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Das Universum

Transkript

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Florian: Bevor es losgeht, ein kurzer Hinweis.

Florian: Es wird wieder eine Das Universum Live-vor-Publikum-Podcast-Aufzeichnung

Florian: geben in Wien im Radiokulturhaus, wie wir schon zweimal gemacht haben.

Florian: Das nächste Mal wird das Ganze am 21. September stattfinden,

Florian: um 19 Uhr im Radiokulturhaus in Wien.

Florian: Eintritt kostet 12 Euro und Karten dafür sind schon erhältlich.

Florian: Den Link gibt es in den Shownotes.

Florian: Und jetzt weiter mit der Folge.

Florian: Herzlich willkommen bei Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian

Florian: über das Universum sprechen. Mit Ruth.

Ruth: Und mit Florian.

Florian: Der August neigt sich dem Ende zu. Unsere Sommerfolgen ebenfalls,

Florian: das ist Folge 163 von Das Universum und ist die letzte Sommerfolge,

Florian: die wir in diesem Sommer veröffentlichen.

Florian: Die letzte kurze Folge, das letzte Mal ein Sommerrätsel von Evi und danach gibt

Florian: es wieder den herbstlichen Normalbetrieb. Aber jetzt kommt nochmal die Sommerfolge dran.

Florian: Du hast uns in der letzten Folge was erzählt von den Weltraumpelaskopen,

Florian: wie die ihren Sommer verbracht haben.

Florian: Ich habe jetzt ein völlig anderes Thema dabei. Wir reden über einen Nachbarplanet.

Florian: Wir reden über ein Thema, das in der Science-Fiction und in der Wissenschaft

Florian: immer wieder auftaucht.

Florian: Wir reden über Terraforming.

Ruth: Ah, schön. Live on Mars, oder?

Florian: Genau. Wir terraformen jetzt den Mars. Oder besser gesagt, du,

Florian: Ruth, wirst den Mars terraformen.

Ruth: Du übernimmst das. Was?

Florian: Nein, du machst das. Es gibt nämlich ein Spiel, ein kurzes, also Spiel ist das,

Florian: was in der Wissenschaft so als Spiel durchgeht.

Florian: Um den Mars Terra zu formen, das werde ich jetzt mit dir spielen,

Florian: die Terraforming Challenge. Du sollst den Mars zu einem bewohnbaren Platz machen.

Ruth: Du hast aber schon noch in Erinnerung, wie gut.

Florian: Ich bei Asteroid.

Ruth: Gegen Galaxie abgeschnitten habe. Was war das noch? Schwarzes Loch.

Ruth: Galaxie, Asteroid, schwarzes Loch. Na gut, wir probieren es.

Florian: Dein Ziel ist es, den Mars biologisch aktiv zu machen. Du willst dort fließendes

Florian: Wasser haben, grüne Pflanzen.

Florian: Du willst eine Atmosphäre haben, die du ohne Raumanzug atmen kannst.

Florian: Und wir fangen gleich an mit dem ersten Stück, nämlich den Mars erwärmen.

Florian: Der Mars ist arschkalt und wir wollen den Mars wärmer kriegen und wir wollen

Florian: ihn auf ungefähr 30 Grad kriegen.

Florian: Also mittlerweile haben wir aktuell haben wir minus 70 Grad und wir wollen mindestens

Florian: 30 Grad haben, damit wir zumindest in einigen Ecken des Mars das Eis schmelzen können.

Florian: Wie kriegen wir den Mars auf 30 Grad? Folgende Möglichkeiten.

Florian: Sonnensegel im Weltall platzieren, um Sonnenlicht auf die Marsoberfläche zu lenken.

Florian: Oder Atomwaffen benutzen, um das Polareis zu vaporisieren oder die Atmosphäre

Florian: mit entsprechenden Gasen anzufüllen.

Florian: Oder wir schmeißen Nanopartikel in die Atmosphäre, damit sie dort die Hitze festhalten.

Florian: Oder wir schicken Treibhausgase in die Atmosphäre. Was möchtest du gerne haben?

Ruth: Boah, das hört sich alles nach einer schlechten Idee an.

Florian: Ehrlich gesagt. Naja, das sind die Möglichkeiten. Sonnensegel,

Florian: Atombomben, Nanopartikel oder Treibhausgase.

Ruth: Und ich habe keine andere Wahl. Ich muss bei diesem bösen Spiel mitspielen.

Florian: Du musst bei diesem bösen Spiel mitspielen.

Ruth: Okay, dann nehme ich die Nanopartikel. Nein, nein, nein, die Treibhausgase nehme ich.

Florian: Es ist übrigens kein böses Spiel. Es ist ein Spiel von Nature,

Florian: von der Fachzeitschrift, das erstellt wurde.

Ruth: Ja, und nur weil es eine Fachzeitschrift ist, kann es nicht blöd sein, oder was?

Florian: Es basiert auf einer wissenschaftlichen Arbeit, über die wir im Anschluss sprechen,

Florian: aber zuerst wollte ich ein Spiel mit dir machen. Also wir schmeißen Treibhausgase

Florian: in die Atmosphäre und du bekommst für diesen ersten Schritt fünf Punkte,

Florian: ich glaube fünf von zehn, du kannst zehn Punkte kriegen. Also du hast fünf Punkte bekommen.

Florian: Ja, kann funktionieren, sagt das Spiel. Wenn du haufenweise Treibhausgase reinschmeißt,

Florian: könntest du das machen, aber es ist nicht ganz so effizient,

Florian: wie man es machen könnte, weil du halt sehr, sehr viele Treibhausgase brauchst.

Florian: Und wir werden dann im Detail noch über die einzelnen Möglichkeiten sprechen,

Florian: wenn wir über die wissenschaftliche Arbeit sprechen, aber zuerst machen wir

Florian: das Spiel zu Ende. Also ist nicht ganz schlecht, was du gewählt hast, kann funktionieren.

Ruth: Okay.

Florian: Und geht vermutlich auch relativ schnell. Was ein bisschen schwieriger wird,

Florian: ist Wasser. Wir müssen Wasser auf dem Mars kriegen, beziehungsweise müssen wir

Florian: dazu kriegen, dass das ganze Eis, das jetzt auf dem Mars gefroren rumliegt, schmelzt.

Florian: Wie kriegen wir Wasser? Und wir wollen es nicht einfach nur irgendwo flüssig

Florian: machen, wir müssen es ja auch irgendwie sammeln, das Ganze, damit wir da unsere

Florian: Marsbasis hinbauen können. Also, was machen wir?

Florian: Wir können anfangen, an einem einzigen Platz, an einem einzigen Ort Wasser zu

Florian: sammeln oder Wassereis zu sammeln.

Florian: Wir können unsere Stationen irgendwo hinbauen, wo schon Wasser ist.

Florian: Wir können Permafrost nutzen, um das Wasser zu speichern, damit es nicht wieder verschwindet.

Florian: Wir können schauen, dass wir das Wasser irgendwie in den Permafrost reinkriegen,

Florian: damit es dann auch dort bleibt. Oder wir könnten Kanäle bauen,

Florian: um das Wasser zu unseren Marsstationen zu leiten. Was machen wir mit dem Wasser?

Florian: Jetzt haben wir den Mars aufgetaut.

Florian: Was machen wir mit dem Wasser? Wie tun wir mit dem Wasser auf dem Mars?

Florian: Bauen wir unsere Station in der Nähe vom Wasser, speichern wir Wasser im Permafrost

Florian: oder bauen wir Kanäle, um das Wasser dorthin zu leiten, ob wir es haben wollen.

Ruth: Permafrost.

Florian: Permafrost. Schauen wir mal, da kriegen wir wieder fünf Punkte von 10.

Florian: Das könnte funktionieren, weil das Problem ist, sobald wir mal Wasser haben,

Florian: müssen wir es auch irgendwie festhalten.

Florian: Wir können zwar die Temperaturen erhöhen, das Wassereis schmilzt,

Florian: aber dann wäre es auch schwierig zu bekommen, weil dann läuft das Wasser irgendwo

Florian: in diese Untergrund-Aquifers.

Florian: Ich weiß gar nicht, was Aquifer auf Deutsch heißt.

Ruth: Wasserführende Schichten.

Florian: Ja, genau. Da ist es halt dann drin, aber da müssen wir es wieder rausholen.

Florian: Aber wir könnten probieren, die Oberfläche des Planeten knapp unter Null zu halten.

Florian: Dann ist jede Menge Oberfläche unten im Permafrost. Und dann hätten wir das

Florian: gefrorene Wasser dort zu verführen, wo wir es haben wollen. Dann müssen wir

Florian: es halt nur irgendwie rausholen und dann irgendwo halt lokal schmelzen,

Florian: wenn wir es haben wollen. Also wäre möglich.

Florian: So, also Schritt 3. Wir müssen irgendwo den Dreck wegkriegen,

Florian: weil die Marserde, der Marsboden ist nicht ganz so schön, wie wir ihn haben wollten.

Florian: Der ist voll mit toxischen Salzen, Perchlorate und so weiter,

Florian: die entstehen, weil die Ultraviolettstrahlung der Sonne halt ungehindert auf

Florian: die Marsoberfläche durchgeschlagen ist für Milliarden Jahre und hat da jede

Florian: Menge fiese Chemikalien erzeugt.

Florian: Und wenn wir dort was anbauen wollen, dann können wir die nicht brauchen.

Florian: Also, wie kriegen wir den Mars sauber? Zwei Möglichkeiten.

Florian: Wir heizen einfach den Boden auf, dann backen wir quasi diese ganze Perchlorate

Florian: raus. Die verdampfen dann.

Florian: Oder wir nutzen genetisch veränderte Mikroben, die für uns da den Dreck rausmachen

Florian: durch ihren Stoffwechsel.

Ruth: Ah, das war es schon?

Florian: Ja, Nummer zwei diesmal.

Ruth: Nummer zwei. Ich bin ein großer Mikroben-Fan.

Florian: Ja, und das ist volle Punktzahl. Zehn Punkte von zehn.

Florian: Weil nämlich, kann ich das sagen, wenn du die andere Option genommen hättest,

Florian: hättest du null Punkte bekommen. weil wenn du jetzt hier anfängst,

Florian: den Boden aufzuheizen, dann hättest du den Schritt davor sparen können,

Florian: nämlich das Wasser dazu speichern, weil das geht natürlich mit weg,

Florian: wenn du den Boden aufheizt.

Florian: Weil das haben wir gerade im Permafrost gespeichert, aber du warst schlau genug,

Florian: hast die Mikrobenversion genommen und mit synthetischen,

Florian: Mikroben oder genetisch veränderten Mikroorganismen könnten wir dafür sorgen,

Florian: dass die halt dann die Perklorate aufspalten und in nicht gefährliche Moleküle

Florian: umwandeln. Würde funktionieren.

Ruth: Immerhin, nicht ganz. Nicht ganz deppert.

Florian: Nein, eh nicht. Nächster Schritt. Jetzt müssen wir Landwirtschaft betreiben auf dem Mars.

Florian: Wir haben jetzt schon einiges gearbeitet. Wir sind schon ein bisschen hungrig.

Ruth: Kartoffeln ist die Antwort.

Florian: Schauen wir mal, schauen wir

Florian: mal, schauen wir mal. Also wir müssen eine Mars-Landwirtschaft entwickeln.

Florian: Wie tun wir das? Erster Schritt. Pflanze Kartoffeln.

Florian: Pflanzen wir Kartoffeln als erstes oder fangen wir mit Mikroalgen an oder bauen

Florian: wir so Treibhäuser, Grünhäuser, sagt man nicht, das wäre jetzt falsches Englisches übersetzt.

Florian: Glashäuser. Oder bauen wir Glashäuser, aber nicht aus Glas, sondern aus Bioplastik.

Florian: Also Kartoffeln, Mikroalgen, Glashäuser.

Ruth: Boah, also so sehr ich ein Kartoffelfan bin, ich glaube, dass die Algen dann

Ruth: vielleicht doch die bessere Wahl wären.

Florian: Schau mal.

Florian: Für die Algen gibt es zehn Punkte von zehn. Wir müssen eine ökologische Abfolge

Florian: aufbauen. Wir müssen etwas Kleines anfangen, was dann etwas Größeres ermöglicht

Florian: und so weiter und so weiter.

Florian: Und Experimente auf der Erde haben schon gezeigt, dass wir mit bestimmten Algen

Florian: tatsächlich die auch zum Wachsen kriegen, wenn der Atmosphärendruck noch sehr, sehr gering ist.

Florian: Das heißt, da könnten wir anfangen, mal die Grundlage einer Biosphäre zu legen.

Ruth: Kann ich mir gut vorstellen. Auch Algen schmecken auch sehr gut.

Florian: Ja, ich weiß nicht, wie gut die schmecken und wie viel man da zusammenbasteln

Florian: muss. Aber ja, man kann sie durchaus gut essen.

Florian: So, jetzt wichtigster Schritt, größter Schritt. Wir brauchen eine Atmosphäre,

Florian: die Menschen atmen können, die sicher ist. Wir brauchen eine Atmosphäre. Wie kriegen wir das hin?

Florian: Wir könnten mal das machen, was in der Science Fiction oft passiert.

Florian: Wir könnten einfach Habitate bauen, große Habitate, so Kuppeln.

Florian: Und in diesen Kuppeln, da machen wir unsere Atmosphäre.

Florian: Oder wir bauen Pflanzen. Nee, wir bauen Pflanzen nicht. Was machen wir?

Florian: Wir machen Pflanzen an. Wir pflanzen Pflanzen an, damit die im Laufe der Zeit

Florian: eine sauerstoffreiche Atmosphäre über den ganzen Planeten machen.

Florian: Oder, das wäre jetzt quasi hier meine Option, die ich hingeschrieben haben hätte

Florian: können, was ich aber nicht habe.

Florian: Wir könnten Asteroiden sammeln und die einfach in den Planeten reinschmeißen.

Florian: Dann gibt es da auch jede Menge Zeug, das schmilzt und Stickstoff und so weiter.

Florian: Und dann wird die Luft, die Atmosphäre auch dicker. Also machen wir nur kleine

Florian: lokale Habitate mit für uns atembarer, sicherer Atmosphäre.

Florian: Fangen wir mit Pflanzen rumzubasteln, dass die im Laufe der Zeit uns am ganzen

Florian: Planeten der Atmosphäre machen. Oder schmeißen wir Asteroiden drauf.

Ruth: Boah.

Ruth: Boah, das hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich würde sagen Habitate.

Florian: Habitate.

Ruth: Weil der Maß ist doch nicht so klein und dann auf dem ganzen Planeten, naja, Atmosphäre.

Florian: Ja, schon wieder zehn von zehn Punkten in Schritt Nummer fünf,

Florian: weil in einer abgeschlossenen Umgebung kann man sehr schnell Sauerstoff produzieren,

Florian: weil da können wir auch sehr leicht das Pflanzenwachstum aufrecht erhalten und antreiben.

Florian: Wir können Wasser aufspalten in Wasserstoff und Sauerstoff und so weiter.

Florian: Wenn wir so ein Habitat haben, so eine Kuppel, dann könnten wir in ein paar

Florian: Jahren schon dort entsprechend eine atembare Atmosphäre haben.

Florian: Das heißt, das ist durchaus schneller. Ich habe damals, als ich das Spiel vorhin

Florian: gespielt habe, das mit der Pflanze gedrückt. Hier haben wir den Zeitraum angegeben

Florian: von ein paar Jahren, um diesen Schritt abzuschließen.

Florian: Wenn du die Pflanzen nimmst, dann hast du den Zeitraum von ein paar tausend

Florian: Jahren, um den Schritt abzuschließen, weil, wie du gesagt hast,

Florian: Maßoberfläche ist groß.

Ruth: Schade, aber ja, so ist es.

Florian: Wir sind durch mit dem hier. Wir können jetzt schauen, du hast insgesamt 40

Florian: Punkte bekommen von 5 mal 10. Warte mal, das war 10 Punkte, 5 Fragen.

Florian: Ja, 50 Punkte wären möglich gewesen, also 40 von 50.

Florian: Und dein Projekt mit den abgeschlossenen Habitaten wäre jetzt in der Zählung,

Florian: die vermutlich ein bisschen optimistisch ist, im Jahr 2073 abgeschlossen.

Florian: Meins wäre, glaube ich, irgendwann im Jahr 4000 fertig gewesen.

Ruth: 2073, das ist aber schnell, wirklich.

Florian: Ja, wenn du davon ausgehst, dass du alles problemlos hinkriegst,

Florian: was natürlich so einfach ist.

Florian: Du musst halt dann die ganze Raumfahrt und die ganze Technik,

Florian: wie kriegen wir da jetzt das Material zum Kuppelbau hin und so weiter,

Florian: ist natürlich nicht berücksichtigt. Das ist wirklich nur, was man da ist.

Florian: Und wenn du dann zu Ende bist mit dem Spiel, kriegst du so eine Auswertung und

Florian: dann kannst du dann noch andere...

Florian: Sachen anklicken. Zum Beispiel kannst du anklicken den Punkt Should we consider

Florian: Terraforming Mars? Was sollen wir überhaupt machen?

Florian: Sie sagen aber auch am Ende, das ist ein kurzer Abschnitt, Leaving it alone

Florian: is a perfectly valid choice.

Florian: Kann man auch machen. Das war ja das, was ich immer sage, wenn es um das Terraforming

Florian: des Mars geht. Ja eh, coole Science Fiction, aber warum?

Florian: Können wir den Mars nicht so lassen, wie er ist? Der ist als Welt interessant genug, so wie er ist.

Florian: Müssen wir ja nicht rumfuschen dort, wenn keine Not besteht.

Ruth: Ja, allerdings, ja.

Florian: Ja, und dieses Spiel, also ich verlinke das in den Shownotes,

Florian: könnt ihr alle selbst durchspielen und die ganzen anderen Optionen durchprobieren.

Ruth: Was wäre denn die Top-Version? Oder du möchtest noch nicht spoilern.

Florian: Damit die Leute noch spielen können? Das werden wir dann gleich sehen,

Florian: wenn wir uns jetzt die wissenschaftliche Arbeit anschauen, auf der dieses Spiel basiert.

Florian: Das ist nämlich eine Arbeit, die vor kurzem erschienen ist, auch Ende Mai 26

Florian: ist die erschienen, von Slava Tujyshev.

Florian: Ein Wissenschaftler der NASA vom JPL, der hat eine Arbeit geschrieben,

Florian: eine sehr lange Arbeit übrigens, aber frei verfügbar für alle,

Florian: die es genau wissen wollen,

Florian: die den packenden Titel hat, Terraforming Mars, Mars Forcing and Industrial

Florian: Throughput Constraints.

Florian: Also ist jetzt nicht so, wo man gleich das Science-Fiction-Herz aufleuchtet.

Ruth: Darauf anspringt, ja.

Florian: Es ist eine wissenschaftliche Arbeit, die sich diese Terraforming-Geschichte

Florian: mal anders angeschaut hat. Weil ganz oft wird ja Terraforming so unter dem Gesichtspunkt

Florian: betrachtet, so wie wir es jetzt gerade im Spiel gemacht haben.

Florian: Welche Pflanzen tun wir da hin? Welche Mikroradismen müssen wir machen,

Florian: damit sich eine Atmosphäre entwickelt?

Florian: Welche Treibhausgase packen wir rein in die Atmosphäre? CO2 oder doch irgendwelche

Florian: Flurkohlenwasserstoffe oder sowas.

Florian: Was machen wir da also das wird alles untersucht aber man hat sich jetzt noch

Florian: nie oder nicht meistens nicht unter dem ja,

Florian: wie soll man es nennen wirtschaftlichen punkt oder energetischen punkt angeschaut

Florian: weil man kann ja leicht sagen wir wollen da irgendwie,

Florian: jetzt so und so viel treibhausgas in die atmosphäre tun aber muss irgendwie

Florian: rein ja und genau das hat er sich angeschaut und vor allem er hat gesagt,

Florian: Wir müssen weg von diesem, wir machen den Mars zu einer zweiten Erde.

Florian: Das Terraforming, was wir so drinnen haben in den normalen popkulturellen oder

Florian: auch wissenschaftlichen Diskussionen, das ist ein viel zu unscharfer Begriff.

Florian: Deswegen hat er unterschiedliche Terraforming-Stufen, wenn man so will, definiert.

Florian: Stufe 0 ist der Mars so, wie er jetzt ist. Stufe 1 ist wiederkehrendes,

Florian: offenes Oberflächenwasser.

Florian: Also der Mars hat so eine Atmosphäre, so eine Temperatur, dass immer wieder

Florian: mal flüssiges Wasser über die Oberfläche fließt.

Florian: Muss nicht dauerhaft da sein, aber zumindest ab und zu ist es mal da.

Florian: Dann hat er etwas gemacht, eine Stufe, die nennt sich Paratheraforming oder

Florian: geschützte Landwirtschaft, geschützte Lebensräume.

Florian: Also eben Kuppel und sonst irgendwas, wo du lokal Temperatur,

Florian: Energie kontrollieren kannst, um Landwirtschaft zu machen.

Florian: Also eine bisschen komfortablere Version als das, was der Marsianer gemacht hat, wenn man so will.

Florian: Dann gibt es ja noch eine Unterstufe, die nennt sich biologisches Bootstrapping.

Florian: Also das ist dann quasi auch wieder so geschütztes im Prinzip,

Florian: was du am Ende gewählt hast, dass wir eben geschützte Ökosysteme haben,

Florian: wo du halt dann durch Pflanzen mit Mikroben und so weiter, Algen, halt

Florian: eine entsprechende lokale geschützte Atmosphäre schaffst,

Florian: die du atmen kannst oder dich ohne Schutzanzug rumtreiben kannst.

Florian: Also wenn man so will, die klassische Mars-Stadt, die aber kein Terraforming

Florian: des ganzen Mars braucht. Dann gibt es Stufe 3.

Florian: Das ist druckunabhängige menschliche Exposition, wenn man es übersetzt.

Florian: Im Wesentlichen heißt es, wir machen die Mars-Atmosphäre so,

Florian: dass du rausgehen kannst,

Florian: Ohne dass dabei sofort die Gase aus deinem Körper irgendwie ausperlen.

Florian: Also du musst dann zwar trotzdem immer noch mit Raumanzug rumlaufen und Atemanzug,

Florian: aber wir haben jetzt kein, um im Science-Fiction-Bild zu bleiben,

Florian: wir haben jetzt nicht das, was mit den Arnold Schwarzenegger in Total Recall,

Florian: kurzfristig am Ende passiert.

Ruth: Schöne Szene, ja.

Florian: Und dann Zustand 4, Stufe 4, das ist das klassische Terraforming.

Florian: Wir haben den ganzen Mars so warm und mit so einer dichten Atmosphäre ausgestattet,

Florian: dass wir rumlaufen können und ja, da machen können, was wir wollen.

Florian: Und jetzt hat er sich das alles angeschaut für diese ganzen Stufen, was man alles braucht.

Florian: Wie gesagt, der Artikel ist sehr, sehr technisch und sehr voll mit Zahlen.

Florian: Will ich jetzt definitiv nicht alles entsprechend referieren.

Florian: Aber wenn wir jetzt mal wirklich so eine atembare Atmosphäre am ganzen Mars

Florian: brauchen oder haben wollen, brauchen wir dafür ungefähr eine Billiarde Tonnen

Florian: CO2 plus CO2 allein reicht noch nicht.

Florian: Wir brauchen ungefähr noch 900 Billionen Tonnen Sauerstoff, zwei Billiarden

Florian: Tonnen Stickstoff auch noch und noch ein Haufen anderer Gase.

Florian: Und das müssen wir mal irgendwie herstellen und das müssen wir irgendwie auf

Florian: die, wie wir es zum Mars schaffen, ist eine andere Frage. Wir werden keine Billiarden

Florian: Tonnen Gas zum Mars fliegen, aber wir müssen es auf dem Mars herstellen.

Florian: Und dann hat auch da ausgerechnet Herstellungskosten für die ganze Produktion,

Florian: wenn man das irgendwo aus dem Gestein rausholen oder sonst irgendwo.

Florian: Allein für den Sauerstoff, die 900 Billionen Tonnen, brauchen wir so viel Energie,

Florian: wie sie dem 20.000-fachen des.

Florian: Derzeitigen jährlichen Energieverbrauchs der gesamten Menschheit entspricht.

Florian: Allein nur, um den Sauerstoff für die Atmosphäre zu machen, exklusive der Energiekosten,

Florian: die wir brauchen, um dafür zu sorgen, dass der Sauerstoff nicht wieder abhaut

Florian: und sich mit etwas anderes verbindet und wieder weg ist.

Florian: Und Sauerstoff, der ist noch vergleichsweise leicht zu kriegen.

Florian: Den kriegen wir aus dem Wasser.

Florian: Und Wasser haben wir am Mars. Das heißt, wir müssen nur das Eis irgendwie aufschmelzen,

Florian: das Wasser aufspalten in Wasserstoff und Sauerstoff, dann haben wir den Sauerstoff.

Florian: Also das geht noch relativ leicht.

Florian: Das ganze andere Klump, die ganzen anderen Gase herzukriegen,

Florian: ist noch viel, viel aufwendiger.

Florian: Das heißt, es ist absurd, die Energie.

Florian: Auch wenn wir zum Beispiel Sonnenspiegel nehmen, da bräuchten wir 70 Millionen

Florian: Quadratkilometer Sonnenspiegel, damit wir das hinkriegen. Funktioniert auch nicht.

Ruth: Schöne Eigentumswohnung.

Florian: Also das ist einiges. Und genauso geht es das Ganze durch.

Florian: Er hat überall ausgerechnet, wie viel Energie brauchen wir, wie viele Ressourcen

Florian: brauchen wir dafür und so weiter.

Florian: Also das funktioniert alles nicht. Am ehesten, am wahrscheinlichsten,

Florian: was wir noch entsprechend machen könnten, ist dieses Paraterraforming,

Florian: wo wir eine begrenzte Anzahl an Glas, Gewächshäusern haben, Kuppeln haben.

Florian: In diesen Kuppeln schaffen wir stabile Lebensbedingungen und so weiter.

Florian: Das ist das, braucht auch noch absurd viel Energie, aber das ist noch das am

Florian: ehesten Realisierbare. Also das Szenario, was du am Ende in dem Spiel rausgekriegt

Florian: hast. Das ist das, was am ehesten noch machbar ist.

Florian: Alles andere ist ja so absurd, dass es erstens lange dauert,

Florian: Jahrtausende dauert und Energien braucht, wo keiner eine Ahnung hat,

Florian: wie wir sie hinkriegen sollen.

Florian: Also wir sind wirklich mit der Erde genug beschäftigt, da können wir es uns

Florian: aufzeichnen, wie man in Österreich sagt, dass wir den Mars als Ausweichplanet haben in naher Zukunft.

Ruth: Ja, aber trotzdem interessant, sich das mal natürlich einfach anzuschauen,

Ruth: so Szenario für Szenario und so.

Ruth: Und ich bin jetzt schon eigentlich überrascht über diese doch nicht allzu langen

Ruth: Zeitskalen. Also jetzt mal von dem absurden Energiebedarf und so weiter abgesehen.

Ruth: Weil sagen wir mal, man wäre Milliardärin oder Billardärin,

Ruth: könnte man das ja tatsächlich, ja weiß ich nicht, wenn man da so viel Geld wie

Ruth: möglich da drauf wirft und begrenzt in einer Lebenszeitskala doch irgendwie umsetzen.

Florian: Naja, also wenn es jetzt wirklich nur um so eine Kuppel quasi geht,

Florian: lokal, zu der man wohnen kann, ja, das ist was, da glaube ich auch,

Florian: ich meine, ich bin kein Techniker, aber auch da würde ich sagen, das ist sehr machbar.

Ruth: Weil einem nur nicht die ganze Zeit die Raketen explodieren würden.

Florian: Ja, ja, ja. Aber gut, anderes Thema. Aber wie gesagt, wer es gerne möchte,

Florian: ich erfahre das, weil die Arbeit zuerst, habe ich gedacht, ha,

Florian: coole Arbeit, die schaue ich mir an.

Florian: Da habe ich gedacht, ha, coole Arbeit, aber absurd blöd zu lesen,

Florian: weil das wirklich so, so technisch ist das Ganze.

Florian: Habe ich mich durchgequillt und dann habe ich auf der Nature-Seite gefunden,

Florian: eben dieses Spiel, das auf dieser Arbeit im Wesentlichen passiert oder nicht

Florian: wirklich passiert, aber halt entsprechend damit zu tun hat und habe gedacht,

Florian: okay, cool, dann schauen wir uns das Spiel an.

Florian: Also Spiel, ich sage immer, Spiel ist auch übertrieben, du klickst dich halt

Florian: da durch, das ist halt ein Quiz im Wesentlichen, wo dir dann am Ende was gezeigt

Florian: wird, aber trotzdem ganz nett zu machen, vor allem weil du halt dann auch mehrmals

Florian: spielen kannst und schauen, was geht am schnellsten, was braucht am längsten und so weiter.

Florian: Also die Kombination fand ich ganz nett, habe ich gedacht, nehme ich mit,

Florian: für unsere Science-Fiction-affine Hörerschaft.

Florian: Damit ihr auch selbst mal euch ausprobieren könnt am Terraformen.

Florian: Und wenn euch das alles zu blöd ist, empfehle ich ein weiteres Mal,

Florian: als ja es nicht mehr Sommerlektüre, sondern Herbstlektüre, die Mars-Trilogie

Florian: von Kim Stanley Robinson.

Florian: Die ist wissenschaftlich auch sehr, sehr exakt und zeigt auch sehr,

Florian: sehr schön die enorme Komplexität, die es bräuchte, um einen Planeten komplett umzugestalten.

Ruth: Ja, das ist schon sehr interessant. Ich werde mir das jetzt auch gleich nochmal anschauen.

Ruth: Schauen, ob ich mein Game noch optimieren kann.

Florian: Ja, sag Bescheid, wenn du einen Weg gefunden hast, wie du den Mars sehr viel

Florian: schneller terraformen kannst, dann freuen sich sicherlich.

Ruth: Dann schick mal ein paar Leute hin.

Florian: Ja, schickst du ein Proposal an den Elon Musk und dann,

Florian: haust du noch ein paar Mille auf das Proposal drauf, die können wir dann privat verschmeißen.

Ruth: Genau, das macht er sicher gern für uns.

Florian: Dann haben wir jetzt das letzte Sommerthema zu Ende. Wenn es Fragen gibt,

Florian: und ich bin mir sicher, euch fallen Fragen zum Terraforming des Mars ein.

Florian: Das sind ja Themen, da kriegen wir gerne viele Fragen.

Florian: Dann schickt sie uns an Fragen at dasuniversum.at. Dann werden wir sie ab jetzt

Florian: in den jetzt wieder folgenden normalen Folgen auch entsprechend wieder beantworten.

Florian: Wenn ihr uns sonst was schicken und sagen wollt, macht das unter hello at dasuniversum.at.

Florian: Auf der Seite dasuniversum.at gibt es die Shownotes, da gibt es die Links, auch den Link zum Spiel.

Florian: Dort gibt es auch die Möglichkeiten, wie man uns unterstützen kann. Die stehen dort auch.

Florian: Und wenn ihr uns unterstützt habt durch Spenden oder Ähnliches,

Florian: dann werden wir uns dafür bedanken, aber erst in der nächsten Folge,

Florian: weil für uns ist immer noch der 7. Juli. Wir haben jetzt die vierte Folge am Stück aufgenommen.

Florian: Und werden dann, wenn alle Spenden, die über den Sommer eingelangt sind,

Florian: uns auch dafür bedanken können.

Florian: Aber jetzt geht es halt leider noch nicht. Die Sonnenfinsternis ist vorbei.

Florian: Brauchen wir nicht mehr darauf hinweisen, oder? Das müsst ihr nicht mehr anschauen,

Florian: beziehungsweise müsst ihr noch warten bis zur nächsten.

Florian: Schreibt uns, unterstützt uns und macht vor allem beim Sommerrätsel mit.

Florian: Denn Evis Tour durchs Universum nähert sich dem Ende.

Florian: Sie ist immer noch auf Jobsuche und hat sich jetzt...

Ruth: Die Arme, hoffentlich findet sie einen Job an ihrem letzten Stopp.

Ruth: Obwohl du hättest wahrscheinlich schon lieber, dass sie einfach wieder zurückkommt, joblos, oder?

Florian: Ja, kommt drauf an, wenn sie sehr, sehr reich zurückkommt, weil sonst hätte

Florian: ich für so ein Job auch nichts dagegen.

Florian: Habe ich kein Problem. Aber sie wird wieder zurückkommen nach dieser letzten

Florian: Sommerrätselfolge. Und das

Florian: ist jetzt auch der Zeitpunkt, an dem ihr die Lösungen einschicken könnt.

Florian: Wir suchen, oder Evi sucht, für jeden Ort, an dem sie unterwegs war.

Florian: Sowohl den Ort selbst, an dem sie unterwegs war, als auch den Science-Fiction-Film,

Florian: den sie in ihrer akustischen Postkarte beschrieben hat.

Florian: Also wir suchen pro Sommerrätselfolge einen Ort, einen Science-Fiction-Film.

Florian: Das bitte alles gesammelt in eine E-Mail an hello at das Universum.at schicken

Florian: und dann werden wir das auswerten und die Preisverleihung machen in einer der

Florian: Herbstfolgen. Ein Sendeschluss ist der 1. September.

Florian: Bis dahin bitte an und schicken. Dann könnt ihr auch mitmachen und wir werden

Florian: dann irgendwann, ich nehme mal an, es wird eine Folge Ende September sein,

Florian: die Auflösung bekannt geben und auch bekannt geben, wer was gewonnen hat.

Florian: Und jetzt verabschieden Ruth und ich uns in den Sommer. Jetzt haben wir auch

Florian: unsere Arbeit getan oder Ruth hat sie getan. Ich muss die Folgen noch schneiden.

Florian: Aber wir haben jetzt unsere Sommerfolgen zu Ende aufgenommen.

Florian: Und wir hören uns dann, ja, wir hören uns in 14 Tagen wieder.

Florian: Aber für uns ist jetzt erst mal ein bisschen Sommerpause.

Florian: Und bevor die Sommerpause anfängt, verabschieden wir uns und überlassen Ivi,

Florian: das letzte Sommerrätselwort.

Florian: Macht es gut. Bis zum nächsten Mal.

Ruth: Wir freuen uns auf euch. Im neuen Jahr, hätte ich jetzt schon fast gesagt.

Florian: Das fühlt sich eher an. Das ist ja schon ein Jahr vergangen mittlerweile im

Florian: Juli. Das reicht schon für ein Jahr der Halbe.

Ruth: Allerdings. Macht es gut. Einen schönen Sommer euch und wir hören uns.

Florian: Jupp. Tschüss.

Evi: Lieber Ruth, lieber Florian, diese Nachricht erreicht euch aus den unendlichen

Evi: Weiten des Alls und ich hoffe rechtzeitig.

Evi: Denn ich brauche dringend eure Hilfe. Ihr müsst mich hier rausholen und zwar schnell.

Evi: Ich bin am schlimmsten Ort der gesamten Galaxis. Wie konnte ich hier landen?

Evi: Ja, das ist eine ganz blöde Geschichte mit noch blöderen Verwicklungen und ich

Evi: weiß selbst nicht so genau, wie das alles passieren konnte.

Evi: Alles hat damit begonnen, dass ich die Zusage zu meinem letzten Sommerjob bekommen habe.

Evi: Bei dem Ganzen war mir von Anfang an etwas mulmig zumute. Er sollte zwar wieder

Evi: in den Bergbau gehen, damit kannte ich mich mittlerweile ja schon aus,

Evi: aber dieses Mal ging es richtig weit weg und ich wäre das erste Mal auch nicht mehr unter Menschen.

Evi: Ich sollte in beratender Funktion für den Bergbau tätig werden und hatte eine

Evi: quasi diplomatische Stellung inne.

Evi: Nachdem wir mit ihnen aber jetzt nicht in Frieden leben, war ich mir der Brisanz

Evi: durchaus bewusst, aber ja, ich gebe es zu, das Geld, das ich dafür bekommen

Evi: sollte, das hat mich gelockt.

Evi: Immerhin hätte ich mir damit locker meinen Urlaub in Future World leisten können.

Evi: Also habe ich zugesagt und bin hin.

Evi: Aber dann ging wieder mal alles schief. Kaum hatte ich meine Stelle angetreten,

Evi: passierte etwas schier Unglaubliches. Es explodierte. Nicht nur die Mine oder

Evi: die Bergbaustation, nein, das ganze verdammte Ding flog in die Luft, ein ganzer Mond, puff.

Evi: So ein Schlamassel. Und höchst peinlich natürlich. Natürlich.

Evi: Ich befürchtete schon, die ohnehin fragile politische Situation gänzlich zum

Evi: Kippen gebracht zu haben,

Evi: als ich erfuhr, dass dieser, naja, nennen wir es einen Unfall,

Evi: doch tatsächlich zu Friedensverhandlungen geführt hatte. Ich war erleichtert.

Evi: Dann wurde mir klar, ohne Bergbau, kein Job, kein Geld.

Evi: Etwas enttäuscht habe ich also wieder meine Sachen gepackt. Nachdem ich hier

Evi: nichts mehr zu tun hatte, wollte ich früher nach Hause kommen.

Evi: Ich überlegte gerade, wie ich das fehlende Geld für meinen Urlaub doch noch

Evi: beschaffen konnte, als ich plötzlich verhaftet und in Gewahrsam genommen wurde.

Evi: Ohne richtigen Prozess oder Gerichtsverhandlung wurde ich der Verschwörung und

Evi: des Verrats angeklagt und verurteilt.

Evi: Man gab mir die Schuld für die Explosion des Mondes und warf mir vor,

Evi: dass ich das Reich stürzen wolle. Ich war fassungslos angesichts der Anschuldigungen.

Evi: Ich durfte weder den Botschafter verständigen, noch sonst wie um Hilfe ansuchen.

Evi: Und dann ging alles furchtbar schnell und in einem Schauprozess wurde ich zu

Evi: lebenslanger Haft verurteilt.

Evi: Und jetzt bin ich in diesem Hochsicherheitsgefängnis auf diesem eisigen Asteroiden

Evi: bzw. Planetoiden. Wie soll ich das überleben?

Evi: Auf der Oberfläche toben arktische Stürme und es herrschen eisige Temperaturen.

Evi: Absolut lebensfeindliche Bedingungen.

Evi: Ich bin wirklich verzweifelt. In dieser Strafkolonie muss ich auch unter Tage

Evi: arbeiten. Die Arbeit ist wirklich hart.

Evi: Ich weiß nicht, wie lange ich durchhalte. Davonlaufen hat keinen Zweck.

Evi: An der Oberfläche würde ich in kürzester Zeit sterben. Zudem verhindert ein

Evi: Magnetfeld jeglichen Transport.

Evi: Meine einzige Hoffnung sind zwei Menschen, die kürzer Zeit nach mir ankamen.

Evi: Die beiden Herren sind ähnlich verloren wie ich und ebenfalls aufgrund eines

Evi: politischen Komplotts hier gelandet.

Evi: Uns ist klar, dass wir nicht hierbleiben können. Das würde den sicheren Tod bedeuten.

Evi: Wir haben uns also zusammengetan. Tatsächlich haben sie bereits mit einer weiteren

Evi: Mitgefangenen einen Fluchtplan ausgearbeitet.

Evi: Diese Mitgefangene sieht wie ein Fotomodel aus und ich finde ja,

Evi: dass das alles ein bisschen nach Falle riecht.

Evi: Aber der Käpt'n ist ganz hingerissen von ihr. Was mir etwas naiv vorkommt, aber bitte.

Evi: Jedenfalls werde ich mich in meiner Verzweiflung und auch in Ermangelung an

Evi: Alternativen Ihnen anschließen.

Evi: Schon bald werden wir von hier ausbrechen. Hoffentlich schaffen wir es weit

Evi: genug, damit uns die Kollegen der beiden Männer abholen können.

Evi: Ihr müsst bitte mit ihnen Kontakt aufnehmen. Vielleicht können sie euch mitnehmen,

Evi: wenn sie uns abholen. Ich hoffe, dass alles klappt. Beeilt euch bitte.

Über diesen Podcast

Ruth und Florian reden über das Universum. Mit Fragen. Und Antworten.

Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte. In der Rubrik "Science Frames" untersucht Evi die Verbindungen zwischen Science Fiction und echter Wissenschaft.

Spenden gerne unter paypal.me/PodcastDasUniversum oder steadyhq.com/dasuniversum oder patreon.com/dasuniversum

von und mit Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

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