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Das Universum

Transkript

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Ruth: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Das Universum,

Ruth: dem Podcast, in dem Ruth und Florian über das Universum plaudern.

Ruth: Und auch heute, wie immer, mit Florian und mit Ruth.

Ruth: Aber heute ausnahmsweise und zum ersten Mal auch mit euch, mit Publikum. Herzlich willkommen.

Ruth: Hallo Radio Café.

Ruth: Hände hoch. Ganz schön viele.

Ruth: Außergewöhnlich. Umso besser. Ihr habt keine Ahnung, was euch heute erwartet

Ruth: oder wolltet irgendwie eine nette Band hören.

Ruth: Herzlich willkommen. Also wir sind beide Astronomen. Wir haben beide Astronomie

Ruth: studiert. Wir haben in der Astronomie, in der Forschung gearbeitet.

Ruth: Jetzt schon seit einigen Jahren, mittlerweile nicht mehr. Du schon länger als ich, ne?

Florian: Wie lange?

Ruth: Zehn Jahre? Nein, elf?

Florian: Seit 2010, also 16 Jahre.

Ruth: Die Zeit vergeht, ja. Und wir machen verschiedene Dinge.

Ruth: Ich mache hauptsächlich ein mobiles, aufblasbares Planetarium.

Ruth: Der Florian macht tausend Sachen, Vorträge, Podcasts, also noch jede Menge andere

Ruth: Podcasts außer den hier.

Ruth: Schreibt Bücher. Wie viele Bücher hast du mittlerweile geschrieben? Zwölf, 13, 14?

Florian: Das 14. kommt jetzt, glaube ich, bald.

Ruth: Ich bin gut. Das ist vollkommen geraten. Also, wir machen verschiedene Dinge.

Ruth: Wissenschaftskommunikation mittlerweile nicht mehr aktiv in der Forschung tätig

Ruth: und wir machen eben auch diesen Podcast.

Ruth: Was wir normalerweise in diesem Podcast machen, ist, dass wir uns gegenseitig

Ruth: jeweils abwechselnd immer eine neue Geschichte aus der Forschung erzählen.

Ruth: Das ist quasi einmal meine Geschichte, einmal seine und wir erzählen uns die

Ruth: gegenseitig abwechselnd.

Ruth: Heute haben wir uns gedacht, machen wir ein bisschen was anderes,

Ruth: weil wir zwar beide Astronomen sind, aber doch ganz unterschiedliche Forschungsgebiete

Ruth: haben oder hatten, haben wir uns gedacht, wir machen mal ein bisschen Rivalität

Ruth: da, ein bisschen Kompetition.

Ruth: Wir machen Galaxien gegen Asteroiden, also in den Geschichten,

Ruth: die wir euch heute erzählen wollen.

Ruth: Mein Forschungsgebiet, die schönen, großen, aufregenden, weit entfernten Dinge

Ruth: da draußen, die Galaxien, Florians Forschungsgebiet, die langweiligen kleinen

Ruth: Felsbrocken, die das vielleicht haben.

Ruth: Er hat da natürlich eine andere Meinung dazu, aber wie ihr schon seht,

Ruth: wir haben ein bisschen eine fachliche Rivalität da am Laufen.

Ruth: Und darum machen wir das heute so, dass wir euch nicht nur eine

Ruth: aktuelle Geschichte aus der Forschung erzählen, sondern zwei,

Ruth: ich eine über Galaxien und Florian eine über Asteroiden. Und dann können wir

Ruth: schauen, was spannender ist.

Florian: Das ist der Plan. Wie gesagt, normalerweise in der Folge ist immer eine Person

Florian: zuständig für die gesamte Folge.

Florian: Da gibt es am Anfang so eine kurze Geschichte zur Einleitung oder zwei vielleicht,

Florian: dann eine lange Geschichte, wo wir uns ausführlich mit einem Thema beschäftigen.

Florian: Normalerweise sind wir auch immer zu dritt, also Evi ist auch dabei und erzählt

Florian: dann immer was über Science-Fiction-Filme und Wissenschaft.

Florian: Das wird es dann in der Folge gegeben, wenn sie tatsächlich im Podcast veröffentlicht

Florian: wird, weil das wird ja heute hier veröffentlicht, aber den Teil mit der Science-Fiction,

Florian: den machen wir dann zu Hause, der kommt hinten dran, aber vielleicht,

Florian: wenn wir das nächste Mal hier sind im Radio Café, am 13. Juni wird das sein übrigens.

Ruth: 16. Juni.

Ruth: Oder?

Florian: 16. Juni, ja, steht ihr da? Ich habe es da stehen. Ja, 16. Juni sind wir wieder da.

Florian: Da ist Evi vielleicht auch mit dabei. Also wir sind dann zu dritteln.

Florian: Es gibt normalerweise mehr im Podcast zu hören, als wir heute hier erzählen,

Florian: weil wir heute, wie Ruth gerade gesagt hat, gedacht haben, es wäre jetzt blöd,

Florian: wenn wir es so machen wie im Podcast und eine Person erzählt eine Geschichte.

Ruth: Also blöd wäre es nicht.

Florian: Nein, aber dann würde ich halt in dem sitzen.

Ruth: Wer ist dran heute?

Florian: Ja, wir haben gedacht, wir reden beide gleich viel. Das heißt,

Florian: es gibt heute keine große lange Geschichte, sondern zwei kürzere Geschichten

Florian: zu zwei unterschiedlichen Themen.

Florian: Ruth Galaxien und ich werde über Asteroiden sprechen.

Ruth: Und ihr seht schon, ich habe das Bier vor mir, der Florian seine Laptop.

Ruth: Schauen wir mal, eine gute Aufteilung hier.

Ruth: Nein, ich habe eh auch einen Computer mit. Soll ich ihn gleich holen oder soll

Ruth: ich dich mal reden lassen? Es dauert ja immer länger.

Florian: Ja, ich erzähle jetzt meine Geschichte. Und du sollst bitte auch dann zuhören,

Florian: wenn du deine Computer geholt hast.

Florian: Ich werde über Asteroiden sprechen, beziehungsweise über Kleinkörper.

Florian: Es sind tatsächlich keine Asteroiden, die ich heute erwähne.

Ruth: Aber das ist urunfair. Wieso keine Asteroiden? Du musst über Asteroiden reden.

Florian: Ja, ich rede über Kometen, die eh was so ähnlich sind. Die sind quasi fast Asteroiden.

Florian: Die sind eigentlich dasselbe wie Asteroiden, nur halt ein bisschen feuchter.

Florian: Sonst ist da kein großer Unterschied zwischen Kometen und Asteroiden.

Florian: Und die Arbeit, die ich mir ausgesucht habe für den Abend, die ist noch ganz neu. Die ist vom 4.

Florian: Februar. Und tatsächlich, das würde dich interessieren, Ruth,

Florian: Die ist erschienen in einer Zeitschrift mit dem Titel Universe.

Florian: Vielleicht sollten wir da mal publizieren.

Ruth: Wie Zeitschrift?

Florian: Ja, Fachzeitschrift.

Ruth: Fachzeitschrift? Was für eine Fachzeitschrift hat den Titel Universe?

Florian: Ja, die.

Ruth: Ich habe noch nie was davon gehört.

Florian: Naja, es gibt viele Fachzeitschriften. Die ist vom Max-Planck-Institut,

Florian: glaube ich, und die heißt Universe. Und da ist die Arbeit erschienen,

Florian: von der ich gerade heute erzähle.

Ruth: Da publizieren wir gleich einfach so.

Florian: Ja, habe ich gesagt. Aber es geht, wie gesagt, um Kometen. Und Kometen,

Florian: das waren ja traditionell die Himmelskörper, die so die bösen Vorboten waren,

Florian: die die bösen Omen gebracht haben.

Florian: Wenn der Komete am Himmel steht, dann ist immer irgendwas Schlimmes passiert.

Florian: Die Leute haben gesagt, es passiert irgendwas Schlimmes. Also die Kometen waren

Florian: immer Vorboten von irgendwas Unangenehmen.

Florian: Heute in dieser Arbeit, von der ich erzähle, da sind die Kometen auch beeindruckt.

Florian: Aber Boten mit Informationen über etwas, was wir gern wissen würden.

Florian: Was würde man gern wissen, Ruth, so aktuell in der Wissenschaft,

Florian: in der Astronomie? Was sind die großen offenen Fragen?

Ruth: Dunkle Materie, dunkle Energie.

Florian: Genau, vielleicht schon dunkle Materie. Dunkle Materie ist eine der großen offenen

Florian: Fragen in der Astronomie und da können uns die Kometen tatsächlich helfen.

Florian: Und dunkle Materie, für die, die den Podcast von uns regelmäßig hören,

Florian: wissen, was dunkle Materie ist. Das haben wir sehr, sehr oft drüber gesprochen.

Ruth: Weißt du, ihr wisst schon, was dunkle Materie ist? Wir wissen es noch nicht.

Florian: Was mit dem Begriff dunkle Materie? Wenn es jemand weiß, Bescheid sagen,

Florian: bitte. Wir würden es wirklich gerne wissen.

Ruth: Melde Zeug, dann teilen wir den Nobelpreis.

Florian: Aber das Thema dunkle Materie kam schon oft vor, weil es ist auch wichtig,

Florian: von dunkler Materie gibt es sehr viel mehr als von normaler Materie.

Florian: Wir können gerne später noch genauer darüber reden, wenn jemand Fragen hat,

Florian: weil wir werden danach auch noch Fragen beantworten.

Florian: Aber in ganz, ganz kurz, seit mehr als 100 Jahren sehen wir,

Florian: dass sich Sterne, Galaxien und so weiter im Universum unter dem Einfluss von

Florian: mehr Gravitationskraft bewegen, als die für uns sichtbare Materie ausüben kann.

Florian: Das heißt, es muss auch eine Materie geben, die wir nicht sehen können.

Ruth: Du wildest da jetzt ein bisschen in meinem Gebiet, gar Stecker?

Florian: Ja, es ist...

Ruth: Da willst du jetzt mit Kometen über dunkle Materie was herausgefunden haben?

Florian: Ich habe nichts herausgefunden, aber die Arbeit, und du wirst das sehen, what's up.

Florian: Also, es gibt irgendwo Materie, die wir nicht sehen können, die nicht sichtbar

Florian: ist, die aber Gravitationskraft ausübt, weil wir sehen, wie die Objekte sich

Florian: bewegen unter der Gravitationskraft.

Florian: Und wir wissen nicht, was für eine Materie das sein soll. Wäre auch besser,

Florian: wir würden sie unsichtbare Materie nennen anstatt dunkle Materie.

Florian: Aber wir wissen nicht, was sie ist. Wir wissen, das muss geben,

Florian: aber nicht, woraus sie besteht. Und es gibt jede Menge Hypothesen,

Florian: woraus sie bestehen könnte.

Florian: Und eine Hypothese, die sagt, dass zumindest ein Teil der dunklen Materie aus

Florian: primordialen schwarzen Löchern besteht.

Florian: Und primordiale schwarze Löcher sind gleich das nächste Thema.

Florian: Auch da wissen wir nicht.

Florian: Ob es die gibt, aber wir wissen, wenn es es gibt, dann könnten die dunklen Materie zum Teil erklären.

Florian: Also schwarze Löcher, das hat man sicher schon mal gehört, gibt es in mehreren

Florian: Variationen. Es gibt die schwarzen Löcher, die entstehen, wenn große Sterne

Florian: am Ende ihres Lebens kollabieren.

Florian: Und dann gibt es noch größere schwarze Löcher, die in den Zentren von Galaxien

Florian: sind, wo die Ruth darüber Bescheid weiß, aber ich werde jetzt nicht weiter über Galaxien reden.

Florian: Diese schwarzen Löcher, die aus Sternen entstehen, die haben halt so ein paar

Florian: Mal die Sonnenmasse ungefähr. Die schwarzen Löcher in den Galaxienzentren,

Florian: die haben ein paar Millionen bis Milliarden mal die Sonnenmasse.

Florian: Aber es könnte auch sein, dass es schwarze Löcher gibt, die viel weniger Masse

Florian: haben. Die können so viel Masse haben wie ein Gebirge, wie ein Asteroid, wie ein kleiner Planet.

Florian: Und wenn es die gibt, dann sind die entstanden ganz kurz nach dem Urknall,

Florian: vor 14 Milliarden Jahren.

Florian: Da war damals die Materie im Universum noch quasi gleichmäßig verteilt. Da gab es doch nichts.

Florian: Also da gab es wirklich nur Atombausteine, Elementarteilchen.

Florian: Die war gleichmäßig verteilt, diese Materie, aber eben nicht komplett gleichmäßig

Florian: wegen Quantenfluktuationen.

Florian: Ich sage jetzt nicht dazu, sonst wird es zu kompliziert, aber Quantenmechanik,

Florian: alles fluktuiert so hin und her.

Florian: Deswegen gab es Bereiche im Raum, wo ein bisschen mehr Materie war,

Florian: Bereiche, wo ein bisschen weniger war.

Florian: Und rein durch diese zufälligen Schwankungen müsste es auch Bereiche gegeben

Florian: haben, wo zufällig so viel Materie konzentriert war, dass da ein schwarzes Loch entstanden ist.

Florian: Also wenn das so war, dann könnten diese primordialen schwarzen Löcher damals

Florian: entstanden sein beim Urknall. Die könnten heute noch übrig sein.

Florian: Die würden wir auch nicht sehen, weil die halt wirklich winzig sind,

Florian: aber halt viel Masse haben. Also genau das, was wir brauchen.

Florian: Zeug, das man nicht sehen kann, aber mit viel Masse. Und die könnten...

Florian: Die dunkle Materie erklären. Das ist so typisch Wissenschaft.

Florian: Wir haben ein Ding, was wir nicht wissen, ob es das gibt und wie es ausschaut

Florian: und ein zweites Ding, von dem wir nicht wissen, ob es das gibt.

Florian: Aber das zweite Ding könnte das erste erklären.

Ruth: Und alles kann man auch nicht sehen.

Florian: Das ist eine Hypothese. Dunkle Materie könnte in Form dieser makroskopischen

Florian: Teilchen vorliegen, wie man es sagt.

Florian: Makroskopisch heißt halt nicht, dass man es sehen kann. Es wäre dann immer noch

Florian: ein winziges Objekt, kleiner als das kleinste Elementarteilchen,

Florian: aber halt mit sehr, sehr viel Masse.

Florian: Im Gegensatz zu den anderen Hypothesen der dunklen Materie, wo es auch winzigste

Florian: Teilchen sind mit weniger Masse.

Ruth: Moment mal, von wie viel Masse sprechen wir da jetzt? Was sind diese Primordialen?

Ruth: Oder kommst du da noch dazu?

Florian: Da komme ich noch drauf, aber das stellt es so.

Ruth: Weil wie klein? Also schwarze Löcher sind ja sowieso klein, oder?

Florian: Ja, wir reden jetzt von einer Masse. Also in dem Fall stellt der Mondmasse ungefähr vor.

Ruth: Ah, also gar nicht so wenig.

Florian: Ja, aber von der Ausdehnung her sind es immer noch Elementarteilchengröße, die Dinger.

Florian: Aber die haben halt die Masse wie der Mond. So, also wir gehen jetzt mal im

Florian: Rahmen dieser Arbeit, und ich sage gleich, welche Arbeit es genau ist,

Florian: davon aus, dass zumindest ein Teil der dunklen Materie in Form dieser großen

Florian: Brocken vorliegt, wo ein Teilchen wirklich absurd viel Masse hat.

Florian: Wenn das so ist, dann können wir uns vorstellen, was würde passieren,

Florian: wenn so ein Drum an der Erde vorbeifliegt?

Florian: Ja, sehen könnte man es nicht, weil die sind zu klein zum Sehen,

Florian: aber die Erde würde spüren, dass da etwas vorbeifliegt, was so viel Masse wie

Florian: der Mond oder die Erde hat. und natürlich wird man dann die Auswirkungen spüren entsprechend.

Florian: Also die Bahn der Erde wäre massiv gestört. Wir würden merken,

Florian: dass da was vorbeigeflogen ist, auch wenn wir es nicht gesehen haben.

Florian: Jetzt ist es aber ungewöhnlich,

Florian: offensichtlich nicht passiert, weil die Erde ist noch da, wo sie ist.

Florian: Also die Erde ist nicht im letzten viereinhalb Milliarden Jahren irgendwo hingestört

Florian: worden, die anderen Planeten auch nicht.

Florian: Das heißt, das ist zumindest bei uns in der Nähe nicht passiert,

Florian: was aber auch nicht verwunderlich ist, weil das Universum ist groß,

Florian: also wirklich sehr, sehr groß und da müsste schon ein absurder Zufall sein,

Florian: dass sich da zwei Objekte so nahe kommen.

Florian: Also sowas passiert nicht, aber wir könnten uns überlegen, was noch passieren

Florian: könnte und da sind wir jetzt bei den Kometen angelangt, weil wir wissen,

Florian: dass unser Sonnensystem umgeben ist von einer

Florian: großen, diffusen Wolke, Wolke ist nicht das richtige Bild, also nicht so ein

Florian: Ding am Himmel, aber eine große,

Florian: ausgedehnte, schalenförmige Region um die Sonne rundherum, die voll ist mit

Florian: Billionen, Billiarden kleiner, eisiger Felsbrocken, größerer Brocken,

Florian: also das, was wir Kometen nennen.

Florian: Das ist die Ortsche Wolke, so heißt die, nach dem Herrn Ort,

Florian: Jan Hendrik Ort, wirklich weit weg, hunderttausendmal weiter weg als die Erde von der Sonne.

Florian: So viel weiter weg ist die Ortsche Wolke und die ist voll mit diesen felsigen,

Florian: eisigen Brocken und ab und zu passiert irgendwas, irgendwelche Störungen existieren

Florian: und dann wird einer dieser Brocken abgelenkt von seiner Bahn und kommt ins innere

Florian: Sonnensystem rein und dann wird der Brocken wärmer, taut auf,

Florian: das Eis wird gasförmig, fliegt ins Wälder und weg und dieser Brocken entwickelt

Florian: halt Kometenschweif und so weiter, all das, was wir sehen.

Florian: Also wenn die dann irgendwie abgelenkt werden, die Dinge, und zu uns reinfliegen,

Florian: dann sehen wir einen Kometen bei uns am Himmel.

Florian: Das passiert ab und zu und wir sehen auch, dass die von so weit her kommen müssen,

Florian: weil wir sehen ja, wie auf welchen Bahnen die sind.

Florian: Also wir wissen, diese Ortsschewolke gibt es. Und jetzt kommt der Herr Jeremy

Florian: Mould von der Swinburne Universität in Australien.

Ruth: Mould, so wie Schimmel?

Florian: Ja, frag mich nicht, der heißt halt so. Der hat sich jetzt Folgendes überlegt.

Florian: Gehen wir davon aus, im Universum gibt es jede Menge dunkler Materie.

Florian: Und ein großer Teil der dunklen Materie ist in Form dieser primordialen schwarzen

Florian: Löcher, dann kann natürlich ab und zu irgendwo eins da in der Nähe der Ortschen Wolke rumfliegen.

Florian: Weil wie gesagt, 100.000 astronomische Einheiten, das sind schon fast irgendwie

Florian: eineinhalb Lichtjahre oder sowas, also da sind wir wirklich schon auf großen Dimensionen.

Florian: Da ist es nicht mehr ganz so unwahrscheinlich, dass da irgendwo so ein schwarzes Loch vorbeifliegt.

Florian: Wenn das schwarze Loch vorbeifliegt, dann stört das die Umlaufbahnen der Kometen.

Florian: Dann kann ein Komet durch den Vorbeiflug des schwarzen Lochs zu uns ins innere

Florian: Sonnensystem kommen. wir können den sehen.

Florian: Die Frage, die jetzt sich Herr Mold gestellt hat, ist es eine relevante Menge?

Florian: Unter der Annahme, es gibt diese schwarzen Löcher, die rumsausen,

Florian: schicken die eine relevante Menge an Kometen zu uns und können wir das herausfinden?

Florian: Also normalerweise sollte man sagen, okay, wir kennen die normalen Störungen, Sterne,

Florian: Bewegen sich ja auch. Und Sterne fliegen auch ab und zu an der Ortschernwolke

Florian: vorbei, stören die Kometen und dann fliegen sie zu uns.

Florian: Oder die galaktischen Gezeitenkräfte, also die gesamte Gravitation von allem

Florian: in der Milchstraße, auch das führt zu Störungen.

Florian: Die können dann auch Kometen hinschicken und man könnte jetzt ausrechnen,

Florian: okay, normalerweise sollten so und so viele Kometen zu uns kommen.

Florian: Und dann können wir schauen, wie viele sollten kommen, wenn die Dukle Materie rumschwirrt.

Florian: Und dann können wir es vergleichen und herausfinden, ist es oder nicht.

Florian: Das wäre zumindest das, was cool wäre.

Ruth: Ja, aber kann man das dann von den Sternen unterscheiden?

Florian: Ja, der Herr Jeremy Moll hat das eh nicht gemacht. Er hat eh was anderes gemacht.

Florian: Das wäre das, wie es sich gemacht hätte, aber ich bin ja kein Experte auf dem

Florian: Gebiet. Der hat was anderes gemacht.

Florian: Der hat gesagt, er macht mal eine Computersimulation.

Ruth: Also so fangen wir mal an.

Florian: Genau. Wir brauchen immer eine Simulation, weil das dauert alles zu lang,

Florian: das live zu beobachten zu haben.

Florian: Er hat sich mal vorgestellt, okay, wir nehmen mal so die Kometenverteilung her

Florian: bei der Ortschenwolke und wir sagen, wir nehmen so eine typische Dichte von

Florian: dunkler Materie an und zwar 0,01 Sonnenmassen pro Kubikparsec.

Florian: Kannst du das irgendwie einordnen?

Ruth: Wenig.

Florian: Ein Kubikparsek ist ein Würfel mit 3, irgendwas Lichtjahren.

Ruth: Eine Entfernung zur Andromeda-Galaxie in einem Würfel.

Florian: Was?

Ruth: Wie?

Florian: Ein Kubikparsek.

Ruth: Jaja, die Seitenlänge von dem Würfel ist so wie zwischen uns und der Andromeda-Galaxie.

Florian: Das denkst jetzt du, weil du als Extragalaktikerin immer mit Megaparsek und

Florian: sowas dazutun hast. Ich habe Kubikparsek. Kubikparsek.

Ruth: Nur Parsek.

Florian: Keine Vorsilbe. Ach so. Also gar nicht so viel. 3, irgendwas Lichtjahre.

Ruth: Ach so.

Florian: Ja.

Ruth: Gar nicht so viel.

Florian: Ja.

Ruth: Ah, okay, jetzt, danke schön, jetzt kann ich es wirklich einordnen.

Florian: Ja, weil du bist immer nur die Mega- und Gigaparse gewohnt.

Ruth: Also weniger als bis zu unserem Nachbarstern.

Florian: Ja.

Ruth: Ja.

Ruth: Okay. Und da sind wie viel, also in einem Würfel mit der Seitenlänge von Entfernung,

Ruth: so ein bisschen weniger als zu unserem nächsten Nachbarstern, sind wie viel drinnen?

Florian: 0,01 Sonnenmassen.

Ruth: 0,01 Sonnenmassen. Okay. Also sehr wenig.

Florian: 0,01 Sonnenmassen sind ungefähr eine Jupitermasse oder, also eine zehnten Jupitermasse,

Florian: Entschuldigung, oder wenn man es umrechnet, es ist ein Proton pro Kubikmeter.

Florian: Also wirklich sehr, sehr wenig.

Ruth: Aber Moment mal, das ist ja urwenig. Die Materie, die sonst so im Vakuum herumschwirrt,

Ruth: sagen wir mal zwischen den Sternen jetzt in unserer Milchstraße,

Ruth: ist so ein Atom pro Kubikzentimeter.

Florian: Ja.

Ruth: Und du sagst jetzt ein Atom pro Kubikmeter.

Florian: Ja.

Ruth: Also das ist ja weniger als jetzt die Dichte des Vakuums zwischen den Sternen

Ruth: quasi. Wie soll man das nachweisen können?

Florian: Ja, warte mal ab. Es ist ja nicht so, dass da die einzelnen Atome rumfließen.

Florian: Es geht ja darum, das sind ja diese großen Brocken, das ist ja untergerechnet auf die Kubikmeter.

Florian: Das habe ich gemacht, um das anscheulicher zu machen.

Florian: Aber tatsächlich geht es darum, dass du halt diese ungefähr mondgroßen Mond...

Ruth: Sie haben einzelne Objekte angenommen, aber wenn man sie quasi aufteilt auf

Ruth: den ganzen Raum, dann wäre die und die dichter, aber es sind doch einzelne stärker

Ruth: konzentrierte Dinger, die da herumfliegen von ungefähr der Masse von unserem Mond.

Florian: Genau, also der hat da alles durchvariiert, Teilchen von ungefähr dreifacher

Florian: Erdmasse bis Viertelmondmasse. Die hat er alle ausprobiert in den Simulationen.

Florian: Und hat geschaut, wie viele Kometen, wenn man die jetzt alle statistisch durchfliegen

Florian: lässt, an der Ortschen Wolke vorbei, wie viele Kometen kommen dadurch zu uns

Florian: ins innere Sonnensystem rein.

Florian: Und das hat er gesagt, setzt er an bei 300 astronomischer Einheit.

Florian: Also 300 Mal Entfernung Erde-Sonne, weil ab da können wir es ungefähr sehen.

Ruth: Ist aber jetzt noch wirklich nicht inneres Sonnensystem.

Florian: Nein, nicht, aber da könnte man es zumindest sehen.

Ruth: Ja, okay. Also die Entfernung zum Neptun ist ungefähr 30 astronomische Einheiten, 30 mal Erde-Sonne.

Ruth: Und wir sind da bei 300 mal Erde-Sonne.

Florian: Genau. Und das kann man alles simulieren. Hast du eine Idee,

Florian: wie viele Kometen da jetzt...

Florian: Kommen zu uns durch diese Wirkung der schwarzen Löcher?

Ruth: Einen alle zehn Milliarden Jahre.

Florian: Gar keine Zeit, sondern nur innerhalb der einen Simulation.

Ruth: Wie lange ging die Simulation?

Florian: Weiß ich nicht auswendig, aber halt ausreichend lange.

Ruth: Gib mir Zahlen, gib mir Anhaltsfunkte. Nein, urwenig, nichts.

Florian: Das Ergebnis ist zwischen fast keinem und 20.

Ruth: Okay, aber das ist ja schon eine ordentliche Spanne, oder?

Florian: Ja, ich habe mir auch gedacht, da kann man jetzt nicht viel anfangen.

Ruth: Aber Zeitraum haben Sie keinen?

Florian: Doch, wird schon drinstehen. Ich habe es nicht rausgeschrieben und ich habe

Florian: jetzt gerade kein Internet hier am nachschauen zu können. Ein paar Millionen

Florian: Jahre wird das schon gerechnet haben, schätze ich jetzt mal.

Ruth: Na hoffentlich. Ein paar oder gar keine oder 20. Kann man da noch irgendwie was eingrenzen?

Florian: Ja, wenn es mich erzählen lässt, erzähle ich dir das alles. Es ist ja noch nicht

Florian: fertig, die Geschichte.

Florian: Also, was der Jeremy Moll sich gefragt hat, war folgendes.

Florian: Wie viele Kometen müssten jetzt eigentlich zu uns kommen von da außen aus der Ortschen Wolke?

Florian: Wie viele müssten kommen, dass die Zahl an Kometen, die wir tatsächlich beobachten,

Florian: hier auf der Erde, weil wir wissen ja, wie viele Kometen wir gesehen haben,

Florian: da gibt es ja Datenbanken, wir wissen, wir decken so und so viele neue Kometen

Florian: jedes Jahr, also wir wissen, viele Kometen da bei uns rumfliegen im Sonnensystem.

Florian: Er hat sich gefragt, wie viele Kometen müssten von außen quasi kommen,

Florian: damit die Zahl der Kometen, die wir hier innen beobachten, damit beobachten,

Florian: plausibel ist und hat da abgeschätzt einmal aus den Daten, was wir jetzt in

Florian: unserer unmittelbaren Umgebung haben, also alles so von hier bis Jupiter,

Florian: Saturn ungefähr, also da, wo wir es wirklich gut wissen, weil da übersehen wir keinen Kometen.

Florian: Also wenn da ein Komet innerhalb der Jupiter Umlaufbahn rumfliegt,

Florian: den übersehen wir normalerweise nicht.

Florian: Also da sind unsere Daten vollständig und hat von dem einmal hochgerechnet,

Florian: was müsste dann in diesen 300 astronomischen Einheiten drin sein.

Florian: Dann hat er abgeschätzt, wie viele Kometen gehen uns verloren,

Florian: weil es gehen ja auch Kometen verloren.

Florian: Es gehen Kometen verloren, weil sie zum Beispiel der Sonne zu nahe kommen und

Florian: mit der Sonne zusammenstoßen oder weil sie durch irgendwelche nahen Begegnungen

Florian: auf Umlaufbahnen geschleudert werden, die aus dem Sonnensystem rausführen.

Florian: Also wie viele gehen verloren?

Florian: Es sind ungefähr, wie vor du fragst, 1 bis 3 pro Jahr.

Ruth: Oh, ja?

Florian: Wow, viele. Ja, und dann hat er sich gefragt, okay, kann das,

Florian: was die dunkle Materie nachliefert an Kometen, kann das diesen Verlust decken,

Florian: damit quasi die Zahl, die wir beobachten, die plausible Zahl ist?

Florian: Und die Antwort ist, die große Antwort, auf die du jetzt wartest, ist möglicherweise ja.

Ruth: Wie immer, die spektakulären Ergebnisse in der Astronomie. Wir brauchen mehr Daten.

Florian: Mehr Beobachtungen. Die Antwort ist möglicherweise ja, sofern tatsächlich ein

Florian: relevanter Anteil der dunklen Materie aus diesen schwarzen Löchern besteht. Wenn das so ist, dann

Florian: ist die Hypothese, dass dunkle Materie dafür verantwortlich ist,

Florian: Kometen zu uns zu schicken, plausibel.

Ruth: Aber wie unterscheidet man da jetzt zu den Kometen, die quasi von normalen Störungen,

Ruth: wenn ein Stern in unserer Nähe vorbeifliegt, da ins innere Sonnensystem geschossen werden?

Ruth: Wie kann man dann sagen, okay, das war jetzt die dunkle Materie, das war ein Stern?

Florian: Das kannst du eh nicht sagen, darum hat er die Statistik gemacht.

Florian: Er hat gesagt, wie viele Kometen sollten wir haben innerhalb von 300 astronomischen

Florian: Einheiten? Das kommen wir auf ungefähr 82.000.

Ruth: Interessante Frage wäre eher, wie viele fehlen uns? Wie viele können wir nur

Ruth: mit dem Vorbeiflug von Sternen alleine nicht erklären?

Ruth: Brauchen wir da primordiale schwarze Löcher zusätzlich?

Florian: Er sagt, so würde ich machen, aber er hat es anders gemacht. Mr.

Ruth: Mold.

Florian: Er hat abgeschätzt, wir müssten ungefähr 82.000 Kometen haben innerhalb diesen

Florian: 300 astronomischen Einheiten.

Florian: Und dann hat er geschaut, okay, wie viel verlieren wir regelmäßig?

Florian: Wie viel kann die dunkle Materie nachliefern? passt das alles zusammen und er

Florian: kommt halt drauf, das könnte zusammenpassen, aber vielleicht ist die Zeitschrift

Florian: Universe auch nicht so gut.

Florian: Ich hätte einiges auszusetzen gehabt an der Arbeit.

Ruth: Aber wenn man etwas hernimmt, wo man quasi nicht weiß, wie viel davon da ist

Ruth: und etwas anderes, wo man noch weniger weiß,

Ruth: ob es überhaupt existiert und wie viel davon da ist und dann etwas,

Ruth: was man auch gar nicht beobachten kann, nämlich irgendwie Kometen in 300 astronomischen

Ruth: Einheiten und Entfernungen und dann macht man noch eine Computersimulation.

Ruth: Hat der irgendwas beobachtet auch?

Florian: Nein, hat er nicht, aber er hat über Beobachtungen geschrieben.

Ruth: Die Himmelsmechaniker unter sich, ja.

Florian: Er hat gesagt, man kann das überprüfen. Man kann ja Gravitationslinsenereignisse

Florian: untersuchen, in dem, wo Masse, das Licht, das vorbeikommt, biegt.

Florian: Und er hat gemeint, die großen Teleskope, die gerade den Dienst aufnehmen oder

Florian: demnächst Dienst aufnehmen werden.

Ruth: Da hat er keine Zeit bekommen.

Florian: Nein, der ist auch kein Beobachter, der ist Theoretiker. Das Nancy Grace Roman

Florian: Space Teleskop oder das Vera Rubin Teleskop, Die könnten das theoretisch,

Florian: wenn man sie richtig anbietet,

Florian: einstellt und die müssen auf die richtige Art beobachten, dann könnten die das machen.

Ruth: Ja, das sagen die Theoretiker immer, wenn man die Teleskope richtig einstellt, ja, dann ging es.

Florian: Aber es wäre theoretisch möglich. Was er am Schluss der Arbeit geschrieben hat,

Florian: fand ich noch ganz schön.

Florian: Das ist ja das, was mich jetzt in dem Fall an den Asteroiden und Kometen so interessiert.

Florian: Die sind ja durchaus jetzt abseits von dem dunklen Materiedings relevant,

Florian: weil die haben ja den Großteil des Wassers auf die Erde gebracht.

Florian: Das heißt, sind dafür verantwortlich, dass Leben auf der Erde überhaupt existiert.

Florian: Und in den Himmelskörper gäbe es ja kein Leben auf der Erde,

Florian: wenn die nicht das Wasser nachgeliefert hätten. Und wenn Sie jetzt zusätzlich

Florian: was sagen könnten über die dunkle Materie, ist es natürlich noch cooler.

Florian: Und beides hat der Herr Jerry Mould im Fazit seiner Arbeit geschrieben und das

Florian: lese ich jetzt direkt vor. Er hat den Artikel beendet mit...

Florian: Je nachdem, wie groß der Anteil der dunklen Materie ist, der aus Objekten ungefähr in Mondmasse besteht,

Florian: könnte dunkle Materie teilweise oder vielleicht auch nur vernachlässigbar dazu

Florian: beitragen, dass Kometen ins innere Sonnensystem gelangen.

Florian: Wenn etwa 10% der dunklen Materie aus primordialen schwarzen Löchern besteht,

Florian: dann könnte dunkle Materie nicht nur für die Entstehung unserer Galaxie verantwortlich

Florian: gewesen sein, sondern dunkle Materie könnte auch eine Rolle dabei gespielt haben,

Florian: unsere Wasserwelt zu formen, eine zentrale Voraussetzung für das Leben.

Florian: Also dunkle Materie und Asteroidenkometen Hand in Hand sind dafür verantwortlich, dass es uns gibt.

Ruth: Du weißt ja, das einzige Mal, dass du die Asteroiden gegen Galaxienbattle gewonnen

Ruth: hast, war, wie du die Biergeschichte rausgeholt hast.

Ruth: Jetzt hast du das Wasser auch mit erwähnt. Okay, kommt schon,

Ruth: geht schon in die Richtung.

Florian: Wahrscheinlich, weil man Bier nicht im wissenschaftlichen Artikel erwähnen kann.

Florian: Wie gesagt, das ist eine Arbeit, an der man durchaus einiges aussetzen kann,

Florian: aber sie ist recht neu und ich fand es halt interessant, weil dunkle Materie

Florian: ist halt per Definition etwas, was wir nicht sehen können. Da können wir schauen,

Florian: so viel wir wollen, wir werden es nicht sehen direkt.

Florian: Wir müssen indirekte Wege suchen und das ist ja etwas, was in der Astronomie lange Tradition hat.

Florian: Wir schauen uns das an, was zu sehen ist und leiten daraus ab,

Florian: was die Dinge machen, die wir nicht sehen können.

Florian: So haben wir den Neptun entdeckt zum Beispiel. Wir haben den Uranus angeschaut,

Florian: haben gesehen, der macht Sachen, die er nicht machen sollte und daraus haben

Florian: wir geschlossen, und dann muss noch ein anderer Himmelskörper sein,

Florian: der dafür verantwortlich ist, dass er es macht.

Florian: Und dann haben wir den Neptun entdeckt in dem Fall. Und genauso wird es am Ende

Florian: auch bei der dunklen Materie sein. Wenn wir rauskriegen, was sie ist,

Florian: dann werden wir es genau auf die Art rausgekriegt haben.

Florian: Wir werden irgendwas beobachtet haben, was wir beobachten können und daraus

Florian: geschlossen haben, dass das, was dafür sorgt, dass sich das Beobachtbare so

Florian: verhält, diese Eigenschaften haben muss.

Florian: Und dann werden wir die dunkle Materie rausgefunden haben. Und ich finde es

Florian: halt cool, dass Asteroiden,

Florian: Die Kometen in der Lage sind, zumindest theoretisch, und das hat er ja gezeigt,

Florian: theoretisch in der Lage sind, eine beobachtbare Signatur für uns zu erzeugen,

Florian: aus der wir schließen könnten, welche Eigenschaften die dunkle Materie hat.

Florian: Weil darum geht es ja. Es geht ja nicht darum zu zeigen, da ist dunkle Materie, das wissen wir ja schon.

Florian: Sondern er hat gezeigt, wie wir schauen könnten, ob dunkle Materie zu einem

Florian: relevanten Anteil aus diesen massiven Dingern besteht, wie den primordialen

Florian: schwarzen Löchern oder ob diese WIMPs, diese Weekly Interactive Massive Particles

Florian: sind diese dünne Materie, die überall verteilt hat. sind.

Florian: Also das fand ich halt dann in der Arbeit doch schön, dass wir halt da wirklich

Florian: mit den Kometern und Asteroiden zumindest einen theoretischen Weg haben,

Florian: das rauszufinden, auch wenn es praktisch noch ein bisschen Arbeit braucht.

Ruth: Ja, ich finde es schon auch cool, dass es einfach auch näher an uns rangeht.

Ruth: Normalerweise ist ja dunkle Materie so, wo wir immer glauben,

Ruth: so, ja halt irgendwo, zwischen den Galaxien, weit weg draußen.

Ruth: Und auch nur Beobachtungen von weit entfernten Galaxien können uns irgendwas

Ruth: über die dunkle Materie sagen.

Ruth: Stimmt nicht, dunkle Materie ist überall. Also wenn wir da jetzt einen Klumpen

Ruth: dunkler Materie irgendwie vor uns schweben hätten, könnte es sein.

Ruth: Wir würden ihn nicht sehen, es ist durchsichtige Materie.

Ruth: Und es gibt diese dunkle Materie tatsächlich auch überall um uns herum,

Ruth: nur halt in einer so unpackbar geringen Dichte, dass es eigentlich dann halt

Ruth: auf so kleinen Skalen einfach nicht ins Gewicht fällt.

Florian: Ja, oder vielleicht doch.

Ruth: Aber eben, genau, wollte ich gerade sagen, ich wollte dich gerade loben, gute Geschichte.

Ruth: Also anscheinend halt doch auch, es gibt mittlerweile jetzt schon Untersuchungen,

Ruth: die da ziemlich nah an uns herangehen im Sinne von den weit entfernten Galaxien,

Ruth: gehen sie zurück in unsere Umgebung,

Ruth: in unser eigenes Sonnensystem sogar und versuchen da irgendwie auf die dunkle

Ruth: Materie der Rückschlüsse hinzulassen.

Ruth: Na, eh cool.

Florian: Ja, finde ich auch.

Ruth: Gar nicht so uninteressant, wie ich mir am Anfang gedacht habe.

Ruth: Das ist eine Gemeinheit. Ich bin eigentlich ganz lieb.

Ruth: Nein, eh gute Geschichte, gute Geschichte. Aber du hast natürlich keine Chance

Ruth: gegen meine Geschichte.

Florian: Okay.

Ruth: Also nicht nur themenmäßig, ist eh klar, aber auch überhaupt aufmachungstitelmäßig.

Ruth: Ich habe eine Geschichte mitgebracht, die den fantastischsten Titel überhaupt hat.

Ruth: Also nicht das Paper selber, weil Papers haben normalerweise nicht so fantastische Titel.

Florian: Mein Paper hieß, ich habe es nicht gesagt, Art Cloud Bombardment by Dark Matter hieß das Paper.

Ruth: Okay, aber das hättest du sagen müssen. Das macht es ja viel attraktiver.

Ruth: Also Bombardment ist schon gut. Es geht in die richtige Richtung.

Ruth: Es geht ein bisschen in die True Crime Richtung.

Ruth: Aber es ist, wenn Galaxien im Spiel sind, natürlich noch viel ärger als nur Bombardment.

Ruth: Die Geschichte oder zumindest der Presseartikel hieß Death by a thousand cuts.

Ruth: James Webb Space Telescope figures out how Black Hole murdered Pablos Galaxy.

Ruth: Also viele Fragen, oder? Viele Fragen.

Ruth: Zuerst mal Death by a thousand cuts ist nicht nur eine alte chinesische Folter

Ruth: beziehungsweise eigentlich Exekutionsmethode, weil die Folter dann automatisch

Ruth: zum Tod geführt hat, sondern auch anscheinend eine Textzeile von Taylor Swift.

Ruth: Ich weiß nicht, wie das jetzt mit der Folter zusammenhängt. Ich habe mir das

Ruth: Lied nicht angehört für die Swifties. Gibt es Swifties? Gibt es Taylor Swift Fans?

Ruth: Gibt es eine Überschneidung zwischen Universum und Taylor Swift? Das schaut nicht so aus.

Ruth: Es ist anscheinend ein Lied von Taylor Swift.

Ruth: Und es geht um Galaxien und um mörderische, mordlustige, schwarze Löcher.

Ruth: Und die Hauptfrage, die sich da natürlich gleich stellt, wenn man diesen Pressetitel

Ruth: hört, wer zur Hölle ist Pablo?

Florian: Ja, genau.

Ruth: Und warum hat Pablo eine Galaxie?

Florian: Ja, Pablo hat eine Galaxie, du hast keine.

Ruth: Ich brauche auch keine Galaxien.

Florian: Ich habe einen Asteroid danach, wie ich bin, an das.

Ruth: Ein Beweismittel mehr, warum Galaxien viel interessanter und relevanter sind

Ruth: als Asteroiden. Kriegt ja mittlerweile schon jeder einen Asteroid geschenkt, oder?

Florian: Du nicht. Aufsichtlicher. Nach dir ist noch keiner benannt worden.

Ruth: Ich glaube, dass Pablo auch hoffentlich zumindest die Galaxie nicht jetzt nach

Ruth: sich selber benannt hat. Ich würde sagen, so, das ist meine Galaxie.

Florian: Ja, es ist bei ihm wurscht, weil bei Galaxien gibt es ja keine offiziellen Nomenklaturregeln.

Ruth: Okay, back to Pablo's Galaxy. Pablo ist einfach der Astronom,

Ruth: der diese Galaxie, um die es hier geht.

Ruth: Pablo Perez-Gonzalez, ein typisch spanischer Name, oder?

Florian: Warum heißt die Pablo's Galaxy nicht Gonzalez-Galaxie?

Ruth: Weil die Leute wahrscheinlich, bevor ich die Amerikaner, Perez-Gonzalez nicht

Ruth: aussprechen könnten und sich gedacht haben, Pablo klingt irgendwie freundlicher.

Ruth: Und sie heißt ja auch nicht wirklich so, sie heißt in Wirklichkeit GS10578,

Ruth: ist jetzt nicht ganz so der Ringing Name, oder?

Ruth: Da ist dann Pablos Galaxie vielleicht auch ein bisschen, weiß ich nicht, naheliegender, oder?

Ruth: Also in einem Press Release verwendet man dann gerne irgendwelche...

Ruth: Ja, weiß ich nicht. Absurden Namen, damit Leute dann ein bisschen sich mehr

Ruth: hineingezogen werden in das Thema und sich denken, Pablo, wer ist Pablo?

Ruth: Ja, es hat funktioniert, bei mir zumindest.

Ruth: Pablo Perez González hat diese Galaxie als erster genauer untersucht und sich genauer angeschaut.

Ruth: Und es ist eine ganz spezielle Galaxie.

Ruth: Es ist eine Galaxie GS, vielleicht, die den Leuten sich besser auskennen,

Ruth: wissen Sie es. Goods South, ein großer Galaxiensurvey des frühen Universums.

Ruth: Also ein Galaxiensurvey, der ins frühe Universum schaut, nicht einer, der schon so lange...

Florian: Du gestikulierst so heftig.

Ruth: Ich habe mir ein Bier im Blick. Es geht um eine Galaxie im frühen Universum.

Ruth: Es ist eine große Galaxie, was schon mal komisch ist fürs frühe Universum.

Ruth: Es war so, dass am Anfang sich die Galaxien aus kleinen, die großen Galaxien,

Ruth: die sich aus kleinen Galaxien gebildet haben, die miteinander zusammengestoßen sind und so weiter.

Ruth: Aber Pablos Galaxie ist schon recht früh im Universum sehr groß.

Ruth: Sie hat etwa so viel Masse wie unsere Milchstraße.

Ruth: Das ist viel. Unsere Milchstraße ist eine große Galaxie.

Florian: Die früh ist früh.

Ruth: Und zwar vor elf Milliarden Jahren. Also jetzt nicht ganz am Anfang.

Ruth: Es ist nicht eine von den ersten Galaxien, die wir da gefunden haben im Universum.

Ruth: Aber es ist eine Galaxie, die ungefähr gelebt hat, wie das Universum, so zweieinhalb.

Ruth: Milliarden Jahre alt war, zweieinhalb Milliarden Jahre, mehr oder weniger.

Ruth: Also es ist schon früh, es ist so eine große Galaxie, Galaxie wie die Milchstraße

Ruth: vor elf Milliarden Jahren.

Ruth: Es ist ungewöhnlich, aber es ist natürlich nicht die einzige große Galaxie.

Ruth: Es gibt ja diese berühmten massereichen Galaxien, die das James-Webb-Space-Teleskop

Ruth: entdeckt hat, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, weil viel zu massereich.

Florian: Hat sie nicht gegeben, oder? Eben Messfehler.

Ruth: So ein bisschen ist immer alles. Es wird alles nicht ganz so heiß gegessen wie gekocht.

Ruth: Es kann schon große Galaxien auch früh im Universum geben.

Ruth: Sie sind vielleicht dann doch nicht ganz so groß wie die größten Galaxien bei uns. Auf jeden Fall.

Ruth: Pablos Galaxie ist eine der größten Galaxien im frühen Universum.

Ruth: Und sie ist nicht nur eine große, schwere Galaxie, sondern sie ist auch schon so früh, so alt.

Ruth: Und sie ist eigentlich so alt, dass sie sogar schon tot ist.

Ruth: Bei Galaxien ist der Tod, bedeutet es kommen einfach keine neun Sterne zu der Galaxie mehr dazu.

Ruth: Das bedeutet Tod. Also es ist natürlich keine tote Galaxie, keine dunkle Galaxie,

Ruth: die nicht mehr leuchtet. So könnten wir sie auch nicht beobachten.

Ruth: Es ist eine normale Galaxie, die aus Sternen besteht.

Ruth: Aber es kommen in dieser Galaxie einfach keine neun Sterne mehr dazu.

Ruth: Zumindest soweit wir das beurteilen können. Mit dem James-Webb-Teleskop haben wir das beurteilt.

Florian: Und mit dem, was du jetzt gesagt hast und der Überschrift, die du vorgelesen

Florian: hast, kann immer die Geschichte eigentlich schon fast zusammenreimen, glaube ich, oder?

Ruth: Okay, go ahead.

Florian: Nein, ich fasse sie zusammen. Aber du hast ein schwarzes Loch,

Florian: das dafür verantwortlich ist, dass diese Galaxie keine neuen Sterne mehr bilden kann.

Ruth: Mehr oder weniger.

Florian: Und das schwarze Loch hat es nicht plötzlich gemacht, sondern in vielen kleinen Schritten.

Ruth: Sonst hätte man nicht diese tausend Cuts gehabt. Ja, die haben es nicht umsonst spieren lassen.

Florian: Aber wie macht es den Details? Die Sterne einzeln ausgepikst oder was hat es gemacht?

Ruth: Also...

Ruth: Die Frage ist die, was bringt die Galaxien, die großen Galaxien vor allem im frühen Universum um?

Ruth: Also es ist so, dass diese Galaxien eigentlich oder die meisten großen Galaxien

Ruth: im frühen Universum trotzdem noch viele Sterne bilden.

Ruth: Da entstehen die ganze Zeit immer neue Sterne. Es entstehen ja auch in unserer

Ruth: Milchstraße immer noch die ganze Zeit neue Sterne.

Ruth: Aber eben irgendwas muss da passiert sein. Irgendwas muss diese Galaxien umgebracht haben.

Ruth: Und das hat man vorher auch schon irgendwie öfter mal beobachtet,

Ruth: dass das anscheinend so ist. Irgendwas ist da.

Ruth: Es gibt zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit, Galaxieninteraktionen.

Ruth: Also wenn zwei Galaxien zusammenstoßen, dann entstehen ganz viele Sterne während diesem Zusammenstoß.

Ruth: Aber da während dem Zusammenstoß auch das ganze Gas, das ganze frische Material,

Ruth: aus dem die Sterne dann erst entstehen,

Ruth: später, rausgeschleudert wird, kann so eine Galaxieninteraktion dazu führen,

Ruth: dass da einfach kein Gas mehr da ist und dass die Galaxie dann quasi keine neuen

Ruth: Sterne mehr bilden kann.

Ruth: Das ist eine Möglichkeit. Aber Pablos Galaxie hat eine Scheibe.

Ruth: Pablos Galaxie ist wirklich sehr ähnlich wie die Milchstraße.

Ruth: Da ist auch so eine flache Sternenscheibe wie unsere Milchstraße.

Ruth: Das passt nicht zusammen. Das geht sich mit so einer Interaktion nicht aus.

Ruth: Weil wenn zwei große Galaxien zusammenstoßen, wie es ja auch die Milchstraße

Ruth: und die Andromeda-Galaxie in ungefähr dreieinhalb Milliarden Jahren tun werden,

Ruth: die zwei großen Spiralgalaxien, wenn sich die treffen,

Ruth: vermischen sich die miteinander und es entsteht einfach eine große blobförmige

Ruth: Galaxie, eine elliptische Galaxie und nicht wieder eine Scheibe.

Ruth: Die Scheibe der Galaxien wird

Ruth: bei dieser Interaktion zerstört und der Prozess dauert auch sehr lang.

Ruth: Also so eine Kollision selber dauert ja schon Milliarden von Jahren.

Ruth: Das heißt, im frühen Universum geht sich das einfach von der Zeit her nicht aus.

Ruth: Da war nicht genug Zeit, dass die großen Galaxien da eben durch so eine Interaktion

Ruth: quasi getötet werden könnten.

Ruth: Andere Möglichkeit, die Galaxie wird von ihrem eigenen schwarzen Loch umgebracht.

Ruth: Richtige Rektion. Und die Vermutung, die hatten wir schon vorher,

Ruth: dass das auch eine Möglichkeit ist. Und jetzt haben wir aber den Übeltäter auf frischer Tat ertappt.

Florian: Naja, elf Milliarden Jahre her, so frisch ist es nicht.

Ruth: Auf frischer Tat, so frisch wie es halt geht im frühen Universum,

Ruth: direkt über die Wichtgeschwindigkeit frisch zu uns geliefert.

Ruth: Und das Ding ist halt auch, es ist nicht nur frischer Tat, unter Anführungszeichen

Ruth: frischer, sondern es war eben auch anders als erwartet.

Ruth: Der Tathergang war ein anderer. Was wir bis jetzt geglaubt haben war,

Ruth: dass das so passiert, okay, am Anfang war ganz viel Gas da, die Galaxien entstehen,

Ruth: die Sterne bilden sich und dann bildet sich auch das schwarze Loch im Zentrum.

Ruth: Oder andersrum, das wissen wir auch noch nicht ganz, in welcher Reihenfolge.

Ruth: Vielleicht hat sich auch zuerst das schwarze Loch gebildet und dann erst Material

Ruth: angesammelt. Also das ist auch noch nicht ganz klar.

Ruth: Wie auch immer, auf jeden Fall, wenn mal die ersten Sterne und das schwarze

Ruth: Loch im Zentrum schon da sind,

Ruth: dann passiert folgendes, dass das schwarze Loch in der Mitte jede Menge von

Ruth: diesem Gas, das da überall zwischen den Sternen rumhängt, wo eben die neuen

Ruth: Sterne dann auch draußen stehen, das anzieht und anfängt quasi anzusammeln.

Ruth: Das Gas fängt zum Leuchten und zum Glühen an.

Ruth: Es kann eigentlich gar nicht so viel verschlucken, wie Masse da ist.

Ruth: In riesigen Jets wird das Material oben und unten rauskatapultiert.

Ruth: Das ist die wilde Teenagerzeit der Galaxien, die Quasar-Phase.

Ruth: Und was wir bis jetzt geglaubt haben, wo ist der Rest von meinen Notizen?

Florian: Bis jetzt haben wir geglaubt, dass die Jets das Gas weggepustet haben und dass

Florian: deswegen die Galaxien keinen neuen Stern übermachen können.

Ruth: Ich habe es nicht geschafft, in meinem PDF auf die nächste Seite umzuschalten.

Ruth: So, durch diese Quasarphase, also diese wilde Phase in den jungen Galaxien,

Ruth: also eine Phase, die wahrscheinlich die meisten Galaxien so durchmachen, da wird jede Menge...

Ruth: Gas rausbefördert und bei manchen Galaxien, vor allem bei den großen,

Ruth: kann es sein, dass da so viel Gas rausgeschleudert wird, dass da dann einfach

Ruth: nachher nichts mehr übrig ist, dass man da noch Sterne draus bilden kann.

Florian: Ich habe auch extragalaktische Vorlesung gehört im Studium.

Ruth: Sogar gemeinsam, oder?

Florian: Nein.

Ruth: Warst du da nicht dabei, wie wir die sozusagen gezählt haben?

Florian: Nein, das hast du alleine gemacht.

Ruth: Ich habe eingebildet, dass das du hast.

Florian: Extragalaktische waren neben Asteroiden und Himmelswechallenge mein zweites

Florian: Spezialgebiet. Nicht mein erstes, aber mein zweites.

Ruth: Kann nicht jedes Thema das erste Thema sein. Zusammenfassung,

Ruth: wir dachten bis jetzt, dass es ein großer Knall ist.

Ruth: Das ganze Gas wird vom Schwarzen Loch verschluckt, rausgeschleudert.

Ruth: Das dauert nicht zu lang, ist schnell wieder vorbei und dann war es das mit der Sternentstehung.

Ruth: Und das nennt man das sogenannte Ejective Feedback.

Ruth: Da wird das Gas aus der Galaxie rausgeschleudert. Und jetzt aber in dieser neuen

Ruth: Studie, die übrigens gerade erst jetzt im Jänner 26 rausgekommen ist,

Ruth: Durch die Beobachtungen von Pablos Galaxie sind wir eben draufgekommen, dass es nicht so,

Ruth: oder dass es eben in der Galaxie und auch in einem wahrscheinlich anderen nicht

Ruth: so war, dass da ein großer Knall war,

Ruth: sondern dass es viele kleine Episoden an galaktischen Winden,

Ruth: die aus dem schwarzen Loch rausgekommen sind und die die Galaxie quasi langsam

Ruth: erstickt haben oder eigentlich langsam verhungern ließen.

Florian: Was ist denn das für eine Erkenntnis? Wir haben zuerst einmal gedacht,

Florian: das ist schnell, jetzt haben wir herausgefunden, es ist langsam.

Florian: Ich meine, das ist so spektakulär.

Ruth: Naja, es ist jetzt nicht nur schnell, langsam, sondern es ist auch,

Ruth: dass du das tatsächlich beobachten kannst in einer Galaxie, deren Licht elf

Ruth: Milliarden Jahre bis zu uns gebraucht hat.

Ruth: Also es ist schon cool, dass man das jetzt wirklich auf frischer Tat sieht.

Ruth: Er tappt, sehen kann, beobachten kann, was da tatsächlich in dieser Galaxie passiert.

Ruth: Man hat auch die Sternentstehungsgeschichte der Galaxie rekonstruiert und ist

Ruth: eben draufgekommen, wie das vonstattengegangen sein muss.

Florian: Das wäre nämlich das, was ich jetzt noch gern gewusst hätte,

Florian: wie das Schwarze Loch das macht und warum es das macht.

Ruth: Ja, das ist einfach ein richtiger Fiesling.

Florian: Dieses Schwarze Loch. Warum macht das Schwarze Loch einfach so Stückerlweißausbrüche?

Florian: Es gibt ja Schwarze Löcher, die gar nichts mehr machen, so wie das bei uns in der Milchstraße.

Florian: Dann gibt es Schwarze Löcher in der Frühzeit der Galaxien, die halt ständig

Florian: Zeug durch die Gegend schleudern.

Florian: Aber warum macht es jetzt Stückerlweiß was?

Ruth: Wie genau das passiert ist, dazu müsste man natürlich die Galaxie wirklich über

Ruth: einen längeren Zeitraum hinweg beobachten, was halt nicht geht.

Ruth: Man kriegt ja immer nur einen Snapshot von dem, was passiert.

Florian: Wenn ein schwarzes Loch diese Energieausstöße hat, die das Gas wegmachen,

Florian: Gas wegblasen, dann liegt das ja daran, dass das schwarze Loch irgendwas verschluckt

Florian: hat vorher oder irgendwas ums schwarze Loch herumwirbelt.

Florian: Und entweder es ist halt ständig Material da und dann pustet das schwarze Loch

Florian: ständig was weg, also dann ist quasi der Kercher auf Dauerbetrieb oder es fällt

Florian: halt in regelmäßigen Abständen irgendwas rein und dazwischen nichts und dann

Florian: hättest du halt quasi immer so diese Sprühstöße

Florian: und das muss ja dann damit zu tun haben, was in der Galaxie für Zeug rumfliegt

Florian: und da ist und wenn das jetzt quasi nicht dauerhaft ist, dann muss ja irgendwas

Florian: sein, so wie beim Rasensprenger, da gibt es diese Rasensprenger,

Florian: die kann man so einschalten, dass da immer irgendwie so ein Ding sieht,

Florian: ich weiß nicht, wie das heißt, das ist immer so schick,

Florian: Macht das Wasser so verteilt, wenn irgendwas so was muss da bei der Galaxie auch sein.

Ruth: Irgendwas hat den schwarzen Loch immer wieder quasi in den Sprenger hineingegeben.

Florian: Also sowas muss da ja auch geben.

Ruth: Es war, wie immer, es ist alles ein bisschen komplizierter, als man sich das

Ruth: irgendwie vorgestellt hat.

Ruth: Es war nämlich so, dass auch dieses Modell von, okay, das war das sogenannte.

Ruth: Preventative Feedback, dieses Feedback, dieses Rausschleudern von Gas,

Ruth: was quasi der Galaxie die Entstehung von neuen Sternen verdirbt oder verunmöglicht.

Ruth: Dass das allein auch nicht funktioniert.

Ruth: Also es muss eigentlich beides gegeben haben in dieser Galaxie.

Ruth: Und man hat das auch tatsächlich live mit dem James-Webb-Space-Teleskop beobachten

Ruth: können, dass aus dieser Galaxie Material mit über 1000 Kilometer pro Sekunde,

Ruth: das sind dreieinhalb Millionen kmh,

Ruth: rausgeschleudert wird oben und unten. Wir sehen das.

Ruth: Und wir sehen quasi diese Episoden an immer wieder kurzen Verhindern,

Ruth: des Gases, dass das Gas wieder reinfällt.

Ruth: Es war wahrscheinlich eher so, dass

Ruth: die Galaxie in ihrem Inneren Sterne gebildet hat, dass der Gas da war.

Ruth: Und was normalerweise aber der Fall ist, dass bei den frühen Galaxien jede Menge

Ruth: Zeug noch von außen dazukommt,

Ruth: von außen auf die Galaxie noch drauf fällt und dann da wieder neue Sterne dadurch

Ruth: entstehen können, dass das ist, was das Schwarze Loch verhindert hat.

Ruth: Das Schwarze Loch hat quasi die Lieferando-Essenslieferung nicht bei der Tür reingelassen.

Ruth: Also es wurde schon das Gas aus der Galaxie rausgeschleudert,

Ruth: aber nicht nur, es wurde sowohl Gas aus der Galaxie rausgeschleudert in verschiedenen

Ruth: Episoden, als auch irgendwie das Gas vom Wiedereinfallen,

Ruth: Wiederzurückfallen auf die Galaxie, gehindert.

Ruth: Die Chips beim Fenster rausgeworfen.

Florian: Und wenn du jetzt irgendwie sagst, heißt das, wir wissen es noch nicht, wie das genau geht.

Ruth: Wie genau der Mechanismus ist? Naja, die Geschichte, wie das Gas sich verhält,

Ruth: ist eine komplexe Angelegenheit.

Ruth: In der Himmelsmechanik begnügt euch damit, einzelne kleine diskrete Objekte

Ruth: zu simulieren, wie sich die verhalten.

Ruth: Wenn man es mit Gas zu tun hat, also mit großen Wolken, Also Dings ist das alles ein bisschen messier.

Ruth: Und so ganz genau weiß man es aber nicht.

Florian: Hat aber nichts mit Himmelsmechanik. In einem Fall rechnet man gravitative,

Florian: im anderen hydrodynamisch. Und beides ist Himmelsmechanik.

Ruth: Blödsinn.

Florian: Alles Himmelsmechanik ist alles, was sich bewegt. Also auch das Zeug ist Himmelsmechanik.

Ruth: Ist sowieso alles Himmelsmechanik. Na dann, man hat dann nochmal mit ALMA,

Ruth: mit dem großen Radioteleskop in der chilenischen Wüste,

Ruth: nochmal nachgeschaut, nochmal quasi das Tiefkühlfach in der Küche überprüft,

Ruth: ob da nicht doch noch was drin ist, noch irgendwie molekulares Gas,

Ruth: wo sich die Sterne daraus bilden können.

Ruth: Nichts da in dieser Galaxie. Der Ofen ist aus, der Kühlschrank ist leer.

Ruth: Und es kann von außen kein neues Material mehr nachkommen.

Ruth: Wir wissen, dass die Galaxie am Anfang ihrer Entstehung sehr viele Sterne gebildet

Ruth: hat, weil sonst wäre sie nicht so groß.

Ruth: Wir wissen, dass sie sich am Anfang einfach ein bisschen überfressen hat.

Ruth: Und dann durch ihr eigenes schwarzes Loch, was auch bei diesem Überfressen mit entstanden ist,

Ruth: Dann einfach das neue Material, das dann in Sterne normalerweise umgesetzt werden

Ruth: könnte, einfach in die Galaxie hineinkommen, wie der gehindert worden ist.

Ruth: Also man hat schon ungefähr eine Idee, wie das vonstatten gegangen ist.

Ruth: Aber jetzt nicht so kleinskalig, dass man sagen kann, okay, da war die Wolke,

Ruth: die ist da dagegen gestoßen und so weiter und so fort.

Florian: Okay, aber das dürfte etwas sein, was nicht häufig vorkommt,

Florian: weil wir haben es ja jetzt erst das erste Mal gesehen und wir haben schon lange Galaxien angeschaut.

Ruth: Ja, wir haben immer gedacht, dass es eher so ist, dass Galaxien,

Ruth: wo die Sternentstehung aus ist, die großen Galaxien, die schon alt sind,

Ruth: schon im frühen Universum, dass das eben in dieser einen kurzen Kavum-Phase

Ruth: am Anfang oder mehr oder weniger in ihrer Jugend passiert ist.

Ruth: Und jetzt haben wir gesehen, dass es eben auch anders geht.

Ruth: Und zwar wirklich gesehen, beobachtet, dass es auch so geht,

Ruth: dass eben das schwarze Loch die Galaxie durch immer wieder wiederholte Ausbrüche

Ruth: am Weiterfuttern hindert.

Florian: Okay, bevor du jetzt Hunger kriegst, bevor du jetzt nicht von Diäten redest,

Florian: müssen wir langsam zum Ende kommen in unserer Geschichten, weil wir haben ja

Florian: heute nicht so viel Zeit, wie wir sonst im Podcast Zeit haben.

Florian: Wir wollen ja auch noch Fragen aus der anwesenden Hörerschaft beantworten,

Florian: wenn es geht. Das heißt, wenn du nichts mehr zu sagen hast zu deiner Galaxie.

Ruth: Ich könnte schon noch.

Florian: Ja, klar, man kann immer noch erzählen, aber wenn die wichtigen Dinge alle abgeklärt

Florian: sind, dann können wir das machen, was wir normalerweise machen,

Florian: wenn wir auf einer Bühne stehen und nicht unseren Podcast so machen, wie wir es sonst machen.

Florian: Wir machen ja auch Live-Shows, also Podcast-Live-Shows, wo wir jetzt nicht so

Florian: wie hier sitzen und unseren Podcast quasi aufnehmen, sondern wo wir wirklich

Florian: so auf einer Bühne stehen und Geschichten erzählen und Bilder zeigen und Experimente

Florian: machen und so weiter. Das machen wir auch ab und zu.

Florian: Ich glaube, das nächste Mal in Magdeburg, in Sachsen-Anhalt,

Florian: falls da zufällig wer sein sollte.

Florian: Ende März sind wir dort. Ansonsten, ich glaube, wir sind irgendwann im November

Florian: oder Dezember in Wiener Neustadt, oder? Aber es ist noch lange hin.

Ruth: 20. Oktober.

Florian: Aber ich glaube, man braucht sich eh noch keine Karten kaufen,

Florian: weil da ist der Eintritt frei, oder?

Ruth: Da ist der Eintritt frei, genau. Ihr müsst halt nach Wiener Neustadt kommen.

Florian: Aber normalerweise, wenn wir diese Live-Shows machen, dann gibt es da immer,

Florian: egal was wir sonst noch drumherum machen, das ändert sich oft.

Florian: Es gibt immer, immer machen wir das Galaxien gegen Asteroiden in einer mehr

Florian: wettbewerbsorientierten Form als jetzt.

Florian: Das heißt, da kriegt man wirklich so mit Timer jeder von uns 100 Sekunden Zeit,

Florian: um ein Plädoyer ans Publikum zu halten, was besser ist.

Florian: Dass Galaxien oder Asteroiden oder warum Galaxien besser sind oder Asteroiden

Florian: besser sind, dann darf das Publikum

Florian: abstimmen im jeweiligen Saal und dann entscheiden wir, wer besser ist.

Florian: Und das haben wir jetzt gedacht, machen wir halt nicht mit diesen 100 Sekunden,

Florian: sondern wir haben jetzt gerade lange gesprochen, Rudi über Galaxien, ich über Asteroiden.

Florian: Und wir nutzen das jetzt hier, um diese Abstimmung zu machen.

Florian: Das heißt jetzt einfach durch Applaus kundgeben, wer jetzt die Geschichte über

Florian: Asteroiden oder Asteroiden und Kleinkörper allgemein besser fand oder Galaxien besser fand.

Ruth: So holt man sich einen gratis Applaus, oder?

Florian: Weiß ich nicht, aber schauen, vielleicht finden auch das alles blöd und es applaudiert

Florian: keiner zu irgendwas. Vielleicht wollten die alle was über Sterne hören heute,

Florian: weiß ich ja nicht. Langweilig.

Florian: In welcher Reihenfolge soll man abfragen? Galaxien zuerst oder Asteroiden zuerst?

Ruth: Ist mir egal.

Florian: Na gut, dann bitte jetzt Applaus für die Asteroiden.

Florian: Ein Anstandsapplaus würde ich sagen.

Ruth: Oder?

Florian: Ja, dann jetzt für die Galaxien.

Ruth: Für die Galaxien Applaus.

Florian: Wir haben ein well-behaved Publikum.

Ruth: Die haben es nicht so mit Trampeln am Boden.

Florian: Ich habe da nämlich auch mal Preise mitgebracht für die Gewinnerin oder den Gewinner.

Florian: Das ist jetzt hier halt schwierig zu verteilen, aber macht nichts.

Florian: Es gibt natürlich immer was zu trinken, weil in der Show machen wir das immer

Florian: gegen Ende. In der Show, da haben wir dann schon Durst.

Ruth: Aber das hier ist Radio. Können die nicht die Lautstärke messen?

Florian: Wahrscheinlich. Wir sind nicht mehr, wir wetten das in den 80ern, wo man das gemacht hat.

Ruth: Schade. Naja, nein, nicht schade.

Florian: Es gibt immer was. Du kannst dir aussuchen, Ruth. Das sieht man jetzt im Radio

Florian: nicht, aber hier sieht man es.

Florian: Du kannst dir aussuchen, was du trinkst. Du kannst dir entweder aussuchen ein

Florian: Wiener Original oder ein Freistädter.

Ruth: Ich nehme das Wiener Original. Das war keine schwierige Wahl.

Ruth: Obwohl es ein kleines ist.

Florian: Du hast jedoch was vom Anfang da.

Ruth: Das ist, weil du deins sofort ausgetrunken hast. Ich bin nicht die Einzige,

Ruth: die da schon ein Bier getrunken hat.

Florian: Das sagst du jetzt. Aber jetzt haben wir unser Getränk. Wir haben unsere Geschichten erzählt.

Florian: Und wir haben jetzt noch Zeit und können jetzt das machen, was wir im Podcast

Florian: auch immer machen. Da kann man uns immer Fragen schicken.

Ruth: Aber wer hat jetzt gewonnen?

Florian: Unentschieden würde ich sagen, oder? Dann machen wir jetzt das,

Florian: was wir im Podcast auch immer machen. Da kann man uns eben Fragen schicken an

Florian: fragen.dasuniversum.at.

Florian: Die sammeln wir dann alle immer, die Fragen, und dann suchen wir uns pro Folge

Florian: zwei, drei Fragen raus, die gerade zum Thema passen, und beantworten die.

Florian: Und das machen wir jetzt hier live, wenn wir die Leute schon haben.

Florian: Das heißt, wer jetzt Fragen hat zu dem, was Ruth gesagt hat,

Florian: zu dem, was ich gesagt habe, zu irgendwas anderem aus der Astronomie,

Florian: aus dem Universum, über was auch immer, bitte die Frage jetzt stellen.

Florian: Sofern es ein Thema ist, das wir beantworten können, werden wir die Fragen beantworten.

Florian: Also wer jetzt irgendwas über Taylor Swift wissen will, weiß ich nicht,

Florian: wie kompetent wir da sind.

Saalmikro: Aber… Ich habe als Laie große Schwierigkeiten, mir diese primordialen schwarzen Löcher vorzustellen.

Florian: Ich habe als Experte auch. Nicht nur als Laie.

Saalmikro: Genau. Ich habe immer geglaubt, für ein schwarzes Loch braucht man wahnsinnig

Saalmikro: viel Masse. Das bringt nicht einmal unsere Sonne zusammen.

Saalmikro: Die wird also im besten Fall dann ein weißer Zwerg. Und jetzt sollen auf einmal

Saalmikro: Dinge von der Masse des Mondes ein schwarzes Loch machen können.

Saalmikro: Also richtige Zwutschgerl gegen die Sonne.

Saalmikro: Wie stellt man sich das vor?

Florian: Das ist eine sehr gute Frage und auch eine sehr plausible Frage,

Florian: weil schwarze Löcher, so wie wir sie tatsächlich jetzt normalerweise kennen,

Florian: also die, die aus Sternen entstehen und so weiter, oder die noch größeren,

Florian: die sind groß, haben viel Masse.

Florian: Aber es ist tatsächlich ein Missverständnis, dass schwarze Löcher viel Masse

Florian: haben müssen. Das ist nicht das, was ein schwarzes Loch ausmacht.

Ruth: Um von selber zu entstehen, schon.

Florian: Ja, ich bin doch nicht fertig mit der Erklärung. Das wäre dann am Ende gekommen.

Ruth: Das ist ein Gesprächspodcast.

Florian: Also, ein schwarzes Loch muss nicht zwingend viel Masse haben,

Florian: sondern das, was ein schwarzes Loch zum schwarzen Loch macht,

Florian: ist die Dichte, die Konzentration der Masse.

Florian: Wenn wir uns vorstellen, unsere Sonne hat eine Sonnenmasse Und wenn wir uns

Florian: der Sonne nähern, dann wird die Anziehungskraft stärker, die wir spüren.

Florian: Weil je näher man rankommt, desto stärker ist die Anziehungskraft. Ja, nutt man das Gesetz.

Florian: Aber wenn wir jetzt direkt an der Sonne anstehen würden, also direkt vor der

Florian: Sonne wären, noch näher können wir ja nicht rankommen, weil da ist ja schon da die Sonne.

Florian: Das heißt, dann spüren wir die maximal mögliche Anziehungskraft, aber eben nur nicht.

Florian: In der Situation maximal mögliche, weil es ist ja immer noch ein großer Teil

Florian: der Masse der Sonne genau auf der anderen Seite.

Florian: Also die Sonne hat 1,4 Millionen Kilometer Durchmesser. Das heißt,

Florian: ein nicht unbeträchtlicher Teil der Sonne ist über eine Million Kilometer von

Florian: uns weg und dieser Teil der Masse zieht uns schwächer an.

Florian: Das heißt, wenn wir die Sonne ein bisschen zusammenstauchen könnten,

Florian: kleiner machen würden, dann könnten wir der gesamten Masse viel näher kommen

Florian: und dann würden wir auch eine stärkere Anziehungskraft spüren als vorher.

Florian: Wenn wir sie noch kleiner machen, wird die noch stärker die Anziehungskraft

Florian: Und wenn wir die Sonne auf drei Kilometer schrumpfen, dann können wir dieser

Florian: gesamten Sonnenmasse so nahe kommen, dass die Anziehungskraft,

Florian: die wir spüren, so stark ist, dass wir nicht mehr weg könnten.

Florian: Das heißt, es ist immer dieselbe Sonnenmasse. Es kommt nur darauf an,

Florian: wie konzentriert sie ist.

Florian: Und die Sonne, das ist jetzt das, was Ruth gesagt hat, damit ein schwarzes Loch

Florian: entstehen kann, muss irgendwas dafür sorgen, dass die Masse so stark komprimiert

Florian: wird. Und bei einem Stern ist es eben die eigene Gravitationskraft.

Florian: Wenn der Stern am Ende seines Lebens keine Kernfusion mehr macht,

Florian: dann drückt von innen nichts mehr dagegen.

Florian: Dann fällt die Masse des Sterns in sich zusammen. Und wenn der Stern wirklich

Florian: viel Masse hat, dann hat der so viel Masse, dass er seinem eigenen Gewicht so

Florian: weit in sich zusammenfallen kann, dass er stark genug komprimiert wird,

Florian: um eben ein schwarzes Loch zu werden.

Florian: Stern wie die Sonne schafft es nicht, die Erde schafft es auch nicht,

Florian: weil die fällt auch nicht weiter zusammen.

Florian: Aber im frühen Universum könnte halt allein durch diese Quantenfluktuationsschwankungen

Florian: der Materie, Materie zufällig so konzentriert geworden sein und eben deutlich

Florian: weniger Materie, also der Masse im Biergemond,

Florian: so konzentriert gewesen sein, dass das gereicht hat, um diese Dichte,

Florian: diese kritische Dichte zu überschreiten, die man braucht, um ein schwarzes Loch zu kriegen.

Florian: Das heißt, da könnten schwarze Löcher einfach so entstanden werden.

Florian: Jetzt darfst du erklären, Ruth, wie die großen schwarzen Löcher in den Galaxienzentren entstehen.

Ruth: Das wissen wir noch nicht.

Ruth: War das klar? Also der Punkt ist der, dass diese primordialen schwarzen Löcher

Ruth: nicht von selber durch ihre eigene Gravitation entstehen. Dazu braucht man eben sehr viel Masse.

Ruth: Mehr als die Masse der Sonne. Ungefähr zehnmal so viel Masse.

Ruth: Dann kann die eigene Schwerkraft den Stern so stark komprimieren,

Ruth: dass dann ein schwarzes Loch daraus wird, wenn die Strahlung wegfällt.

Ruth: Und bei diesen primordialen schwarzen Löchern waren es halt die extremen Bedingungen

Ruth: kurz nach dem Urknall, die zu diesen dichten Verdichtungen geführt haben.

Ruth: Obwohl wir wissen noch nicht, ob es so war. Wir wissen nicht,

Ruth: das ist eine hypothetische Geschichte, diese primordialen schwarzen Löcher.

Ruth: Also es ist nicht zwangsweise, dass in unserem kosmologischen Modell eine Notwendigkeit

Ruth: dafür besteht, dass es diese extremen Verdichtungen gab.

Ruth: Aber es ist eine Möglichkeit. Ob es sie gibt, wissen wir noch nicht.

Florian: Da ist noch eine Frage, ja.

Saalmikro: Ich hätte auch eine Frage zu den primordialen schwarzen Löchern.

Saalmikro: Und zwar, können die überhaupt noch existieren?

Florian: Sehr gute Frage.

Saalmikro: Weil ich glaube zum Wissen, dass Schwarze Löcher Masse verlieren über die Zeit

Saalmikro: und je kleiner die sind, desto schneller geht das?

Florian: Richtig, ja. Das ist eine sehr gute Frage. Das ist auch etwas,

Florian: was man bei Schwarzen Löchern immer noch nicht genau weiß.

Florian: Also wenn Schwarze Löcher so funktionieren, wie wir glauben,

Florian: dass Schwarze Löcher funktionieren, dann...

Florian: Geben die jetzt quasi keine Masse an sich. Das ist etwas, das nennt sich Hawking-Strahlung,

Florian: was da Stephen Hawking entdeckt hat.

Florian: Aber auf einem sehr komplizierten Weg, den ich jetzt nicht näher beschreiben

Florian: werde, können schwarze Löcher im Laufe der Zeit tatsächlich Masse verlieren.

Florian: Ich glaube, wir haben in einem der vergangenen Science-Buster-Bücher,

Florian: habe ich das mal probiert, ausführlich zu erklären, so ausführlich und verständlich,

Florian: wie man es erklären kann, wenn man nicht reine Mathematik machen will.

Florian: Aber es stimmt, schwarze Löcher verlieren Masse im Laufe der Zeit.

Ruth: Möglicherweise.

Florian: Möglicherweise, ja. Also wenn sie so funktionieren, wie wir glauben,

Florian: dass sie funktionieren, was wir glauben, aber noch nicht genau wissen.

Florian: Und wenn sie das tun, dann ist es so und dann hängt aber die Menge an Masse,

Florian: die so ein schwarzes Loch verliert, mit der Gesamtmasse zusammen.

Florian: Das heißt, die ganz großen schwarzen Löcher verlieren nur sehr, sehr wenig.

Florian: Das dauert zehn hoch hundert Jahre, bis die sich mal irgendwie aufgelöst haben im Laufe der Zeit.

Florian: Die ganz kleinen schwarzen Löcher, wenn wir wirklich so ein schwarzes Loch erzeugen

Florian: könnten, was ja viele mal gesagt haben, wer sich noch erinnert,

Florian: irgendwie so 2012 Weltuntergangsgeschichten, da gab es eine Weltuntergangstheorie,

Florian: dass im zerrenden Teilchen Beschleuniger schwarze Löcher entstehen,

Florian: weil wenn die Teilchen da zusammenkrachen, dann könnte da so viel Energie kurzfristig

Florian: komprimiert sein, dass da ein schwarzes Loch entsteht und dann saugt es die

Florian: ganze Welt auf und wir sind alle tot.

Florian: Passiert nicht. Aber es wäre cool gewesen, wenn das so passiert wäre.

Florian: Also nicht, dass die Welt untergeht, aber wenn wir ein schwarzes Loch...

Ruth: Die Sicht des Himmelsmechanikers.

Florian: Es wäre cool gewesen, wenn die im Teilchenbeschonung entstanden wären.

Florian: Weil erstens hätten wir dann schwarze Löcher direkt beobachtet.

Florian: Zweitens hätte es ein paar sehr, sehr beeindruckende kosmologische Theorien bestätigt.

Florian: Und drittens wäre es nicht gefährlich gewesen, weil so ein mini-schwarzes Loch

Florian: halt einfach so wenig Masse hat.

Florian: Es löst sich quasi instantan auf durch diese Hawking-Strahlung.

Florian: Wir hätten die Zerfallsprodukte beobachtet.

Florian: Und es stimmt, es gibt auch Diskussionen bei den primordialen schwarzen Löchern,

Florian: wie lange die wirklich überleben können.

Florian: Also die ganz kleinen, die entstanden sind, wenn sie entstanden sind damals,

Florian: die haben sich aufgelöst.

Florian: Die größeren, die halt so, keine Ahnung, Erdmasse, Mondmasse haben,

Florian: die können noch bis heute überlebt haben.

Florian: Es gibt auch Mechanismen, wo die vielleicht ein bisschen später entstanden sind,

Florian: die schwarzen Löcher und nicht direkt beim Urkühlen, also ohne jetzt ins Detail zu gehen.

Florian: Die Möglichkeit, wenn schwarze Löcher damals entstanden sind,

Florian: dann ist es plausibel, dass heute noch welche davon übrig sind.

Florian: Es werden sich einige aufgelöst haben, aber es werden sich nicht alle aufgelöst

Florian: haben. Eine Galaxienfrage bitte, da kann ich mir drücken.

Ruth: Prost.

Saalmikro: Ich frage jetzt nicht als Amateur, sondern als blutiger Amateur.

Saalmikro: Und meine Frage geht auf dunkle Materie hinaus.

Saalmikro: Sie haben da vorher was dazu gemeint und das verstehe ich nicht ganz.

Saalmikro: Bisher war ich der Meinung, dass dunkle Materie hochkonzentriert ist und eben

Saalmikro: im Zentrum von Galaxien steht und begründet, dass die äußeren Bereiche der Galaxien

Saalmikro: sehr, sehr schnell drehen können.

Saalmikro: Typischerweise können sie das nicht, wenn nicht...

Saalmikro: Mehr Masse im Zentrum ist. Und Sie haben gemeint, es verteilt sich die dunkle

Saalmikro: Materie so quasi im gesamten Universum. Oder ist das falsch?

Ruth: Es ist beides korrekt. Also es ist schon im Zentrum der Galaxie nach unserem

Ruth: jetzt gängigen Modell mehr dunkle Materie da als am Rand.

Ruth: Das ist so eine Art, man stellt sich das vor wie eine Art Halo,

Ruth: so eine große runde Wolke, wo in der Mitte mehr da ist und dann die Dichte von

Ruth: dieser Wolke aus dunkler Materie, dieser anderen Art von Materie,

Ruth: die fällt dann so nach außen hin immer ab. Also es wird nach außen hin weniger, weniger, weniger.

Ruth: Aber diese Wolken, diese runden Dinger sind wesentlich ausgedehnter als die

Ruth: Galaxien-Sternenscheiben.

Ruth: Also das, was wir als Galaxie kennen, wie unsere Milchstraße.

Ruth: Diese dunkle Materie ist da rundherum.

Ruth: Und in der Mitte mehr, am Rand weniger, weniger, weniger. Aber die Sternenscheibe

Ruth: ist nur ein kleiner Teil in der Mitte von dieser riesigen Wolke.

Ruth: Mittlerweile wissen wir aber, dass die Verteilung der dunklen Materie auch komplexer

Ruth: ist als einfach nur so runde Wolken, die die Galaxien umgeben.

Florian: Ja, deswegen heißt unsere aktuelle, heute erschienene Folge von diesem Podcast

Florian: Wir leben in einer Scheibe. Da haben wir genau das Thema besprochen.

Ruth: Da haben wir genau das Thema besprochen. Und dann gibt es quasi so leere Bereiche,

Ruth: wo sehr wenig dunkle Materie da ist.

Ruth: Und dann, wenn man zu noch größeren Strukturen geht, wie zum Beispiel dem Virgo-Galaxienhaufen,

Ruth: unsere nächste Galaxien-Großstadt da draußen.

Ruth: Wir sind so am Rand in einem Dorf irgendwo im Speckgürtel.

Ruth: Und da ist dann noch wieder die dunkle Materie größer verteilt,

Ruth: auch noch tendenziell rund, aber eben auch nicht mehr ganz, je nachdem,

Ruth: wie eben die Strukturen da auch hineinkommen in diese großen Galaxienhaufen.

Ruth: Und auf ganz großer Skala sind die Strukturen so langgezogen fadenförmig,

Ruth: faden ist das falsche Wort, aber man nennt es Filamente, die großen Filamente.

Ruth: Das ist dann so eine langgezogene Struktur aus dunkler Materie und da sind in

Ruth: einer so einer langgezogenen fadenförmigen Struktur, wie so ein Spinnennetz, sind Filamente,

Ruth: viele Galaxien, Galaxienhaufen drinnen. Also das ist wirklich eine riesige Struktur

Ruth: und die ist dann eben so langgezogen, fadenförmig, eben auch aus dunkler Materie.

Ruth: Also es gibt diese Verdichtungen von dunkler Materie, Verdichtung ist auch wieder

Ruth: das falsche Wort, weil sie doch sehr schön ist, in den Zentren von Galaxien

Ruth: und dann eben auch in den Zentren von Galaxienhaufen.

Ruth: Also immer im Zentrum einer Struktur ist mehr da, aber sie zieht sich dann eben

Ruth: nach außen hin in verschiedenen geformten Strukturen durchs Universum.

Florian: Vielleicht kann man sich das besser vorstellen, wenn man sich jetzt das andersrum denkt.

Florian: Also wenn man es nicht denkt, wir haben unsere Galaxien und wir fragen uns,

Florian: wo ist die dunkle Materie drin und wo ist mehr und weniger, sondern wenn man

Florian: sich klar macht, dass die dunkle Materie eigentlich,

Florian: dominierende Strukturgeber im Universum ist. Das heißt, das Universum ist doch

Florian: zogen von einer Struktur aus dunkler Materie und da, wo die dunkle Materie ein

Florian: bisschen dichter ist, da haben sich die Strukturen aus sichtbarer Materie angesammelt.

Florian: Also die Galaxien, die sind dort, wo die dunkle Materie dichter ist,

Florian: aber die dunkle Materie ist viel, viel weiter überall drumherum.

Florian: Also es stimmt, dass im Zentrum der Milchstraße die dunkle Materie dichter ist,

Florian: weil sich die Galaxien in den Dichtezentren der dunklen Materiestrukturen angesammelt

Florian: haben, aber anderswo ist immer noch dunkle Materie, weil dunkle Materie halt

Florian: einfach quasi überall ist.

Florian: Aber die dunkle Materie, die ist das, die der sichtbaren Materie ihre Struktur aufgeprägt hat.

Ruth: Und man darf das Wort Dichte hier auch wirklich nicht missverstehen,

Ruth: okay? Dunkle Materie ist nie dicht.

Ruth: Es ist ja also überhaupt, es ist mehr da als woanders, also es ist dann im Zentrum

Ruth: der Milchstraße, sagen wir mal, noch weniger undicht als außen.

Ruth: Das ist eigentlich so ungefähr, ja.

Florian: Eine Frage geht sich noch aus.

Saalmikro: Ich habe noch eine Frage zum Wasser. Weil das Wasser durch die Kometen gekommen ist.

Saalmikro: War da schon Wasser oder ist das ganze Wasser durch die Kometen gekommen?

Florian: Das ist auch etwas, was wir im Detail noch nicht hundertprozentig wissen.

Florian: Aber wir wissen auf jeden Fall, dass erstens Wasser häufig ist im Universum.

Florian: Also Wasser sind nur Wasserstoff und Sauerstoff. Wasserstoff ist ein sehr, sehr häufiges Atom.

Florian: Sauerstoff ist auch sehr häufig, wird von Sternen wie der Sonne produziert.

Florian: Also die beiden Atome gibt es im Universum jede Menge.

Florian: Es gibt auch jede Menge Orte, wo die sich verbinden können zu Wassermolekülen.

Florian: Das heißt, wir wissen, überall in diesen großen kosmischen Wolken im Universum

Florian: sind auch sehr viele Wassermoleküle drin. Also da schwimmen jetzt keine Pflanzküle.

Florian: Tropfen durch die Gegend, sondern es sind halt einfach Wassermoleküle,

Florian: die durch die Gegend schwirren.

Florian: Und aus diesen Wolken entstehen Sterne und aus diesen Wolken,

Florian: wenn Sterne entstehen, entstehen auch Planetensysteme.

Florian: Und in diesen Scheiben aus Atomen, Molekülen, Gas, aus denen die Himmelskörper

Florian: entstehen, da ist eben auch schon Wasser drin.

Florian: Das heißt, jedes Objekt, das da entsteht, jeder Planet, der entsteht,

Florian: die Erde, wie sie entstanden ist, die hat natürlich in dem ganzen Material,

Florian: aus dem sie entstanden ist, jede Menge Wasser mit drin gehabt.

Florian: Aber ein Großteil dieses Wassers war entweder im Gestein selbst gebunden und

Florian: ist immer noch im Gestein gebunden.

Florian: Also die Erde hat sehr, sehr viel mehr Wasser als an der Oberfläche,

Florian: aber das ist alles irgendwo im Gestein, weit unten.

Florian: Und dann ist die Entstehung eines Planeten ja auch kein sanfter Prozess.

Florian: Das entsteht ja, weil da jede Menge größere, kleine Objekte andauern miteinander

Florian: zusammenstoßen, aufeinander clashen.

Florian: Das heißt, das wird alles aufgeheizt. Also als die Erde entstanden ist,

Florian: vor viereinhalb Milliarden Jahren, war sie an der Oberfläche im Wesentlichen

Florian: heiß, trocken. Da war kein Wasser.

Ruth: Blutflüssig, würde ich eher sagen.

Florian: Ja, das auch. Aber irgendwann ist sie abgekühlt auch. Dann war sie halt immer

Florian: noch heiß, aber trocken.

Florian: Es ist natürlich ein Teil des Wassers aus dem Gestein dann quasi ausgedampft durch Vulkanismus.

Florian: So ist ein Teil des Wassers aus dem Gestein an die Oberfläche gekommen.

Florian: Ich meine, das ist dann irgendwie so, ja, war in der Atmosphäre drinnen,

Florian: als dann kühl genug war, hat es dann geregnet.

Florian: Ich glaube, es hat ziemlich lang geregnet, ein paar so 10.000,

Florian: 100.000 Jahre lang hat es mal durchgeregnet, bis das ganze Wasser wieder unten war.

Florian: Aber das war ein Teil des Wassers, aber zumindest nach dem Wissensstand,

Florian: den wir jetzt haben, gehen wir davon aus, dass das nicht reicht.

Florian: Also das ist ungefähr nur ein Drittel des Wassers, das wir heute an der Oberfläche

Florian: haben, kann da quasi von innen rausgekommen sein. Das heißt, das andere Drittel.

Florian: Die anderen zwei Drittel, die müssen irgendwo von außen gekommen sein und da

Florian: kommen sie halt dann durch was auch immer da einschlägt.

Florian: Also Asteroiden, Kometen, die enthalten ja auch alle Wasser in Form von Eis

Florian: und wenn die einschlagen, bringen die das halt mit auf die Erde.

Florian: Das landet halt da und früher gab es mehr Asteroiden und Kometen als heute,

Florian: weil da halt noch, wie so eine Baustelle, war da noch nicht fertig,

Florian: war da noch nicht aufgeräumt.

Florian: Da sind noch viel mehr Zeug durch die Gegend geflogen.

Ruth: Das sind sogar so Plastikflaschen von den Bauarbeitern.

Florian: Ja, genau. Also da war noch jede Menge mehr unterwegs im Sonnensystem.

Florian: Das heißt, es gab viel mehr Kollisionen und die haben das halt dann auf die Erde gebracht.

Florian: Was wir noch nicht genau wissen, waren es jetzt wirklich die Asteroiden?

Florian: Waren es eher die Kometen?

Florian: Alles, was wir aktuell wissen, deutet darauf hin, dass das Wasser tatsächlich

Florian: eher von den Asteroiden gebracht wurde.

Ruth: Komisch, weil die Kometen bestehen doch fast nur aus Wasser und die Asteroiden nicht.

Florian: Ja, aber die waren halt weiter weg. Die sind ja nicht in der Ortschall-Wolke,

Florian: die kommen nicht so leicht.

Florian: Aber es wird heute eigentlich eher darüber diskutiert, welche Asteroidengruppe genau es war.

Florian: Aber ja, ungefähr zwei Drittel, da sagen wir es sicher jetzt,

Florian: aber der Großteil des Wassers, das heute an der Oberfläche ist,

Florian: war nicht da als der, der entstanden ist, sondern ist später durch Asteroiden

Florian: geliefert worden. Das ist so der aktuelle Stand des Wissens.

Saalmikro: Ja, also wenn diese primordialen schwarzen Löcher vielleicht eine Erklärung

Saalmikro: für die dunkle Materie sein könnten.

Saalmikro: Wenn auch nicht für alle. Und die sind aber dann sehr dicht und dunkle Materie

Saalmikro: ist dann überhaupt nicht dicht.

Saalmikro: Wäre es dann vielleicht nicht nur, dass sie nur den gleichen Effekt wie dunkle

Saalmikro: Materie haben, aber nicht dunkle Materie sind?

Florian: Ja, ich glaube, alles, was den Effekt wie dunkle Materie hat,

Florian: ist dunkle Materie, weil dunkle Materie ist unser Wort, die Ursache für den Effekt zu beschreiben.

Florian: Also wir sehen, Zeug bewegt sich, aber wir sehen nicht das, was die Gravitationskraft ausübt dafür.

Florian: Und diesen Effekt hat man halt dunkle Materie genannt. Das ist eines der vielen

Florian: Dinge in der Astronomie, wo wir Namen vergeben haben, die wir besser nicht vergeben hätten.

Florian: Aber jetzt müssen wir halt damit leben, dass wir das Zeug dunkler Materie genannt

Florian: haben. Aber ja, alles, was diesen Effekt verursacht, ist dunkle Materie.

Florian: Früher hat man auch gedacht, dass dunkle Materie aus Machos besteht.

Florian: Das sind Massive Compact...

Ruth: Die sind jetzt Gott sei Dank nicht mehr ganz so populär, wie sie früher waren.

Florian: Die Machos. Massive Compact Halo Objects hieß das. Da hat man gesagt,

Florian: okay, das sind jetzt keine obskuren Teilchen, die wir nicht kennen, das sind einfach,

Florian: große Trümmer, dunkle Trümmer, Planeten, Monde, was auch immer,

Florian: die halt irgendwie rausgeschleudert worden sind bei irgendwelchen Systemen und

Florian: die halt dann so die Milchstraße, so wie die Ortsche Wolke des Sonnensystems

Florian: gibt, umgeben diese Dinger halt unserer Milchstraße,

Florian: leuchten nicht von selbst, weil sie halt keine Sterne sind und die könnten eine

Florian: Erklärung für die dunkle Materie sein. Wissen wir bitte, geht nicht, gibt es nicht.

Florian: Es gibt übrigens auch Rambos. Ich weiß aber gerade nicht, für was die Abkürzung steht.

Florian: Das sind noch eher als die Machos. Aber wir wissen halt, das ist...

Ruth: Man sollte Astronomen und Astronomen einfach nicht an Akronyme lassen.

Florian: Also alles, was im Prinzip geeignet ist, diesen Effekt zu verursachen,

Florian: nämlich Gravitationskraft auszuüben, wo wir das Ausübende nicht sehen können, ist dunkle Materie.

Florian: Das heißt, primär schwarze Löcher könnten einen Teil der dunklen Materie darstellen,

Florian: nicht die gesamte dunkle Materie vermutlich. Also es wird etwas anderes auch noch geben müssen.

Florian: Aber solange wir nicht wissen, was es im Detail ist, können wir da nicht mehr sagen dazu.

Ruth: Und die Dichte betrifft ja die Verteilung von Dingen.

Ruth: Also Dichte heißt ja in dem Fall, wie viele kleine Trümmer da irgendwie pro

Ruth: Raumeinheit da herumschwirren oder so.

Ruth: Vielleicht noch zur Veranschaulichung, wenn man sich so ein primordiales schwarzes

Ruth: Loch vorstellt, von der Masse des Mount Everest, also ein ganzes Gebirge,

Ruth: Das wäre ungefähr so groß wie ein größeres Atom. Und dann kommt man schon in

Ruth: den Bereich, wo man sagt, okay, besteht die dunkle Materie aus Teilchen oder

Ruth: aus primordialen schwarzen Löchern, die halt irgendwie dann so ungefähr die

Ruth: Masse eines Gebirges haben,

Ruth: gleich von der Größe her, also von ihrer räumlichen Ausdehnung,

Ruth: Teilchenräumliche Ausdehnung, wie auch immer.

Ruth: Aber die Dichte betrifft ja dann nicht eher das einzelne Ding,

Ruth: von dem da viele rumschwirren, sondern die Verteilung dieser einzelnen Dinge,

Ruth: die da rumschwirren. Und da würden sich diese primordialen schwarzen Löcher

Ruth: so verhalten wie ein dunkle Materie-Teilchen.

Florian: Aber dazu müssen wir noch mehr Asteroid und Komet beobachten,

Florian: müssen wir es genau wissen. Das ist übrigens Folge 150. Das ist Folge 150.

Ruth: Haben wir gar nicht erwähnt.

Florian: Nee, haben wir nicht erwähnt.

Ruth: Würde ich am Anfang machen sollen.

Florian: Folge 150, Jubiläum.

Florian: Ja, dann war es das jetzt von Das Universum live im Radiokulturhaus.

Florian: War toll, dass alle da waren, war toll, dass diejenigen, die per Audio-Livestream

Florian: dabei sind, dabei sind, also ich

Florian: Eine Person wird schon dabei sein mindestens, aber bei der bedanken wir uns.

Florian: Und wenn mehr dabei sind, bedanken wir uns bei denen auch.

Florian: Und ansonsten, wer wissen will, wie diese Folge ausgeht, was wir noch in Folge

Florian: 150 erzählen werden, muss am 24.

Florian: Oder kommt sie raus, 24. Februar in unserem Podcast schauen.

Ruth: Da könnt ihr euch dann selber im Hintergrund lachen hören.

Florian: Genau. Und wenn ihr nicht gelacht habt, wir schneiden Lachen rein.

Florian: Ganz brutal. An die passenden Stellen.

Florian: Am 24. Februar wird Folge 150 des Podcasts erscheinen. Bis zur nächsten Folge.

Ruth: Bis zum nächsten Mal.

Flo2: Das war vor mehr als einer Woche in Wien live.

Flo2: Und jetzt sind wir nicht mehr in Wien. Also Rude ist noch in Wien.

Flo2: Ich schon. Du bist noch immer dort.

Ruth2: Nicht am gleichen Ort. Nein, ich bin nicht irgendwie dort geblieben und übernachte

Ruth2: seitdem im Radiokafé. Obwohl es ein netter Ort ist, könnte ich mir gut vorstellen.

Flo2: Jetzt sind wir wieder zu Hause, nämlich du in Wien. Ich bin in Baden und Evi

Flo2: ist auch in Baden und auch hier. Hallo.

Evi: Hallo.

Flo2: Du warst ja nicht dabei in Wien, aber vielleicht beim nächsten Mal.

Flo2: Aber jetzt bist du dabei, weil der Teil, den wir in Wien live nicht aufgenommen

Flo2: haben, den nehmen wir jetzt hier auf und es passt wunderbar.

Flo2: Denn wir haben in Wien ein Buch geschenkt bekommen, das sich mit Sternen und Filmen beschäftigt.

Flo2: Und eigentlich Ruth hat es bekommen. Ich habe nur ganz kurz mit dem Buchschenker

Flo2: gesprochen, aber Ruth kann mehr darüber erzählen.

Ruth2: Ich habe es entgegengenommen. Also wir haben es alle drei geschenkt bekommen.

Ruth2: Und es ist ein Buch über Filme und Sterne.

Ruth2: Ja, grob gesagt, aber eigentlich genauer gesagt Filme und deren Sternenhimmel.

Flo2: Gehofft, dass du noch was sagen kannst über die Motivation des Schenkers und

Flo2: vielleicht den Namen desjenigen, der uns das geschenkt hat.

Flo2: Weil ich habe da ganz kurz mit ihm gesprochen und dann war er schon weg und

Flo2: weiß oder nicht, wie der gute Mann heißt.

Ruth2: Nein, ich weiß es leider auch nicht. Also entweder ich habe es vergessen.

Ruth2: Oder der gute Mann hat vergessen, es mir zu sagen. Oder ich habe vergessen zu fragen.

Ruth2: Oder beides oder alles drei. Es ist alles möglich. Lieber Schenker,

Ruth2: bitte melde dich nochmal mit deinem Namen. Es ist meine Schuld.

Evi: Das ist jetzt natürlich schade, weil genau das wäre unter anderem meine Frage gewesen.

Evi: Weil schon am Heimweg hat mir der Florian schon geschrieben,

Evi: dass er ganz was Tolles mitgebracht hat. Was mich sehr freuen wird.

Evi: Und da war ich natürlich schon ganz gespannt.

Evi: Und ich habe mich wirklich auch sehr gefreut. Also ich muss gleich mal sagen,

Evi: dass ich mir jetzt dieses Buch hier, auf Österreichisch sagt man, eignarrt hat.

Evi: Also ich glaube, ich nehme das jetzt

Evi: einfach mal so ein bisschen in den Beschlag. Gibt es eine nette Form?

Flo2: Ich verwahrung.

Evi: Ja genau, ich werde das archivieren für uns.

Ruth2: Du passt gut drauf auf.

Evi: Ja, genau. Es hat nämlich den schönen Titel Stargazing in Cinema.

Evi: Das sagt ja schon recht schön eigentlich, worum es geht in diesem Buch.

Evi: Und das Buch ist auch von einem österreichischen Filmkünstler mit dem Namen Johann Lurff.

Evi: Und deswegen hätte es mich nämlich interessiert, in welchem Zusammenhang der

Evi: Schenker mit Johann Lurv steht.

Flo2: War es vielleicht der Johann Lurv?

Ruth2: Nein, er war es nicht selber, weil das habe ich ihn gefragt.

Ruth2: In der Situation so nach der Vorstellung auf der Bühne ist man ja immer ein

Ruth2: bisschen, irgendwie nicht so, was, du hast das gemacht?

Ruth2: Und dann hat er irgendwie gesagt, nein, nein, das bin ich nicht selber.

Flo2: Er hätte da sein können, er kommt aus Wien oder war er nicht.

Flo2: Ich habe was Besseres zu tun gehabt.

Ruth2: Wenn er da war, dann hat er sich nicht zu erkennen gegeben und hat den guten

Ruth2: Schenker vorgeschützt. Also das ist auch möglich.

Evi: Dieses Buch gibt es auch nur in einer Auflage von 500 Stück,

Evi: habe ich nachgesehen. Schon was Besonderes.

Flo2: Bist du sicher, Ruth, dass du es geschenkt bekommen hast? Du hast ja nicht einfach

Flo2: nur das Wort, dass du das zeigen und du hast das auch...

Ruth2: Nein, nein, nein, ich wollte nur ein Autogramm haben. Und ich kann nicht einknarrt.

Ruth2: Nein, das war schon... Ich habe nämlich auch genauso reagiert.

Ruth2: Ich auch irgendwie so, wow, das ist ja...

Ruth2: Oh, cool. Und das schenkst du uns jetzt? Wirklich? Ist das dein Ernst?

Ruth2: Bist du dir sicher? So ungefähr.

Flo2: Naja, dann hätte ich gedacht, jetzt muss ich Ja sagen.

Evi: Du hast dich vergewissert. Okay, gut.

Ruth2: Ich habe nicht die Frage gestellt als rhetorische Frage und bin dann gleich abgehauen.

Ruth2: Nein, nein, nein. Ich habe auf die Antwort gewartet und die Antwort lautet Ja.

Ruth2: Also es war tatsächlich ein Geschenk.

Evi: Okay, ja, sehr schön. Es ist nämlich wirklich ein tolles Buch.

Evi: Es gibt ja so Bücher, wenn man die sieht und wenn man sich die ansieht,

Evi: dann denkt man sich so, ach verdammt, warum habe ich nicht diese Idee gehabt,

Evi: weil man die ja eigentlich so schön findet.

Evi: Und das Buch gehört für mich in diese Kategorie.

Evi: Und ich finde es nämlich auch wirklich sehr nett, weil es ist eine Auswahl von

Evi: Filmstils, also einzelne Bilder aus Filmen mit verschiedensten Sternbildern,

Evi: aber auch Menschen, die in den Himmel schauen, Augen im Himmel, die Milchstraße.

Evi: Die sind halt immer so, finde ich, sehr schön arrangiert. Und man sieht da,

Evi: es ist aber jetzt kein Text dazu. Also man kann so wirklich so die Bilder schauen.

Evi: Manchen erkennt man dann sogar den Film. Also da habe ich mich dann immer gefragt,

Evi: ah ja, den kenne ich und ah ja.

Evi: Das Buch ist nämlich zweigeteilt. In der ersten Hälfte sind nämlich nur die

Evi: Stills, also die Bilder.

Evi: Und in der zweiten Hälfte hat man dann das Buch noch einmal,

Evi: also mit der gleichen Seite.

Evi: Die Nummerierung auch und da sind dann aber nur die Frames und da steht dann

Evi: der Filmtitel und das Jahr drinnen.

Evi: Das finde ich ganz spannend, weil wenn man dann nachher nur die Titel sieht,

Evi: dann ach, was war denn das?

Evi: Und ah, in dem Film auch und dann blättert man zurück und schaut sich das an,

Evi: welcher Sternenhimmel denn jetzt in welchem Film war. Also ich finde,

Evi: das ist eine ganz nette Idee.

Evi: Und das Buch ist auch nur deswegen entstanden, weil es eigentlich,

Evi: ich glaube, es sind die Überbleibsel unter Anführungszeichen von dem Film,

Evi: die nämlich der Johann Lurv gemacht hat.

Flo2: Der hat einen absurden Namen. Kann man nicht wirklich googeln,

Flo2: diesen Film, weil der nicht mal Buchstaben hat, der Filmtitel.

Evi: Also der Film heißt Stern und der Filmtitel ist aber eben auch ein Stern.

Flo2: Also das Symbol Stern, nicht irgendwie Stern.

Evi: Genau, das Symbol Stern und in Klammer heißt der Film eben auch Stern genannt.

Evi: Also wenn man das dann weiß, dann kann man ihn auch finden.

Evi: Und er hat da wirklich in diesem Film, also es ist chronologisch,

Evi: ich glaube es waren da irgendwie so 4000 Filme oder sowas, die da gesichtet haben.

Evi: Es ist eine Reise durch die Filmgeschichte eigentlich, wo überall der Sternenhimmel

Evi: vorkommt, Menschen in den Himmel blicken.

Evi: Auch dann der Film ist dramaturgischer Einsatz, aber es ist dann auch immer

Evi: mit dem Soundtrack dazu.

Evi: Also mal so sehnsüchtig, dann wird er eher bedrohend vielleicht,

Evi: weil es ja ganz unterschiedlich ist, der Einsatz im Film.

Evi: Und hat da dann eben so einen Film geschaffen, der tatsächlich auch kontinuierlich wächst.

Evi: Also ich glaube, es ist das erste Mal 2017 gezeigt worden. Da hat er 92 Minuten

Evi: und mittlerweile ist er auf 126 Minuten angewachsen.

Ruth2: Das hat der Scheinker nämlich auch erwähnt, dass dieser Film quasi nicht fertig

Ruth2: ist, sondern dass immer was dazukommt.

Evi: Genau, ihr dürft ein jährliches Update bekommen und der Film ist eben chronologisch,

Evi: also der endet dann immer quasi mit dem aktuellsten.

Evi: Und in dem Buch ist es nicht so, da ist es eher so in Gruppierungen,

Evi: wie sie thematisch vielleicht passen. Da ist das Buch ein bisschen anders aufgebaut.

Ruth2: Es ist, glaube ich, geteilt in Menschen, die den Sternenhimmel betrachten und

Ruth2: Sternenhimmel, die betrachtet werden.

Evi: Ja, richtig.

Ruth2: Also es gibt sowohl als auch.

Evi: Genau, du hast den klassischen Sternenhimmel, daneben auch eben die Menschen,

Evi: die sehnsüchtig rausfragen.

Evi: Obwohl die Schauspieler ja eigentlich nicht in den Himmel blicken,

Evi: aber wir glauben es ihnen natürlich.

Ruth2: Sind ja Schauspieler, ne?

Evi: Aber auch so Filmtitel, du hast den Sternenhimmel und dann ist der Filmtitel,

Evi: also wie es einfach im Film eingesetzt wurde, der Sternenhimmel.

Evi: Und natürlich auch, wenn ein Raumschiff

Evi: in den Warp-Antrieb geht oder Überlichtgeschwindigkeit oder sowas.

Evi: Also auch diese Bilder sind da natürlich auch drin.

Flo2: Ja, ich habe jetzt gerade geschaut. Ich habe einen Trailer gefunden,

Flo2: den werde ich in den Schuhen uns verlinken. Ich habe auch im Online-Shop des

Flo2: Filmmuseums Wien gefunden, die Seite, wo man sich das Buch tatsächlich noch kaufen kann.

Flo2: Also wer jetzt neugierig geworden ist, verlinke ich auch.

Flo2: Anscheinend sind noch nicht alle 500 Stück weg. Und jetzt habe ich gerade probiert

Flo2: herauszufinden, ob es irgendwann eine neue Version von diesem Film spielt.

Flo2: Es gibt dem Gartenbau Kino Wien eine Seite zu dem Film.

Flo2: Aber da sehe ich jetzt gerade nichts, dass es aktuell irgendwo gespielt wird.

Flo2: Also wenn das nochmal passieren sollte, weist uns darauf hin,

Flo2: wenn ihr es vor uns herausfindet. Und ansonsten weisen wir euch darauf hin, wenn wir es rausfinden.

Evi: Ja, also mich würde das nämlich wirklich sehr interessieren.

Evi: Also ich habe mir den Trailer auch angesehen dann.

Evi: Und da habe ich gedacht, ja, ich mag die Idee total und ich würde mir das wirklich gerne ansehen.

Evi: Streaming oder sowas gibt es da leider gar nicht. Also ich habe auch nichts

Evi: gefunden. Nur so ein paar Kinoseiten, wo aber der Beistand aktuell keine Termine.

Flo2: Ja, aber das ist vermutlich auch nicht jetzt der Film, der so die Seele der Reihe nach füllt.

Flo2: Das muss man wahrscheinlich schon mit einem gewissen meditativen Anspruch sich

Flo2: anschauen, so einen Film.

Flo2: Hast du, das möchte ich jetzt zum Ende noch wissen in dem Buch,

Flo2: das berühmte oder mittlerweile berühmte oder vielleicht in einer gewissen Szene

Flo2: berühmte Bild des Sternenhimmels vom 15.

Flo2: April 1912 gefunden aus dem Film Titanic von James Cameron?

Evi: Ja, ich weiß, auf was du anspielst, aber so genau habe ich das Buch jetzt nicht

Evi: studiert, dass ich das jetzt auswendig sagen könnte, ob der Titanic-Sternenhimmel vorkommt.

Flo2: Der Film ist nämlich deswegen, dieser Sternenhimmel ist deswegen berühmt oder?

Flo2: Der berühmte Seeubertreber, aber der ist deswegen berühmt, weil wann ist Titanic

Flo2: rausgekommen? Ende der 90er, oder?

Evi: Ich glaube da 99.

Flo2: Ja. Jedenfalls gab es 2012, vermutlich anlässlich 100 Jahre Titanic-Untergang, eine 3D-Version.

Flo2: Da hat James Cameron nochmal eine 3D-Version von Titanic rausgebracht und er

Flo2: hat eine bestimmte Szene verändert,

Flo2: weil nämlich der Astrophysiker Neil deGrasse Tyson, den vermutlich viele aus

Flo2: der Hörerschaft kennen, Tyson neigt zur öffentlichen Besserwisserei.

Ruth2: So wie du?

Flo2: Naja, ich bin Tyson schon noch ein bisschen anders.

Flo2: Aber er hat sich halt immer Spaß daraus gemacht und so halb im Ernst,

Flo2: ein bisschen mehr halb im Ernst,

Flo2: also zwei Drittel im Ernst, sagen wir mal so, sich auf Twitter immer beschwert,

Flo2: wenn irgendwo im Fernsehen irgendwo was vorkam, was nicht astronomisch korrekt

Flo2: war und insbesondere dann sich dort beschwert, was ja nicht wurscht ist,

Flo2: ob es astronomisch korrekt ist oder nicht.

Flo2: Jedenfalls hat er sich auch beschwert, dass der Sternenhimmel,

Flo2: den man in dieser berühmten Szene des Untergangs der Titanic sieht,

Flo2: nicht dem Sternenhimmel entspricht, der tatsächlich zum Tag des Untergangs am 15.

Flo2: April 1912 geherrscht hat. Und James Cameron hat das gewusst.

Flo2: Bekommen und dürfte ein bisschen ein Perfektionist sein und hat das tatsächlich

Flo2: nochmal korrigiert, hat sich von Tyson die korrekte Konzentration schicken lassen,

Flo2: nicht nur von dem Tag, sondern wirklich exakt 4.20 Uhr morgens,

Flo2: wo das Ding untergegangen ist und die dann nachträglich eingebaut.

Flo2: Also jetzt in dieser neuen Version sieht man die Sterne so, wie sie tatsächlich

Flo2: am Himmel zu der Zeit an dem Tag ausgesehen haben.

Evi: Ich habe da zwei Gedanken zu dem Ganzen, weil erstens denke ich mir,

Evi: dass der Neil da weiß, dass dass das nicht akkurat ist von 1912.

Evi: Ja, ist halt irgendwie die eine Sache.

Evi: Gleichzeitig wundert es mich aber, dass der James Cameron das nicht so gecheckt

Evi: hat, weil ja gerade in diesen historischen Sachen ist man immer total penibel,

Evi: dass man halt schaut, dass, ja weiß ich nicht, die Ausstattung,

Evi: die Kostüme, bla bla bla, dass das alles 1912 ist.

Evi: Da ist man total wirklich penibel.

Evi: Und dann bei solchen Sachen, dass man sich da keine Gedanken macht,

Evi: das finde ich dann fast ein bisschen anders wie der dann, wo ich mir denke, naja.

Flo2: Eh, aber die Leute machen sich halt selten Gedanken über Astronomie oder Sterne,

Flo2: wenn sie nicht zufällig Astronomin oder Astronomen sind. Also insofern überrascht mich das dann nicht so.

Ruth2: Einfach irgendwas. Einfach irgendein Mond, oder? Irgendeine Oberfläche.

Evi: Ein Pfannkuchen.

Ruth2: Das gibt es nicht, oder? Ich meine, schon so grau, silber, leuchtend und so,

Ruth2: aber einfach nicht mit der richtigen Oberfläche, oder?

Ruth2: Die total recognizable ist, wie es nahe wie der Mond ausschaut.

Ruth2: Und der hängt da am Himmel irgendwie und ist einfach der falsche Mond.

Ruth2: Und ich denke mir, das gibt es doch nicht, wo man einfach bei einem Film,

Ruth2: wie du sagst, man achtet auf irgendwelche Kostüme, man achtet auf genau die

Ruth2: Einstellung, die das Ganze perfekt macht, das Licht,

Ruth2: das Ding, die Position und dann tut man einfach einen falschen Mond dahin.

Evi: Ja, gell, das meine ich auch irgendwie.

Ruth2: Ich packe das auch überhaupt nicht. Vor allem, weil es nicht so schwer wäre, das richtig zu machen.

Ruth2: Und man kann sich ja auch ganz leicht, wirklich überall im Internet mittlerweile,

Ruth2: ganz leicht den Sternenhimmel und so weiter von immer anschauen.

Ruth2: Also von in der Vergangenheit. Das ist überhaupt kein Problem.

Ruth2: Also da braucht man nicht mal irgendwelche Spezialisten oder Astronomen.

Evi: Vor allem, das sind ja total teure Produktionen, die kosten Millionen. Noch dazu.

Evi: Ja, genau. Und dann kommen solche Sachen dann irgendwie. Das verstehe ich dann auch nicht ganz.

Ruth2: Nein, ich verstehe das auch überhaupt nicht. Weil man ist der Aufwand,

Ruth2: einen Fake Sternenhimmel zu machen oder einen Fake Mond zu machen,

Ruth2: wenn man den echten nehmen könnte, oder? Also es überschreitet.

Flo2: Die Nase, das Kopie rein auf dem Mond. Aber ich habe mal, das ist schon lange

Flo2: her, vor über zehn Jahren, habe ich mal einen Artikel geschrieben über eine

Flo2: sehr, sehr schöne, lustige, wissenschaftliche Arbeit von einem holländischen

Flo2: Astronomen, glaube ich.

Flo2: Der hat eine Studie gemacht über die Darstellung des Monds auf Weihnachtskarten.

Flo2: Das fand ich auch sehr toll.

Flo2: Wenn du so klassische Weihnachtskarten anschaust, dann ist ein Mond drauf und

Flo2: damit es halt irgendwie halbwegs nett ausschaut, ist ja selten so ein Vollmond

Flo2: drauf, sondern immer eine Mondsichel. Und die Mondsichel kann auch nicht irgendwie sein.

Flo2: Ich lasse jetzt mal die Fälle weg, wo die Mondsichel, wo sie irgendwie so ein

Flo2: Kipferl ist oder sowas, was halt rein geometrisch nicht sein kann.

Flo2: Aber man weiß ja auch, wenn man sich, ich erkläre das jetzt nicht ausführlich,

Flo2: weil das wird zu weit führen, aber man weiß ja auch, dass der zunehmende Mond

Flo2: in der ersten Nachthälfte zu sehen ist und der abnehmende Mond in der zweiten Nachthälfte.

Flo2: Aufgrund der Art und Weise, ob du jetzt auf der Nordhalbkugel oder auf der Südhalbkugel

Flo2: bist, zeigt die Sichel halt immer in die eine oder andere Richtung.

Flo2: Das heißt, wenn du auf so einer Weihnachtskarte den Mond irgendwie in eine bestimmte

Flo2: Richtung zeigen siehst, die

Flo2: Sichel, dann kannst du eigentlich daraus schließen, ob das jetzt in der

Flo2: ersten oder zweiten Nachthälfte ist. Und es gibt ganz viele entsprechende Ansichtskarten,

Flo2: wo die halt einfach irgendwie draufgezeichnet sind.

Flo2: Und dann siehst du halt offensichtlich eine Szene, die in der zweiten Nachthälfte

Flo2: spielen muss, aber halt voll mit spielenden Kindern im Schnee und so weiter.

Flo2: Das ist dann entweder, war das ein spontaner Schneeeinbruch in Australien,

Flo2: wo diese Szene spielen soll, oder es war den Leuten halt wurscht,

Flo2: die die Karte gemacht haben, weil es wahrscheinlich auch wurscht ist.

Flo2: Aber der Astronom hat sich halt die Mühe gemacht und einen ganzen Schwung Karten

Flo2: und Geschenkspapier gesampelt und geschaut, wie oft es falsch ist.

Flo2: Und wer es wissen will, Geschenkspapier 65 Prozent. Falsche Mondsphase.

Ruth2: Wow, also es ist mehr falsch als richtig. Vor allem ist es eigentlich easy.

Ruth2: Die Sichel ist immer nach rechts geneigt am Abend.

Ruth2: Eine nach rechts geneigte Mondsichel kann nicht im Osten stehen,

Ruth2: am Morgenhimmel. Das geht nicht. Das sieht man nicht.

Ruth2: Also der nach links geneigt, der ist immer in der Früh, der nach rechts geneigt,

Ruth2: der ist immer am Abend. Also man kann eigentlich eh immer nur den nehmen eigentlich.

Flo2: Naja, aber wenn du halt irgendwie das was zeichnest, die Leute,

Flo2: die Ansichtskarten oder Weihnachtskarten oder Weihnachtsgeschenkpapier designen,

Flo2: haben wahrscheinlich keine so extreme Ausbildung in Astronomie,

Flo2: um das zu wissen. So wird es auch bei den Filmleuten sein.

Ruth2: Weil man kann sich das eh denken. Da ist die Sonne, da ist der Mond.

Ruth2: Die Sonne leuchtet von der Seite den Mond an und darum ist das so schief.

Flo2: Aber wenn du eine Grafikerin bist, Ruth, die irgendwo, wenn du das Geschenkpapier

Flo2: designen musst, fängst du dann an, die irgendwelche geometrischen Konstellationen

Flo2: aufzumalen. Das sicher nicht.

Ruth2: Nein. Und vielleicht denken die sich irgendwie so, oh, boah,

Ruth2: der Mond steht immer in eine Richtung auf den anderen Karten,

Ruth2: jetzt machen wir ihn mal in die andere Richtung, damit es mal irgendwie anders

Ruth2: ist und dann ist es natürlich falsch.

Evi: Ja, ich bin mal edgy, ich bin in die andere Richtung.

Flo2: Genau, und so wird es bei den Leuten, die Filme machen, auch sein.

Flo2: Die werden sich auch denken, wir machen es jetzt so, dass es schön ausschaut

Flo2: und ob es richtig ist, ist mir wurscht.

Ruth2: Falsch. Ich habe aber noch eine Idee. Ich habe noch eine Idee zu dem Film.

Ruth2: Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist. Ich habe eine Idee.

Ruth2: Wäre das nicht ein Kandidat für eine Crowdfunding-Kampagne,

Ruth2: für ein Universumstreffen, sagen wir, weiß ich nicht, Gartenbaukino oder so,

Ruth2: dass wir fundraisen dafür, dass wir uns selber das Geld quasi aufbringen,

Ruth2: um den Johann Lurf und seinen Film einzuladen und da quasi uns einen Abend lang ein Kino zu mieten?

Flo2: Wir könnten auch das machen, was wir eh letztes Jahr gemacht haben,

Flo2: wie das so einen Abend im Cinema Paradiso. Da kennen wir zumindest schon den Chef.

Evi: Der die Filme macht.

Flo2: Da müsste man vielleicht gar nichts zahlen. Also wir würden Geld dafür kriegen.

Flo2: Beim letzten Mal ist mir noch besser.

Ruth2: Haben wir da Geld dafür bekommen?

Flo2: Ja.

Ruth2: Ah ja, du. Ja, stimmt.

Evi: Wir haben die Getränke-Gutscheine bekommen. Hallo.

Ruth2: Die wir noch immer noch nicht eingelöst haben.

Evi: Nein, wir schon.

Flo2: Deine Gutscheine habe ich noch bei mir rumliegen. Ja, musst du mal kommen,

Flo2: dann können wir es einlösen.

Evi: Ja, Florian und meine sind schon weg. Aber es wäre natürlich cool,

Evi: wenn wir den Johann Loof auch bekommen könnten. Also wieder mal ein Shoutout zu unserem Schenker.

Evi: Oder Johann, wenn du zuhörst.

Flo2: Du kriegst einen Kredenkegutschein.

Evi: Ja, oder vielleicht...

Ruth2: Kennt ja der Andi aus dem Cinema Paradiso, den Johann Lurf.

Flo2: Möglich. Wir werden das klären und bis dahin könnt ihr euch den Trailer anschauen,

Flo2: ihr könnt euch das Buch anschauen und vielleicht sogar kaufen, wenn es euch gefällt.

Flo2: Und wie gesagt, wenn ihr wisst, wann der Film wo läuft, sagt uns Bescheid.

Flo2: Und das könnten wir jetzt eigentlich schon als Überleitung benutzen,

Flo2: um den Veranstaltungsteil zu diskutieren. Was gibt es für Veranstaltungen?

Flo2: Es gibt die nächste Live-Podcast-Aufnahme, wo man uns wieder Bücher schenken

Flo2: kann oder einfach nur zuhören. Ist auch okay.

Flo2: Am 16. Juni dauert noch ein bisschen. 16. Juni, 26, sind wir wieder im Radiokulturhaus in Wien.

Flo2: Tickets dazu wird es zeitnah auf den entsprechenden Seiten geben.

Flo2: Aber es gibt auch Dinge, die ein bisschen früher stattfinden. Nämlich am 29.

Flo2: März in Magdeburg, da gibt es das Universum nicht als Live-Podcast-Aufnahme,

Flo2: sondern das Universum auf der Bühne als abendfüllende Show im Moritzhof.

Flo2: Und Tickets dafür kann man sich noch kaufen, ebenso wie Tickets für Roots Planetarium,

Flo2: das ebenfalls den Weg nach Magdeburg finden wird, hoffentlich.

Ruth2: Ja, das hoffe ich auch. Wenn nicht, dann ist die Deutsche Bahn schuld wahrscheinlich.

Ruth2: Schauen wir mal. Ja, am 28. gibt es vier Planetariumshows und ich glaube,

Ruth2: zwei davon sind sogar schon ausgebucht. Also haltet euch ran.

Ruth2: Und weil die schon ausgebucht sind, haben wir dort,

Ruth2: Und am 29., also am gleichen Tag, wie unsere abendfüllende Abendshow ist,

Ruth2: noch zwei Planetariumsvorstellungen drangehängt.

Ruth2: Also bitte, Magdeburg, kommt und kauft euch Karten für das Planetarium.

Ruth2: Nicht, dass da daneben drei Hanseln drinnen sitzen.

Ruth2: Also okay, also nein, macht nur Spaß.

Ruth2: Wenn da drei Leute drinnen sitzen, dann haben die drei Leute die coolste,

Ruth2: persönlichste Planetariumshow ihres Lebens.

Ruth2: Also die werden sicher auch nichts dagegen haben. Aber ja, kommt,

Ruth2: kommt und schaut euch das an.

Flo2: Das ist urpraktisch. Wenn man im Planetarium hat, wo nur irgendwie 20 Leute

Flo2: reinpassen, dann ist es urschnell ausverkauft. Das ist sonst in der Branche viel schwieriger.

Ruth2: Da kann man immer sagen, letzte Restkarten. Gut, aber dafür muss ich auch irgendwie

Ruth2: sechsmal hintereinander, gell? Nicht nur einmal.

Flo2: Noch nicht ausverkauft ist die Sternengeschichten-Live-Show am 26.

Flo2: Februar in Oberwaltersdorf in der Bettfedernfabrik.

Flo2: Da könnt ihr euch noch Karten besorgen. und vielleicht gibt es sogar noch die

Flo2: eine oder andere Karte für die Sternengeschichten-Live-Show am Abend.

Flo2: Am 28. Februar in Linz. Das weiß ich noch nicht.

Flo2: Tickets für die Science Buster Shows kann man auch noch kriegen.

Flo2: Vielleicht nicht mehr für Berndorf am 27.

Flo2: Februar. Das ist, glaube ich, schon ziemlich voll. Aber durchaus noch vielleicht für den 1.

Flo2: März in Wien. Da sind wir im Orpheum, wenn ich mich richtig erinnere.

Flo2: Und danach machen wir unsere kleine, fast schon regelmäßige jährliche Tour durch

Flo2: Ostdeutschland und starten damit am 23.

Flo2: März in Berlin, am 26. März sind wir in Dresden, am 27.

Flo2: März in Leipzig und am 28. März in Erfurt. Und dann fahren die anderen wieder

Flo2: zurück nach Österreich und ich fahre weiter nach Magdeburg, um dort das Universum

Flo2: live aufzuführen. Evi, was machst du?

Flo2: Du hast ja auch bald Öffentlichkeitstermine, weil dein Buch demnächst erscheinen wird.

Evi: Ja, also Ende April erscheint ja das total coole, kosmenglatte Buch,

Evi: das auf einem Café im All heißen wird.

Evi: Und wir werden dazu natürlich auch Buchpräsentationen und Stoß machen.

Evi: Und so weiß ich noch nicht genau, was wir da genau präsentieren werden.

Evi: Aber was ich schon verraten kann, ist, dass wir nach München kommen werden und

Evi: in Wien wird es auch etwas geben.

Flo2: Genau, also Details gibt es dann, wenn die Details klar sind.

Flo2: Entweder hier in diesem Podcast oder in Cosmic Latte, dem Podcast,

Flo2: aus dem auch das Buch entstanden ist.

Flo2: Also hört hier wie dort rein und sobald das Buch dann erschienen ist und die

Flo2: Termine feststehen, dann geht da gerne hin, weil dann könnt ihr nicht nur Evi

Flo2: sehen, sondern auch ihre Kolleginnen und bekommt was Tolles über Astronomie erzählt.

Flo2: Ruth, hast du noch was, was du ankündigen möchtest?

Ruth2: Nein, ich glaube, jetzt demnächst ist auch nichts mehr.

Flo2: Okay, dann sind wir mit den Ankündigungen durch und fangen mit den Bedankungen an.

Ruth2: Stimmt, die Bedankungen, die Bedankungen, was ist denn das für ein Wort?

Ruth2: Die Danksagungen, die immer zum Schluss kommen, das Wichtigste.

Ruth2: Eigentlich. Wir haben ja keinerlei Auftraggeber und Geldgeber.

Ruth2: Wie ihr wisst, wir bekommen ja nichts von diversen Plattformen oder wo man sonst

Ruth2: glauben könnte, dass uns Geld zuviel ist.

Ruth2: Nur von euch, nur von euch, ihr wunderbaren Hörer und Hörerinnen,

Ruth2: die uns hier auch tatsächlich regelmäßig mit guten Spenden beschenkt.

Ruth2: Also nicht nur mit wunderbaren Büchern, sondern eben auch mit Geld.

Ruth2: Und das kann man auf verschiedenste Art und Weise machen.

Ruth2: Über Paypal, das ist die einfachste Art, da schickt sie uns einfach einmal Geld,

Ruth2: oder über Steady und Patreon kann man ein Spenden-Abo abschließen.

Ruth2: Ist ja auch sehr praktisch natürlich, weil da muss man dann nur einmal was machen

Ruth2: und dann kriegen wir die ganze Zeit Geld von euch.

Ruth2: Ja, das ist immer am besten. Wenn euch das zusagt, wenn das für euch passt,

Ruth2: dann freuen wir uns da natürlich auch sehr drüber.

Ruth2: Seit dem letzten Mal haben wir wieder ein paar Spenden bekommen,

Ruth2: also eigentlich seit dem letzten Mal nur Großspender, Nur wirklich großzügigste Summen von euch.

Ruth2: Ihr seid ja der Wahnsinn.

Ruth2: Ganz herzlichen Dank an Grisha, an Thomas, danke Daniel und danke Jochen.

Flo2: Vielen, vielen Dank.

Ruth2: Und ein Spendenabo hat noch abgeschlossen die Charlotte. Ganz herzlichen Dank.

Flo2: Vielen Dank, Charlotte. Vielen Dank. Das ist gut.

Flo2: Das hilft uns. Das erleichtert die Arbeit an diesem Podcast, eure Unterstützung.

Flo2: Und wir werden dank dieser Unterstützung auch eine Folge 151 produzieren können

Flo2: und vielleicht irgendwann sogar nochmal bei der Folge 200 landen.

Flo2: Mal schauen. Aber wir machen das Schritt für Schritt.

Flo2: 151 ist die nächste Folge, die in zwei Wochen kommt. Da gibt es wieder neue

Flo2: Geschichte über Astronomie.

Flo2: Es gibt einen neuen Film mit Science Frames und Efe. Es gibt all das,

Flo2: was es in allen unseren Folgen gibt.

Flo2: Und was es auch in jeder unserer Folge gibt, ist der Teil, wo wir uns verabschieden,

Flo2: weil sie zu Ende ist. Und dieser Teil kommt jetzt.

Ruth2: Macht's es gut.

Flo2: Tschüss.

Evi: Tschüss.

Über diesen Podcast

Ruth und Florian reden über das Universum. Mit Fragen. Und Antworten.

Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte. In der Rubrik "Science Frames" untersucht Evi die Verbindungen zwischen Science Fiction und echter Wissenschaft.

Spenden gerne unter paypal.me/PodcastDasUniversum oder steadyhq.com/dasuniversum oder patreon.com/dasuniversum

von und mit Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

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