Ruth: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Das Universum,
Ruth: dem Podcast, in dem Ruth und Florian über das Universum plaudern.
Ruth: Und auch heute wie immer mit Florian und mit Ruth.
Florian: Herzlich willkommen.
Ruth: Hallo, hallo.
Ruth: Wir haben schon im Vorgespräch, wie das klingt. Jetzt können wir,
Ruth: das ist wie die großen Podcasts, wir haben immer ein Vorgespräch.
Ruth: Nein, nein, wir plaudern halt einfach. Gesprochen, dass wir beide Uhr fertig
Ruth: sind, weil die lange Nacht der Forschung hinter uns liegt.
Florian: Ja, also von der war ich schon fertig, aber heute bin ich von was anderem fertig,
Florian: weil mittlerweile haben wir wieder andere Auftritte gehabt.
Florian: Ich bin gestern, glaube ich, erst um eins im Bett gelegen und dann aber um sechs
Florian: schon wieder wach gewesen.
Florian: Also ich wollte dich fragen, ob es dich stört, wenn ich so ein kleines Niedelchen
Florian: mache nebenbei und du erzählst einfach vor dich hin.
Ruth: Ja, ist okay. Es ist nicht so, dass du sonst immer so wertvolle Erkenntnisse
Ruth: da lieferst. Also bitte, geh schlafen.
Ruth: Dann dauert es auch kürzer.
Florian: Ja, aber die Lange Nacht der Forschung, das ist eine coole Veranstaltung,
Florian: habe ich schon viel Nettes erlebt. Aber ich habe auch festgestellt,
Florian: zumindest in Wien ist die Lange Nacht der Forschung gar nicht so lang gewesen.
Florian: Ich erinnere mich noch an die Lange Nacht der Forschung, die ich in Jena zum
Florian: Beispiel erlebt habe oder auch in Nürnberg.
Florian: Das ging wirklich, das ging bis nach Mitternacht, war der Action an den Unis
Florian: und so weiter. Also das war schon lustig.
Ruth: Wie lang war es in Wien?
Florian: Weiß ich nicht, aber das war, glaube ich, da war um zehn Schluss oder sowas,
Florian: zumindest da, wo ich war. Vielleicht bin ich einfach zu den coolen Fahnenstädten,
Florian: die spät nachts nicht eingeladen wurden.
Ruth: Nein, voll nicht. Ich glaube, je größer die Organisation oder die vielen Organisationen,
Ruth: desto kürzer ist es im Endeffekt oder desto komplizierter und so weiter.
Ruth: Wenn du nur wenig zu organisieren hast, dann kannst du schnell noch mal eine
Ruth: Stunde extra am Teleskop bleiben oder keine Ahnung. Es ist super.
Ruth: Es ist eine super Veranstaltung. Ich war in Dornbirn und das war auch natürlich extrem gut besucht.
Ruth: Es war viel zu gut besucht. Ich habe doppelt so viele Vorstellungen gemacht
Ruth: wie geplant und auch mehr Leute ins Zelt hineingelassen bis wirklich grenzwertigen,
Ruth: mehr als grenzwertigen Anzahlen von Menschen.
Ruth: Und trotzdem habe ich die meisten Leute wegschicken müssen.
Florian: Ist das aufblasbare Universum, hat es expandiert? Gab es eine Hubble-Tension?
Ruth: Ja, es gab die Tension am Zelt, wenn sich die Leute hinten anlehnen.
Ruth: Dann reißt es nämlich auf irgendwann und dann ist es vorbei mit dem aufblasbaren Universum.
Ruth: Ich meine, es ist natürlich super, wenn die Leute kommen, aber ich meine,
Ruth: ich weiß, es ist eine offene Veranstaltung ohne Anmeldung.
Ruth: Das ist gut. Die Leute sollen einfach kommen, ja. Aber gewisse Dinge gehen einfach
Ruth: nicht ohne Voranmeldung, beziehungsweise gehen sie nicht so,
Ruth: dass alle zufrieden sind ohne Voranmeldung.
Ruth: Und wenn einfach nur 25 Leute, und das waren in einer Vorstellung,
Ruth: hatten wir 39 Personen, ich habe sie gezählt, also Personen,
Ruth: auch mit kleinen Kindern, aber trotzdem, es gehen nicht mehr rein und wenn man
Ruth: dann sich nicht voranmeldet, stehen da halt 100 Leute und schauen einen an.
Ruth: Und dann sagt man, bitte 30 Leute vortreten, der Rest, tschüss.
Ruth: Ich meine, das ist so wie bei der Deutschen Bahn, wenn der Zug in Nürnberg steht,
Ruth: weil zu viele Leute im Zug sind und dann sagen sie durch, bitte steigen Sie aus.
Ruth: Natürlich steigt niemand aus. Ich meine, das ist eh klar. Habe ich mal eine
Ruth: halbe Stunde so in Nürnberg verbracht.
Florian: Du bist doch nicht ausgestiegen, aufsichtlich.
Ruth: Natürlich nicht. Ich hatte eine Fahrkarte und ein Planetarium mit dabei.
Ruth: Also naja, das Ding ist aber halt, dass ich es schade finde,
Ruth: weil einfach die Veranstaltung an sich cool ist. Aber wenn man schon weiß,
Ruth: dass da tausende Menschen kommen, dann muss man das irgendwie managen.
Ruth: Und dann muss man das irgendwie anders managen.
Florian: Man muss ja nicht diese Sache mit kommt einfach hin aufgeben.
Florian: Man kann ja das auch ohne Vormildung machen.
Florian: Dann muss halt einfach quasi so eine Art Rezeption sein. Du stehst bis in deinem
Florian: Planetarium irgendwo und irgendwo weiter vorne ist ein Tisch und eine Absperrung.
Florian: Und wenn da 30 Leute durch sind, dann heißt es, ihr müsst warten,
Florian: schaut euch das andere Zeug an, kommt in einer halben Stunde wieder,
Florian: dann ist es vielleicht wieder frei.
Ruth: Naja, du brauchst halt jemanden, der dort ist.
Florian: Ja, eben.
Ruth: Also die muss man dann vielleicht auch bezahlen, diese Menschen.
Florian: Kann man Studierende nehmen, die machen alles umsonst.
Ruth: Nehmen wir einfach mal Ausbeutung. Es gäbe wahrscheinlich Möglichkeiten,
Ruth: das anders zu machen, aber wenn man sich da irgendwie anmelden kann und ich
Ruth: weiß, ich sehe, weiß ich nicht, in irgendeiner App oder was, ich sehe,
Ruth: okay, da sind jetzt für die nächsten drei Stunden schon alle Vorstellungen ausgebucht,
Ruth: dann brauche ich dort nicht mehr hinfahren.
Ruth: Aber dann hat man halt weniger Besucher und dann kann man nicht sagen,
Ruth: wir hatten 5000 Besucher, obwohl nur Platz für 300 war und alle anderen wieder
Ruth: gehen mussten, aber wir hatten 5000 Besucher. Also ich weiß nicht.
Florian: Ja, Eventorganisation ist keine wissenschaftliche Kernkompetenz, sagen wir es so.
Ruth: Ja, a mixed bike. Naja, auf jeden Fall war es nett, die Leute waren nett.
Ruth: Ich glaube, es waren ein paar Leute da, die Hallo sagen wollten,
Ruth: aber sich nicht getraut haben, weil ich dermaßen von Menschen irgendwie umringt
Ruth: und belagert wurde, dass sie dann wieder abgezogen sind.
Ruth: Also falls ihr da wart und nicht durchgekommen seid, das tut mir leid.
Ruth: Schön, dass ihr da wart, trotz allem. Und ihr habt mir quasi virtuell,
Ruth: na nicht virtuell ist das falsche Wort, geistig Hallo gesagt.
Ruth: Ich habe es gespürt. Was war sonst noch?
Ruth: Jede Menge Hinweise, wie man die KI los wird.
Ruth: Vielen Dank. Danke, danke euch. Also ich habe E-Mails bekommen und ein paar
Ruth: Leute haben auch so Nachrichten geschrieben.
Ruth: Ihr seid super und es war ganz einfach, die KI loszu werden.
Ruth: Natürlich, man hätte es auch selber recherchieren können, aber wozu, wenn man euch?
Ruth: Erspart man sich das. Vielen Dank. Ich bin die KI los.
Florian: Das glaubst du.
Ruth: Zumindest in meiner Google-Suche. Meine Google-Suche ist jetzt so wie früher. Das ist so schön.
Ruth: Früher war alles besser. Und dann gab es noch einiges an sonstigen E-Mails und Nachrichten.
Ruth: Ich habe wieder mal in unsere Nachrichten-Folder hineingeschaut.
Ruth: Da waren sehr viele, sehr, sehr nette Nachrichten drinnen.
Ruth: Wieder mal ein paar auch sehr berührende E-Mails von euch über diverseste Geschichten und so weiter.
Ruth: Und ich war wieder mal so, es ist so nett, es ist einfach so schön von euch zu hören.
Ruth: Und ich wollte einfach nur sagen, wir lesen, wir lesen sie, wir lesen die Nachrichten,
Ruth: wir lesen alles. Also zumindest der Florian liest alles. Ich lese meistens auch alles.
Florian: Ich lese schon alles auch, aber Antworten sind immer schwierig.
Florian: Ich sage vielleicht, das ist jetzt nicht so berührend, diese E-Mail,
Florian: aber sie kam recht oft und immer wieder.
Florian: Ich habe keine Ahnung, warum euer Podcast-Player Kapitelmarken nicht anzeigt. Keine Ahnung.
Florian: Ich habe seit Beginn dieses Podcasts nichts an Workflow verändert,
Florian: wie ich Kapitelmarken einfüge.
Florian: Ich habe keine Ahnung, warum manche Apps oder alle Apps, weiß ich nicht,
Florian: die Dinge nicht mehr anzeigen, die Kapitel.
Florian: Im Player, der quasi integriert ist in unsere Hosting-Seite auf Podigy,
Florian: da sind die Kapitelmarken zu sehen.
Florian: Sie sind dort eingetragen und publiziert. Keine Ahnung, wohin sie sind,
Florian: wenn ihr euch den Podcast anhört. Für sachdienliche Hinweise bin ich dankbar.
Ruth: Okay, das war jetzt nicht eines von den Nachrichten und E-Mails nicht gemeint.
Ruth: Das war ein Experienz. Berührend in einer anderen Art und Weise.
Ruth: Okay, naja, da habe ich natürlich auch keine Ahnung. Was ist das überhaupt?
Ruth: Wo man dann vorspulen kann zum nächsten Kapitel, wenn man sich denkt,
Ruth: das Anfangsgelaber interessiert mich nicht.
Florian: Zum Beispiel. Geh weiter zum Hauptthema. Oder wenn man irgendwo sagt,
Florian: okay, ich habe jetzt irgendwo in dem Podcast letztes Jahr was gehört.
Florian: Wo war denn das nochmal? Dann muss ich mir nicht den ganzen Podcast anhören,
Florian: sondern kann da hinspringen.
Florian: Oder keine Ahnung, manche Podcasts machen ja Werbung. Dann kann man die Werbung
Florian: überspringen, wenn die entsprechende Kapitelmarke da ist.
Florian: Ich verwende sie auch nicht, aber es gibt Leute, die wollen die haben.
Florian: Und die werden schon Gründe haben, warum sie es haben wollen.
Ruth: Ja, und du providest die ja auch netterweise. Nur werden sie jetzt anscheinend
Ruth: seit neuestem nicht mehr in die anderen Plattformen weiter geliefert?
Florian: Vielleicht hat das auch mit der KI zu tun, weil auch bei der Podcast-Nachbearbeitung,
Florian: bei allen Programmen und Hosting-Diensten, die ich dafür verwende,
Florian: habe ich jetzt auch überall KI-Button drin.
Florian: Also ich kann jetzt die Kapitelmarken per KI automatisch erstellen lassen.
Florian: Zum Beispiel tue ich nicht, ich mache das händisch.
Florian: Aber ich kann auch bei der Podcast-Bearbeitung ständig auf KI drücken.
Florian: Vielleicht machen die Player auch alles auf KI. Vielleicht haben die gedacht,
Florian: wir machen unsere eigenen Kapitelmarken.
Florian: Ich kenne mich nicht aus. Keine Ahnung, was da passiert. Wir machen einfach
Florian: so weiter, als wäre es noch 2020.
Ruth: Ja, scheiße auf die KI.
Florian: Jetzt schimpft mich, wir haben auch eine böse Mail bekommen.
Florian: Keine böse Mail, aber wir haben eine Mail bekommen, die sich kritisch über unsere
Florian: Äußerungen zur KI geäußert hat.
Ruth: Okay, die habe ich nicht gelesen.
Florian: Die kam erst heute Morgen. Die war bei den E-Mails.
Ruth: Ah, na gut, aber da.
Florian: Also Jürgen hat gemeint, wir
Florian: kennen uns nicht aus mit der KI und sollten lieber über Astronomie reden.
Florian: Und der kann unsere Probleme nicht nachvollziehen. Vor allem das Problem,
Florian: das ich geschildert habe, dass ich einen steinenlosen Himmel erzeugen wollte.
Florian: Aber ich habe damals in der Folge, in der letzten dazu gesagt,
Florian: das ist schon eine Zeit lang her und mittlerweile können die KIs das höchstwahrscheinlich
Florian: und du hast gesagt, du hast das hinbekommen, das war das, was ich gemeint habe.
Florian: Also damals ging es nicht. Das habe ich nicht erfunden, die Geschichte damals.
Ruth: Und außerdem behalten wir uns vor, lieber Jürgen, danke für deine sehr gerechtfertigte Kritik.
Ruth: Ja, wir haben keine Ahnung, aber wir behalten uns trotzdem vor,
Ruth: auch über die Dinge zu reden, über die wir keine Ahnung haben.
Florian: Vor allem haben wir über eine wissenschaftliche Arbeit gesprochen,
Florian: in der KI und Astronomie erwähnt wurden und da haben wir halt drüber geredet.
Ruth: Und apropos, wir haben auch ein paar Nachrichten bekommen von Menschen,
Ruth: die immer noch in der Wissenschaft arbeiten, nicht so wie wir,
Ruth: sondern tatsächlich echte Astronomen,
Ruth: obwohl wissenschaftlich beschäftigte Menschen, die auch uns ganz genau beschrieben
Ruth: haben, wofür sie die KI verwenden. Und das fand ich sehr interessant.
Ruth: Es ist eh eigentlich genau das, was ich mir gedacht habe, so zum Drafts erstellen
Ruth: und so weiter, Dinge zusammenfassen, Themen für potenzielle,
Ruth: weiß ich nicht, Bachelor, Masterarbeiten für Studierende und so weiter,
Ruth: sprachlich feilen und so weiter, solche Sachen.
Ruth: Und das genau kann ja die KI natürlich wirklich gut.
Florian: Darüber wurde in unserer Telegram-Gruppe diskutiert, das heißt,
Florian: es ist theoretisch auch noch öffentlich nachlesbar.
Ruth: Wie auch immer, zurück in die echte Welt.
Florian: Ja, was gibt es im Universum Neues?
Ruth: Ja, es gibt großartige Neuigkeiten. Etwas, das mich sehr, sehr freut.
Ruth: Es ist wieder eine gute Nachricht von der NASA-Raumfahrt.
Florian: Ach, ich weiß, was du meinst. Ich glaube, hat es mit einem Weltraumteleskop zu tun.
Ruth: Ja, Nancy Grace Roman is ready to go.
Florian: Ja, das stand tatsächlich groß in allen Zeitungen.
Ruth: Das finde ich super. Ich meine, ich finde das echt cool, dass das in den Medien
Ruth: war, weil das ist keine besonders aufregende Nachricht eigentlich.
Ruth: Also nicht für jetzt, dass die Clickbait und da, da, da, nichts entdeckt, nichts passiert.
Ruth: Es ist einfach nur das Teleskop ist fertig. Und das ist super,
Ruth: weil das ist uraufregend im Endeffekt.
Ruth: Und das ist einfach wirklich so gut berichtet worden von wegen,
Ruth: ja, super, ist alles fertig. Und es ist anscheinend, das wusste ich auch nicht, vor dem Zeitplan.
Ruth: Es ist acht Monate vor dem Zeitplan. Das wusste ich gar nicht.
Ruth: Ursprünglich war der Start anscheinend erst im Mai 27.
Ruth: Das war mir auch so nicht bewusst. Aber wie auch immer, September,
Ruth: es ist immer noch September das erste Mal, wie ich von einem Datum,
Ruth: von einem Starttermin gehört habe, war schon der September mitgekriegt.
Ruth: September 26, also jetzt quasi in ein paar Monaten, ist der Starttermin.
Ruth: Acht Monate vor dem Zeitplan und anscheinend auch under budget,
Ruth: also billiger als gedacht.
Florian: Na schon.
Ruth: Arg, oder?
Florian: Ja.
Ruth: Also kommen immer alle daher mit, ach ja, alles ist immer hinterher und die
Ruth: Mission ist schon wieder hinterher und eh klar und bla bla bla.
Ruth: Und dann hast du mal ein Weltraumteleskop, ein großartiges, fantastisches,
Ruth: neues Weltraumteleskop.
Ruth: Billiger als gedacht, acht Monate vor dem Zeitplan, fix und fertig, ready to go.
Florian: Können sie das noch ein bisschen aufmotzen in der Zeit, wenn sie noch Geld übrig
Florian: haben und Zeit übrig haben?
Ruth: Könnte man noch irgendwas rein?
Florian: Also Spoiler oder sowas und Becherhalter.
Ruth: Wahrscheinlich ist das auch dem Design geschuldet, weil es ist ein sehr simpel,
Ruth: also simpel, relativ gesehen simpel designtes Ding.
Ruth: Also es ist jetzt nicht ganz so komplex wie zum Beispiel das James Webb,
Ruth: das da in den Weltraum geschossen wurde und komplex aufgefaltet werden musste
Ruth: mit irgendwie 344 potenziellen einzelnen Fehlerquellen,
Ruth: die das Ganze zunichte machen hätten können. hat im Endeffekt ja auch nur ein Instrument, also zwei.
Ruth: Es ist einfach nur ein riesiges Infrarot-Teleskop.
Ruth: Also riesig im Sinne von Blickfeld, Bildfläche.
Ruth: Es heißt einfach nur eine Kamera mit einer super Auflösung, so wie das Hubble,
Ruth: nur hundertfaches Bildfeld.
Ruth: In einem Shot kriegst du die halbe Andromeda-Galaxie mit der Auflösung von Hubble.
Ruth: Das ist ziemlich geil. Und das ist aber halt das eine Hauptinstrument.
Ruth: Dann hat es auch noch den Corona-Graphen, wo man das Licht vom Stern abdecken
Ruth: kann, um die Planeten rundherum abzubilden und zu untersuchen.
Ruth: Und das ist auch cool, weil das ist das erste Instrument, der erste Corona-Graph,
Ruth: der einen beweglichen Spiegel hat, der eine aktive Optik hat.
Florian: Achso, okay. Ich dachte jetzt, er kann links oder rechts schauen.
Ruth: Das kann sich einfach hin und her drehen. Es braucht sich nicht mehr ausrichten, das Teleskop.
Ruth: Das Teleskop launcht einfach da vor sich hin im L2, im Lagrange Punkt 2.
Ruth: Das ist dort, wo auch das James Webb ist. und dann dreht sich es einmal nach
Ruth: links und einmal nach rechts und nein.
Ruth: Es kann einfach da wirklich ganz adaptiv optimieren.
Ruth: Das ist eben auch das erste Mal, dass das ausprobiert wird im Weltraum.
Ruth: Also es ist schon auch cool. Aber es ist halt eigentlich ein recht simpel designtes
Ruth: Teleskop und darum ist es jetzt vielleicht auch schon fertig.
Ruth: Oder es ist einfach, die Teams sind einfach super.
Florian: Ja, na schauen wir mal.
Ruth: Es ist sogar schon, der Cycle 1 Proposal Call ist auch schon abgeschlossen.
Ruth: Also es ist schon das erste Beobachtungsjahr oder die erste Beobachtungsrunde,
Ruth: die Community wurde schon beratschlagt und befragt, was sie denn beobachten
Ruth: möchten und es sind extrem viele Proposals abgeschickt worden.
Ruth: Es ist zwölfmal oversubscribed, zwölfmal mehr Proposals, als sie hineinpassen
Ruth: können in die Beobachtungszeit.
Florian: Gibt es irgendwelche Weltraumphiloskope, die nicht oversubscribed sind?
Ruth: Nein, eh nicht, aber das war ja bis vor kurzem noch nicht einmal klar, ob das überhaupt.
Ruth: Also beziehungsweise es wurde nicht in Frage gestellt, aber es wurde generell
Ruth: natürlich das Science-Funding der NASA um irgendwie fast die Hälfte gekürzt.
Ruth: Weil so ein Proposal ist ja auch nicht gratis. Das erledigt sich ja auch nicht
Ruth: in einer halben Stunde, sondern das ist Arbeit.
Ruth: Also die Community vertraut darauf, dass alles gut geht und dieses Teleskop
Ruth: auch tatsächlich in den Weltraum geschickt wird, was jetzt ja mittlerweile auch
Ruth: schon ziemlich klar ist, dass es passiert. Weil was soll da jetzt?
Ruth: Naja gut, nein, sagen wir das nicht. Wahrscheinlich.
Ruth: Auf Holz klopfen, man weiß nicht. Auf jeden Fall. 347 Proposals und die meisten davon,
Ruth: ungefähr die Hälfte davon, knapp 200, da geht es um Galaxien,
Ruth: super massereiche schwarze Löcher und die aktiven Galaxienkerne und eben um
Ruth: die Verteilung der Galaxien, also um die großräumigen Strukturen.
Ruth: Das ist ja auch eines der Hauptwissenschaftsziele des Teleskops,
Ruth: da ganz, ganz genau die großräumige Struktur der Galaxien bis hinaus ins frühe
Ruth: Universum zu mappen und dann eben daraus Rückschlüsse auf sowohl die dunkle
Ruth: Materie als auch die über die Veränderung,
Ruth: die Expansion, die dunkle Energie zu schließen.
Ruth: Und dann gibt es noch irgendwie ein Viertel ungefähr, wo es um Sterne geht.
Ruth: Also wirklich um Stellar Physics und Stellar Populations.
Ruth: Also welche Art von Sternen, welche Generationen von Sternen wie verteilt sind und so weiter.
Ruth: Also das geht auch ganz gut anscheinend. Und Exoplaneten ist dann auch noch ein Chunk.
Ruth: Und der Rest ist dann noch so interstellares Medium und Zeug.
Ruth: Ah ja, Schaus-Sondensystem gibt es auch. Wahrscheinlich sind auch ein paar Asteroiden dabei.
Florian: Na, sehr gut. Ich bin vor allem Fan von Zeug. Also die Zeug-Forschung liegt bisher am Herzen.
Ruth: Die restliche Zeugforschung, ja. Also das wird ganz cool. Und also die Exoplaneten,
Ruth: das ist auch richtig cool. Das macht ja auch einen Microlensing-Survey für Planeten, ja.
Ruth: Die Erwartung ist, dass das Ding Zehntausende, einige Zehntausend neue Planeten entdecken wird.
Ruth: Also wir kennen so ungefähr 6.000.
Florian: Aktuell, ja.
Ruth: Aktuell, insgesamt. Und das Teleskop Nancy Grace Roman alleine wird noch weitere
Ruth: Zehntausende Planeten finden.
Florian: Wahrscheinlich haben sie es so geschafft, es so schnell durchzubringen unter
Florian: der aktuellen Trump-Regierung, weil sie gesagt haben, du kannst alle nach dir benennen.
Ruth: Ja, genau. Ah, das war ja lustig. Das hat mich auch jemand gefragt jetzt am
Ruth: Wochenende, wie das jetzt ist mit den Sternen, ob man die tatsächlich dann nach sich benennen kann.
Florian: Nein.
Ruth: Oder die Mondgrundstücke oder
Ruth: so. Und dann sind wir so, ja, aber das kostet ja ganz schön viel Geld.
Ruth: Ja, das ist ein sehr teures, schönes, gerahmtes.
Ruth: Bier, das man da kauft.
Florian: Das gilt aber für einen Van Gogh auch.
Ruth: Das ist korrekt. Da hat die Kunst und die Wissenschaft wieder was gemeinsam.
Ruth: Jetzt kriegst du sicher böse Nachrichten. Super.
Florian: Falls es jemand nicht weiß, diese Sterntaufen, die haben überhaupt keine irgendwie
Florian: geartete Verbindlichkeit für wen auch immer.
Florian: Stern kann man nicht nach sich benennen. Es gibt eine Organisation,
Florian: die Internationale Astronomische Union.
Florian: Die ist die einzige, die offiziell Dinge im Weltall benennen kann,
Florian: beziehungsweise offiziell Die macht es halt und wenn die das gemacht hat,
Florian: dann gilt das als der offizielle wissenschaftliche Name und wenn man wissenschaftlich
Florian: seriös arbeiten will, dann hält man sich an die Bezeichnungen, die von der IAU kommen.
Florian: Aber wenn ihr jetzt sagt, ich will das Ding nicht maßnen, ich nenne es Hubert,
Florian: dann sagt Hubert dazu, kann ich auch keiner hinnehmen, das ist nicht verboten.
Florian: Also ihr könnt alles am Himmel so benennen, wie ihr wollt. Es wird sich einfach
Florian: nur niemand dran halten, selbst wenn ihr irgendwo eine Urkunde kauft dafür.
Ruth: Ja, und es sind auch ja die Namen der IAU, muss man ja auch sagen,
Ruth: im Grunde meistens Öffentlichkeitsarbeit, öffentlichkeitswirksame Benennungen von Dingen.
Ruth: Also überhaupt das Benennen von Dingen, die Namensgebung von Dingen hat meistens jetzt da nichts.
Ruth: Wirklich so viel Platz oder Bedeutung in der Wissenschaft, weil die Dinge,
Ruth: die man entdeckt, haben eine Nummer, nämlich ihren Koordinaten entsprechend bzw.
Ruth: Dem Instrument, mit dem sie entdeckt worden sind oder beobachtet worden sind.
Ruth: Darum haben irgendwie Galaxien oft diese Buchstaben-Nummern-Kombinationen und
Ruth: Exoplaneten haben das genauso.
Ruth: Die Dinge haben schon einen Namen und wenn man sie jetzt irgendwie anders nennen
Ruth: will, dann kann die IAU das quasi offiziell unter Anführungszeichen machen,
Ruth: aber man kann sich selber auch Dinge ausdenken und dann sich denken, das ist mein Stern.
Ruth: Ist ja auch schön, ich meine, das ist eine schöne Idee, aber man braucht dafür
Ruth: eigentlich auch nicht jetzt wirklich Geld an jemand anderen zahlen,
Ruth: sondern kann es sich einfach so denken.
Florian: Genau, das kann man machen. Und ich habe jetzt gerade mal nachgeschaut,
Florian: was mich interessiert hat.
Florian: Artemis 2, da war ja etwas, was sehr auf die Medien gegangen ist,
Florian: dass Jeremy Hansen, Entschuldigung, Reed Wiseman, der war es,
Florian: der Commander Reed Wiseman, der hat einen Krater am Mond nach seiner verstorbenen
Florian: ersten Frau Carol Taylor Wiseman benannt.
Florian: Und diese Benennung ist tatsächlich noch nicht offiziell.
Florian: Der hat das gemacht, was alle machen können. Sagen, den benenne ich jetzt nach
Florian: dir. Und das war natürlich eine sehr, sehr schöne und berührende Szene.
Florian: Der hat das dann auch an die IAU submitted, weitergeleitet. Und ich gehe davon
Florian: aus, dass die jetzt nicht sagen werden, nee, machen wir nicht.
Florian: Also der wird schon irgendwann. So ein Scheiß.
Ruth: Nein, nein, das Team hat sich natürlich darauf geeinigt, dass sie das machen wollen.
Florian: Ja, genau.
Ruth: Und sie haben auch einen anderen Krater noch nach ihrem Raumschiff benannt.
Ruth: Integrity, so der Name der Orion-Kapsel, mit der sie unterwegs waren.
Ruth: Sehr schön. Also kann man schon machen, wenn man jetzt einen Astronaut ist,
Ruth: der gerade um den Mond rumgeflogen ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher,
Ruth: dass es tatsächlich auch offiziell von der IAU akzeptiert wird.
Florian: Aber auch da gibt es Regeln. Wenn er jetzt gesagt hat, ich möchte Trump nennen,
Florian: kann ja auch sein, das geht nicht. Also da gibt es Regeln. Politische Personen,
Florian: militärische Personen sind ausgeschlossen.
Ruth: Dass der noch nicht auf die Idee gekommen ist, oder? Wundert einen eigentlich.
Ruth: Wieso ist der noch nicht auf die Idee gekommen, ich brauche einen Mondkrater oder einen Stern?
Florian: Das interessiert den doch nicht.
Ruth: Dass du wusstest, gell?
Ruth: Der Golf von Mexiko erreicht. Think Big Donald, come on.
Ruth: Hört uns hoffentlich nicht zu, wie auch immer. Das macht Nancy Grace Roman.
Ruth: Was es hoffentlich auch macht, schauen wir mal, ob es das macht.
Ruth: Also es macht auf jeden Fall die Forschung, die dazu führen könnte,
Ruth: die großräumige Struktur der Galaxien.
Ruth: Und das beobachtet auch diese Verdichtungen durch die baryonischen akustischen
Ruth: Oszillationen und so weiter.
Ruth: Und mit der Expansion des Universums werden wir hoffentlich dann bald mehr wissen.
Ruth: Hoffentlich, dass endlich das leidige Thema der Hubble-Tension,
Ruth: das du heute ja schon erwähnt hast, ganz am Anfang, lösen.
Ruth: Es gab ein neues Paper, das ist eh auch besprochen worden in unserer Telegram-Gruppe.
Ruth: Ich habe mir es nur ganz kurz angeschaut, weil ich mir gedacht habe,
Ruth: oh ja, das ist schon wieder.
Ruth: Es ist keine Lösung der Hubble-Tension, sondern nur eine weitere Bestätigung
Ruth: der Hubble-Tension. Aber es ist ein cooles Paper.
Ruth: Es ist jetzt erst kürzlich, ich glaube jetzt eben im April, veröffentlicht worden.
Ruth: Und was passiert ist, dass sie eben eine nette Initiative eigentlich,
Ruth: dass sie versucht haben,
Ruth: alle Leute da irgendwie zusammenzukriegen oder alle Leute so quasi von jedem
Ruth: Thema da eine Forschungsgruppe auch mit dabei zu haben, die sich damit beschäftigt.
Ruth: Also es geht um die Entfernungsbestimmung.
Ruth: Es geht ja darum, dass die Entfernungsbestimmung, über die dann die Expansionsrate
Ruth: bestimmt wird, dass das im frühen Universum oder so wie wir das frühe Universum
Ruth: sehen, nicht mit dem, was wir im.
Ruth: Lokalen Universum beobachten, zusammenpasst. Also es ist die Expansion,
Ruth: das Universum expandiert jetzt schneller, als es von dem, was wir im frühen
Ruth: Universum sehen, aussieht.
Florian: Genau. Es ist halt immer sehr verwirrend, das zu erklären mit früher, später, älter, jünger.
Florian: Aber wenn wir Daten verwenden, die aus dem frühen Universum stammen,
Florian: dann kriegen wir eine Geschwindigkeit der Expansion.
Florian: Und wenn wir Daten verwenden, die aus dem heutigen Universum stammen,
Florian: kriegen wir eine andere Geschwindigkeit der Expansion.
Ruth: Und es geht immer um die heutige Expansion. Es geht nicht um die Expansion früher,
Ruth: sondern es geht immer um die heutige.
Ruth: Wenn man von früher auf heute vorausberechnet, dann kommt man auf einen anderen
Ruth: Wert, als wenn man jetzt quasi heute oder heute, mehr oder weniger heute,
Ruth: rausschaut ins lokale Universum und da versucht, die Expansionsrate zu bestimmen.
Ruth: Der springende Punkt ist die Entfernungsbestimmung.
Ruth: Weil nur wenn ich weiß, wie weit etwas weg ist, kann ich mir auch anschauen,
Ruth: wie schnell es noch weiter weg fliegt von uns. Also brauche ich eine Entfernungsbestimmung,
Ruth: vor allem halt für die uns nahen Dinge.
Ruth: Und damit ich von den uns nahen Dingen dann auch weiter, immer weiter,
Ruth: auf die immer weiter entfernteren Dinge schließen kann, handelt man sich dann
Ruth: so einer Art Leiter der Entfernungsbestimmung quasi hinaus ins Universum.
Ruth: Es gibt verschiedene Möglichkeiten da im lokalen Universum, also in Galaxien, also schon weit weg.
Ruth: Das lokale Universum ist schon sehr weit weg, aber es sind immer noch die Galaxien
Ruth: quasi mehr oder weniger in unserer Nähe. Man versucht, die Entfernung der Galaxien,
Ruth: die in unserer Nähe sind, so genau wie möglich zu bestimmen und sich dann damit
Ruth: weiter hinaus zu handeln.
Ruth: Und da gibt es ja die Methoden, die man dafür wendet, die Cepheiden,
Ruth: die pulsierenden Sterne.
Ruth: Ich brauche etwas, was mir die tatsächliche Helligkeit eines Sterns bringt.
Ruth: Eine Eigenschaft, die mir seine tatsächliche, absolute Helligkeit gibt,
Ruth: die ich dann mit dem, was ich sehe, vergleichen kann und dann weiß ich,
Ruth: wie weit das Ding weg ist.
Ruth: Und jetzt haben sie diese ganzen verschiedenen Methoden dahergenommen und versucht,
Ruth: so viele Leute wie möglich einzuladen, da mitzumachen bei diesem Projekt,
Ruth: dem Distance Network, haben sie das genannt.
Ruth: Und haben viele Leute auch zusammengebracht und dann haben sie quasi jede einzelne
Ruth: Möglichkeit hergenommen und immer wieder eine von diesen Methoden weggelassen
Ruth: und geschaut, wie das Ergebnis ist. Und das natürlich mit einer komplexeren
Ruth: statistischen Analyse und so weiter.
Ruth: Aber im Grunde haben sie geschaut, ob es an irgendeinem Messfehler von irgendeiner
Ruth: dieser Methoden, die wir verwenden, liegen könnte.
Ruth: Und wenn man alle zusammen nimmt und quasi immer wieder eine weglässt und schaut
Ruth: und bla bla bla, sind sie draufgekommen? Nein, es bleibt auch,
Ruth: wenn man immer wieder die verschiedenen Methoden weglässt und so weiter,
Ruth: das Ergebnis im Grunde gleicht.
Ruth: Es expandiert zu schnell, als wir es vom frühen Universum her erwarten würden.
Florian: Ja, irgendwo hat es mal einen Tritt bekommen, unser Universum.
Ruth: Ja, irgendwo zwischendrin. Es ist ja wirklich erneuendlich nah an der Grenze
Ruth: zum Grad doch noch ein Zufall sein können.
Ruth: Schon langsam ist es jetzt wirklich schon so, ja, es kann doch irgendwie dann
Ruth: vielleicht kein Messfehler mehr sein, aber ganz ausschließend kann man es immer noch nicht.
Ruth: Und da wird sich jetzt hoffentlich mit dem Nancy Grace Roman Teleskop und der
Ruth: fantastischen Riesendurchmusterung, die es macht, da was dran ändern und wir
Ruth: werden es endlich lösen.
Ruth: Ich habe mir gedacht, das ist Technologieoffenheit in der Astronomie,
Ruth: oder? Nancy Grace Roman wird uns retten!
Ruth: Auf jeden Fall müssen wir noch ein paar Jahre warten, weil das natürlich jetzt
Ruth: gerade erst losgeschickt wird und dann erstmal auch beobachten muss und so weiter und so fort.
Florian: Wir müssen immer warten.
Ruth: Wir müssen immer warten in der Astronomie, oder? Ein paar Themen haben wir schon
Ruth: gehabt, wo wir auch wirklich gesagt haben, das ist jetzt gelöst, aber nur wenige.
Ruth: Wir kommen damit zu einer weiteren unbeantworteten Frage, die auch nach dieser
Ruth: Hauptgeschichte jetzt, nach dieser Geschichte unbeantwortet bleiben wird.
Ruth: Das ist schon wieder so ein Thema.
Ruth: Aber wir sind auf jeden Fall schlauer als vorher.
Florian: Das ist immer gut.
Ruth: Das schon. Das ist immer gut, oder? Weißt du, worum es heute geht?
Ruth: Es geht um ein anderes in den Medien gewesenes Thema.
Florian: Planetenentstehung?
Ruth: Ja, es geht um einen ganz bestimmten Planeten. Ja, du bist schon nah dran.
Florian: Ich hätte nur eine Arbeit gelesen, wo es allgemein um Planetenentstehung und
Florian: protokinitale Scheiben ging, aber dann ist das ja nicht.
Ruth: Nein.
Florian: Gut, dann muss ich jetzt um Planeten sagen.
Ruth: Ja.
Florian: Mars. Jupiter.
Ruth: Ja, du bist gut. Na gut, das war in der Naheliege, oder?
Ruth: Es war in den Nachrichten, es war eben, glaube ich, schon auch in unserer Telegram-Gruppe,
Ruth: ist es gepostet worden, wenn ich mich jetzt recht erinnere, Spuren von Leben.
Ruth: In manchen Mitteilungen stand Spuren von Leben, naja.
Ruth: Beziehungsweise in den korrekteren Mitteilungen stand neue organische Moleküle auf dem Mars gefunden.
Florian: Organische Moleküle, das ist einfach nur irgendwas, wo Kohlenstoff drin ist.
Ruth: So ist es. Aber, okay, jetzt haben wir eigentlich, sind wir fertig.
Florian: Okay, gut.
Ruth: Cool, da habe ich gesagt, erledigt. Nein, aber es ist natürlich nicht Leben
Ruth: auf dem Mars gefunden worden.
Ruth: Das ist auch das Lustige, was mich immer wundert, dass Leute sich denken,
Ruth: haben wir das jetzt gefunden?
Ruth: Und ich denke mir, Leute, wenn wir Leben auf dem Mars finden,
Ruth: dann hoffe ich, dass das jeder mitkriegt, dass das ein riesen Aufruhr wird und
Ruth: dass ihr euch nicht fragt, ob das jetzt entdeckt worden ist,
Ruth: sondern dass das jeder ganz gut findet.
Ruth: Gut. Ganz klar weiß, weil das wäre ein riesen Ding, okay?
Ruth: Aber die organischen Moleküle und das ist cool und vor allem ist auch cool,
Ruth: wie man die gefunden hat, auf welche Art und Weise.
Ruth: Und ich habe mir gedacht, schauen wir uns das mal ganz genau an,
Ruth: mit welchem Instrument und so weiter und so fort.
Ruth: Was passiert ist, ist Curiosity, ich finde ja, Curiosity findet immer noch die coolsten Sachen, oder?
Florian: Ja, ich weiß nicht, wir haben alle coole Sachen gefunden. Curiosity,
Florian: der lebt anscheinend noch, okay?
Ruth: Der lebt noch. 2012.
Florian: Ich erinnere mich, wie er gelandet ist.
Ruth: Curiosity ist schon ein bisschen nicht mehr ganz frisch, sagen wir mal. Vielleicht eh...
Ruth: Das Beste an dieser ganzen Nachricht oder das Beste an vielen von diesen Press-Releases,
Ruth: die da, oder Press-Releases, ja, Medienberichten, die da zu sehen waren,
Ruth: war das Bild von Curiosity, das dabei war.
Ruth: Das Selfie von Curiosity. Hast du das gesehen?
Florian: Ich glaube nicht.
Ruth: Warte mal, ich schicke dir den Link.
Florian: Ah ja, da ist das Selfie. Ja, schaut ein bisschen staubig aus.
Ruth: Ich finde es schon aus wie, das ist Festival-Look, oder?
Ruth: Schaut aus, wenn man in irgendeinem Schlammchaos oder einfach nach einer richtig
Ruth: langen Tour so einmal vom Höllental auf den Schneeberg rauf und wieder runter oder irgendwas Orges.
Ruth: Wenn man nach einer langen Tour, da ist man einfach fix und fertig irgendwie
Ruth: mit Schlamm und Staub übersehen.
Ruth: Und schau dir die Reifen an, also die Reifen gesehen.
Ruth: Es ist schon ziemlich löchrig, der humpelt schon ein bisschen durch die Gegend.
Ruth: Ich glaube, er muss mittlerweile auch ein bisschen langsamer und vorsichtiger
Ruth: fahren auch, damit er einfach nicht irgendwo stecken bleibt.
Florian: Ich bin auch nicht mehr so frisch mit 2012, ich muss auch ein bisschen langsamer durch die Gegend.
Ruth: Eben, eben. Und dann habe ich mir gedacht, was ist mit Perseverance?
Ruth: Wie schaut denn der eigentlich aus? Und dann habe ich ein Selfie,
Ruth: weil ich schicke dir das auch noch, dann kannst du es auch in die Shownotes
Ruth: geben und dann können alle sich das anschauen, weil es ja schon sehr interessant ist zum Vergleich.
Ruth: Schaut auch nicht viel besser aus.
Florian: Okay, ja, ja, ja. Das ist das Staub, der da liegt? Oder ist das verrostet?
Ruth: Nein, das ist Staub. Die sind einfach sofort, ich meine, kann sich das vorstellen,
Ruth: nach dem ersten Sandsturm, nach dem ersten muss ja nicht mal gleich ein ganzer
Ruth: kompletter Sturm sein, aber die sind sehr schnell mit Staub bedeckt.
Ruth: Okay, Perseverance schaut doch ein bisschen frischer aus.
Florian: Soll ein Bergrotter rollen, dann wird auch ein Fahrtwind vielleicht wieder sauber.
Ruth: Ja, genau, genau. Ich habe mir dann auch gleich die Frage gestellt,
Ruth: die sich ja viele Leute auch immer wieder stellen und mir immer wieder stellen.
Ruth: Warum putzen die ihre Rover nicht? Aber machen wir das zum Schluss,
Ruth: weil dann kann man schön zu den Fragen überleiten.
Ruth: Gehen wir zuerst nochmal zurück zu dem, was Curiosity tatsächlich gemacht hat.
Ruth: Also obwohl Curiosity mittlerweile seit fast 14 Jahren, seit 13,5 Jahren ist
Ruth: das Ding auf dem Mars und fährt dort herum und macht die fantastischen Bilder,
Ruth: Experimente und so weiter.
Ruth: Es immer noch Neues zu entdecken, obwohl es schon so lange da oben ist,
Ruth: funktioniert es immer noch großartig, schon ein bisschen staubig,
Ruth: schon ein bisschen lädiert.
Ruth: Aber diese fantastische Bohrprobe, die jetzt in den Medien waren mit den neuen
Ruth: organischen Molekülen, die kommt aus dem Jahr 2020, also schon länger her.
Ruth: Und 2020 hat Curiosity da diesen Felsbrocken aufgebohrt, einen Bohrer,
Ruth: mit dem er tief unter die Oberfläche auch bohren kann und das Material analysieren kann.
Ruth: Und das ist eben die diverseste Bohrprobe, mit Abstand die diverseste Bohrprobe,
Ruth: die wir bisher gefunden haben.
Ruth: Es sind 21 verschiedene organische Moleküle in dieser Bohrprobe gefunden worden
Ruth: und sieben davon sind Moleküle, die wir zum ersten Mal am Mars gefunden haben,
Ruth: zum ersten Mal detektiert haben.
Florian: Also wir kennen die Moleküle, es sind nicht komplett neue Moleküle,
Florian: sondern wir kennen die von der Erde, aber wir haben sie zum ersten Mal am Mars gefunden.
Ruth: Genau, also es ist nicht stimmt. Das ist nämlich auch in der Mitteilung,
Ruth: da denkt man sich auch, wow, neue Moleküle am Mars, gibt es Sachen,
Ruth: die es bei uns gar nicht gibt? Nein, neu für den Mars, für uns, neu für uns am Mars.
Ruth: Also es sind Moleküle, die wir natürlich kennen, die wir natürlich von der Erde
Ruth: her kennen und es sind immer noch relativ einfache Moleküle,
Ruth: aber es sind eben diese sieben von den 21,
Ruth: die wir noch nie davor am Mars gefunden haben. Hat auch einen Grund.
Ruth: Warum wir die bis jetzt noch nicht gefunden haben.
Florian: Die sind so klein, haben wir nicht gesehen.
Ruth: So mikro, winzig. Nein, nein, es geht um die Methode, wie wir jetzt diese Moleküle
Ruth: tatsächlich gefunden haben. Und das ist ja auch das Spannende daran.
Ruth: Nicht, dass es neue Moleküle sind oder was. Ich meine, spannend,
Ruth: dass wir sie zum ersten Mal detektiert haben.
Ruth: Aber das war ja auch bis zu einem gewissen Grad erwartbar, beziehungsweise natürlich
Ruth: erhofft, dass die dort sind.
Ruth: Und der Grund, warum wir sie jetzt detektiert haben, ist mannigfaltig.
Ruth: Also eigentlich gibt es zwei Hauptgründe, warum wir die jetzt erst gefunden haben.
Ruth: Erstens eine ganz speziell ausgewählte Gegend, eine ganz speziell ausgewählte Bohrprobe.
Ruth: Die ist in der Gegend Mary Anning aufgenommen.
Ruth: Also Mary Anning ist die wirklich unmittelbare Gegend. Kennst du die?
Florian: Ja, die kenne ich. Das ist die Frau, die Dinosaurierfossilien gesammelt hat
Florian: an der Kreideküste irgendwo in England, wo es heißt, dieser Zungenbrecher,
Florian: She-Sells, Seashells und Seashore.
Florian: Ich soll nachher von ihr inspiriert worden sein.
Ruth: Ah, wirklich? Ah, das wusste ich gar nicht.
Florian: Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber man hört es immer wieder.
Ruth: Ja, nur, dass es eben nicht Seashells waren. Obwohl, nein, das,
Ruth: was Seashells waren, hat sie verkauft und die Dinosaurierstücke hat sie sich
Ruth: behalten wahrscheinlich.
Ruth: Nein, eine sehr bekannte britische Paläontologin und ihr zu Ehren ist dieser
Ruth: Bereich, in dem die Bohrproben sind mehrere, es war Mary Anning 3,
Ruth: war die Bohrprobe, um die es geht,
Ruth: zu ihr zu Ehren sind die nach ihr benannt worden und es ist eine ganz spezielle Gegend.
Ruth: Das ist nämlich eine Gegend, die früher, also vor ungefähr, wissen wir noch
Ruth: nicht so genau, drei Milliarden Jahren plus von Flüssen und Seen bedeckt war.
Ruth: Also eine ziemliche Oase und potenziell eben auch organisches Materialleben ermöglichende Gegend.
Ruth: Diese Gegend hat sehr tonhaltige Böden.
Ruth: Und dadurch wird auch, oder hat man eben erhofft und sich erwartet,
Ruth: dass dadurch die Moleküle natürlich auch sehr gut konserviert werden und dass
Ruth: man sie halt eben dort auch finden kann.
Ruth: Das heißt, wenn wir da jetzt irgendwo interessantes Zeug finden, dann hier.
Ruth: Und deswegen hat man auch für diese Bohrprobe, für diese speziell ausgewählte
Ruth: Bohrprobe, ein ganz besonderes Instrument verwendet.
Ruth: SAM, natürlich ein Akronym.
Florian: Das heißt in der Bibel, Mars, Sample Analysis of Mars.
Ruth: Genau, Sample Analysis at Mars.
Florian: At Mars, okay, of Mars.
Ruth: At Mars, of Mars. No, they're at, wie auch immer. Genau, SAM,
Ruth: die Sample Analysis at Mars.
Ruth: Und das ist ein extrem cooles Instrument. Das ist eine Mini-Version von einem
Ruth: riesigen, komplexen Instrument, das halt in Labor erst auf der Erde verwendet wird.
Ruth: Und das haben sie versucht, quasi so winzig, damit es eben auf diesen Rover
Ruth: passt, da zusammen zu basteln.
Ruth: Und eben das war auch die Herausforderung, das so zu machen,
Ruth: dass das klein genug oder so kompakt wie möglich, aber trotzdem diese komplexen
Ruth: Moleküle analysieren kann.
Ruth: Dafür hat dieser SAM verschiedene Lösungsmittel an Bord.
Ruth: Was passiert ist, dass der Bohrer hinunterbohrt, das Material hochnimmt und
Ruth: durch den Greifarm dann in einem Becher mit einem Lösungsmittel quasi hineingebröselt wird.
Ruth: Und dann kann man das, was dann halt da in diesem Lösungsmittel,
Ruth: werden die Moleküle aufgebrochen und zwar in etwas, was man dann untersuchen kann.
Ruth: Und da hat Curiosity verschiedene Lösungsmittel an Bord,
Ruth: aber zwei Becher mit einem ganz speziellen, sehr potenten Lösungsmittel,
Ruth: nämlich Tetramethylammoniumhydroxid.
Florian: Ja, ich habe gerade vorhin auf den Link zu dem Paper geklickt,
Florian: weil ich wissen wollte, was für Moleküle es da eigentlich sind,
Florian: die entdeckt worden sind. Und dieses Paper ist voll mit diesen absurden Molekülnamen,
Florian: die kein Mensch versteht, der nicht irgendwas mitzutun hat. Was ist da?
Florian: N-Methyl-N-Tert-Buttildimethyl-Sililtrifluorazetamin. Das ist ein Ding.
Florian: Es waren jetzt nicht fünf Dinge, es waren ein Ding.
Ruth: Cool, ja. Vor allem zwei ganz interessante Moleküle, die da dann dadurch entdeckt worden sind.
Ruth: Aber eben das Ding ist, dass es dieses Lösungsmittel, dieses Tetramethyl-Ammonium-Hydroxid,
Ruth: Ich habe es extra mir vorher noch durchgelesen, damit ich es auch fehlerfrei aussprechen kann.
Ruth: Und das kann eben genau solche wilden, großen Moleküle, wie du jetzt gerade
Ruth: den Namen da genannt hast, wahrscheinlich,
Ruth: aufbrechen in kleinere und dann kann Sam, ein Gaschromatograph,
Ruth: kann herausfinden, was diese Moleküle sind einfach.
Ruth: Also durch dieses Lösungsmittel werden die komplexeren Moleküle aufgebrochen
Ruth: in kleinere und dann kann man schauen, was da wirklich drin ist.
Ruth: Und so ist das für einen kleinen Mars-Rover auch als komplexes Laborinstrument durchführbar.
Ruth: Und eben, es hat nur diese zwei Becher mit diesem Lösungsmittel an Bord gehabt.
Ruth: Und das war jetzt, weil diese Bohrprobe aus dieser speziellen Gegend kommt,
Ruth: war das jetzt, die Zeit war reif, um endlich diesen Becher auch zu verwenden
Ruth: und eben dieses Experiment durchzuführen.
Ruth: Das ist natürlich das erste Mal, dass so ein Experiment außerhalb der Erde durchgeführt wurde.
Florian: Ich stelle mir die ganze Zeit vor, wie dieses Raum seit zehn Jahren in diesem
Florian: Becher balanciert, das nichts ausschüttet.
Ruth: Oh Gott, oh Gott. Hoffentlich finden wir bald eine Begegnung,
Ruth: wo es irgendwie so, wie wenn man Getränke auf die Terrasse hinaufträgt oder so.
Ruth: Und natürlich wurde dieses Instrument vorher auf der Erde ausprobiert.
Ruth: Und da hat man eben Proben weitergelegt.
Ruth: Komplexen Molekülen hineingeworfen und dann geschaut, was Sam da detektieren
Ruth: kann und was da rausgekommen ist.
Ruth: Und das, was jetzt bei dem Experiment tatsächlich rausgekommen ist,
Ruth: weil wir wissen ja natürlich nicht, was reingeworfen wurde, aber wir wissen,
Ruth: was rausgekommen ist, sind auch genau diese Verbindungen,
Ruth: die auf der Erde gefunden wurden, wie da die komplexeren Moleküle reingeworfen wurden.
Ruth: Das sind jetzt für die Chemiker unter uns die methylierten Benzol- und Naphthalein-Verbindungen,
Ruth: die durch dieses Lösungsmittel, durch dieses Tetramethyl-Ammonium-Hydroxid,
Ruth: da aus den komplexeren organischen Molekülen da rausgebrochen werden.
Ruth: Und das deutet darauf hin, wir wissen es natürlich nicht, aber es deutet darauf hin,
Ruth: dass diese Moleküle, die wir da jetzt gefunden haben, eben auch aus komplexeren
Ruth: Ursprungsmolekülen bestehen, weil das genau die sind,
Ruth: die quasi entstehen, wenn man das mit diesem Lösungsmittel da in Verbindung bringt. Macht das Sinn?
Florian: Bis jetzt macht es noch Sinn, ja.
Ruth: Also wir wissen jetzt durch diese neuen Moleküle, die wir da gefunden haben,
Ruth: dass es eben auf dem Mars möglicherweise entsteht.
Ruth: Noch komplexere, wesentlich komplexere organische Moleküle geben könnte.
Florian: Ist irgendeines von den Molekülen, die man gefunden hat, ich glaube,
Florian: da hast du noch keinen Namen gesagt, ist da irgendwas dabei,
Florian: wo man zumindest sagt, das könnte man vielleicht kennen oder ist das auch alles
Florian: irgendeine komplexe Bezeichnung, mit der man nichts anfangen kann?
Ruth: Nein, nein, doch. Also es gibt ein paar, die jetzt eben gefunden wurden, die wir sehr gut kennen.
Ruth: Also es gibt zwei, zwei habe ich gesagt, oder? Genau, ich habe sie mir sogar
Ruth: aufgeschrieben. Zwei sehr interessante Moleküle.
Ruth: Das eine ist Benzothiophen, wenn ich es richtig geschrieben habe.
Ruth: Wir reden schon wieder über etwas, worüber wir keine Ahnung haben.
Florian: Es besteht aus einem Thiophenring und einem annullierten Benzolring, ist ja klar.
Ruth: Heißt es Thiophen oder Thiophen?
Florian: Keine Ahnung.
Ruth: Who knows, wie auch immer. Es ist auf jeden Fall das größte aromatische Molekül,
Ruth: das wir bisher am Mars gefunden haben. Besonders gut schmeckendes.
Florian: Ich weiß wenig über Chemie, aber ich weiß, dass aromatisch irgendwas Chemisches
Florian: ist, aber nichts mit dem Geschmack zu tun hat.
Florian: Aber die Wikipedia sagt, dass Benzothiopen in Erdheiz- und Schweröl vorkommt.
Florian: Das heißt, es gibt Öl am Mars.
Ruth: Es gibt Öl am Mars. Los, fliegen wir hin und holen uns das.
Ruth: Aromatisches Molekül heißt ringförmig, mit bestimmten Bindungen auch noch.
Ruth: Also das sind diese Kohlenstoffringe, die eben auch diese Kohlenwasserstoffe,
Ruth: Öl, zu dem machen, was es ist.
Ruth: Und das sind natürlich dann andere, längere Moleküle. Aber dieses Benzothiophen
Ruth: ist eben das Größte von diesen aromatischen, diesen Kohlenstoffringen,
Ruth: die wir bis jetzt gefunden haben am Mars.
Ruth: Und das, und das würde dich freuen, kennen wir natürlich von der Erde,
Ruth: aber wir kennen es auch von Meteoriten.
Florian: Ja klar, da sind auch jede Menge komplexe Moleküle drin.
Ruth: Hinbefördert, so wie sie es möglicherweise auch auf der Erde gemacht haben,
Ruth: kommen die Bausteine des Lebens,
Ruth: die dann auf der Erde zur Entstehung des Lebens geführt haben,
Ruth: einfach aus dem Weltraum und sind auf die Erde und auf den Mars und sonst wohin
Ruth: geliefert worden und ist dann daraus einfach mehr oder weniger überall auch
Ruth: das Leben entstanden, wo dann die Bedingungen gegeben waren?
Florian: Ja, wissen wir nicht.
Ruth: Maybe. Es klingt plausibel und das ist das Ding.
Ruth: Man muss so Dinge dann halt auch erst nachweisen, damit es auch wirklich immer
Ruth: plausibler wird, weil bis jetzt haben wir natürlich angenommen,
Ruth: dass es das dort gibt und dass das so sein könnte.
Ruth: Aber wenn man dann das Molekül dort auch tatsächlich findet,
Ruth: dann weiß man, haben die Asteroiden dort vielleicht dem Mars auch das Präleben geliefert.
Ruth: Und ein zweites, sehr interessantes Molekül hat Curiosity auch gefunden,
Ruth: den Stickstoff-Heterozykel.
Ruth: Heterozykel, Heterozykel, Heteroring, wie auch immer. Es ist ein Kohlenstoffring,
Ruth: aber mit eingebauten Stickstoffmolekülen.
Ruth: Darum ist es das Stickstoff-Heterozykel.
Ruth: Und das ist tatsächlich die Vorstufe zur DNA-Kohlenstoffe.
Ruth: Das ist genau das, was man quasi braucht, um die DNA aufzubauen,
Ruth: beziehungsweise ist eins dieser Bausteine, die dann auch in der RNA zuerst und DNA drinnen sind.
Ruth: Also die Vorstufe für ein komplexes Molekül, das die Fähigkeit,
Ruth: sich selbst zu kopieren, da besitzt. Es ist kein Leben, aber es ist alles da.
Ruth: Es ist wirklich durch diese Moleküle die chemischen Voraussetzungen dafür,
Ruth: dass Leben sich bilden konnte, mehr als nur gegeben.
Ruth: Es ist alles da. Die Zutaten fürs Essen stehen alle in der Küche bereit.
Florian: Ja, das ist gut. Aber ich frage mich jetzt, ist das etwas, was uns etwas über
Florian: die Vergangenheit sagt? Ja.
Florian: Oder sagt uns etwas über die Gegenwart? Weil selbst wenn da jetzt irgendwie
Florian: die Bausteine des Lebens da
Florian: sind, in der Gegenwart ist der Mars ja ein ziemlich mieser Ort zum Leben.
Florian: Also heißt das jetzt, kann man daraus ableiten, irgendwo tief unter Boden lebt
Florian: vielleicht was? Oder heißt es, früher hätte es Leben geben können?
Ruth: Es heißt, früher hätte es Leben geben können und es heißt vor allem,
Ruth: also wie weit, das ist ja auch das Interessante daran,
Ruth: nicht nur, ob es wirklich bis zum Leben tatsächlich geschafft hat,
Ruth: sagen wir jetzt mal die Chemie, sondern auch wie weit es tatsächlich gekommen ist.
Ruth: Von dem, was da ist, können wir sagen, ah, so weit ist es gekommen.
Ruth: Dann finden wir noch ein komplexeres Molekül, das quasi auf dem Weg dahin ist.
Ruth: Ah, es ist noch weiter gekommen.
Ruth: Wir wollen wissen, wie weit ist die Chemie gekommen auf ihrem Weg zum Leben,
Ruth: wenn nicht sogar tatsächlich ganz einfache Lebensformen entstanden sind.
Ruth: Dass es jetzt auf dem Mars noch Leben gibt, ist extrem unwahrscheinlich,
Ruth: extrem unwahrscheinlich.
Ruth: Aber das Coole daran ist auch, und das ist vielleicht noch die noch wichtigere
Ruth: Erkenntnis als jetzt diese komplexen Moleküle oder die vermutliche Anwesenheit
Ruth: von noch komplexeren Molekülen, ist.
Ruth: Dass das Zeug überhaupt noch da ist.
Ruth: Und das spricht auch das an, was du jetzt gerade gesagt hast,
Ruth: dass der Mars ja jetzt ein Ort ist, wo sich nichts gut halten kann,
Ruth: wo auch eine extremen Strahlungsumgebung herrscht.
Ruth: Da gibt es kein Magnetfeld oder so gut wie keins. Der Sonnenwind wird nicht
Ruth: dankenswerterweise von einem Magnetfeld abgelenkt, sondern prasselt ein auf
Ruth: den Mars in all seiner Zerstörerischheit und die,
Ruth: Tatsache, dass wir diese komplexen organischen Moleküle, welchen Ursprungs auch
Ruth: immer sie jetzt sind, trotzdem die Tatsache, dass wir die finden,
Ruth: sind gute Nachrichten für die Suche nach ehemaligem Leben.
Ruth: Das heißt, wenn das Zeug dort ist oder dort war, dann kann es sich über Milliarden
Ruth: von Jahren an Strahlung trotzdem da halten.
Ruth: Es hat überdauert, es wurde nicht zerstört. Das ist ja auch etwas,
Ruth: was wir bis jetzt noch nicht wissen.
Ruth: Was ist, wenn es Leben gegeben hat auf dem Mars, aber eben vor dreieinhalb Milliarden Jahren?
Ruth: Können wir das jetzt überhaupt noch nachweisen? Ist das nicht überhaupt alles
Ruth: schon durch die kosmische Strahlung da irgendwie in seine Einzelteile zerlegt worden?
Ruth: Und das ist das, wenn diese komplexen Moleküle noch da sind und wir sie nachweisen
Ruth: können mit den super einfachen Methoden von einem Rover, der einen Bohrer hat
Ruth: und ein Mini-Experiment mit ein paar Bechern mit Lösungsmitteln.
Ruth: Dann können wir diese Moleküle nachweisen, dann können wir auch das Leben nachweisen,
Ruth: die Reste des Lebens nachweisen, wenn es sie dann gegeben hat.
Florian: Das ist sehr cool und ich habe im letzten Absatz der NASA-Mitteilung,
Florian: die du mir geschickt hast, was noch cooleres gelesen. Sprichst du davon noch,
Florian: weil sonst spreche ich davon?
Ruth: Wovon genau? Was steht da drin?
Florian: Dass in Zukunft weitere Experimente mit genau dieser Methode geplant sind.
Florian: Unter anderem auf dem Mars von der Exo-Mars-Mission der ESA,
Florian: die 228 frühesten starten wird, die den Rosalind Franklin Lander mit dabei hat.
Florian: Und genau da haben sie auch so ein Experiment mit drauf. Und eine noch kleinere
Florian: Version soll mit dem Dragonfly mitfliegen, das zum Titan, dem Saturnmond.
Ruth: Fliegt. Genau, weil auf dem Titan ist ja die Situation, naja,
Ruth: nicht wirklich ähnlich, aber zumindest auch in die Richtung gehend.
Ruth: Dass es das Leben auf dem Titan irgendwie gegeben hat, ist auch gefährlich.
Ruth: Sehr unwahrscheinlich, weil es dort halt extrem kalt ist und dann halt nicht
Ruth: genug Energie da ist, um eine Art Metabolismus überhaupt in Gang zu bringen.
Ruth: Aber wir wollen wissen, wie weit es das Leben auf dem Weg zum Leben geschafft hat.
Ruth: Also wie weit diese präbiotische Chemie da irgendwie gediegen ist und ob es
Ruth: da überhaupt dazu gekommen ist und so weiter und so fort.
Ruth: Also es sind ähnliche Fragestellungen, die ähnlichen Methoden bedürfen,
Ruth: die wir da beantworten wollen.
Ruth: Und das ist extrem cool, dass es natürlich diese weiteren Experimente und so weiter gibt.
Ruth: Das war jetzt auch eine Art Technologiedemonstration, wenn man so will,
Ruth: um zu schauen, geht das überhaupt. Der zweite Becher.
Ruth: Ist jetzt übrigens gerade erst vor kurzem verwendet worden mit diesem Lösungsmittel.
Ruth: Das ist auch spannend. Das war jetzt gerade erst, vom Februar ist die Nachricht, glaube ich,
Ruth: dass in einer extrem interessanten Gegend auch, in einer Gegend,
Ruth: die von Grundwasserflüssen geprägt war, das sind diese Boxworkridges, nennt man das.
Ruth: Das sind so Box, eigentlich so netzartige Strukturen, die sich dann überschneiden
Ruth: und dadurch entstehen so Box, so schachtelförmige Hohlräume, Gräben und so weiter.
Ruth: Und was passiert ist dort, ist, dass das Grundwasser eben im Fels,
Ruth: im Gestein, durch die Risse des Gesteins quasi befördert wurde.
Ruth: Und dann die Mineralien, die in dem Grundwasser drinnen waren,
Ruth: die Gänge, wo das Wasser geflossen ist, quasi verstärkt hat und die sind übrig
Ruth: geblieben. Und der Rest ist weg, erodiert.
Ruth: Und jetzt haben wir diese fast so wie kleine Mauern, die da irgendwie übrig
Ruth: geblieben sind. Und Curiosity passt quasi mehr oder weniger genau auf diese
Ruth: Mauer drauf, auf diese ehemalige Grundwasserkanäle.
Ruth: Und man muss halt urvorsichtig fahren, damit es nicht links und rechts runterfällt.
Florian: Ja, damit es uns verschüttet sein Becher, muss ja aufpassen.
Ruth: Ja, voll. Und dann kann er vielleicht auch gar nicht mehr aufstehen.
Ruth: Oh Gott, nein, hoffentlich passiert das nicht.
Ruth: Aber das Coole ist ja auch, die hat man schon natürlich in Satellitenbildern
Ruth: gesehen und so weiter und so fort und hat irgendwie gedacht,
Ruth: ah, coole Gegend, das muss so und so passiert sein.
Ruth: Und was man jetzt aber auch gefunden
Ruth: hat, ist, dass sich die noch höher hinaufziehen, als man das erwartet.
Ruth: Weil man hat ja ungefähr eine Erwartung, wie hoch der Grundwasserspiegel am
Ruth: Mars gewesen ist früher.
Ruth: Aber wir wissen es einfach nicht tatsächlich.
Ruth: Und wenn der Grundwasserspiegel höher war oder länger höher war,
Ruth: dann muss das Wasser dort auch länger übrig geblieben sein oder länger existiert
Ruth: haben. Und das ist ja auch etwas, was wir wirklich noch nicht wissen.
Ruth: Wir wissen noch nicht genau, wie tatsächlich, wann und wie, wissen wir nicht,
Ruth: der Mars sein Wasser verloren hat.
Ruth: Also wir haben schon Vermutungen, so mehr oder weniger, okay,
Ruth: es liegt irgendwie am Magnetfeld, es liegt irgendwie an der Atmosphäre,
Ruth: es liegt daran, dass der Kern, dass der Mars zu klein ist, nicht genug eigene
Ruth: Schwerkraft hat, dass der Kern abgekühlt ist und eben nicht mehr diesen,
Ruth: wie bei der Erde, rotierenden Eisenkern ein starkes Magnetfeld erzeugt und so weiter. Aber,
Ruth: Es ist alles nicht so simpel und es passt in unseren Simulationen von dem,
Ruth: wie sich der Mars entwickelt hat, noch nicht zusammen.
Ruth: Wir haben es noch nicht geschafft, ein befriedigendes Szenario in Simulationen
Ruth: zu reproduzieren, wie der Mars tatsächlich sein Wasser verloren hat.
Ruth: Da geht es nicht nur um den Mars, da geht es darum, wie besonders ist die Erde.
Ruth: Wie kann ein Planet seine Habitabilität auf längere Zeit halten oder wie auch nicht.
Ruth: Es geht darum, die Faktoren, die die Bewohnbarkeit von Planeten überhaupt definieren
Ruth: und betreffen. Wir wissen da ja immer noch nicht sehr viel darüber eigentlich.
Ruth: Ich meine, wir haben ja nur die Erde, wir haben nur einen Datenpunkt,
Ruth: was die Habitabilität angeht.
Ruth: Es geht darum, einfach diese Faktoren überhaupt erstmal einzugrenzen,
Ruth: zu benennen, genauer zu beschreiben und so weiter und so fort.
Ruth: Es ist super spannend. Und das Traurige ist, dass einfach diese neuen Experimente
Ruth: jetzt auf Dragonfly und so weiter und auf Rosary Franklin Rover,
Ruth: aber das ist extrem cool natürlich,
Ruth: aber die werden das auch nicht zweifelsfrei und befriedigend beantworten können.
Ruth: Wir brauchen die Samples auf der Erde, wir brauchen die gescheiten,
Ruth: großen Instrumente in unseren Labors, wir brauchen diese Sample-Return-Missions,
Ruth: die ja Perseverance schon gestasht hat.
Ruth: Perseverance hat schon Samples vorbereitet, die man nur noch abholen muss.
Ruth: Missionen bis auf weiteres gecancelt. Und wir brauchen diese Missionen,
Ruth: um diese Frage nach der Habitabilität von Planeten überhaupt beantworten zu können.
Florian: Lieferdienst hinschicken, der uns das holt. Aber ja, klar, auf der Erde kriegen
Florian: wir das deutlich besser hin.
Florian: Aber vielen Dank für deinen tollen persönlichen Blick auf diese Geschichte.
Florian: Und es ist wichtig, dass du deinen Blick drauf geworfen hast.
Florian: Kann ich jetzt sagen, weil ich habe geschaut, steht auch in der Pressemitteilung
Florian: drin, der Chefforscher dieses Experiments heißt Charles Malespin.
Florian: Und es ist gut, dass ich jetzt auch deinen Spin...
Ruth: Female Spin.
Ruth: Ja, aber es spinnen immer nur die Mails.
Florian: Vielleicht heißt auch Mails, Pim, keine Ahnung, wie er sich ausspricht.
Ruth: Das bringt uns nochmal zu der Frage, um einen nahtlosen Übergang zu den restlichen
Ruth: Fragen zu gewährleisten.
Ruth: Warum reinigen die denn die Rover nicht?
Ruth: Und die Antwort darauf ist, das lohnt sich nicht. Wie denn?
Ruth: Ich meine, alles, jedes einzelne kleine Scheißding, jedes Grammgewicht ist absolut notwendig.
Ruth: Diese Missionen sind so grenzwertig geplant,
Ruth: dass einfach alles, was irgendwie auch nur annähernd nicht notwendig ist oder
Ruth: überflüssig ist oder eben nicht in einem Preis-Leistungs-Verhältnis steht,
Ruth: das angemessen ist, kommt einfach nicht mit.
Ruth: Und dass irgendwann die Solarzellen der Rover mit Staub bedeckt sind und dass
Ruth: er dann nicht mehr funktioniert oder dass die Reifen irgendwann kaputt sind
Ruth: und so weiter, ja, das lässt sich nicht vermeiden.
Ruth: Und alles, was man quasi in der Zwischenzeit machen kann,
Ruth: alles, was man auf den Rover draufpacken kann, ist so viel mehr wert,
Ruth: als jetzt vielleicht die Mission, dann noch um ein paar Jahre zu verlängern
Ruth: durch einen Ventilator, der den Staub runterbläst oder so. Ein Scheinwischer, genau.
Ruth: Also es gibt einfach keine vernünftige Lösung, die es wert wäre,
Ruth: dann den limitierten Platz und das limitierte Gewicht, das man hat,
Ruth: dafür zu verwenden, anstatt für ein anderes Experiment oder um ein Experiment
Ruth: überhaupt möglich zu machen.
Florian: Müssen wir Crowdfunding machen, dass wir eine Waschstraße auf dem Mars bauen können.
Ruth: Voll. Hinfahren und einmal, ich würde so gerne einmal Curiosity so über den
Ruth: Kopf wischen. Einfach sagen, danke.
Ruth: Darum ja auch meine Probleme mit der KI. Viel zu anthropomorphisierend.
Florian: Wie so die nervige Mutter. Einmal so ein bisschen spucken. Da hast du was, sie wischt da kurz weg.
Ruth: Genau, ja, ja. Das hat meine Mutter einfach gemacht. Ja, ja,
Ruth: einfach so ein bisschen schlafen.
Ruth: Hinspucken und wisch, wisch. Oh, das wäre so schön.
Ruth: Ja, ich hoffe, Curiosity hält noch lange, lange, lange durch.
Ruth: Aber es spricht nichts dagegen, außer der nächste Mars-Sandsturm.
Ruth: Aber schauen wir mal. Zu den weiteren Fragen. Ich habe geschaut,
Ruth: ob es Mars-Fragen gibt. Habe jetzt keine vernünftige Mars-Frage gefunden, ehrlich gesagt.
Florian: Haben wir noch unvernünftige bekommen?
Ruth: Unvernünftige. Ich habe Planeten, generelle Planeten-Fragen habe ich dafür einige
Ruth: gefunden und rausgesucht.
Ruth: Und zwar eine Frage, die gleich an dich geht.
Ruth: Nämlich hat Peter eine Frage zu den Wechselplaneten, die auf der Folge des Universums 77 basiert.
Florian: Ja, ich erinnere mich dran.
Ruth: Wo du anscheinend davon geredet hast. Ich kann mich auch der Dunkel dran erinnern.
Ruth: Und es geht ihm darum, weil er das gerade gehört hat, und es geht ihm darum,
Ruth: dass er sich überlegt hat, wie denn da die Gezeiten wären,
Ruth: wenn das jetzt, sagen wir mal, das wäre irgendwie ein habitabler Und der wird
Ruth: dann von einem Jupiter-großen Planet, sagen wir mal, irgendwie da überholt.
Ruth: Die sind ja auf der gleichen Umlaufbahn und tun sich immer so austauschen auf
Ruth: ihren Bahnen mehr oder weniger und werden dann nicht irgendwie die Vollagen gezeiten.
Ruth: Wie würde sich das auf diesem Planeten auswirken?
Florian: Das ist eine sehr gute Frage und ich sage gleich zuvor, ich habe keine Antwort darauf.
Ruth: Schon wieder mal.
Florian: Nein, aber Gezeiten sind ja ein wirklich, wirklich, wirklich kompliziertes Thema.
Florian: Also allein zu erklären, sinnvoll und gut und korrekt zu erklären,
Florian: wie die Gezeiten auf der Erde funktionieren, ist alles andere als simpel.
Florian: Also diese ganzen anschaulichen Erklärungen, der Mond zieht das Wasser rundherum
Florian: und alles oder der Mond zieht die Erde in die Länge, das ist alles so vereinfacht,
Florian: dass es falsch ist und wenn man es nicht so weit vereinfacht, dass es zu falsch wird.
Florian: Dann wird es schon sehr kompliziert, also die Zeiten sind ein echt kompliziertes
Florian: Dingsi und ich kann sagen,
Florian: Nicht sagen, wie jetzt aus dem Stand nicht sagen, wie jetzt die Gezeitenkräfte
Florian: im Fall seines Wechselplanetensystems funktionieren.
Florian: Also ich kann sagen, traue ich mich sagen, die sind heftig, die wird jetzt ein
Florian: bisschen wilder zugehen als anderswo. Man muss ja auch klar machen,
Florian: dass wir jetzt auf der Erde Gezeiten haben, nicht nur wegen dem Mond,
Florian: sondern wir haben auch Gezeiten von der Sonne.
Florian: Ein Drittel der gesamten Gezeitenkraft oder des Gezeiteneffekts wird von der Sonne ausgelöst.
Florian: Wenn der Mond von heute auf morgen verschwinden würde, hätten wir immer noch
Florian: Gezeiten auf der Erde, die halt dann ein bisschen schwächer sind,
Florian: ungefähr zwei Drittel schwächer, aber sie wären immer noch da.
Florian: Das heißt, man muss auch berücksichtigen, welchen Stern umkreisen diese Wechselplaneten,
Florian: in welchem Abstand umkreisen sie diesen Stern, die Wechselplaneten.
Florian: Das alles spielt damit rein, wie stark jetzt die Zeiten sind.
Florian: Die Umlaufzeiten spielen alle eine Rolle und so weiter. Also es wäre dramatisch,
Florian: ob es große Monsterfluten geben würde, keine Ahnung. Also wie gesagt,
Florian: das sind alles Spezialfälle, die man sich dann auch im Spezialfall anschauen muss.
Florian: Da muss man wirklich die Daten von Planet 1, Planet 2, Stern und so weiter irgendwo
Florian: in ein Computerprogramm reintippen und dann schauen, was rauskommt.
Ruth: Aber Peter sagt das ja auch schon in seiner Frage, in dem E-Mail schreibt er
Ruth: auch schon so eben, dass es da auch um die Fliehkraft geht und so weiter und
Ruth: er wünscht sich, er hätte dir besser zugehört.
Ruth: Und er sagt dann auch noch, ob unser Mond auch Gezeiten hätte,
Ruth: wenn die Mare, also diese dunklen Ebenen auf dem Mond, wenn die tatsächlich aus Wasser wären.
Florian: Ja, definitiv. Der Mond spürt Gezeitenkraft von der Erde. Das ist ja eine Wechselbeziehung.
Florian: Also der Mond verursacht Gezeiten auf der Erde, aber die Erde verursacht Gezeiten
Florian: auf dem Mond und viel stärker, weil die Erde ja mehr Masse hat.
Florian: Und das ist der Grund, warum der Mond uns immer dieselbe Seite zeigt.
Florian: Und weil die Gezeitenkraft, wie gesagt, alles sehr, sehr kompliziert,
Florian: weil die Gezeitenkraft eben nicht nur zu Ebbe und Flut führt,
Florian: sondern auch auf das ganze Drehimpulssystem Erde-Mond-Auswirkungen hat.
Florian: Also die Gezeitenkräfte führen dazu, dass sich die Rotationsgeschwindigkeiten
Florian: von Erde und Mond verändern.
Florian: Sie führen dazu, dass sich der Abstand von Erde und Mond verändert.
Florian: Und beim Mond hat es eben dazu geführt, dass die Rotationszeit des Mondes sich
Florian: auf die Umlaufzeit des Mondes um die Erde abgestimmt hat.
Florian: Die sind beide genau gleich, das liegt an der Gezeitenkraft,
Florian: die die Erde auf dem Mond ausübt und deswegen zeigt uns der Mond immer dieselbe
Florian: Seite und ja klar, wenn da Wasser drin wäre, dann hätten wir
Florian: Ja, aktuell nicht mehr, glaube ich, Gezeiten, weil dadurch, dass der Mond synchron
Florian: rotiert, hat er den Effekt, also wir hätten da schon Flut und Ebbe,
Florian: aber halt immer an derselben Stelle, zwar einfach gesagt.
Ruth: Das Wasser wäre einfach an einer Stelle höher, obwohl er tut ja auch irgendwie
Ruth: ein bisschen rum, ne? Also er tut ja schon schlingern.
Florian: Ja, genau, so etwas wird schon passieren.
Ruth: Und deswegen schon, ja, aber nicht auf die Art und Weise, wie es auf der Erde ist.
Ruth: Das ist ja sehr interessante Fragen, gell? Die Gezeiten sind überhaupt irgendwie
Ruth: so ein Phänomen, das so allgegenwärtig, aber so komplex ist.
Ruth: Das ist echt schwierig. Er fragt dann auch noch, wie es mit einem Jupiter-ähnlichen
Ruth: Planeten in der habitablen Zone wäre, der eben von einem erdähnlichen Mond umkreist würde.
Ruth: Ob man da drauf leben könnte oder ob dann auch dort irgendwelche Mega-Gezeiten
Ruth: wären, weil halt der Jupiter sehr nah an einem dran ist.
Florian: Das könnte durchaus sein, aber auch das, wie gesagt, das hängt alles so vom
Florian: Spezialfall ab und nicht nur jetzt vom allgemeinen Spezialfall,
Florian: also der Himmelskörper, sondern sieht man auch hier auf der Erde,
Florian: wo wir dann die Gezeiten wirklich spüren, jetzt mal von dem allgemeinen physikalischen Effekt abgesehen,
Florian: was dann wirklich mit dem Wasser passiert, hängt ja dann auch davon ab, wo das Wasser drin ist.
Florian: Also du hast im Mittelmeer deutlich geringere Gezeiten als an der Nordsee oder im Atlantik.
Florian: Das hängt dann auch ganz von der Mikrogeografie ab, wie die Küste gerade ist und so weiter.
Florian: Also das kann man wirklich tatsächlich nur dann sagen, wenn wir mal einen bewohnbaren
Florian: Mond eines Gasriesen finden und hinschauen und dann hoffen, dass wir nicht das aufbauen.
Ruth: Ja, genau. Und was die Gezeiten mit den Monden vom Jupiter machen, sieht man ja eh.
Ruth: Io, der voller aktiver Vulkane ist, weil er eben durch die Zeiten auf seiner
Ruth: leicht elliptischen Umlaufbahn immer gedehnt und gequetscht wird und dadurch
Ruth: so aufgeheizt wird, dass er eben vulkanisch aktiv ist.
Ruth: Oder Europa mit dem flüssigen Wasser und dem Tod. Wo kommt die Wärme her?
Florian: Es kann sein, dass ein Mond eines Gasriesen überhaupt nur deswegen lebensfreundlich
Florian: ist, weil die Gezeitenkraft so stark ist und der deswegen aufgewärmt wird.
Ruth: Genau. Also er müsste gar nicht in der habitablen Zone oder könnte am Rand der
Ruth: habitablen Zone sein und trotzdem sehr warm durch die Gezeiten des nahen Riesenplaneten.
Ruth: Hinterhältig. Ja, drum weiter, schnell weiter. Danke, Peter,
Ruth: für die großartige Frage. Schnell weiter zur nächsten Frage.
Ruth: Robert hat eine Frage, die sich auch auf die habitable Zone bezieht,
Ruth: aber auf die galaktische habitable Zone.
Ruth: Er hätte gerne, dass wir das mal irgendwie ein bisschen einordnen,
Ruth: ob es da überhaupt wirklich einen wissenschaftlichen Begriff gibt oder ob das
Ruth: ein haltbares Konzept ist.
Ruth: Naja, Robert, du weißt, wie das ist mit Definitionen in der Astronomie.
Florian: Den Begriff gibt es, aber einordnen darfst du dich.
Ruth: Ja, danke. Es ist auf jeden Fall ein Begriff, den es,
Ruth: Aber ich würde sagen, er hat noch weniger wissenschaftliche Exaktheit und Relevanz
Ruth: als die stellare Habitable Zone, die ja schon sehr diffus definiert ist.
Florian: Nicht diffus definiert, sie ist halt einfach nur sehr, sehr grob definiert.
Florian: Das heißt einfach, wenn da ein Planet ist und wenn auf dem Planeten irgendwie
Florian: eine Atmosphäre ist, die passende und so weiter und so fort,
Florian: dann könnte da Wasser flüssig sein.
Florian: Wir wissen auch, dass Wasser flüssig sein kann auf Europa, weit außerhalb der
Florian: Habitable Zone. Also die habitable Zone, die klassische Definition ist sehr,
Florian: sehr ungenau und du sagst, die galaktische ist noch ungenauer.
Ruth: Ist noch ungenauer, genau. Und es geht einfach wirklich nur um die Frage von
Ruth: Wahrscheinlichkeiten, eh sowieso, aber in dem Fall ist es noch wesentlich diffuser.
Ruth: Es ist kein Konzept, das jetzt tatsächlich da so in der Forschung Verwendung findet.
Ruth: Es ist natürlich eine interessante Idee, darüber nachzudenken und es gibt schon
Ruth: eine gewisse Korrelation zwischen der Galaxie,
Ruth: in der sich ein Stern befindet und der potenziellen Bewohnbarkeit seiner Planeten,
Ruth: nämlich die Metallizität,
Ruth: also die Anwesenheit von schwereren Atomen zum Beispiel,
Ruth: wenn die Galaxie zu klein ist.
Ruth: Eine Zwerggalaxie zum Beispiel. Dann kann die die schweren Elemente,
Ruth: die in den Sternen erzeugt werden und dann durch Supernova-Explosionen rausgeschleudert
Ruth: werden, kann die die nicht halten, sondern dann verschüssen sich die in den
Ruth: intergalaktischen Raum.
Ruth: Und dann haben vielleicht die Sterne in dieser kleinen Galaxie nicht die Möglichkeit,
Ruth: genug schwere Elemente einzusammeln, damit dann auch tatsächlich erdähnliche
Ruth: Planeten um sie herum entstehen können.
Ruth: Oder das Gleiche ist innerhalb der Milchstraße, näher am Zentrum dran.
Florian: Ich wollte gerade sagen, das ist das Konzept, das ich kenne,
Florian: von dem, was du vorhin gerade erzählt hast, habe ich gar nicht gewusst,
Florian: dass ich kenne galaktische, habitable Zone nur als einen Bereich innerhalb einer
Florian: Galaxie, wo lebensfreundliche Sterne existieren können und außerhalb nicht.
Florian: Aber dass das auf Galaxien als Ganzes angewendet werden kann.
Ruth: Sage ich jetzt mal so.
Florian: Ja, ist okay. Du bist Wissenschaftlerin, du kannst Dinge sagen aus der Wissenschaft. Das ist dein Recht.
Ruth: Ja, ich glaube, dass es gemeinhin, wenn man diesen Begriff irgendwie bei Wikipedia
Ruth: eingibt oder so, dann kommt man auch eben auf eine Art Ring in der Milchstraße.
Florian: Genau, und der kommt schon in der Wissenschaft vor, da gibt es schon Forschung dazu und so weiter.
Ruth: Ja, aber halt auch sehr… Aber es ist schon ein Begriff. Ja, gibt es schon.
Ruth: Aber es ist auf jeden Fall die Grenze in der halbiteren Zone jetzt auf einem Planeten,
Ruth: Um einen Stern ist ja schon sehr diffus und die Grenzen innerhalb einer Galaxie,
Ruth: es ist noch alles viel diffuser.
Ruth: Also es gibt den Bereich in der Milchstraße, es ist ein Trade-off zwischen näher
Ruth: am Zentrum gibt es mehr schwere Elemente.
Ruth: Weiter draußen, zum Beispiel im galaktischen Halo, gibt es ja auch sehr wenige
Ruth: schwere Elemente im Vergleich zum Inneren einer Galaxie.
Ruth: Aber das ist dann auch dadurch, dass durch die Verschmelzung von anderen Galaxien,
Ruth: das ist alles nicht so easy.
Ruth: Aber im Zentrum ist natürlich auch blöd, weil da ist dann halt das super massereiche
Ruth: schwarze Loch, wenn das mal irgendwie einen Ausbruch hat, so wie diese Fermi-Blasen,
Ruth: die ja auch erst ein paar Millionen Jahre alt sind.
Florian: Die Sterne sind zu dicht und exportiert was. Das ist so, wie wenn man da irgendwo
Florian: ein Stadtzentrum in einer Wohnung über der Disco zieht ungefähr.
Ruth: So ist es. Cut your hair, get a job, rent a flat, a shop oder wie war das?
Ruth: Genau so ist es. Also zu nahem Zentrum will man nicht sein, zu weit draußen kann man nicht sein.
Ruth: Und irgendwo ist eine Zone in der Mitte, wo es gut ist.
Ruth: Aber das heißt jetzt nicht so, wow, unsere Sonne ist genau im richtigen Bereich der Milchstraße.
Ruth: Sie ist auf jeden Fall im richtigen Bereich, aber der ist vielleicht doch größer, als man glaubt.
Ruth: Und sie ist auch eben in der richtigen Galaxie.
Ruth: In einer Galaxie, die auch zum Beispiel eine elliptische Galaxie,
Ruth: könnte auch ein Problem sein.
Ruth: Die ist zu früh entstanden, da waren die Sterne noch nicht so metallhältig.
Ruth: Und dann das ganze Gas rausbefördert worden, haben sich keine neun Sterne mehr
Ruth: gebildet. Die Sonne ist ja erst fünf,
Ruth: Milliarden Jahre alt. Wenn du jetzt in einer elliptischen Galaxie Sterne hast,
Ruth: die 10, 12 Milliarden Jahre alt sind und keine neuen Sterne oder jüngeren Sterne
Ruth: da sind, dann gibt es da möglicherweise auch keine erdähnlichen Planeten.
Ruth: Also die Art von Galaxie ist schon auch sehr relevant. Also es gibt diese galaktische,
Ruth: habitable Zone, auch im Sinne von, welche Galaxie hostet man einen Stern?
Ruth: Also ja, die Überlegung gibt es, aber als jetzt definierte Zone ist es schwierig.
Ruth: Und dann haben wir noch eine letzte Frage, eine dritte Frage.
Ruth: In der es um Supererden geht, und zwar um Raumfahrt auf Supererden.
Ruth: Und zwar kommt die Frage von Jochen, der wissen will, und auch Patrick.
Ruth: Patrick hat die Frage auch gestellt. Und sie wollen wissen...
Ruth: Ob das auf Supererden überhaupt ginge mit der Raumfahrt, weil ja da die Schwerkraft
Ruth: viel größer ist und da ist ja dann auch die Fluchtgeschwindigkeit viel größer,
Ruth: und so weiter und so fort.
Florian: Naja, da muss man halt einfach mehr Gas geben. Also klar ist es so,
Florian: aber das ist eine Frage, da müsste Jochen Wasser, müsste Jochen eher die Science-Fiction
Florian: zu Hilfe rufen, weil wir haben ja noch nicht mal, wir haben Planeten entdeckt,
Florian: die wir Supererden nennen, also Planeten halt mit mehr Masse als die Erde,
Florian: aber immer noch an der festen Oberfläche.
Florian: Wir haben bis jetzt noch keine Ahnung, ob es Supererden gibt,
Florian: die lebensfreundlich sind.
Florian: Also wir haben die Vermutung, dass es lebensfreundliche Supererden geben könnte,
Florian: aber gefunden haben wir noch keine.
Florian: Also wir haben keine Ahnung, ob sich irgendwas Raumfahrtbeherrschendes auf so
Florian: einem Himmelskörper entwickeln könnte.
Florian: Aber ja, ich meine, gut, wir haben es halt bei uns geschafft.
Florian: Also vielleicht hätten wir es, wenn bei uns die Fluchtgeschwindigkeit nicht
Florian: 11 Kilometer pro Sekunde ist, sondern 13 Kilometer pro Sekunde wäre,
Florian: hätten wir es auch geschafft.
Florian: Wenn es 130 Kilometer pro Sekunde wäre, wären wir vielleicht noch nicht am Mond, weiß man nicht.
Florian: Vielleicht hätten wir uns etwas anderes ausgedacht. Wir wissen halt nicht,
Florian: was die anderen, wie auch immer diese anderen sein sollten, was die dann für
Florian: eine Technik entwickelt hätten.
Florian: Oder vielleicht ist es auch ein Planet, Supererden haben wir schon oft gehabt,
Florian: da ist so Ozeanwelten zum Beispiel, ja. dann lebt dort vielleicht was und ist
Florian: vielleicht auch intelligent, aber vielleicht schwer eine Rakete zu bauen,
Florian: wenn du unter Wasser lebst.
Florian: Oder es gibt vielleicht auch Land, aber weil halt so viel Wasser da ist, ist ständig bewölkt.
Florian: Die haben in ihrem Leben noch keinen Stern gesehen, die Leute dort,
Florian: und haben überhaupt nicht die Idee, dass man irgendwo anders hin könnte,
Florian: weil sie nie was gesehen haben von dem Universum.
Florian: Also da kann man endlos spekulieren. Aber es ist eher eine Frage der Technik-Science-Fiction.
Florian: Also wie schnell könnte man sein? Also ich habe keine Ahnung,
Florian: wie unsere Technik, der Stand unserer Technik gerade ist. Also welche Fluchtgeschwindigkeit
Florian: mit dem Zeug, das wir haben, aktuell überwinden könnten? Keine Ahnung.
Florian: Weiß sicher ja aus der Hörerschaft, aber ich weiß es gerade nicht.
Ruth: Also wenn ihr euch da genauer damit beschäftigt habt, sagt Bescheid.
Ruth: Aber was ich dazu sagen kann, ist, dass es natürlich gehen würde, aber...
Ruth: Es ist eine Frage der Kosten, weil ich meine, das Gewicht des Treibstoffs kommt dazu.
Ruth: Je mehr Fluchtgeschwindigkeit du hast, desto mehr Treibstoff musst du auch mitführen
Ruth: und dann wird es noch schwieriger.
Ruth: Das heißt nicht, dass es unmöglich wird, aber das heißt nur,
Ruth: es wird extrem teuer, extrem ineffizient.
Ruth: Und dann würde es sich vielleicht nicht mal für jemanden, der so viele hunderte
Ruth: Milliarden Dollar besitzt wie Elon Musk, lohnen, das zu machen.
Ruth: Also man hätte dann einfach die Raumfahrt vielleicht nicht entwickelt,
Ruth: beziehungsweise gleich auf eine andere Technik als die chemischen Antriebe umgeschaltet.
Ruth: Zum Beispiel nuklear. Nuklear geht das natürlich.
Florian: Der Weltraumlift kann man auch bauen.
Ruth: Weltraumlift kann man auch bauen, aber ist dann natürlich auch mit stärkeren
Ruth: Schwerkraft noch schwieriger für die Materialien, die dann dieser Schwerkraft standhalten.
Florian: Vielleicht haben die dann eine Zivilisation, weil sie eh schon ständig unter
Florian: mehr Gravitationsstress leiden. Vielleicht haben die einfach von Haus aus Material
Florian: entwickelt, die eh stärker sind.
Ruth: Genau, und vielleicht geht es dann dort deswegen auch schneller.
Florian: Vielleicht sind es auch keine Kapitalisten dort und vielleicht ist ihnen Geld auch wurscht.
Ruth: Sie wollen einfach nur raus, sie wollen einfach nur weg von ihrem Scheißplaneten,
Ruth: der sie so stark ansieht.
Ruth: Aber ich habe mir vor allem auch gedacht, was ist, wenn sich das die Bewohner
Ruth: von Mini-Erden, von uns denken.
Ruth: Also geht ja andersrum auch, weil es gibt ja auch Planeten, die ein bisschen
Ruth: kleiner sind als die Erde und da ist dann weniger Schwerkraft und die sind sofort
Ruth: im Weltraum vielleicht und denken sich, schau, da haben wir einen potenziell
Ruth: bewohnbaren Planeten gefunden um diese Sonne.
Ruth: Aber der ist groß, also der hat echt viel Schwerkraft. Da müssen die mehrstufige
Ruth: Raketen bauen, um da irgendwie wegzukommen. Das würden die doch nie machen, so irgendwie.
Florian: Ja, wenn die Sohns kommen, kann man voll verprügeln, weil wir sind so viel stärker als die.
Ruth: Ja, voll, ja. Hi, hi, hi.
Florian: Wenn sich Lehm auf einem Höhlskörper wie dem Mond entwickelt hätte,
Florian: gut, ist jetzt schwer vorstellbar, wie das gehen soll, aber...
Ruth: Da wären die Leute wahrscheinlich wesentlich größer, weil halt weniger Schwerkraft kannst höher wachsen.
Florian: Da hätte sich das auch schon nie Skispringen entwickelt, weil die werden alle
Florian: sofort beim ersten Mal über die Schanze schon weg vom Mond.
Ruth: Geil, ich stelle mir vor, eine Gruppe an Aliens, eine interstellare Abordnung
Ruth: an Botschaftern kommt auf die Erde, wir zeigen ihnen Skispringen und alle stehen
Ruth: sie da mit offener Klappe und packen sie überhaupt. Aber ich meine,
Ruth: es ist so, steht man so auch da mit offener Klappe und packt es nicht.
Ruth: Ich war einmal in Innsbruck, das war schon echt, echt arg.
Ruth: Das ist so arg, das ist so steil. Das kommt im Fernsehen überhaupt nicht so rüber.
Ruth: Also ja, Leute, schaut euch Skispringen an, weil vielleicht ist die Erde der
Ruth: einzige Planet im Universum, wo Skispringen Sinn macht, würde ich jetzt nicht
Ruth: sagen, aber mehr oder weniger möglich ist.
Florian: Genau, das ist die beste Antwort, die wir auf diese Frage geben können,
Florian: ohne komplette Science-Fiction abzuschweifen.
Ruth: Sorry, Jochen und Patrick. Besser geht's nicht.
Florian: Ja, aber Science-Fiction passt eh.
Ruth: Apropos Science-Fiction, gell?
Florian: Genau, vielleicht hat Evi ja einen Film über Skispringen der Aliens gefunden.
Florian: Man weiß nicht, was es heutzutage alles gibt.
Florian: An Filmen. Also ich habe schon sehr viel Zeug gesehen. Vielleicht hat Evi sowas
Florian: vorbereitet. Ich glaube es fast nicht.
Florian: Ich habe tatsächlich überhaupt keine Ahnung, was Evi für einen Film vorbereitet
Florian: hat, weil wir nicht darüber gesprochen haben.
Florian: Evi ist gerade mit dem Beenden ihrer Abschlussarbeit in der Astronomie beschäftigt.
Ruth: Ah, das auch. Und mit ihrer Buchlesereise.
Florian: Oder? Ja, da waren die Auftritte schon. Aber sie hat auf jeden Fall einen Film
Florian: vorbereitet, oder sie wird einen Film vorbereitet haben und mit mir darüber
Florian: gesprochen haben und was wir dabei besprochen haben,
Florian: haben, nein, der Bräune einhaben, das werde ich jetzt dann direkt gleich danach
Florian: hineinschneiden und zwar jetzt.
Flo2: Wir sind bei Science Frames mit Evi. Hallo Evi.
Evi: Hallo.
Flo2: Was gibt es zu sehen heute?
Evi: Also heute gibt es zu sehen einen Film, den ich zu meiner Schande,
Evi: muss ich jetzt gestehen, noch nie so ganz in einem gesehen habe.
Evi: Ich habe den immer bis jetzt so häppchenweise gesehen und das ist einer von
Evi: diesen Filmen, die aber alle gesehen haben. Und dann irgendwann hat man diesen
Evi: Punkt erreicht, wo man sich dann gar nicht sagen traut, dass man den eigentlich
Evi: noch nie so ganz gesehen hat.
Evi: Und das habe ich jetzt nachgeholt, weil ich mir dachte, es passt auch ganz gut
Evi: jetzt zur erfolgreichen Artemis II Mission.
Evi: Jetzt ist gerade so ein bisschen Raumfahrt und so wieder in aller Munde und
Evi: deswegen habe ich mir Apollo 13 angesehen.
Flo2: Okay, Apollo 13, das waren die, die vor Artemis II sich am weitesten von der Erde entfernt haben.
Evi: Ach, das war voll der Spoiler, das wollte ich später erzählen.
Flo2: Ja, aber das ist das, wofür man Apollo 13 kennt.
Evi: Apollo 13 kennt man wegen Tom Hanks und die Rettungsaktion vor allem.
Flo2: Ja, aber das werden die Leute, die in Apollo 13 gesessen haben,
Flo2: nicht so gern hören, dass man Apollo 13 wegen Tom Hanks kennt.
Evi: Das weiß ich nicht.
Flo2: Jetzt glaube ich schon.
Evi: Ja, auf jeden Fall ist der Film ja sehr bekannt, das musst du schon zugeben.
Flo2: Ja, ich habe ihn auch gesehen.
Evi: Du siehst, du hast ihn auch gesehen. Ich habe ihn bis jetzt noch nie so ganz
Evi: gesehen, aber jetzt habe ich ihn ganz gesehen. Ja, deswegen weiß ich jetzt gar
Evi: nicht, muss ich überhaupt sagen, worum es in dem Film geht?
Flo2: Kannst du mir das jetzt erzählen, was Apollo 13 ist und warum der Film dann
Flo2: gemacht worden ist? Weil man hat ja nicht über jede Mondmission einen Film gemacht.
Evi: Eigentlich ist es erstaunlich, weil die erste Mondlandung ist ja auch schon
Evi: gerne und oft verfilmt worden, weil es halt um erfolgreiche Missionen geht, Apollo 13.
Evi: 13 war jetzt aber eine Mission, die eigentlich nicht erfolgreich war,
Evi: weil sie hätten ja auch am Mond landen sollen. Das haben sie aber nicht gemacht.
Evi: Ich glaube, da gibt es auch so ein nettes Zitat irgendwie, es ist der erfolgreichste
Evi: Fehlschlag oder sowas gewesen, weil es ja dann leider Probleme gegeben hat und
Evi: sie konnten nicht am Mond landen.
Evi: Stattdessen mussten sie dann zurückkehren und das war aber sehr dramatisch.
Evi: Also es hat einen Unfall gegeben, also ein technisches Gebrechen.
Evi: Dann ist es eigentlich zu einer ziemlich aufwendigen, spektakulären Rettungsmission geworden.
Evi: Und das ist dann eben auch verfilmt worden mit Tom Hanks.
Evi: Kevin Bacon spielt auch mit. Ich habe ein bisschen lachen müssen,
Evi: weil der Film ist von 1995.
Evi: Und in den 90ern ist ja Tom Hanks
Evi: unter anderem sehr berühmt geworden in seiner Rolle als Forrest Gump.
Evi: Und bei Apollo 13 spielt Gary Sinnessy auch mit, spielt auch einen Astronauten.
Evi: Und das ist ja der Lieutenant Dan in Forrest Gump. Ja, und ich habe jetzt ziemlich
Evi: lachen müssen, wenn ich ihn gesehen habe.
Evi: Ich habe dann, oh, Lieutenant Dan, innerhalb dieser Tom Hanks,
Evi: Forrest Gump Synchronstimme.
Evi: Fand ich ganz witzig, habe mich dann die ganze Zeit über Lieutenant Dan amüsiert.
Evi: Auch sehr viele bekannte Synchronstimmen sind dabei.
Evi: Also das fand ich ganz, ganz nett. Richard Gere, Welke Hilmer,
Evi: Synchronstimmen sind da auch dabei bei der Verfilmung. Es geht um diese Mission.
Evi: Es fängt schon ein bisschen früher an, eben bei der ersten Mondlandung,
Evi: dass sie das eben auch noch sehen.
Evi: Dann gab es eben so Verschiebungen mit, wer wann jetzt dann doch fliegen soll.
Evi: Sowohl in dem Film als auch in echt.
Evi: Weil der Kommandant, der James Lowell, hätte eigentlich Apollo 14 fliegen sollen,
Evi: ist dann aber für Apollo 13 ernannt worden.
Evi: Und dann machen sie sich eben auf den Weg zum Mond und dann passiert dieses
Evi: Unglück, es kommt zu einer Explosion.
Flo2: Dass ihr den Film gesehen habt, ist schon eine Zeit lang her,
Flo2: aber es ist ein Sauerstoff-Durchschnitt.
Flo2: Tank explodiert, nachdem sie dann einen Ventilator eingeschaltet haben.
Flo2: Ich weiß nicht, warum in einem Sauerstofftank ein Ventilator sein muss,
Flo2: aber anscheinend bei dem Sauerstoff heiß.
Flo2: Darum haben sie den Ventilator eingeschaltet und dann ist der Sauerstofftank explodiert.
Evi: Das weiß ich, warum es den Ventilator gebraucht hat, weil das so ein wie heißt
Evi: das, kirrogenisierter Special Sauerstoff ist und dann gibt es da,
Evi: wenn es im Schwerelosigkeit ist, gibt es da so eine Schichtbildung und deswegen
Evi: braucht es den Ventilator.
Flo2: Ah ja, okay und der hat anscheinend irgendwas gemacht.
Evi: Es gab bei einem Kurzschluss.
Flo2: Dann hat sich der Pilot der Kapsel, der hieß Swigert,
Flo2: Jack Swigert, hat sich gemeldet bei der Bodenstation mit dem immer noch berühmten
Flo2: Satz. Willst du ihn sagen?
Evi: Ja, es ist ja eingegangen in die Geschichte mit Houston. Wir haben ein Problem.
Evi: Und tatsächlich haben sie aber gesagt, Houston, we've had a problem.
Evi: Mission Control hat dann gesagt, ja, bitte wiederholen.
Evi: Und dann hat der Lowry, der Kommandant, dann eben auch nochmal gesagt,
Evi: Houston, we've had a problem.
Evi: Aber irgendwie ist es dann just ein Problem daraus geworden und das kennt man ja.
Flo2: Ja, jedenfalls haben sie keinen Strom mehr gehabt und sie haben die Mission
Flo2: abbrechen müssen und zur Erde zurückfliegen müssen. Und das war gar nicht so einfach.
Evi: Ja, das stimmt vor allem. Sie haben da ziemlich herum experimentieren,
Evi: improvisieren eigentlich müssen.
Flo2: Wir fahren deswegen so schnell zurück müssen, weil ein paar Tage ohne Trinken
Flo2: wären schon ausgekommen und vielleicht hätten sie sich irgendwie einen warmen
Flo2: Pulli angezogen, dann wäre es auch nicht so schlimm gewesen,
Flo2: wenn es ein bisschen kühler geworden wäre.
Flo2: Aber sie haben das CO2 nicht mehr aus der Luft gefiltert bekommen ohne Strom.
Flo2: Das heißt, sie werden alle erstickt. Das heißt, sie haben irgendwo neue Filter
Flo2: bauen müssen und alles, aber am Ende haben sie es alles hinbekommen.
Evi: Also im Film sieht man das sehr gut, alles was irgendwie schief gehen kann oder
Evi: passieren kann, ist in meiner Meinung nach irgendwie auch passiert.
Evi: Also es hat dann wirklich so eine Tragödie, die nächste gejagt.
Evi: Aber eben aufgrund von diesem Unfall, hast du ja schon auch angesprochen,
Evi: dass sie ja dann einen sehr großen Radius um den Mond gemacht haben.
Evi: Also das war dann auch etwas so, dass sie halt nicht sofort umgekehrt sind,
Evi: sondern dieses Swing-by-Manöver um den Mond gemacht haben, aufgrund des Schadens,
Evi: den sie eben hatten, weil das auch ein unbekannter Zustand war jetzt von dem
Evi: Haupttriebweg, das wussten sie nicht genau.
Evi: Ja, haben sie jetzt eben nicht einfach umdrehen können, weil es ist ja am Hinweg
Evi: zum Mond passiert, sondern haben dann eben so ein Swing-by-Manöver um den Mond
Evi: gemacht. Eine freie Rückkehrbahn heißt das.
Evi: Das heißt, dass man dann ohne Antrieb dann wieder zur Erde zurückgelangt,
Evi: wobei man natürlich halt schon eine Korrektur machen muss, damit das halt so funktioniert.
Evi: Und sie waren übrigens die Ersten, die das gemacht haben. Also man hat bei den
Evi: anderen Apollo-Missionen das schon auch insofern halt geplant gehabt,
Evi: dass falls es eine Zwischenfrage gibt oder irgendwas nicht ganz nach Plan läuft,
Evi: dass man so eine freie Rückkehrbahn dann für die Rückkehr auch nutzt.
Evi: Hat man aber nie machen müssen. Und es war dann bei Apollo 13,
Evi: dass man innerhalb von wenigen Stunden das so manövrieren hat können und so
Evi: auch verändert hat dann die Bahn, dass sie dann in diese Umlaufbahn,
Evi: also diese Umkehrbahn gekommen sind.
Flo2: Ja, und haben sich dann weiter vom Mond entfernt als die anderen Astronauten,
Flo2: die bisher da rumgeflogen sind.
Evi: Also haben eben bis jetzt Artemis II diesen Rekord gehalten mit diesen 400.000
Evi: Kilometern. Also das ist schon sehr beachtlich.
Flo2: Ja, 401.056 Kilometer war...
Flo2: Apollo 13 weg und Artemis 2 war jetzt nicht so viel weiter weg.
Flo2: Die waren, glaube ich, ein paar hundert Kilometer weiter weg.
Evi: Ja, ich glaube, sie waren 406.000 Kilometer. Also angesichts der 400.000 ist das ja.
Flo2: Ja, ich frage mich ja, ob sich da von den vier Leuten bei Artemis,
Flo2: ob sich da einer oder einer gerade an dem Punkt da so zufällig ganz am Ende
Flo2: der Raumkapsel rumgetrieben hat, um nachher sagen zu können,
Flo2: ich war am weitesten weg von allen.
Evi: Ich habe noch 30 Zentimeter mehr gehabt, oder wie?
Flo2: Ja, genau.
Evi: Kann gut sein, ja. Ich habe dann übrigens noch herausgefunden,
Evi: das fand ich ganz interessant, es gab nämlich auch ein Experiment noch im Zuge
Evi: von dieser Apollo 13 Mission.
Evi: Und zwar hat man einen Teil von der Saturn-Rakete, die Raketenstufe,
Evi: die dritte Raketenstufe kontrolliert oder mehr oder weniger absichtlich auf
Evi: den Mond einschlagen lassen.
Evi: Kurz nach dieser Abtrennung eben vom Kommando und vom Servicemodul ist die dort eingeschlagen.
Evi: Drei Tage später dann. 14.000 Kilo ist die schwer gewesen und ist ziemlich flott mit 9.000 kmh.
Evi: Nordwestlich vom Apollo 12-Landeplatz eingeschlagen. Und Apollo 12 hat dort
Evi: Seismometer und Messgeräte aufgestellt und das hat man dann dort auch gemessen.
Evi: Das Beben, das hat dann drei Stunden gedauert und man hat auch die Gaswolke
Evi: mit dem Junosphärendetektor auch registriert. Das finde ich ganz interessant.
Evi: Heuer hört man nicht oft, dass das auch noch passiert ist.
Flo2: Ja, das waren viele Experimente dort, diese Mondseismologie.
Flo2: Man hört es, wenn man sich den Sternengeschichten-Podcast anhört.
Flo2: Da habe ich eine Folge über Mondbeben gemacht und auch von den abstürzenden
Flo2: Raumschiffen gesprochen, die Mondbeben verursacht haben. Das waren sehr,
Flo2: sehr coole Experimente, die sie dort gemacht haben.
Evi: Ich habe mir dann auch noch angesehen, kurz die Lebensläufe der Astronauten,
Evi: die dort unterwegs waren, Apollo 13, und es war ja der Kommandant der Jim Lowe.
Evi: Der hat sehr viel Erfahrung gehabt, schon in der Raumfahrt und hat auch bis
Evi: vor kurzem wirklich sehr viele Rekorde eigentlich auch gehabt.
Evi: Also er ist zum Beispiel der
Evi: Einziger Mensch gewesen, der irgendwie zweimal zum Mond geflogen ist,
Evi: aber nie auf ihm gelandet ist. Ich denke mir, das ist auch bitter, oder?
Evi: Und er war übrigens auch der Ersatzmann von Apollo 11.
Evi: Also wenn der Neil Armstrong ausgefallen wäre, dann wäre er als erster Mensch am Mond gewesen.
Evi: Ich glaube, er war Kommandant von Apollo 8 auch noch, die ja dann auch schon
Evi: um den Mond geflogen sind.
Evi: Also er war immer so, der hat den Mond wirklich zum Greifen nah gehabt,
Evi: aber ist nie gelandet. Ich weiß jetzt nicht, inwieweit ich das bitter finden soll.
Flo2: Keine Ahnung, ich weiß es nicht, aber für ihn ist es schon vorbei,
Flo2: weil ich glaube, der ist auch letztes Jahr gestorben, oder?
Evi: Ja, richtig. Letztes Jahr ist er erst verstorben, aber er ist ja sehr alt geworden.
Evi: Und ich habe anfangs ja erwähnt, dass es ja da noch einige Änderungen noch gab
Evi: bei den Astronauten, die hier dann geflogen sind und viele, die hätten fliegen sollen.
Evi: Es ist nämlich einer, der fliegen hätte sollen an Röteln erkrankt.
Evi: Im Film ist es auch sehr deutlich und sehr klar dargestellt.
Evi: Und das zweite Crewmitglied hatte Röteln noch nicht. und durfte deswegen dann auch nicht mitfliegen.
Evi: Jener Astronaut, der ihm erkrankte, das ist der Charles Duke gewesen,
Evi: der ist dann tatsächlich noch mit Apollo 16 am Mond gelandet.
Evi: Also wo ich mir auch gedacht habe, wie es dem wohl gegangen ist,
Evi: da wirst du krank, ärgerst dich wahrscheinlich.
Evi: Und dann haben die mit Apollo 13 da so ein Drama laufen.
Evi: Und dann ist er doch noch am Mond gelandet mit Apollo 16. Die anderen dann übrigens
Evi: nicht mehr. Also die sind dann bald ausgeschieden.
Evi: Charles Duke, der dann doch noch am Mond gelandet ist, Der war dann übrigens
Evi: mit 36 der bisher jüngste Mensch auf dem Mond und der hat aber dann danach eine
Evi: sehr interessante Karriere noch eingeschlagen.
Evi: Er ist nämlich 1975 dann aus der NASA ausgedreht.
Flo2: War das der Politiker?
Evi: Nein, das war einer, der tatsächlich der Mitwahl, also der Kevin Bacon-Charakter, der den spielt.
Evi: Er ist dann Politiker geworden, ist dann auch irgendwie, glaube ich,
Evi: Kongress oder so gewählt worden, ist dann aber bevor er die Position antreten
Evi: hat, können dann Krebs verstorben, leider.
Evi: Aber der Tal's Duke ist dann mal Handelsvertreter für die Biermarke geworden
Evi: und ist dann aber später,
Evi: hat er sich ganz abgesagt von allem Naturwissenschaftlichen und ist Anhänger
Evi: der Kreationisten geworden und hat dann so eine eigene Kirche und Anführungszeichen
Evi: gegründet als neugeborener Christ mit seiner Frau und seinen Söhnen,
Evi: der Duke Ministry for Christ.
Evi: Also ich weiß jetzt nicht, das ist so eine Art Privatkirche im Familienbetrieb,
Evi: ich habe keine Ahnung, was das ist. Finde ich irgendwie interessant, weil der ja…
Evi: Ist dann doch noch am Mond gelandet und dann hat er so eine Karriere hingelegt.
Flo2: Es kam nach einem Dritten, der mitgeflogen ist, der Fred Hayes.
Flo2: Der hätte nämlich dann noch Chef sein sollen, Commander von Apollo 19 und zum Mond fliegen sollen.
Flo2: Aber dann haben sie nach Apollo 17 alles abgesagt. Das war nach 18, 19 und 20 noch geplant.
Flo2: Also der wird sich vielleicht auch geärgert haben, dass er da nicht mehr hinkommt.
Evi: Da wären noch einige Missionen geplant gewesen, wo er eigentlich am Plan gestanden
Evi: wäre. Und dann gab es diese ganzen Budgetkürzungen.
Flo2: Hayes war auch, sehe ich gerade, als Pilot für Apollo 11 nominiert gewesen.
Flo2: Und dann ist es Michael Collins geworden.
Evi: Ja, eben. Da weiß man nicht, ob man da sagt. Ja, es ist alles natürlich sehr
Evi: beeindruckend und so, aber die waren so ganz knapp irgendwie.
Flo2: Naja, aber Sie sind zumindest alle wieder heil runtergekommen.
Evi: Ja, und das ist wirklich sehr beeindruckend. Als ich mir jetzt den Film nochmal
Evi: angesehen habe, habe ich mir auch gedacht, ich meine, das war im April 1970. 70, ja.
Evi: Es ist jetzt halt doch schon mehr als 50 Jahre her.
Evi: Also eigentlich ist es ein Wahnsinn, ja, mit was für einer Technik und so,
Evi: wie wir das damals gemacht haben.
Evi: Dann wie diese Rettungsmission da angelaufen ist, die haben ja dann alle in
Evi: einem Schichtbetrieb auch gearbeitet.
Evi: Jetzt die bei Mission Control und die ganzen Techniker, Ingenieure,
Evi: die sich da eben überlegt haben, okay, wie sie was machen können.
Evi: Der andere Astronaut, der nicht mitfliegen durfte, weil er eben die Rötel noch
Evi: nicht gehabt hatte, Der ist dann auch natürlich gleich zur Stelle gewesen und
Evi: dann haben sie ganz viele Simulationen gemacht,
Evi: damit sie eben dann auch diese diversen Szenarien durchgehen und auch wie sie
Evi: was dann machen und in welcher Reihenfolge und so. Das fand ich sehr spannend, das auch zu sehen.
Flo2: Ja, da gibt es, um auf den letzten oder vorletzten Film zurückzugreifen,
Flo2: den du hier besprochen hast, der Astronaut, Dark.
Flo2: Ja, zumindest habe ich da irgendwo das noch im Kopf, dass das irgendwann wer
Flo2: so erzählt hat, der Vorgänger, also der Marsianer, dieser Film,
Flo2: der ist mal beschrieben worden, ich weiß nicht, ob es vom Regisseur war oder
Flo2: vom Autor selbst oder von irgendwem anderen, keine Ahnung,
Flo2: aber der ist beschrieben worden als wie diese eine Szene bei Apollo 13,
Flo2: nur als ganzen Film und mit dieser eine Szene von Apollo 13 ist die Szene gemeint,
Flo2: wo diese ganzen Wissenschaftler da in dem Zimmer sitzen und dann kommt einer
Flo2: rein und schüttet da irgendwie einen ganzen Haufen Klumpet auf den Tisch und
Flo2: sagt, da das sind die Sachen, die die Leute in Apollo 13 zur Verfügung haben.
Flo2: Und daraus müsst ihr jetzt einen CO2-Filter bauen. Und dann sind die da gesessen
Flo2: und haben einen CO2-Filter gebaut.
Evi: Ja, richtig. Genau, das ist es. Und das ist das, was ich sehr toll immer finde
Evi: und faszinierend finde. Und ich habe mir auch gedacht, so etwas sollte man an der Uni machen.
Evi: Also, das ist das Problem. Ihr habt etwas zur Verfügung.
Flo2: Die eine Hälfte vom Hörsaal wird irgendwann in die Kammer gesperrt,
Flo2: wo der Sauerstoff ausgeht. Und die andere Hälfte muss etwas bauen, dass sie nicht sterben.
Evi: Genau, die sollen sie retten, ja.
Flo2: Ist okay. Dann kannst du es ja mal vorschlagen in der nächsten Vorlesung.
Evi: Ja, mal schauen. Naja, aber ich finde, das macht es vielleicht anschaulicher.
Evi: Auf jeden Fall, was ich noch sagen wollte, ist, dass sich die Schauspieler auch
Evi: wirklich sehr akribisch vorbereitet haben auf ihre Rollen.
Evi: Also Tom Hanks hat mit den anderen Schauspielern, also mit den Astronautenschauspielern
Evi: auch so ein Grundastronautentraining gemacht, mitgemacht.
Evi: Ed Harris und die, die bei Mission Control sind, die waren auch in so einer
Evi: Mission Control Schulungsding und haben Einschulungen in Physik bekommen.
Evi: Und sie haben dann auch ganz viele Sachen auch mit Parabelflügen gedreht,
Evi: wegen der Schwerelosigkeit, um das zu machen.
Evi: Also was das betrifft, haben sie sich wirklich sehr dahinter geklemmt, sehr bemüht.
Evi: Und da haben wir ja auch schon mehrere Filme besprochen, die sich da ja so gar
Evi: nicht bemüht haben in der Hinsicht. Und da haben wirklich alle ihre Rollen auch sehr ernst genommen.
Evi: Es war ja auch der Jim Lowell war auch dabei. Also der hat auch einen Cameo-Auftritt in dem Film.
Evi: Es ist auch sein Buch die Basis von dem Ganzen.
Evi: Da war man schon sehr gut bezeichnet.
Evi: Dass man das auch realitätsnah abbildet. Nichtsdestotrotz sind aber sehr viele Fehler in dem Film.
Evi: Also für alle, die sich dafür interessieren, auf der Wikipedia-Seite gibt es
Evi: sogar ein eigenes Kapitel bei dem Film, wo auch steht, Abweichungen zum realen Verlauf.
Evi: Und da ist es wirklich sehr genau analysiert, also dass man da die Einstellung
Evi: sieht, dass es schief, dass es aber eigentlich gerade gewesen war,
Evi: und was war in echt und im Film.
Evi: Also wer sich dafür interessiert, kann sich da gerne einlesen.
Evi: Und da sind auch alle technischen Details aufgelistet, die dann so waren, die nicht so waren.
Flo2: Dann verlinken wir das in den Shownotes, damit ihr euch da informieren könnt,
Flo2: wenn ihr das wissen wollt und schauen mal, was die Zukunft bringt.
Flo2: Wenn in Zukunft jetzt unter den neuen Bedingungen in den USA die Impfungen abgeschafft
Flo2: werden, dann kriegen die auch
Flo2: alle wieder Rötel und die Astronauten und können nirgendwo hinfliegen.
Flo2: Und dann können sie auch nichts mehr basteln, sondern dann kommt der Charles
Flo2: Duke und dann müssen sie beten, damit die Astronauten zurückkehren.
Evi: Im Film sind es übrigens die Masern.
Flo2: Ja, aber das eine wie das andere kann man mit Impfungen in den Griff kriegen,
Flo2: wenn man den will. Aber das wollen sie in den USA gerade nicht.
Flo2: Aber fangen wir nicht über mit der Politik an, sondern schauen wir lieber,
Flo2: was es beim nächsten Mal zu hören gibt.
Flo2: Welchen Film hast du schon was vorbereitet oder überrascht uns wieder?
Evi: Ich glaube, ich werde euch überraschen. Vielleicht bleibe ich noch ein bisschen
Evi: beim Raumfahrt-Thema oder was anderes.
Evi: Nein, ich glaube, ich habe schon was im Kopf jetzt. Jetzt in der Sekunde ist mir was eingefallen.
Flo2: Okay, dann sind wir überrascht, was dir eingefallen ist und hören werden wir
Flo2: das beim nächsten Mal in zwei Wochen. Und bis dahin verabschieden wir uns. Tschüss.
Evi: Tschüss.
Florian: Und jetzt sind wir wieder da und ich hoffe sehr, dass wir über Skispringen der
Florian: Aliens gesprochen haben.
Florian: Es hat mir sehr Spaß gemacht, seinen Film anzuschauen, aber ich fürchte fast,
Florian: wir haben es nicht getan.
Ruth: Absurde Sportarten in Alien Civilizations in the Movies.
Florian: Aber gut, Sport und Alien, da fällt mir sogar was ein. Da gab es doch mal diesen
Florian: Space Jam Film, wo irgendwelche Zeichentrickleute aus dem Weltall in so einem
Florian: Basketballer entführen oder irgendwie so.
Ruth: Ah, das war mit so animierten...
Florian: Ja, irgendwie sowas. Aber ich glaube, der war nicht gut.
Ruth: War da nicht irgendwie Bugs Bunny auch dabei?
Florian: Ja, genau. Michael Jordan hat mitgespielt.
Ruth: Ja.
Florian: Von 1996. 96.
Ruth: Die gute alte Zeit, um Gottes Willen. Ach ja, die 90er.
Ruth: Ich schlage das mal vor für eine der nächsten Folgen. Mal schauen,
Ruth: wie viel Science in diesen Frames zu finden ist.
Florian: Genau, schauen wir lieber auf die Zukunft, nämlich da, wo man uns sehen kann.
Florian: Und weil Efi gerade dran war, mache ich gleich mit Efi weiter. Am 21.
Florian: Mai kann man Efi und Kolleginnen noch einmal bei der Buchpräsentation sehen,
Florian: weil die anderen beiden, die in München und die im Planetarium Wien, Die sind schon vorbei.
Florian: Ich war bei der in München, war sehr toll. Die im Planetarium soll noch toller
Florian: gewesen sein, aber da war ich leider nicht dabei. Da hatte ich selbst einen Auftritt.
Florian: Aber einmal kann man die drei oder die zwei sind es in dem Fall.
Florian: Ich glaube, Jana ist da nicht dabei, aber Elka und Evi sind dabei.
Florian: Einmal kann man sie noch sehen, wie sie ihr Buch präsentieren und davon erzählen
Florian: und das Buch signieren und daraus vorlesen und so weiter. Und das wird am 21.
Florian: Mai passieren in der Buchhandlung Thalia in Wien auf der Maria-Hilfer-Straße. Der Eintritt ist frei.
Florian: Also kommt einfach alle hin, so wie es Ruth am Anfang erzählt hat.
Ruth: Ja, genau. Stirnt die Bude.
Florian: Ja, das ist Efe's Termin. Hast du noch was?
Ruth: Sehr gut. Ja, am Tag davor.
Florian: Am 20.
Ruth: Mai, da werde ich auf einer ganz lustigen Veranstaltung, auf einer sehr interessanten
Ruth: Veranstaltung zu Gast sein,
Ruth: nämlich auf der BOKU, der Universität für Bodenkultur in Wien.
Ruth: Da gibt es die Future, wie heißt die jetzt, habe ich es vergessen?
Florian: BOKU Future Conference.
Ruth: Aber kommt da nicht noch ein Wort rein?
Florian: Ich lese gerade vor aus dem Instagram-Posting. Das heißt Zukunft ohne Abfall
Florian: geht das unter dem Titel No Waste, wie Bioengineering Kreisläufe schließt. Diskutieren am 20.
Florian: Mai bei der BOKU Future Conference führende, forschende UnternehmerInnen und
Florian: VordenkerInnen wie biobasierte Innovation zur, und da bricht mein Screenshop
Florian: ab. Kein Ich-Sagen-Was-Da-Beiter-Passiert.
Florian: Aber du bist entweder eine Forschende, eine Unternehmerin oder eine Vordenkerin.
Florian: Kannst du aussuchen, was du bist?
Ruth: Ich bin zumindest zwei von drei. Zumindest, weil Unternehmerin bin ich.
Ruth: Also ich bin zumindest eins von drei.
Ruth: Ich habe mein eigenes Business. Das heißt tatsächlich nur einfach Boku Future Conference.
Ruth: Aber es ist irgendwie ganz lustig,
Ruth: glaube ich. Es ist irgendwie eine wilde Mischung aus Dingen und Themen.
Ruth: Und ich war da ja letztens, vor ein paar Wochen war das schon,
Ruth: auch bei dem Podcast zu Gast, den ihr übrigens auch hören könnt. Der ist am 16.
Ruth: April ist der veröffentlicht worden. Da verlinken wir natürlich.
Ruth: Boku Planet Shapers heißt der Podcast.
Ruth: Also auch ein guter Name. Wie immer. Das Universum ist überall.
Ruth: Planet Shapers. Das war wirklich nett.
Ruth: Also eine nette Runde. Franz Fieböck war dabei, der österreichische Austronaut, der bisher Einzige.
Ruth: Ein Österreicher, der im Weltraum war, wenn man jetzt mal von dem anderen Franz
Ruth: absieht, der in diesem Suborbitalflug war.
Ruth: Und Dieter Matanovic war auch dabei, der auch sehr nett war.
Ruth: Und die machen extrem coole Forschung von der BOKU in Wien.
Ruth: Die machen Forschung, wie man Mikroorganismen dazu bringen kann,
Ruth: lustige Dinge zu tun. zum Beispiel CO2 zu metabolisieren und in großen Mengen
Ruth: aus der Atmosphäre rauszuziehen und in andere Dinge zu verwandeln.
Ruth: Die haben Menü entwickelt, basierend auf Mikroorganismen und das wird dann am
Ruth: Abend, bei der Abendveranstaltung,
Ruth: im Rahmen davon, das ist eine Ausstellung, die dann auch stattfindet und so
Ruth: weiter, Und da wird dieses Menü serviert, dieses Mikroorganismen-only-Menü.
Ruth: Und ein, da habe ich an dich denken müssen, das Dessert ist ein Raspberry Cheesecake.
Florian: Podcast verlinke ich, ich habe ihn gefunden, da gibt es Foto von dir.
Florian: Was hast du für eine Frisur? Du schaust aus, als wäre es ein Windkanal.
Florian: Es ist also nach hinten geweht oder gegeben.
Ruth: Ah ja, stimmt. Ja, da schaue ich scheiße aus.
Florian: Das habe ich nicht gesagt. Du hast eine komische Frisur.
Ruth: Ich habe immer eine komische Frisur, Punkt eins.
Ruth: Ich glaube, da sind sie mir gerade am Nerv gegangen und da habe ich sie so nach
Ruth: hinten gesteckt. Aber da ja in dem Foto schaue ich aus.
Ruth: Ich schaue sehr aerodynamisch aus, sagen wir mal so.
Ruth: Eieiei, naja, wie auch immer. Aber auf jeden Fall, hört euch das an,
Ruth: wenn ihr wollt. Ich labere irgendwas über die Kreislaufwirtschaft und das Recycling im Weltraum.
Ruth: Die anderen labern auch sehr interessante Sachen.
Ruth: Also vor allem dieses Projekt mit den Mikroorganismen ist richtig cool.
Ruth: Und der Raspberry Cheesecake, das Himbeer-Dings, ist nämlich dieses Himbeer-Aroma,
Ruth: das es eben auch in den großen interstellaren Wolken gibt.
Ruth: Und das wird auch von Mikroorganismen anscheinend da irgendwie erzeugt im Rahmen
Ruth: von irgendeinem Prozess, I don't know.
Ruth: Das heißt, sie haben da diesen Himbeer-Konferenz.
Ruth: Cheesecake, Käsekuchen, sagt man da, oder? Ich finde das Wort Käsekuchen gerade,
Ruth: aber so heißt es. Wie auch immer.
Ruth: Den machen sie auch nur mit mikrobieller Unterstützung. Also ganz lustige Sachen.
Florian: Genau. Geht dahin zu der Veranstaltung, ist verlinkt in den Show Notes, der Podcast auch.
Florian: Und wenn du da bist bei der Veranstaltung und gut, dann red mit den Podcast-Leuten
Florian: und sage ihnen, dass ich so einen gefälligst einen vernünftigen Podcast mit
Florian: einem vernünftigen Feed veröffentlichen, weil, soweit ich sehe,
Florian: gibt es den nur als YouTube-Video, den Podcast.
Ruth: Ah ja, stimmt. Das haben sie gefilmt auch. Ja, ja, ja.
Florian: Ich sehe den Spotify-Link und einen Amazon-Link und einen Apple-Music-Link,
Florian: aber keinen normalen Feed. Das machen die Leute heutzutage nicht mehr.
Ruth: Nein, und sie haben das eben auch veröffentlicht auf der Webseite der Boku unter
Ruth: Öffentlichkeitsarbeit.
Florian: Ja, genau.
Ruth: Also irgendwie, das ist so ein bisschen, naja.
Ruth: Man kann jetzt auch nicht in allem so cool sein, aber sie machen auf jeden Fall
Ruth: extrem coole Forschung.
Florian: Und das kann ich nämlich gleich als Übergang nutzen. Ich habe vor einiger Zeit
Florian: mal erwähnt, dass ich auch einen Podcast über Mikroorganismen mache für das
Florian: Forschungsprojekt in Österreich, das sich mit Mikroorganismen beschäftigt.
Florian: Und den gibt es, den Podcast, der ist öffentlich mittlerweile.
Florian: Ich konnte damals, glaube ich, nur einen Spotify-Link bekannt geben,
Florian: weil die anderen entsprechenden Links und Dienste noch nicht aktiviert waren.
Florian: Oder das dauert ja alles mal ein bisschen, aber in den Shownotes findet ihr
Florian: jetzt auch den RSS-Feed zu diesem Podcast, wo ihr mit jedem Podcastplayer euer
Florian: Wahl den Podcast dann abonnieren und anhören könnt.
Florian: Folge 2 von mir, die gerade online ist, handelt von Mikroorganismen im Weltall.
Florian: Also passt auch thematisch.
Ruth: Sehr gut passend. Mikroorganismen Rule.
Florian: Das tut sie.
Ruth: So viele coole Sachen. Ob wir wollen oder nicht.
Florian: Ich habe ein Buch drüber geschrieben, ich weiß das. Aber von mir gibt es auch
Florian: ein bisschen was zu sehen. Und zwar kann man am 3.
Florian: Juni in der Kulisse das letzte Mal vor dem Sommer Sternengeschichten live anschauen, wenn man das möchte.
Florian: Das letzte Mal, bevor es dann in Deutschland nach dem Herbst weitergeht.
Florian: Und ich glaube einmal noch in Graz und einmal noch in Baden in Österreich.
Florian: Aber vor dem Sommer nur noch 3.
Florian: Juni in der Kulisse in Wien. Und ich werde auch schauen, dass ich ein paar neue
Florian: Sachen ausprobiere, damit ich dann, wenn ich durch Deutschland fahre,
Florian: im Herbst noch mal ein paar neue Elemente in der Show drin habe.
Florian: Das heißt, es wird nicht alles neu sein, natürlich.
Florian: Es wird das meiste oder ein Großteil davon wird so sein wie beim ersten Mal,
Florian: als ich an der Kulisse aufgetreten bin im Januar. Aber,
Florian: Es wird Veränderungen geben, also wenn ihr euch das nochmal anschauen wollt,
Florian: ihr müsst nicht mal genau dasselbe sehen, wenn ihr ein zweites Mal hinkommen
Florian: würdet. Also kommt da hin, würde mich freuen.
Florian: Ihr könnt auch im Juni wieder ins Radiokulturhaus kommen, denn da gibt es am 16.
Florian: Juni die zweite Live-Aufnahme, Live-Podcast-Aufnahme von Das Universum,
Florian: so wie wir es ja schon mal im März gemacht haben. Und auch dafür kann man sich schon Tickets kaufen.
Florian: Der Link dazu ist auch in den Show Notes.
Florian: Und mit den Science Busters bin ich auch unterwegs in diversen Städten und Ländern.
Florian: Das nächste Mal in Wien am 11. Mai im Stadtsaal. Und dann machen wir eine kleine
Florian: Runde durch Westösterreich.
Florian: Wir fangen an in St. Johann im Pongau. Das ist Salzburg oder Tirol?
Florian: Weiß ich gerade nicht. Irgendwo im Westen. Salzburg. Genau, am 18.
Florian: Mai sind wir dort. Am 20.
Florian: Mai sind wir in Telfs, das ist in Tirol. Am 22. Mai sind wir in Dornbirg.
Ruth: Das ist in Vorarlberg.
Florian: Genau, das weiß ich auch. Und am 23. und 24. Mai sind wir in München.
Florian: Das ist überhaupt nicht mehr in Österreich, sondern in Bayern.
Ruth: Nein, wo auch immer. Jetzt kennt ihr die Bundesländer. Kommt dorthin.
Florian: Fast, ein paar gibt es noch, aber da kommen wir auch noch irgendwann hin.
Florian: Also wir kommen in alle Bundesländer in Österreich, aber natürlich in alle Bundesländer Deutschlands.
Florian: Aber das sind so die Termine der nächsten Woche und wenn ihr da hinkommt, dann freuen wir uns.
Florian: Was können wir noch so ankündigen? Können wir sagen, kauft uns eure Bücher,
Florian: haben wir schon eigentlich mehr gesagt.
Ruth: Ja, kauft unsere Bücher, genau.
Florian: Ich habe letztens ein schönes Bild gemacht in einer Buchhandlung in Wien,
Florian: wo wir alle nebeneinander standen.
Florian: Mein neues Buch, Evis neues Buch und dann dein, nicht mein ganz so neues Buch,
Florian: aber dein aktuelles Buch, standen wir alle drei nebeneinander. Das war sehr schön.
Ruth: Das war sehr schön. Das ganze Universum in einer Buchhandlung.
Florian: Ganz genau. Ja, das waren die Termine und nach den Terminen kommt der Hinweis,
Florian: dass ihr uns Nachrichten schreiben könnt unter hello at das Universum.at oder
Florian: Feedback schreiben könnt unter derselben Adresse oder Fragen schicken könnt
Florian: zur Beantwortung unter fragen at das Universum.at und ihr könnt uns auch unterstützen.
Florian: Wenn ihr wollt, dass wir mit dieser Arbeit hier auch ein bisschen was verdienen,
Florian: dann müsst ihr dafür sorgen, weil ansonsten verdienen wir nichts damit.
Florian: Der Podcast wird nicht finanziert von irgendwem. Der Podcast wird nicht durch Werbung finanziert.
Florian: Der Podcast wird auch nicht von Plattformen wie Spotify und Co.
Florian: Finanziert. Also wenn ihr es da hört, kriegen wir auch kein Geld.
Ruth: Ist eigentlich eine Frechheit, oder?
Florian: Ja, eh. Aber so ist die Welt. Die Welt ist eine Frechheit. Aber wenn ihr wollt,
Florian: dass wir was mit diesem Podcast verdienen, dann müsst ihr uns das geben,
Florian: weil ihr seid der Einzige, von denen wir Geld nehmen. Sagen wir es so.
Ruth: Ja, genau. Alles andere wird abgelehnt. Außer von der ÖBB.
Florian: Ja, genau. Ja, das haben wir einmal gemacht. Also so.
Ruth: Beim nächsten Tunnel, dann nehmen wir wieder Geld von euch. ÖBB.
Ruth: Also, und seit dem letzten Mal haben auch wieder ein paar Leute uns dankenswerterweise
Ruth: finanziell unterstützt.
Ruth: Es geht über verschiedene Möglichkeiten, nämlich PayPal.
Ruth: Das war Sascha und Martin, beide sehr großzügig.
Florian: Vielen, vielen Dank.
Ruth: Ganz herzlichen Dank, Sascha und Martin. Und dann kann man auch noch ein Spenden-Abo
Ruth: abschließen über Steady und Patreon, diese Dienste.
Ruth: Und ja, da gehen auch Gebühren ab, aber dafür haben wir quasi die Sicherheit,
Ruth: dass wir da dann auch jedes Monat Geld bekommen.
Florian: Und vor allem die Buchhaltung ist einfacher für mich, wenn ich das machen muss,
Florian: dass das da geht bei den Diensten.
Ruth: Weil da dann alles zusammengefasst ist. Für PayPal muss er, wenn er jetzt irgendwie
Ruth: eine 2-Euro-Spende schickt, muss dann der Florian das ausdrücken,
Ruth: feilen und ding und einzeln.
Ruth: Also bitte auf PayPal nur Scheine, keine Münzen.
Florian: Naja, ich habe letztes Mal, weil ich der Podcast war, was anderes,
Florian: aber eine Spende bekommen von 75 Cent. Das habe ich mich auch gefreut,
Florian: aber ich glaube, der Arbeitsaufwand für die Verbuchung dieser Spende ist die
Florian: Spende, glaube ich, schon aufgebraucht worden.
Ruth: Was dein Stundenlohn ist und
Ruth: dann wie lange es braucht, bis du das rüberkopiert hast und verbucht hast.
Florian: Ja, dann versteuern muss ich es ja auch noch alles.
Ruth: Naja, das sowieso. Wenn wir doch nur reich wären, dann hätten wir einen viel
Ruth: geringeren Steuersatz.
Ruth: Aber so leider nicht. Also Sozialversicherung, also die Steuer ist eh das geringste, gell?
Florian: Stimmt, ja.
Ruth: Es ist irgendwie, wie auch immer. Wenn ihr Bock habt, schickt uns Geld.
Ruth: Wenn ihr keinen Bock habt, dann sind wir auch nicht böse, ganz und gar nicht. Hört uns einfach zu.
Florian: Ja, macht das, dann freuen wir uns.
Ruth: Ich bin auch nicht böse, wenn ihr uns nicht zuhört. Aber wenn ihr nicht zuhört,
Ruth: dann erreicht das euch ja gar nicht.
Florian: Dann ladet ihr den Podcast wenigstens runter, das reicht auch schon.
Ruth: Ja, genau, braucht es nicht zuhören. Runterladen, delete.
Florian: Genau.
Ruth: Okay.
Florian: Das nächste Mal könnt ihr das in zwei Wochen machen bei der nächsten Folge von
Florian: Das Universum. Und bis dahin sagen wir Tschüss.
Ruth: Wie auch immer ihr euch entscheidet, wir hören uns. Macht es gut. Ciao.