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Das Universum

Transkript

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Ruth: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Das Universum,

Ruth: dem Podcast, in dem Ruth und Florian über das Universum plaudern und auch wie

Ruth: immer heute, auch wie immer wieder mit Florian.

Florian: Und mit Ruth, hallo.

Ruth: Hallo, hallo.

Florian: Wir sind wieder zu Hause angekommen.

Ruth: Wir sind trotz allem, trotz deutscher Bahn, Eskapaden wieder zu Hause angekommen.

Ruth: Wie war deine Fahrt eigentlich?

Ruth: Ich habe vorhin gerade schon kurz erzählt, meine war nicht ganz so glücklich.

Ruth: Aber ich habe es zumindest noch am gleichen Abend nach Wien geschafft.

Ruth: Das ist alles, was zählt.

Florian: Ja, meine war jetzt auch nicht unbedingt so, wo man sich denkt,

Florian: das ist jetzt die beste Reise, die man haben kann.

Florian: Aber okay, ich bin angekommen und zumindestens kenne ich jetzt den Bahnhof Potsdam-Sansouci.

Florian: Und das reicht jetzt eigentlich auch schon.

Ruth: Es ist schön, weil Sansouci heißt ja ohne Sorgen.

Florian: Ja, aber es wird sehr viel umgebaut, offensichtlich gerade in Potsdam.

Florian: Das heißt, man steigt dann irgendwie nicht mehr am Hauptbahnhof um.

Florian: Ich kenne mich auch nicht genau aus, wie es war. Aber auf jeden Fall war das

Florian: der Umsteigerbahnhof, um von Potsdam dann weiter nach Berlin zu fahren.

Florian: Und da ist im Wesentlichen nichts. Man kann sich da hinstellen und das war's.

Ruth: Und auf einen Zug warten.

Florian: Genau. Ich habe da 20 Minuten gehabt und es hat geregnet und es war kalt und windig.

Florian: Und man hat zwar gesehen, dass da nebenbei so ein Soussi ist,

Florian: aber es hat mir jetzt auch nichts geholfen. Es war trotzdem noch kalt und windig.

Ruth: Und da war nicht mal ein Dach oder was?

Florian: Doch, doch, doch. Dach gab es schon.

Ruth: Aber halt so ein Offenes.

Florian: Kein Bahnhof, auf dem man viel Zeit verbringen muss. Es gibt da noch nichts,

Florian: was man tun kann. also nicht mal ein Automat, wo du dir was kaufen hättest können,

Florian: wenn du wolltest, also das waren so meine Erlebnisse, aber auch ich bin angekommen

Florian: und das ist das Wichtigste.

Ruth: Und wenn ihr euch wundert, warum wir da jetzt irgendwie über unsere Urlaubsreisen

Ruth: reden, nein, es war kein Urlaub.

Florian: Nein.

Ruth: Es war ein Arbeitsaufenthalt. Wir waren ja in Magdeburg.

Ruth: Nein, ich krieg's nicht hin. Es war wunderbar. Es war wirklich,

Ruth: wirklich, wirklich sehr nett.

Ruth: Es waren auch wirklich einige von euch dort. Der Saal war fast voll. Es hätte noch

Ruth: Vielleicht die eine oder der

Ruth: andere hineingepasst, aber es war so gut wie voll und es war sehr schön.

Ruth: Es war ein sehr liebliches, freundliches Publikum beim Quiz,

Ruth: bei unserem Wer-ist-das-wer-kennt-verdiente-Frauen-aus-der-Astronomie-Geschichte.

Ruth: Sind sie ein bisschen abgesackt.

Florian: Muss ich sagen. Hat Spaß gemacht, es waren auch, wie gesagt,

Florian: nette Leute da. Wir haben wieder überraschend viele Geschenke bekommen,

Florian: das hat uns immer gefreut.

Florian: Es waren tolle Sachen dabei. Geldkoffer en masse.

Ruth: Einige kleine Geldkoffer, ja. Also super. Der eine Geldkäufer, der von Kerstin.

Ruth: Danke für die Schokolade. Die hat mir die langwierige Rückfahrt sehr versüßt.

Ruth: Der Schokoladengeldkoffer ist jetzt nur mehr halb so voll.

Florian: Ja, also es waren tolle Sachen. Wir haben von Quintus, der offensichtlich auch

Florian: von seiner langen Reise von Tristan da Kunja, über die wir ja schon ausführlich gesprochen haben,

Florian: wo er uns diese absurde Erdsichtskarte mit der absurden Adressangabe geschickt

Florian: hat, die es aber geschafft hat bis zu uns von dieser einsamsten Insel der Welt,

Florian: war anscheinend wieder zurück am Festland und hat uns ein Weltraumteleskop geschenkt.

Ruth: Ja, aus lauter kleinen Steinen, die wir erst zusammenfügen müssen.

Ruth: Und die durfte ich dann auch noch mit heim nach Wien transportieren. Danke, Quintus.

Ruth: Danke natürlich. Und alte Bücher haben wir bekommen und lustiges Kinderspielzeug

Ruth: mit Galaxienthema und alle möglichen Sachen.

Ruth: Und natürlich einfach cool, dass ihr da wart und Hallo gesagt habt und Fragen

Ruth: gestellt habt noch nachher und einfach da wart.

Florian: Und ich war ja davor auch unterwegs bei den diversen Science-Busters-Auftritten

Florian: in Berlin, in Leipzig, in Dresden und in Erfurt.

Florian: Und auch da waren einige Hörerinnen und Hörer hier, die uns da auch was mitgegeben haben.

Florian: Heinz war da. Viele Grüße, Heinz, in Berlin. Und auch in den anderen Städten

Florian: im Osten habe ich jede Menge nette Menschen getroffen, von denen ich dich und Evi grüßen lassen soll.

Ruth: Vielen Dank.

Florian: Also war eine erfolgreiche Reise, ein bisschen anstrengend war sie, aber sie war sehr nett.

Ruth: Ja, das war es jetzt auch mal mit unseren gemeinsamen Reisen,

Ruth: für zumindest die nächsten Monate. Jetzt sind wir nur mehr allein unterwegs.

Florian: Ja, schauen wir mal, vielleicht reisen wir mal gemeinsam irgendwo,

Florian: können wir uns in den Zug setzen und nach, weiß ich nicht, nach Pertholzdorf fahren.

Ruth: Aber da würden wir auch nicht gemeinsam fahren, weil ich komme von oben, du von unten.

Florian: Das stimmt, ja, dann müssen wir nach Retz oder nach Gensandorf.

Ruth: Ja, weil da fahren wir nicht an der Therme oder so irgendwas.

Ruth: Oh Gott, jetzt brauche ich schon wieder Urlaub. Aber auf jeden Fall,

Ruth: schön war es, schön, dass ihr da wart und andere Dinge sind auch noch da.

Ruth: Ich wollte noch sagen, bevor wir dann gleich mit den größeren Themen weitermachen, herzlich willkommen,

Ruth: nicht nur vielleicht einen oder anderen neuen Podcast-Hörer,

Ruth: der nach der Show in den Markt gedacht hat, das höre ich mir jetzt auch mal

Ruth: an, hallo, herzlich willkommen, sondern auch herzlich willkommen den 15 neuen

Ruth: Monden in unserem Sonnensystem.

Florian: 15 neue Monde.

Ruth: 15 neue Monde.

Florian: Alle bei Saturn wahrscheinlich, oder?

Ruth: Na, die meisten aber. waren 4 bei Jupiter und 11 bei Saturn.

Ruth: Also haben wir jetzt einen Gesamtbody-Count von 101 bei Jupiter und 285 bei Saturn.

Florian: Ja, aber das sind wieder so Fake-Mond, oder? So drei Meter groß oder so, oder?

Ruth: Ja, genau. Naja, drei Meter. Eher so wahrscheinlich, wie groß die jetzt sind,

Ruth: habe ich gar nicht geschaut, aber so.

Ruth: Kilometer Größenordnung, also so kleine Felsbrocken. Aber hey,

Ruth: stabile Bahn, mehr oder weniger wahrscheinlich, wenn sie so klein sind, ist ein Mond.

Ruth: Also ich weiß nicht, es sei denn, du hättest eine bessere Idee für eine Definition

Ruth: von dem, was ein Mond eigentlich ist.

Florian: Nein, das ist dieselbe Problematik, die man hat, wenn man definieren will, was ein Asteroid ist.

Florian: Also etwas, was die Sonne umkreist und kein Planet ist, weil es kleiner ist.

Florian: Aber wo hört klein auf? Ist ein Objekt, das nur einen Meter groß ist,

Florian: ist das ein Asteroid? Ja, würde ich sagen.

Florian: Wenn es ein Zentimeter groß ist, ist das auch noch ein Asteroid.

Florian: Das nennt man dann eigentlich eher Meteoroid. Aber da gibt es auch keine klare Definition.

Florian: Irgendwann sind wir beim interplanetaren Staub, irgendwann sind wir beim interplanetaren Gas.

Ruth: Aber ich dachte, Meteoroid heißen sie nur, wenn sie irgendwie in Erdnähe sind

Ruth: und potenziell da irgendwie auf die Erde runterrieseln können.

Florian: Nein, nein, nein, das weiß ich nicht. Es gibt keine eindeutige Definition davon.

Florian: Also Asteroiden und Meteoroiden sind im Weltall. Das ist das Einzige,

Florian: was man sagen kann dafür.

Florian: Und bei der Größe hat man da oben hin bei den Asteroiden das Problem.

Florian: Wo hört man auf? Das hatten wir bei Pluto das Problem.

Florian: Ist Pluto ein Planet? Ist Pluto ein Asteroid? Und beim anderen Ende der Skala

Florian: haben wir das Problem genauso. Also die Sonnensystemobjekte oder die Objekte

Florian: im Universum an sich lassen sich halt nicht in Schubladen stecken,

Florian: weil die meisten zu groß für Schubladen sind.

Florian: Also mit Pheroiden könnte man doch in Schubladen stecken, der Rest ist problematisch.

Ruth: So kann man es definieren. Dinge, die sich in eine Schublade stecken lassen,

Ruth: sind keine Asteroiden mehr.

Florian: Ja, okay, gut.

Ruth: Ach Gott, es sind nur Probleme da draußen, gell? Es ist alles irgendwie,

Ruth: so sieht der Astronom das Universum.

Ruth: Alles Probleme, die es irgendwie zu definieren und einzuordnen gilt.

Ruth: Ach, Probleme gibt es hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich keine beim,

Ruth: ich soll mal sagen, Elefant im Raum.

Ruth: Artemis 2. Es tut mir leid. Es ist wieder mal so, dass wir natürlich hier in

Ruth: der Vergangenheit sind und für uns, wie wir das jetzt hier aufnehmen,

Ruth: 31. März, morgen, erst der geplante Start stattfindet.

Ruth: Ihr, wenn ihr das hört, ihr wisst schon, ob es gut gegangen ist oder nicht,

Ruth: ob es stattgefunden hat oder nicht.

Ruth: Wir sind wieder mal hinterher und wissen es nicht. Es hat auf jeden Fall der

Ruth: Countdown schon begonnen.

Ruth: Der dauert ja irgendwie so insgesamt gut zwei Tage.

Ruth: Der All-Over-Countdown mit Befüllung und Hochfahren von allem Dings und Tanks.

Ruth: Und der Countdown läuft und alles sieht gut aus. Also ich habe jetzt gerade

Ruth: vorhin, vor der Aufnahme nochmal, nochmal irgendwie aktuell geschaut und da

Ruth: war dann auch nochmal eine Pressekonferenz und nochmal Dings und so und alles sieht gut aus.

Ruth: Ein Issue haben sie entdeckt im Kontrollraum.

Ruth: Wie sie auf einer Ersatzstation im Kontrollraum den Monitor aufgedreht haben, war er kaputt.

Ruth: Sie mussten einen Monitor austauschen. Also wenn das das schlimmste Problem ist, gut.

Ruth: Das lässt sich dann doch von der NASA noch halbwegs einfach lösen.

Ruth: Und sonst, es ist echt irgendwie so wirklich...

Ruth: All set. Ich glaube, es war irgendwie so 90 Prozent Chance auf gutes Wetter.

Ruth: Es ist ein bisschen windig gerade noch dort in der Gegend.

Ruth: Also das könnte, wenn dann noch der Wind irgendwie da noch ein bisschen auffrischt.

Ruth: Aber die Wahrscheinlichkeit ist auch gering. Es sieht wirklich einfach gut aus.

Florian: Ja, mal schauen. Also es bringt jetzt nichts, wenn wir euch sagen,

Florian: wo ihr euch den Start anschauen könnt. Weil es ist ja schon vorbei.

Florian: Aber wenn ihr ihn gesehen habt, dann auf jeden Fall in der Nacht.

Florian: Weil ich glaube, es ist nach unserer Zeit sehr in der Früh am 2. April.

Ruth: Ja genau, es ist 0 Uhr 24, aber das geht noch, da kann man noch wach bleiben.

Florian: Stimmt, ja.

Ruth: Also 0 Uhr 24 ist der Start und wenn ihr das jetzt hört, wenn ihr es zeitgerecht, zeitnah am 7.

Ruth: April euch anhört, dann sind die jetzt noch unterwegs.

Ruth: Dann sind die jetzt gerade auf ihrem Rückweg, auf ihrer Free Return Trajectory.

Ruth: Das Ding wird wirklich da um den Mond herumgeworfen, das ist so lustig.

Ruth: Es ist eine Flugbahn, die sie von selber durch die Schwerkraft der beteiligten

Ruth: Himmelskörper einfach wieder zur Erde zurückbringt.

Ruth: Also dann kann da also auch gar nicht mehr so viel schief gehen.

Ruth: Naja, oh Gott, ich hoffe, es passiert nichts Orges.

Florian: Ja, das wäre blöd.

Ruth: Es gibt keinen Grund, warum die NASA hat jetzt wirklich einfach,

Ruth: es kommt mir so vor, in letzter Zeit total ihren Shit together, wie man so schön sagt.

Ruth: Es gibt keinen Grund, warum irgendwas schief gehen sollte. Natürlich,

Ruth: es kann immer was schief gehen. Und ich meine, ja, man kann...

Ruth: Sowieso immer kann was schief gehen. Aber es gibt eigentlich keinen Grund und

Ruth: wir hoffen, dass alles gut geht.

Ruth: Wir haben ein bisschen eh schon drüber gesprochen, über die Zusatzmission,

Ruth: die eingeschoben worden ist. Hast du die aktuelle große Pressekonferenz gehört?

Florian: Nein. Das war, glaube ich.

Ruth: Letzte Woche.

Florian: Nein, da war ich unterwegs.

Ruth: Ich habe sie irgendwo noch einschieben können. Die Pressekonferenz ist schon

Ruth: irgendwie, ich habe schon ein bisschen wieder dieses Kribbeln,

Ruth: Es fühlt sich jetzt wieder schon so nach großer Zeit für Raumfahrt irgendwie an.

Ruth: Sie haben jetzt eben zeitgerecht mit Artemis 2 auch irgendwie ihre zukünftigen,

Ruth: also zukünftigen, nahe Zukunft, so die nächsten paar Jahre Pläne verlautbart.

Ruth: Und das Gateway ist geparkt, sagen wir mal so.

Ruth: Also der Plan ist geparkt. Das Gateway, das Lunar Gateway, die Mondstation in

Ruth: der Umlaufbahn ist jetzt mal abgesagt.

Florian: Das wäre das einzig coole gewesen. Ich meine, die Mondlandung ist schon auch cool.

Florian: So ist es jetzt einfach, sehr, sehr vereinfacht gesagt, eine Wiederholung von vor 60 Jahren.

Ruth: Nein, nicht ganz.

Florian: Aber Astronautinnen und Astronauten fliegen halt hin, fliegen um den Mond rum,

Florian: ein paar landen, ein paar kommen wieder zurück.

Florian: Also das ist halt genauso. Wir fliegen hin und kommen wieder zurück.

Florian: Und das Gateway wäre halt wirklich mal was Neues gewesen.

Florian: Eine Station in einer Mondumlaufbahn, die dann am Ende vielleicht sogar dauerhaft besetzt ist.

Florian: Also das wäre mal wirklich ein neuer Schritt geworden. Und jetzt haben wir nur

Florian: quasi denselben Schritt gemacht, den wir damals schon gemacht haben und dann

Florian: halt wieder zurückgegangen sind. Aber jetzt gehen wir den Schritt halt nochmal.

Florian: Aber wir gehen denselben Schritt und machen keinen neuen Schritt.

Ruth: Ja, es soll aber stattdessen etwas anderes geben, nämlich eine Mondbasis auf der Oberfläche.

Florian: Ja, gib bitte.

Ruth: Sie wollen tatsächlich eine Mondbasis auf der Oberfläche fahren? Das glaube ich nicht.

Florian: Ich glaube es Ihnen nicht. Sie können ja nicht irgendwas absagen,

Florian: was viel einfacher ist und dann sagen wir machen jetzt was schwereres.

Florian: Ich meine, das kriegen wir auch nicht hin dann.

Ruth: Ich bin mir nicht sicher, ob das so viel schwerer ist.

Ruth: Ehrlich gesagt, weil eine Mondbasis auf der Oberfläche, ich meine gut,

Ruth: das Gateway wird natürlich auch in Modulen hergestellt, aber es ist doch einfach

Ruth: etwas, Mondoberfläche aus Einzelteilen zusammenzubauen.

Ruth: Etwas, was man weniger umfangreich, raumfahrtmäßig planen muss.

Ruth: Okay, das klingt jetzt nicht, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll,

Ruth: aber sie haben gesagt, es sollen drei Phasen sein, die diese Mondmission jetzt

Ruth: da irgendwie durchgehen.

Ruth: Nach der Landung, also bis zur Landung, Artemis 3 kommt noch dazwischen, Artemis 4 Anfang 2028,

Ruth: also in zwei Jahren soll das schon passiert sein und dann kommen quasi in drei

Ruth: Phasen wird diese zukünftige, nachhaltige und permanente Präsenz auf dem Mond aufgebaut.

Ruth: Zuerst kommen unbemannte Missionen mit Equipment, Material, was auch immer,

Ruth: das man braucht, sollen monatliche Flüge stattfinden, die auch zum Teil von

Ruth: kommerziellen Partnern da durchgeführt werden.

Ruth: Und dann, wenn quasi das ganze Zeug dort ist, kommen dann auch regelmäßige bemannte

Ruth: Missionen. Also es soll wirklich ab 2028 oder eigentlich schon ab heute,

Ruth: ab jetzt, gibt es eine Mission pro Jahr mindestens.

Ruth: Eine Mission mit Crew, mit Landung dann ab 2028.

Ruth: Und dann sollen sie zuerst in seiner Art Habitat, in einem mobilen Habitat wohnen.

Ruth: Das Mond wohnmobil, das ist quasi so ein pressurized rover, also ein größeres

Ruth: Fahrzeug, in dem auch tatsächlich eine Atmosphäre zum Atmen und so weiter da ist.

Ruth: Also eigentlich eine mobile Station, wie eine Art Raumstation, Modul nur auf Rädern.

Ruth: Und dann kommen Schwerlasttransporter, die auch erst natürlich irgendwie dann

Ruth: gescheit entwickelt werden müssen, die dann die einzelnen Bauteile und Module

Ruth: zum Mond bringen, wo dann die Mondstation danach gebaut wird.

Florian: Ich finde das eher alles gut, wenn das so ist, aber ich glaube es halt nicht, dass es so kommt.

Florian: Ich meine, die ganze politische Situation und irgendwann passiert wieder irgendwas,

Florian: dann kommt wieder irgendeiner von den kommerziellen Fuzzis und kriegt irgendwas nicht hin.

Florian: Also monatliche Flüge und dauerhafte Basis. Ich meine, ich wünsche mir,

Florian: dass es so kommt, aber ich glaube es nicht.

Florian: Also ich glaube es nicht. Ich glaube es, wenn es so ist, freue ich mich,

Florian: aber ich glaube es nicht.

Ruth: Haben jetzt einfach irgendwie so die Reißleine gezogen, mehr oder weniger,

Ruth: weil die Entwicklung des Gateways so weit hinterher ist, dass das einfach nicht

Ruth: mehr was wird in den nächsten zehn Jahren, so in die Richtung.

Ruth: Und natürlich auch, ich meine, gerade dieser politische Druck ist ja auch das,

Ruth: was diese Acceleration da irgendwie bewirkt hat.

Ruth: Dass es sich einfach, wie soll ich sagen, ich glaube, es ist irgendwie so die

Ruth: Idee, sich einfach nicht auf den Schädel scheißen zu lassen,

Ruth: grob gesagt und we're pressing ahead, wir machen das.

Ruth: Und sie haben auch gesagt, wir machen das zur Not alleine.

Ruth: Die Bauteile, wenn die Sachen von den kommerziellen Partnern nicht kommen,

Ruth: dann finden wir Lösungen und dann machen wir das alleine.

Ruth: Und es ist ja tatsächlich so, dass der Raumfahrtteil der NASA nicht von den

Ruth: Budgetkürzungen da so stark betroffen ist.

Ruth: Solange man, weißt du, Boots on the Moon, solange man Leute hochbringt und Raumfahrt

Ruth: und so, das ist ja irgendwie cool, cowboymäßig, das lässt sich da ja noch irgendwie

Ruth: in die rechte Agenda da irgendwie gut einfügen.

Ruth: Und wahrscheinlich ist es auch das, dass das Gateway natürlich schon auch einen

Ruth: wahrscheinlich höheren wissenschaftlichen Nutzen im Endeffekt gehabt hätte,

Ruth: aber dann teuer und halt dann doch auch irgendwie schwerer zu argumentieren

Ruth: und noch bei weitem überhaupt nicht irgendwie fertig und so weiter.

Ruth: Und dann einigt man sich halt auf das, was man als...

Ruth: Doch irgendwie leichter durchführbar hält, oder?

Florian: Ja, ich will es ja eh auch, dass es so ist, aber wie gesagt,

Florian: ich bin skeptisch, dass das so passiert.

Florian: Ich meine, wir haben im Prinzip seit den 90er Jahren diese ganzen Mondrückkehrpläne

Florian: in allen möglichen Variationen und es ist nie wirklich was draus geworden.

Ruth: Das ist zumindest etwas, wo man wirklich sagen kann, da ist Donald Trump an Bord.

Florian: Nein, leider nicht.

Ruth: Das Einste, naja, ja leider nicht, leider nicht literally, aber das,

Ruth: ach Gott, die Träume, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ruth: Das hat so diesen Make America Great Again Touch oder Mondlandung,

Ruth: ich meine Gott sei Dank hat es das, obwohl es natürlich da um ganz was anderes

Ruth: geht, als einfach nur wieder Leute hinzubringen. Aber ich glaube,

Ruth: dass das schon eine gewisse Chance hat.

Ruth: Und zwar, es klingt fast ein bisschen größenwahnsinnig, du hast recht,

Ruth: aber wie soll man auf eine derartige absurde Situation reagieren?

Ruth: Stell dir vor, du bist in NASA, wie reagierst du darauf?

Ruth: Ich meine, entweder du stürzt dich aus dem Fenster, ohne Fallschirm in der Mitte,

Ruth: oder du sagst, okay, jetzt hast du recht, dann machen wir es halt richtig groß, oder?

Ruth: Ich finde, das ist die richtige Angehensweise. Und von wegen richtig groß,

Ruth: das war nicht der einzige Plan, den sie verlautbart haben. Also okay,

Ruth: Mondlandung, schauen wir mal.

Ruth: 2028 ist der Plan und dann, wie es dann weitergeht, we will see.

Ruth: Aber es wird eine atomgetriebene Mission zum Mars mit dem Namen Space Reactor

Ruth: One Freedom tituliert ist.

Ruth: So Ingenuity-artige Helikopter werden an Bord sein.

Florian: Atomhelikopter.

Ruth: Atomhelikopter, genau. Und ich meine, so was die ist, Space Reactor One Freedom,

Ruth: das wieder klingt geil oder mach mal. Aber bis zu einem gewissen Grad muss man

Ruth: da halt einfach auch sich den Gegebenheiten

Ruth: anpassen und dann irgendwie so absurde Namen. Naja, wie immer.

Ruth: Und 2028 immer noch on track Dragonfly.

Ruth: Die zu Titan fliegt, ist nach wie vor on track und geplant und so weiter und so fort.

Ruth: Und auch Pläne für die ISS, haben sie verlautbart.

Ruth: Die ISS soll jetzt doch nicht einfach nur so in der Atmosphäre verglühen,

Ruth: sondern ausgetauscht werden.

Ruth: Es wird ein Kernmodul geben, das die NASA bereitstellt. Ein Kernmodul für die

Ruth: neue Raumstation, die dann die ISS ersetzen wird.

Ruth: Und zwar wird es so sein, dass die zuerst, was total, finde ich,

Ruth: sehr vernünftig ist, zuerst an der ISS als Modul andockt, getestet und so weiter,

Ruth: ausgestattet werden kann.

Ruth: Dann können da Zusatzmodule, die dann auch wieder von den kommerziellen Anbietern

Ruth: kommen, angedockt werden.

Ruth: Es kann alles getestet und so weiter werden, bis es dann im Endeffekt von der

Ruth: alten ISS abgekoppelt wird und eine eigene neue Raumstation bildet.

Florian: Stell dir mal vor, du bist Astronautin und redest dann mit deinen Kolleginnen

Florian: und Kollegen über eure Arbeit.

Florian: Und dann fragst du, was hast du so gemacht, wie du im Weltall warst?

Florian: Ich habe das Hubble-Teleskop ausgesetzt. Und dann fragst du dich, was hast du gemacht?

Florian: Ich habe die Umzugskisten von der alten zur neuen Station getragen.

Ruth: Ja, getragen, gefloatet. Während ich mit 27.000 kmh um die Erde geschallen bin.

Ruth: Apropos Hubble, finde ich interessant, dass du das jetzt erwähnst.

Ruth: Weil da gibt es auch News. Ich habe eine E-Mail bekommen von Hubble.

Ruth: Also nicht ich persönlich.

Ruth: Hubble hat mir eine E-Mail geschickt. Nein, das STSI, das Space Telescope Science Institute,

Ruth: das eben das Hubble und auch das James Webb und so weiter betreibt,

Ruth: ist asking for white papers, also hat ein Rundmailer ausgeschickt für Konzepte, um...

Ruth: Das Hubble in seine fünfte Dekade zu bringen.

Ruth: Wir wollen, dass sich jetzt endlich mal etwas verschiebt, nämlich das Ende des

Ruth: Hubble-Weltraumteleskops hinaus zu gehen.

Ruth: Es ist im Moment der Wiedereintritt in die Atmosphäre, also dass der Anfang

Ruth: des Endes von Hubble, wenn nichts weiter passiert, unvermeidlich und im Jahr

Ruth: 2033 zu erwarten. Aber das Ding ist,

Ruth: Ist ja von Anfang an so gebaut worden, dass man ganz leicht Dinge austauschen,

Ruth: ersetzen, reparieren und dass man es natürlich auch wieder hochziehen kann.

Florian: Ja, aber mit dem Space Shuttle, oder? Oder Space Shuttle geht es auch?

Ruth: Ja, das geht sicher. Da muss man halt einfach den richtigen Haken,

Ruth: den richtigen Anschluss bauen.

Florian: Ein Hubble-Haken.

Ruth: Das Space Shuttle und das Hubble sind co-entwickelt worden.

Ruth: Die sind gemeinsam gebaut worden, die sind aufeinander abgestimmt, mehr oder weniger,

Ruth: sodass halt das Hubble genau in diese Ladeluke und so weiter vom Space Shuttle

Ruth: auch gepasst hat und damit das, das war quasi die Idee, das Space Shuttle da

Ruth: zu verwenden, für andere Dinge natürlich auch,

Ruth: aber um das Hubble immer wieder zu servicen und Dinge auszutauschen und so weiter.

Ruth: Aber ich glaube nicht, dass das jetzt so schwer wäre, das mit anderen Methoden

Ruth: auch wieder hochzuziehen.

Ruth: Sie sagen auf jeden Fall, there is the possibility of a boost.

Ruth: Also es ist die Möglichkeit, es wieder in eine höhere Umlaufbahn zu bringen,

Ruth: ist da und es würde halt einfach nur Planung und natürlich Geld benötigen.

Ruth: Und diese Planung, damit das alles gut funktioniert, müsste nächstes Jahr losgehen,

Ruth: müsste im Jahr 2027 starten und deswegen wollen sie jetzt einen robusten Science

Ruth: Case aufbauen von der Scientific Community, um zu schauen,

Ruth: warum ist das Hubble so wichtig, warum soll das seinen 45. Geburtstag auch noch erleben.

Ruth: Und schauen wir mal, also das ist einfach, ich meine das Ding,

Ruth: das ist so krass, Das Ding ist ja 36 Jahre alt.

Ruth: Und es ist trotzdem immer noch eins der besten Teleskope, die wir haben.

Ruth: Ich meine, mittlerweile ist es halt schon echt.

Ruth: Es gehören wir einige Dinge ausgetauscht, ja. Aber es wäre so schade rum.

Florian: Ja, das geht ja noch.

Ruth: Naja, sie versuchen auf jeden Fall, da alle ihre Argumentationspower da irgendwie

Ruth: zusammen zu bekommen und einen Case zu machen, damit das Hubble nochmal vielleicht

Ruth: gebustet und gerettet wird und nicht...

Ruth: In, naja, was, sieben Jahren dann in der Atmosphäre verglüht. Schauen wir mal.

Ruth: Und noch eine Geschichte gibt es, und die wird dir gefallen.

Ruth: Noch eine Geschichte aus dem Sonnensystem, neue News aus dem Sonnensystem,

Ruth: beziehungsweise nicht aus unserem Sonnensystem eigentlich.

Ruth: Es geht wieder mal um unseren interstellaren Freund 3i Atlas.

Florian: Ja, was macht er denn schon wieder?

Ruth: 3i Atlas, also jetzt ist er gerade auf dem Weg aus dem Sonnensystem raus,

Ruth: ist gerade irgendwie erst vor nicht allzu langer Zeit am Jupiter vorbei,

Ruth: oder im Jupiter vorbei, nicht wirklich so nah, aber in der Umlaufbahn des Jupiter.

Ruth: Die News, die es gibt, 3i Atlas ist anscheinend alkoholischer als gedacht.

Florian: Ah, okay.

Ruth: In dem Kometen hat man wesentlich mehr Alkohol gefunden, als jetzt in einem

Ruth: typischen Kometen in unserem Sonnensystem.

Ruth: Und das ist wirklich ungewöhnlich. Es ist ungefähr Faktor 4.

Ruth: In dem Kometen ist viermal so viel Alkohol drin, wie jetzt in einem durchschnittlichen

Ruth: Kometen in unserem Sonnensystem.

Florian: Das heißt, die Aliens sind alle dicht.

Ruth: Genau. Die haben anscheinend ordentlich Alkohol an Bord und es liegt ein bisschen was raus. Ja.

Ruth: Leider muss man sagen, man weiß nicht, wie die Aliens drauf sind und was die

Ruth: gern so trinken. Aber für uns wäre es jetzt nicht ganz so ideal.

Ruth: Es ist ja Methanol hauptsächlich. Das ist ja das Zeug, was man schon trinken

Ruth: kann, wenn man unbedingt will. Aber es macht halt ein bisschen blind.

Florian: Ja, tot auch manchmal.

Ruth: Manchmal auch tot, ja. Und don't try this at home. Aber fand ich lustig.

Ruth: Anscheinend sind wir ein ziemlich unalkoholisches Sonnensystem.

Ruth: Woanders da draußen gibt es wesentlich mehr davon.

Ruth: Und zwar nämlich wesentlich mehr. Viermal. Das ist irgendwie schon krass.

Ruth: Also okay, was bedeutet das jetzt wirklich?

Ruth: ALMA, das Submillimeter-Radioteleskop in Chile mit den ganz vielen kleinen Antennen

Ruth: zusammengeschaltet und so weiter, 5000 Meter Höhe,

Ruth: hat den Kometen beobachtet und Methanol beobachtet,

Ruth: weil das kann diese ganzen Moleküle beobachten, die vibrieren da in dem kurzen

Ruth: Radiobereich und hat eben gesehen, dass Alkohol aus dem Kern des Kometen ausgegast

Ruth: wird, was jetzt nichts Ungewöhnliches.

Ruth: Aber auch aus den Eiskristallen rundherum, also aus dieser Koma,

Ruth: die den Kern umgibt von dem geschmolzenen Material,

Ruth: da löst sich auch noch Alkohol aus den Verbindungen mit den Eiskristallen und so weiter.

Ruth: ALMA hat auch Cyanwasserstoff gefunden, Blausäure.

Ruth: Das ist auch ganz typisch für den Kometen, ist einfach ein HCN,

Ruth: also einfach ein ganz einfaches Molekül. Und das gibt es auch überall da draußen.

Ruth: Aber das hauptsächlich aus der sonnenabgewandten Seite vom Kern.

Ruth: So dort, wo die Sonne nicht hinscheint, auf der Rückseite im Kern hat es diese Blausäure ausgegast.

Ruth: Der Alkohol kam aber auch eben von der sonnenzugewandten Seite und aus dem...

Ruth: Bereich um den Kern rundherum. Das ist echt ungewöhnlich.

Ruth: Und das ist eben das, was auch anders ist als bei Kometen, die für unser Sonnensystem typisch sind.

Ruth: Also es bildet sich diese Koma durch die Wärme in der Sonnennähe und da verdampft

Ruth: dann einfach der auf Eis gelegte Alkohol.

Ruth: Die Alien sind wie so, Mist, Mist, Mist. Wir sind runter auf drei Flaschen Methanol-Wodka.

Florian: Schnell die Schirme aufspannen, die Sonne wird zu warm.

Ruth: Nein, es ist einfach eine coole Nachricht zum Thema, wie anders es geht.

Ruth: Woanders sein kann, oder? Es ist einfach cool, mit diesem Ding können wir einfach

Ruth: die chemische Zusammensetzung von anderen Sonnensystemen untersuchen.

Ruth: Und dann ist da plötzlich einfach zum Beispiel halt viermal so viel Methanol

Ruth: in einem anderen Sonnensystem da.

Ruth: Ja, Dinge, die wir bis jetzt noch nicht wussten, woher auch,

Ruth: die uns dieser schöne interstellare Gast liefern kann.

Florian: Schauen wir mal, ob noch einer kommt und ob da auch noch Alkohol drin ist,

Florian: weil dann wird es seltsam.

Ruth: Ja, wenn da überall draußen mehr Alkohol da ist. Und wir sind noch nicht zur Party eingeladen.

Florian: Naja, wahrscheinlich sind wir am Kindertisch, wo es noch nichts gibt.

Florian: Und außerdem ist die Party.

Ruth: Genau, das Sonnensystem ist quasi noch der Kindertisch. Obwohl,

Ruth: ein bisschen was gibt es ja schon auch. Das ist so, wenn man den Kindern mal

Ruth: so ein bisschen einen Schluck Wein kosten lässt.

Ruth: Also so hat man es zumindest früher in den 80ern gemacht, wie ich ein Kind war.

Florian: Bier, das ist schon Schaum einmal kosten.

Ruth: Er klärt einiges. Schon, ich glaube, das macht man jetzt auch nicht mehr, oder?

Florian: Ich weiß es nicht, oder zu Silvester. Aber ich habe immer einen Glas Sekt trinken

Florian: dürfen. So ein kleines Glas Sekt. Also wahrscheinlich irgendwie so Viertel Sekt

Florian: und irgendwie Dreiviertel Orangensaft.

Ruth: Ja, ich glaube, ich habe ihn pur getrunken. Ich habe zu Silvester Sekt getrunken.

Ruth: Okay, Leute, mit Kindern sagt Bescheid, ob das immer noch so ist.

Florian: Naja, wir sind jedenfalls noch nüchtern bei dieser Aufnahme.

Ruth: Apropos Kinder, ich habe noch einen ganz kurzen Hinweis. Bevor wir jetzt dann

Ruth: endlich zum Hauptthema kommen, noch ein Hinweis für Kinder.

Ruth: Also eigentlich für Kinder, ein Hinweis für Lehrkräfte. Es gibt nämlich wieder

Ruth: die internationale Astronomy and Astrophysics Competition 2026.

Ruth: Das ist so ein Wettbewerb, ein Astronomie-Wettbewerb. Und da kann man eben als

Ruth: Schule oder als Klasse oder als Schülerin oder ich weiß nicht,

Ruth: wie genau dann die Modalitäten sind, auf jeden Fall Schule, teilnehmen. Die Deadline ist der 26.

Ruth: April, also ihr habt noch irgendwie so zwei bis drei Wochen Zeit und die Webseite

Ruth: ist urschlecht, aber ich habe es mir darum nicht genauer angeschaut, wie auch immer,

Ruth: aber der Wettbewerb ist cool und es gibt doch Dinge zu gewinnen,

Ruth: es gibt Teleskope zum Beispiel zu gewinnen, Teleskope, die signiert sind von

Ruth: Astronauten und Nobelpreisträgern.

Ruth: Unter anderem Michel Maillot und Didier Kellos, die Exoplaneten,

Ruth: Nobelpreisgewinner und so weiter.

Ruth: Also wenn ihr ein Teleskop wollt mit einem Nobelpreisträgerunterschrift drauf,

Ruth: finde ich ganz coole Preise eigentlich.

Ruth: Dann meldet euch da irgendwie bei dieser Astronomy and Astrophysics Competition.

Ruth: Wir haben ja da einige sehr aktive Lehrkräfte in unserer Hörerschaft und ja, macht das.

Florian: Ja, macht das. In meiner Schule hat das niemand gemacht, aber das muss ja nicht

Florian: heißen, dass das bei euch anders sein kann.

Ruth: Glaubst du, dein Leben wäre anders verlaufen, wenn du ein Teleskop,

Ruth: das von einem Nobelpreisträger signiert,

Ruth: wurde, gewonnen hättest?

Florian: Weiß ich nicht, aber dann wäre ich vielleicht rumgestanden und hätte mir gedacht,

Florian: was ist denn das für Quatsch? Warum funktioniert das nicht so gut?

Florian: Darum käme ich mich ja nicht aus und das sind dann Punkte, das interessiert mich alles nicht.

Ruth: Das mache ich sicher nicht.

Florian: Ich bin ja nicht durch das Beobachten zum Astronomen geworden.

Florian: Es sind ja andere Dinge gewesen, die mich zu dem Studium getrieben haben,

Florian: nicht das Beobachten und vielleicht hätte mich das abgeschreckt,

Florian: weil ich es nicht gekonnt hätte. Ja, weiß ich nicht. Man weiß es nicht, keine Ahnung.

Florian: Vielleicht wäre ich ein noch viel besserer Astronom geworden. Man weiß es alles nicht.

Ruth: Ja, vielleicht wärst du ein richtiger Astronom geworden und nicht nur so ein Himmelsmechaniker.

Ruth: Und etwas anderes, das man nur mit Teleskopen herausfinden kann,

Ruth: und zwar nur mit sehr, sehr großen Teleskopen in dem Fall, ist unsere heutige Hauptgeschichte.

Ruth: Und wir bleiben im Sonnensystem. Ich habe schon wieder ein Sonnensystem-Thema.

Ruth: Ich komme nicht mehr so raus.

Ruth: Und zwar nämlich nicht nur irgendein Sonnensystem-Objekt, sondern das Sonnensystem-Objekt,

Ruth: das dem Sonnensystem seinen Namen gibt.

Florian: Oh, die Sonne oder das System?

Ruth: Die Sonne!

Florian: Wir sollten den Mond das System nennen.

Ruth: Dann nennen wir ihn einfach das System und dann bombardieren wir ihn.

Florian: Genau.

Ruth: Es geht um die Sonne und es geht um eine aktuelle Studie, die rausgekommen ist, die endlich,

Ruth: wir haben da schon ein bisschen drüber gesprochen in der Folge,

Ruth: die wir mit unserer Asteroseismologin,

Ruth: der Wiki aufgenommen haben.

Florian: Da haben wir aber nicht über Astro-Saismologie gesprochen, sondern hauptsächlich

Florian: über den Satelliten, den sie da im Plastik-Sackler in den USA...

Ruth: Oh ja, aber wir haben schon noch ein bisschen... Ja, ein bisschen.

Ruth: Aber wir haben schon ein bisschen, ein bisschen, okay.

Florian: Wir haben erklärt, was Astro-Saismologie ist, aber gesagt, wir machen immer

Florian: mal eine eigene Folge drüber.

Ruth: Ah, okay, jetzt kann ich gar nichts sagen. Das haben wir schon alles so gut

Ruth: erklärt. Ich muss jetzt gar nicht mehr so gut erklären.

Ruth: Wir haben vermutlich, vielleicht, hoffentlich, endlich den Ursprung ursprünglich

Ruth: das solaren Dynamo lokalisiert.

Ruth: Nicht der, der wie beim Fahrrad.

Florian: Der das Licht macht.

Ruth: Nein, nicht so ein Dynamo. Dynamo ist die Art und Weise, wie ein Magnetfeld

Ruth: erzeugt wird, sagen wir mal so.

Florian: Aber fangen wir mal am Anfang an. Es geht um die Sonne, die Sonne hat ein Magnetfeld.

Ruth: Warum ist das so wichtig? Warum interessiert uns das Magnetfeld der Sonne?

Ruth: Naja, bei Sternen ist das Magnetfeld extrem wichtig. Also natürlich,

Ruth: ja, die Gravitationskraft ist das, was den Stern zusammenhält,

Ruth: aber alles andere mehr oder weniger funktioniert da irgendwie über Magnetfelder.

Ruth: Und vor allem hat ja das Magnetfeld der Sonne auch einen riesigen Einfluss auf uns.

Florian: Genau.

Ruth: Wir kriegen ja nicht nur Licht von der Sonne, sondern sie schleudert auch da

Ruth: ihre Innereien in unsere Richtung.

Ruth: Und die werden irgendwie eben von dem Magnetfeld der Sonne da beschleunigt.

Ruth: Die werden über das Magnetfeld der Sonne, über die Turbulenzen eigentlich des

Ruth: Magnetfelds der Sonne, da überhaupt erst irgendwie so weit erzeugt,

Ruth: diese Sonnenstürme, dass sie dann überhaupt in großer Menge bis zur Erde kommen können.

Ruth: Wir haben also quasi den Sonnenwind, das ist so ein stetiger Strom,

Ruth: aus Teilchen der Richtung Erde kommt,

Ruth: aber wenn die Sonne ab und zu ordentlich irgendwie reinhaut,

Ruth: dann gibt es diese Sonnenstürme, riesige Explosionen an der Sonnenoberfläche,

Ruth: die über das turbulente Magnetfeld der Sonne eigentlich erst zustande kommen.

Florian: Genau, und das Hauptverhältnis.

Florian: Ding am Magnetfeld der Sonne oder eines der Hauptdinge oder Hauptprobleme ist

Florian: ja auch seine Veränderlichkeit.

Florian: Das Magnetfeld der Erde ist im Wesentlichen immer so, wie es ist.

Florian: Also wir haben einen Nordpolermagnetischen und einen Südpolermagnetischen und

Florian: ja, alle paar hunderttausend Jahre ändert sich mal da ein bisschen was.

Ruth: Das hat mich übrigens jemand gefragt im Planetarium. Wieso sich das Magnetfeld der Erde auch umpolt?

Florian: Wissen wir nicht, glaube ich.

Ruth: Ja, okay.

Florian: Ich glaube, das ist es.

Ruth: Weiß ich auch nicht. Bin ich da gut in line mit der Scientific Community?

Ruth: Ich habe gesagt, das sind dann wahrscheinlich die turbulenten Bewegungen des

Ruth: Eisenkerns und die Turbulenzen des Magnetfelds im Kern der Erde,

Ruth: weil dort geht es ja auch ordentlich turbulent zu.

Florian: Es hat auf jeden Fall was damit zu tun, wie die metallischen Ströme da im Erdinneren fließen.

Florian: Aber ich glaube, im Detail wissen wir es nicht. Aber wie gesagt,

Florian: das Magnetfeld der Erde polt sich nur alle paar hunderttausend Jahre mal um,

Florian: aber dass der Sonne alle elf Jahre.

Ruth: Genau, ziemlich schnell. Und wir wissen schon, es ist so wie bei den meisten Dingen da draußen.

Ruth: Wir wissen eigentlich schon ein bisschen was und wir wissen schon recht viel,

Ruth: also wir kennen diesen Zyklus der Sonne halbwegs gut.

Ruth: Er ist nicht ganz exakt, es sind nicht jetzt genau elf Jahre,

Ruth: man weiß nie genau, wann ist jetzt aktuell tatsächlich das Maximum.

Ruth: War das jetzt schon die meiste Anzahl an Sonnenstürmen, die höchste Anzahl auch

Ruth: an Sonnenflecken dann auch?

Ruth: War das schon? Kommt das erst? Man kann natürlich erst immer im Nachhinein sagen,

Ruth: aber es sind so plus minus ziemlich gut immer diese elf Jahre,

Ruth: die die Sonne aktiver ist und dann wieder weniger aktiv, dann wieder aktiver.

Ruth: Dieser Zyklus ist eben durch das Magnetfeld der Sonne dominiert.

Ruth: Also das ist das, was diesen Zyklus erzeugt.

Florian: Ich weiß nicht, ob das das ist, was du erzählst, aber vermutlich nicht.

Florian: Darum erzählt sich jetzt ganz kurz, also wie das im Detail funktioniert,

Florian: wissen wir auch noch nicht, aber wir wissen auf jeden Fall, warum es dieser Elfjahreszyklus ist.

Florian: Man kann sich das so auch vorstellen, dass du auch bei der Sonne einen Nord-

Florian: und Südpol hast und Magnetfeldlinien, die von Nord nach Süd laufen,

Florian: aber die Sonne ist ja kein fester Körper, sondern eine Kugel aus Gas und

Florian: Je nachdem, wo du auf der Sonne bist, rotieren diese Gasschichten unterschiedlich schnell.

Florian: Also ich glaube, der Äquator rotiert schneller als die polnahen Regionen.

Florian: Das heißt, diese Magnetfeldlinien werden am Äquator immer so ein bisschen nach vorne gezogen.

Florian: Und dann im Laufe der Zeit von einer Nord-Süd-Richtung entwickeln sie sich so

Florian: immer langgestreckter, so in eine eher ost-westliche Richtung,

Florian: werden um den Äquator herumgewickelt.

Florian: Und irgendwann kommen sie sich in die Quere und dann gibt es alle möglichen

Florian: Kurzschlüsse, vereinfacht gesagt, diese ganzen elektromagnetischen Entladungen,

Florian: was dann eben die Sonnenstürme sind und das ist der Höhepunkt dieser Aktivitätsphase,

Florian: wo die Sonnenaktivität extrem groß ist und wenn sich das dann alles ausreichend kurz geschlossen hat,

Florian: baut sich das Magnetfeld wieder neu auf und dann fängt das alles wieder von vorne an.

Florian: Also so ungefähr funktioniert das, aber warum das so funktioniert und wie du

Florian: gesagt hast, wo das Magnetfeld genau herkommt dann alles, das ist glaube ich

Florian: noch offen. Oder auch nicht?

Ruth: Genau. Es ist ja jetzt vielleicht nicht mehr ganz so offen, wie es vorher Also

Ruth: die Idee ist die, dass es eben bei der Erde wird das Magnetfeld durch den rotierenden

Ruth: flüssigen Eisenkern durchgeführt.

Ruth: In der Mitte der Erde erzeugt. Das Ding dreht sich und macht dieses polare Magnetfeld,

Ruth: wo es eben, wie du gesagt hast, von einem Nordpol zu einem Südpol geht,

Ruth: was so mehr oder weniger so ein kugelförmiges Magnetfeld ist.

Ruth: Und bei der Sonne ist das so am Anfang des Zyklus auch so, aber dann wickelt

Ruth: es sich eben so auf und es wird dann eben von einem,

Ruth: nach oben nach unten gehenden, also so einem polaren, so einem annähernd sphärischen

Ruth: Magnetfeld, zu einem mehr so Donut-förmigen.

Ruth: Also eins, das quasi so entlang, eben so parallel zum Äquator geht und nicht

Ruth: von Norden nach Süden, sondern parallel zum Äquator rundherum,

Ruth: rundherum geht, bis es sich dann eben wieder auflöst.

Ruth: Und dadurch, dass es dieser Bewegung der Sonnenoberfläche, die wir auch sehen,

Ruth: folgt, ist schon die Idee, dass es bei der Sonne eben nicht aus der Mitte kommt,

Ruth: das Magnetfeld nicht in ihrem Kern erzeugt wird, sondern irgendwo mehr in Oberflächennähe.

Ruth: Das ist irgendwie schon so ziemlich klar gewesen, sagen wir mal so.

Ruth: Und jetzt in dieser neuen Studie haben Sie sich eben das genau angeschaut und

Ruth: sind draufgekommen, es muss eigentlich in der Tachokline liegen.

Florian: Tachokline?

Ruth: Die Tachokline.

Florian: Tacho ist Geschwindigkeit und Kline sind Linien gleicher Geschwindigkeit? Nein.

Ruth: ISO ist doch...

Florian: Ach ja, ISO, ja, ja. Da müsste Tacho ISO sein.

Ruth: Ich habe sie irgendwo angeschaut, aber habe es schon wieder vergessen.

Florian: Das Wort Tachokline oder Tachokline, wie auch immer es ausgesprochen wird,

Florian: hat der Herr Professor Edward Spiegel im Jahr 1992 geprägt.

Florian: Der Herr Spiegel war anscheinend auch Astronom aus den USA und als Analog zum

Florian: Wort Thermokline aus der Meeresforschung, Ozeanografie.

Florian: Und da ist die Thermokline ein Wort, das vom griechischen Thermos für warm und

Florian: Klinein, wie auch immer man das ausspricht griechisch, für neigen.

Florian: Das ist der Übergang von Wasserschichten unterschiedlicher Temperatur.

Florian: Und anscheinend ist da irgendwo was geneigt bei diesen Schichten, frage ich mich nicht.

Florian: Also geneigte Temperatur, dann heißt es jetzt hier geneigte Geschwindigkeit, die Tachokline?

Ruth: Naja, Gradient, ne? Ja, ja, genau. Also es ist der Übergang des Temperaturgradienten,

Ruth: aber eben statt Thermo, Tacho.

Ruth: Also es geht um den Übergang zwischen verschiedenen Rotationsgeschwindigkeiten.

Ruth: Es geht um den Rotationsgradient, genau. Ja, okay, das macht Sinn, ja.

Ruth: Okay, schauen wir uns nochmal kurz den Aufbau der Sonne an.

Ruth: Der Aufbau der Sonne ist ja lustigerweise ziemlich genau so wie der einer Mozartkugel.

Florian: Ah ja, und innen drin ist Marzipan.

Ruth: Ja genau, der Kern, dort wo das ganze Licht herkommt, das ist die Pistazien-Marzipan-Mischung,

Ruth: der Kern der Sonne. Es kommt auch nämlich lustigerweise, wenn man sich so eine Mozart-Kugel anseht.

Ruth: Ihr könnt gerne jetzt diesen Podcast hier stoppen, in den Supermarkt laufen,

Ruth: euch Mozart-Kugeln holen, wenn es die dort gibt, und sie wieder zurückkommen,

Ruth: sie aufschneiden und dann weiterhören.

Ruth: Es ist sehr lustigerweise, oder schaut euch einfach ein Bild im Internet an, der Kern...

Ruth: Die verschiedenen Schichten, auch von ihrer Größe her, kommt das halbwegs gut

Ruth: hin mit den Mozart-Kugeln-Schichten.

Ruth: Wir haben den Kern, den Kern der Sonne. Der hat ungefähr ein Viertel des Radius

Ruth: der Sonne. Also schon ziemlich groß.

Ruth: In diesem Kern, da wird die Kernfusion, da wird eben das Licht erzeugt,

Ruth: da wird Wasserstoff in Helium fusioniert, 15 Millionen Grad.

Ruth: Obwohl eigentlich ist ja das Arge an dem Kern der Sonne nicht so sehr die Temperatur,

Ruth: sondern ihr Druck und die Dichte, die Teilchendichte.

Ruth: Das ist das, was eigentlich den Kern der Sonne so absurd macht.

Ruth: Im Kern der Sonne hat es 200 Milliarden Bar.

Florian: Ja, es sind viele Bar.

Ruth: Es ist viel. Also der Druck ist abstrusest. Aber klar, der Druck wird erzeugt

Ruth: durch die Schwerkraft, die dann nach innen zieht.

Ruth: Also es ist so, dass sich das einfach in Gleichgewicht hält.

Ruth: Die Dichte, es ist auch eine sehr hohe Dichte. Obwohl, wenn man das jetzt vergleicht,

Ruth: klingt das gar nicht mehr so viel 13-fache Dichte von Blei, klingt jetzt gar

Ruth: nicht mehr so abstrus, ist aber für ein Gas, für ein extrem heißes,

Ruth: Millionen Grad heißes Gasplasma.

Ruth: Mit dem Druck ist das natürlich… Ja.

Florian: Ich wollte gerade sagen, ein Gas ist was anderes als 13-mal dichter als Blei.

Florian: Also wenn ich da mit dem Kopf dagegen laufe, dann denke ich nicht an Gas.

Ruth: Nein, genau. Also man denkt da, glaube ich, gar nicht mehr an Gas bei dem,

Ruth: was da im Kern der Sonne vor sich geht. Und trotzdem ist der Energie-Output

Ruth: des Kerns der Sonne aufs Volumen gerechnet, irgendwie sehr niedrig.

Ruth: Das sind diese berühmten 140 Watt pro Kubikmeter.

Ruth: Ja, ja, das hatten wir schon mal mit dem… Also ein bisschen mehr als ein Mensch,

Ruth: oder ein Komposthaufen, ein ganz klassischer durchschnittlicher Komposthaufen

Ruth: im Kern der Sonne. Okay, also dann mal der Kern.

Ruth: Und dann kommt die Strahlungszone.

Ruth: Das ist die nächste Schicht, das wäre dann, glaube ich, das helle Nougat.

Ruth: Zuerst kommt das Dunkle, das dunkle Nougat, die Strahlungszone.

Ruth: Und die Strahlungszone ist ungefähr, das ist quasi der größte Bereich,

Ruth: eigentlich ungefähr 300.000 Kilometer Radius, also vom Kern weiter nach außen.

Ruth: Das ist die Strahlungszone. Und das ist der Bereich, wo sich das Licht quasi

Ruth: durch das Plasma durchkämpfen muss.

Ruth: Das ist der Bereich, der nicht durchsichtig ist natürlich, wo das Licht nicht

Ruth: so gut durchkommt, weil die ganze Zeit irgendwas im Weg ist und weil es die

Ruth: ganze Zeit wieder irgendwie absorbiert, wieder raus will,

Ruth: also absorbiert nicht auf die Dauer, weil es ist irgendwie ionisiert,

Ruth: aber wo das die ganze Zeit an Atomen.

Ruth: Da irgendwie Protonen gestreut wird und so weiter und so fort.

Ruth: Also, da braucht das Licht durch diese Strahlungszone 100.000 Jahre ungefähr

Ruth: im Durchschnitt, bis es draußen ist.

Ruth: Und dann, außerhalb dieser Strahlungszone, dann kommt,

Ruth: Die Konvektionszone, weitere 200.000 Kilometer.

Ruth: Und das ist jetzt schon langsam eine Art von Material,

Ruth: die wir uns irgendwie vielleicht möglicherweise annähernd vorstellen können

Ruth: mit unserer alltäglichen, von der Erde geprägten Erfahrung irgendwie.

Ruth: Konvektion ist einfach die Bewegung des Materials aufgrund seiner Temperatur.

Ruth: Das heißt, in dieser Konvektionszone beginnt das Material kühl genug zu sein,

Ruth: damit es sich überhaupt bewegen kann.

Ruth: Unten drunter bewegt es sich eigentlich nicht.

Ruth: Das ist ja auch so krass. Diese Kern- und Strahlungszone zusammen,

Ruth: dieser Kernbereich der Sonne, dreht sich wie eine starre Kugel.

Ruth: Das ist wirklich fast wie ein Festkörper.

Florian: Naja, wenn es 13 mal dichter als Blei ist.

Ruth: Eben, genau. Da verlieren sich diese ganzen Griffe von was irgendwie fest,

Ruth: flüssig, gasfremig, wie verhält es sich und so weiter.

Ruth: Es ist kühl genug für diese Konvektion, die Bewegung des Materials,

Ruth: die wir aber natürlich von sehr heißen Dingen kennen, weil jetzt für uns auf

Ruth: der Erde, wir sind quasi bei der unteren Grenze für die Konvektion normalerweise.

Ruth: Und das beginnt eben bei Konvektionen.

Ruth: Bei Wasser, bei kochendem Wasser

Ruth: beginnt es auch, dass das Material sich durchwirbelt, durchsprudelt.

Ruth: Das ist das sprudelnd kochende Wasser, das sich da bewegt, ist ein Beispiel

Ruth: für diese Art von der temperaturbedingten Bewegung des Materials.

Ruth: Und das ist das, was eben auch in dieser Konvektionszone stattfindet.

Florian: Also die Energie muss aus dem Kern quasi zwei unterschiedliche Verkehrsmittel

Florian: nehmen. Die muss einmal umsteigen.

Florian: Also da kommt die Energie, die im Kern erzeugt wird, zuerst durch Strahlung

Florian: weiter, bis sie dann eben am Ende der Strahlungszone angelangt ist.

Florian: Und dann muss sie in die Konvektion umsteigen und wird dann durch Wärmeleitung

Florian: im Wesentlichen weiter nach oben transportiert.

Ruth: So ist es. Ich hoffe nur, dass das Umsteigen nicht in dieser Tachokline,

Ruth: was genau diese Schicht des Umsteigens ist.

Ruth: Ich hoffe nur, dass das Umsteigen nicht ganz so unangenehm ist wie in Nürnberg.

Florian: Oder im Park Potsdam, so auch so sie.

Ruth: Ja, genau. Und genau das, genau um diese Schicht geht es, die Grenzschicht zwischen

Ruth: dieser starren Rotation,

Ruth: wo die Wärme nur durch Strahlung weitergegeben werden kann und dann die Schicht,

Ruth: wo es sich anfängt zu bewegen und wo die Wärme auch über die Bewegung des Materials

Ruth: selber weitergegeben wird.

Ruth: Genau diese Grenzschicht, der Umsteigebahnhof, das ist die Tachokline.

Florian: Okay, dann erkläre ich es jetzt nochmal, dass ich es verstanden habe.

Florian: Wenn du die Sonne von außen anschaust, dann rotiert sie differenziell.

Florian: Das machen auch andere Himmelskörper, das macht auch der Jupiter und der Saturn auch.

Florian: Das hat einfach unterschiedliche Entfernungen vom Äquator unterschiedlich schnell rotieren.

Florian: Also wenn du am Äquator bist, brauchst du ungefähr 25 Tage oder so was,

Florian: 27 Tage. Ich weiß jetzt nicht auswendig.

Ruth: Genau, am Äquator sind es 25 und weiter oben sind es dann glaube ich 30 oder 32 in Polnähe.

Florian: Das, was du jetzt gerade gesagt hast, heißt, das ist außen so, aber

Florian: Innendrin in der Sonne gibt es keine differenzielle Rotation und die Tachocline

Florian: ist der Bereich, wo im Inneren der Sonne der Punkt ist, wo sie aufhört,

Florian: starr zu rotieren und anfängt, differenziell zu rotieren.

Ruth: So ist es. Genau. Das ist dieser Übergang. Die Schicht gibt es in der Mozart-Kugel nicht.

Ruth: Also außerhalb der Konvektionszone kommt dann noch die Schokoglasur,

Ruth: also die Oberfläche, die Photosphäre.

Ruth: Das ist das, wo dann die Sonnenoberfläche wirklich durchsichtig wird,

Ruth: wo das Licht raus kann oder das Ende der Konvektionszone dann noch von dieser

Ruth: für uns sichtbaren Schicht abgeschlossen wird.

Ruth: Und es wäre jetzt diese Tachokline eigentlich noch so eine Art zusätzlicher,

Ruth: vielleicht könnte man dann noch eine Schicht weiße Schokolade zwischen den zwei

Ruth: Nougat-Schichten einführen.

Florian: Man kann mal machen, aber man kann es auch übertreiben, weil so oder so rotieren

Florian: Mozart-Kugeln äußerst selten differenziell, egal ob innen oder außen.

Ruth: Wenn man sie nur warm genug macht vielleicht, gut, aber dann halten sich die

Ruth: Schichten wahrscheinlich auch nicht mehr so gut.

Ruth: Es ist auf jeden Fall diese Tachoklinie, diese Schicht zwischen starrer Rotation

Ruth: und differenzieller Rotation im Inneren der Sonne bei ungefähr 0,7 Sonnenradien,

Ruth: also so knapp drei Viertel der Sonne oder ein bisschen mehr als zwei Drittel

Ruth: der Sonne, wie auch immer, drinnen.

Ruth: Und die ist auch extrem dünn, die ist nur 4% des Sonnenradius dick.

Ruth: Also das ist wirklich eine extrem dünne Schicht, wo sich alles total ändert,

Ruth: wo es voll zugeht, wo es irgendwie von dieser ganz normalen,

Ruth: starren Rotation zu dieser turbulenten Konvektion und differenziellen Rotation geht.

Ruth: Und woher wissen wir das überhaupt? Weil nur die oberste Schokoklasur der Sonne

Ruth: überhaupt durchsichtig ist.

Ruth: Und wir können ja das Licht wirklich nur von der Oberfläche der Sonne sehen.

Ruth: Man kann nicht in die Sonne hineinschauen.

Ruth: Alles, was wir vom Inneren der Sonne wissen, können wir eigentlich nicht wirklich

Ruth: über Licht wissen, das wir von dort bekommen.

Ruth: Und das ist jetzt die fantastische Idee hinter der Asteroseismologie oder in

Ruth: unserem Fall der Helioseismologie, weil es um die Sonne geht.

Ruth: Aber das kann man bei anderen Sternen auch machen.

Ruth: Bei der Sonne kann man es nur viel, viel, viel besser und viel,

Ruth: viel, viel genauer machen, weil es in der Janus dran ist.

Ruth: Die Idee ist, dass man eben über Schwingungen des Sterns, also Sternbeben quasi,

Ruth: so wie man bei Erdbeben den Aufbau des Inneren der Erde rekonstruieren kann,

Ruth: über diese Sternschwingungen den Aufbau der Sterne rekonstruieren kann.

Ruth: Also man kann durch diese Schwingungen nachverfolgen, wie sich die fortbewegen,

Ruth: die ändern ihre Richtung, die ändern ihre Geschwindigkeit, wenn sie sich durch

Ruth: eine unterschiedliche Dichte, zum Beispiel Schicht,

Ruth: fortbewegen und bis sie dann an der Oberfläche angekommen sind,

Ruth: kann man aus diesem Gewobbel rekonstruieren, was da unten drunter drinnen war,

Ruth: wo sich diese Schwingungen durchbewegt haben.

Florian: Es ist beeindruckende Technik, aber man kann sich es vorstellen,

Florian: auch leicht vorstellen, dass sowas funktioniert, wenn man sich das eben mit

Florian: klassischen Schallschwingungen anschaut. Also wenn ich mit dem Hammer auf ein

Florian: Stück Metall drauf schlage,

Florian: dann werden da ganz andere Luftschwingungen, also ganz anderes Geräuschen,

Florian: ganz anderer Ton angeregt,

Florian: als wenn ich mit dem Hammer auf ein Stück Holz drauf haue, weil das ein anderes

Florian: Material ist und die Wellen in dem Material sich anders ausbreiten und dann

Florian: eben auch andere Schallwellen, die wir als Geräusch wahrnehmen, erzeugt werden.

Florian: Also je nachdem, wie etwas aufgebaut ist, schwingt es anders und das kann man

Florian: im Alltag hören, indem wir einfach auf Sachen drauf hauen oder Musik machen,

Florian: für Leute, die es können. Ich kann nur auf Sachen draufhauen.

Ruth: Ist quasi das Gleiche.

Florian: Aber in den Sternen funktioniert es genauso. Auch die haben unterschiedliche

Florian: Schichten, bestimmen aus unterschiedlichen Materialien und in unterschiedlicher

Florian: Dichte, in unterschiedlicher Temperatur und all das beeinflusst,

Florian: wie sich darin Wellen ausbreiten.

Florian: Und da müssen wir nicht draufhauen auf die Sterne. Da passiert so viel Action

Florian: in den Sternen. Die schwingen ganz von selbst.

Florian: Und wenn wir von außen beobachten können, wie der Stern schwingt,

Florian: also welche unter Anführungszeichen Geräusche der macht, dann können wir mit

Florian: viel Rechnen rausfinden, was in den drin abgeht.

Ruth: Sachen drauf und das stimmt schon, aber es ist halt natürlich extrem komplex.

Ruth: Also es ist vielleicht eher wie ein Orchester.

Ruth: Stellt euch vor, ein ganzes Orchester und ihr habt aber keine Noten,

Ruth: sondern man hört die Gesamtmusik.

Florian: Genau. Und ihr steckt alle in einem kleinen Raum, wo es extrem heiß ist und

Florian: von außen hauten Leute auf euch drauf.

Ruth: Es ist eine schöne Vorstellung. Stellt euch vor, ihr sitzt in einem Orchester,

Ruth: Im Zuschauerraum hört die irgendeine Mozart-Symphonie, die Jupiter-Symphonie vielleicht.

Ruth: Und könnt daraus, weil ihr genial seid und ein geniales Messinstrument habt,

Ruth: jede einzelne Stimme rekonstruieren, auf ein Notenblatt bringen.

Ruth: Und ihr wisst, warum jedes einzelne Instrument dieses Geräusch macht,

Ruth: wie das alles zusammenhängt und so weiter. Und dann ist es auch noch 15 Millionen Grad heiß.

Ruth: Und das Arge, noch dazu, noch dazu.

Ruth: Sitzt ihr ja eigentlich nicht im Zuschauerraum und hört das Ganze,

Ruth: sondern ihr steht irgendwo ganz weit weg, steht vielleicht irgendwo auf dem

Ruth: Kahlenberg und schaut mit einem Fernrohr Richtung Musikverein, wo dann das Voraussene.

Ruth: Also die Analogie hinkt ein bisschen,

Ruth: aber wir können natürlich diese Sternenschwingungen nicht direkt hören.

Ruth: Da ist ja das Vakuum des Weltraums dazwischen. Es sind wirklich Schwingungen

Ruth: im Sinne von Schallwellen, Es sind wirklich akustische Schwingungen eigentlich, natürlich.

Ruth: Das würde auch ein Geräusch machen.

Ruth: Sterne machen ein absurdes, gigantisches Röhren von einem Geräusch,

Ruth: von all diesen verschiedenen Frequenzen und Schwingungen.

Ruth: Aber was wir machen können, ist die Sterne mit Teleskopen beobachten.

Ruth: Wir können wiederum nur aus dem Licht, das wir bekommen, rekonstruieren.

Ruth: Was für verschiedene Schwingungen da auf dem Stern stattfinden.

Ruth: Also wir rekonstruieren die ganz leichte,

Ruth: wirklich absurd geringe Helligkeitsschwankungen in dem Licht des Sterns,

Ruth: in dem Fall im Licht der Sonne.

Ruth: Wir beobachten die Helligkeitsschwankungen und rekonstruieren daraus die verschiedenen

Ruth: Schallwellen, die sich durch die

Ruth: Sonne bewegen und daraus wiederum die verschiedenen Schichten der Sonne.

Ruth: In ihrer verschiedenen Dichte oder eben auch die verschiedenen Drehgeschwindigkeiten,

Ruth: die in der Sonne herrschen.

Ruth: Das ist eine absurde Rekonstruktionsarbeit.

Ruth: Und von diesen verschiedenen Drehgeschwindigkeiten vor allem und schon auch

Ruth: wie sich die Schallwellen ausbreiten, aber eher über die Rotation,

Ruth: bekomme ich dann eben auch Rückschlüsse auf die Magnetfelder und den Dynamo der Sonne.

Ruth: Also wie das alles überhaupt funktioniert und erzeugt wird.

Ruth: Und was genau haben Sie jetzt in dieser Studie gemacht, Nach der aktuell in

Ruth: Nature veröffentlichten Studie, sie haben

Ruth: sich die verschiedenen Rotationsgeschwindigkeiten im Inneren der Sonne,

Ruth: verschiedenen Tiefen der Sonne genau angesehen und irgendwie mit der Bewegung

Ruth: der Sonnenflecken zum Beispiel an der Oberfläche der Sonne verglichen.

Ruth: Wir sehen ja, wir sehen, was das Magnetfeld an der Oberfläche der Sonne verursacht.

Ruth: Wir sehen die Sonnenflecken und wie die sich im Laufe eines Sonnenzyklus verändern.

Ruth: Weil das die Ergebnisse des Magnetfelds sind, das, was an der Sonnenoberfläche

Ruth: abgeht, muss jetzt das, was wir im Inneren der Sonne sehen, da irgendwie abgeglichen werden.

Ruth: Also alles, was von dem Magnetfeld an der Oberfläche erzeugt wird,

Ruth: muss sich irgendwo im Inneren der Sonne natürlich dann wiederholen oder irgendwie reproduziert sein.

Ruth: Diese Rotationsgeschwindigkeit von dem Material im Inneren der Sonne, die kann ich messen.

Ruth: Und wenn die mit dem, was ich an der Oberfläche sehe, zusammenpasst,

Ruth: Dann kann ich sagen, ah, da kommt das wahrscheinlich her, dieses Magnetfeld.

Ruth: Und sie haben jetzt genau diese Bewegung der Sonnenflecken an der Sonnenoberfläche

Ruth: im Laufe der Zeit hergenommen.

Ruth: Das ist dieses sogenannte Butterfly-Diagramm, das Schmetterlings-Diagramm,

Ruth: weil wenn man sich die Entwicklung der Sonnenflecken im Laufe der Zeit auf der Sonne anschaut,

Ruth: dann bilden die so schmetterlingsflügelartige Strukturen, die wandern,

Ruth: die Sonnenflecken wandern von Sonnenflächen.

Ruth: Mittlerer Breite der Sonne, also von weiter oben und weiter unten,

Ruth: wandern die mehr oder weniger symmetrisch Richtung Äquator, aber so im Laufe

Ruth: der Zeit bildet das dann so schräge, flügelartige Strukturen.

Ruth: Kann man so ungefähr nachvollziehen, wo der Schmetterling herkommt?

Ruth: Die Position der Sonnenflecken an der Sonne im Verlauf der Zeit bildet diese

Ruth: schrägen, flügelartigen Strukturen.

Ruth: Ich meine, mittlerweile können wir natürlich die Magnetfelder an der Sonne auch

Ruth: auf andere Art und Weisen rekonstruieren und so weiter.

Ruth: Aber die Untersuchung von Sonnenflecken, das ist eigentlich quasi fast so wie

Ruth: die Fußabdrücke vom Magnetfeld, die an der Oberfläche zurückgelassen werden.

Ruth: Die können wir halt auch dann historisch zurückverfolgen, weil Leute schon seit

Ruth: sehr langer Zeit da irgendwie draufgekommen sind, ah, diese Flecken,

Ruth: die sind nicht immer gleich, da sind manchmal mehr, manchmal weniger.

Ruth: Und so können wir einfach auch die Sonnenaktivität, diesen Sonnenzyklus eben

Ruth: über eine längere Zeit zurückverfolgen.

Ruth: Es klingt irgendwie so ein bisschen anachronistisch, Sonnenflecken zählen.

Ruth: Das ist ja irgendwie nicht mehr so wissenschaftlich relevant,

Ruth: die Sonnenflecken. Na doch, sind sie sehr wohl.

Ruth: Eigentlich ist es ein total einfaches Diagramm, dieses Schmetterlingsdiagramm.

Ruth: Trotzdem ist es immer noch ein extrem wichtiges Tool auch in der Zurückverfolgung

Ruth: der Magnetfelder eben in die Tiefe der Sonne.

Ruth: Was sie jetzt gemacht haben, war, dass eben die Bewegung des Materials in der

Ruth: Tiefe der Sonne zu untersuchen und sie haben es eben über Daten verwendet.

Ruth: Von verschiedenen Teleskopen, eben unter anderem vom SOHO, der alte Sonnensatellit,

Ruth: vom SDO, Solar Dynamics Observatory und dem Global Oscillation Network.

Ruth: Das kannte ich auch nicht.

Ruth: Das hat ein schönes Akronym. Das heißt nämlich GONG.

Ruth: Es ist das Global Oscillation Network Group.

Ruth: Ein gehenden Dreigeschüttel. GONG. Also passt auch zu der akustischen Analogie,

Ruth: zu den akustischen Schwingungen, die wir da untersuchen. Das ist ein Netzwerk

Ruth: an kleineren Teleskopen überall auf der Erde, die eben auch die Sonder beobachten

Ruth: und so weiter und so fort.

Ruth: Und mit Hilfe dieser Daten von den verschiedenen Observatorien haben sie es

Ruth: geschafft, Daten von Juli 1995 durchgehend bis April 2024 zusammenzutragen.

Ruth: Das sind fast 30 Jahre lang.

Ruth: An Daten und das hat einfach bis jetzt noch niemand so ein langes,

Ruth: zusammenhängendes, umfassendes Datenset auf die Art und Weise analysiert.

Ruth: Das sind mehr als zweieinhalb Sonnenzyklen, die man da jetzt untersuchen kann

Ruth: und zwar nämlich, wie sich die Rotation des Materials, wie sich die Bewegung

Ruth: des Materials tief in der Sonne drinnen im Laufe des Sonnenzyklus,

Ruth: wo ich auch immer über die Sonnenflecken, die Bewegung an der Oberfläche der Sonne habe,

Ruth: wie sich das verändert und wie sich das vergleicht und sind draufgekommen,

Ruth: genau an dieser Tachokline,

Ruth: an dieser Schicht, wo sich plötzlich eben die starre Rotation der Sonne in eine

Ruth: differenzielle Rotation verändert,

Ruth: dass dort genau die gleichen Muster in der Bewegung des Materials zu sehen sind,

Ruth: wie in dieser Schmetterlings-

Ruth: Charakteristik.

Ruth: Da gibt es genau diese gleichen langgezogenen, verzerrten Bewegungsmuster,

Ruth: Wie wir sie an der Sonnenoberfläche sehen und wo wir wissen,

Ruth: die kommen vom Magnetfeld.

Ruth: Und wenn das genau die gleichen Bewegungsmuster sind in der Tiefe in dieser

Ruth: Schicht, dann ist das natürlich sehr wahrscheinlich, dass diese Schicht da dieses

Ruth: Magnetfeld irgendwie zumindest miterzeugt.

Ruth: Zumindest signifikant an der Erzeugung dieses Dynamos, dieses Magnetfelds der Sonne beteiligt ist.

Florian: Ja, das klingt plausibel. Also ich kenne mich nicht aus von dem Thema,

Florian: aber ich bin zumindest bis jetzt überzeugt.

Ruth: Und es macht auch Sinn, dass es einfach die mechanische Verzerrung,

Ruth: diese mechanische Energie, diese Scherkräfte,

Ruth: die durch diesen sehr plötzlichen Übergang zwischen starr und differenziell

Ruth: erzeugt werden, Da muss es ordentlich zugehen in dieser Schicht.

Ruth: Durch diesen abrupten Übergang kommt es eben zu diesen extremen mechanischen

Ruth: Energien da und die werden dann ins Magnetfeld umgesetzt.

Ruth: Also die liefern die Energie für dieses Magnetfeld. Das ist auch irgendwie schon

Ruth: plausibel. Sie haben jetzt in diesem Paper zwar, das sagen Sie selber,

Ruth: wir haben jetzt keinen genauen Mechanismus beschrieben oder identifiziert.

Ruth: Sie sagen jetzt einmal so, hey, okay, we don't know how exactly it works.

Ruth: Schaut euch das mal an, liebe Magnetfeldtheoretiker. Aber Sie haben einfach

Ruth: in die Sonne hineingeschaut und das zum ersten Mal abgeglichen mit den Bewegungsmustern.

Ruth: Die wir auf der Oberfläche der Sonne sehen, in dieser tiefen Schicht unter der Sonne drinnen.

Ruth: Also es kann natürlich auch gut sein, dass der Rest dieser Konvektionszone der

Ruth: Sonne da auch irgendwie noch mitwirkt,

Ruth: aber es ist diese Tachokline zentral für das Verständnis des magnetischen Dynamos

Ruth: der Sonne, für das Verständnis der Sonne selber.

Ruth: Diese dünne 4%-Schicht der Sonne ist das, was einen großen Einfluss auf das

Ruth: hat, wie die Sonne funktioniert und wie sie auch ihr Material irgendwie dann

Ruth: Richtung Erde schleudert,

Ruth: wie sie dann einfach auch unser Leben im Endeffekt beeinflusst.

Florian: Ich überlege gerade, ob jetzt besser darin werden, die Sonnenaktivität vorherzusagen

Florian: oder ob wir da eh schon gut genug sind, weil das sehen wir von außen auch.

Ruth: Ja, es ist jetzt natürlich auch nicht ganz so easy, wie dann in einer Vorhersage,

Ruth: dass man sagt, okay, man beobachtet, was an dieser Tachokline passiert und kann

Ruth: dann vorhersagen, was das an der Oberfläche aktuell verursacht,

Ruth: dass das jetzt vielleicht so easy nicht.

Ruth: Aber durch diese Beobachtungsdaten, durch diese Fokussierung auf diese Schicht

Ruth: können natürlich dann überhaupt Modelle einfach aktualisiert werden und genauer gemacht werden,

Ruth: die dann wiederum die Vorhersage von der Sonnenaktivität an der Oberfläche auch

Ruth: genauer beschreiben können.

Ruth: Also es ist natürlich ein Gesamtpaket, das wir da bekommen.

Ruth: Es ist jetzt auch nicht so ganz neu natürlich.

Ruth: Es ist eine lange Vermutung, dass diese Tachokline da irgendwas damit zu tun hat.

Ruth: Aber es ist einfach so direkt quasi vor unseren Augen durch diese 200.000 Kilometer

Ruth: Konvektionsschicht durchgeschaut quasi so deutlich vor unseren Augen die gleichen

Ruth: Muster in dieser Schicht, wie sie an der Oberfläche sind.

Ruth: Das ist schon beeindruckend und das ist natürlich etwas, das auch den Modellen

Ruth: extrem hilft und die Vorhersage Power über die Sonnenaktivität dann in Zukunft verstärken wird, ja.

Florian: Müssen wir jetzt eine Raumsonde in die Tachokline schicken?

Ruth: Das sowieso. Na, die Arme.

Florian: Ja, aber ich fände das wirklich spannend. Ich meine, ich weiß,

Florian: das ist alles wieder Science-Fiction. Und wenn ich jetzt vorhin schon so über

Florian: die Mondsachen geschimpft habe, dann brauche ich jetzt nicht anfangen,

Florian: hier mir sowas auszudenken.

Florian: Aber ich fände schon auch mal cool, wenn wir wirklich eine Sonnensonde hätten.

Florian: Also eine, die halt wirklich unter Anführungszeichen reinfliegt.

Florian: Also auch da rein ist bei der Sonde auch Definitionssache. Wir hatten ja schon

Florian: Sonden, die sehr nah rangekommen sind. Wir hatten die Parker Solar Probe, glaube ich.

Florian: Die gibt es ja immer noch, so bei dem ich erinnere. Die ist noch nicht tot.

Florian: Die ist schon sehr nah herangeflogen.

Florian: Aber halt mal so wirklich. Wo du wirklich sagst, okay, wie in dem, na, wie hieß der Film?

Florian: Hat Evi auch mal besprochen, der britische Film. Wie hieß denn der?

Florian: Wo sie da reinfliegen und die Sonne neu starten müssen mit Atombomben.

Ruth: Ah, Gott, der ist total schlecht.

Florian: Ja, wissenschaftlich ist er schlecht, aber eigentlich ist es ein guter Film.

Florian: Brian Cox hat da wissenschaftlich beraten.

Florian: Haben wir alles damals vermutlich besprochen, als wir das besprochen haben.

Florian: Aber sowas hätte ich gerne halt mal in der Raumsonde, die halt nicht da rein

Florian: ist. Das muss man doch irgendwie bauen können.

Florian: Da kann man nicht mit Alufolie oder irgendwie, irgendwas muss da doch gehen.

Ruth: Ja, naja, also ich kann mich nur erinnern an eine Star Trek-Folge.

Ruth: Wie hieß das? Metaphasisches Schild, oder?

Florian: Ja, genau, genau. Das war da, wo sie den klingonischen Wissenschaftler hatten oder irgendwie sowas.

Florian: Der dann aber irgendwie doch böse war. Egal, es ist schon lange her.

Florian: Aber ja, die haben sowas gebaut.

Ruth: Aber da haben sie es geschafft, dass sie dann irgendwie druse Metaphasen in

Ruth: ihre Phase so angeglichen haben, dass ihnen das heiße Material der Sonne dann

Ruth: doch nichts mehr anhaben konnte. I don't know. Ich weiß nicht.

Ruth: Ja, aber wie soll denn das bitte möglich sein, Florian?

Florian: Wie man mit der Phasen schildbaut, weiß ich auch nicht.

Ruth: Du trägst dich auf, dass du eine Mondbasis für unwahrscheinlich hältst.

Florian: Habe ich ja selbst gesagt, dass es jetzt unglaubwürdig ist, aber ich hätte es halt trotzdem gern.

Ruth: Es ist immer cool, irgendwas irgendwo reinzuschicken. Es ist eh klar,

Ruth: ja. Aber eigentlich finde ich es extrem...

Ruth: Extrem cool, dass wir ohne etwas in die Sonne hineingeschickt haben.

Florian: Sunshine hieß der Film. Entschuldigung.

Ruth: Cool ist, dass wir trotzdem wissen, wie es in 200.000 Kilometer Tiefe der Sonne

Ruth: ausschaut und wie sich das Material dort bewegt, ohne dass wir da was hineingeschickt haben.

Florian: Ja, ich wäre trotzdem gern da. Ja, aber kann ich alles haben. Ich weiß nicht.

Ruth: Okay. Immerhin endlich mal ein Reiseziel im Weltraum, wo du gern hinfahren würdest.

Florian: Ja, also wenn es eine Möglichkeit gibt, dass ich jetzt hinter der Sonne fliege

Florian: und ich sterbe, dann das würde ich auf jeden Fall machen. Wer ist sofort dabei?

Ruth: Naja, ich glaube, das ist noch nicht einmal Zukunftsmusik. Auf jeden Fall haben

Ruth: wir auch Fragen bekommen.

Ruth: Ich habe zwei Fragen ausgesucht, weil das doch ein bisschen komplexere Fragen sind.

Florian: Ist eine, kann man mit einer Raumsonne in die Sonne fliegen?

Ruth: Nein.

Florian: Schade.

Ruth: Aber es ist eine Frage, in der es um Sonnenflecken oder Sternflecken geht.

Ruth: Die Frage kommt von Klaus. Klaus aus Steyr. Der sagt, ich höre in letzter Zeit

Ruth: öfter fasziniert die Podcasts von dir und Ruth.

Ruth: Er referenziert da einen Beitrag, in dem du über die Plejaden sprichst und über das Entschluss.

Ruth: Von Monden und dass die Verdunkelungen bei Sternen eben auch durch Sonnenflecken

Ruth: oder Sternflecken entstehen können und nicht nur durch Monde und woher wir wissen,

Ruth: ob es Monde oder Sternflecken sind.

Ruth: Ich habe so das Gefühl, dass Klaus Planeten meint und nicht Monde.

Ruth: Wenn ein Planet vor dem Stern vorbeizieht, sieht man quasi einen dunklen Fleck

Ruth: vor dem Stern beziehungsweise man sieht ihn nicht, sondern man rekonstruiert ihn über das Licht.

Ruth: Dann wird es kurz dunkler, ein ganz winzig kleines bisschen wird es dunkler,

Ruth: aber das könnte eben auch eine große Fleckengruppe sein, die diese Verdunkelung verursacht.

Ruth: Und woher wir das wissen, ob es eben ein Planet oder ein Fleck ist.

Ruth: Und er sagt dann auch noch, wenn das Ding eben nicht vor dem Stern aus unserer

Ruth: Sicht vorbeizieht, dann könnten wir es gar nicht identifizieren.

Ruth: Ja, richtig, nicht über diese Methode zumindest.

Ruth: Die meisten Planeten haben wir identifiziert, indem sie vor ihrem Stern vorbeigezogen

Ruth: sind, beziehungsweise ihren Stern zum Hin und Her wackeln gebracht haben,

Ruth: was wir auch nur in der Ebene, in der Bewegungsebene eigentlich machen können.

Ruth: Also wir haben die meisten Sonnensysteme, anderen Sonnensysteme,

Ruth: Planetensysteme, so entdeckt, weil sie sich genau in der Ebene zu uns befinden,

Ruth: also weil sie quasi flach in unserer Richtung zeigen.

Ruth: Wir sehen die von der Seite her, sonst könnten wir die gar nicht detektieren.

Ruth: War die Frage jetzt klar, woher wissen, was was ist, was die Verdunkelung des

Ruth: Sterns verursacht, ob das nicht auch Flecken sein könnten?

Florian: Es ist auf jeden Fall etwas, was die Menschen, die sich mit der Entdeckung von

Florian: extrasolaren Planeten,

Florian: beschäftigen, definitiv auf dem Schirm haben. Die wissen, dass ein Stern dunkler

Florian: und heller wird, wenn er Flecken hat und dunkler und heller wird,

Florian: wenn Planeten vorbeiziehen.

Florian: Deswegen kann man ja sowas wie Asteroseismologie oder eben auch Sternforschung

Florian: mit denselben Instrumenten machen, mit denen man auch Planeten entdeckt.

Florian: Also solche Teleskope wie Kepler sind ja auch Teleskope, die sowohl von der

Florian: Asteroseismologie als auch von der Planetenforschung beobachtet werden,

Florian: weil man halt aus der Helligkeitsänderung das eine mit das andere rauskriegen

Florian: kann und man Man muss dann halt nur,

Florian: wenn man die Helligkeitsänderungen mal hat, die auf die richtige Art und Weise

Florian: analysieren und halt rausfinden, wie schnell rotieren die Dinge wirklich.

Florian: Und ich weiß tatsächlich jetzt spontan nicht, wie man rauskriegt,

Florian: ob diese Rotationsperiode, diese Helligkeitsveränderungsperiode eine ist,

Florian: die von einem Fleck kommt oder nicht.

Florian: Aber ich weiß, dass ich schon mal mit einem Kollegen darüber gesprochen habe.

Florian: Aber das, was er mir gesagt hat, habe ich vergessen und ich hoffe, du weißt das, Ruth.

Ruth: Also da hat mir die Vicky schon öfter leid geklagt, dass sie auf irgendeiner

Ruth: Konferenz ist für irgendein Instrument, Kepler und so weiter, Satelliten.

Ruth: Und das sind dann halt die ganzen Planetenleute und die kriegen immer die ganze Zeit.

Ruth: Weil die Suche nach Planeten als wichtiger wahrgenommen wird als die Astero-Seismologie,

Ruth: die uns sagt, was im Inneren von Sternen passiert.

Ruth: Recht hat sie irgendwie, oder? Naja, das ist beides wichtig.

Ruth: Aber ja, die verwenden die gleichen Satelliten, weil eben diese Helligkeitsveränderungen

Ruth: tatsächlich beides sein können.

Ruth: Ja, die Helligkeitsveränderungen haben leicht andere Charakteristiken,

Ruth: ist aber jetzt nur von der Helligkeitsveränderung allein oft schwer auseinanderzuhalten.

Ruth: Da gibt es aber glücklicherweise noch eine andere Methode, nämlich Doppler-Imaging,

Ruth: also über die Bewegung der Sternoberfläche.

Ruth: Weil das geht nur, wenn ein Stern schnell genug rotiert.

Ruth: Man muss sich vorstellen, wenn sich ein Planet vor dem Stern vorbei bewegt,

Ruth: dann fliegt er quasi seitlich zurück.

Ruth: Aus unserer Sicht, vor diesem Stern vorbei und dann habe ich keine zusätzliche

Ruth: Bewegung in unsere Richtung oder von uns weg.

Ruth: Wenn aber ein Stern schnell rotiert und ein Fleck auf diesem Stern,

Ruth: vor dem Stern sozusagen, sich vorbei bewegt, auf der Sternoberfläche sich vorbei bewegt,

Ruth: dann kommt der auf der einen Seite auf uns zu durch die Rotation und dann bewegt

Ruth: er sich über die Sternoberfläche und geht auf der anderen Seite wieder von uns weg.

Ruth: Das heißt, ich kann diese Geschwindigkeit, die die Sternoberfläche hat,

Ruth: die Geschwindigkeit, die quasi ein Fleck.

Ruth: Sternoberfläche hat, nutzen, um das zu unterscheiden.

Ruth: Und wenn ein Stern eben schnell genug rotiert, dann kann man das auch tatsächlich messen.

Ruth: Ich kann die Geschwindigkeit der Sternoberfläche, die Geschwindigkeit von verschiedenen

Ruth: Teilen der Sternoberfläche messen und so die Oberfläche von anderen Sternen

Ruth: rekonstruieren, zumindest bis zu einem gewissen Grad,

Ruth: obwohl ich sie tatsächlich nicht wirklich mit meinem Teleskop auflösen kann in dem Sinn.

Ruth: Ich kann es nicht sehen als Bild, aber ich kann es rekonstruieren über die Geschwindigkeit

Ruth: der verschiedenen Teile der Sternoberfläche.

Florian: So schlossen bin in der Astronomie.

Ruth: Auch eine geile Methode, Doppler-Imaging, ist auch richtig cool.

Ruth: Also wir haben so coole Methoden, das ist echt immer wieder faszinierend.

Ruth: Okay, und dann haben wir noch eine zweite Frage über die Sonne,

Ruth: über den Kern der Sonne diesmal.

Ruth: Und das ist eigentlich eine sehr interessante Frage, eine Frage,

Ruth: die auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen blöd klingt.

Ruth: Aber überhaupt nicht blöd ist.

Ruth: Cedric, Cedric, Cedric, Cedric, Cedric, Cedric, Cedric, Cedric,

Ruth: Cedric, Cedric, Cedric, Cedric, Cedric, es tut mir leid, sag Bescheid,

Ruth: wie du deinen Namen ausgesprochen haben möchtest.

Ruth: Cedric hat sich im März 2024, wie er uns dieses E-Mail geschrieben hat,

Ruth: seit Tagen die Frage gestellt.

Ruth: Ich hoffe, dass du Cedric nicht seit zwei Jahren jeden Tag diese Frage stellst,

Ruth: aber vielleicht stellst du

Ruth: dir die Frage ja immer noch und jetzt passt sie endlich mal dazu. Könnte

Ruth: Der Kern der Sonne, ein schwarzes Loch sein?

Florian: Was ist mit euch Leute, der andauert? Irgendwas muss ein schwarzes Loch sein.

Florian: Das hatten wir in der letzten Folge erst.

Ruth: Er sagt auch, er hat ehrlich gesagt keine Ahnung warum und wie man das herausfinden

Ruth: könnte und so weiter. Aber er hat sich einfach diese Frage gestellt und irgendwie

Ruth: hat er sich gedacht, er fragt uns jetzt einfach mal.

Florian: Ich habe gerade mich erinnert, sowas schon mal gelesen zu haben,

Florian: also dass es da Wissenschaft dazu gibt. Es gibt tatsächlich eine Arbeit aus dem Februar 2024.

Florian: Vielleicht hat Cedric die bekommen. Vielleicht, ja. Da geht es,

Florian: das habe ich gar nicht gewusst, da geht es um Hawking-Sterne.

Florian: Anscheinend ist ein Hawking-Stern etwas, was ausschaut wie ein Stern und innen

Florian: drin ist ein schwarzes Loch, wo es ein primordiales, also von den winzigen schwarzen Löchern drin sind.

Florian: Ja klar, weil wenn ein großes schwarzes Loch drin ist, dann wird es nicht viel funktionieren.

Ruth: Dann wäre es kein Stern.

Florian: Genau, ja. Dann wäre es schon längst weg. Aber ein mini-schwarzes Loch könnte drin sein.

Florian: Und ich kann es jetzt nicht spontan lesen, weil das ist ein längerer Artikel,

Florian: aber es gibt Forschung dazu.

Florian: Aber ich würde mal sagen, wenn da so ein mini-schwarzes Loch drin ist,

Florian: so ein primordiales schwarzes Loch,

Florian: dann tut das dem Stern erstmal nicht so viel,

Florian: weil da wird zwar wahrscheinlich jede Menge Material eingeschluckt werden oder

Florian: verschluckt werden im Laufe der Zeit von dem schwarzen Loch,

Florian: aber die sind ja klein, also auch räumlich klein, da kommt jetzt nicht so schnell so viel hin.

Florian: Und während das da halt so vor sich hin schlingt, was,

Florian: vermutlich durchaus ein paar Milliarden Jahre dauern kann, würde ich jetzt mal

Florian: sagen, weil die Sonne hat viel Masse und so ein kleines schwarzes Loch kriegt

Florian: halt nur wenig runter auf einmal und während das das tut, geht außenrum alles so weiter wie bisher,

Florian: höchstens, dass da vielleicht durch,

Florian: Gravitationskraftes herumwirbeln, um das schwarze Loch vielleicht nochmal extra

Florian: Strahlung kommt, aber ich glaube, so ein Stern mit schwarzem Loch innen drinnen

Florian: würde von außen sich nicht von einem normalen Stern unterscheiden.

Florian: Aber vermutlich hat, weiß ich nicht, was Cedric sich vorgestellt hat,

Florian: ein schwarzem Loch drinnen.

Florian: Also ob jetzt dieser große Kern, von dem du gesprochen hast,

Florian: vorhin in der Geschichte, ob das ein ganzes schwarzes Loch sein sollte,

Florian: das geht nicht, weil wenn da ein ausreichend großes schwarzes Loch ist,

Florian: dann wird der Rest verschluckt und dann ist der Stern weg.

Ruth: Dann macht es flop.

Florian: Aber ein kleines schwarzes Loch, so ein primordiales, Ich verlinke den Artikel

Florian: und die wissenschaftliche Arbeit dazu, die Solar Evolution Models with a Central

Florian: Black Hole heißt in den Shownotes.

Florian: Und das deutet darauf hin, wenn diese Arbeit so einen Titel hat,

Florian: dass man vielleicht doch was merkt in der Entwicklung eines Sterns.

Ruth: Ich habe mir es angeschaut. Der Artikel aus dem Februar 2024 ist in Nature publiziert

Ruth: und hat einen coolen Titel, nämlich Black Hole Sun.

Ruth: Won't you come? In dem Nature Paper ist ein anderer Artikel referenziert worden,

Ruth: der das Paper ist, was du meinst.

Ruth: Der wirklich eine Forschungsarbeit über die Entwicklung von so einem Hawking-Stern,

Ruth: wie man die nennt. Ich wusste auch nicht, dass es die gibt.

Ruth: Also das fand ich sehr interessant, da ein bisschen irgendwie reinzuschauen.

Ruth: Zuerst im ersten Moment, als ich Fragen zum Kern der Sonne, Fragen zur Sonne

Ruth: gesucht habe, Habe ich die Frage gefunden und habe mir gedacht,

Ruth: ach, Alter, ein schwarzes Loch im Kern der Sonne.

Ruth: Und dann kurz geschaut und dann bin ich draufgekommen, danke Cedric,

Ruth: dass das überhaupt keine irgendwie komische, also ein bisschen komisch ist es

Ruth: schon, aber dass das durchaus eine absolut...

Ruth: Ja, wissenschaftliche Ideen, sondern einen Hintergrund hat.

Ruth: Es geht eben nur, wie du gesagt hast, um die Art von Schwarzen Loch.

Ruth: Man kann sich nie vorstellen, dass da irgendwie im Laufe der Entwicklung des

Ruth: Sterns dann im Zentrum ein Schwarzes Loch entsteht oder irgendwie so.

Ruth: Nein, sondern es geht um diese winzigen, winzigen, winzigen primordialen Schwarzen

Ruth: Löcher, von denen wir noch nicht wissen, ob es sie gibt. Und zwar ein schwarzes

Ruth: Loch mit einer Asteroidenmasse, winzig.

Ruth: Das könnte, so ein primordiales schwarzes Loch,

Ruth: könnte bei der Entstehung eines Sterns aus einer großen Gaswolke,

Ruth: wenn es da gerade irgendwie vorbeifliegt in der Nähe, wo dieser Stern entsteht,

Ruth: von diesem gerade entstehenden Stern mehr oder weniger eingefangen werden.

Ruth: Dann sitzt es im Zentrum dieses gerade entstehenden Sterns. Und weil es eben

Ruth: so klein ist, kann es nicht so viel Material auch erwischen.

Ruth: Und es dauert sehr, sehr, sehr lang, eben Sternlebenszeit, mehr oder weniger,

Ruth: so Milliarden von Jahren, bis das Ding tatsächlich zu einer bedeutenden Masse angewachsen ist.

Ruth: Und es kommt eben, wie sich die Leute in diesem anderen Paper da auch tatsächlich

Ruth: ausgerechnet haben, es kommt darauf an.

Ruth: Natürlich was für ein Stern genau das ist und so weiter und ob es diese primordialen

Ruth: Schwarzen Löcher überhaupt gibt, eh klar, aber eben für die Sternentwicklung,

Ruth: es kommt darauf an, was für ein Stern das ist und so weiter.

Ruth: Und es gibt eigentlich zwei, hauptsächlich zwei Möglichkeiten,

Ruth: zwei Entwicklungspfade.

Ruth: Entweder kollabiert das Ding zu einem schwarzen Loch so am Ende der Hauptreihe,

Ruth: also am Ende des quasi normalen Sternenlebens, bevor sich der Stern dann tatsächlich

Ruth: zu einem Riesen entwickeln kann.

Ruth: Oder es könnte auch sein, dass es sogar noch in dieser Riesenphase geht,

Ruth: des Sterns hineinreicht, dass

Ruth: das schwarze Loch im Zentrum sozusagen langsam größer und größer wird,

Ruth: aber der Stern außen rundherum davon unbeeindruckt, sich einfach weiterentwickelt

Ruth: und seine Riesenphase beginnt und dann zu so etwas wie einem Red Straggler wird,

Ruth: dass Sterne sind, die wir da draußen beobachtet haben, die irgendwie nicht dazu passen.

Ruth: Das ist ein roter Riese, der irgendwie eigentlich zu jung ist für seine Entwicklungsphase

Ruth: und die kommen auch in jungen Sternhaufen anscheinend vor und so.

Ruth: Also es sind irgendwie so noch nicht ganz erklärte Objekte.

Ruth: Bis jetzt hat man immer gedacht, das sind Doppelsterne, die halt von ihrem Nachbarstern

Ruth: da irgendwie auch Masse ansammeln und so.

Ruth: Es gibt andere Erklärungen für diese Red Stragglers, aber dieses schwarze Loch

Ruth: im Zentrum eines sich gerade entwickelnden Riesensterns könnte das auch erklären.

Ruth: Das heißt, wir haben tatsächlich die Möglichkeit.

Ruth: Dass das geht, dass sich Sterne so friedlich,

Ruth: mehr oder weniger unbemerkt weiterentwickeln können,

Ruth: dass das schwarze Loch unbemerkt in ihrem Zentrum sitzt und erst quasi wirklich

Ruth: ganz am Ende sich dann von innen heraus durch den Stern da durchgefressen hat

Ruth: und dann den Stern zur Explosion bringt oder vielleicht gar nicht zur Explosion,

Ruth: sondern eher zum direkten Kollaps in ein schwarzes Loch.

Florian: Ist.

Florian: Und übrigens auch das Gegenteil, genauso wenig, wie wir wissen,

Florian: ob es sicher Hawking-Sterne gibt, wissen wir, ob es das gibt,

Florian: was ich jetzt gleich sage.

Florian: Aber es gibt zumindest noch die Theorie von dem umgekehrten Ding von einem Stern

Florian: in einem schwarzen Loch, wenn man so will.

Florian: Das sind nämlich nicht die Hawking-Sterne, sondern die Planck-Sterne.

Florian: Über die habe ich auch mal eine Geschichte gemacht.

Ruth: Was ist das?

Florian: Ich kann es auch nicht mehr genau erklären, aber im Wesentlichen ist es etwas,

Florian: was irgendwie aus der Schleifenquanten-Kravitation kommt, glaube ich,

Florian: wo man sich Gedanken darüber macht, was passiert im Inneren eines schwarzen

Florian: Lochs, also hinter dem eigenen Horizont, weil das wissen wir ja nicht, was da abgeht.

Florian: Irgendwas muss abgehen, von dem wir nichts wissen, weil das,

Florian: was wir wissen, ist auch Blödsinn, aber irgendwas muss halt passieren da drinnen

Florian: und eine Hypothese ist halt, dass es dann so ein Gleichgewicht gibt,

Florian: wenn da irgendwo die Planck-Energiedichte erreicht wird von den kollabierenden

Florian: Sternen und dann kriegst du irgendwie irgendwas raus, dass die dann halt Planckstern genannt haben.

Florian: Was halt dann im Inneren hinter dem Ereignishorizont sitzt.

Florian: Das wäre dann sowas wie ein Stern im schwarzen Loch.

Ruth: Okay, aber wie kann da irgendetwas sitzen? Da ist doch alle Materie irgendwie dahin.

Florian: Ja, das wissen wir halt noch nicht, was da genau ist. Die haben es ja gesagt,

Florian: Schleifenquanten-Gravitation. Da wissen wir auch nicht, ob die funktioniert

Florian: oder nicht. Das haben sie sich halt ausgedacht.

Ruth: Das ist immer so ein Satz, da kann man schnell jede Konversation damit irgendwie

Ruth: beenden. Probiert es das mal aus, irgendwo so randomly.

Ruth: Schleifenquanten, nein, andersrum, Quantenschleifen-Gravitation.

Florian: Nein, Schleifenquanten heißt es.

Ruth: Schleifen Quantengravitation und schaut, was dann mit eurem Gesprächspartner passiert.

Florian: Wenn du zum Quanten-Ingest, da kommt jeder an, ihre Quantenschleifen ein bisschen,

Florian: jetzt müssen wir was machen.

Ruth: Das ist auch die Steigerung. Zuerst ist man beim Himmelsmechaniker,

Ruth: da funktioniert es nicht so richtig, dann muss man zum Schleifen Quantenmechaniker

Ruth: und sich die Quanten ordentlich schleifen lassen. Es ist ein lustiges Thema.

Ruth: In dem Paper, das ist finde ich auch sehr lustig, es gibt noch ein anderes Paper

Ruth: gefunden, Is there a black hole in the center of the sun, ist der Titel von

Ruth: diesem anderen Paper, wo die gleichen Leute dann auch nochmal ihre Berechnungen

Ruth: nochmal ein bisschen erweitert haben und so weiter.

Ruth: Und der erste Satz in diesem Paper, there is probably not a black hole in the center of the sun.

Ruth: Despite this detail, widmen wir uns der Berechnung, blablabla.

Ruth: Also sie sagen selber, ja, okay, probably not.

Ruth: Aber es ist nicht auszuschließen und es ist auch lustigerweise eben so unbemerkt.

Ruth: Es ist jetzt nicht ein Riesen, wie wir eben schon gesagt haben,

Ruth: kein riesen schwarzes Loch, sondern es ist so ein winziges, weiß nicht,

Ruth: molekülgroßes schwarzes Loch, das da irgendwo in der Mitte des Kerns der Sonne

Ruth: sitzt und sich den 140 Watt pro Kubikmeter Energieoutput da schmecken lässt.

Florian: Ich sage es ja, wir müssen da eine Raumsonde reinschicken.

Ruth: Da muss was rein. Da muss was rein. Okay, schickt uns eure White Papers,

Ruth: schickt uns eure Konzepte.

Florian: Schicken wir das Hubble-Teleskop rein. Nein!

Ruth: Nein! Urgemein!

Florian: Da müssen wir da metaphasisch ein Schild rummachen und dann kannst du reinfliegen.

Florian: Da können wir alles so super sehen. Braucht ihr nur die Spitze so ein bisschen

Florian: reinstecken, dann kannst du runterschauen.

Ruth: Wen wir brauchen, ist Jordi Laforge, der uns die strukturelle Integrität des

Ruth: Sammelteleskops garantiert.

Ruth: Da war so eine junge Ingenieurin, die waren alle gerade irgendwo.

Ruth: Die anderen waren alle gerade irgendwo.

Ruth: Und dann haben sie, was war denn das? Und dann war Dr.

Ruth: Crusher auf der Brücke und dann war so eine junge Ingenieurin,

Ruth: die das alles gecheckt hat. War eigentlich eine coole Folge.

Florian: Ach schade, ein Ferengi-Wissenschaftler war das, kein Klingone.

Florian: Ein Ferengi-Wissenschaftler, das

Florian: war das Außergewöhnliche, dass da ein Wissenschaftler von den Ferengi war.

Ruth: Ah, aber es war ein, sie haben sich in der Sonne verstecken müssen,

Ruth: weil da ein klingonisches Schiff war.

Florian: Irgendwie sowas, ja, genau.

Ruth: Sagt Bescheid, wenn ihr da draußen an dieser Technologie vielleicht sogar schon arbeitet.

Ruth: Man weiß ja nie, mit der phasischen Schildtechnologie bis dahin wird es wahrscheinlich

Ruth: noch ein bisschen dauern.

Ruth: Aber ja, there could be a black hole in the center of the sun.

Florian: Ja, aber wahrscheinlich nicht.

Ruth: Wahrscheinlich nicht. Sag bloß, Evi hat jetzt einen Film, wo es irgendwie um

Ruth: schwarze Löcher oder die Sonne oder die Kombination aus den beiden geht.

Ruth: Weil das wäre ja fantastisch, oder?

Florian: Also eigentlich wäre jetzt der ideale Moment gewesen für Sunshine und Filme dieser Art.

Florian: Aber nein, der Film, den Evi erzählen wird oder vorstellen wird,

Florian: hat nichts mit schwarzen Löchern zu tun, aber tatsächlich mit der Sonne.

Florian: Denn es gibt den Film, den wir in der letzten Folge ja schon mal angekündigt

Florian: haben, jetzt kommt endlich der Astronaut.

Ruth: Oh, aber du weißt es noch nicht, weil ihr ihn noch nicht gesehen habt,

Ruth: weil ihr ihn euch erst heute Abend anschaut.

Florian: Genau, sobald diese Aufnahme fertig ist, werde ich noch ein paar Kleinigkeiten

Florian: erledigen und dann werden Evi und ich ins Kino fahren, ohne dich, weil du keine Zeit hast.

Florian: Und dann werden wir uns diesen Film anschauen und danach werden Evi und ich

Florian: das Ganze aufnehmen und dann haben wir auch endlich den Astronauten hier.

Florian: Und ich weiß nicht, ich brauche ja nicht spoilern, erzählt Evi alles auch gleich,

Florian: aber der Grund, warum der Astronaut zum Astronaut wird, ist ja etwas,

Florian: was mit der Sonne passiert.

Florian: Also insofern passt ein bisschen thematisch dazu.

Ruth: Stimmt. Wir sind gespannt.

Florian: Und da kann ich gleich diese Stelle nutzen hier, um Werbung zu machen.

Florian: Eigenwerbung, das ist mir gerade eingefallen, dass ich auch bewerben muss.

Florian: Ich habe einen Podcast gemacht, noch einen Podcast, einen ganz neuen Podcast,

Florian: der auch zum Thema passt, wenn man so will.

Florian: Einen Auftragspodcast für ein Forschungsprojekt, den Cluster of Excellence mit

Florian: dem Titel Microbiomes Drive Planetary Health.

Florian: Also geht um Mikroorganismen und es ist so ein Forschungsprojekt österreichweit.

Florian: Und die haben Wissenschaftskommunikation machen wollen und haben mich engagiert,

Florian: dass ich einen Podcast für sie mache.

Florian: Und dieser Podcast heißt Die Welt der Mikroben, wo ich im Prinzip so wie in

Florian: den Sternengeschichten, Geschichten erzähle nur nicht über Sterne,

Florian: sondern über Mikroorganismen.

Florian: Und Mikroorganismen spielen dem Astronaut auch eine Rolle. Darum habe ich gedacht,

Florian: nutze ich das gleiche. Die erste Folge ist erschienen.

Florian: Bei Spotify, soweit ich weiß, muss es den Podcast auch anderswo geben,

Florian: nicht nur bei Spotify, aber ich bin nicht für die Veröffentlichung verantwortlich,

Florian: ich mache nur den Podcast, also wo er veröffentlicht wird, kann ich jetzt nicht

Florian: beeinflussen, aber ich glaube,

Florian: er sollte eigentlich, so wie alle anderen Podcasts, auch vernünftig bei allen

Florian: Plattformen und ohne Plattform erhältlich sein.

Florian: Ich verlinke alle Infos, die ich habe und ich hoffe, ihr findet einen Weg, den Podcast zu hören.

Florian: Erste Folge ist erschienen. Meine zweite Folge wird dann von Mikroben im Weltall

Florian: handeln. Also auch passend zu diesem Thema hier.

Ruth: Kommt Fred Hoyle drin vor?

Florian: Noch nicht, aber ich werde auch mal auftauchen. Und lasst euch nicht von der

Florian: Intro-Musik abschrecken, die habe ich nicht zu verantworten.

Ruth: Ist sie furchtbar oder was?

Florian: Ich werde bezahlt für dieses Projekt. Also kann ich nicht sagen,

Florian: dass sie furchtbar ist, aber ich hätte eine andere Intro-Musik ausgewählt,

Florian: sagen wir es so. Ja, okay.

Florian: Aber der Podcast ist trotzdem sehr gut, bin nicht nur ich, also es wechselt ab.

Florian: Alle 14 Tage eine neue Folge, immer einmal eine Folge von mir,

Florian: die ist auf Deutsch und dann eine Folge, die die Forschenden selbst machen,

Florian: wo sie halt dann so ein Team von Studierenden interviewt, da verschiedene Wissenschaftlerinnen

Florian: und Wissenschaftler zu den konkreten Forschungsthemen des Projekts.

Florian: Die sind dann auf Englisch die Folgen, also immer einmal allgemein verständlich

Florian: von mir und dann Wissenschaft von den anderen.

Ruth: Die vielleicht auch verständlich sind.

Florian: Ja, natürlich. Ich sage nicht, dass das andere schlecht ist.

Florian: Ich wollte nur sagen, wenn ihr euch dann wundert, warum die nächste Folge,

Florian: die erscheint, eine ist, wo ich nichts sage.

Florian: Das liegt genau daran, dass wir uns da abwechseln, weil die Leute halt eine

Florian: Mischung aus für die Öffentlichkeit, allgemein verständlich auf Deutsch und

Florian: für die wissenschaftsinteressierteren Menschen halt ein bisschen länger und

Florian: auf Englisch, weil die Leute halt alle Englisch sprechen, die das erforschen.

Ruth: Ja, und es ist halt auch cool, dass dann tatsächlich die Leute dann auch zu Wort kommen.

Ruth: Das ist ja natürlich extrem cool, dass die das auch machen, dass die auch bereit

Ruth: sind, da irgendwie zu sprechen und so.

Ruth: Da scheuen sich ja auch viele junge Leute vielleicht auch davor oder so.

Ruth: Aber ich finde es eine gute Kombi.

Florian: Und vielleicht führt ja jetzt hier der Erfolg, ich vermute mal,

Florian: es ist ein Erfolg, der Erfolg von Der Astronaut in den Kinos dazu,

Florian: dass sich sehr viel mehr Menschen mit Mikroben und mit der Astronomie beschäftigen.

Florian: Und dann wird es der Hit-Podcast des Jahres.

Ruth: Ist jetzt nicht so die Werbung für Mikroben, der Film, oder?

Ruth: Die sind jetzt nicht ganz so auf unserer Seite.

Florian: Naja, aber Mikroben sind Mikroben, die sind auf gar keiner Seite.

Ruth: Ja, aber sie sind cool. Ich bin auch schon sehr gespannt. Und ich werde ihn

Ruth: mir sicher auch demnächst mal anschauen.

Florian: Also ich werde ihn heute mit Evi schauen und freue mich schon sehr drauf.

Florian: Und dann werden wir darüber gesprochen haben. Und was wir darüber sprechen,

Florian: das hört ihr dann jetzt direkt zuvor dem Anschluss, weil ich es genau da reinschneide.

Florian: Aber wenn wir dann fertig gesprochen haben, ich und Evi, und es wieder heißt,

Florian: jetzt geht es mit dem anderen Podcast weiter, dann weiß ich trotzdem nicht,

Florian: was wir besprochen haben, weil es erst später kommt. Ihr wisst ja,

Florian: wie das geht, haben wir schon öfter gehabt.

Florian: Jetzt kommt das, was Evi und ich uns zu erzählen haben nach unserem Kinobesuch

Florian: heute Abend. Herzlich Willkommen bei Science Frames mit Evi. Hallo.

Evi: Hallo.

Florian: Wir waren im Kino, aber bevor...

Florian: Die Hörerschaft erfährt, was wir uns dort angeschaut haben und was du uns erzählst,

Florian: sage ich noch einen Nachtrag zu dem, was Ruth und ich zu Beginn dieser Folge

Florian: erzählt haben, weil da hat Ruth ja von der Artemis 2 Mission erzählt und darauf

Florian: hingewiesen, dass wenn diese Folge erscheint, die Hörerschaft schon Bescheid weiß, was passiert ist.

Florian: Wir bei der Aufnahme aber noch nicht gewusst haben, was passiert ist.

Florian: Und der Vollständigkeit halber, ihr werdet alle wissen, was passiert ist,

Florian: der Vollständigkeit halber trage ich sie jetzt noch nach. Die Rakete ist gestartet, alles lief gut.

Florian: Die AstronautInnen sind noch im Weltall, hoffentlich gesund und munter.

Florian: Die Toilette war einmal verstopft und es gab ein Problem mit dem E-Mail-Account,

Florian: glaube ich. Aber ansonsten läuft alles nach Plan, zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Florian: Wie es dann wirklich gelaufen ist, das erfahrt ihr ausführlich in der nächsten Folge.

Florian: Und jetzt kommen wir zur Science-Fiction, in der es ja auch ums Fliegen mit

Florian: Raketen geht, unter anderem.

Evi: Ja, das passt recht gut eigentlich zu Artemis. Und ich glaube,

Evi: es ist auch keine große Überraschung, wenn wir jetzt den Film ankündigen,

Evi: weil wir haben ihn die letzten paar Male schon angekündigt.

Florian: Ja, ich habe ihn auch vor diesem Segment direkt angekündigt.

Evi: Also dann, Überraschung, es ist der Astronaut Project Hail Mary.

Florian: Genau, den haben wir uns im Kino angeschaut.

Evi: Sogar in IMAX, danke für den Tipp, haben wir aus der Telegram-Gruppe ja bekommen.

Florian: Ach, haben wir? Okay.

Evi: Ja, da hat uns jemand geschrieben, wir sollen uns unbedingt den IMAX ansehen

Evi: und haben wir auch gemacht. Wir haben wirklich die große Leinwand,

Evi: großes Kino genossen, würde ich mal sagen.

Florian: Ja, genossen. Ich habe mich nicht gelangweilt, aber du wirst gleich mir erzählen

Florian: über den Film. Genossen, würde ich nicht sagen, aber auch nicht das Gegenteil von genossen.

Evi: Ja, okay. Ich weiß jetzt auch gar nicht, ich glaube, ich muss jetzt gar nicht

Evi: groß auf den Inhalt von dem Film eingehen.

Florian: Es ist ein aktueller Film und dann schimpfen die Leute, wenn du sie spoilerst.

Evi: Ach so, nein, das mache ich sowieso nicht. Ich hätte nur gesagt,

Evi: dass da ja eben der Ryan Gosling und die Sandra Hüller mitspielen.

Evi: Project Hail Mary basiert ja

Evi: auf dem Roman von Andy Weir, der ja schon Der Marsianer geschrieben hat.

Florian: Und übrigens, passend zur Rakete, auch ein zweites Buch, das immer so ein bisschen

Florian: ignoriert wird, weil es nicht so erfolgreich war wie der Astronaut und der Marsianer.

Florian: Das Buch, was er dazwischen geschrieben hat, das hieß, ob ich mich richtig erinnern kann, Artemis. Ja.

Florian: War auch ganz okay, war ein schöner Weltraum-Mond-Stations-Grimi,

Florian: aber hat jetzt nicht so diesen Durchschlag gehabt, den die anderen beiden Filme

Florian: hatten oder Bücher hatten. Verfilmt ist er ja nicht worden, der Artemis.

Evi: Ja, stimmt. Worum geht es jetzt in der Astronaut? Ganz kurz nur,

Evi: die Erde steht vor einem ganz großen Problem, weil irgendetwas die Sonne verdunkelt

Evi: und wenn das so weitergeht, dann wird die Sonne ganz verdunkelt werden und dann

Evi: sterben wir alle. Also ganz großes Problem.

Evi: Man entdeckt dann, dass es sich hier um sogenannten Astrophagen,

Evi: also eine Art von Organismus handelt.

Evi: Dass die Mikroorganismen, die schuld sind und dass wir nicht die Einzigen sind,

Evi: sondern dass alle möglichen Sterne in unserer Umgebung davon betroffen sind, bis auf einen einzigen.

Evi: Also sie sind Tauzeti und was macht man? Man beschließt dort hinzufliegen,

Evi: um nachzusehen, weil dort vielleicht die Lösung für unser Problem ist.

Florian: Ja, aber Tauzeti ist ein Stückchen weiter weg als der Mond.

Evi: Richtig, elf Lichtjahre entfernt. Das heißt, für die Astronauten ist es ein

Evi: One-Way-Ticket, die dorthin reisen. Das heißt, wenn die dann dort ihre Forschung

Evi: machen oder dann eine Lösung finden, soll dann mit so Beatles heißen,

Evi: die so Sonden, soll dann quasi ihre Erkenntnisse zurückgeschickt werden.

Evi: Ryan Gosling, eigentlich ist er ein Lehrer und der aber auch Wissenschaftler

Evi: ist, also Molekularbiologe, der da irgendwie aus der Science Community ausgetreten

Evi: ist, nachdem er komische Ansichten vertreten hat.

Florian: Ich kenne sehr viele Leute, die mit mir studiert haben und Lehrer und Lehrerinnen

Florian: geworden sind, aber die haben es, glaube ich, gemacht, weil sie es wollten und

Florian: nicht, weil sie groben Blödsinn oder kontroverse Meinungen veröffentlicht haben,

Florian: wie jetzt Ryan Gosling im Film.

Evi: Vielleicht war das auch seine erste Motivation, aber ich glaube,

Evi: er hat das ja sehr gerne, seine Klasse zu unterrichten und er ist ja sehr gerne

Evi: Lehrer, also das, glaube ich, liegt ihm schon auch. Auf jeden Fall kommt er

Evi: da dann eben zu diesem Projekt und ich will es auch gar nicht weiter spoilern.

Evi: Die meisten wissen, dass es dann irgendwie passiert, dass er dann auf diesem

Evi: Raumschiff landet, dass er dann im System TauCity aufwacht. Als einziger Überlebender

Evi: von der ursprünglichen Crew, aber er ist nicht lange alleine,

Evi: denn schon bald kommt ein Alien-Raumschiff.

Florian: Genau. Und wer sich jetzt beschwert, das war alles im Trainer zu sehen.

Florian: Also das ist jetzt kein Spoiler.

Evi: Und ich habe mich auch wirklich bemüht, dass ich das Buch vorher noch auslese, also fertig lese.

Evi: Und habe mich jetzt auch wirklich bemühen müssen, dass ich da nicht irgendwie

Evi: vorher gespoilert werde. Und ich muss ja sagen, dass mir das Buch sehr, sehr gut gefallen hat.

Evi: Also ich war schon lange nicht mehr so gefesselt.

Evi: Und ich fand es auch sehr berührend, das Buch.

Evi: Also ich habe immer Angst gehabt, so je näher ich dem Ende gekommen bin,

Evi: dass ich dann irgendwann zum Weidenanfang war. Was wird da passieren da?

Evi: Eben, also es entzündet.

Evi: Es kommt ja dann mit einem Alien etwas dazu und es gibt dann verschiedene dramatische

Evi: Wendungen gegen Ende, wo man dann schon ein bisschen, also ich zumindest,

Evi: habe dann ein bisschen gezittert und gefiebert.

Florian: Ich habe dir ja gesagt, es gibt ein Happy End, aber kein Happy End.

Evi: Vielleicht anders, als man es sich denkt. Und dementsprechend war ich jetzt

Evi: natürlich auch neugierig und beziehungsweise in freudiger Erwartung jetzt natürlich auf den Film.

Evi: Ja, und jetzt haben wir uns dieses Vergnügen gegönnt und den Film endlich gesehen.

Evi: Magst du mal sagen, was war dein Eindruck? Wie hat er dir gefallen?

Florian: Ich habe das Buch ja damals gelesen, direkt als es erschienen ist und ich habe

Florian: es danach dann nochmal gelesen und mir auch das Hörbuch angehört.

Florian: Also ich habe das Buch sehr, sehr gut gefunden.

Florian: Es war tatsächlich genau das Buch, das ich mir gewünscht hatte von Andy Weir

Florian: und alle anderen natürlich auch, die ein Fan von der Marsianer waren,

Florian: weil das Schöne an der Marsianer war ja dieser Fokus auf die Wissenschaft,

Florian: dass dieser eine Typ, der Mark Watney, hieß er glaube ich mal Marsianer,

Florian: dass der dann an einer Basel rumhockt und dann mit Wissenschaft überleben muss.

Florian: Und gibt ja auch den Spruch, der glaube ich aus dem Film ist sogar,

Florian: nicht aus dem Buch, irgendwie Let's Science the Shit out of this oder so,

Florian: weil halt Andy Weir, der einen wissenschaftlichen Hintergrund hat,

Florian: auch die Wissenschaft ernst genommen hat.

Florian: Und natürlich sind wie überall in der Fiktion auch Freiheiten dabei,

Florian: aber im Wesentlichen war es ein durchaus wissenschaftliches Buch beziehungsweise

Florian: ein unterhaltsames Buch, wo die Wissenschaft optimal zur Unterhaltung eingesetzt worden ist.

Florian: Und ich habe dann, wie Andy Weir sein zweites Buch geschrieben hat,

Florian: und habe gedacht, okay gut, das wird schon gut sein, das Buch,

Florian: aber das kann man nicht wiederholen, man kann das jetzt nicht nochmal machen.

Florian: Kein sich Schremming mit der Venusianer, wo ein Typ auf der Venus fest sitzt und irgendwas.

Florian: Das kann man nicht wiederholen. Und dann habe ich den Astronaut gelesen und

Florian: habe mir gedacht, verdammt, nein, er hat es doch wiederholen können.

Florian: Mit einer komplett anderen Handlung, mit einer komplett anderen Voraussetzungen.

Florian: Aber es war wieder ein Typ, es ist halt immer ein Typ bei NDB,

Florian: er hätte auch mal eine Frau nehmen können. Aber der eine Typ war wieder im Weltall und hat.

Florian: Mit Wissenschaft unterhaltsam alles gelöst. Und da war ich wirklich beeindruckt,

Florian: dass er es quasi geschafft hat, nochmal der Marsianer zu schreiben, nur halt ganz anders.

Florian: Also das war bisher beeindruckt und das war eben das, was mir im Film gefehlt hat.

Florian: Im Film hat man sich halt auf die Science-Fiction-Elemente, die Weltraum-Elemente

Florian: konzentriert, aber alles, was wissenschaftlich nicht zwingend notwendig war,

Florian: um der Handlung zur Folgen ist gestrichen worden.

Florian: Deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht, dass man nichts von dieser Faszination,

Florian: die NDIW im Buch über die Wissenschaft erzeugt hat, in den Film übernommen hat.

Evi: Ja, das stimmt. Beziehungsweise ich hatte ja stellenweise im Film das Gefühl,

Evi: ach, jetzt bin ich aber froh, dass ich das Buch gelesen habe,

Evi: weil ich glaube, sonst würde ich mich gar nicht auskennen.

Evi: Also ich habe da schon das Gefühl gehabt, dass mir das Buch einen guten Hintergrund

Evi: geliefert hat, damit ich eigentlich dem Ganzen folgen kann.

Evi: Also ich weiß jetzt nicht, wie es jemanden gegangen ist, der das Buch nicht gelesen hat.

Evi: Ich meine, das Feedback in meinem Bekanntenkreis war alles, Also waren alle

Evi: so, wow, tollster Film aller Zeiten. Und ich habe schon lange nicht mehr so

Evi: einen tollen Film gesehen.

Evi: Also die waren alle irgendwie komplett blown away und overwhelmed.

Evi: Und ich war eher so ein bisschen underwhelmed, muss ich sagen.

Evi: Obwohl er natürlich gut war, also er ist ein guter Film. Aber ich war jetzt

Evi: nicht so begeistert, dass ich da jetzt sage, okay, hat mich da jetzt vom Sessel gefegt.

Florian: Ja, ich glaube, das liegt daran, diese unterschiedliche Wahrnehmung,

Florian: dass wenn du das Buch nicht gelesen hast, du weißt ja nicht,

Florian: was du verpasst hast im Film.

Florian: Du hast da einfach nur einen sehr, sehr beeindruckenden Film mit beeindruckenden

Florian: Bildern. die sind ja wirklich beeindruckend, gesehen und einen beeindruckenden

Florian: Schauspieler und eine durchaus auch interessante Story.

Florian: Hast alles gesehen, aber du hast halt nicht gesehen, was du verpasst hast,

Florian: weil du nicht gewusst hast, was im Buch halt noch alles möglich gewesen wäre. Darum würde ich jetzt,

Florian: dass die Leute, die das Buch gelesen haben, den Film nicht ganz so toll gefunden

Florian: haben, wie die Leute, die das Buch nicht gelesen haben?

Evi: Ja, weil es ja meistens der Fall ist, oder sehr oft zumindest,

Evi: dass viele ja enttäuscht sind, wenn sie ein Buch gelesen haben und eine Verfilmung

Evi: sehen, weil die Verfilmung natürlich immer eine Verkürzung auch ist.

Evi: Vom Dramaturgischen und auch von der Handlung her hält der Film ja schon sehr

Evi: nah ans Buch, bis auf das Ende.

Evi: Ich finde das auch immer wieder erstaunlich. Der Film dauert zweieinhalb Stunden

Evi: und nimmt sich stellenweise eigentlich sehr viel Zeit und dann am Ende legt

Evi: er dann aber doch so einen Turbogang wieder ein, wo das dann alles so beschleunigt

Evi: und wieder auch erzählt wird.

Evi: Das fand ich sehr schade, weil ja gerade am Ende ja so viele Wendungen und Dramatik drinnen sind.

Evi: Und das fand ich, im Film ist das dann verloren gegangen. Also auch so wirklich

Evi: dieser Aspekt, der ja wichtig ist, dass er ja sterben wird. Also das kann ich

Evi: jetzt so weit auch verraten.

Evi: Das kommt auch im Trailer ja vor.

Florian: Das ist im Titel, Hail Mary ist eine Mission ohne Wiederkehr.

Evi: Ja, das Himmelfahrtskommando und so. Ja, genau. Und das, dass er ja wirklich

Evi: oft mit dem eigentlich abschließen muss, auf eine gewisse Art und Weise,

Evi: dass er dort sterben wird.

Evi: Und dann kommen aber eben Wendungen, dass er ja weiterleben kann,

Evi: sich Hoffnungen oder Möglichkeiten auftun.

Evi: Und dann aber immer wieder doch Rückschläge auch erleidet. Und da dann noch

Evi: einmal gerade gegen Ende hin, diese Dramatik.

Evi: Und das fand ich echt schade bei dem Film, dass es dann aber so verkürzt war und so schnell dann war,

Evi: Und da finde ich, hätte man schon ein bisschen mehr vielleicht machen können.

Evi: Und um jetzt zur Wissenschaft zu kommen, nur kurz noch, ich finde es auch immer

Evi: schade, dass in einem zweieinhalb Stunden Film ja auch, weil nicht der Mut zur Wissenschaft fehlt.

Evi: Also das ist so, man macht das Notwendigste, was man halt braucht,

Evi: weil es ist ein Science-Fiction-Film und wir sind im Weltraum und natürlich

Evi: sind da bestimmte Sachen, also sie hatten ja auch Berater von NASA und Co.,

Evi: dass man sich da an bestimmte Sachen, Darstellungen hält, nur noch nicht.

Evi: Das Buch ist ja extrem sciencey eigentlich und die Lösung ist die Wissenschaft

Evi: und vor allem dann auch diese Zusammenarbeit, die sich dann ergibt.

Evi: Und das finde ich dann immer wieder erstaunlich, dass man dann sagt,

Evi: okay, nee, wir machen da ein gutes, unterhaltsames Familienkino, einen guten Film.

Evi: Vielleicht auch damit, keine Ahnung, die Altersbegrenzung nicht zu hoch wird.

Florian: Ich weiß es nicht. Ja, aber da brauchst du ja kein FSK 18 für Wissenschaft.

Evi: Ja, aber da irgendwie fehlt dann der Mut, kommt mir vor.

Florian: Gerade in dem Fall ist es besonders erstaunlich, weil bei der Marsianer haben

Florian: sie es ja gemacht, da haben sie ja die Wissenschaft erzielt.

Florian: So wie es in einem Film möglich ist, aus dem Buch übernommen.

Florian: Da war die Wissenschaft ja das treibende Element.

Florian: Wie gesagt, dieser Spruch, let's say the shit out of this, das kam ja aus dem

Florian: Film, sogar nicht aus dem Buch.

Florian: Und der Masiader war ja ein sehr, sehr großer Erfolg. Und da hätten sie eigentlich

Florian: das Vertrauen haben können, dass sie das mit dem Astronauten auch hinkriegen.

Florian: Aber wollten sie anscheinend nicht.

Evi: Es gibt ja extrem viele Wissenschaft im Buch, in dem Film ja auch.

Evi: Und da hätte man, finde ich, bei vielen Sachen einfach nur ein bisschen mehr machen können.

Evi: Aber was jetzt die Science betrifft, die Vorlage ist ja schon sehr wissenschaftlich

Evi: und sehr gut recherchiert.

Evi: Also es gibt einige Interviews auch mit dem Auto, mit dem Andy Weir,

Evi: wo er ihm sagt, ja, wie er da recherchiert hat und was er da alles gemacht hat.

Evi: Er hat da sich auch beraten lassen.

Evi: Interessant finde ich, Tau Ceti gibt es ja wirklich und auch 40 Eritiani,

Evi: das ist ja ein Dreifach-Sternsystem.

Evi: Also das gibt es ja wirklich. Und dieses System ist ja wichtig,

Evi: weil das Alien daherkommt. Das kann ich jetzt schon sagen, ohne zu spoilern.

Evi: Also wir haben ja schon gesagt, es kommt ein Alien, also der wird dann auch

Evi: Rocket genannt, das sage ich jetzt auch schon einmal vorweg.

Evi: Und der kommt aus diesem System Eben und der lebt auf 40 Eridiane AB.

Evi: Das finde ich ganz spannend. Das ist ein Exoplanet, den man 2018 gemeint hat, entdeckt zu haben.

Evi: 40 Eridiane A ist ein Zwergstirn, der umkreist ihn eben und ist als Sub-Erder eingestuft worden.

Evi: Ist aber extrem nah an seinem Sternrand. Man hat da, glaube ich,

Evi: nur so eine Umlaufzeit von 42 Tagen.

Evi: Da hat er sich ja dann auch, was das betrifft, ja sehr gut auch überlegt.

Evi: Okay, wie könnte dann eben der Planet beschaffen sein? Wie könnte Leben auf

Evi: diesem Planeten beschaffen sein? und auf das möchte ich gar nicht nie eingehen.

Evi: Ich fand es nämlich eher spannend, dass jetzt ganz neue Ergebnisse herausgefunden

Evi: haben, dass es da wohl ein False-Positiv gegeben hat.

Evi: Also dass der Planet wahrscheinlich gar nicht existiert, sondern dass das eine

Evi: falsche Auswertung war.

Florian: Ja, sowas kommt vor in der Welt.

Florian: Exemplate Suche.

Evi: Und Vulkan, also der Planet jetzt von Spock, also von den Vulkaniern,

Evi: der ist in diesem System, also der ist bei 40 Eritiani arm.

Florian: Also in der Welt von Star Trek ist Vulkan ein Planet, der 40 Eritiani umkreist, nicht in echt.

Evi: Richtig, ja. Und das finde ich ganz interessant. Das ist ein netter Funfact,

Evi: dass Rocky und Spock aus der gleichen Gegend kommen.

Florian: Ja, und da sind wir gleich bei dem Punkt, der mich ein bisschen gestört hat am Film.

Florian: Es ist wirklich nichts, was handlungsrelevant ist, aber etwas,

Florian: was mich sehr beschäftigt, als ich das Buch gelesen habe, weil es geht ja unter

Florian: anderem darum, das hast du jetzt schon gesagt, dass der Astronaut,

Florian: der da die Welt retten soll,

Florian: alleine ist, weil seine Crew-Kollegen gestorben sind während der Reise.

Florian: Und deswegen muss er es allein machen. Und das Gleiche gilt auch für den Ausseerischen.

Florian: Der war auch mit mehreren unterwegs, aber ist auch allein übrig geblieben.

Florian: Und im Film wird gesagt, ja, warum das so ist, woran die gestorben sind.

Florian: Und dann wird das halt so in einem Halbsatz erklärt. Im Buch ist das eine sehr,

Florian: sehr viel längere Sequenz, die mich sehr beeindruckt hat.

Florian: Und im Im Wesentlichen geht es darum, dass die Aliens, zu denen Rocky gehört.

Florian: Dass die in sehr vielen Bereichen der Menschheit technisch, wissenschaftlich

Florian: durchaus extrem überlegen sind. Aber in anderen Bereichen nicht.

Florian: Und jetzt hier konkret, kennen die Aliens offensichtlich Relativitätstheorie

Florian: und Quantentheorie nicht auf die Art und Weise, wie wir es verstanden haben.

Florian: Vor allem die Relativitätstheorie nicht und Radioaktivität nicht.

Florian: Und das hat mich halt sehr fasziniert. Und das wird im Buch noch deutlich länger ausgeführt.

Florian: Das hat mich halt sehr fasziniert, weil wir gehen ja immer davon aus,

Florian: dass die Außerirdischen zu unserer Vorstellung alle urviel gescheiter sind als

Florian: wir und die sind alle viel besser als wir und wir können dann irgendwie alles

Florian: Mögliche lernen von denen,

Florian: aber realistisch betrachtet, sofern man zu dem Thema überhaupt irgendwas realistisch

Florian: betrachten kann, muss das ja nicht so sein.

Florian: Also vielleicht wissen die Sachen, wo wir keine Ahnung haben und wir wissen

Florian: aber Sachen, wo die keine Ahnung haben und ich fand das halt sehr schön,

Florian: dass Andy Weir sich da bei seinen Aliens nicht so das überlegt hat,

Florian: was sich die meisten anderen überlegen, wenn sie irgendwas mit Aliens machen,

Florian: dass die Aliens halt alle sehr viel besser sind als wir und

Florian: alles wissen, was wir nicht wissen, sondern die wissen halt mehr als wir,

Florian: aber bei manchen Sachen wissen sie halt sehr viel weniger als wir.

Florian: Das fand ich sehr, sehr spannend, weil ich habe dann, als ich das Buch gelesen

Florian: habe, auch lange drüber nachgedacht, wie das dann wirklich so wäre.

Florian: Also was quasi an Wissen bräuchte man denn wirklich, um mit einem Raumschiff

Florian: zu einem anderen Stern zu fliegen?

Florian: Braucht man da all das, was wir haben? Braucht man mehr als wir haben?

Florian: Kann man was weglassen? Oder sind wir vielleicht eh spät dran?

Florian: Hätten wir schon viel früher ins Weltall fliegen können?

Florian: Ich habe da mal irgendwie auch überlegt, Römische Imperium. Hätten die zum Mond fliegen können?

Florian: Weiß ich nicht, aber hätten die irgendwas bauen können, wenn man sich anschaut,

Florian: wie wir in den 60ern zum Mond geflogen sind?

Florian: Das war ja auch verglichen mit heute extrem primitive Technik,

Florian: aber ging es noch primitiver?

Florian: Hätten die Römer vielleicht zumindest Flugzeuge bauen können?

Florian: Ja, Segelflugzeuge oder sowas. Also sowas habe ich halt nachgedacht,

Florian: wie viel Technik wir quasi aus diversen Gründen nicht gemacht haben,

Florian: obwohl wir es mit ein bisschen mehr Kreativität doch hingebracht hätten,

Florian: so wie die Aliens von Rocky ohne Kreativitätstheorie zu einem anderen Stern geflogen sind.

Florian: Also das war so ein Aspekt, der halt im Buch für mich extrem faszinierend war

Florian: und im Film war das ein halber Satz.

Evi: Ja, das habe ich auch sehr schade gefunden. Also da stimme ich dir total zu,

Evi: das haben wir, glaube ich, im Anschluss ja besprochen.

Evi: Gerade das, was alles Alienhafte betrifft, finde ich, da hätte man wirklich

Evi: mehr machen können, also welche Atmosphäre, unter welchen Bedingungen Rocky

Evi: eben lebt oder leben kann im Vergleich zu unserem.

Evi: Das finde ich es ja auch, obwohl es wichtig ist für den Film,

Evi: das ist ja überhaupt nicht irgendwie erwähnt worden. Ich habe mir ja schon überlegt,

Evi: weil ich ja das Buch vergessen habe, wie wir ins Kino gefahren sind.

Evi: Okay, was könnte ich eben dann für Science Frames nehmen, weil da eben im Buch

Evi: so viel ist. Also angefangen eben von Zeitdilatation, Überstrahlung etc. etc.

Evi: Und dann habe ich mir gedacht, okay, das kommt jetzt aber in dem Film alles

Evi: fast überhaupt nicht vor, dass das irgendwie rechtfertigen würde,

Evi: dass ich jetzt groß darüber rede.

Florian: Auch die Freunde der Mikrobiologie werden sich ärgern, weil das ist auch ein

Florian: sehr zentrales Thema der ganzen Handlung und auch des Buches und alle,

Florian: die praktisch in der Mikrobiologie arbeiten, werden sich vielleicht gefreut

Florian: haben, dass diese Arbeit im Buch sehr, sehr konkret und realistisch dargestellt

Florian: wird, im Film aber nicht.

Florian: Nicht. Also da wird halt auch wieder drüber weggegangen.

Evi: Da kann ich jetzt nicht mehr dazu sagen, weil sonst fange ich zum Spoilern an.

Florian: Ja, genau, das machen wir jetzt nicht, aber du würdest trotzdem sagen,

Florian: die Leute sollen sich den Film anschauen.

Evi: Ja, natürlich. Also wie gesagt, er ist gute Unterhaltung.

Evi: Für meine Geschmacks ein bisschen zu stark Familien-Entertainment-Film war nämlich

Evi: die, die den Film gemacht haben, die Regisseure, ich habe mir das angesehen,

Evi: die haben Lego Movie gemacht und Spider Universe und World Kick mit Aussichten auf Fleischbällchen.

Evi: Alles ja Filme, die ich total gern mag und den Humor, glaube ich,

Evi: den merkt man auch. Und ich glaube, dass der Film ja auch mehr in die Richtung gegangen ist.

Evi: Obwohl, also wenn man so manche Szenen denkt, jetzt vom Szenischen her,

Evi: also manchmal ein bisschen auch auf Interstellar oder vielleicht sogar an 2001

Evi: von so manchen Einstellungen anknüpfen wollte. Also da finden sich schon sehr viele Referenzen.

Evi: Aber ich glaube, unterm Strich wollte es ein guter Popcorn-Unterhaltungsfilm

Evi: sein. Und das ist er auch.

Florian: Ja, dann empfehlen wir das. Schaut euch den Film an.

Evi: Mich würde nämlich interessieren, wenn jemand wirklich jetzt den Film gesehen

Evi: hat und dann das Buch liest, ob er dann beim Buch-Aha-Erlebnisse hat,

Evi: ob er sich denkt, aha, deswegen war das so oder deswegen ist das.

Evi: Das würde mich mal interessieren, weil, wie gesagt, mir hätte von der Erklärung einiges gefallen.

Evi: Ich glaube, ich wäre verwirrt gewesen auf dem Film. Das würde mich mal interessieren.

Florian: Und wenn ihr auch ein gutes Buch über Wissenschaft lesen wollt,

Florian: dann könnt ihr euch das Buch besorgen, das Evi mit ihren Kolleginnen vom Podcast

Florian: Cosmic Latte geschrieben hat, das nämlich jetzt in den nächsten Tagen erscheinen wird.

Florian: Und wenn ihr das Buch von den Autorinnen Wenn ihr ihn selbst vorgestellt bekommen

Florian: wollt, dann geht das auch und zwar in München.

Florian: Da gibt es aber keine Karten mehr für die Buchvorstellung und Buchpräsentation.

Evi: Ja, die sind ausverkauft. Wie toll ist das?

Florian: Ich freue mich. Aber in Wien funktioniert das noch. Wann und wie und wo kann

Florian: man sich euch in Wien anschauen?

Evi: Ja, richtig. Also wir sind am 28. April um 17 Uhr bereits im Planetarium Wien.

Evi: Präsentieren das Buch.

Florian: Mehr willst du nicht verraten?

Evi: Naja, es wird auch eine Planetarium-Show geben. Also es ist Show und Buch und

Evi: wir sind da und ja, also alles ganz toll, kommt hin.

Florian: Ja, mach das. Da sollte es noch Tickets geben und die Informationen dazu gibt es in den Shownotes.

Florian: Und wenn Evi vor lauter Buchpräsentieren sich noch einen Film anschauen kann,

Florian: dann gibt es in der nächsten Folge von Das Universum wieder eine Filmbesprechung.

Florian: Und bis dahin verabschieden wir uns. Tschüss.

Evi: Tschüss.

Florian: Jetzt geht es direkt aus dem Kino zu den Veranstaltungen, die ihr euch mit uns

Florian: oder ohne uns anschauen könnt.

Florian: Meistens mit uns, weil die, wo wir nicht dabei sind, die sagen wir nicht an.

Ruth: Die sagen wir nicht an. Die könnt es euch natürlich auch geben.

Ruth: Haben wir nichts dagegen. Ihr müsst jetzt nicht eure Zeit nur mit uns verbringen.

Ruth: Aber wir freuen uns, wenn ihr zumindest einen Teil eurer Freizeit auch mit uns

Ruth: verbringen wollt. So, wie wir es ja gerade letztes Wochenende in wunderschönen

Ruth: Magdeburg gemacht haben.

Ruth: Aber in Zukunft werden wir sein. Wo werden wir sein?

Ruth: Im April in Vorarlberg, in Bregenz. Da sind die Vorstellungen mit den Kindern schon ausgebucht.

Ruth: Aber ich glaube, wenn ich das richtig verstanden habe, dass es für die eine

Ruth: Abendvorstellung am 23.

Ruth: April um 19 Uhr im Kunsthaus Bregenz, ich glaube, dass es da vielleicht sogar noch Karten gibt.

Florian: Ja, das müsst ihr rausfinden.

Ruth: Stand zumindest nicht ausgebucht auf der Webseite. Wenn ihr Lust habt,

Ruth: und ich glaube, es gibt noch Karten, schauen wir mal.

Florian: Ja, dann geht da hin.

Ruth: Dann meldet euch da irgendwie und kauft euch da einfach Karten und kommt da hin, 19 Uhr, 23.

Ruth: April. Und auf jeden Fall, wenn

Ruth: ihr in der Gegend seid oder in die Gegend kommen wollt, dann kommt am 24.

Ruth: Nach Dornbirn, so lange nach der Forschung. Das ist, bin ich in Dornbirn bei

Ruth: der Fachhochschule dort, aber ihr kennt euch eh aus, die Leute, die vor Ort sind.

Ruth: Und da werden wir ganz viele Vorstellungen machen und da finden wir sicher ein

Ruth: Plätzchen für euch, wenn ihr vorbeikommt.

Ruth: So, ich glaube, 17 bis 22 Uhr, also.

Ruth: Ganzen Abend.

Florian: Verlangen nach der Forschung gibt es jede Menge zu sehen. Und wenn ihr nicht

Florian: nach Dornbirn kommen wollt, zu Langen nach der Forschung, weil ihr vielleicht

Florian: im Osten von Österreich wohnt und denkt, das ist mir zu weit weg,

Florian: dann gibt es auch in Wien die Möglichkeit,

Florian: Langen nach der Forschung mit Universumsbeteiligung zu sehen oder vielleicht

Florian: nicht zwingend mit Beteiligung.

Florian: Das weiß ich noch gar nicht, ob ich da beteiligt bin, außer dass ich dort anwesend bin.

Florian: Es wird nämlich der Oberhummer Award für Wissenschaftskommunikation des Jahres

Florian: 2026 im Rahmen der Langen nach der Forschung verlieren.

Florian: Also der Preis, den die Science Busters jedes Jahr verleihen,

Florian: an Leute, die coole Wissenschaftsvermittlung machen.

Florian: Und in diesem Jahr haben wir uns eine ganz besondere Preisträgerin ausgesucht,

Florian: nämlich Sandy Tokswick aus Großbritannien oder Dänemark, aber eigentlich aus

Florian: Großbritannien, also sie ist halt in Dänemark geboren, aber sie...

Ruth: Aktiv in Großbritannien.

Florian: Und wenn ihr euch in der britischen Comedy- oder Fernsehwelt auskennt,

Florian: dann wisst ihr, wer Sandy Tokswick ist.

Florian: Unter anderem die Moderatorin von der wunderbaren Sendung QI, quite interesting,

Florian: wo sie sehr, sehr viel dafür getan hat, dass Wissenschaft unter die Menschen

Florian: kommt, aber sie hat auch sonst jede Menge tolle Sachen gemacht,

Florian: unter anderem sich für sowas Sinnvolles wie die Gleichberechtigung von Frauen

Florian: eingesetzt, für das, was ich auch im Jahr 2026 offensichtlich immer noch einsetzen muss.

Florian: Also ist eine absolut wunderbare Preisträgerin und wird anwesend sein bei der

Florian: langen Nacht der Forschung, um ihren Preis auch entgegenzunehmen und Science

Florian: Buster, zumindest ich, wird da sein.

Florian: Die anderen Science Buster Das sind irgendwo im Einsatz.

Florian: Die Ruth zum Beispiel eben in Dornbirn. Ich glaube, Martin Moda wird mit seiner

Florian: Band auch noch da sein und Musik machen bei der Preisverleihung.

Florian: Wo die anderen Science-Buster sich rumtreiben, kann ich gerade nicht sagen.

Florian: Aber wenn ihr da hinkommen wollt, im Rahmen der Langen nach der Forschung,

Florian: es ist eine eher kleinere Location dort, irgendwo in Wien.

Florian: Ich weiß gerade nicht exakt, wo es ist, in irgendeinem Raum in Wien.

Florian: Mehr kann jetzt gar nicht sagen.

Ruth: Hey, nein, zumindest in einem Raum.

Florian: Nein, also irgendwo in der Akademie der Wissenschaft oder so.

Florian: Ich weiß jetzt nicht auswendig, wo es genau ist. Aber das findet man raus,

Florian: wenn man da hingehen will.

Florian: Es gibt aber noch jede Menge andere Science Buster Termine, zu denen ihr kommen könnt.

Florian: Aber bevor ich die sage, sage ich nochmal schnell die restlichen anderen Termine,

Florian: die näher am Universum sind.

Florian: Es gibt nämlich tatsächlich in diesem Jahr, könnt ihr euch vormerken,

Florian: noch mindestens zweimal die Möglichkeit, das Universum live zu sehen.

Florian: Einmal in Wien, wo wir eine zweite Live-Podcast-Aufnahme machen werden. Am 16.

Florian: Juni 2026 werden wir im Radiokulturhaus wieder eine Folge aufnehmen.

Florian: Da könnt ihr mit dabei sein, wenn ihr das wollt. Und dann werden wir gegen Ende

Florian: des Jahres im Oktober, wenn ich mich richtig daran erinnere,

Florian: ich erinnere mich richtig, es ist der 20.

Florian: Oktober, noch einmal unsere Live-Show spielen in Wiener Neustadt.

Ruth: In der wunderschönen Bibliothek im Zentrum in Wiener Neustadt.

Ruth: Das ist eine coole Location und es sind sehr nette Leute und kommt vorbei.

Ruth: Das ist meistens sogar nämlich gratis.

Florian: Wenn mich nicht alles täuscht. Und dann ganz frisch, ganz frisch habe ich einen

Florian: neuen Sternengeschichten-Live-Termin dazu bekommen.

Florian: Es gibt in Österreich vor dem Sommer nochmal Sternengeschichten-Live. In Wien am 3.

Florian: Juni gibt es nochmal Sternengeschichten-Live und dann gibt es das Ganze auch noch in Graz.

Florian: Da war ich bis jetzt noch nicht. Ich war noch nicht in Graz mit den Sternengeschichten-Live.

Florian: Das gibt es jetzt auch, nämlich am 3. Dezember bin ich in der Helmut-Listhalle

Florian: im Detroit, wie das dort heißt.

Florian: Da könnt ihr hinkommen, Sternengeschichten live in Graz, Steiermark-Premiere quasi.

Florian: Würde mich freuen, wenn ihr da kommt. Graz ist toll und meine Schuhe hoffentlich auch.

Ruth: Noch ein Zeitl bis dahin, da kann man sich schon lang, lang, lang drauf freuen.

Florian: Genau. Und in der näheren Zukunft gibt es dann eben auch noch die Science-Buster-Shows.

Florian: Die machen wir das nächste Mal in Weidhofen an der Ips und dann auch in Graz.

Florian: Also hier sind wir auch in Graz. Da sind wir, glaube ich, in der großen Halle,

Florian: wenn ich mich nicht ganz täusche.

Florian: Da gibt es Science-Busters. Am 9. ist Weidhofen dran, am 10. April Graz, am 13.

Florian: April in Vöcklerbruck. Dann sind wir am 28.

Florian: April nochmal im Orpheum in Wien und am 30. April in der Kulisse in Wien.

Florian: Wir sind dann da auch in Wien. Das müssen auch mal alle gesehen haben in Wien.

Ruth: Irgendwann kommt niemand mehr.

Florian: Am 11. Mai sind wir schon wieder in Wien. Dann kommt Ende Mai,

Florian: das sage ich jetzt mal an, dass es mal angesagt ist, dass ich keiner beschweren

Florian: kann. Wir sagen es nicht an rechtzeitig.

Florian: Ende Mai kommt dann die große Westösterreich-Tour. Am 18.

Florian: Mai sind wir in St. Johann im Pongau. Am 20.

Florian: Mai in Telfs, am 22.

Florian: Mai in Dornbirn, am 23. Mai und am 24.

Florian: Mai in München. Also da machen wir einmal eine Tour durch Tirol,

Florian: Vorarlberg und Bayern mit unserem Programm Weltuntergang für Fortgeschrittene.

Florian: Kommt euch das gerne anschauen, wenn ihr das denn wollt.

Florian: Alle Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es in unseren Shownotes.

Ruth: Sehr gut, sind wir da auch durch, ganz schön viel anzukündigen.

Ruth: Der ganze Schluss, bevor wir euch in den nächsten zwei Wochen verabschieden.

Ruth: Bleibt uns noch wie immer zum Schluss, uns bei euch zu bedanken fürs Zuhören.

Ruth: Fürs irgendwie teilnehmen, fürs Mitglied in unserer Telegram-Gruppe sein,

Ruth: fürs Weitererzählen, wie cool ihr unseren Podcast findet, fürs anderen Leuten

Ruth: unter die Nase reiben und vor allem auch fürs Mitfinanzieren von diesem Podcast hier.

Ruth: Denn ihr seid ja, wie ihr wisst, die Einzigen, die diesen Podcast finanzieren.

Ruth: Wenn nicht die ÖBB gerade mal einen Tunnel eröffnet, dann dürfen die auch uns

Ruth: Geld geben und sagen, wie cool ihr Tunnel ist. Aber das ist jetzt vorbei, also nur ihr, nur ihr.

Ruth: Und es haben seit dem letzten Mal auch wieder einige Leute uns mit schönen,

Ruth: großzügigen Spenden bedacht.

Ruth: Also ganz herzlichen Dank an Thomas, Marco, Markus, Peter, noch an Marco und Johannes.

Ruth: Danke euch. Ihr habt über PayPal gespendet, da kann man einfach ganz normal

Ruth: einmalig spenden oder kann man auch regelmäßig, wenn man möchte,

Ruth: muss man halt nur selber machen.

Ruth: Spenden und schicken. Danke euch. Man kann aber auch ein Spenden-Abo abschließen

Ruth: und dann haben wir quasi seine gewisse Planungssicherheit.

Ruth: Dann wissen wir, dass da regelmäßig was reinkommt.

Ruth: Und das machen schon ganz viele Leute. Ganz vielen Dank dafür, wie immer.

Ruth: So regelmäßig. Danke. Aber neu dazugekommen seit dem letzten Mal sind Harald und Christian.

Florian: Ganz vielen Dank an euch.

Ruth: Und wie ihr das alles machen könnt, das steht auch wie immer in den Shownotes.

Florian: Da steht auch drin, wie ihr uns E-Mails schreiben könnt.

Florian: Könnt, wenn ihr das wollt, Nachrichten allgemeiner Art an hello at das Universum,

Florian: an fragen at das Universum.at oder ihr macht das Ganze einfach per Post.

Florian: Da könnt ihr die jeweiligen Adressen nutzen, die in unseren Impressums stehen.

Florian: Und tatsächlich habe ich Ansichtskarten, die wollte ich noch ganz kurz erwähnen,

Florian: bevor die Sendung zu Ende ist.

Ruth: Hast du schon wieder bekommen?

Florian: Ja, und zwar aus Neuseeland von zwei unterschiedlichen Hörern. Ach, tatsächlich.

Florian: Eine vor ein paar Wochen, eine gerade heute. Also unsere Hörerschaft treibt

Florian: sich anscheinend in Neuseeland herum.

Ruth: Jetzt haben wir wirklich Members around the globe, genauso wie die Flat Earth Society.

Florian: Oder? Moritz war bei, oh Gott, was heißt der, Lake Tekapo in Neuseeland und

Florian: hat die Teleskope des Mount John Observatoriums benutzt sogar,

Florian: schau an, und hat uns eine schöne Karte geschickt mit einem schönen Südlicht

Florian: in dem Fall von Neuseeland.

Florian: Und er schreibt, Moritz aus Köln aka der Typ mit dem Klapprad vom Berliner Bahnhof.

Florian: Ich habe gewusst, das ist jemand, den du getroffen hast, offensichtlich.

Ruth: Ja, das war hallo, hallo, hallo, hallo.

Ruth: Das war sehr lustig. Ich war ein bisschen entnervt, weil ich ja gerade schon

Ruth: von der langen Reise irgendwie erst in Berlin angekommen bin und dann plötzlich

Ruth: kommt jemand und sagt, hallo, bist du Ruth, die Astronomen? Und ich so, was?

Ruth: Ah, ja.

Florian: Und dann hat uns Markus auch noch eine Karte geschickt, die habe ich heute aus

Florian: dem Briefkasten geholt, auch aus Neuseeland.

Florian: Und zwar eine wunderschöne Karte, eine Radfahrkarte, also Cycling Usina mit

Florian: einem schönen Bild von einem Radfahrer, in dem Fall vor einem neuseelandischen See und Gebirge.

Florian: Und er sagt, ihr fahrt ja gerne Rad, vielleicht Inspiration.

Florian: Danke für den Podcast, liebe Grüße, Markus. Also ihr könnt uns auch Karten schreiben,

Florian: wenn ihr nicht gerade in Neuseeland seid, aber in dem Fall waren sie alle aus

Florian: Neuseeland, die ich gerade bekommen habe.

Ruth: Wir nehmen auch Karten aus Schaß-Klappersdorf.

Florian: Die haben wir auch schon bekommen. Oder ihr schreibt uns gar keine Karte,

Florian: ist auch nicht nötig, aber wie gesagt, wir freuen uns über Interaktion jeglicher Art.

Ruth: So ist es.

Florian: Und jetzt ist die Interaktion vorerst zu Ende. Also eigentlich ist hier keine

Florian: Interaktion, wir beide haben interagiert, sonst interagiert da eh keiner mit

Florian: uns, wenn wir das aufnehmen.

Ruth: Vorerst mal ist die einseitige Interaktion für dieses Mal zu Ende.

Ruth: Genau. Und wir hören uns in zwei Wochen wieder.

Florian: Bis dahin. Tschüss. Macht es gut.

Ruth: Ciao.

Über diesen Podcast

Ruth und Florian reden über das Universum. Mit Fragen. Und Antworten.

Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte. In der Rubrik "Science Frames" untersucht Evi die Verbindungen zwischen Science Fiction und echter Wissenschaft.

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von und mit Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

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