Mastodon
Das Universum

Transkript

Zurück zur Episode

Florian: Herzlich willkommen bei Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian

Florian: über das Universum sprechen.

Florian: Heute nicht mit Ruth, die ist aus persönlichen Gründen verhindert,

Florian: aber keine Sorge, ich bin trotzdem nicht alleine hier im Podcast.

Florian: Ich habe zwei ganz besondere Gäste, nämlich Bjarne und Teresa.

Florian: Hallo Teresa, hallo Bjarne.

Bjarne: Hallo, grüß dich.

Theresa: Hallo.

Florian: Jetzt werden Sie gerade fragen, wer sind die Leute und warum sind sie hier?

Florian: Und sie sind hier, weil wir uns gedacht haben, Rud und ich, dass es immer schön

Florian: ist, wenn man Gäste haben kann.

Florian: Und weil Teresa und Piane einen wunderbaren Podcast machen. Ich weiß gar nicht,

Florian: wie lange ihr das schon macht. Ein paar Jahre sicherlich, vier, fünf Jahre?

Theresa: Es sind drei. Wir hatten tatsächlich gerade Geburtstag.

Florian: Dritten Geburtstag. Dann kam es mir beim Hören länger vor. Aber ich habe den

Florian: Podcast auch erst vor kurzem entdeckt.

Florian: Und es ist genau die Art vom Podcast. Und keine Sorge, ich sage gleich,

Florian: worum es geht. Ich wollte es nur noch ein bisschen mysteriös halten.

Florian: Es ist genau die Art von Podcast, die leider immer weniger zu finden sind.

Florian: Es gibt so viele Podcasts mittlerweile, das ist ja fast schon ein Massenmedium

Florian: geworden, aber es sind alles nur irgendwelche komischen Medienhäuser, die in den 100.

Florian: Interview-Podcast machen und irgendwelche Promi-Fuzzis, die den 100.

Florian: Wir erzählen uns, was wir erlebt haben, Sachen machen. So Podcasts wie früher

Florian: in der guten alten Zeit, als ich angefangen habe zu Podcasten 2012.

Florian: Wo einfach Leute, die ein Thema cool fanden, darüber geredet haben.

Florian: Das gibt es ja gar nicht mehr so oft. Und ich habe mich so gefreut,

Florian: als ich euren Podcast gefunden habe, weil der genau die Art von Podcast ist.

Florian: Und noch dazu mit einem wunderbaren Thema. Wollt ihr selbst sagen, wie euer Podcast heißt?

Theresa: Also ich brauche nachher einen Moment, um mich zu freuen darüber,

Theresa: wie schön du uns jetzt angeteasert hast.

Theresa: Wir sind von Sankt Podcast Highlights der Heiligen ein nicht-religiöser Religionspodcast

Theresa: von zwei Ungläubigen über die Geschichten von katholischen Heiligenfiguren.

Florian: Ja, das fand ich so ein wunderschönes Konzept, wie ich es entdeckt habe,

Florian: dass man einfach aus der Unzahl an Heiligen, die es gibt, es gibt ja mehr als

Florian: nur den heiligen Nikolaus und den heiligen Florian und den heiligen Martin, was man so kennt.

Florian: Es gibt ja obskurste Heilige und ihr sucht euch da immer einen,

Florian: zwei, drei raus und erzählt, warum die Person angeblich Heilige ist.

Florian: Und das ist sehr interessant, sehr informativ. Man lernt auch durchaus was über

Florian: Geschichte und Kirchengeschichte ist ja Geschichte und Heilige gibt es ja ständig.

Florian: Also die gab es in den letzten 2000 Jahren ständig.

Florian: Das heißt, man lernt auch automatisch immer ein bisschen was über die Geschichte

Florian: der Welt darüber. Und ich habe gedacht, jetzt laden wir die beiden ein,

Florian: damit wir einen gemeinsamen Podcast machen, um die widerstreitenden Gebiete

Florian: der Astronomie und Religion zu vereinen.

Florian: Obwohl sie so widerstreitend ja eigentlich gar nicht sind, wie wir im Laufe

Florian: dieser Folge hoffentlich zeigen werden.

Theresa: Ja, genau. Wir freuen uns auch wirklich. Danke, dass du uns eingeladen hast.

Theresa: Und es ist eh genauso, wie du sagst, wenn man vor allem in Österreich,

Theresa: wo wir es an einen Stein umdreht, hast du vier Heilige drunter sitzen.

Theresa: Das ist unglaublich. Sie sind überall.

Florian: Es gibt ja auch sehr viele heilige Steine, wie ihr in eurem Podcast immer wieder erzählt habt.

Theresa: Ja, du hast recht.

Florian: Wir machen das jetzt ein bisschen so wie in eurem Podcast, wo ihr immer zuerst

Florian: mit einem heiligen Highlight startet, also so eine kurze Geschichte erzählt,

Florian: die mit dem ganzen Themenkomplex Kirche, Religion, Heilige zu tun hat und dann

Florian: eine ausführliche heilige Geschichte.

Florian: Nur, dass wir jetzt natürlich mit ein paar heiligen astronomischen Highlights starten.

Florian: Habt ihr die kürzlich stattgefundene Sonnenfinsternis beobachtet?

Bjarne: So halb. Also ich bin dann so relativ kurzfristig da noch drauf gekommen,

Bjarne: es wäre vielleicht eine gute Idee, sich das anzuschauen und habe dann noch versucht,

Bjarne: in Wien einen erhöhten Punkt zu finden, wo man durch die Häuserschluchten vielleicht

Bjarne: noch irgendwas sehen kann oder so.

Bjarne: Aber dadurch, dass der Sonnenuntergang und die Sonnenfinsternis relativ nah

Bjarne: beieinander waren, habe ich leider nicht sehr viel gesehen.

Bjarne: Aber ich musste dann doch nochmal zurückdenken an die letzte große Sonnenfinsternis

Bjarne: Ende der 90er, weil das ist tatsächlich eine meiner ersten Kindheitserinnerungen

Bjarne: gewesen. Da war ich im Serengeti Park mit meinen Eltern, wo man

Bjarne: da irgendwie so mit Tieren das erleben konnte gemeinsam. Ich hätte rückblickend

Bjarne: gern noch ein bisschen mehr darauf geachtet, wie die Tiere darauf reagieren,

Bjarne: weil das ist ja auch eine spannende Frage.

Bjarne: So, was denkt sich so ein Elefant, wenn auf einmal die Sonne weg ist?

Bjarne: Weil der versteht das ja gar nicht.

Florian: Der denkt sich, es ist Abend geschlafen.

Bjarne: Ja, wahrscheinlich. Dann steht er wieder auf. Aber ja, diesmal war es leider

Bjarne: nicht so optimal, einfach weil es danach eben auch dunkel wurde.

Florian: Hast du was gesehen, Theresa?

Theresa: Ich hoffe, ich kriege keinen Ärger, wenn ihr sagt, das ist mir nicht angeschaut.

Florian: Nein, nein.

Theresa: Aber rein aus Bequemlichkeit, weil ich dann nämlich auch gehört habe,

Theresa: dass nächstes Jahr wieder eine sein soll.

Theresa: Und hoffentlich kannst du mir das bestätigen, wird nächstes Jahr wieder eine sein.

Florian: Genau.

Theresa: Ach, sehr gut.

Florian: Von mir kriegst du definitiv keinen Ärger, dass du es nicht angeschaut hast,

Florian: weil ich habe sie auch gesehen, aber ich hätte jetzt auch nichts dagegen gehabt,

Florian: sie zu verpassen, weil wenn man nicht nach Spanien fährt, was Ruth übrigens

Florian: gemacht hat und wenn sie wieder hier im Podcast ist, wird sie uns ausführlich

Florian: davon berichten, was sie da erlebt hat.

Florian: Aber wenn man, so wie ich, in Österreich geblieben ist, dann war es nur partiell

Florian: und eine partielle Sonnenfinsternis ist schon okay, aber dafür muss man jetzt

Florian: nicht so einen Aufwand treiben, wie man sich vielleicht denken würde,

Florian: dass man es treiben müsste, wenn

Florian: man sich anschaut, was die Menschen da so getrieben haben an diesem Abend.

Florian: Das war ja absurd in Österreich und ich habe mir das zwar angeschaut,

Florian: aber wenn ich es nicht getan hätte, hätte ich auch nicht viel verpasst.

Florian: Es war trotzdem ein netter Abend. Wir waren in der Nähe von Baden,

Florian: also eigentlich waren wir in Baden, da gibt es so einen Aussichtspunkt.

Florian: Evi und ich haben uns gedacht, naja, sollen wir da noch hingehen,

Florian: lohnt sich das noch? Und dann waren wir eh schon müde, aber haben uns nochmal

Florian: aufgerafft, sind in den Wald gegangen zur Aussichtswarte.

Florian: Wo man eigentlich eine gute Sicht gehabt hätte, aber das haben ganz viele andere

Florian: Menschen sich auch gedacht.

Florian: Das heißt, diese Aussichtswarte, die für 60 Menschen zugelassen war,

Florian: hat ungefähr das Doppelte bis Dreifache an Menschen gehalten,

Florian: gerade noch so gehalten.

Florian: Also sie ist nicht zusammengebrochen, aber sie hat schon deutlich geschwankt.

Florian: Und dann haben wir gedacht, nee, das machen wir nicht. Wir gehen wieder runter

Florian: und haben uns wie Wegelagerer an den Wald gesetzt, an den Waldweg gesetzt und

Florian: glücklicherweise durch eine Lücke in den Bäumen die Sonne gesehen und haben uns die angeschaut.

Florian: Wir haben die erste kurze Phase der Bedeckung gesehen.

Florian: so ein Stückchen war rausgeknabbert vom Mond und dann war er schon hinterm Baum,

Florian: die Sonne und haben nichts mehr gesehen und dann haben wir einfach unsere Flasche

Florian: Champagner ausgetrunken,

Florian: die wir aus anderen Gründen mithatten, aber auch das Podcast-relevante Gründe,

Florian: die wir in einer zukünftigen Folge erklären werden, warum es was zu feiern gab.

Florian: Wir saßen da, haben Champagner getrunken und uns den Strom an Menschen angesehen, die da absurderweise.

Florian: Durch den Wald geströmt sind, um sich dieses partielle Finsternis-Dings anzuschauen

Florian: und dann vermutlich enttäuscht waren oder vielleicht auch nicht,

Florian: man weiß es ja nicht, was den Leuten so gefällt oder nicht, aber wahrscheinlich

Florian: haben sich die Menschen was anderes erwartet angesichts dieser extremen medialen Aufmerksamkeit.

Florian: Habt ihr Sonnenfinsternisbrillen dabei gehabt? Also du Bjarne,

Florian: Theresa hat es ja ignoriert.

Bjarne: Ich habe tatsächlich, da habe ich mich sehr ertappt gefühlt,

Bjarne: ein Post von dir online gesehen, wo du sowas in der Art geschrieben hast,

Bjarne: wie ja, man kann so weit im Voraus berechnen, wann diese Sonnenfinsternis stattfindet

Bjarne: und ihr habt alle keine Brillen.

Bjarne: Das war tatsächlich bei mir auch so.

Florian: Ja, es ist ja wirklich so. Also Sonnenfinsternisbrillen sind die überwiegende

Florian: Zeit extrem einfach zu bekommen.

Florian: Man kann die überall kaufen, man kann sie überall im Internet bestellen.

Florian: Die kosten fast nichts, die Dinger sind ein paar Tage später mit der Post da,

Florian: wenn man sie online bestellt. Also die sind wirklich nicht schwer zu bekommen.

Florian: Die kann man sich jetzt jederzeit kaufen, wenn man will.

Florian: Dann hat man die in der Schublade. Und wenn die nächste Finsternis kommt,

Florian: holt man sie raus und freut sich, dass man nicht wie die ganzen verzweifelten

Florian: Menschen da irgendwie durch die Stadt laufen muss und sich in Facebook-Gruppen

Florian: austauschen muss, welche Optiker noch eine hat und so weiter.

Florian: Ich hatte natürlich Sonnenfinsternis-Brillen, ganz ein Stapel.

Florian: Unsere Hörer auch. Und da muss ich einmal kurz einen hausmeisterlichen Hinweis

Florian: anbringen. Denn wir hatten ja in den vergangenen Folgen Bescheid gesagt,

Florian: dass unsere Hörerschaft Sonnenfinsternis-Brillen beim Astronomie Verlag bestellen

Florian: kann mit einem Rabattcode.

Florian: Und das haben sehr, sehr viele Menschen gemacht, aber einige dieser sehr,

Florian: sehr vielen Menschen haben ihre Sonnenfinsternis-Brillen nicht rechtzeitig bekommen.

Florian: Da gab es große Verzögerungen bei der Zustellung und da hat der Astronomie Verlag

Florian: uns gebeten, Bescheid zu sagen, dass das nicht ihre Schuld war.

Florian: Sie haben sie rechtzeitig verschickt, aber DHL und die anderen Paketzusteller

Florian: haben da anscheinend irgendwelche Probleme gehabt.

Florian: Aber Sie sagen, wer die Brillen jetzt zurückgeben will, das Geld zurückhaben

Florian: will oder sonst irgendwas gelöst haben will an Problemen, die im Zuge der verspäteten

Florian: Lieferung entstanden sind, soll bitte an info.astronomieverlag.de schreiben, dann wird das gelöst.

Florian: Zurück zu den astronomischen Highlights. Teresa, du hast das Ganze ja ignoriert,

Florian: aber Pjarne, hattest du, nachdem du die Sonnenfinsternis gesehen hast,

Florian: hattest du das Bedürfnis, eine Brücke über die Rhone zu bauen?

Bjarne: Ja, ich habe mich schon gewundert, wo das herkommt. Meinst du, das hat was damit zu tun?

Florian: Ich meine, ich habe den Gedanken.

Bjarne: Eine Brücke zu bauen alle paar Tage. Interessant.

Florian: Das hatte jedenfalls der heilige Beneset oder Beneset. Man kann auch Benedikt sagen zu ihm.

Florian: Also der heilige Benedikt Beneset hatte das. Der war nämlich im Jahr 1177 ein junger Schäfer.

Florian: Und im Jahr 1177 hat dieser junge Schäfer Beneset eine Sonnenfinsternis beobachtet

Florian: und dazu gratis eine göttliche Vision bekommen.

Florian: Und zwar hat Gott ihm visiert, er soll bitte eine Brücke über die Rom bauen bei Avignon.

Florian: Also, was macht man da, wenn man so eine Vision hat? Ja, man geht zum Bischof

Florian: und zu den wichtigen Leuten der Stadt und sagt so, Gott hat mir gesagt,

Florian: ich soll eine Brücke bauen, wo fangen wir an?

Florian: Der Bischof war aber skeptisch, gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob das so stimmt.

Florian: Da hat Benedikt einen großen, großen, großen Stein genommen,

Florian: viel größer, als man sinnvollerweise einen Stein hochheben kann,

Florian: hat ihn hochgehoben, in die Rohn

Florian: reingeschmissen, gesagt, da ist jetzt das Fundament und jetzt geht's los.

Florian: Und dann ging's los. Dann wurde die Brücke über die Rohn gebaut.

Florian: hat nicht viel davon gehabt, von der Brücke der junge Benedikt,

Florian: der ist mit 19 gestorben, in einer Gruft, in einem Brückenpfeiler beerdigt worden.

Florian: 1274 ist er dann heilig gesprochen worden als Schutzpatron der Stadt.

Florian: 1669 hat die Flut oder eine Flut seine Brücke einstürzen lassen.

Florian: Der Sarg mit den Gebeinen von Benedikt war aber unversehrt und heute liegen sie unter anderem

Florian: Im Dom, steht da ein Dom, weiß ich nicht, in der großen Kirche in Abignot.

Florian: Und Benezet ist gemeinsam mit Nikolaus und Nepomuk einer der Brückenheiligen.

Florian: Das ist die Geschichte, wie die Sonnenfinsternis zum Bau einer Brücke geführt hat.

Theresa: Ein weiterer heiliger Stein.

Bjarne: Was denkt sich Gott dabei? Weil er sagt, wir brauchen da jetzt sofort eine Brücke.

Bjarne: Du, Kind, dein hergelaufenes Kind, du brauchst mir da eine Brücke.

Bjarne: Und dann sagt er nach ein paar Jahren, okay, wir brauchen sie doch nicht mehr, ich spüre sie jetzt weg.

Florian: Ja, man weiß es nicht, Gottes Wege sind ja bekanntlich oder gründlich.

Florian: Vielleicht gab es einen Grund, warum da eine Brücke sein musste.

Florian: Und dann war halt das eine Infrastrukturmaßnahme. Jetzt könnte man das als schöne

Florian: Geschichte sehen und das ist ja auch eine schöne Geschichte.

Florian: Das Problem, wir machen ja hier nicht nur Heiligengeschichten heute,

Florian: sondern auch Astronomie.

Florian: Und du hast das vorhin gesagt, Bjarne, die Astronomie ist ganz gut darin herauszufinden,

Florian: wann Finsternisse stattfinden werden in der Zukunft.

Florian: Wir können es aber rückwärts genauso. Also wir können auch in die Vergangenheit

Florian: rechnen und schauen, wo Sonnenfinsternisse waren.

Florian: Und es gab zwei Sonnenfinsternisse, zwei totale Sonnenfinsternisse im Jahr 1177.

Florian: Eine am 31. März, aber die war nur sichtbar vom Pazifik aus und von dem kleinen Stück Mittelamerika.

Florian: Und das ist nicht da, wo Avignon liegt. Die zweite totale Finsternis, die war noch besser.

Florian: Die war am 23. September und das war eine ganz seltene Hybridfinsternis.

Florian: Also sowas gibt es nicht oft, eigentlich total Gottesvision geeignet.

Florian: Das ist eine Finsternis, die fängt an ringförmig.

Florian: wo man noch so einen Ring aus Sonnenlicht um den Mond herum sieht,

Florian: weil der Mond die Sonne nicht komplett bedeckt.

Florian: Und dann wird die ringförmige Sonnenfinsternis total. Das heißt,

Florian: dann sieht man genau diese dunkle Sonne mit Corona rundherum und alles.

Florian: Und dann wird sie wieder ringförmig. Also super seltene Finsternis.

Florian: Aber die war wirklich nur am offenen Pazifik zu sehen. Das heißt,

Florian: was auch immer da der junge Schäfer gesehen hat, war keine Sonnenfinsternis.

Theresa: Das ist schade. Wir waren sogar schon mal sur le pont d'Avignon.

Theresa: Warst du auch schon mal dort?

Florian: Ich war noch nicht dort. Nein, nein. Aber da ist ja auch papstmäßig viel abgegangen

Florian: dort in der Stadt. Wundert mich nicht, dass ihr da als heiligen Experten und

Florian: Expertin dort gewesen wart.

Bjarne: Aber wenn du sagst, dass diese Sonnenfinsternisse, naja, wenn die nicht hinhauen

Bjarne: zeitlich, dann bleibt ja nur noch eine Erklärung. Es war ein Wunder, ein göttliches Wunder.

Florian: Natürlich, ja, ja.

Bjarne: Oder eine sehr dicke Wolke.

Florian: Oder das, ja, ja. Das kann natürlich auch sein. Oder der junge Schäfer hat Schlaganfall

Florian: gehabt oder man weiß es ja nicht, was alles dazu führen kann,

Florian: dass es passiert. Es gibt überraschend viele Sonnenfinsteres-Geschichten mit

Florian: Religion. Die bekannteste vielleicht, das ist die, ich weiß nicht, ist Jesus heilig?

Theresa: Also er wurde nie heilig gesprochen, aber ich denke, weil er das einfach nicht notwendig hat.

Florian: Ja, okay, dann können wir das auch als heilige Geschichte interpretieren.

Theresa: Absolut.

Florian: Jesus starb ja am Kreuz, steht in der Bibel. Als Jesus starb,

Florian: gab es eine Finsternis, eine Sonnenfinsternis. Und zwar drei Stunden lang.

Florian: Drei Stunden lang war es finster.

Bjarne: Boah, da müssen viele Brücken gebaut worden sein danach.

Theresa: Ist es üblich, dass eine Sonnenfinsternis so lange dauert?

Florian: Es ist nicht nur nicht üblich, es ist sogar komplett unmöglich,

Florian: dass eine Finsternis so lange dauert.

Florian: Weil man kann sich ja auch ausrechnen, wie lange sowas prinzipiell dauern kann.

Florian: Also finster wird es, weil der Mond sich von uns aus gesehen vor die Sonne schiebt

Florian: und der Mond bewegt sich.

Florian: Das heißt, die Dauer der Finsternis hängt einerseits von der Geschwindigkeit

Florian: des Mondes ab. Die ist bekannt, also die ändert sich leicht,

Florian: je nachdem ob er jetzt näher oder weiter weg von der Erde ist.

Florian: Ist er ein bisschen schneller, ein bisschen langsamer.

Florian: Und sie hängt auch davon ab, die Dauer der Finsternis, wie weit der Mond wirklich

Florian: gerade von der Erde weg ist.

Florian: Weil wenn er sehr nah ist, dann erscheint er ein bisschen größer als sonst.

Florian: Dann kann er mehr von der Sonne überdecken. Dann dauert es länger.

Florian: Und wenn gleichzeitig die Erde und Mond weit weg von der Sonne sind,

Florian: dann erscheint die Sonne bei uns ein bisschen kleiner am Himmel als sonst.

Florian: Dann kann er es noch länger bedecken. Also spielen noch einen ganzen Haufen

Florian: anderer komplizierter astronomischer Fakten eine Rolle. Aber man kann es ausrechnen,

Florian: das Längste, was geht astronomisch, sind sieben Minuten, 32 Sekunden.

Florian: Länger geht es nicht. Bis jetzt die längste, die wir so in den letzten paar

Florian: tausend Jahren hatten, war am 15. Juni 743. Da hat sie sieben Minuten 27 Sekunden gedauert.

Florian: Und wer, na gut, da muss man sich sehr anstrengen mit dem Altwerden, aber am 16.

Florian: Juli 2186. Da gibt es eine Sonnenfinsternis, die dauert sieben Minuten und 29

Florian: Sekunden, also nur drei Sekunden unter dem Maximum.

Florian: Und das ist die längste Sonnenfinsternis, die zwischen den Jahren 4000 vor Christus

Florian: und 6000 nach Christus stattfindet.

Florian: Drei Stunden sind, so leid es mir tut, für die Bibel astronomisch unmöglich.

Florian: Aber Himmelskörper, Sonne und Mond machen ja in der Religion oft Sachen,

Florian: die die Wissenschaft nicht so sehr erklären kann.

Theresa: Das ist wahr. Das ist ja arg. Das kann man so genau vorausrechnen, über tausende Jahre.

Theresa: Und auch nach hinten rechnen, hast du gesagt. Das heißt, Florian,

Theresa: könntest du uns mit Sicherheit sagen, zum Beispiel, wie der nächtliche Sternenhimmel

Theresa: über Mexiko im Dezember 1531 aussah?

Florian: Theoretisch schon, also mit Sicherheit nicht. Vielleicht ist gerade ein UFO

Florian: vorbeigeflogen, das hätte man dann nicht in unserer Simulation drin,

Florian: in diesem Lichtpunkt oder sowas.

Florian: Prinzipiell, wo die Sterne waren und so weiter und wie das ausgesehen hat,

Florian: das kann ich dir sagen. Also theoretisch, praktisch kann ich es jetzt nicht

Florian: natürlich. Aber das könnt ihr euch selbst anschauen. Es gibt eine wunderbare

Florian: Software, frei verfügbar, Stellarium.

Florian: Das könnte jetzt Ruth wunderbar erklären, weil die ist ja Planetariumsdirektorin

Florian: und hat diese Software genau in ihrem Planetarium. Das heißt,

Florian: Ruth könnte dir in ihrem Planetarium...

Florian: ohne größere Probleme genau zeigen, wie es an diesem Tag ausgesehen hat.

Florian: Und mit dieser Software Stellarium kostenlos verfügbar, könnt ihr euch das auch

Florian: am Computer anschauen. Da gibst du einfach Datum an Ort ein und siehst dann,

Florian: wie der Himmel ausgeschottet hat. Das kann die Astronomie sehr gut.

Theresa: Das ist natürlich sehr praktisch. Was man auch machen könnte,

Theresa: man braucht gar keinen Computer.

Theresa: Schau dir einfach den Mantel der Maria Guadalupe an.

Florian: Ah, okay, der hat dir ein Planetarium eingebaut.

Theresa: Genau, der Bjarne hat das schon mal in einer unserer Folgen erwähnt.

Theresa: die Maria von Guadalupe, eines der berühmtesten Marienbilder,

Theresa: vielleicht das am meisten astronomisch konnotierte, weil ihr Mantel gibt exakt

Theresa: die Sternenkonstellation Mexiko 1531 wieder.

Florian: Dann habe ich jetzt zwei Fragen. Erstens, was war in Mexiko 1531 und wann ist

Florian: dieser Mantel gemalt worden?

Theresa: Jane, du hast es in einer Folge mitgebracht.

Bjarne: Genau, ich habe über Juan Diego gesprochen. Das war ein indigener,

Bjarne: konvergierter Katholik, der einfach dieses Marienwunder damals erleben durfte.

Bjarne: Das war eben in dem Jahr. und tatsächlich wurde dieses Bild nicht gemalt,

Bjarne: Florian, halte ich fest, es erschien auf magische Weise.

Bjarne: Es gibt keinerlei Belege dafür, wie das darauf gekommen ist.

Bjarne: Es sind irgendwelche magischen Drucksubstanzen da drin, die nicht von dieser

Bjarne: Welt sind. Also sagen zumindest viele Leute, die daran glauben wollen.

Bjarne: Und sie sagen auch, dass diese Sternenkonstellation genau das wiedergibt,

Bjarne: was damals Stand der Dinge gewesen sein soll. Aber auch das ist leider inzwischen

Bjarne: widerlegt durch AstronomenInnen, die da den Spaß verderben mussten anscheinend.

Florian: Ich habe gerade die Wikipedia aufgemacht und mir das Gnadenbild unserer liebe

Florian: Frau von Guadalupe angeschaut.

Florian: Und ja, Maria hat einen Mantel an, da sind Sterne drauf, aber das sind einfach

Florian: Sterne. Also das ist genauso, wenn ich einen Mantel mit Sternen male,

Florian: dann ist überhaupt keine Struktur drauf, da ist nichts drauf.

Florian: Also das ist irgendwas, aber kein realer Sternenhimmel, definitiv nicht.

Florian: Tut mir leid, welche Heiliger das erscheinen hat lassen, weil niemand,

Florian: der Ahnung von Astronomie hatte.

Bjarne: Tja, Wissenschaft 1, Religion 0.

Theresa: So ist es. Und dabei schaut die Religion doch eh so viel in den Himmel.

Theresa: Wisst ihr vielleicht, wo sich einer der ältesten Sternwarten weltweit befindet?

Theresa: Florian, du warst das sicher.

Florian: Es kommt aber darauf an, wie man Sternwarte definiert. Also ich meine,

Florian: es gibt sowas wie die Kreisgrabenanlage in Gosek, die ist, glaube ich,

Florian: 6.000 oder 7.000 Jahre alt. Aber die war halt nicht nur eine Sternwarte,

Florian: wo man den Himmel beobachtet hat, sondern alles mögliche andere auch.

Theresa: Sagen wir eine der ältesten modernen Sternwarten, sagen wir mal so.

Theresa: Im Vatikan, gegründet im 16. Jahrhundert durch Papst Gregor XIII.

Theresa: Dem haben wir unseren Kalender zu verdanken.

Theresa: Und er wiederum hat den Kalender dem Vatikanischen Observatorium zu verdanken,

Theresa: dessen Erkenntnisse er für seine Kalenderreform nutzte.

Theresa: Und das Vatikanische Observatorium ist ja auch noch aktiv.

Florian: Ja, die machen da durchaus… Wollte die Fragen.

Theresa: Was hat die für einen Ruf in Expertenkreisen?

Florian: Ich habe mit denen noch nichts zu tun gehabt, aber was ich so weiß,

Florian: machen die durchaus seriöse Forschung.

Florian: Also es ist jetzt nicht so, dass die da sitzen und probieren irgendwelche Engel

Florian: zu beobachten oder sowas, sondern die machen durchaus seriöse Forschung.

Florian: Ich habe vor Jahren in meinem Sternengeschichten-Podcast

Florian: mal eine eigene Folge über die Vatikansternwarte gemacht.

Florian: Aber ich habe leider keine Ahnung mehr, was ich da genau erzählt habe.

Florian: Außer unter anderem, dass man das eben gemacht hat, um den Kalender im Blick

Florian: zu haben, weil das ist natürlich für die Kirche durchaus relevant.

Florian: Die aktuelle Forschung, die da gemacht wird, ist durchaus seriös.

Florian: Ich glaube, die machen durchaus auch Kosmologie, glaube ich, mich zu erinnern.

Florian: Aber wenn du auf welche Art auch immer oder mit welchem Hintergrund auch immer

Florian: an der modernen Wissenschaft teilhast, dann kannst du ja da auch einfach nur

Florian: normal wissenschaftlich arbeiten.

Florian: Wenn ich jetzt irgendwie ein Paper schreiben würde, den wissenschaftlichen Fachartikel,

Florian: wo ich Gott, Heilige, Wunder, sonst irgendwie was als Mechanismus anführe,

Florian: dann wird das eh nie veröffentlicht.

Theresa: Genau, es zeigt einfach die enge Verflechtung auch von Wissenschaft und katholischer Kirche.

Theresa: Die zeigt sich auch in der päpstlichen Akademie der Wissenschaft.

Theresa: Das ist eine weitere vatikanische Institution zur Förderung diverser naturwissenschaftlicher Forschungen.

Theresa: Zugegebenermaßen hat die PADW nach ihrer Gründung 1603 ein paar Startschwierigkeiten

Theresa: gehabt, Weil ihr erster Leiter, das war ein Herr namens

Theresa: Galileo Galilei, der hat sich mit seinen Forschungserkenntnissen nämlich erstmal

Theresa: gewisse Schwierigkeiten eingehandelt.

Theresa: Ich meine, wir wollen jetzt auch nicht so tun, als herrsche stetig selig Einigkeit

Theresa: zwischen Kirche und Naturwissenschaft.

Florian: Nein, nein, definitiv nicht.

Theresa: Aber ja, daraufhin hat man sich dann wohl gesagt, lass mal's lieber und hat

Theresa: die Akademie gleich mal wieder aufgelöst.

Theresa: Aber 1847, da wurde sie wieder hergestellt und beschäftigt seither schlaue christliche

Theresa: Köpfe, wie zum Beispiel die vier Nonnen, die,

Theresa: 1887 am internationalen Projekt Carte du Ciel teilnahmen.

Florian: Die Carte du Ciel ist ein super Ding. Die Carte du Ciel, die war im Prinzip

Florian: der Ausgangspunkt dafür, dass die Astronomie als Wissenschaft sich so globalisiert

Florian: hat, dass sowas wie die Internationale Astronomische Union entstanden ist,

Florian: weil die Carte du Ciel halt...

Florian: großes internationales Projekt war und da haben sich dann die Astronomen und

Florian: Astronomen so zusammengefunden, dass dann halt heute daraus dann die Internationale

Florian: Astronomische Union, also die globale Vereinigung der Astronomie geworden ist.

Bjarne: Spannend.

Theresa: Voll. Und da waren eben zum Beispiel diese vier Nonnen beteiligt.

Theresa: Die haben gemeinsam, nur diese

Theresa: vier, fast eine halbe Million Sternen und Himmelskörper katalogisiert.

Theresa: Ich nenne jetzt diese vier Nonnen als Beispiel für die Frauen,

Theresa: die zweifellos ebenfalls Erkenntnisse erarbeiteten, aber nicht die Anerkennung erfahren haben.

Theresa: die sie vielleicht verdienen. Und heute aber ziehen mit Ponzoni,

Theresa: Colombo, Conchetta, Finardi und Pancieri erstmals nach Nonnen benannte Himmelskörper ihre Bahnen.

Bjarne: Ist nicht auch was nach dir benannt? Du hast es doch mal in irgendeiner Folge erzählt.

Florian: Es wurde ein Asteroid nach mir benannt, der heißt Freistädter.

Bjarne: Also da wäre für mich eigentlich schon alles im Leben erreicht.

Bjarne: Warum machst du überhaupt noch weiter, Florian?

Florian: Ja, man kann das sehr schlecht zu Geld machen, diese Tatsache,

Florian: dass ein Asteroid dafür benannt ist und ich muss immer noch irgendwo meinen

Florian: Lebensunterhalt verdienen.

Bjarne: Vielleicht kannst du ihn bei der Bank beleihen oder so.

Florian: Ja, ich kann mal fragen, aber ich will mal schauen, wie viel Versprechen das ist.

Florian: Müsste ich vorhin noch einen Heiligen für Bankgeschäfte anrufen und um seine

Florian: Hilfe bitten. Gibt es wahrscheinlich auch.

Theresa: Ganz sicher. Fallt dir ein, wer, Bjarne? Mir gerade nicht.

Bjarne: Ich überlege gerade. Ich meine, Santander könnte es vielleicht sein.

Bjarne: Santander. Ich weiß gerade nicht, wie man es ausspricht. Ist natürlich auch,

Bjarne: nach Heiligen benannt. Sant Emeritus heißt der, glaube ich, in echt.

Bjarne: Das war auch im Norden Spaniens eine Geschichte.

Florian: Mach lieber weiter mit der Arbeit, die ich bis jetzt mache. Das ist viel versprechender

Florian: als Asteroidenhypotheken.

Theresa: Ja, und mit dem Gedankengut Galileus hat sich die Kirche übrigens inzwischen versöhnt.

Florian: Es hat ein bisschen gedauert, glaube ich, bis sie gesagt haben,

Florian: ja, sorry, tut uns leid, aber immerhin, sie haben es gesagt.

Theresa: Genau, und was, so wie lange es gedauert hat?

Florian: Das waren 400 Jahre, glaube ich. War das nicht irgendwie so erst Anfang 2000 oder Ende 90er?

Theresa: 1992 haben sie gesagt, die Erkenntnisse Galileos stehen nicht im Widerspruch

Theresa: mit dem Glauben und werden vom Vatikan anerkannt. Papst Johannes Paul II.

Theresa: hat gesagt, ist vielleicht doch okay, der Typ. Er ist gut, wir sind gut.

Bjarne: Ihr wisst ja, sorry seems to be the hardest word. Aidan John wusste schon und der Papst auch.

Florian: Besser spät als nie, sagen wir mal so. Wenn man in die Kirche ist,

Florian: da denkt man auch in anderen Zeitmaßstäben als die Normalsterblichen.

Theresa: In der Astronomie vermutlich auch, oder?

Florian: Definitiv, definitiv. Also 400 Jahre ist quasi nichts für uns.

Florian: Also das kam eh flott, wenn man es so betrachtet.

Theresa: Ja, vielleicht war der Papst inspiriert von einem Meilenstein der Menschheit,

Theresa: der sich auch unter den wohlwollenden Augen eines Vorgängerpapstes ereignete,

Theresa: nämlich die Mondlandung.

Florian: Ach ja.

Theresa: Weil Papst Paul VI. hat ihn nämlich im Fernsehen beobachtet.

Theresa: Zudem haben wir auch Erfolge, wer hätte nur unsere Folgen plagen.

Florian: Jederzeit, macht das.

Theresa: Kleiner heiliger Funfact dazu, laut Kirchenrecht von 1917 gehören neu entdeckte

Theresa: Gebiete zu dem Bistum, von dem aus die Expedition aufbrach.

Theresa: Demzufolge gehört der Mond zum Bistum Orlando in Florida.

Florian: Ja, ist halt die Frage, ist er da entdeckt worden, weil gekannt haben wir ja

Florian: vorher auch schon den Mond.

Theresa: Ja, ich merke schon, es bröckelt jetzt schon, ob das wohl seine Richtigkeit hat.

Florian: Wenn man sagt, es muss was hingeschickt worden sein von uns,

Florian: da waren die Sowjets die Ersten. Die sind da crashgelendet mit einer Raumsonde

Florian: auf dem Mond. Aber gut, den ersten menschlichen Fuß hat ein Armee von Orlando,

Florian: wenn man so will, draufgesetzt. Also wenn die Kirche sich darauf beruft.

Bjarne: Dann… Ich glaube, die Kirche spricht eigentlich auch von Missionaren,

Bjarne: die losgeschickt werden. Und ich weiß nicht, ob Neil Armstrong jetzt wirklich

Bjarne: sich als Missionar des Christentums gesehen hat an diesem Tag.

Florian: Ja, aber Buzz Aldrin vielleicht, weil der war ja Katholik. Der hat ja sogar

Florian: eine Kommunion am Mond durchgeführt.

Theresa: Genau, ja, dann zählt es schon, oder?

Florian: Vielleicht haben sie heimlich auch eine Vatikanflagge gepflanzt dort,

Florian: so irgendwo hinter der Raumfähre, wo es keiner sieht.

Theresa: Wir können es leider nicht überprüfen.

Florian: Ja, naja, bald fliegen wieder welche hin, dann können wir nachgucken gehen.

Theresa: Die sollen nachschauen. Ja, also Sankt-Podcast-Hörerinnen dürfte dieser Fakt

Theresa: bekannt vorkommen mit dem Bistum und dem Mond. Es war aber einfach zu gut,

Theresa: um ihn zu diesem besonderen Anlass nicht zu erwähnen.

Florian: Ja, definitiv.

Theresa: Eine Astronomie-Frage an dich, Florian. Hast du schon mal eine wahre Himmelsschlacht beobachtet?

Florian: Eine Himmelsschlacht, okay, das wüsste ich jetzt nicht.

Bjarne: Star Wars?

Florian: Ja gut, das ging um eine wahre, oder?

Florian: Star Wars ist, glaube ich, erfunden, aber eine wahre Himmelsschlacht. Nicht, dass ich wüsste.

Theresa: Wir reisen in das ferne Nürnberg, weil der Autor eines Flugblattes aus dem Jahre 1561, der wurde Zeuge.

Theresa: Einer Himmelsschlacht. Und er berichtet das wie folgt. Die Sonne geht auf über

Theresa: Nürnberg am 4. April 1561.

Florian: Das ist normal. So ein Ereignis habe ich schon mal gesehen. Sogar in Nürnberg

Florian: habe ich die Sonne schon aufgesehen. Also auch das.

Theresa: So weit, so gut. Aber an diesem Morgen ist sie nicht alleine am Himmel.

Theresa: Es kommen Kugeln, Rohre, Sicheln, Zylinder, Kreuze in Rot, Blau und Schwarz auf.

Theresa: Sie erscheinen um die Sonne herum und, wie im Flugblatt beschrieben,

Theresa: dies alles hat angefangen, miteinander zu streiten.

Theresa: In völliger Stille soll sich ein wilder Kampf am Morgenhimmel abgespielt haben.

Theresa: Die Kugeln sollen über den Himmel geschossen sein und nach gut einer Stunde

Theresa: sei alles in Richtung Erde gesunken und habe sich in Dampf und Nebel aufgelöst.

Theresa: Von vielen Zeugen beobachtet und, wie der Autor sagt, eindeutig eine Warnung

Theresa: Gottes an die wohl sehr sündigen Nürnberger.

Theresa: Andere bisherige Interpretationen reichen von UFOs über eine Fliegerschlacht

Theresa: aus dem Zweiten Weltkrieg, die irgendwie auf den Himmel 1561 übertragen wurde,

Theresa: bis hin zu meteorologischen Erklärungen.

Theresa: Ich habe hier was von Nebensonnen oder Strahlenbüschel gelesen.

Theresa: Was meinst du? Sag dir das was?

Florian: So was gibt es. Meine ersten Sachen wären auch entweder ein abstürzendes UFO oder Drogen.

Florian: Das kann man bei ganz vielen Bissionen ins Feld führen.

Bjarne: Wann wurde LSD erfunden? Erst ein bisschen später.

Theresa: Naja, der gute alte Ergotismus wurde natürlich auch erwähnt in den Erklärungen.

Theresa: Es kann sein, dass halb Nürnberg roggenbedingt auf einen schlechten LSD-Trip war.

Florian: Das natürlich auch, aber meteorologische Phänomene wie Nebensonnen, ja, kann schon sein.

Florian: Die schauen jetzt nicht aus wie, was waren das, Ringe, Röhren und Messer,

Florian: die durch den Himmel fliegen.

Florian: Aber man sieht oft unter den richtigen Bedingungen die Sonne.

Florian: Gut, die sieht man sehr oft, aber du siehst oft so links und rechts oder je

Florian: nachdem, manchmal nur links, manchmal nur rechts von der Sonne.

Florian: Es schaut aus wie eine kleinere Sonne, die da ist. so einen hellen Fleck am

Florian: Himmel, oft so ein bisschen auch in den Regenbogenfarben schimmernd.

Florian: Es braucht Eiskristalle dafür, dass es funktioniert. Wenn die Sonne richtig

Florian: steht und die Eiskristalle auf die richtige Art durch die Luft fliegen,

Florian: dann kann das Licht der Sonne so abgelenkt gebrochen werden,

Florian: dass du halt dann links und rechts von der Sonne diese Nebensonnen siehst.

Florian: Ab und zu hast du dann noch die beiden Nebensonnen durch so einen Bogen verbunden

Florian: und es können von den Nebensonden auch so kreuzartige Erscheinungen ausgehen.

Florian: Also sowas gibt schon, kann auch sehr beeindruckend ausschauen.

Florian: Ist jetzt auch nicht so selten, dass man als Nürnberger Flugblattschreiber komplett austicken muss.

Theresa: Also du hast das jetzt sehr schön erklärt. Und ich mag es aber,

Theresa: dass deine allererste Erklärung UFOs war.

Florian: Ja, es war keine Erklärung. Das war mein erster Instinkt, was Leute sagen,

Florian: die das heute interpretieren.

Florian: Weil die, die von UFOs reden, für die ist ja alles UFO. Und ich würde mich wundern,

Florian: wenn das nicht irgendwie als Beleg angeführt wäre, dass UFOs da unterwegs waren.

Florian: Was auch immer die 1561 in Nürnberg getrieben haben. Aber gut, warum nicht?

Bjarne: Einfach mal schauen.

Theresa: Also ich habe leider auch keine Erklärung, aber der Ergotismus,

Theresa: den haben wir ja schon sehr oft auch in vielen Geschichten über Heilige erwähnen

Theresa: müssen, weil er schon sehr viel erklären tat.

Bjarne: Ja, ich glaube, der Ergotismus wird heute vielleicht noch eins von meiner Rolle

Bjarne: spielen. Teresa hat schon gesagt, der taucht oft als mögliche Erklärung für

Bjarne: wundersame Erscheinungen in der Vergangenheit auf.

Bjarne: Denn wie gesagt, das ist ja ein Pilz, der damals in Roggen gefunden wurde,

Bjarne: dadurch auch im Brot vorkam und einfach wirklich so krasse Visionen auslösen kann.

Bjarne: Und das ist dann häufig die plausiblere Erklärung als Ufos oder Wunder,

Bjarne: zumindest wenn man es durch eine wissenschaftliche Perspektive betrachtet.

Bjarne: Aber da gibt es sehr, sehr schöne Beispiele, was der verursacht haben kann.

Florian: Kleiner Literaturtipp. Der Roman Sankt Petri Schnee von Leo Perutz ist eine

Florian: wunderbare Beschreibung von einer Ergodismus-Epidemie und ihren Auswirkungen

Florian: auf die Religion. Also wer das gerne lesen möchte, kann ich empfehlen.

Theresa: Kleiner aufgeschrieben. Meine Leseliste wird länger und länger.

Florian: Ja, aber gibt es noch heilige Highlights, heilige astronomische Highlights?

Theresa: Ja, eines hätte ich noch. Einen habe ich noch. So eine Himmelsschlacht,

Theresa: so ein galaktisches Scharmützel zu beobachten, das muss ganz schön furchteinflößend gewesen sein.

Theresa: Viel netter klingt doch, was sich am 13. Oktober 1917 ereignet hat. Das war ein Sonnentanz.

Florian: Ein Sonnentanz, okay. Haben das Menschen gemacht oder Sonnen?

Theresa: Was denkst du?

Florian: Ja gut, Menschen wäre das offensichtlich, aber Sonnen wäre das spektakulär. Genau.

Theresa: Aber du hast absolut recht. Es ist auch nicht als Metapher oder Umschreibung gemeint.

Theresa: Die Sonne selbst ist über den Himmel getanzt. Als silbern leuchtende,

Theresa: rotierende Scheibe soll sie im Zickzack über den Himmel gehüpft sein,

Theresa: in allen möglichen, äußerst sonnenunüblichen Farben geschillert haben.

Theresa: Grün, blau, rot, violett, wie ein Regenbogen.

Theresa: Kurz vor diesen Tänzchen hat es noch geregnet und dann war schlagartig alles trocken.

Florian: Das passiert, wenn man keine Sonnenfinsternisbrille auf hat und in die Sonne

Florian: schaut. Dann sieht man Dinge, die nicht da sind.

Theresa: Pass, ich brauche gar nichts weiter dazu sagen. Du hast meine Lieblingserklärung

Theresa: gleich auf den Punkt gebracht.

Florian: Ja, aber ich bin doch interessiert, wer hat das beobachtet und warum wurde es aufgezeichnet?

Bjarne: Und könnten es nicht auch UFOs sein?

Florian: Ja.

Bjarne: Ist meine Frage.

Theresa: Gute Frage. Ja, das alles hat sich vor Zeugen abgespielt, sonst wüssten wir

Theresa: heute nichts davon. Es handelt sich nämlich um das Sonnenwunder von Fatima.

Florian: Ach ja, das habe ich schon mal gehört.

Theresa: Fatima liegt in Portugal, ist heute einer der beliebtesten katholischen Pilgerorte

Theresa: und damals nahm dies seinen Anfang als drei Hirtenkinder.

Theresa: mehrere Marienerscheinungen hatten, die schließlich in den eben beschriebenen

Theresa: bunten Tanz der Sonne gipfelten.

Theresa: Und bezeugt wurde dieser von den drei Kindern und außerdem so zwischen 30.000

Theresa: und 100.000 Menschen, die sich in Fatima in Erwartung eines Wunders versammelt hatten.

Theresa: Und ich würde sagen, da hat die Heilige Maria aber geliefert.

Florian: Definitiv, ja. Die Sonne tanzen lassen, die hat ungefähr 300.000 Mal so viel Masse wie die Erde.

Florian: Um die zu verschieben, das braucht einiges an Energie. Ich habe das sogar mal

Florian: ausgerechnet, aber ich weiß es nicht mehr. Ich habe das für irgendwas mal ausgerechnet,

Florian: was man tun müsste, um die Sonne zu verschieben. Man braucht ordentlich viel

Florian: Energie. Also da muss die Maria sich schon die Ärmel hochgekrempelt haben,

Florian: wenn sie die hin und her schieben wollte.

Bjarne: Hattest du es ausgerechnet, weil du es vorhattest, eventuell? Sei ruhig ehrlich.

Florian: Ich schaue mal, was man machen müsste. Ein Wunder kann man immer brauchen, wer weiß.

Florian: Nein, es gingen um ähnliche Geschichten von wegen, ob man die Sonne bewegen

Florian: könnte, wenn wir zum Beispiel in eine schlechte Nachbarschaft in der Milchstraße

Florian: geraten, wo die Sterne links und rechts bei Supernova-Explosionen explodieren

Florian: und wir vielleicht woanders hinwollen. Theoretisch geht es, man kann sowas machen.

Florian: Das ist nicht mehr mehr Science-Fiction. Das ist schon eher in Richtung Fantasy,

Florian: aber es widerspricht zumindest nicht den Naturgesetzen. Aber wir haben ja schon

Florian: gelernt, den Heiligen sind die Naturgesetze ja ziemlich wurscht.

Florian: Rein physikalisch hätte die Maria da ordentlich schieben müssen.

Theresa: Ja, wir skeptischen Spaßverderber mit dem Bedürfnis nach logischen Erklärungen.

Theresa: Wir denken uns, kann man das, die Sonne, die zickzack im Disco-Cool-Modus über

Theresa: den Himmel schießt, kann man das überhaupt logisch erklären?

Theresa: Was mir logisch erscheint, ist folgendes. Florian, korrigier mich,

Theresa: wenn ich da falsch bin, aber man sieht die Sonne von mehreren Orten auf der Erde aus.

Florian: Ja.

Theresa: Super. Also.

Theresa: Wenn die Idee ihrer damischen fünf Minuten aufführt, dann müsste man das auch von überall aus sehen.

Florian: Das ist richtig, ja.

Theresa: Wo Gott Tag ist. War aber nur ein ortsgebundenes Wunder. Es war nur in Fatima sichtbar.

Florian: Vielleicht hat Maria dann einfach ein großes Planetarium über die Menschen gestülpt

Florian: und dann ist es kein Problem. Da kann ich die Sonne viel, viel leichter rumhüpfen

Florian: lassen. Da muss ich nur in der Software rumspielen. Und dann sieht es anderswo auch keiner.

Theresa: Oh, diese Erklärung habe ich noch nie gelesen. Die ist neu.

Bjarne: Das alles nur, um die armen Menschen in Fatima zu verwirren?

Bjarne: Oder was ist die Idee, Maria?

Theresa: Das war ein Wunder. Ja.

Theresa: Das war ein Wunder, hinterfragen wir es lieber nicht.

Florian: Und ein Planetarium ist auch ein Wunder. Wisst ihr übrigens,

Florian: ich muss jetzt mal wieder hier kurz mit astronomischen Fakten dazwischen grätschen.

Florian: Wisst ihr, wer das Planetarium erfunden hat und wo?

Theresa: Nein. Also Iva, ist das nicht Piane? Warst du es?

Bjarne: Nein, ich habe keine Ahnung.

Florian: Das Planetarium wurde erfunden in Jena von einem Mitarbeiter von Carl Zeiss

Florian: und im Auftrag gegeben wurde das Planetarium vom Deutschen Museum in München.

Florian: Die wollten eine Maschine haben, um das heliozentrische und das geozentrische

Florian: Weltbild zu demonstrieren und da hat ein Herr Otto Bauersfeld

Florian: sich das Planetarium ausgedacht und gebaut und der dänische Astronom Elis Trömmgren,

Florian: der hat das auch gesehen damals und gesagt, nie ist ein Anschauungsmittel geschaffen

Florian: worden, das so instruktiv wie dieses wäre,

Florian: nie eins, das mehr bezaubernd gewirkt hätte, nie eins, das im selben Grade wie

Florian: dieses sich an alle wendet.

Florian: Es ist Schule, Theater, Film auf einmal, ein Schulsaal unter dem Gewölbe des

Florian: Himmels und ein Schauspiel, wo die Himmelskörper Akteure sind.

Florian: In dem modernen jener Wunder, deswegen zitiere ich das jetzt,

Florian: liegt so viel Fantasie und so viel Poesie, dass es von diesem Gesichtspunkt

Florian: aus gern im selben Atemzug mit dem großen Namen der deutschen Dichtkunst genannt werden kann.

Florian: Also als das Planetarium das erste Mal die Welt gesehen hat,

Florian: ist es sofort als Wunder bezeichnet worden. Insofern würde es mich nicht überraschen,

Florian: wenn die Maria ein bisschen früher, oder obwohl wir sind ja dann,

Florian: wann, 1918 hast du gesagt, 1917? 1917.

Florian: Das ist exakt die Zeit, wo das stattgefunden hat.

Florian: Wenn Maria sich das vielleicht die Idee von Bauersfeld in Jena geklaut hat und

Florian: drei Jahre später in Fatima ihr eigenes Planetarium aufgebaut hat.

Florian: Ist vollkommen logisch.

Bjarne: Und dann hat sie einmal vorgeführt, wie ein geozentrisches System aussehen würde,

Bjarne: dass die Sonne einfach wild herumgewirbelt wird.

Florian: Ich glaube, Maria ist keine studierte Astronomin. Vielleicht hatte sie noch

Florian: ein bisschen einstellen müssen und so weiter und das hat nicht richtig funktioniert.

Florian: Und dann waren die Menschen aber so begeistert, dass sie gesagt haben,

Florian: boah, das ist alles super, Wunder. Und dann habe ich gedacht,

Florian: na gut, dann passt sie, dann lasse ich das jetzt so.

Bjarne: Ja, das ist doch die perfekte Erklärung.

Theresa: Ich akzeptiere das absolut. Ich meine, meine Lieblingserklärung hast du eh gleich vorweg genommen.

Theresa: Du hast es sofort richtig gesagt. Möglicherweise einfach haben 100.000 Menschen

Theresa: alle gemeinsam in die Sonne gestarrt.

Florian: Das ist übrigens einer der Gründe, warum viele Menschen UFOs sehen.

Florian: Wenn man nachts zum Himmel schaut und gerade wenn die Augen schon ein bisschen

Florian: müde werden, dann kann man nicht mehr so gut fokussieren und dann springt der

Florian: Fokus so ein bisschen hin und her Und dann schaut so aus, als würden die Lichtpunkte

Florian: am Himmel, wenn man sich auf einem Planet oder einen Stern konzentriert, als würden die

Florian: sich schnell bewegen, abbremsen, in eine andere Richtung bewegen.

Florian: Also diese typischen Berichte, die man hört, wie UFOs angeblich geflogen sein

Florian: sollen, weswegen sie UFOs sind, weil es so unphysikalisch ist, dass man so fliegt.

Florian: Das ist im Prinzip genau das, was passiert, wenn die Augen ein bisschen müde

Florian: werden und man trotzdem in den Himmel starrt.

Florian: Also wundert es mich nicht, wenn dann sowas vielleicht noch ein bisschen extremer

Florian: passiert, wenn man in Erwartung eines Wunders die Sonne anstarrt.

Florian: Aber Maria hat ansonsten nichts Astronomisches mehr gemacht in Fatima,

Florian: nur die Sonne hüpfen lassen.

Theresa: Nur, Florian, nur.

Bjarne: Sie wird natürlich auch oft dargestellt, wir haben ja schon gesagt,

Bjarne: ihr Mantel da mit Guadalupe, aber sie wird ja auch oft auf einer Mondsiche stehend

Bjarne: dargestellt. Also so ein bisschen mehr astronomische Verbindung ist da irgendwie

Bjarne: zumindest in der Kunst auch noch vorhanden.

Florian: Ja, stimmt. Die reißt sich wirklich alle unsere technischen Errungenschaften

Florian: unter den Nagel. Sie klaut das Planetarium, sie setzt ihren Fuß auf den Mond,

Florian: bevor der Armstrong da war.

Florian: Also, ja, du hast keinen Ingenierer, wie man sagt, in Österreich.

Theresa: Du kannst gleich einen scharf formulierten Brief an sie schreiben,

Theresa: sie solle dies unterlassen.

Florian: Ja, ja, mal schauen, zu handen, Jesus oder Gott oder wem schicke ich das?

Florian: Im Papst am besten, der kann das weitergeben.

Theresa: Oder du liest es dann einfach so im Gebet vor und dann kommt es sicher an.

Florian: Oder ich beauftrage einen der Heiligen, weil die Heiligen sind ja,

Florian: habt ihr aber wieder gesagt, niemanden, den man anbeten soll,

Florian: aber die, die für uns unsere Botschaften quasi weiterleiten.

Theresa: Ja, genau.

Florian: Und da kann ich jetzt gleich weiter und überleiten zu Heiligen der Wissenschaft,

Florian: weil da gibt es tatsächlich einige. Ihr habt ja in eurem Podcast durchaus einige schon besprochen.

Florian: Ganz besonders schön fand ich die Folge über Josef von Copertino,

Florian: der der Schutzheiliger der Raumfahrt ist, weil er schweben konnte oder erstaunlich hochspringen.

Florian: Eins von beiden weiß man nicht mehr nachträglich. Oder es waren wieder mal irgendwelche

Florian: Pilze im Spiel. Aber ich habe das für eine andere Geschichte recherchiert.

Florian: Es gibt sehr viel mehr wissenschaftliche Heilige oder Heilige der Wissenschaft.

Florian: Ihr habt in eurem Podcast auch ganz viele Ärzte schon gehabt.

Florian: Medizin ist ja auch auf die eine oder andere Art Wissenschaft.

Florian: Aber es gibt einen Heiligen für die gesamte Naturwissenschaft.

Florian: Wisst ihr, wer das ist? Ich glaube, ihr hattet ihn noch nicht im Podcast bei euch. Albertus Magnus.

Bjarne: Von dem habe ich schon gehört.

Florian: Ja, ja, der ist auch ein ganz berühmter mittelalterlicher Forscher.

Florian: Dadurch auch Heiliger der gesamten Naturwissenschaften. Er ist ein Kirchenlehrer.

Florian: Wir wollen das ein bisschen differenziert haben. Wir haben, wie gesagt,

Florian: schon einen Heiligen der Raumfahrt.

Florian: Es gibt auch sogar zwei Schutzheilige der Mathematik, zwei Stück gleich.

Florian: Und zwar einmal den Anatolius von Laodicea oder Laodicea, da weiß ich jetzt

Florian: gerade nicht, wie man es ausspricht.

Florian: Dritten Jahrhundert hat er gelebt und der hat unter anderem das Osterdatum berechnet

Florian: oder war mit beteiligt, weil die Berechnung des Osterdatums war früher sehr, sehr kompliziert.

Florian: Es war eine eigene wissenschaftliche Disziplin oder mathematische Disziplin, die Komputistik.

Florian: Also da haben die Leute sich wirklich Mühe geben müssen, das Osterdatum zu berechnen.

Florian: Deswegen hat dann ja auch der Vatikan seine eigene Sternwarte,

Florian: weil die ganze Kalendergeschichte so kompliziert war.

Bjarne: Also du meinst wirklich das Ur-Ostern, weil Ostern ist ja jetzt ja jedes Jahr

Bjarne: an einem anderen Datum. Aber da, wo Jesus geboren wurde, meinst du?

Florian: Ja, beides.

Bjarne: Er gestorben ist und wieder auferstanden, meine ich natürlich.

Florian: Beides. Beides ist wichtig. Du musst einerseits natürlich erstmal ausrechnen,

Florian: wann war es überhaupt, das Jahr Null quasi, das es ja gar nicht gibt.

Florian: Aber wann war das? Und dann muss man auch immer das jeweilige Datum berechnen,

Florian: weil da hängt ja über den jüdischen Kalender zusammen.

Florian: Der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Das ist alles gar nicht

Florian: so einfach zu berechnen, wenn man nicht die technischen Möglichkeiten hat wie

Florian: wir. Da haben die Leute viel rumrechnen müssen und die Leute,

Florian: die das gemacht haben, waren die Komputisten

Florian: Und der Herr Anatolius von Laodicea war eben einer von denen,

Florian: die das gerechnet haben. Da gab es wirklich Leerstreite.

Florian: Es gab den großen Streit der Quartodezimana gegen die Protopaskisten.

Bjarne: Das klingt schon vielversprechend. Auf welcher Seite stehst du?

Florian: Ach Gott, die Quartodezimana, die haben gesagt, das Fest ist immer am 14.

Florian: Tag des jüdischen Frühlingsmonats Nisan, wurscht welcher Wochentag das ist.

Florian: Und die Protopaskisten haben gesagt, Oster muss gefälligst an einem Sonntag

Florian: sein und zwar dem ersten Sonntag nach dem jüdischen Pessachfest.

Florian: Dann kam das Konzil von Nice und da hat man festgelegt, Ostern ist immer am

Florian: ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

Florian: Und dann hat man ausrechnen müssen, wann ist der Frühling, wann findet ein Vollmond

Florian: statt und die Kirche hat den anderen Frühlingsanfang als wir.

Florian: Also die haben den einfach fix auf den 21. März gesetzt, wurscht wann er astronomisch ist und so.

Florian: Er ist gar nicht so trivial, aber weil der Anatolius da mitgearbeitet hat,

Florian: war er Schutzheiliger der Mathematik. Das ist die eine durchaus plausible Wahl

Florian: für einen Mathematikheiligen. Den anderen Schutzheiligen der Mathematik hattet

Florian: ihr schon in einer Podcast-Folge.

Florian: Man kommt eigentlich nicht drauf, wenn man es nicht weiß. Es ist der Hubertus. Hubertus von Lüttich.

Bjarne: Wirklich?

Florian: Ja.

Bjarne: Ja, bei dem denke ich eher an Jägermeister und nicht an Mathematik.

Florian: Genau, den kennt man ja von dem Hirschen und der Jagd und so.

Florian: Zugegeben, ich habe jetzt nicht ausführlichst recherchiert. Ich habe ein bisschen

Florian: recherchiert und ich habe nicht rausgekriegt, was der Hubertus mit Mathe zu tun hat.

Florian: Meine Hypothese ist, auf der Jägermeisterflasche ist ja so ein Kreuz drauf,

Florian: das ein bisschen wie ein Pluszeichen ausschaut. Vielleicht liegt es daran.

Theresa: Nehmen wir an, das Problem ist jetzt, dass das einer meiner Heiligen war,

Theresa: den ich recherchiert habe und bei mir ist es nach den Folgen meist so,

Theresa: dass die Festplatte gelöscht wird, also ich kann es dir jetzt selbst anders sagen.

Theresa: Ich müsste die Folge selber nochmal hören. Dann kann ich es dir vielleicht sagen.

Florian: In der Folge habt ihr es nicht erwähnt, sonst hätte ich es mir gemerkt.

Florian: Also den Matheiligen, mit denen hätte ich mir gemerkt.

Florian: Aber wir haben schlaue Hörer und Hörerinnen, wir haben sogar mindestens einen

Florian: studierten Theologen in der Hörerschaft, der hat vielleicht Ahnung oder fühlt

Florian: sich jetzt herausgefordert und recherchiert das für uns.

Florian: Wir haben Naturwissenschaft, wir haben Mathematik, gleich zwei Stück.

Florian: Aber wir machen ja eigentlich Astronomie, wir sind das Universum.

Florian: Wir brauchen einen Schutzheiligen für die Astronomie. Den gibt es auch, habe ich gehört.

Bjarne: Den gibt es tatsächlich auch. Jetzt bin ich ein bisschen nervös,

Bjarne: weil du gesagt hast, dass ein Theologe zuhört. Ich meine, wir haben auch einen

Bjarne: Mönch, der bei uns in der Hörerschaft dabei ist.

Florian: Ein studierter Theologe und Astronom.

Bjarne: Das ist natürlich eine wilde Kombi. Dann widme ich meinen folgenden Teil jetzt

Bjarne: ganz dieser Person auch.

Florian: Norbert ist das. Viele Grüße an Norbert.

Bjarne: Genau, ganz liebe Grüße an Norbert unbekannterweise. Ich widme es aber natürlich

Bjarne: auch dir und Ruth, denn ich habe mal ein bisschen nachgedacht.

Bjarne: Im Grunde machen du und Ruth ja eigentlich denselben Job wie Heilige,

Bjarne: wenn man es mal ganz runter bricht. Du unterschreibst das einfach sofort.

Florian: Definitiv, bin ich voll dafür.

Bjarne: Denn ihr bringt uns ja, uns armen Sündern hier auf Erden, den Himmel näher.

Bjarne: Ihr macht das natürlich mit eurem wunderbaren Astronomie-Podcast,

Bjarne: aber Heilige machen das durch ihr Vorbildliches, also aus Sicht von Gott oder

Bjarne: teilweise auch verrücktes Verhalten.

Bjarne: Es soll ja so ein bisschen einfach zeigen, okay, das ist die Heiligkeit auf

Bjarne: Erden. Wenn ihr euch alle so verhaltet, dann kommt ihr auch in den Himmel.

Bjarne: Das ist ja die Idee. Jetzt bei dieser relativ klaren Verbindung ist es aber

Bjarne: dann trotzdem interessant, dass es erschreckend wenig Auswahl gibt für Astronomieheilige.

Bjarne: Denn es gibt nur einen einzigen Treffer im gesamten großen Universum.

Florian: Ja, ich habe es auch überlegt und ich habe gerade die beiden Mathe-Typen genannt.

Florian: Ich hätte von mir aus die Mathematik dem Hirsch-Typen, dem Hubertus,

Florian: überlassen und dem anderen den Anatolius, der da mit seiner Osterrechnung,

Florian: da muss er sich voll viel mit Sonnenbewegung und Erdbewegung und so weiter beschäftigen.

Florian: Der wäre eigentlich prädestiniert für die Astronomie, aber da ist es ja nicht.

Florian: Also man muss es einen anderen geben, der noch besser geeignet ist.

Theresa: Man hätte auch die Hildegard von Bingen nehmen können. Vesir hat ja auch den

Theresa: Blick gen Himmel gerichtet und sogar ein Modell des Kosmos skizziert.

Florian: Ja, skizziert. Skizziert habe ich viel in meinem Leben. Das zählt nicht.

Theresa: In Ihrem Modell ist der Kosmos zwar ein Ei, aber kann die Wissenschaft das ausschließen?

Florian: Kommt davon, wie Ei genau gemeint ist, also so mit Kalkschale rundherum und

Florian: riesigen Küken in der Mitte. Ja, ich glaube, das können wir ausschließen.

Theresa: Das riesige Küken in der Mitte ist der Mensch als Mittelpunkt des Universums.

Florian: Ei für mich geht, glaube ich. Das könnte man noch irgendwie kosmologisch hinbasteln.

Theresa: Na schau, die will dir gerade recht kommen.

Florian: Da kann die Heiliger der Kosmologie werden. Die gibt es ja auch als Wissenschaft.

Bjarne: Genau, wir ziehen Sie auch dazu. Aber Florian. Der offizielle Schutzpatron der

Bjarne: Astronomie. Du als Astronom, weißt du, von wem du beschützt wirst,

Bjarne: ob du möchtest oder nicht?

Florian: Nein, ich bin hauptsächlich beschäftigt als Heiliger Florian,

Florian: mich mit Feuerwehren und Bäckern und Bier und Oberösterreich abzugeben.

Bjarne: Das ist schon genug Arbeit auf jeden Fall, genau. Aber deshalb passt natürlich

Bjarne: auch noch jemand auf dich und auf Ruth auf. Es ist der heilige Dominikus.

Bjarne: Von dem habt ihr vielleicht schon mal gehört, oder?

Florian: Ja, dass es Leute gibt, die Dominikus heißen oder Dominik, weiß ich.

Florian: Und dass es vermutlich einen Heiligen dazu gibt auch. Aber als Astronom wäre er mir nicht bekannt.

Bjarne: Dazu kommen wir dann jetzt gleich, was da die Verbindungen sind.

Bjarne: Aber ich möchte ihn auch einfach generell als Menschen vorstellen,

Bjarne: weil er wirklich eine interessante Vita auch mitbringt und auch zu den wichtigsten

Bjarne: Heiligen gehört, da er ja auch einen sehr bekannten Orden gegründet hat,

Bjarne: zu dem unter anderem auch Albertus Magnus gehört hat.

Florian: Das sind vermutlich die Dominikaner.

Bjarne: Ja, ein guter Tipp auf jeden Fall. Das könnten die Dominikaner sein.

Bjarne: Aber ich würde dann einfach mal so ein bisschen die Lebensgeschichte anfangen.

Bjarne: Es geht los im Jahr 1170, tatsächlich im Norden Spaniens, was ich jetzt schön

Bjarne: finde, weil ich glaube, da war ja Ruth auch unterwegs, um die Sonnenfinsternis zu sehen.

Florian: Genau, also sieben Jahre bevor der Heilige ganz von Anfang, der Hirtenjunge,

Florian: die Brücke gebaut hat bei der Finsternis.

Bjarne: Ja, sehr gutes Gedächtnis, genau.

Bjarne: Da wird der Dominikus geboren als Aditspros Domingo de Guzman.

Bjarne: Und schon vor seiner Geburt gab es da wirklich göttliche Zeichen.

Bjarne: Denn seine Mutter, sie träumte davon, dass sie einen Hund zur Welt brachte,

Bjarne: der mit einer lodernden Fackel die gesamte Welt anzündete.

Theresa: Ich meine, das ist doch ein Albtraum, oder?

Bjarne: Nee, sie hat das als ein göttliches Zeichen gesehen. Ich hätte auch gedacht,

Bjarne: das klingt ein bisschen dämonisch, so ein Höllenhund, der die Welt anzündet.

Bjarne: Aber sie hat sich gedacht, na, das steht natürlich für das Licht Gottes,

Bjarne: was sie auf die Welt bringen wird durch ihr Kind.

Florian: Ja, aber was macht der Hund? Okay, gut, erzähl einfach mal weiter.

Theresa: Ich mag ihren Optimismus.

Bjarne: Ja, absolut. Das ist ein gutes Zeichen. Wir kommen noch dazu,

Bjarne: warum der Hund ausgerechnet und kein anderes Tier.

Bjarne: Aber ja, der Hund mit der Facke im Maul ist tatsächlich schon auch das wichtigste

Bjarne: Attribut, also Erkennungsmerkmal für den Heiligen, der dann später werden soll.

Bjarne: Ich habe schon gesagt, er kommt aus einer religiösen Familie.

Bjarne: Die Mutter auch selber selig gesprochen und auch einige seiner Brüder waren gut dabei.

Bjarne: Er wurde dann mit 14 losgeschickt. Das haben wir auch schon mal besprochen,

Bjarne: dass das damals im Mittelalter mal recht früh war, das man studiert hat,

Bjarne: nach Palencia, nicht Valencia, sondern Palencia, das ist auch dort im Norden

Bjarne: Spaniens, um zu studieren.

Bjarne: Und Florian, was denkst du, hat der Schutzpatron der Astronomen jetzt studiert?

Florian: Naja, wenn ich jetzt sage Astronomie, dann stimmt es wahrscheinlich nicht.

Florian: Es wäre zu offensichtlich. Ich sage einfach mal Theologie.

Bjarne: Boah, du bist nicht in meine Falle getappt. Sehr, sehr gut und absolut richtig.

Bjarne: Ja, Theologie, Philosophie und auch die schönen Künste.

Florian: Astronomie hatten wir damals auch, glaube ich, nicht wirklich als einzelne Studium

Florian: gehabt, sondern es war ja alles Teil Geometrie und Mathematik.

Florian: Da hat man irgendwie die Astronomie noch mitgemacht. Und Theologie haben wir,

Florian: glaube ich, alle fast studieren müssen damals.

Bjarne: Genau, du hast es auch noch logisch gut hergeleitet, selbstverständlich,

Bjarne: man kann dich nicht aufs Glatteis führen.

Bjarne: Von dem Studium weiß man jetzt nicht super viel, wie das für ihn lief,

Bjarne: aber es gibt da eine sehr, sehr bekannte Anekdote.

Bjarne: Es heißt nämlich, es herrschte damals eine große Hungersnot und Domingo,

Bjarne: der verkaufte dann all seine Lehrbücher, die ja schon damals wahrscheinlich

Bjarne: teuer waren, um damit Essen für die Armen zu kaufen, was er ihnen schenken konnte.

Bjarne: Und da gibt es auch ein kleines Zitat von ihm, wo er sagte, was soll ich über

Bjarne: trockenen Fällen studieren und draußen verhungern die Menschen.

Florian: Ja, vernünftige Einstellung.

Bjarne: Genau. Es geht bei Heiligen oft so los, dass sie sehr sympathische Züge zeigen

Bjarne: und natürlich viel Nächstenliebe bringen. Das ist einfach Teil des Deals,

Bjarne: wenn du ein Heiliger werden willst. Aber es kommen später auch noch ein paar

Bjarne: nicht ganz so sympathische Seiten bei Dominikus durch. Dazu kommen wir dann gleich.

Theresa: Das ist auch normal.

Bjarne: Genau, es ist immer ein zweischneidiges Schwert sozusagen. Man kann sich natürlich

Bjarne: auch denken, gut, Lehrbücher braucht man im Grunde wahrscheinlich eh nicht mehr.

Bjarne: Die ganzen klausurrelevanten Dinge stehen eher auf den Vorlesungsfolien oder

Bjarne: irgendwer hat irgendwelche alten Notizen noch übrig.

Florian: Gibt es im Moodle?

Bjarne: Genau, da hat er einfach reingeschaut. Domingo ging sogar noch weiter,

Bjarne: um den armen Menschen zu helfen. Er hat nicht nur seine Bücher verkauft,

Bjarne: er wollte dann auch sich selber verkaufen, nämlich als Sklaven an die Mauren. Das war seine Idee.

Florian: Warum?

Bjarne: Warum ist eine gute Frage.

Bjarne: Im 12. Jahrhundert in Spanien war natürlich noch die Zeit der Reconquista.

Bjarne: Viele Christen witterten in der Zeit die Chance auf ein schönes Martyrium,

Bjarne: wenn man sich dann eben an den islamischen Feind in dem Fall ausliefert,

Bjarne: dass sie dort irgendwann sterben oder vielleicht als Sklaven ein Leben im Elend führen.

Bjarne: Das ist tatsächlich oft passiert, dass sie sich den ausgeliefert haben.

Bjarne: Und das wollte er jetzt auch machen.

Florian: Bleibt bei meiner Frage, warum, aber vermutlich muss man in der Zeit gelebt

Florian: haben, um das verstehen zu können.

Theresa: Christen, Katholiken lieben leiden.

Florian: Ja, ja, gut, das weiß ich.

Theresa: Gott liebt es, wenn du leidest.

Bjarne: Genau. Und ein Martyrium ist natürlich dann auch ein schneller Freifahrtschein

Bjarne: zur Heiligkeit in vielen Fällen. Aber das Problem ist, Gott hatte ganz andere Pläne für Domingo.

Bjarne: Der hat nämlich gesagt, nö, alle Angebote, die du hier kriegst als Sklave,

Bjarne: die werden abgelehnt. Also der hat da immer dazwischen gefunkt,

Bjarne: sodass das einfach nicht funktioniert hat. Niemand wollte Domingo als Sklave kaufen.

Theresa: Niemand wollte ihn kaufen.

Bjarne: Na, tatsächlich.

Theresa: Niemand wollte ihn haben, der Arme.

Florian: Das ist auch wieder so typisch Gott. Ich meine, einerseits sagt er hier,

Florian: bitte leidet ordentlich, schön, dass er in den Himmel kommt, das taugt mir.

Florian: Und dann kommt einer und will leiden und dann macht Gott, nee,

Florian: nein, war ich nicht. Wie mit den komischen Plagen und dem Pharao.

Florian: Moses sagt, lass mein Volk ziehen. Der Pharao sagt, ja, okay.

Florian: Und dann kommt Gott und verhärtet das Herz, glaube ich, heißt es in der Bibel.

Florian: Wenn er das nicht macht, dann wird er Plagen schicken kann. Also ein Problem hat ja schon der Gott.

Theresa: Wir sind ganz beide.

Bjarne: Ich glaube, Gott spielt 3D-Schach gegen sich selbst oder 6D-Schach und wir sind seine Bauern.

Florian: Ja, möglich.

Bjarne: Oh, das hast du schön gesagt.

Bjarne: Danke. Domingo durfte nicht in die Sklaverei sich verkaufen.

Bjarne: Gott hatte eine Mission für ihn sich überlegt. Und die klingt jetzt auf den

Bjarne: ersten Blick ein klein wenig überraschend.

Bjarne: Er sollte nämlich eine dänische Prinzessin zur Heirat überreden.

Florian: Mit ihm selbst?

Bjarne: Tatsächlich nicht mit ihm selbst, sondern er sollte eine Prinzessin gewinnen

Bjarne: für den kastilischen Königssohn, den spanischen Infanten zu dieser Zeit,

Bjarne: damit die Thronfolge gesichert werden könnte.

Bjarne: Jetzt fragt ihr euch vielleicht, warum ausgerechnet Domingo?

Bjarne: Also was ich bisher nicht erzählt habe, ist, dass er inzwischen fertig war mit

Bjarne: dem Studium, mit der Theologie und er war inzwischen auch als Priester geweiht

Bjarne: und wurde zum Assistenten eines gewissen Bischofs, Diego de Acebo.

Bjarne: Und tatsächlich war es der Bischof, der diesen Auftrag erfüllen sollte,

Bjarne: aber er nahm natürlich seinen Assistenten Domingo mit auf die Reise.

Bjarne: Und Domingo war inzwischen so Mitte 30 und es ging im Jahr 1203 dann los auf

Bjarne: Brautschau mit seinem Chef in die Marken. Das heißt dann immer in die Marken,

Bjarne: in den Texten, die man dazu findet.

Bjarne: Da ist auch nicht ganz klar, ob es wirklich Dänemark ist oder Brandenburg.

Bjarne: Darüber wird bis heute gestritten.

Florian: Könnte auch noch Italien sein. Gibt es auch die Marken.

Bjarne: Ah ja, stimmt. Ja, schau, ist noch komplizierter. Italien wäre sogar am plausibelsten,

Bjarne: wenn man sich den weiteren Verlauf von Diegos und Domingos Geschichte anschaut.

Bjarne: Und ja, long story short, sie fanden zwar eine Prinzessin zum Verheiraten,

Bjarne: die auch bereit war und dann wollten sie gemeinsam mit ihr zurückreisen,

Bjarne: aber sie starb dann während der Reise tatsächlich, das heißt,

Bjarne: sie kam nie in Spanien an.

Bjarne: Das war aber für Domingo nicht so schlimm, weil damit war er jetzt frei,

Bjarne: quasi sein eigenes Ding zu machen. Der Auftrag galt trotzdem als erledigt.

Bjarne: Sie hatten dann auch schnell eine Idee, was sie jetzt machen könnten.

Bjarne: Sie waren nämlich schon auf der Hinreise über etwas gestolpert im Süden Frankreichs,

Bjarne: nämlich über eine kleine Sekte. Und mit denen wollten sie jetzt einen kleinen Streit anzetteln.

Bjarne: Denn so eine Sekte ist für so einen guten Kirchenmann dann wahrscheinlich ein

Bjarne: bisschen ein Dorn im Auge.

Florian: Das ist so, wie wenn irgendwie die einen Fußball-Hooligans auf dem Weg zum Match

Florian: die anderen treffen und dann verabreden sie sich zu einer Brügelei. Oder wie läuft das da?

Bjarne: Ich glaube ungefähr so tatsächlich, nur es war eher eine rhetorische Prügelei

Bjarne: in dem Fall. Aber wer ist diese Sekte, ist vielleicht erstmal die Frage.

Florian: Ich kenne nur eine Sekte, wo es immer Ärger gab. Die sind, glaube ich,

Florian: nach ganz Europa gezogen und ich habe aber keine Ahnung, ob das die Zeit war.

Florian: Ich habe einmal einen Science Slam gehört, wo einer über diese Sekte erzählt

Florian: hat. Das habe ich mir gemerkt, weil der hat gewonnen und war gut.

Florian: Und weil es die einzige ketzerische Sekte ist, die ich da kenne,

Florian: sage ich jetzt, es waren die Katara oder die Katara oder wie immer die heißen.

Bjarne: Das ist sehr beeindruckend. Auch meine zweite Testfrage hast du mit Bravour bestanden.

Florian: Aber mehr kann ich auch nicht mehr sagen. Ich kann ja nicht mehr sagen,

Florian: was sie gemacht haben, was so schlimm war, was sie geglaubt haben.

Florian: Und das erschöpft mein Wissen schon wieder.

Theresa: Florian, du musst wissen, Piane ist halt mich gewohnt. Und ich habe ein,

Theresa: wie heißt es, das schauen nicht einmal die Worte dafür fallen mir ein.

Theresa: So schlecht ist mein Gedächtnis.

Bjarne: Ein Goldfischgedächtnis vielleicht?

Theresa: Ja, sowas in der Art. Also ich bin bekannt dafür, dass ich mir nichts merke.

Bjarne: Ich glaube, das hättest du aber sogar noch gewusst.

Theresa: Also das ist jetzt von 0 auf 100.

Theresa: Nein, hätte ich nicht.

Bjarne: Okay. Ich wollte gerade sagen, wir waren ja sogar da in Carcassonne,

Bjarne: wo diese Sekte eine große Rolle gespielt hatte auch.

Theresa: Natürlich erinnere ich mich an Carcassonne, weil wir dort das Spiel Carcassonne

Theresa: gespielt haben. Aber an historische Dinge war das wahnsinnig.

Bjarne: Ja genau, also die Katara, ich weiß gerade auch nicht genau,

Bjarne: wie man es ausspricht. Häufig gibt es dann noch einen zweiten Ausdruck,

Bjarne: das sind die Albi-Gänser.

Bjarne: Das sind im Prinzip Katara, die einfach aus der Gegend Albi kommen,

Bjarne: das ist eine Stadt dort in der Nähe.

Bjarne: Da kann mich gern der Theologe dann auch noch mal korrigieren,

Bjarne: wenn ich das jetzt zu doll vereinfache und gern auch bei der folgenden Definition,

Bjarne: was die eigentlich geglaubt haben. Es waren Heretiker, also christliche Heretiker,

Bjarne: die einfach mit den normalen Lehren der Kirche nicht mehr übereingestimmt haben.

Bjarne: Und der Name steht für den Ausdruck die Reinen.

Bjarne: Und die dachten, dass alles, was materiell ist, böse ist und alles,

Bjarne: was immateriell ist, gut ist.

Bjarne: Das heißt aber auch, der Körper, der fleischliche Körper ist schlecht und böse

Bjarne: und die Seele, was man nicht anfassen kann, ist gut. Das war so die Grundidee.

Florian: Ja, eh, aber es bleibt halt nicht viel übrig, wenn man das ganze Materielle

Florian: aus der Welt wegnimmt, dann muss man ziemlich viel bekämpfen.

Bjarne: Ganz genau. Und das ist vor allem auch unangenehm für die Kirche,

Bjarne: die damals ja auch wirklich sehr viel mit Prunk auch umhergewandelt ist.

Bjarne: Und das natürlich absolut im Kontrast stand. Also das Materielle war für die

Bjarne: Kirche auch ein Machtsymbol geworden.

Bjarne: Und jetzt kamen hier diese Reinen an, die sich selber so nannten und haben gesagt,

Bjarne: ja, aber das ist alles böse.

Bjarne: Es hatte sogar noch tragischere Konsequenzen, dass einige der Menschen,

Bjarne: die daran geglaubt haben, dann anscheinend auch ihren Körper als so böse betrachtet

Bjarne: haben, dass sie ihre Seele befreien wollten durch Suizid. Und das war dann vielleicht

Bjarne: auch ein Punkt, wo man auch versteht, dass Domingo und Co.

Bjarne: sich gedacht haben, das können wir nicht einfach so stehen lassen,

Bjarne: wir müssen irgendwas tun,

Bjarne: um diese Katara zu überzeugen, zurückzukehren.

Florian: Okay, also dann haben sie sich getroffen zur Debatte.

Bjarne: Ja, im Prinzip schon. Also natürlich ist die Geschichte auch nicht ganz so einfach.

Bjarne: Also wichtig ist auch noch zu wissen bei diesen Kataran, dass sie natürlich

Bjarne: sehr asketisch lebten. Das war ja wichtig, dass man nichts Materielles hatte.

Bjarne: Sie nannten sich dann, wenn man es wirklich komplett demonstrativ durchgezogen

Bjarne: hatte, dass man nichts hatte, die Perfekten. Auch ein bisschen selbstgerecht,

Bjarne: würde ich sagen, vom Sound her.

Theresa: Hochmutesau, Hass, Sünder, gell?

Bjarne: Würde ich auch sagen.

Theresa: Ja.

Bjarne: Wir wissen aber tatsächlich auch von Domingo, dass der, was diesen Punkt angeht,

Bjarne: nicht ganz so doll auf Überkreuz stand, wenn man das so sagen kann.

Bjarne: Denn von Prunk hielt er ja auch nichts. Wir erinnern uns, er hat auch seinen

Bjarne: ganzen eigenen Reichtum verschenkt, damit die Armen ernährt werden konnten.

Bjarne: Das heißt, dem konnte er durchaus auch etwas abgewinnen, natürlich nicht in dieser Radikalität.

Bjarne: Und er war nun zu dieser Zeit am richtigen Ort, um seine tatsächliche göttliche

Bjarne: Mission zu finden, eben keine dänische Prinzessin zu verkuppeln,

Bjarne: sondern, und jetzt kommen wir wieder zu dem Hund,

Bjarne: er sollte wie ein Hund mit einer Fackel, die verlorenen Schäfchen aus der dunklen

Bjarne: Nacht in den Stall zurückführen, in die Kirche.

Florian: Gut, einerseits ist das okay, kann er machen, aber wir wollen ja eigentlich

Florian: wissen, was der Mann mit Astronomie zu tun hat.

Florian: Und wenn man die Leute aus der dunklen Nacht wegführt, ist das kein guter Anfang für die Astronomie.

Bjarne: Da hast du absolut recht. Sehr kontraproduktiv. Genau, zu dem Astronomie-Punkt

Bjarne: kommen wir dann auch noch gleich. Tut mir leid, dass ich da hier einen großen

Bjarne: Umweg gehe. Theresa kennt das schon von mir.

Florian: Wir wollen ja wissen, wer unser Heiliger ist.

Bjarne: Ganz genau. Auch die Schattenseiten müssen wir jetzt erleben.

Bjarne: Also grundsätzlich kann man sagen, Domingo hat einfach auch schon erkannt,

Bjarne: wenn man diese Katara stellen möchte, dann muss man selber materielle Armut

Bjarne: leben, aber dafür geistiges und auch geistliches Reichtum bieten.

Bjarne: Und das hieß jetzt nicht nur, dass man besonders religiös war oder spirituell,

Bjarne: sondern auch ein Höchstmaß an Bildung mitbrachte, was er natürlich hatte als studierter Mann.

Bjarne: Und das wurde dann auch später zu der Maxime seines Dominikanerordens einfach die Bildung.

Bjarne: Die geistige Ernährung ist wahnsinnig wichtig in den Augen von Domingo gewesen.

Florian: Gut, da kann ich mir jetzt erstmal nicht widersprechen.

Theresa: Ist das die Schattenseite?

Bjarne: Das ist noch nicht die Schattenseite. Die kommt gleich. Aber wir wollen jetzt

Bjarne: erstmal schauen, was er mit diesem geistigen Reichtum dann auch wirklich machte.

Bjarne: Im Jahr 1207 meldete sich Domingo für ein 15-tägiges Streitgespräch an.

Bjarne: mit einem vierköpfigen Schiedsgericht. Also da ging es dann wirklich darum,

Bjarne: dass er sich den Heretikern stellt und wirklich in einer Debatte versucht,

Bjarne: sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Florian: Das war quasi Tour de France im Debattieren. Also wirklich hardcore,

Florian: jeden Tag eins nach dem anderen.

Florian: Nicht einmal kurz diskutieren und dann ist aus, sondern Etappendebatte.

Bjarne: Genau, so ein argumentativer Sprint und eine Bergetappe war dann vielleicht auch noch dabei.

Bjarne: Und am Ende mussten eben vier Schiedsrichter entscheiden, wer jetzt rhetorisch mehr Sinn ergeben hat.

Bjarne: Und es stand dann aber unentschieden nach diesen 15 Tagen. Das ist besonders

Bjarne: blöd. Alle waren wahrscheinlich erschöpft und frustriert. Also musste eine höhere,

Bjarne: Instanz dazu geschaltet werden. Und es war tatsächlich Gott,

Bjarne: der dann die Schriften von Domingos Gegnern in Flammen aufgehen ließ.

Bjarne: Und das ist wahrscheinlich so ein bisschen die Peer Review der Kirche oder von

Bjarne: Gott gewesen. Das widerlegt.

Florian: Wird den Prozess auch in der Wissenschaft, wenn es so stattfindet,

Florian: deutlich beschleunigen als das ewige Hin und Her mit den Editoren und so weiter.

Florian: Aber ja, wir haben schon festgestellt, den Heiligen und dem Gott mangelt es

Florian: ein bisschen an wissenschaftlichen Wissen. Dann machen wir es doch lieber so.

Florian: Aber Dominik hat jetzt gewonnen.

Theresa: Er hat jetzt gewonnen, aber hat Dominik mit seiner Fackel irgendwas zu tun gehabt

Theresa: mit den Schriften, die da bleiben?

Florian: Den Hund hingeschickt heimlich von hinten hin.

Theresa: Nur so mal eine Frage.

Florian: War unterm Tisch war ein kleiner Hund mit einer Fackel im Maul.

Bjarne: Ja, tatsächlich, bei diesem ersten Buchwunder hat er angeblich noch nichts mit

Bjarne: zu tun, aber er hat sich diesen Trick dann später gemerkt und ihn vielleicht

Bjarne: noch ein paar Mal auch künstlicher beigeführt. Aber natürlich mussten auch noch

Bjarne: seine eigenen Schriften jetzt erstmal die Probe, die Feuerprobe überstehen.

Bjarne: Und da heißt es, und das finde ich so schön, und das ist auch vielleicht das

Bjarne: erste große astronomische Thema jetzt, dass Domingos lernen von drei Feuerbällen,

Bjarne: die vom Himmel herabfielen, getroffen wurden und natürlich nicht verbrannten.

Florian: Okay, ich könnte jetzt einiges dazu sagen, vor allem, dass wenn Meteoriten vom

Florian: Himmel fallen, müssen die nicht, wenn man jetzt die Feuerbälle als Meteoriten

Florian: bezeichnet, müssen die erstens nicht heiß sein. Das ist nicht immer eine korrekte

Florian: Vorstellung. Die können auch kalt sein, wenn sie runterfallen.

Theresa: Also wirklich?

Florian: Ja, aber die fliegen ja doch die Atmosphäre durch und da ist es auch schön frisch,

Florian: wenn sie da durchsausen.

Florian: Und vor allem die ganzen Feuerbälle. Also Feuerball ist tatsächlich ein astronomischer

Florian: Fachbegriff für eine sehr, sehr große Sternschnuppe.

Florian: So Sternschnuppen, die sind so ein paar Millimeter groß, die Bröckchen,

Florian: die da die Sternschnuppe verursachen. Wenn sie ein bisschen größer sind,

Florian: dann kriegt man eine große Sternschnuppe. Die wird dann Feuerball genannt.

Florian: Sowas passiert ein paar Kilometer über dem Boden.

Florian: Die Sternschnuppen sind 70, 80 Kilometer hoch und die Feuerbälle ein bisschen

Florian: weiter unten, aber auch hoch. Also weit entfernt von irgendwelchen Schriften spanischer Gelehrter.

Bjarne: Ich glaube, das waren hier wirklich ganz präzise Meteoriteneinschläge,

Bjarne: die von Gott geschickt wurden.

Bjarne: Da auch meine Frage an dich, Florian, wie viele Feuerbälle sind auf deine Doktorarbeit

Bjarne: damals geflogen? Du hast glaube ich auch über Asteroiden geschrieben,

Bjarne: oder? Ist jetzt nicht zu weit.

Florian: Habe ich, aber da hat niemand probiert anzuzünden oder zu bombardieren oder

Florian: sonst was. Also hat jeden Peer Review überstanden.

Bjarne: Sehr gut, genau. Also das war natürlich jetzt das Zeichen. Die anderen sind böse.

Bjarne: Domingo ist gut und hat recht. Er kann natürlich auch professionelles Stuntpapier

Bjarne: benutzt haben oder eben den Hund mit Fackel drauf angesetzt haben.

Bjarne: Das wissen wir alles nicht. Aber es hat schon geholfen. Es gab jetzt auch kein

Bjarne: Halten mehr. Ganz viele Heretiker trieb das einfach in die Arme der Kirche zurück.

Bjarne: Natürlich versimplifiziere ich das jetzt wieder. Es gab auch noch andere Gründe.

Bjarne: Es waren nicht nur gute Argumente, die dafür gesorgt haben. Unter anderem hat

Bjarne: auch der Papst einen sogenannten Albigensa-Kreuzzug hingeschickt,

Bjarne: also mit Gewalt, die wieder auf Linie gebracht. Es gab auch das Stichwort Inquisition,

Bjarne: spielt da auch eine große Rolle

Bjarne: bei den Dominikanern. Da müssen wir gleich nochmal kurz drüber reden.

Bjarne: Und wie ich auch schon gesagt habe, Domingo hat irgendwann auch selber angefangen,

Bjarne: die heretischen Schriften zu verbrennen.

Bjarne: Also wirklich ohne göttlichen Beistand. Aber ja, so war das.

Bjarne: Man sieht jetzt schon ein bisschen die Schattenseiten, wie ich ja schon versprochen

Bjarne: hatte, dass auch nicht jedes Wunder von Domingo wirklich nett war.

Bjarne: Es gab auch eine kleine Geschichte, wo er einfachen Bauern quasi,

Bjarne: er wollte sie dazu ermahnen, dass sie nicht am Feiertag arbeiten dürfen, keine Feldarbeit.

Bjarne: Und deshalb hat er dann, um ihm das zu zeigen, die komplette Ernte des Tages,

Bjarne: schneeweiß bedeckt mit etwas, also irgendeiner Substanz. Wir können davon ausgehen,

Bjarne: es war vielleicht Schnee, es war vielleicht Asche und mit vom Himmel fein dem

Bjarne: Blut, das dann auf diese Ernte fiel.

Florian: Ah, ein bisschen übertrieben.

Theresa: Schon. Würde ich auch sagen.

Bjarne: Auch da wieder möglicherweise Ergotismus, der da eine Rolle gespielt hat.

Bjarne: Wenn der Roggen dann sowieso auch schon mit Blut übersät war,

Bjarne: ist wahrscheinlich auch kein gutes Zeichen.

Bjarne: Das waren so die nicht so schönen Wunder. Das wohl wichtigste Wunder aus Sicht

Bjarne: von echten religiösen Menschen, die daran glauben, ist gewesen,

Bjarne: dass Domingo eines Tages die Jungfrau Maria, da ist sie schon wieder,

Bjarne: begegnet ist und sie hat ihm tatsächlich den Rosenkranz übergeben,

Bjarne: also den OG Rosenkranz, den den später dann auch ganz viele andere Leute hatten.

Theresa: Ah, das war nett von dir.

Bjarne: Langsam kommt es zum Ende der Geschichte von Domingo im Jahr 1216,

Bjarne: da war er jetzt selber Mitte 40, er hat viele Leute wieder zurückgeholt in die

Bjarne: Arme der Kirche und nun gründete er endlich seinen eigenen Orden, die Dominikaner.

Bjarne: Er musste dafür natürlich auch beim Papst in Rom um Erlaubnis bitten und da

Bjarne: heißt es, soll er tatsächlich Franz von Assisi, seinen Zeitgenosse,

Bjarne: getroffen haben, der dasselbe vorhatte, ebenfalls in Rom, um die Franziskaner

Bjarne: anzumelden. Also zwei dumme Ein-Gedanke.

Florian: Gab es so ein Amt mit der Warteschlange, Ordensanmeldung hier und dann sind sie alle gestanden.

Bjarne: Wahrscheinlich. Die hatten wirklich auch eine ähnliche Idee,

Bjarne: weil beide sich als Betteorden verkauft haben. Und ich habe ja schon gesagt,

Bjarne: besonders in der Zeit war das einfach ein Manko der Kirche, dass sie so prunkvoll waren.

Bjarne: Und da kamen dann eben viele so Gegenbewegungen auch aus der Kirche selber.

Bjarne: Das Interessante ist aber, die Franziskaner, die sahen Armut wirklich auch als

Bjarne: eine Art Selbstzweck. Dominikaner allerdings wirklich nur, damit man Glaubwürdigkeit

Bjarne: auch in Debatten hat, dass man eben nicht prunkvoll ist und dadurch einfach

Bjarne: so ein bisschen bodenständiger rüberkommt.

Bjarne: Die Franziskaner hingegen haben jetzt auch gar nicht so groß auf Bildung geachtet,

Bjarne: was bei den Dominikanern immer noch wichtig war.

Bjarne: Also Domingo hat wirklich seine Brüder dazu angehalten, die beste Bildung mitzunehmen.

Bjarne: Er war selber dadurch dann später auch oft in Bologna unterwegs,

Bjarne: weil ja dort, wie ihr vielleicht auch wisst, eine der ersten Unis entstanden ist in Europa.

Bjarne: Und das war natürlich eine perfekte Adresse, um sich Bildung abzuholen.

Theresa: So ein performatives Armsein, mehr oder weniger.

Bjarne: Genau, so ein bisschen.

Florian: Auch damit beweist er eine gewisse Nähe zur Wissenschaft, weil reich wird man

Florian: als Astronom oder Astronomin auch nicht.

Florian: Auch da muss man bereit sein für Entbehrungen. Da lohnt es sich allerdings,

Florian: wenn man den Tag des Herrn nicht heiligt.

Florian: Also sieben Tage die Woche durcharbeiten ist so in der Studienzeit oder als

Florian: junger PhD auch noch durchaus gern gesehen. Aber bis jetzt ist es eine sehr

Florian: interessante Geschichte. Aber die Astronomie fehlt mir noch ein bisschen.

Theresa: Reichen dir die Feuerbälle nicht?

Florian: Nein, nein, die reichen mir nicht.

Bjarne: Aber man kann vielleicht schon mal ein bisschen vorweggreifen,

Bjarne: dass eben aus diesem Dominikanerorden mit dem Bildungsanspruch auch wirklich

Bjarne: dann viele große Leuchten hervorkamen. Wir haben ja schon Albertus Magnus genannt.

Bjarne: Thomas von Aquin ist auch ein Dominikaner gewesen.

Bjarne: Katharina von Siena auch, über die haben wir auch schon mal geredet,

Bjarne: im dritten Orden aber nur.

Bjarne: Und generell muss man auch da einmal positiv erwähnen, Domingo hat auch wirklich

Bjarne: selber Frauenklöster zu seiner Zeit schon gegründet und auch dort dann eben

Bjarne: diesen wissenschaftlichen Anspruch mit reingebracht.

Bjarne: In der späteren Phase seines Lebens lasse ich aus Zeitgründen einiges weg.

Bjarne: Er ist auch noch viel herumgereist, auch in Paris war er unterwegs und Toulouse

Bjarne: und überall und hat die Schafe wieder zurückgetrieben.

Bjarne: Er hat auch noch eine kurze Zeit gehabt, wo er in einer Hölle gelebt hat,

Bjarne: die für ihn aber wie die Hölle war.

Bjarne: Da wurde er nämlich von dem Teufel gequält, der ihm tatsächlich die Kreuzigung

Bjarne: Jesus angetan hat, bis hin zum Tod und der Kreuzabnahme durch Maria,

Bjarne: so als Selbsterfahrung leider sehr, sehr schmerzhaft wahrscheinlich.

Theresa: Ah, er hat sie ja geliebt.

Bjarne: Er hat aber überlebt. Obwohl er tot war, hat er überlebt und war weiterhin ein

Bjarne: geistiger und geistlicher Leuchtstern für Europa in dem Fall.

Bjarne: Und er starb dann am 6. August 1221 in Bologna in Anwesenheit seiner Brüder mit 51 Jahren.

Bjarne: Domingos Grab kann man heute auch noch in der Basilica San Domenico in Bologna besuchen.

Bjarne: Und er ist natürlich Schutzpatron Bolognas von großen Teilen Spaniens von der

Bjarne: Dominikanischen Republik. Ein ganzes Land ist nach ihm benannt.

Bjarne: Und natürlich der Astronomie. Und ihr wisst natürlich jetzt auch, wieso.

Florian: Ja, ganz genau.

Bjarne: Habt ihr eine Idee, was man da vielleicht noch interpretieren könnte,

Bjarne: warum ausgerechnet Astronomie? Habt ihr jetzt ein bisschen was von ihm erfahren?

Bjarne: Was glaubt ihr, ist abgesehen von den Feuerbällen vielleicht das Astronomischste?

Florian: Keine Ahnung. Ich hätte tatsächlich jetzt in dieser Vita...

Florian: Nichts gesehen, was mich jetzt sofort an Astronomie denken lässt.

Theresa: Ich meine, es ist oft so, dass die heiligen Schutzpatronate kriegen,

Theresa: die auf den ersten Blick, auf den zweiten, dritten oder vierten Blick nichts

Theresa: mit ihrem Leben zu tun haben. Aber ich meine, da ist schon einiges vom Himmel gefallen.

Theresa: Vielleicht deshalb einfach? Reicht das nicht?

Bjarne: Es reicht noch nicht ganz. Es war tatsächlich noch eine Sache im Spiel,

Bjarne: die ich bisher einfach mal frech übersprungen habe. Tut mir leid,

Bjarne: dass ich euch da jetzt so lange hingehalten habe.

Theresa: Wir sitzen schon auf unseren Fingernägeln. Wie sag's dir?

Bjarne: Bei seiner Taufe, als er noch ein kleines Baby war, da sah seine Amme während

Bjarne: dieses Momentes einen Stern auf seiner Stirn aufleuchten.

Florian: Naja, gut, okay, aber das ist schon ein bisschen dürftig.

Bjarne: Ich weiß nicht, war das bei dir auch so, Florian? Weißt du noch, wie das damals war?

Florian: Ja, ich erinnere mich nicht mehr. Ammen hatte ich auch keine.

Florian: Ich bin getauft worden, ich bin getauft, aber mir hat niemand was von Visionen

Florian: berichtet, die da stattgefunden haben an dem Tag.

Bjarne: Es tut mir leid, aber das ist es tatsächlich. Das ist der Hauptgrund,

Bjarne: dass er halt wirklich oft dargestellt wird.

Bjarne: Zwar auch mit Heiligenschein, mit dem Hund, mit der Fackel, mit Büchern und

Bjarne: so weiter, aber auch mit dem Stern über den Stirn.

Florian: Okay, dann habe ich jetzt zwei Anmerkungen dazu. Die erste, das reicht uns nicht.

Florian: Und mit uns meine ich jetzt die Astronomie in ihrer Gesamtheit.

Florian: Ich spreche da einfach mal für alle Astronomen und Astronomen.

Florian: Wir wollen, wenn schon, einen ordentlichen Heiligen. Also dann bete ich halt

Florian: zum Sankt Dominik. Dann soll der das weiterleiten.

Florian: Und bitte hier den Papst oder wen auch immer inspirieren, da einen neuen Heiligen

Florian: zu suchen. Kann man von mir auch eine Castingshow draus machen.

Florian: Vielleicht hilft es dem Vatikan, dass er ein bisschen mehr Popularität kriegt.

Florian: Vatikan sucht den neuen Superheiligen oder sowas.

Florian: Aber Dominik geht nicht. Also da braucht es mehr dafür. Das Erste und das Zweite

Florian: ist, ich habe jetzt nebenbei auch schnell mal geschaut und eine Homepage,

Florian: also eine Seite gefunden von der Vatikansternwarte.

Florian: Die Vatikansternwarte hat einen Eintrag über Sankt Dominik.

Florian: wenn das mehr wissen muss, warum das der Schutzpatron der katholischen Kirche,

Florian: der Astronomie ist dann die Vatikansternwarte.

Florian: Die Vatikansternwarte schreibt, das ist nur ein ganz kurzer Absatz,

Florian: sie schreibt, Many sources state that St. Dominic is the patron saint of astronomy and astronomers.

Florian: We have been unable to ascertain how and when St. Dominic acquired the astronomical

Florian: patronage. We would be most grateful for information on the matter.

Florian: Also die wissen es auch nicht, warum der Kerl der Schutzpatron der Astronomie geworden ist.

Theresa: Ich glaube, so viele Gemeinsamkeiten, die wir dann doch gefunden haben zwischen

Theresa: Wissenschaft und Glauben, am Ende kann man schon oft sagen, das reicht uns nicht.

Florian: Genau.

Theresa: Mit den Quellenangaben und den Beweisen, die uns der Glaube liefert.

Theresa: Aber deswegen ist es ja der Glaube, gell?

Florian: Ja, eh.

Bjarne: Ich habe aber noch eine kleine Sache, weil es mir auch natürlich nicht gereicht

Bjarne: hat und ich euch noch irgendwie befriedigen wollte, nachgetragen.

Bjarne: Es gibt nämlich, ich habe ja schon gesagt, viele bekannte Dominikaner,

Bjarne: die auch viel für die Wissenschaft geleistet haben, einen Kardinal,

Bjarne: der auch von den Dominikanern kam, ein Kardinal von Schönberg.

Bjarne: Und dem wird zugesprochen, dass er derjenige war, der Kopernikus damals dazu

Bjarne: überredete, dass er seine Entdeckungen veröffentlichen soll.

Bjarne: Er hat ihn dazu ermutigt, obwohl das natürlich viele religiöse Bilder infrage

Bjarne: gestellt hat, dieses neue Weltbild.

Bjarne: Aber ja, es war ein Dominikaner, der uns das quasi ermöglicht hat,

Bjarne: dass Kopernikus damit an die Öffentlichkeit ging.

Florian: Das gab viele, müssen Dominikaner sein, es gab viele, viele Wissenschaftlerinnen

Florian: und Wissenschaftler, die gleichzeitig Bischöfe, Kardinäle, Mönche, sonst irgendwas waren.

Florian: Ich meine, selbst Charles Darwin hat Theologie studiert und hätte eigentlich,

Florian: Pastor werden sollen, aber dann hat er halt was anderes gemacht.

Florian: Le Maître, der als erster die Idee der modernen Urknalltheorie gehabt hat, der war auch Priester.

Florian: Also das schließt sich nicht aus, aber was sich ausschließt,

Florian: ist halt Religion als wissenschaftliche Argumentation. Aber trotzdem,

Florian: wir brauchen einen besseren Heiligen Gastronomie. Da lasse ich jetzt nicht ab davon.

Bjarne: Ich muss auch noch kurz dazu sagen, bevor ich hier die Dominikaner zu wissenschaftsfreundlich

Bjarne: darstelle, sie waren dann später

Bjarne: auch mit die Hauptankläger in dem Inquisitionsprozess bei Galileo Galilei.

Bjarne: Also vor allem das Thema Inquisition war absolut ein Dominikaner-Ding,

Bjarne: dass wirklich auch fremde Ideen einfach gewaltsam unterdrückt wurden.

Bjarne: Und das muss man glaube ich unbedingt auch nochmal dazu sagen,

Bjarne: dass es wie immer bei diesem Thema gute und schlechte Seiten gibt,

Bjarne: aber eben auch bei Dominikus selber.

Florian: Gut, dann akzeptieren wir einfach, dass wir einen völlig unwürdigen Schutzheiligen

Florian: haben in der Astronomie.

Florian: Ja, ich bin Astronom, das ist meine Einschätzung der Sache.

Theresa: Vernichtende Einschätzung, Florian.

Florian: Die Wege Gottes sind unergründlich, damit haben wir schon angefangen.

Florian: Der will eine Brücke haben, macht eine Sonnenfinsternis und er gibt uns einen

Florian: Schutzheiligen, der eigentlich gar keine Beziehung zur Astronomie hat,

Florian: aber wenn es Gott gibt, dann ist er so.

Florian: Dann haben wir jetzt die Frage geklärt, wer der Schutzheilige der Astronomie

Florian: ist und wir haben geklärt, dass wir den anderen brauchen. Warum Sankt Dominik

Florian: der Schutzpatron der Astronomie ist, wissen wir nicht. Das wird eine offene Frage bleiben, aber...

Florian: Nachdem unsere Sommerfolgen jetzt vorbei sind, haben wir auch wieder Zeit und

Florian: die Möglichkeit, Fragen zu beantworten.

Florian: Weil Ruth heute nicht dabei ist, habe ich mir gedacht, ich lasse die astronomischen

Florian: Fragen, die er uns zahlreich gestellt hat, noch in unserem Mail-Ordner liegen

Florian: bis zu den nächsten Folgen. Aber wir haben tatsächlich eine Frage bekommen,

Florian: die zum heutigen Thema passt.

Florian: Dirk hat uns diese Frage gestellt, schon im Jahr 2023. Aber ihr wisst ja,

Florian: bei uns kann es dauern, bis Fragen beantwortet werden.

Florian: Und Dirk hat uns Folgendes geschrieben. Man kann tief ins Universum schauen.

Florian: Aus Licht, Teilchen und inzwischen Gravitationswellen die Funktion von unglaublich

Florian: fernen Objekten bis in subatomare Details erklären und das Universum bis zu

Florian: seinem Anfang zurückverfolgen. Wo bleibt da noch Raum für Übernatürliches?

Florian: Wie stehen die astronomische Community, die Astronominnen und Astronomen zu Gott?

Florian: Ist im Universum noch Platz für Gott? Das wollte Dirk wissen und ich habe gedacht,

Florian: das ist eine gute Folge, um diese Frage zu beantworten.

Florian: Ich fange vielleicht mal mit euch beiden an, bevor ich da die Astronomie-Antwort gebe.

Florian: Was glaubt ihr beiden Ungläubigen, Bjarne und Theresa, ist im Universum Platz für Gott?

Theresa: Ich meine, wenn das Universum unendlich groß ist, dann ist sicher auch Platz

Theresa: für Gott. Ich glaube, das ist eine sehr, sehr persönliche Frage.

Theresa: Die kann man pauschal gar nicht beantworten.

Theresa: Na, also wenn du mich fragst, würde ich sagen, vorsichtig nein,

Theresa: sicher nicht, meiner Meinung nach, für den Gott, wie wir ihn kennen,

Theresa: wie er manchmal dargestellt und erklärt wird, nicht der Gott der menschlichen Religionen.

Theresa: Dass es dir irgendwas gibt, schließe ich persönlich nicht aus als Agnostikerin.

Theresa: Ich glaube nicht. Jane, was meinst du?

Bjarne: Ja, ich glaube, dass das einfach schon natürlich Glaube und Wissenschaft sich

Bjarne: ausschließen, weil das völlig verschiedene Handwerke sind oder Denkmuster.

Bjarne: Also genau deshalb kann beides natürlich auch parallel zueinander existieren

Bjarne: und sich nicht gegenseitig wegbeweisen.

Bjarne: Und dementsprechend sollten sich diese Welten vielleicht nicht vermischen in

Bjarne: dem Fall, obwohl wir natürlich gesehen haben, dass viele Leute auch beides unter

Bjarne: einen Hut bringen konnten.

Bjarne: Die größten Köpfe der Geschichte teilweise, die auch an Gott geglaubt haben

Bjarne: und die wissenschaftlichen Mysterien gelüftet haben. Und wenn die das können, dann warum nicht?

Bjarne: Ich selber glaube nicht an Gott, wie man vielleicht auch schon gehört hat.

Bjarne: Aber ich will natürlich auch niemandem sein Glauben madig machen.

Florian: Ich kenne Astronominnen und Astronomen, die durchaus an einen Gott in welcher

Florian: Form auch immer glauben. Ich kenne welche, die gläubige Katholiken,

Florian: Evangelen, sonst irgendwas sind.

Florian: Ich kenne mehr, die atheistisch sind und nicht an Gott glauben.

Florian: Also das ist was Persönliches. Einfacher zu beantworten ist die Frage,

Florian: ist im Universum noch Platz für Gott? Weil damit ist ja implizit gemeint,

Florian: gibt es im Universum irgendwo noch Bereiche in unserer Vorstellung,

Florian: in unserem Wissen über den Kosmos, gibt es da noch Ecken?

Florian: Wo Gott stattfinden könnte. Weil ganz früher hat man ja auch gesagt,

Florian: okay, ja, Gewitter, Blitz, Donner, na ja, klar, das sind die Götter,

Florian: die sich da gerade streiten oder die Zweischleuder, Blitze oder Toa,

Florian: seinen Hammer oder was auch immer.

Florian: Da war sehr viel Platz für die Götter. Mittlerweile wissen wir ganz genau,

Florian: wie Blitz und Donner entstehen und da ist überhaupt kein Platz für Gott mehr.

Florian: Und so ist es in der Wissenschaft und im Laufe der Zeit ja immer weitergelaufen.

Florian: Die Bereiche, die wir nicht verstanden haben, sind immer kleiner geworden und

Florian: damit auch die Bereiche, wo man Gott noch unterbringen hätte können.

Florian: Natürlich kann man sagen, wir wissen trotz allem Wissen, das wir haben,

Florian: sehr, sehr viel, aber immer noch nicht alles über das Universum.

Florian: Niemand behauptet, wir wüssten alles. Niemand behauptet, wir können alles wissen.

Florian: Also es gibt immer noch sehr viele Dinge, die wir nicht wissen, aber nichts davon ist,

Florian: Unwissen von der Art, wo wir sagen,

Florian: da passt jetzt nur irgendwie noch eine übernatürliche Erklärung rein.

Florian: Ja, wir haben zum Beispiel keine Ahnung, was dunkle Materie ist oder was dunkle

Florian: Energie ist, haben wir in diesem Podcast ja schon oft genug besprochen,

Florian: aber wir haben jede Menge plausibler Hypothesen, wir haben Wege,

Florian: wie wir diese Hypothesen überprüfen können und es.

Florian: Käme jetzt niemand auf die Idee zu sagen, naja, vielleicht ist es das Wirken

Florian: Gottes, das wir als dunkle Energie kennen. Ja, kann man auch ins Feld führen.

Florian: Das Problem, das man hat, wenn man das macht, ist, dass es keine wirkliche Erklärung ist.

Florian: Das beste Beispiel dafür ist der Urknall selbst, die Entstehung des gesamten Universums.

Florian: Wir können das Universum sehr, sehr gut beschreiben. Unmittelbar nach seiner

Florian: Entstehung fast haben wir sehr, sehr gute Vorstellungen, wie alles so gelaufen

Florian: ist, dass es am Ende so aussieht wie jetzt.

Florian: Aber wir haben natürlich keine Ahnung, warum das alles stattgefunden hat oder

Florian: was davor stattgefunden hat.

Florian: Das sind Fragen, die auch teilweise kausal, philosophisch überhaupt keinen Sinn

Florian: machen und nicht beantwortbar sind.

Florian: Das heißt, wir wissen schlicht und einfach nicht, auch wenn wir dazu auch Hypothesen

Florian: haben. Aber die Frage selbst, was war die Ursache für den Urknall zum Beispiel,

Florian: die ist aktuell unbeantwortbar.

Florian: Vielleicht ist sie für immer unbeantwortbar. Und ich kenne durchaus einige Menschen,

Florian: die sagen, naja, das ist genau der Platz für Gott. Da ist er.

Florian: Gott ist der, der alles angestoßen hat.

Florian: Und dann sage ich, ja, kann sein. Ich kann es nicht widerlegen.

Florian: Es kann sein, wenn man an Gott glaubt, kann das genau das sein,

Florian: aber man hat damit nichts erklärt. Man hat nichts erklärt damit,

Florian: weil Gott, in welcher Form auch immer man sich dieses Wesen vorstellt.

Florian: Muss was sehr, sehr Komplexes sein. Und man muss vor allem sehr,

Florian: sehr komplex sein, wenn man sowas Kompliziertes wie ein ganzes Universum in

Florian: die Existenz rufen will.

Florian: Das heißt, ich muss die Existenz von etwas absurd Komplexen,

Florian: nämlich einem Gott, einfach so postulieren und als Erklärung für die Existenz

Florian: etwas sehr Komplexes wie dem Universum anführen und kann dann eigentlich den

Florian: einen komplexen Fall gleich weglassen.

Florian: Weil es macht überhaupt keinen Unterschied, wenn ich sage, wir wissen nicht,

Florian: was vom Universum da war, vielleicht war das immer schon da,

Florian: vielleicht war es nie, wir lassen das einfach mal offen die Frage.

Florian: Da brauche ich keinen Gott davor, weil ich kann ja gar nicht so gut fragen,

Florian: naja, von mir aus war da halt Gott und hat den Urknall gemacht, aber wo kommt Gott her?

Florian: Ja, das ist dieselbe Frage, nur eine Stufe weiter hinten.

Florian: Und da haben die religiösen Leute dann meistens keine Bedenken zu sagen,

Florian: naja, Gott ist ewig, Gott war immer schon da.

Florian: Aber das ist genau die gleiche Situation, wie wenn ich jetzt sagen würde,

Florian: ja, Urknall, Universum, das war halt einfach da, fertig.

Florian: Ich ersetze etwas, was sehr komplex ist, durch etwas anderes,

Florian: was sehr komplex ist. Gott ist nie eine gute Erklärung für irgendwas Wissenschaftliches.

Florian: Insofern ist im Universum kein Platz für Gott, um eine sehr lange Antwort jetzt zum Ende zu bringen.

Bjarne: Sehr interessant. Darüber muss ich nochmal nachdenken. Aber ja, okay, spannend.

Florian: Ja, mal schauen. Also wie gesagt, ich weiß, wir haben theologisch interessierte

Florian: Hörerschaft und ihr könnt uns gerne dazu etwas schreiben, wenn ihr das anders seht.

Florian: Damit es jetzt nicht ganz so anstrengend wird, wir haben ja jetzt wirklich sehr

Florian: viel über Religion und Philosophie gesprochen, Kommt jetzt Evi und rettet uns,

Florian: denn wir haben natürlich auch in dieser Folge, wo es um Religion und Heilige

Florian: und die Kirche geht, einen Science-Fiction-Teil.

Florian: Evi hat sich einen Film rausgesucht. Sie hat einen passenden Film gefunden für

Florian: dieses Thema und welcher Film es ist. Das werden wir hören, wenn sie hier ist. Hallo Evi.

Evi: Hallo.

Florian: Wir hatten ja durchaus schon Science-Fiction-artige Geschichten besprochen bis

Florian: jetzt. Also wir hatten eine Himmelsschlacht, von der Theresa erzählt hat,

Florian: die ja als frühes mittelalterliches UFO-Gefecht am Himmel von Nürnberg interpretiert werden kann.

Evi: Ach, was ich wieder verpasst habe.

Florian: Wir hatten ein Marienwunder, was wie mir jetzt einfällt, auch wunderbar erklärt

Florian: werden könnte durch Außerirdische, so wie in Die drei Sonnen der Serie,

Florian: wo ja die Aliens den Himmel der Erde quasi umgestaltet haben.

Florian: Also wir hatten schon viel Religion und Science-Fiction, aber du hast den absolut

Florian: passenden Film für das Crossover zwischen Das Universum und Sankt Podcast mitgebracht.

Evi: Jetzt weiß ich nicht, ob ich das toppen kann mit dem, was du mir da jetzt gerade erzählt hast.

Florian: Ich weiß zumindest, dass Bjarne eine Affinität zu Filmen und Serien hat.

Florian: Möchtest du dich vielleicht am Raten versuchen, welcher Film es sein könnte?

Bjarne: Boah, da stehe ich jetzt wirklich gerade auf dem Schlauch, welcher Film das

Bjarne: alles zusammenbringt. Ich bin sehr gespannt auf jeden Fall.

Theresa: Ja, und das kann jetzt nur wieder nach oben gehen, nachdem Bjarne ja wirklich

Theresa: wunderbar erzählt hat, wer der Schutzheilige der Astronomie ist,

Theresa: aber Florian hat das nicht akzeptiert.

Theresa: Florian hat gesagt, nein.

Florian: Der ist unwürdig, der Dominik. Wir brauchen einen anderen. Aber da sind wir

Florian: eigentlich schon fast am Thema, andere Heilige.

Evi: Ja, das ist ein guter Hint gewesen mit den Heiligen. Der Film,

Evi: den ich nämlich mitgebracht habe, heißt auch The Saint.

Florian: The Saint, genau.

Evi: Ja, ich weiß nicht, kennt ihr den? Ich weiß jetzt nicht, zu welcher Generation ihr gehört.

Florian: Ja, eine unter uns. Also Bjarne hat vorhin am Anfang erzählt,

Florian: ich habe es damals nicht erwähnt, weil es deprimierend ist, aber er hat erzählt,

Florian: die Sonnenfinsternis von 1999 war eine seiner schönsten Kindheitserinnerungen.

Florian: Ich war da, glaube ich, im vierten Semester, wie es stattgefunden hat. Ja, nur zur Einordnung.

Evi: Ja, wir gehen jetzt einfach weiter zum Film. Der Film ist nämlich von 1997,

Evi: also sogar zwei Jahre vor der Sonnefinsternis von 99.

Florian: Der ist FSK 12. Hättet ihr ihn 1997 legal im Kino sehen dürfen, Theresa und Piane?

Theresa: Da war ich eins.

Evi: Florian, du solltest nicht solche Fragen stellen, wenn dann solche Antworten kommen, Titi.

Florian: Ja, ich soll keine so jungen Leute einladen im Podcast. Oder so, genau.

Evi: Ein vieles euren Baby-Tagen dann sozusagen. Aber die Schauspieler sagen euch vielleicht etwas.

Evi: Die Hauptrolle spielt Will Kilmer und die weibliche Hauptrolle,

Evi: Elisabeth Schuh, die ist bekannt als Back to the Future, also Zurück in die Zukunft.

Evi: Auch wenn es vor eurer Zeit war, ist es euch vielleicht auch ein Begriff.

Evi: The Sand wird noch älteren Leuten als wir, es sind Florian, etwas sagen.

Evi: Weil The Sand war im deutschsprachigen Raum als Simon Templer sehr bekannt.

Evi: Also da hat es Grimmis gegeben, Bücher und ich glaube in den 60er,

Evi: 70er Jahren eine Serie dazu mit Roger Moore.

Evi: Unsere Elterngeneration, die haben sich das sehr gerne angesehen. Die sind da abgefahren.

Evi: Warum The Sand heißt in dem Film? Ja, wir müssen kurz darauf eingehen,

Evi: worum es in dem Film geht.

Florian: Das wäre praktisch, ja.

Evi: Das soll ich natürlich erzählen. Also, Will Kilmer spielt einen weisen Jungen.

Evi: Man taucht immer unter verschiedenen alten Egos auf. Der deutsche Titel,

Evi: Titelzusatz, die sind ja immer sehr vielsagend, ist nämlich der Mann ohne Namen,

Evi: weil eben er eigentlich keinen Namen hat. Also er tut sich immer verschiedene

Evi: Identitäten ausdenken und gibt sich immer die Namen von Heiligen.

Evi: Also er ist ein Meistertipp und Verkleidungskünstler. Wir sind ja eben Mitte,

Evi: Ende der 90er Jahre und natürlich wird er von seinem russischen Oligarchen beauftragt,

Evi: von einer Wissenschaftlerin, Emma Russell, nämlich die Formel für die kalte

Evi: Fusion zu stehlen, weil er da irgendwie die Macht in Russland übernehmen möchte.

Evi: Da kommt jetzt auch schon die Science rein. Es geht darum, dass in dem Film

Evi: die kalte Fusion schon so weit erforscht, entdeckt wurde, dass sie auch funktioniert.

Evi: Das heißt, das wäre natürlich revolutionär jetzt in der Energieversorgung.

Evi: Das heißt eben für diesen russischen Oligarchen, so kann er dann die Macht an sich reißen.

Evi: In weiterer Folge kommt es dann eben auch zu einem Staatsstreich.

Evi: Es ist dann am Anfang auch, dass die Formel nicht funktioniert.

Evi: Und ja, funktioniert sie natürlich doch. Und Energiekrise gelöst und alles Mögliche.

Evi: Aber es ist ein klassischer Actionfilm, ein amerikanischer Actionfilm,

Evi: wie man ihn kennt. Und ich habe ihn damals als Jugendliche gesehen.

Evi: Das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mir jetzt nochmal angesehen,

Evi: er ist schon ziemlich aus der Zeit gefallen. Seine Rollen sind ziemlich peinlich heute.

Florian: Ich habe den Film gesehen im Kino, wie er ins Kino kam.

Florian: Ich kann mich auch erinnern, dass ich den ganz interessant fand,

Florian: diese Geschichte mit den Heiligen. Das haben sie in dem Film nur ganz,

Florian: ganz kurz am Anfang erwähnt, dass er in einem Waisenhaus aufgewachsen ist,

Florian: von irgendwelchen katholischen oder sonst irgendwas, so ein kirchliches Waisenhaus.

Florian: Und da haben alle Kinder Namen von Heiligen bekommen. Er nennt sich immer nach

Florian: Heiligen, aber er will auch die Formel für die Kernfusion, für die kalte Fusion klauen.

Florian: Das heißt, du musst mal kurz erklären für alle, die es nicht wissen,

Florian: was ist kalte Fusion und warum will man die klauen?

Evi: Die heiße Fusion oder normale Kernfusion, die kennen wir insofern,

Evi: als dass das ja in der Sonne ständig stattfindet, wo dann eben zum Beispiel

Evi: Helium entsteht. Das heißt, dieses heiße, dichte Plasma, das heißt,

Evi: wir brauchen da wirklich einen hohen Druck, hohe Temperaturen.

Evi: Deswegen können wir ja heute auch Fusion nicht selber quasi herstellen.

Evi: Also das ist ja das, was ja immer wieder auch diese Fusionsreakteuren,

Evi: dass wir das machen können und so, dass wir so Energie erzeugen können.

Evi: Das ist ja leider noch immer Science-Fiction.

Evi: Und die Kaltdiffusion wäre jetzt insofern halt die Lösung.

Evi: Dass kalt bedeutet, dass sie mehr oder weniger bei Zimmertemperatur vonstatten

Evi: gehen soll, wäre super, aber ist nicht wirklich realisierbar.

Evi: Aber es steckt wahre Wissenschaft dahinter. Also es gibt auch,

Evi: Kaltdiffusion wird tatsächlich auch erforscht, auch wenn es ein sehr kleines Forschungsfeld ist.

Evi: Also es ist auch ein bisschen umstritten, weil man hat das natürlich eben untersucht

Evi: und angesehen und es erscheint jetzt halt nichts, als ob wir da schnell zu einem

Evi: Ergebnis kommen, in dem Sinne, dass man es jetzt wirtschaftlich brauchen kann.

Evi: Aber interessanterweise, sie stellt ganz kurz die kalte Fusion auch im Film

Evi: vor, wobei der Film hier auch so schlau ist, da nicht zu sehr darauf einzugehen.

Evi: Und sie bezieht sich da tatsächlich auf zwei Chemiker, die 1989 die kalte Fusion

Evi: vorgestellt haben, Stanley Pons und Martin Fleischmann. Also die gibt es wirklich.

Evi: Wobei das jetzt auch wieder so etwas, wo ich nicht weiß, warum die berühmt sind,

Evi: weil die haben das irgendwie im März...

Florian: Ich schon.

Evi: Naja, die haben das im März 1989 vorgestellt. Sie konnten ihr Experiment nicht mehr wiederholen.

Evi: Im Mai 89 ist es schon mehr oder weniger widerlegt worden. Also weiß ich nicht,

Evi: warum wir noch darüber sprechen.

Florian: Naja, das ist so ein Ding, das wieder einerseits mit Hoffnung,

Florian: mit Glaube, wo wir beim Thema sind, zu tun hat und mit Medien.

Florian: Also du hast ja schon gesagt, wir arbeiten schon lange an der Kernfusion in großen Reaktoren.

Florian: Das funktioniert auch. Also wir haben schon diverseste erfolgreiche Experimente

Florian: gemacht, wo wir wirklich so in dem heißen, gewaltig heißen Plasma Kernfusion gemacht haben.

Florian: Aber wir sind noch weit davon entfernt, das wirtschaftlich sinnvoll zu machen,

Florian: weil wir wollen ja nicht einfach nur Kernfusion machen, wir wollen es ja aus

Florian: Stromerzeugungsgründen machen.

Florian: Und wirtschaftlich läuft es doch lange nicht. Du hast auch gesagt,

Florian: Kernfusion geht auch anders.

Florian: Also man kann auch einfach im Labor, in den Laborglasatome zum Fusionieren bringen.

Florian: Das hat man, glaube ich, schon Anfang des 20. Jahrhunderts gemacht.

Florian: Einfach irgendwie vereinfacht gesagt, irgendwas zusammengemischt,

Florian: dann sind die Dinger da fusioniert. Aber auch da muss es wirtschaftlich funktionieren.

Florian: Und diese beiden Fleischmann und Pons, die das vorgestellt haben,

Florian: die haben halt genau das gesagt. Die haben gesagt, ja, wir haben jetzt geschafft,

Florian: ich glaube, mit irgendwelchen Kathoden.

Evi: Elektrolyten und so weiter.

Florian: Ja, ja, Palladium-Elektrolyten war das, ja. Genau, an dieser Oberfläche kommen

Florian: die Atome viel näher zusammen und dann können die fusionieren,

Florian: was wissenschaftlich durchaus plausibel ist.

Florian: Bei uns funktioniert das und es ist in den Medien extrem stark produziert worden,

Florian: weil natürlich es super wäre, wenn das so ist. Ich meine, wir waren da immer

Florian: noch in den letzten Phasen des Kalten Kriegs.

Florian: Wer da Kernfusion auf diese Art, wirklich kalte Fusion, die leicht durchführbar

Florian: ist, hinkriegt, das wäre dramatisch gewesen, eine dramatische Energiequelle.

Florian: Die haben das auf einer Pressekonferenz vorgestellt, das kam noch dazu,

Florian: die haben jetzt einfach ein wissenschaftliches Paper veröffentlicht und wenn

Florian: das so gewesen wäre, dann hätten das die Expertinnen und Experten gelesen und

Florian: die hätten dann festgestellt, ist ein Blödsinn und dann wäre es weg gewesen.

Florian: Aber die haben ja gleich eine Pressekonferenz gemacht. Und wenn du das der Presse

Florian: erzählst, wir haben jetzt kalte Fusion, die macht kein Peer-Review.

Florian: Die verbreitet das und dann war das halt überall in der Öffentlichkeit.

Florian: Und das hat halt dann ein bisschen gedauert, bis die Wissenschaft gezeigt hat,

Florian: das funktioniert so nicht, wie sie es sich gedacht haben.

Florian: Aber in der Öffentlichkeit ist es halt geblieben.

Florian: Und da findest du immer noch in den diversen esoterischen Ecken des Internets,

Florian: bei den Verschwörungstheoretikern und so weiter,

Florian: glauben da immer noch dran, dass diese kalte Fusion genauso funktioniert,

Florian: bis die beiden damals gesagt haben, dass das alles unterdrückt worden ist und

Florian: dass in Wahrheit das eh funktioniert und du, wenn du hier dieses Dings zambastelst

Florian: und der, der in seinen Keller was gebastelt hat, das funktioniert alles noch.

Florian: Also, weil das halt damals über den Umweg der Pressekonferenz den Peer Review

Florian: umgangen hat und deswegen in der Öffentlichkeit gelandet ist und seitdem nicht mehr weggeht.

Florian: Also wundere mich nicht, dass es dann auch in dem Film aufgegriffen hat und

Florian: es würde mich nicht mal wundern, wenn dieser Film nochmal extra dazu geführt

Florian: hat, dass diese Idee der kalten Fusion länger überlebt hat, als sie es eigentlich hätte sollen.

Evi: Ja, das kann schon gut sein. Es ist interessant, es kommen ja in dem Film ja

Evi: auch mathematische Formeln vor und eben diese Gleichungen, das passt ja alles auf ein Post-it.

Evi: Ich habe da auch noch ein bisschen nachrecherchiert. Das ist jetzt nicht ganz

Evi: aus dem Himmel oder sowas gefallen, sondern sie dürften sich da tatsächlich

Evi: auf diese Fusionsforschung bezogen haben und da unterstützt worden sein und

Evi: da so Stückchen von dem da veröffentlicht haben.

Evi: Aber ich habe es jetzt nicht ganz genau untersucht, aber das dürfte jetzt nicht

Evi: ganz herbeigezogen gewesen sein.

Evi: Aber ja, es ist dann immer wieder aufgegriffen worden. Man spricht übrigens,

Evi: also falls ich mal angeben wollte, also weil eben kalte Fusion ja mittlerweile

Evi: vielleicht auch ein bisschen, hat ein Geschmäckler, wie man so schön sagt, spricht man von der

Evi: LEN, ich weiß jetzt nicht, wie man es ausspricht, LEN-Forschung, also L-E-N-R,

Evi: weil es dann natürlich more sophisticated klingt,

Evi: mit Low Energy Nuclear Reactions.

Evi: Und das ist eben nach wie vor durchaus auch ein Forschungsthema,

Evi: was auch vom Energieministerium zum Beispiel von den Vereinigten Staaten auch

Evi: immer noch wieder unterstützt wird, finanziert wird.

Evi: Also es passieren schon Sachen und Untersuchungen und Forschungen,

Evi: aber wie gesagt, das ist jetzt nicht etwas, wo die große Hoffnung reingesetzt

Evi: wird, würde ich jetzt mal sagen.

Florian: Aber ich kann in die Shownotes, Theresa Piane, ihr müsst euch das dann auch

Florian: anschauen, den YouTube-Ausschnitt geben, der Szene, wo Val Kilmer in seiner

Florian: Verkleidung als welcher

Florian: Saint, weiß ich gerade nicht, wo er der Wissenschaftlerin quasi auflauert, um sie zu verführen.

Florian: damit er an ihre Formel kommt, die sie gegen ihren BH versteckt,

Florian: wie Wissenschaftlerinnen das so tun mit wichtigen, revolutionierenden Formeln.

Florian: Beim Denkmal von Shelley, wie heißt der Dichter?

Theresa: Percy, Percy, Shelley.

Florian: Genau, bei dem irgendwie so ein Denkmal, weil sie auf denen steht und seine

Florian: Persona, als die er sich da gerade wieder verkleidet hat, ist so der Dichter, der Langhaarige, der….

Evi: Der sensible Philosoph und so, ja.

Florian: Genau, und dann baggert er sie an. Also das ist wirklich etwas,

Florian: da kann einem jegliche Lust auf Kino vergehen, wenn man sich das anschaut.

Florian: Aber ich tue den Aufschritt in die Show Notes, damit ihr das auch genießen könnt.

Bjarne: Das klingt absolut wild.

Theresa: Ich habe jetzt auch kurz einmal gegoogelt.

Theresa: um zu schauen, ob wir vielleicht einen der Heiligen kennen, deren Namen er da klaut.

Theresa: Und tatsächlich, also er kommt

Theresa: aus Vel'Kilma als Charakter, kommt aus dem Sankt Ignatius Weißenhaus.

Theresa: Und er nennt sich Thomas Morbus. Beides Heilige, zu dem wir tatsächlich folgen haben.

Evi: Also Thomas Morbus, so stellt er sich hier vor.

Theresa: War das sehr interessante Heilige.

Bjarne: Ich würde ihn tatsächlich ganz gerne jetzt sehen, weil es wäre auch mal wieder

Bjarne: schön, einfach Ray Kilmer in echt zu sehen, weil er ist jetzt letztlich oder

Bjarne: zuletzt so als AI-Version aufgetaucht, was sehr, sehr traurig war zu sehen.

Florian: Stimmt, der Mann ist schon tot.

Evi: Ja, weil er ist kürzlich verstorben, ja.

Florian: Letztes Jahr, kann ich nicht mitbekommen. Oder vielleicht mitbekommen,

Florian: aber wieder vergessen. Ja, okay, der ist tot. Ja, dann muss man sich nochmal

Florian: anschauen, weil dann macht er nichts Neues mehr.

Bjarne: Er macht eben noch neue Sachen als KI-Version. Das ist das Gruselige.

Bjarne: Der hat da irgendwie seine Rechte aus Versehen überschrieben oder mit Absicht.

Bjarne: Und ja, es sieht ganz furchtbar aus.

Evi: Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht war, weil er noch in einer Filmproduktion

Evi: war und ich glaube, das ging da auch um die Fertigstellung des Films oder so.

Evi: Ich glaube, da bin ich mir jetzt nicht sicher.

Florian: Wie viele Oscars hat The Saint bekommen?

Bjarne: Alle.

Evi: Ja, genau. Kommerziell war er ein Erfolg, aber er ist jetzt halt nicht ganz

Evi: so der Burner, war er jetzt nicht, wie man so schön sagt.

Florian: Ich habe gerade geschaut, TV Today sagt, die dümmste Story des Kinojahres.

Florian: Na schau, ist doch auch ein Superlativ.

Evi: Ja. Wenn er dann mit so Akzent spricht und sich dann halt so Klischee-Rollen

Evi: überlegt, das ist schon ein bisschen Peinlich auch, ja. Also gerade wenn er

Evi: diesen Künstler spielt, das kann man fast nicht anschauen heute.

Florian: Hätte er vielleicht für die Kernfusion zum Schutzheiligen der Physik beten sollen,

Florian: aber ich glaube, so einen gibt es nicht, oder? Ich glaube, wir haben,

Florian: ich habe das in mir auch geschaut, es gibt keinen Schutzheiligen der Physik.

Florian: Ich meine, gut, der für die Astronomie, wie wir festgestellt haben,

Florian: ist auch nicht sonderlich.

Florian: Toll, aber Physik hat gar nicht mal einen bekommen. Dann muss er zum Albertus

Florian: Magnus beten, Schutzpatron der Naturwissenschaft.

Theresa: Oder zur Hildegard von Bingen, die ist auch die Schutzpatronin der Naturwissenschaft.

Florian: Genau, genau, das haben wir auch schon festgestellt, dass die auch dabei ist.

Florian: Und die hat er zumindest auch gern rumgemischt, ihre Kräuter-Elixiere,

Florian: was ja auch quasi dann...

Florian: Chemie ist und damit Kernfusion. Dann hätte er zu Hildegard von Bingham beten

Florian: müssen, dann hätte es vielleicht geklappt mit der Kernfusion.

Evi: Naja, im Film klappt es ja dann nicht zum Schluss mit der kalten Fusion.

Evi: Also so viel sei gespoilert.

Theresa: Hildegard, sei Dank. Aber ich habe schon Lust. Also ich habe schon Lust gekriegt.

Evi: Also wie gesagt, man kann es sich schon anschauen, es ist halt klassisch das

Evi: Actionkino. Man muss halt auch denken, dass er wirklich aus den 90ern noch ist.

Evi: Das heißt, man hat halt noch wirklich diese klassischen Bösewichte auch.

Evi: Die halt wirklich, dieses Schwarz-Weiß natürlich noch und ein bisschen diesen

Evi: Ostblock-Dings Das merkt man halt auch noch sehr stark.

Florian: Ja gut, aber dass russische Oligarchen böse sind, das war jetzt kein Phänomen

Florian: der 90er Jahre. Wer den Film sehen will, wo ist er zu sehen? Kriegt man ihn leicht?

Evi: Ja, er ist aktuell auf Amazon Prime. Ich glaube aber in irgendeinem von diesen

Evi: speziellen Kanälen Paramount oder irgend sowas. Da kann man ihn sich in der

Evi: Flatrate anschauen. Und ansonsten ja, also durchaus noch erhältlich.

Florian: Okay, na dann schaut ihn euch an und gebt uns gerne Hinweise,

Florian: wenn ihr andere Filme über Heilige,

Florian: und Wissenschaft Science-Fiction kennt. Ich meine, eigentlich,

Florian: da frage ich mich, warum das noch keiner gemacht hat, oder wahrscheinlich hat

Florian: es ja schon wer gemacht und ich habe es noch nicht mitbekommen,

Florian: aber eigentlich wären die Heiligen ja ideal geeignet für Actionfilme aller Art.

Florian: Ich meine, so etwas wie das Marvel Cinematic Universe kriegst du ja mit den

Florian: Heiligen locker in der zehnfachen Umfang hin.

Theresa: Boah, das würde ich mir anschauen.

Bjarne: Absolut, ja.

Theresa: Auf jeden Fall.

Florian: Für ein heiliges Superhelden-Team, das durch die Welt zieht,

Florian: kannst eine Staffel nach der anderen machen für jedes Jahrhundert,

Florian: eine eigene Heiligen-Liga, müsste eigentlich locker gehen.

Bjarne: Scorsese ist ja ein bisschen besessen von dem Thema auch. Also er hat tatsächlich

Bjarne: auch eine Dokuserie dazu gestartet, aber nach uns, will ich dazu nur sagen. Wir waren zuerst.

Bjarne: Und der verfirbt auch die ganzen Heiligenlegenden. Vielleicht macht er das ja

Bjarne: dann irgendwann, das Avengers-Universe der Heiligen.

Evi: Dann redet's mal mit ihm.

Florian: Wahrscheinlich gibt es irgendwelche grauenhaften, so christlichen Fundamentalisten,

Florian: die solche Filme gemacht haben. Aber ich hätte es halt gerne in lustig.

Theresa: Ja, das ist halt das Thema. Dann müsste man möglicherweise die Heiligen ein

Theresa: bisschen so von dem christlichen Grundgedanken loslösen, damit man wirklich

Theresa: was Lustiges draus machen kann, wenn ich es mal so frech sagen darf.

Florian: Ja, und dann kriegt man wieder irgendwie einen Kirchenbann und wird von irgendwelchen

Florian: Fundamentalisten genervt und so weiter.

Theresa: Genau, deswegen hat es vermutlich noch keiner gemacht. Lohnt sich nicht.

Florian: Na gut, ich mache ja keinen Film, aber Evi, vielleicht musst du mit deinem Podcast-Partner

Florian: Peter, der Drehbücher schreibt, mal reden, dass der das in die Hand nimmt.

Evi: Okay, ich werde es ihm weiterleiten. Ich weiß nicht, wie er dazu steht,

Evi: aber mal schauen. Kann sein, dass es ein Horrorfilm dann wird.

Florian: Ja gut, da gibt es mit den Heiligen aber auch mehr als genug Material.

Florian: Ja, wunderbar. Dann haben wir einen schönen, wir haben einen Film mit Heiligen und Science Fiction.

Florian: Zumindest in der Welt von World Kilmer hat die Kernfusion funktioniert.

Florian: Bei uns dauert es noch ein bisschen. Aber was nicht mehr dauert, ist der Herbst.

Florian: Der kommt jetzt nämlich bald. Und wenn der Herbst kommt, dann kommen auch wieder die Veranstaltungen.

Florian: Wir sind jetzt bei dem Teil des Podcasts angelangt, in dem wir wieder ankündigen,

Florian: wo man uns sehen kann. Und ich frage gleich mal unsere beiden Gäste.

Florian: Piane, Theresa, tretet ihr irgendwo öffentlich auf und macht euch über Heilige lustig?

Theresa: Schon, aber bisher werden wir nicht dafür bezahlt und eigentlich eher dann von

Theresa: der Polizei vertrieben.

Florian: Und ich muss mich auch gleich entschuldigen, also in eurem Podcast macht ihr

Florian: euch ja nicht über Heilige lustig, sondern ihr erzählt unterhaltsam das Leben der Heiligen.

Florian: Also nicht, dass jemand glaubt, das ist ein Blasphemie-Podcast,

Florian: ist es nicht, aber ihr habt keine irgendwie gearteten öffentlichen Auftritte,

Florian: die ihr da gerne bewerben wollt oder sonst irgendwas.

Theresa: Also die Witze schreiben sich manchmal einfach von selbst, auch wenn wir natürlich

Theresa: versuchen, das Thema respektvoll zu behandeln. Es geht manchmal nicht anders.

Florian: Dann empfehle ich einfach allen Hörerinnen und Hörern euren Podcast,

Florian: Sankt Podcast. Hört ihn euch an. Er ist wirklich sehr, sehr unterhaltsam und gut.

Florian: Und wer gerne uns sehen möchte, das Universum, wir werden am 21.

Florian: September wieder im Radiokulturhaus in Wien sein und einen Live-Podcast aufzeichnen,

Florian: so wie wir es in diesem Jahr schon zweimal gemacht haben.

Florian: Werden wir es auch noch zweimal machen, am 21. September und am 16.

Florian: Dezember, aber am 21. September das nächste Mal.

Florian: Karten gibt es dafür beim Radiokulturhaus oder auf dem Link in unseren Shownotes.

Florian: 12 Euro kostet das Ticket, glaube ich. Und es gibt nur 60 Plätze insgesamt.

Florian: Also seid flott, wenn ihr sehen wollt, wie wir live da sitzen und was über Astronomie

Florian: erzählen und eure Fragen beantworten.

Florian: Ansonsten gibt es die üblichen Dinge, aber es gibt ein unübliches Ding.

Florian: Ich werde wieder mal einen Vortrag halten. Also keine Podcast-Show,

Florian: keine Science-Buster-Show, sondern einfach ganz klassisch, ich stehe irgendwo und erzähle was.

Florian: Und in dem Fall erzähle ich was über mein Buch, die Farben des Universums.

Florian: Und das werde ich tun am 1. Oktober in Jena im Rahmen des Sternenlesefestivals im Planetarium.

Florian: 1. Oktober in Jena. Könnt ihr gerne kommen. Ticketinfos auch in den Show Notes.

Florian: Wie gesagt, es gibt im Herbst wieder Sciencebuster-Live-Shows,

Florian: es gibt Sternengeschichten-Live-Shows.

Florian: Mit den Sciencebusters sind wir auch wieder mal in Deutschland am 23.

Florian: September schon in Puchheim, was, wenn ich mich richtig erinnere,

Florian: irgendwo in Bayern ist, und am 24.

Florian: September in München. Und im Oktober mache ich mich auf den Weg nach Deutschland,

Florian: um dort Sternengeschichten-Live wieder aufzuführen.

Florian: Kommt bitte sehr, sehr gerne am 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, nach Lübeck.

Florian: Da gibt es noch viele Tickets, die übrig sind und kommt ebenso gerne am 23.10.

Florian: nach Fürth. Nicht wundern, wenn ihr auf der Homepage der Location nachschaut,

Florian: da steht, dass das ausverkauft ist. Ist es aber gar nicht. Es ist alles andere als ausverkauft.

Florian: Es gibt noch einen ganzen Schwung Tickets, aber unter dem Link in den Shownotes

Florian: kommt ihr dahin, wo ihr die Tickets auch wirklich kaufen könnt.

Florian: Und dann sind Rud und ich nochmal unterwegs. Am 20. Oktober führen wir das Universum

Florian: unserer Bühnenshow in Wiener Neustadt auf.

Florian: bei freiem Eintritt, 20. Oktober, das Universum live in Wiener Neustadt,

Florian: die vorerst letzte Live-Show von uns.

Florian: Also es wird noch weitere geben, aber wir haben aktuell nichts geplant und alle

Florian: anderen Infos und Termine gibt es in den Shownotes. Da steht auch was über das

Florian: Buch von Evi, über das Buch von Ruth, über das Buch von mir.

Florian: Mein neues Buch, das im Oktober erscheint, steht nicht drin,

Florian: aber da reden wir nochmal extra.

Florian: Evi, hast du noch was anzukündigen?

Evi: Nein, nicht, dass ich jetzt wüsste, außer ich habe es vergessen,

Evi: aber dann habe ich sie vergessen.

Florian: Gut, dann kündigen wir auch hier an, dass die Leute sich deinen Podcast Cosmic

Florian: Latte anhören sollen und euer Buch Cosmic Latte auf einem Kaffee im All kaufen sollen.

Florian: Und damit haben wir dann auch den

Florian: Ankündigungsteil erledigt und kommen zum abschließenden Verkündigungsteil.

Florian: Wir verkündigen, dass man uns Fragen unter fragen.at das Universum schicken kann.

Florian: Man kann uns Nachrichten allgemeiner Art an hello.at das Universum.at schicken.

Florian: Und man kann uns auch unterstützen per PayPal, per Patreon und per Steady.

Florian: Und jetzt käme eigentlich der Teil, wo wir uns bedanken für diejenigen,

Florian: die uns im Laufe des Sommers so großzügig unterstützt haben.

Florian: Das Problem ist allerdings, dass diese Danksagungen immer Ruth macht und Ruth

Florian: auch die Listen hat, wo draufsteht, wer was wie viel gespendet hat und wem in

Florian: welcher Art zu danken ist.

Florian: Und Ruth ist ja, wie er jetzt vermutlich nach dieser langen Zeit,

Florian: wenn er so lange mitgehört hat, festgestellt hat, nicht dabei heute.

Florian: Das heißt, wir verschieben auch das auf die nächste Folge.

Florian: Aber dann werden wir uns nochmal extra bedanken an alle, die uns unterstützt

Florian: haben, weil das freut uns und das hilft uns, weil wir haben ja auch ein bisschen

Florian: Kosten mit diesem Podcast, wir haben ein bisschen Arbeit mit diesem Podcast.

Florian: Das heißt, jegliche Unterstützung, die uns zukommen lässt, freut uns,

Florian: weil wir haben ja auch sonst keine Sponsoren, keine Plattformen, die uns zahlen.

Florian: Wir haben nur euch als Unterstützung und darüber freuen wir uns.

Florian: und bevor es jetzt zu lange wird mit dem Gerede, das die meisten wahrscheinlich

Florian: eh nicht anhören, aber wir sagen es trotzdem, machen wir diesem Podcast jetzt

Florian: ein Ende und ich bedanke mich nochmal ganz, ganz herzlich bei Piane und Teresa.

Florian: Vielen, vielen Dank, dass ihr uns da so wunderbar über die Welt der Heiligen

Florian: und die Verbindungen zur Astronomie aufgeklärt habt.

Bjarne: Ja, wir sagen danke. Also wirklich, es war uns eine große Ehre,

Bjarne: dass wir dabei sein durften.

Theresa: Genau.

Florian: Und auch in der nächsten Folge von Das Universum, die in 14 Tagen erscheinen

Florian: wird, Gibt es auch wieder etwas, hoffentlich dann wieder mit Ruth.

Florian: Was es genau geben wird, weiß ich noch nicht. Aber ich nehme an,

Florian: es wird eine normale Folge werden.

Florian: Oder vielleicht wird es auch wieder eine bestimmte Art besondere Folge.

Florian: Denn ich habe zwischendurch schon mal angeteasert, dass es in diesem Sommer

Florian: noch ein besonderes Ereignis in der Welt von Das Universum gab,

Florian: das wir podcastmäßig noch besprechen müssen. Aber was es sein wird,

Florian: werdet ihr dann in der nächsten Folge erfahren. Und bis dahin verabschieden wir uns jetzt alle.

Evi: Das ist ja ein Cliffhanger.

Theresa: Herzlichen Dank nochmal, dass wir hier sein durften. Schade, dass Ruth nicht da war.

Theresa: Vielleicht hätte sie den heiligen Dominik ein bisschen rausgerissen da in der Welt der Astronomie.

Theresa: Uns hat es sehr gut gefallen hier. Vielen dem Dank.

Florian: Dankeschön.

Evi: Tschüss.

Florian: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR Und wenn aus der Kampagne für den nächsten

Florian: neuen, besseren astronomischen Heiligen was wird, dann müssen wir uns wieder

Florian: zusammenschalten und das besprechen.

Theresa: Die Audacity, Florian.

Theresa: Du weißt schön, dass du jetzt vielleicht einen ganzen Orden gegen dir aufgebracht hast.

Theresa: Wenn du da irgendwelche Zuschriften kriegst, dann bitte, bitte sag uns Bescheid,

Theresa: weil das würde mich Das ist echt interessant. Ich liebe es.

Florian: Gründe meinen eigenen Orten. So, Florianer gibt es hier noch nicht,

Florian: oder? Mit der Feuerwehr zusammen, die ist urausgestattet. Überall,

Florian: die hat super verletzt, die Feuerwehr.

Theresa: Tja, das kannst, ich finde, das hätten wir in der Folge noch sagen können.

Theresa: Das kannst du ruhig noch reinschneiden.

Florian: Reinstein.

Theresa: Schreie sind die Folgen.

Über diesen Podcast

Ruth und Florian reden über das Universum. Mit Fragen. Und Antworten.

Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte. In der Rubrik "Science Frames" untersucht Evi die Verbindungen zwischen Science Fiction und echter Wissenschaft.

Spenden gerne unter paypal.me/PodcastDasUniversum oder steadyhq.com/dasuniversum oder patreon.com/dasuniversum

von und mit Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

Abonnieren

Follow us