ah, yeah.

Evi: Ja, klingt nach Spaß. Ich fahre mal hin.

Florian: Ja, warum nicht? Vielleicht war jemand aus der Hörerschaft schon da und kann dann sagen, wie das ist.

Ruth: Und ich habe mir immer gedacht, dass Deutschland viel besser in der Geschichtsaufarbeitung

Ruth: und Bewältigung ist als Österreich. Aber naja.

Florian: Ja, wir haben ja auch keine Kernspalte gehabt bei uns. Schon in Zwentendorf,

Florian: das Atomkraftwerk, das ist schön, da kann es hinfahren. Es ist ein schönes Museum.

Ruth: Ja, und da kriegt man aber nie einen Platz in den Führungen.

Ruth: Ich habe es bisher noch nie geschafft, es ist nicht mehr ausverkauft.

Evi: Ich war schon zweimal dort. Echt?

Ruth: Man muss halt irgendwie voll weit im Voraus irgendwie buchen und das ist mir

Ruth: zu viel Vorausplanung. Ja, aber das ist natürlich.

Florian: Du kannst da nicht einfach so reinmarschieren mit einem Museum,

Florian: da muss durchgeführt werden und es ist auch nicht so viel Platz da überall.

Florian: Aber wenn man mal da hinkommt, ja, lohnt sich auf jeden Fall.

Florian: Es ist sehr, sehr beeindruckend dort.

Ruth: Bestellt es mindestens einen Monat im Voraus, eure Karten, wenn ihr vorab dort

Ruth: hinzufahren. Verlasst euch nicht auf den Zufall.

Evi: Naja, man kann ja nicht einfach hingehen. Du kannst ja nur hingehen, wenn Führungen sind.

Ruth: Aber wenn du dir dann denkst, morgen

Ruth: ist eine Führung, dann hast du keine Chance, einen Platz zu kriegen.

Evi: Nee, das nicht. Ja, das stimmt. Das ist schon sehr lange im Vorhinein ausgebrocht. Das stimmt, genau.

Evi: Also das wäre es zu dem, weil ich dann, weiß ich nicht, zurück zu Oppenheimer.

Evi: Wollen wir da noch was sagen?

Florian: Ja, zu Oppenheimer kann man sagen, dass das alles nicht vorkommt.

Florian: Da geht es nur um die Amerikaner.

Evi: Ja, stimmt. Genau. Das wäre eigentlich so ein bisschen auch mein Kritikpunkt

Evi: gewesen, dass das natürlich eine extrem amerikanisch zentrierte Sichtweise natürlich ist.

Evi: Und ich finde auch, dass man den Film sehr viel spannender hätte machen können,

Evi: indem man sich da mehr auf diese Erzählung einfach konzentriert.

Evi: Ich finde es auch sehr schade, das finde ich ist wirklich eine Kritik,

Evi: dass dann nachher halt zu diesem Abwurf und auch zu dem, was das verursacht

Evi: hat in Japan, kein Wort verliert.

Evi: Finde ich, da hätte man schon ganz ein bisschen kritischer sich auseinandersetzen können.

Evi: Es wird ja auch oft kritisiert, dass Lise Meitner nicht erwähnt wird in dem

Evi: Film, wenn es halt um die Kernspaltung geht.

Evi: Und ich habe mir das halt auch nochmal angeschaut. Johann und Straßmann kommen

Evi: auch nur in einem Satz vor. Die werden einmal kurz erwähnt.

Evi: Also es ist halt so, dass da wirklich sehr viel, finde ich, halt nicht erwähnt wird.

Evi: Auch wenn es halt darum geht eigentlich zu sagen, okay, ich baue dieses Feindbild

Evi: auf, eben so wie du vorhin gesagt hast.

Evi: Also, da sind die Nazis, die bauen vielleicht auch eine Atombombe und die sind

Evi: vielleicht schneller als wir.

Evi: Das finde ich, dass da halt echt wirklich sehr wenig da irgendwie erzählt worden

Evi: ist. Also es ist wirklich eine sehr, von der Perspektive, dafür,

Evi: dass er drei Stunden dauert, finde ich, hätte man ja schon noch sehr viele Sachen

Evi: mit reinbauen können und vielleicht ein anderes weglassen können.

Florian: Ja, das stimmt. Ja, klar, der Film heißt Oppenheimer und nicht...

Florian: Deutschland, USA und die Bombe, aber trotzdem, ja.

Evi: Wäre vielleicht spannender gewesen.

Florian: Ja, das glaube ich auch, dass das vielleicht spannender gewesen wäre.

Florian: Ich fand Oppenheimer jetzt auch nicht so unspannend, sowas nicht.

Evi: Nein, gar nicht.

Florian: Obwohl er so lang war, habe ich ihn tatsächlich durchaus gern gesehen und mich

Florian: tatsächlich nicht gelangweilt währenddessen, trotzdem er jetzt nicht so der

Florian: Actionfilm ist oder sowas in der Art. Also war schon ein guter Film.

Florian: Aber ja, man hat halt, oder der Regisseur hat sich da halt auf ein Ding konzentriert,

Florian: nämlich Oppenheimer, Darum heißt der Film so.

Florian: Und alles andere hat er ignoriert. Und das hat er halt gemacht,

Florian: weil er es so machen wollte.

Evi: Ich finde es halt ein bisschen schade, weil Nolan hat ja auch Interstellar gemacht.

Florian: Da kommen auch ganz wenig Deutsche vor.

Evi: Der hat das gegen Deutsche. Seine Auseinandersetzung mit der Physik und so fand

Evi: ich da halt schon ein bisschen besser.

Florian: Ja stimmt, Physik kommt eigentlich vor in dem Film, hast recht.

Evi: Bei Oppenheimer, finde ich, hätte man es ein bisschen more sciencey anlegen

Evi: können. Aber ich glaube, diese Geschichte wollte er einfach nicht erzählen.

Florian: Ja, wahrscheinlich.

Evi: Er wollte einfach eine andere Geschichte erzählen, die ich halt langweilig finde.

Evi: Nichtsdestotrotz, wie du sagst, trotzdem ein guter Film.

Evi: Wir haben uns ja damals im Kino auch angesehen und da kam der schon ganz gut.

Evi: Also er ist halt visuell natürlich, weil Nolan, finde ich ihn visuell natürlich

Evi: schon beeindruckend. Das muss man ihm auch zugestehen.

Florian: Ich habe gerade geschaut, es gibt noch mehrere Filme über Oppenheimer,

Florian: außer Oppenheimer. Der habe ich auch nicht gesehen, ich habe es gerade in der Wikipedia geschaut.

Florian: Es gibt einen Film, der heißt Die Schattenmacher von 1989.

Evi: Das klingt, das wäre so ein bisschen kritischer.

Florian: Ich habe gesagt, ich weiß nichts von dem Film. Ja, Oppenheimer spielt mit,

Florian: offensichtlich. John Cusack spielt mit. Welch spielt er?

Evi: Okay, fangen wir nochmal von vorne an.

Florian: Dwight Schulz, der spielt den Oppenheimer. Paul Newman spielt mit.

Florian: Der spielt den Leslie Groves, quasi den General, der es aus Militärs hatte gefühlt hat.

Evi: Ich habe schon mal was gehört.

Florian: John Cusack spielt einen Michael Merriman, wo ich keine Ahnung habe,

Florian: wer das sein soll. Aber die Figur des Merriman ist fiktiv. Okay, gut dann.

Florian: Aber die Kritiken sind nicht gut, sehe ich gerade. Vielleicht wissen wir deswegen nichts von dem Film.

Florian: Und es gibt einen Film auch von 1989. War 1989 irgendwas? Wegen Atombombe? Keine Ahnung.

Florian: Da ein US-amerikanischer Fernsehfilm. David Strathairn spielt Oppenheimer und

Florian: alle welchen anderen spielen andere.

Florian: Aber da kommen viele Wissenschaftler vor. Zumindest von mir,

Florian: wenn ich den Cast anschaue.

Florian: Also hier Arthur Compton, Edward Teller, Fermi, Wigner, Einstein,

Florian: Feynman, Rutherford. Die treten alle auf.

Florian: Ja, mehr kann ich auch nicht sagen dazu. Emmy Award als bester Fernsehfilm.

Florian: Also vielleicht gibt es zu dem Thema, das dich jetzt interessiert,

Florian: noch andere Filme. Vielleicht musst du nochmal irgendwie hier die Manhattan-Project-Filme durchschauen.

Florian: Vielleicht findest du einen, der das darstellt, was du dir gewünscht hast.

Evi: Ich sehe schon, ich lerne damit aber irgendwie in alten Filmen.

Florian: Ja, alt. Gut, 89 ist alt, du hast recht.

Evi: Mittlerweile schon, ja, ja, genau.

Ruth: Der ist vielleicht gar nicht so schlecht.

Evi: Die Schattenmacher, den wollte ich mir eh anschauen. Also von dem habe ich schon

Evi: gehört, dass es den gibt.

Florian: Fat Man and Little Boy heißt der im Original. Ach, Dwight Schulz,

Florian: den kenne ich. Da kenne ich ja, der hat den Barclay gespielt bei Enterprise.

Ruth: Gewusst, ich kenne den Kerl von mir.

Florian: Ah, genau.

Ruth: Ich denke mir die ganze Zeit, ich denke mir die ganze Zeit, Der Name kommt mir

Ruth: so bekannt vor. Ah, dann kann der Film nicht schlecht sein.

Ruth: Ja, Dan and Barkley. Bester Charakter ever.

Florian: Der hat immer die Irren gespielt.

Ruth: Also neben Captain Kirk.

Florian: Der hat den Murdoch in A-Team gespielt. Und bei Babylon 5 hat er auch den Irren gespielt.

Florian: Ich weiß nicht, wer er bei Babylon 5 war, aber da war er auch so ein Verrückter.

Florian: Also da hat er immer diese Irren-Typen gespielt.

Ruth: Ja, also vielleicht ist das halt seine Rolle, aber er kann sie sehr gut, finde ich.

Florian: Das stimmt, ja. Ja, dann müssen wir uns den mal anschauen. Die Schattenmacher.

Florian: Mit Lieutenant Barclay.

Ruth: Schreibe ich mal gleich auf. Kann man den irgendwo streamen? Wisst ihr das schon?

Evi: Weiß ich nicht. Ich müsste nachschauen. Ich schaue mal nach.

Florian: Aber Evi, das kannst du ja gleich auf deine Liste schreiben.

Florian: Den bringst du dann, wenn wir die Sonnenfinsternis im August.

Florian: Da passt es dann schön in die Schattenmacher.

Evi: Ah, okay. Gut, ja. Wird notiert, ja.

Florian: Vielleicht hat den Film ja jemand aus der Hörerschaft gesehen und kann uns mehr

Florian: dazu sagen, ob er sich wirklich lohnt oder nicht.

Florian: Und ja, ich glaube, du hast noch einen Hinweis für alle, die mehr Atombombenfilme sehen wollen, Evi.

Evi: Ja, richtig. Also ich sehe gerade so nebenbei, dass den Schattenmacher kann

Evi: man auf Amazon streamen, kostenpflichtig allerdings.

Evi: Und wer aber mehr wissen möchte über die Atombombe, über Oppenheimer und generell,

Evi: was halt so Atombomben und Filme auf sich hat,

Evi: in unserer aktuellen Cosmic Latte-Folge gibt es gerade ein Science-Fiction-Special

Evi: mit Peter und mir, wo wir genau über das sprechen, also unter anderem.

Evi: Aber nicht nur über Oppenheimer, sondern auch über Einstein Junior, den tollen Film.

Evi: Also eigentlich überall, wo so Atombomben und Kernenergie, also Kernwaffen zum

Evi: Einsatz kommen in Filmen. Dann schauen wir uns das ein bisschen genauer an.

Florian: Bomben im Film. Und ich habe auch noch einen Tipp. Das habe ich gerade in meinem

Florian: Buchregal noch gefunden.

Florian: Ich bin mir nicht sicher, ob ich es gelesen habe oder nicht,

Florian: aber es ist ein schönes Buch. Das heißt Urangeheimnisse, das Erzgebirge im Brennpunkt

Florian: der Weltpolitik 1933 bis 1960.

Florian: Also das ist eher ein bisschen akademischeres Buch, aber man kann es trotzdem halbwegs lesen.

Florian: Da geht es genau um die deutsche Seite der ganzen Atom- und Atomwaffengeschichte,

Florian: also jetzt auch über den Zweiten Weltkrieg hinaus, weil das Wissen vielleicht auch

Florian: Viele nicht, zumindest in Österreich wahrscheinlich viele nicht,

Florian: dass sehr, sehr viel des Urans, mit dem dann die Sowjetunion ihre Bomben gebaut

Florian: hat, kommt aus Deutschland oder kam aus Deutschland, nämlich aus der ehemaligen DDR im Erzgebirge.

Florian: Da ist ein sehr, sehr großer Teil des Urans abgebaut worden,

Florian: das später dann die Sowjets sich geholt haben, damit sie den Rückstand aufholen

Florian: in der Atombombengeschichte.

Florian: Und es hat angefangen natürlich auch in Deutschland, die ganze Atom- und Kernenergiegeschichte.

Florian: Und in dem Buch, ich erinnere mich, ich glaube, ich habe es nicht ganz gelesen,

Florian: aber ich erinnere mich, dass da auch die deutsche Atombombenbemühungen entsprechend

Florian: untersucht worden sind.

Florian: Also das ist im Aufbauverlag erschienen, beziehungsweise in einem Verlag,

Florian: der, glaube ich, jetzt zum Aufbauverlag gehört.

Florian: Vielleicht kannst du es dir da über deine Quellen günstig besorgen.

Florian: Oder du fragst mich, Herr Mr. Borg, dann kannst du es auch haben.

Ruth: Das ist wahrscheinlich einfacher.

Florian: Aber ja, wenn ihr das haben wollt, das Buch, Rainer Karl Spinek,

Florian: oh Gott, das ist ein polnischer Name, den ich aussprechen kann,

Florian: Spinek Seemann, ich verlinke es, dann findet ihr es, Urangeheimnisse.

Florian: Also wer da wirklich im Detail was wissen will, kann auch das Buch noch lesen.

Evi: Genau, und wer es unterhaltsamer haben möchte, dem sei die Nacht der Physiker empfohlen.

Evi: Es liest sich wirklich sehr gut, weil die ja doch sehr lange dort sind im Farmhall

Evi: und die dann sehr nette Hobbys auch entwickeln und sich der eine kümmert sich

Evi: um die Blumen im Garten. Und ja, also ich finde, es liest sich sehr gut.

Florian: Apropos unterhaltsam. Wir müssen wieder Veranstaltungen ankündigen,

Florian: damit die Leute sich von uns unterhalten lassen können.

Ruth: So ist es.

Florian: Hast du was zum Ankündigen, Ruth?

Ruth: Vorarlberg, weil ich ja das letzte Mal ja nicht war, weil ich ja nach unserer

Ruth: letzten, also vorletzten Aufnahme eigentlich, ja vier Tage keine Stimme hatte.

Ruth: Und dann das leider abgesagt werden musste. Aber wenn ihr schon eine Karte für

Ruth: Vorarlberg hattet, dann wisst ihr das jetzt auch schon, Weil es ist,

Ruth: glaube ich, einfach so eins zu eins.

Florian: Wenn ihr das Universum live hören wollt, dann geht das, denn wir machen am 10.

Florian: Februar eine Live-Podcast-Aufzeichnung. Das heißt keine Live-Show,

Florian: wie wir es sonst bis jetzt gemacht haben,

Florian: mit Experimenten und drum und dran auf der Bühne abendfüllen,

Florian: sondern wirklich wir sitzen da und werden so eine Stunde ungefähr das machen,

Florian: was wir hier machen, nämlich reden und in einem Mikrofon reden.

Florian: Aber der Unterschied ist, ihr könnt uns zuschauen dabei.

Ruth: Und hören auch gleichzeitig.

Florian: Genau. Und ich glaube, wir haben die Möglichkeit, eine Leinwand zu bespielen.

Florian: Das heißt, es wird dann vielleicht auch was zu sehen geben.

Florian: Zumindest für die, die live da sind. Die anderen müssen dann das,

Florian: was es zu sehen gibt, sich anhören im Podcast.

Ruth: Aber das wird challenging, weil normalerweise ist es ja so, dass man das jetzt

Ruth: eher so gestaltet, dass es zum Hören ansprechend ist.

Ruth: Und das geht aber dann nicht. Wenn uns gleichzeitig auch Leute zuschauen,

Ruth: muss man auch was zum Schauen bieten.

Ruth: Und wenn man was zum Schauen bietet, muss man es aber auch wieder so machen,

Ruth: dass es für die, die nur hören, auch spannend bleibt. Das ist gar nicht so einfach.

Florian: Dann strengst dich halt an.

Ruth: Kommt und beobachtet uns beim Struggeln.

Florian: Genau. Ihr könnt euch noch Karten kaufen, sofern es welche gibt.

Florian: Es gibt nicht so viele Karten, weil das eine sehr kleine Location ist, wo das stattfindet.

Florian: Aber stattfinden wird es am 10.

Florian: Februar im Radiokafé des Radiokulturhauses von Ö1 in Wien.

Florian: Da könnt ihr, wie denn schon uns verlinkt, draufklicken und euch eure Karten

Florian: kaufen, wenn ihr sehen wollt, wie es aussieht, wenn Ruth und ich und vielleicht

Florian: Evi auch, müssen wir noch klären, wer alle dabei ist, in Mikrofone sprechen.

Florian: Evi hat keine Live-Show, du hast ein Buch anzukündigen.

Florian: Das erscheint aber, glaube ich, erst im April.

Florian: Aber ihr könnt schon vorbestellen, das lohnt sich immer.

Evi: Auf einen Kaffee im All heißt es ja, oder wie das heißt.

Evi: Und wir freuen uns sehr über Vorbestellungen. Das ist ganz, ganz wichtig,

Evi: wie wir erst vor kurzem gelernt haben.

Florian: Vorbestellen kann man auch die Farben des Universums, mein neues Buch.

Florian: Und es gibt auch Auftritte, wo ich mit den Science Posters wieder zu sehen bin. Die nächsten am 15.

Florian: Januar im Posthof in Linz und am 16. Januar in Passau, wieder mal im Ausland.

Florian: Gerade so Ausland, aber Ausland, in Passau, in der Redout, da könnt ihr auch

Florian: noch hinkommen, gibt es noch Karten und dann sind wir am 22.

Florian: Januar im Stadtsaal in Wien.

Florian: Am 23. Januar machen wir eine Buchpräsentation in Seeseiten heißt es,

Florian: das ist in der Seestadt in Wien, das ist so ein neues Viertel im Norden von Wien,

Florian: da könnt ihr hinkommen und euch anschauen, wie Martin Puttikam und ich unser

Florian: Buch Neues Seins, was das Buch präsentieren.

Florian: Und dann sind wir am 24.

Florian: Januar in Schwächert im Theaterforum und am 25.

Florian: Januar im Orpheum in Wien. Und die nächsten Termine, die dann noch kommen,

Florian: das sind die Termine vom Sternengeschichten Live, wo ich alleine auf der Bühne stehe.

Florian: Der Termin am 29. Januar, der ist jetzt wirklich restlos ausverkauft,

Florian: also wirklich, glaube ich, bis zum letzten Platz ausverkauft.

Florian: Für den 30. Januar Sternengeschichten Live in Salzburg gibt es noch eine Handvoll

Florian: Restkarten, aber da ist es auch schon knapp.

Florian: Also wenn ihr mich im Westen von Österreich oder eigentlich die Mitte von Österreich,

Florian: aber gut aus unserer ostösterreichischen Sicht ist alles hinter Niederösterreich, Westösterreich.

Florian: Aber wenn ihr in Salzburg oder Umgebung seid und da Sternegeschichten live sehen wollt, 30.

Florian: Januar geht es noch, wenn ihr noch eine Karte erwischt. Und dann habe ich noch

Florian: Oberwaltersdorf, da soll es noch Karten geben glaube ich, Sternegeschichten

Florian: live, Bettfeder in Fabrik Oberwaltersdorf, da könnt ihr noch vorbeikommen,

Florian: wenn ihr Karten euch vorher kauft.

Florian: Davor bin ich noch in Komma im Wörgel, habe ich ganz vergessen.

Florian: Tirol, das ist wirklich Westösterreich.

Florian: Das ist wirklich Westen. Wörgel in Tirol, da mache ich auch noch Sternengeschichten

Florian: live am 20. Februar. Also das geht auch noch.

Ruth: Und ich habe gerade auch noch was gesehen, ich habe auch noch was gesehen,

Ruth: was ich schon ankündigen kann. Das haben wir letztes Mal auch schon angekündigt, am 18. Februar.

Ruth: Ton-Künstler-Kinderkonzert.

Florian: Ja, habe ich beim letzten Mal verlinkt und ich verlinke es auch gerne noch einmal.

Florian: Space Mission, ein musikalisches Weltraumabenteuer.

Ruth: Und wenn ihr auf so Weltraummusik steht und so und Sinfonien von großen Orchestern,

Ruth: dann könnt ihr da, glaube ich, auch ohne Kinder hinkommen.

Ruth: Und ich darf zwischen den Musikstücken ein bisschen reden.

Florian: Und wir können ja auch Musik machen, nimm deine Ukulele mit.

Ruth: Wow, gute Idee. Die werden mich hassen.

Ruth: Schrumm, schrumm. Ja, ich überlege es mir. Schauen wir mal.

Florian: Es gibt noch ganz viel mehr Termine. Wir haben noch viel Science Busters und

Florian: Sternengeschichten live, aber geht einfach in die Shownotes oder auf sciencebusters.at,

Florian: auf sternengeschichten.live, auf publicspace.at.

Florian: Da findet ihr das alles.

Ruth: Ui, meine Webseite habe ich jetzt aber schon sehr lange Zeit nicht mehr abgedatet.

Ruth: Die gibt es auch noch, stimmt.

Ruth: Geht nicht auf publicspace.at, da findet ihr gar nichts.

Florian: Ihr seid alle schlaue Menschen, die ihr das hört. Ihr seid geübt im Umgang mit dem Internet.

Florian: Ihr werdet finden, wo wir uns rumtreiben. Ihr werdet finden,

Florian: wo es unsere Bücher gibt. Und wie ihr sie bestellen könntet,

Florian: das findet ihr alle raus.

Ruth: Und dann bleibt es nur ganz zum Schluss, wie immer. Oder hast du noch was?

Ruth: Hast du noch was anderes?

Florian: Nein, ich habe nichts mehr. Ich hätte noch gesagt, dass die Leute uns Fragen

Florian: stellen können, aber das kann ich dann auch sagen.

Ruth: Nein, sagen wir mal es gleich. Stellt uns Fragen, so wie die schönen Fragen,

Ruth: die wir heute bekommen haben, die wunderbar zu dem Thema gepasst haben.

Ruth: Denkt euch Fragen aus, die zu unseren zukünftigen potenziellen Themen passen

Ruth: könnten oder auch nicht.

Ruth: Stellt uns einfach Fragen an fragen.at.

Ruth: Wenn ihr sie uns auf anderen Plattformen stellt, kann es sein,

Ruth: dass sie auch zu uns gelangen.

Ruth: Aber in unserem E-Mail-Fragenordner, da sind sie dann alle schön gesammelt und

Ruth: da wäre es uns am allerliebsten. Genau. Also bitte.

Florian: Wenn ihr uns was anderes schreiben wollt, macht das unter hello at das Universum.at.

Florian: Da könnt ihr alles hinschreiben, was ihr uns schreiben wollt.

Florian: Da könnt ihr auch Atombomben-Film-Tipps für Evi hinschreiben.

Florian: Das geht alles da unter hello at das Universum.at.

Florian: Und auf der Homepage das Universum.at, da gibt es die Links zu den Shownotes

Florian: und alles andere steht dort auch.

Florian: Unter anderem steht dort auch, wie ihr uns finanziell unterstützen könnt.

Ruth: Und wenn ihr das machen wollt, habt ihr mehrere Möglichkeiten,

Ruth: weil ihr wisst ja, wir bekommen ja sonst kein Geld von niemanden,

Ruth: mittlerweile auch nicht mehr von der ÖBB.

Ruth: Ich bin übrigens durch den Coralm-Tunnel gefahren.

Florian: Und, war es toll?

Ruth: Ja, es war dunkel. Okay. Es war dann ein bisschen ein Underwhelming-Ereignis, muss ich sagen.

Ruth: Aber eh klar, es ist halt einfach nur ein Tunnel. Aber es ist sauschnell.

Ruth: Es ist echt schnell. Und er fährt auch sehr schnell durch den Tunnel.

Ruth: Es ist eine super Hochgeschwindigkeitsstrecke und es fühlt sich einfach dann schon gut an.

Florian: Ja, so ruhig, aufhören, aufhören. Wir kriegen nichts mehr bezahlt dafür.

Evi: Aber ich finde das immer so enttäuschend, ja. Weil ein Tunnel ist halt ein Tunnel

Evi: und du merkst ja auch die Gefühleigkeit nicht so. Also mir ist das so gegangen,

Evi: wie ich mit dem Zug von London nach Paris gefahren bin.

Evi: Und da bin ich ja auch da. Und das war auch so.

Ruth: Obwohl, bei dem Tunnel merkt man sehr, dass man in einem Tunnel ist,

Ruth: weil der hat ja so einen Druck, da haut es dir ja das Trommelfeld rein.

Evi: Das ist halt langtumend. Genau, ja.

Ruth: Boah, den mag ich überhaupt nicht. Aber gut, es ist ein schöner Tunnel und der

Ruth: Zug fährt sehr schön und sehr schnell durch diesen Tunnel durch.

Ruth: Macht das doch auch mal, Leute.

Florian: Ihr müsst aber damit rechnen, dass ihr in Kärnten rauskommt.

Florian: Ja, sage ich dann dazu. Ja, das ist der einzige Nachteil.

Ruth: Aber dann ist man halt in drei Stunden in Klagenfurt aus Wien.

Ruth: Ich meine, das ist schon cool. Das ist schon gut. Du kannst quasi fast einen

Ruth: Tagesausflug nach Klagenfurt machen.

Florian: So viel mehr gibt es nicht zu sehen. Wenn man das machen möchte.

Florian: Ab in einem Tag durch. Nein, jetzt schipfen wir uns alle. Wir wollen vielleicht

Florian: auch mal in Klagenfurt auftreten.

Ruth: Und vielleicht, kurz dahinter, vielleicht auch sehr schön.

Ruth: Also bitte, wie immer, an euch, ihr edlen Spender geht wie immer unser allerherzlichster Dank.

Ruth: Wir haben seit dem letzten Mal wieder einiges an Spenden erhalten.

Ruth: Es war dann noch der restliche Weihnachtsschwung auch dabei.

Ruth: Also ganz herzlichen Dank auch für eure netten Weihnachtswünsche,

Ruth: Neujahrswünsche, Silvesterwünsche und Nachrichten. Vielen Dank für die Spenden.

Ruth: Über PayPal haben uns unterstützt Annabelle, die sich aber mit Sabine unterschrieben

Ruth: hat. Also wahrscheinlich Sabine.

Ruth: Danke Julian. Danke Andreas.

Ruth: Harald. Susanne.

Ruth: Thomas und Ralf, der Weihnachtsspender. Danke, Ralf.

Florian: Vielen Dank.

Ruth: Danke, Nicole. Danke, Michael, Thomas, Kolja, Mira, Harry, Luise und Sven.

Florian: Vielen, vielen Dank an alle. Dezember ist immer schön für Spenden,

Florian: weil da machen viele so Jahresunterstützung.

Ruth: Ja.

Florian: Wir haben immer beeindruckende Summen, die wir dann immer auf unserem PayPal-Konto haben.

Ruth: Ja, Dezember reißt uns immer raus.

Florian: Ja.

Ruth: Ja, und auch schöne, schöne Nummern und schöne Zahlen und so.

Ruth: Also, ja. Das freut mich dann immer ganz besonders.

Florian: Die schönsten Zahlen sind die mit vielen Nullen hinten.

Ruth: Ich finde auch immer die 42er und die 24,12er und so, finde ich schon auch immer gut.

Florian: Ja, natürlich, je der Summe ist.

Ruth: Und danke auch für die regelmäßigen Spenden, die ihr über Steady oder Patreon

Ruth: abschließen könnt, diese Spendenabos, wo wir dann regelmäßig einfach Geld von

Ruth: euch bekommen, ohne dass ihr was tun müsst. Und das hilft uns natürlich auch sehr.

Ruth: Danke herzlich an Malo, an Petra und Knut, dass ihr ein Abo abgeschlossen habt.

Florian: Vielen, vielen Dank dafür. Ein Radon-Fisch war auch noch dabei.

Ruth: Ein was?

Florian: Ein Radon-Fisch.

Ruth: Was ist ein Radon-Fisch?

Florian: Weiß ich nicht. Am 25.12. hat Radon-Fisch ein Patreon-Abo abgeschlossen.

Ruth: Ach.

Ruth: Der ist mir entkommen.

Florian: Der Fisch.

Ruth: Der ist mir durch die Finger geschlüpft. Oh, ja stimmt, den habe ich vollkommen übersehen.

Florian: Ja, schau.

Ruth: Oh, habe ich auch übersehen, mich per E-Mail zu bedanken. Aber das werde ich

Ruth: jetzt gleich nachholen, live quasi. Mehr oder weniger live, Radon Fisch.

Florian: Der hat sich sicher auch irgendwo beim Manhattan-Projekt umgetrieben.

Ruth: Danke, Radon Fisch.

Florian: Vielen, vielen Dank an euch, weil, wie gesagt, eure Unterstützung ist die einzige

Florian: regelmäßige Einnahmenquelle, die dieser Podcast hat.

Florian: Wir kriegen von keiner Plattform was. Wir kriegen von keinen Sponsoren was,

Florian: weil wir keine Sponsoren haben.

Florian: Die Sache mit dem Choralmtunnel war eine einmalige Sache, die wir jetzt im Dezember gemacht haben.

Florian: Also wir sind weiterhin darauf angewiesen, dass ihr uns unterstützt,

Florian: damit wir das hier so machen können, wie wir es machen.

Florian: Und weil ihr das so gut macht, machen wir es auch weiter. Jetzt habe ich sehr oft machen gesagt.

Florian: Deswegen sage ich jetzt vielleicht weniger machen und sage, wir hören auf mit

Florian: dem Podcast, weil wir haben eine Folge fertig.

Florian: Wir müssen eh irgendwann mal wieder eine nächste Folge machen.

Florian: Und das geht nur, wenn eine Folge zu Ende ist, dann kann erst die nächste anfangen.

Ruth: Darum werden wir jetzt einfach Schluss machen.

Florian: Genau, das machen wir und wir freuen uns, wenn wir uns in zwei Wochen wiederhören

Florian: können. Und bis dahin sagen wir Tschüss.

Ruth: Kommt gut durch den Winter.

Evi: Ciao.

Über diesen Podcast

Ruth und Florian reden über das Universum. Mit Fragen. Und Antworten.

Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte. In der Rubrik "Science Frames" untersucht Evi die Verbindungen zwischen Science Fiction und echter Wissenschaft.

Spenden gerne unter paypal.me/PodcastDasUniversum oder steadyhq.com/dasuniversum oder patreon.com/dasuniversum

von und mit Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

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