Florian: Herzlich willkommen bei Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian
Florian: über das Universum sprechen mit Ruth.
Ruth: Und mit Florian.
Florian: Und heute mit Evi. Hallo Evi.
Evi: Hallo.
Florian: Evi ist dieses Mal vom Anfang an dabei und warum sie hier von Anfang an dabei
Florian: ist, werdet ihr gleich hören.
Florian: Aber zuerst müssen wir noch kurz ein bisschen was aus der Vergangenheit aufarbeiten,
Florian: denn das ist jetzt quasi, wenn man so will, die erste reguläre Folge,
Florian: seit wir im Juni mit unseren Sommerfolgen angefangen haben.
Ruth: Es ist so lange her, ich kann mich schon überhaupt nicht mehr erinnern,
Ruth: wie das gegangen ist mit diesem Podcast.
Florian: Ja, wir werden es hinkriegen, wir reden. Wir hatten Sommerfolgen,
Florian: danach hatten wir eine Spezialfolge der letzten Folge, wo Bjarne und Teresa
Florian: vom Podcast Sankt Podcast zu Gast waren und wir über heilige Astronomie gesprochen haben.
Florian: Und jetzt ist der erste Podcast nach dem Sommer, wo wir wieder alle drei gemeinsam
Florian: da sind. Obwohl, jetzt, nein, jetzt tatsächlich ist der Sommer vorbei.
Florian: Wenn die Folge erscheint, ist der 22. September, also auch astronomisch offiziell, Sommer aus.
Ruth: Immer ein bisschen wehmütig, oder?
Florian: Ja, was Sommer macht.
Ruth: Man weiß, was einen erwartet. Es ist jedes Jahr das Gleiche und es ist trotzdem
Ruth: immer wieder eine Überraschung, oder?
Evi: Du hast dich völlig unvorbereitet.
Ruth: Ja, jedes Mal. Und es ist immer wieder so, jetzt gerade wieder,
Ruth: wo sich dann jetzt die Tageslängen so schnell ändern. Dann ist es wieder so, was?
Ruth: Schon wieder dunkel? Was? Schon wieder kalt?
Ruth: Und dann denkt man sich, ist das jetzt bitte seit wie vielen Jahren so?
Ruth: Man kann sich irgendwie nicht daran gewöhnen, kommt mir vor.
Florian: Ja, aber er ist vorbei. Und bevor wir in die Zukunft blicken,
Florian: blicken wir einmal kurz auf die letzte Folge zurück. Zu der gab es viel nettes
Florian: Feedback. Also diese Kombi aus heiligen Kunde und Astronomie hat den Leuten
Florian: anscheinend großen Spaß gemacht.
Florian: Es gab eine Kritik, an mir selbstverständlich, zu der...
Ruth: Tja, da sagen wir jetzt mal gar nichts dazu, gell?
Florian: Ja, Axel hat sich beschwert, dass ich die partielle Sonnenfinsternis so gering geschätzt habe.
Ruth: Ja gut, aber Entschuldigung. Ich meine, Axel, du hast erstens vollkommen recht,
Ruth: aber zweitens trifft, dass die Kritik nicht ganz nett. Der Florian schätzt,
Ruth: ja, jegliche Art von Sonnenfinsternis gering.
Ruth: Jegliche Art von beobachtbarem Phänomen da draußen. Ja, der Florian ist ja,
Ruth: wenn er in einen Computerbildschirm starren kann und dort zahlen sie,
Ruth: das ist ja glücklich. Aber was am Himmel passiert, ist ihm ja wurscht.
Florian: Das stimmt so auch nicht. Und ich habe auch die partielle Sonnenfinsternis nicht
Florian: so gering geschätzt. Ich habe nur auf Teresas Bedauern reagiert,
Florian: weil ich habe die beiden in der letzten Folge gefragt, ob sie auch die so viel
Florian: beobachtet haben. Bjarne hatte und Teresa hat sie einfach ignoriert.
Florian: Gemeint, es ist jetzt nicht so schlimm und wollte von mir wissen,
Florian: ob das stimmt, dass eh bald die nächste kommt, habe ich gesagt,
Florian: ja, nächstes Jahr, nächste Sonnenfinsternis, also muss man sich keine akuten
Florian: Sorgen machen, wenn man die verpasst hat und bei einer partiellen Sonnenfinsternis,
Florian: habe ich gesagt, hat man jetzt auch nichts so Dramatisches verpasst,
Florian: also wenn man sich wie 1999 die Totale anschauen hätte können über Österreich und man
Florian: ist da irgendwie drin geblieben und hat nicht rausgeschaut, da hätte man schon
Florian: was verpasst, aber so diese partielle Finsternis,
Florian: es war ein schönes Ereignis, das habe ich auch im Podcast gesagt,
Florian: das ist die Folge, dass der Ausflug, den Evi und ich gemacht haben und den ich
Florian: nachher noch kurz erwähnen werde,
Florian: dass er durchaus schön war, aber jetzt so vom
Florian: visuellen Erlebnis ist halt eine partielle Sonnenfinsternis jetzt nicht so dramatisch
Florian: wie eine totale Finsternis.
Florian: Und vielleicht kam es so rüber, als hätte ich das jetzt irgendwie gering geschätzt,
Florian: aber natürlich habe ich das auch wertgeschätzt, dass da ganz viele Leute unterwegs
Florian: waren und den Himmel angeschaut haben.
Florian: Ich war halt nur skeptisch, ob diese Leute das bekommen haben,
Florian: was sie sich vorgestellt haben durch diesen ganzen medialen Heim.
Ruth: Also ich weiß, was du meinst. Ich weiß, was du meinst. Man muss ja immer aufpassen,
Ruth: dass man da die Expectations managt, dass man nicht irgendwie zu hoch lobt und
Ruth: die Leute dann sich denken,
Ruth: naja, aber eine Sonnenfinsternis in jeglicher Ausformung ist spektakulär,
Ruth: auch eine partielle Sonnenfinsternis.
Ruth: Das kann mir niemand erzählen, dass er sogar eine partielle Sonnenfinsternis
Ruth: am Himmel sieht und sich denkt, naja, also wirklich. Also wenn jemand diese
Ruth: Gedanken hat, dann hört sofort auf zuzuhören, weil wir wollen.
Florian: Nein, das sagt man nicht.
Ruth: Ich bin schon wieder ganz entspannt heute.
Florian: Ja, aber da fängt das Problem schon an. Ich möchte das gar nicht weiter ausführen.
Florian: Aber wenn man eine patiente Sonnefelses am Himmel sieht, die sieht man ja normalerweise
Florian: nicht, weil man es nicht bemerkt.
Ruth: Was? Na sicher bemerkt. Was heißt, das bemerkt man nicht?
Florian: Keine Ahnung. Es kommt auf die Frage, wenn du jetzt irgendwie so 40 Prozent
Florian: Bedeckung hast, das merkst du nicht zum Mittag.
Ruth: Ähm, okay. Also ich weiß nicht. Ich muss ja sagen, ich meine,
Ruth: ich wäre sicher, wenn bald mein Augenlicht verliert. Aber ich gehöre ja zu den Menschen, die...
Ruth: Sowieso immer wieder mal Richtung Sonne schauen, einfach, also so ganz kurz, so, weiß ich nicht.
Ruth: Die Sonne ist einfach Teil meiner Wahrnehmung, meiner Lebenskulisse und ich
Ruth: schaue immer wieder, wo die gerade ist, so zur Orientierung und überhaupt und
Ruth: dann merkt man das schon.
Ruth: Also, aber wenn man nur kurz irgendwie so vorbeischaut, das ist irgendwie,
Ruth: das schaut schon ein bisschen anders. Okay, also wenn sie wirklich nur so ganz
Ruth: leicht bedeckt ist, okay, dann sieht man es vielleicht nicht,
Ruth: aber die da war ja jetzt 90 Prozent, ja, die war ja 90 Prozent.
Evi: Ja, wo? Ja, also ich muss jetzt schon sagen, da wo wir halt jetzt waren,
Evi: hätte man es ohne der Sofibrille nicht wirklich mitbekommen, glaube ich.
Florian: Wollen wir zum Streiten anfangen? Halten wir erstens fest, dass ich die Kritik
Florian: von Axel anerkenne und ich die Kritik an der partiellen Sofiebeobachtung nicht
Florian: so äußern wollte, wie sie vielleicht rübergekommen ist.
Florian: Vielleicht habe ich das da falsch formuliert, dass das so klang,
Florian: als würde ich das generell geregelt schätzen. Ist nicht der Fall.
Florian: Und halten wir zweitens fest, bitte, auch wenn Ruth das sagt,
Florian: schaut bitte nicht in die Sonne. Nein, mach das nicht.
Ruth: Mach das nicht so blöd wie ich. Nein, nein, nein, ich mach das ja eigentlich
Ruth: auch nicht wirklich. Also nicht jetzt so, egal.
Ruth: Was ich noch sagen möchte, dass die Folge wirklich eine sehr schöne Folge war.
Ruth: Und es mir dann doch leid getan hat, dass ich nicht dabei sein konnte.
Ruth: Ein paar Mal habe ich mir gedacht, vor allem bei dem, was dann Theresa gesagt
Ruth: hat, das hätte ich jetzt genau so gesagt.
Ruth: Ich glaube, Theresa, wenn du zuhörst, ich glaube, wir würden uns gut verstehen.
Florian: Ja, in einem Treffen steht ja in Zukunft nichts im Wege.
Florian: Das stimmt. Ich möchte gleich noch an das Ende des Podcasts anschließen,
Florian: denn da habe ich, vor allem ich, geschimpft, dass der heilige Dominik ein absolut
Florian: unpassender Schutzheilige für die Astronomie ist, weil er ja wirklich überhaupt
Florian: nichts astronomisch Relevantes gemacht hat.
Florian: Also ich wollte den nicht akzeptieren. Ich will ihn immer noch nicht akzeptieren.
Florian: Ich möchte immer noch gerne einen anderen Schutzheiligen der Astronomie haben.
Florian: Und ich habe ganz kurz geschaut und tatsächlich einen gefunden, der passen würde.
Florian: Es haben uns übrigens auch Hörerinnen und Hörer Vorschläge geschrieben,
Florian: die werden wir vielleicht in einer zukünftigen Heiligen Ausgabe nochmal zusammenfassen.
Florian: Aber tatsächlich, Alfons X. der Weise, kennst du den zufällig?
Ruth: Ich habe schon mal was von dem gehört, ja.
Florian: Das ist oder war der König von Kastilien und Leon, die Region,
Florian: wo die Sophie durchgelaufen ist jetzt gerade,
Florian: hat gelebt 1221 bis 1284, war neben seinem Königsein in Kastilien und Leon auch
Florian: ein Gegenkönig im Heiligen Römischen Reich.
Florian: Und vielleicht hast du deswegen von ihm gehört, Ruth, und du vielleicht auch,
Florian: Evi, weil er unter anderem die Planetentafeln damals verbessern hat lassen und
Florian: es deswegen die alphonsinischen Tafeln gibt.
Florian: Das waren jetzt keine so ein steingehaune Dinger, wie sie Moses vom Berg runtergeschleppt
Florian: hat, sondern das waren so Kataloge, wo Planetenpositionen drin standen.
Florian: Also die Art und Weise, wie man damals eine Astronomie betrieben hat. Man hat lange, lange...
Florian: Blätter vollgeschrieben, um zu schauen, wo sind die Planeten und
Florian: hat damals noch basiert auf dem ptolemäischen Weltbild, aber Alphons hat das
Florian: extrem verbessern lassen, hat da sehr viel Geld ausgegeben dafür
Florian: und das war halt das Genaueste, was man hatte, bevor wir dann mit Kepler,
Florian: Newton, Galilee ein vernünftigeres Weltbild bekommen haben, aber diese alphonsinischen Tafeln waren
Florian: das einflussreichste astronomische Werk in Europa,
Florian: bis es halt dann durch Kopernikus abgelöst worden ist.
Florian: Er hat auch, Alfons, eine Übersetzer-Schule gegründet in Kastilien aus Juden,
Florian: Moslems und Christen, die diese ganzen Werke aus der arabischen Welt in die
Florian: europäische Welt gebracht haben.
Florian: Er hat ein Buch geschrieben über Spiele mit Analysen von Schach und Würfeln
Florian: und Wahrscheinlichkeitsrechnung und so weiter.
Florian: Also er hat wirklich, wirklich Wissenschaft gemacht, im Gegensatz zum Dominik,
Florian: der einfach nur rumgereist ist und Visitionen betrieben hat und solche Sachen.
Florian: Und, ja gut, er ist jetzt nicht heilig gesprochen, der Alphons X.,
Florian: leider. Aber sein Vater, Ferdinand III., der ist heilig gesprochen worden.
Florian: Und in der Heiligen Geschichte kommt es auch ganz oft vor, dass man so Heiligendynastien
Florian: hat, wo irgendwie Opa, Oma, Kinder, Enkelkinder, alle drei nach heilig gesprochen werden.
Florian: Also kann die Kirche sicherlich auch irgendwas finden, warum man den Alphons
Florian: X. heilig spricht. Und, da schließt sich der Kreis, im Jahr 1266 hat Alphons X.
Florian: In Caleruega, das ist der Ort, wo der heilige Dominik geboren wurde,
Florian: ein Dominikanerkloster gegründet. Also Kirche, falls du zuhörst,
Florian: bitte Alfons den 10. Heiligen sprechen, Dominik als Astronomenschutzbeton rausschmeißen
Florian: und den Alfons nehmen, der ist uns in der Astronomie viel lieber.
Ruth: Aber ich habe das sehr schön gefunden in der letzten Folge, wie die Sprache
Ruth: darauf kam, dass ja wir die Heiligen der Astronomie sind.
Ruth: Dass wir ja das Gleiche tun wie die Heiligen, irgendwie den Menschen den Himmel
Ruth: näher bringen, was ja eigentlich auch der Ansatz der Heiligen irgendwie, irgendwie.
Florian: Von mir aus kannst du auch du probieren, heilig gesprochen zu werden,
Florian: aber du bist ja auch nicht mehr Mitglied der Kirche, Rot, oder?
Ruth: Nein.
Florian: Also man muss dann das die Evi machen, weil die ist der Einzige,
Florian: die muss bei der Evi heilig sprechen, weil wir sind beide nicht bei der Kirche,
Florian: da funktioniert das nicht mehr mit dem heilig gesprochen werden.
Ruth: Du meinst, es muss offiziell heilig, also richtig heilig, heilig.
Florian: Heilig. Ja, na ja, schon.
Ruth: Ja, ich weiß nicht. Ich muss aber jetzt irgendwie auch ehrlich sagen,
Ruth: dass ich gar nicht so das Bedürfnis habe, einen echten Heiligen zu haben.
Evi: Ah ja, jetzt auf einmal, wo du draußen bist. Patroniert. Das Brennen, ja, ja.
Ruth: Brauche ich gar nicht.
Evi: Ja, ja, so schnell geht das.
Florian: Ich bräuchte es auch nicht, aber ich möchte nicht, dass wir einen depperten
Florian: Heiligen haben. Ich möchte keinen Heiligen haben wie den Dominik,
Florian: der mit Astronomie überhaupt nichts am Hut hat.
Ruth: Ach Florian, ein jeder Engel ist schrecklich.
Florian: Ist okay.
Ruth: Ich war gerade beim Rilke Pfad.
Florian: Gut, so lassen wir die heiligen und kommen wir zurück zur Sonnenfinsternis.
Florian: Ich habe das ja in der letzten Folge schon erzählt, darum erzähle ich es jetzt nur kurz.
Florian: Wer es wissen will, hört die letzte Folge nochmal. Da habe ich erzählt,
Florian: wie Evi und ich die Sonnenfinsternis beobachtet haben und wie wir dann bald
Florian: festgestellt haben, dass da,
Florian: wo wir unterwegs sind, eine vernünftige Beobachtung gar nicht möglich ist.
Florian: Weswegen wir uns mit unserer Flasche Champagner einfach an den Wegesrand im
Florian: Wald gesetzt haben und der Sonne durch die Baumlücke zugeschaut haben.
Florian: Bis sie halt dann nach ungefähr, keine Ahnung, nach den ersten zehn Minuten
Florian: der Wettdeckung hinter dem Baum verschwunden ist und wir nichts mehr sehen konnten.
Florian: Und dann sind wir einfach nur noch so da gesessen und haben unseren Shampoos
Florian: getrunken. Und ich habe in der letzten Folge gesagt, ich erkläre irgendwann
Florian: mal, warum wir eine Flasche Shampoos im Wald mithatten.
Ruth: Weil man das so macht.
Florian: Nicht wegen der Sonnenfinsternis, sondern wegen etwas anderem.
Florian: Aber um die Spannung noch ein bisschen weiter hochzuhalten, hören wir uns zuerst
Florian: noch an, was du erlebt hast bei der Sophie Roth. Weil du warst ja dort,
Florian: wo man sie wirklich total sehen konnte, die Finsternis.
Ruth: Ja, nur kurz, nur ganz kurz. Es ist jetzt schon wieder urlang her.
Ruth: Es kommt mir schon wieder so surreal vor. Ich meine, es ist einfach immer surreal, so ein Erlebnis.
Ruth: Wir haben das Urglück gehabt, weil ich war ja an der Küste im Santander,
Ruth: was auch in der Heiligen Folge vorgekommen ist.
Ruth: Und es war natürlich ein bisschen unvernünftig da irgendwie an die spanische
Ruth: Nordküste, wo das Wetter jetzt nicht ganz so verlässlich ist wie im Landesinneren.
Ruth: Zu fahren, aber ich habe mir gedacht, ich will da einfach, ich will da ins Meer
Ruth: und ich will, dass diese bescheuerte Sonne da über dem Meer steht,
Ruth: während sie da vom Meerste ist.
Ruth: Und die klippen und überhaupt. Und außerdem war ich dort noch nie da gehen und
Ruth: wollte da einfach mal hin.
Ruth: Und es war tatsächlich, es war klar, es war schön, ich war in Santander.
Ruth: Ich war am Vorabend schon an dem Ort, wo ich hinwollte.
Ruth: Wir haben uns das angesehen. Ich war übrigens mit der Denise unterwegs.
Ruth: Kannst du dich erinnern? Die Denise von der Sternwarte?
Florian: Ja, erinnere ich mich.
Ruth: Wir haben uns in Santander getroffen, eine alte Studienkollege,
Ruth: Und das war auch sehr nett. Die habe ich auch schon sehr lange nicht mehr gesehen.
Ruth: Ich bin jetzt Lehrerin, die Denise.
Ruth: Und vor sieben Jahren oder so war ich mal mit dem Planetarium bei ihr an der
Ruth: Schule. An einer Wiener Schule ist sie.
Ruth: Unterrichtet Physik und Mathematik. Ja, jetzt haben wir uns wieder getroffen
Ruth: für die Sonnenfinsternis. Und das war natürlich auch sehr cool.
Ruth: Und wir waren da oben bei diesem Leuchtturm. Das ist ja Santander liegt auf so einer Halbinsel.
Ruth: Und ist übrigens eine sehr schöne Stadt. Wirklich empfehlenswert.
Ruth: So irgendwie eine Großstadt am Meer. aber trotzdem mit Natur rundherum und Strand
Ruth: und schön, also wirklich fantastisch.
Ruth: Naja, wie auch immer, wir waren da oben auf dieser Nordklippe,
Ruth: die eigentlich noch zur Stadt gehört, aber halt so ein bisschen außerhalb und so weiter ist.
Ruth: Und schauen uns das an und sagen, ah, perfekt, schöner, riesiger Leuchtturm,
Ruth: super Panorama, geil, das machen wir.
Ruth: Und dann am nächsten Tag, na, da fahren wir mit dem Bus rauf,
Ruth: am nächsten Tag, also halt so
Ruth: am späteren Nachmittag, okay, machen wir uns auf den Weg, Bus, Bus voll.
Ruth: Bus kommt, fuera del servicio. Der war nicht mal mehr angeschrieben, dass es ein Bus ist.
Ruth: Und in dem Bus drinnen, die Leute wirklich, wie man es sich vorstellt.
Ruth: Ein höllisches Bild, so mit den Handflächen geklebt, dann die Fensterscheiben,
Ruth: die Köpfe so gepresst aneinander.
Ruth: Und nachdem dann irgendwie der dritte Bus da irgendwie vorbeigefahren ist,
Ruth: auf diese Art und Weise, war es irgendwie so, da müssen wir jetzt zu Fuß rauf gehen.
Ruth: Tatsächlich zu Fuß rauf gehirscht, da irgendwie einmal quer durch die Stadt
Ruth: durch und dann war ich schon ziemlich fertig, wie wir da oben angekommen sind.
Ruth: Aber ich habe irgendwie so das noch besonderer, das Gefühl gehabt,
Ruth: dass wir das jetzt uns wirklich verdient haben.
Ruth: Und dann war ich glaube fünf Minuten vorher, bevor die partielle Phase begonnen
Ruth: hat, waren wir dann tatsächlich oben. Und ja, was soll ich sagen?
Ruth: Ich habe es wieder mal gedacht, es ist nicht möglich, das zu beschreiben. Es geht nicht.
Ruth: Man muss das nicht nur sehen, sondern man muss dort sein, um das zu erfassen.
Ruth: Man kann sich das nicht vorstellen, dieses surreale Gefühl und vor allem auch
Ruth: dieses, ich meine es war nur kurz, es war nur eine Minute, ein bisschen länger
Ruth: als eine Minute die Totalität,
Ruth: aber wir haben es durch einen dünnen Wolkenschleier gesehen,
Ruth: also jetzt nicht irgendwie die wahnsinnig tolle Corona und so weiter und so
Ruth: fort, aber vollkommen egal.
Ruth: Im Endeffekt, das ist so wurscht.
Ruth: Und ich habe es auch so super gefunden. Denise hat natürlich ein Teleskop dabei
Ruth: gehabt, ordentliche Astronomin.
Ruth: Ich habe auch nur dort gestanden und geschaut und so. Und ich war auch froh,
Ruth: dass ich das gemacht habe, weil irgendwie so kurz braucht man gar nicht herumtun.
Ruth: Und dieses Gesamtding, auch einfach die Leute, wir stehen da alle gemeinsam
Ruth: auf diesem Felsen, neben diesem Leuchtturm.
Ruth: Und dann kommt der Schatten über das Meer, oder?
Ruth: Und wir alle irgendwie so, und dann alle still. Und dann eine Minute später,
Ruth: die Sonne kommt wieder, der Moment, wo die Sonne wiederkommt.
Ruth: Diese Erleichterung. Ich weiß nicht, wo das herkommt. Man weiß genau, was passiert.
Ruth: Es ist überhaupt nicht irgendwie mysteriös eigentlich, was da passiert, aber es ist so ein...
Ruth: Es ist so ein emotionaler Moment irgendwie und ich kann es überhaupt nicht erklären,
Ruth: warum das so ist. Also ja, nächstes Jahr.
Ruth: Nächstes Jahr, 2. August 2027, Tarifa ist mein Plan.
Florian: Gut, dann schauen wir mal, was du dann nächstes Jahr in Tarifa erlebst und ob
Florian: du es da auch so gut hinschaffst, wie du es jetzt nach Santander geschafft hast.
Florian: Und kommen zurück in den Wald bei Baden, wo Evi und ich die weniger spektakuläre,
Florian: partielle Sophie gesehen haben mit unserer Flasche Champagner.
Florian: Und wir hatten die Flasche Champagner deswegen dabei, weil kurz bevor die Sonnenfinsternis
Florian: stattfand, ein anderes wichtiges astronomisches Ereignis stattgefunden hat.
Florian: Ein eher in dem Fall privates astronomisches Ereignis. Es ist aber nicht weniger
Florian: wichtig, dass wir damals gefeiert haben und seitdem immer wieder gefeiert haben.
Florian: Und heute in diesem Podcast öffentlich und offiziell feiern.
Florian: Und deswegen fange ich jetzt an mit der Rubrik Neues von der Sternwarte mit Evi. Hallo Evi.
Evi: Hallo.
Florian: Das erste Mal hast du in diesem Podcast mitgesprochen und das war auch das erste
Florian: Mal, als du die Rubrik Neues von der Sternwarte gesprochen hast.
Florian: Am 27. April 2021 war unsere Folge Nummer DU23.
Florian: Da bist du das erste Mal aufgetreten und hast von deinem Astronomie-Studium
Florian: erzählt, wie das so abläuft im Studium, was man alles macht,
Florian: diversen anderen Phänomene, Prüfungen, alles, was halt so passiert im Studium.
Florian: Das hast du gemacht bis zum 31. Januar 2023.
Florian: Da hast du dann gesagt, du erzählst jetzt nicht mehr Neues von der Sternwarte.
Florian: Weil du einen anderen Job angenommen hast und hast seitdem die Rubrik Science Frames präsentiert.
Florian: Aber wir machen heute trotzdem noch Neues von der Sternwarte.
Florian: Warum machen wir heute nochmal Neues von der Sternwarte?
Evi: Ein letztes Mal Neues von der Sternwarte.
Ruth: Weil dann gibt es noch Altes.
Evi: Weil ich trotzdem mehrfache Unterbrechungen, Abbrüchen und sonstigen Sachen
Evi: es irgendwie geschafft habe, dieses Studium fertig zu machen und Mini-Astronomin bin.
Florian: Ja, es hat ein bisschen gedauert, aber du hast trotzdem diversen Jobs und anderen
Florian: Sachen, die du nebenbei gemacht hast, das Studium dann doch nicht fallen gelassen,
Florian: sondern immer weiter gemacht.
Florian: Nicht mehr im Podcast darüber erzählt, aber immer weitergemacht.
Florian: Aber jetzt im Juli 2026 hast du das Studium beendet.
Florian: Und wir haben gedacht, das nehmen wir jetzt als Anlass für eine Sonderfolge,
Florian: weil es war ein wichtiges astronomisches Ereignis im Universum.
Florian: Ja, kann man so sagen. Ja, schon allerdings.
Florian: Und das wollen wir jetzt mal aufarbeiten und dich erzählen lassen.
Florian: Ja, was ist seitdem passiert, seit du im Januar 2023 gesagt hast,
Florian: es gibt kein Neues von der Sternwarte mehr? Was ist dann trotzdem alles noch
Florian: auf der Sternwarte passiert?
Evi: Ja, ich weiß nicht, das ist ja ganz komisch. Ich habe mir schon öfters überlegt,
Evi: warum das alles so passiert ist.
Evi: Ich glaube, es ist fast so ein bisschen sektenartig, wenn wir schon bei Religionen vorhin waren.
Evi: Also irgendwie hat mich das dann nie wieder losgelassen. Ich bin da nie ganz
Evi: davon weggekommen, von der Sternwarte.
Evi: Und habe dann trotz Beruf versucht, immer wieder so ein oder zwei Vorlesungen
Evi: zu machen. Also wie gesagt, ich habe wirklich recht wenig im Semester gemacht,
Evi: aber dann doch. Ja, irgendwann, glaube ich, war dieser Punkt erreicht,
Evi: wo ich dann entdeckt habe, dass mir eigentlich gar nicht mehr so viel fehlt zum Abschluss.
Evi: Dann habe ich durchgebissen und habe es dann doch noch fertig gemacht.
Evi: Und es waren tatsächlich noch recht viele große Brocken zu bewältigen,
Evi: die dazwischen meiner letzten Folge beim Neues von der Sternwarte und jetzt
Evi: meinem Abschluss waren. Also da waren schon einige Sachen dabei.
Florian: Was war denn der größte Brocken?
Evi: Ich glaube, das Schwierigste war für mich tatsächlich theoretische Physik 3.
Evi: Das war Quantenmechanik. Das war auch die einzige Prüfung, wo ich zweimal durchgefahren
Evi: bin, die ich erst beim dritten Mal geschafft habe. Da war ich schon ein bisschen verzweifelt.
Florian: Ich wäre schon verzweifelt genug gewesen, wenn ich in meinem Studium Quantenmechanik
Florian: machen hätte müssen. Das war ja bei uns, ich bin Doktor der Astronomie geworden
Florian: und Ruth auch, ohne eine Quantenmechanik-Vorlesung machen zu müssen.
Ruth: Und wahrscheinlich ist das genau so, wie du sagst, deswegen.
Ruth: Also wir sind Doktoren ohne, weil.
Ruth: Naja, du schon, aber bin mir nicht sicher, ob ich das irgendwie so wie das Studium
Ruth: heute ist, bin mir ziemlich sicher, dass ich das nicht,
Ruth: gemacht hätte.
Florian: Keine Ahnung, vielleicht hätte man es damals geschafft, wenn man sie durchgebissen
Florian: hätte. Wir haben auch jede Menge Blödsinn gemacht, den wir irgendwie machen
Florian: haben müssen, aber trotzdem finde ich es immer noch komplett überzogen,
Florian: dass man den Leuten eben schon im Bachelorstudium ganz am Anfang Quantenmechanik
Florian: als Pflicht voraussetzt, meinetwegen später.
Florian: Quantenmechanik ist zugegebenermaßen auch in der Astronomie wichtig,
Florian: aber dieses tiefe Verständnis von Quantenmechanik braucht man eigentlich nur
Florian: in Spezialbereichen der Astronomie.
Florian: Und genauso wenig, wie ich jetzt irgendwie ein tiefes Verständnis von Beobachtung
Florian: der Astronomie oder sowas habe oder auf weiß nicht von Sternaufbau und Entwicklung,
Florian: bräuchte ich auch kein tiefes Verständnis von Quantenmechanik.
Florian: Also, dass man schon mal gehört hat, okay, die Grundlagen kann man durchaus
Florian: mal in einer Einführungsvorlesung auch in den ersten Semestern machen.
Evi: Ja, das hast du. Du hast ja Quantenmechanik ja auch bei Experimentalphysik 3.
Evi: Bei E3 hast du ja auch Atom-, Kernphysik und Quantenmechanik.
Evi: Und aber eben in T3, also in theoretischer Physik, da machst du halt wirklich
Evi: die Mathematik. Und das ist wirklich, also das war das Härteste,
Evi: was ich gemacht habe, finde ich.
Florian: Zu Recht. Und ich glaube, beim dritten Mal war das dann auch eine andere Professorin,
Florian: glaube ich, die die Vorlesung gemacht hat.
Evi: Ja, ich glaube, dass ich es auch deswegen nur geschafft habe,
Evi: weil ich habe es eben bei zwei unterschiedlichen Professoren gemacht.
Evi: Ja, das, was mir beim ersten gefehlt hat, hat mir dann die zweite gegeben.
Evi: Und die zweite habe ich, glaube ich, auch deswegen gut verstanden,
Evi: weil ich es beim ersten schon gemacht habe, bei dem anderen Professor.
Evi: Und dann irgendwie in dieser Kombi ist es dann ganz gut gegangen irgendwie.
Florian: Kann ich mich noch sehr gut erinnern, wie du dann tatsächlich das Drei bekommen
Florian: drauf, ja, auf die Vorlesung.
Evi: Ja, das war dann eh, ja, aber da habe ich auch sehr viel gelernt.
Evi: Also das war wirklich hart.
Florian: Hast du auch stolz darauf?
Ruth: Voll. Wir haben ja nur T1 machen müssen.
Florian: Genau, nur Mechanik.
Ruth: Wir haben ja nicht mal T2 machen müssen. Ich kann mich so gut erinnern an dieser
Ruth: Prüfung. Es war eine mündliche Prüfung, T1. Das war für mich auch das Schwierigste.
Ruth: Und ich bin aus dieser Prüfung rausgeflogen. Vor allem der Typ hat mir auch
Ruth: einen Dreier gegeben. Das war das überhaupt das Allerüberraschendste. Ja.
Ruth: Das war das, wo er mich gefragt hat, wo er mich gefragt hat,
Ruth: gegen Ende in der Prüfung sagt er plötzlich so, na interessant,
Ruth: also Sie können schon manche Sachen, aber manche auch gar nicht. Machen Sie Lehramt.
Ruth: Dann habe ich gesagt, nein, Astronomie. Und dann hat er gesagt,
Ruth: oh, oh, oh, da muss ich Sie ja noch viel mehr fragen. Können Sie mir was über
Ruth: den Trägheitssensor sagen?
Evi: Verdammt.
Ruth: Der war ganz zum Schluss, den habe ich dann ausgelassen und so.
Ruth: Und dann hat er gesagt, na gut, na gut, na gut. Na dann, ich gebe Ihnen ein
Ruth: Befriedigend. Und ich so, what?
Evi: Das ist auch ganz das Schöne, wenn man es dann geschafft hat.
Ruth: Voll.
Evi: Weil man dann sieht, okay, man hat das jetzt irgendwie doch hinbekommen.
Evi: Und das finde ich natürlich ein sehr schönes, ein sehr erhebendes Gefühl.
Evi: So ging es mir dann bei Analysis 3. Das war noch eine von meinen letzten Prüfungen.
Evi: Das war auch so eine von den Prüfungen, die ein bisschen verschrien sind als
Evi: sehr schwere, also eine von diesen größeren Hürden.
Evi: Da habe ich es dann auch dementsprechend irgendwie gelernt. Und da haben wir
Evi: aber überraschend leicht getan. Also die habe ich dann auf dem ersten Anlauf sehr gut geschafft.
Evi: Das ist ganz gut gegangen. Das war sehr erfreulich. Weniger erfreulich war bei mir.
Evi: Es hat sich herausgestellt, dass ich in numerischer Methoden ja eher eine Pfeifer bin.
Evi: Also das hat mir es überhaupt nicht. nicht gelegen.
Evi: Das ist ja auch interessant. Deswegen kann man auch nicht allgemein sagen,
Evi: was jetzt schwer oder leicht oder so ist, weil es glaube ich wirklich individuell
Evi: bei manchen Sachen ist. Also wie gesagt, bei Analysis 3 das habe ich interessant
Evi: gefunden, das hat mir gut gefallen noch, das habe ich gut lernen können.
Evi: Und bei Numerik, also ich kann auch bis heute nicht gescheit programmieren, das ärgert mich.
Florian: Aber das habe ich ja auch gesagt, ich habe ja alles live miterlebt,
Florian: diese ganzen Vorlesungen und so weiter.
Florian: Und gerade bei Numerik, das war die Vorlesung, die den Hausfrieden am meisten
Florian: beeinflusst hat, wenn man so will.
Evi: Oje, oje, oje. Jetzt kommen die Geschichten aus dem Nähkästchen.
Florian: Nein, aber ich kann ja programmieren. Das war ja ein großer Teil meines Studiums.
Florian: Meines Studiums überhaupt nicht, aber ich habe mir selbst beigebracht,
Florian: war meiner wissenschaftlichen Arbeit. Da ging alles nur über Programmieren.
Florian: Das heißt, ich kann im Prinzip programmieren. Also ich konnte jetzt nicht diese
Florian: Programmiersprache, die du können musstest, Python.
Florian: Die können heute alle, zu Recht, weil es eine sehr gute Programmiersprache ist für das Ding.
Florian: Aber es war jetzt für mich kein Problem, das zu verstehen, was du da machst
Florian: und machen musst und dir dabei auch ein bisschen zu helfen, weil ich halt programmieren
Florian: kann. Aber wo ich mit ein Problem hatte, war mit die Vorlesung selbst,
Florian: weil die haben euch da nicht Programmieren beigebracht.
Florian: Es war irgendwie ein Arbeitsblatt ganz am Anfang, wo irgendwie drin stand,
Florian: ja, das ist Python und so heißen die Befehle und so weiter. Und in der nächsten
Florian: Stunde ging es dann gleich voll los mit irgendwelchen komplexen Programmen.
Florian: So lernt man nicht Programmieren. Da muss man den Leuten was komplett anderes beibringen, wenn man
Florian: will, dass die Leute wirklich wissen, was Programmieren ist.
Florian: Und das ist nichts, was man einfach so, weil eben lernt, das ist genauso wenig,
Florian: wie wenn ich dir jetzt irgendwie ein Französisch-Wörterbuch hinschmeiße und
Florian: sage, da schreibe ich einen Aufsatz.
Ruth: Ja, so lernt man Latein.
Florian: Ja, aber so nennst du dich Französisch und genauso wenig lernst du Programmieren,
Florian: wenn du einfach nur einen Sprung Befehle hingeschmissen kriegst und sagst, jetzt programmier was.
Florian: Und das hat mich jedes Mal immer so geärgert, dass die halt die ersten Sachen
Florian: da verlangt haben, aber nicht verstanden haben, dass Leute das lernen müssen.
Florian: Und dann auch alles natürlich nur ausgelegt im Wesentlichen drauf auf Leute,
Florian: die da zu Hause irgendwo eine Linux-Maschine rumstehen haben und wissen, wie man mit
Florian: Eingabeaufforderungen und sowas alles umgeht, dass vielleicht nicht alle zu
Florian: Hause einen Linux-Rechner stehen haben und vielleicht auch mit anderen Betriebssystemen
Florian: arbeiten und so weiter und keine Cracks mit Kommandozeilen sind und so weiter.
Florian: Also das ist, finde ich, wieder so ein typisches Beispiel von wissenschaftlichem Scheuklappendenken.
Florian: Also man ist es gewohnt, weil auf der Uni, auf der Sternwetter zumindest,
Florian: sitzen halt alle vorher, wenn ich in Linux rechnen, und ist es gewohnt,
Florian: tagtäglich mit den Dingern zu arbeiten, aber dass es halt Leute gibt,
Florian: für die diese Vorlesung, der erste Kontakt mit sowas ist,
Florian: Das ist den Leuten nicht bewusst und die gehen davon aus, wir wissen das,
Florian: die werden das auch wissen und wenn nicht, dann gehen wir dann halt kurz an
Florian: einen Zettel, wo draufsteht, da sind die Befehle und dann werden sie schon können.
Florian: Also das hat mich wirklich geärgert, dass da das Konzept des pädagogischen Verständnisses
Florian: halt irgendwie komplett nicht funktioniert hat.
Evi: Ja, da war ich sehr froh, dass ich Florian bei mir hatte, der mich da unterstützt
Evi: hat, muss ich auch gleich sagen. Ja, das war auch wirklich, da war ich schon
Evi: ein bisschen verzweifelt.
Evi: Und ich weiß da aber jetzt auch nicht, inwieweit da halt, ich bin ja jetzt vielleicht
Evi: nicht die Durchschnittsstudentin, weil ich glaube halt schon,
Evi: dass recht viele einfach Programmieren auch schon in der Schule gelernt haben,
Evi: die da mit mir im Kurs saßen, habe ich ja nicht gehabt.
Evi: Also jetzt weiß ich nicht, ob mir da einfach was gefehlt hat als Voraussetzung.
Florian: Na ja, auch wenn es dir nicht gefehlt hätte, trotzdem muss man ein bisschen
Florian: darauf Rücksicht nehmen. Und ich fand auch tatsächlich von dem,
Florian: was die verlangt haben, so einen Arbeitsaufwand, fand ich das ziemlich absurd.
Florian: Ich meine, das war ja jetzt eigentlich nur eine so eine Mini-Vorlesung im Prinzip.
Florian: Ich weiß nicht, wie viele ECTS-Punkte es gab.
Evi: Aber nicht ausreichend dafür.
Florian: Was du da jede Woche für gigantische Programme abliefern hast müssen,
Florian: also das hat mich schon sehr irritiert. Mich auch.
Florian: Da bin ich nicht zufrieden mit meiner alten Uni, was sie da den Leuten zugemutet
Florian: haben in dieser Numerik-Vorlesung.
Evi: Ja, da war ich dann auch sehr froh, dass das erledigt war. Das war noch etwas,
Evi: wo ich ziemlich geschwitzt habe, dass ich das schaffe, weil das wäre eines von
Evi: diesen Sachen gewesen, wenn man das nicht schafft im laufenden Semester,
Evi: da muss man dann tatsächlich ein Jahr warten, bis man es wieder machen kann
Evi: und das hätte mich sehr zurückgeworfen.
Evi: Also da war ich dann auch dementsprechend gestresst und ja, also deswegen ja,
Evi: ich glaube auch, dass eines der Dinge war die, ja.
Ruth: Der Haussägen hang schief.
Evi: Ja, ja.
Florian: Hang nicht schief, war nur gestresst durch den Stress.
Ruth: Ja, vor allem wenn sich die Person, die quasi helfen soll und helfen kann.
Ruth: Auch ärgern muss, weil das alles so gestört ist, dann kannst du halt nicht der
Ruth: Fels in der Brandung sein, der du eigentlich sein solltest. Also kein Vorwurf,
Ruth: aber es ist ganz verständlich, dass dann, wenn man sich dann auch noch ärgert,
Ruth: weil die alle so doof sind.
Ruth: Ich glaube aber auch, dass das wirklich nicht Unwissen ist, sondern ich glaube,
Ruth: dass das zumindest teilweise Absicht ist, dass das ein Aussieben und ein Abschrecken
Ruth: ist. Das ist so, wenn du nicht mit Linux umgehen kannst, dann lernst du das
Ruth: halt, dann bringst du es dir halt selber bei.
Ruth: Sonst, was hast du denn auf der Uni verloren? an der Uni ist ja keine Kinderjause, so in die Richtung.
Ruth: Und dass die Leute das quasi so fast als schwarze pädagogische Maßen mehr oder
Ruth: weniger, da irgendwie so extra schwierig machen und extra wenig erklären,
Ruth: weil sie glauben, dass sie damit irgendwie Exzellenz schaffen,
Ruth: weißt du, diese Art von Bullshit.
Evi: Ja, das wird ja glaube ich durchaus bedienen auf der Sternwarte.
Evi: Das bringt mich ja zu anderen Vorlesungen, die ich auch hatte.
Ruth: Weiter geht's.
Florian: Lass mich auch nochmal überleiten. Ich war kurz davor bei diesem mehrmals auf
Florian: die Stärmbarte zu fahren und die ganzen Leute zusammenzuscheißen.
Evi: Ich finde der Potskos gleich zensiert.
Florian: Ja, ganz besonders war das bei der Vorlesung der Fall, die du jetzt ansprechen willst.
Ruth: Sollen wir die Personen auch gleich nennen.
Florian: Wenn wir schon dabei sind? Nein, das machen wir nicht.
Evi: Nein, nein, das machen wir nicht. Aber ich hatte ja dann eben noch so lustige
Evi: Vorlesungen dann so gegen Ende hin. Thermodynamik und die Dynamik gravitativer Systeme.
Ruth: Was eigentlich extrem cool klingt. Das ist eigentlich ein extrem cooles Thema.
Florian: Aber… Ja, das waren Vorlesungen, wo in einem größeren Raum übersiedelt werden
Florian: musste, weil beim letzten Mal fast alle durchgefallen sind und das nochmal machen
Florian: mussten und beim vorletzten Mal auch und dann irgendwann die Räumlichkeiten
Florian: auf der Sterbe nicht mehr gereicht hat, weil
Florian: die Durchfallquote so hoch war, was aber nicht unbedingt an den Studierenden lag.
Evi: Ja, weil dann plötzlich so viele Studierenden halt noch in dieser Vorlesung,
Evi: die eigentlich schon gegen Ende der Studienabschnitts ist und da eigentlich
Evi: gar nicht mehr so viele Studenten sind, aber da waren so viele.
Evi: Ja, das war auch sehr interessant, also das habe ich auch selten erlebt.
Evi: Dass da halt so eine Spannung war von Anfang an zwischen den Studis und dem,
Evi: Lehrkörper, sagen wir es mal so.
Evi: Und ich habe am Anfang gar nicht gewusst, was da passiert. Also ich kannte diese
Evi: ganze Hintergrundgeschichte gar nicht. Dann haben wir gedacht,
Evi: wow, da sind aber echt viele Studenten. Und dann so, okay, gut,
Evi: was ist da jetzt los? Also die Luft zum Schneiden hier.
Evi: Jeder bewegt sich da irgendwie so wie auf dem Mh. Bis ich das dann immer erfahren
Evi: habe, warum da und was da los ist. Und das war halt auch etwas,
Evi: das habe ich sehr selten erlebt, dass da wirklich so ein Kampf auch war.
Evi: Also das war so überhaupt kein Miteinander irgendwie.
Florian: Man muss da unterschreiben, dass man irgendwie, wenn man Fragen stellt,
Florian: dann wird die Frage beantwortet und danach darf nicht mehr gefragt werden und sowas.
Evi: Achso, ja, da hat es zwar AGBs gegeben, auch ganz am Anfang,
Evi: da war ich auch recht irritiert, stimmt, die man da unterschreiben musste.
Ruth: Da können wir uns aber echt was abschauen. Ich finde, das wird urgut zu unserem Podcast passen.
Ruth: Wenn ihr eine Frage stellt, ja, ihr kriegt sie beantwortet, aber bitte nicht nochmal nachfragen.
Evi: Okay, um mir unterschreiben.
Ruth: Weil, ich meine, wir sammeln nicht die Karretas. Die Diskussion ist beendet.
Evi: Wenn wir das sagen, ja. Ja, also das war alles ein bisschen befremdlich.
Ruth: Ja, unpackbar, oder? Ja, Wahnsinn. Aber weißt du, warum das so war?
Ruth: Oder gab es da irgendeine Vorgeschichte? Oder war das einfach nur.
Evi: Das war einfach so? Ne, das wird jetzt zu weit ausufern und das wird dann jetzt
Evi: auch wirklich sehr in so ein Nähkästchen, Geschichtsdings da abdriften.
Evi: Es gab halt sehr viele, sag ich mal, Einzelschicksale, die da aneinander kollidiert
Evi: sind. Es sind einige Sachen passiert, die nicht ganz gut waren und ein bisschen
Evi: seltsam sind. Mitunter war da auch so zum Teil der Anspruch,
Evi: dass man das Niveau heben muss, der Uni.
Evi: Ja, also es war alles ein bisschen unglücklich und ungeschickt, finde ich.
Evi: Also geht auch anders. Und ich war auch ein bisschen erstaunt,
Evi: wie der Lehrstoff vermittelt wurde, wo ich mir denke, ja, das ist ein interessanter
Evi: Thema, das kann man alles auch anders
Evi: machen. Aber das ist generell so ein Problem, finde ich, an der Uni.
Evi: Aber du hast es geschafft. Ja, ich habe es geschafft natürlich.
Evi: Und dass die interessantesten Themen dann oft dann wirklich so langweilig und
Evi: trocken vermittelt werden, dass selbst wenn du am Anfang brennst dafür,
Evi: die größte Flamme ausgelöscht werden kann.
Florian: Ich bin immer noch überzeugt, dass Programmieren eigentlich genau deins wäre.
Florian: Aber hat man dir ausgetrieben die Möglichkeit, eine begeisterte Programmiererin zu werden?
Evi: Ich glaube auch, dass der Zug ist abgefahren. Das wird nichts mehr.
Florian: Also du hast die Quantenmechanik geschafft, du hast die Mathe geschafft,
Florian: du hast die fiese Numerik und das Programmieren geschafft.
Florian: Und ich glaube, wirklich gut geschafft hast du Hydrodynamik.
Florian: Das kann ich mir noch erinnern. Das hast du noch so nebenbei erledigt.
Evi: Ja, das war ganz komisch, weil ich hatte dann eben auch noch Hydrodynamik und
Evi: Plasmaphysik, was jetzt auch anspruchsvoll ist.
Evi: Und das ist aber tatsächlich in diesem Numerik-Chaos- und Desaster- und Panik-Ding fast untergegangen.
Evi: Und das habe ich echt im Nebenbei-Modus gemacht, was ich fast ein bisschen schade
Evi: finde, weil das fand ich wirklich interessant. Also gerade das Plasmaphysik
Evi: hat mich sehr interessiert. Das fand ich spannend.
Florian: Ja, und dann hast du auf einmal alle Vorlesungen gehabt und hast nur noch deine
Florian: Bachelorarbeit schreiben müssen.
Evi: Ja, schwuppdiwupp, plötzlich war es da und es ging darum, okay,
Evi: jetzt ist es tatsächlich soweit.
Evi: Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass irgendwas aufpoppt, dass ich irgendwas
Evi: vergessen habe, eine Prüfung zu machen oder sonst irgendwas.
Ruth: Genau, die Panik.
Florian: Ein Turnzeugnis aus der Unterstufe ist falsch, du musst den Knieschwung am Reck machen oder sowas.
Ruth: Ich kann mich so gut erinnern, ich hatte diesen Albtraum, diesen Albtraum hatte
Ruth: ich so oft, dass ich draufkomme, irgendwas fehlt mir von, genau nehme ich sowas,
Ruth: so von urlang her. So etwas, was man von der Schule oder von,
Ruth: ich weiß nicht, irgendwas hätte ich machen sollen damals.
Evi: Übungen mit drei ECTS.
Ruth: Irgendwas ist abgelaufen oder so. Das kann man jetzt nicht mehr nachholen und
Ruth: das ist alles so, Gott, ja, ja.
Florian: Ich habe den erlebt, diesen Albtraum. Also bei mir ist er Wirklichkeit geworden.
Ruth: Hast du deinen Turnbeutel irgendwo liegen gelassen und konntest ihn nicht mehr recoveren?
Florian: Das nicht, aber im vierten Semester wollte ich den ersten Abschnitt abschließen.
Florian: Und das war wichtig für mich, dass ich diesen ersten Abschnitt im vierten Semester
Florian: oder mit dem vierten Semester abschließe, weil ich habe ja nur studieren können
Florian: durch die Studienbeihilfe, also sowas wie für die deutsche Hörerschaft,
Florian: sowas wie BAföG, nur dass man es nicht zurückzahlen muss.
Florian: Ich kriege die Studienbeihilfe für die Mindestzeit plus zwei Toleranzsemester.
Florian: Und ich hätte quasi entweder vier plus ein Semester für den ersten Abschnitt
Florian: und vier plus ein Semester für den zweiten Abschnitt brauchen können oder halt
Florian: vier Semester im ersten Abschnitt, was die Mindestzeit ist und dann halt vier
Florian: plus zwei Semester, also sechs Semester für den zweiten.
Florian: Und ich wollte halt das zweite Toleranzsemester für den zweiten Abschnitt haben,
Florian: weil ich dachte, das brauche ich länger.
Florian: Das heißt, ich wollte unbedingt im ersten Abschnitt, in den ersten vier Semestern
Florian: den ersten Abschnitt beenden und habe mir das alles super ausgerechnet,
Florian: das und das und das und habe alles gehabt und dann 1.
Florian: September oder irgendwas September war offiziell Semesterende und fünftes Semester fängt an.
Florian: Das war der Stichtag, das musste auf dem Zeugnis draufstehen,
Florian: damit ich durch bin mit dem ersten Abschnitt und habe dann im Juli,
Florian: glaube ich, noch meine letzte, was war das, Matheprüfung oder sowas gemacht
Florian: und mich dann zu Hause hingesetzt und habe alles durchgerechnet,
Florian: alles eingetragen und festgestellt.
Florian: Verdammt, man musste so zwei Freifächer oder Wahlfächer haben,
Florian: also wo du einfach halt irgendwas Naturwissenschaftliches machen musstest.
Florian: Und ich hätte gedacht, ich kann das mit den überzähligen Mathe-Vorlesungen,
Florian: die ich im Laufe des Studiums gemacht habe, ich habe ein paar gemacht,
Florian: die ich nicht dringend gebraucht habe, kann ich diese vier Wochenstunden,
Florian: die man gebraucht hat, auffüllen und habe dann mein eines Wahlfach Mathe und
Florian: das andere Wahlfach war, glaube ich, bei mir Computerzeugs, irgendwas, frage mich nicht.
Florian: Und stell fest, verdammt, ich habe nur Zeugnisse für drei Stunden, nicht für vier Stunden.
Florian: Dann bin ich da gesessen in den Sommerferien und habe gesagt,
Florian: ich brauche irgendwoher, muss ich vier Wochenstunden, eine Prüfung über vier
Florian: Wochenstunden kriegen, die ich halt dann da noch eintragen kann.
Florian: Und dann habe ich rumgefragt, was ist eine einfache Prüfung,
Florian: eine halbwegs einfache Prüfung, die man machen kann für vier Wochenstunden?
Florian: Hat einer gesagt, ja hier, Geophysik, Geophysik 1.
Ruth: Ah, die ist gut, die habe ich auch gemacht, ja.
Florian: Kann man lernen und der Prof, der das macht, der ist auch urnett und der lässt
Florian: kaum den durchfallen und so weiter und wenn man ein bisschen was weiß,
Florian: kriegen eh alle eine Eins.
Florian: Da habe ich gedacht, passt super, habe mir da irgendwie so ein Buch geschnappt,
Florian: habe mich dann irgendwie im Sommer dann durch dieses Buch durchgearbeitet und
Florian: habe dann, ich glaube, ich habe die Prüfung dann an dem Tag gehabt,
Florian: wo ich auch den Stempel am Zeugnis gebraucht habe.
Florian: Also wirklich am letzten möglichen Tag habe ich diese Prüfung gehabt,
Florian: dann habe ich natürlich keine Ahnung gehabt von dem Thema, weil ich war ja nie
Florian: in der Vorlesung drin. Die erste Frage bei der Prüfung von der Prof war,
Florian: Sie wissen ja eh, was ich immer frage, weil das sage ich in der Vorlesung. Ich habe gesagt, nein.
Florian: Ich habe einen Dreier bekommen. Ich war glaube ich der Einzige,
Florian: der jemals schlechten Ressenthal eine Eins bekommen hat bei der Prüfung.
Florian: Aber ich habe eine Drei bekommen und dann muss man jetzt dazu sagen, das war 1997.
Evi: Da gab es auch Stempelmarken.
Florian: Oder? Ja, da gab es auch nichts mit. Heute tragt man das im Computer ein und
Florian: fertig. Damals habe ich den Wisch vom Prof bekommen.
Ruth: Ich habe das Zeugnis holen müssen in diesem Zeugnisständer.
Florian: Ja, aber ich habe das Zeugnis mitgehabt und dann hat der Prof das ausgefüllt und unterschrieben.
Florian: Dann musste ich mit dem Wisch aber zum Sekretariat. Das war ein Freitagnachmittag.
Florian: Das heißt, ich bin mit dem Wisch zuerst mal zum Sekretariat von der Geophysik,
Florian: das war aber auch wieder in einem anderen Gebäude, dahin gefahren und habe mir das stempeln lassen.
Florian: Dann bin ich mit dem ganzen Wisch und all meinen anderen Zeugnissen,
Florian: werde auch die Stadt zur Sternwarte gefahren und habe mir das Ganze vom Institutschef
Florian: nochmal stempeln lassen, dass ich den ersten Abschnitt habe.
Florian: Und dann bin ich mit dem Wisch noch mal zur Uni gefahren und haben es da noch
Florian: mal offiziell abstempeln lassen, dass ich es wirklich habe. Wahnsinn.
Ruth: Und dann hast du ein frisches T-Shirt eingezogen, weil ich dich nass geschwitzt von oben gesunken.
Florian: Wahrscheinlich. Ja, also das passiert, wenn man draufkommt...
Florian: Ich habe nicht genug Zeugnis. Aber hattest du ja nicht, Evi,
Florian: du hattest ja tatsächlich alles fertig und konntest jetzt deine Bachelorarbeit schreiben.
Evi: Bei mir war es ja insofern knapp, also ich musste ja auch jetzt fertig werden,
Evi: weil ich noch im alten Curriculum bin oder war und das läuft jetzt aus.
Evi: Also ich hätte da jetzt eben auch nicht mehr viel Spielraum gehabt,
Evi: wenn mir da irgendwas jetzt noch gefehlt hätte.
Evi: Deswegen war ja auch die Numerik so ein Stress, weil ich hätte auch nicht,
Evi: wenn ich das nicht geschafft hätte, dann wäre sich das mit dem Curriculum nicht ausgegangen.
Evi: Dann hätte ich aufs Neue umsteigen müssen. Dann hätte ich mal wieder Sachen
Evi: anrechnen lassen müssen, Sachen noch machen müssen, die im Neuen sind,
Evi: die im Alten nicht sind. Also das wäre sehr ungünstig gewesen.
Evi: Aber es hat zum Glück alles funktioniert. Dann ging es jetzt eben darum,
Evi: einen Betreuer zu suchen, ein passendes Thema.
Evi: Ja, da habe ich mir überlegt, was interessiert mich groß?
Evi: Was könnte ich machen? Wobei das ist jetzt dann auch nicht ganz so einfach,
Evi: weil man muss ja auch jemanden finden, der einen betreut.
Evi: Ja, das war irgendwie auch gar nicht so einfach. Ich habe mir zuerst überlegt,
Evi: was ist mit dunkler Materie und hätte auch was gefunden, was mich interessiert.
Evi: Aber der Professor hat dann keine mehr aufgenommen.
Evi: Ja, dann habe ich mir gedacht, das nächste Thema, was mich ja interessiert,
Evi: ist ja so kosmische Strahlung und alles auch so Weltraumwetter und so Sachen.
Evi: Da habe ich dann den Professor Hanselmeier gefragt und der hat mich dann bereitwillig
Evi: aufgenommen in seinen Kreis der Betreuungen.
Evi: Und dann habe ich jetzt eine Arbeit geschrieben, dem klangvollen Titel Die Modulation
Evi: der galaktischen kosmischen Strahlung durch Sonnenaktivität und der Einfluss
Evi: auf die Wolkenbedeckung der Erde.
Evi: Das fand ich tatsächlich ein sehr spannendes Thema, das auch währenddem ich
Evi: daran gearbeitet habe, spannender geworden ist auch sogar. Oft ärgert man sich
Evi: ja dann so und ist dann so, ich kann das halt nicht mehr sehen.
Evi: Ich habe es wirklich sehr spannend gefunden und auch insofern aktuell,
Evi: weil es ja dadurch, dass es sich auch mit der Wolkenbedeckung der Erde spricht
Evi: und auch mit dem Klima der Erde beschäftigt, der durchaus auch eine aktuelle
Evi: Relevanz hat, ja, habe ich es sehr, sehr spannend gefunden.
Florian: Ich habe es auch spannend mitverfolgt, wie du deine Arbeit geschrieben hast.
Florian: Möchtest du ganz kurz zusammenfassen, worum es geht in der Arbeit?
Florian: Wie gesagt, im Detail werden wir es in einem anderen Podcast erklären,
Florian: was in deiner Arbeit drin stand.
Florian: Aber so für alle, die es mal interessiert, was man so in der Bachelorarbeit macht.
Florian: Vielleicht kannst du kurz zusammenfassen, was die Ausgangssituation war,
Florian: was die Fragestellung war und was du rausgekriegt hast.
Evi: Kosmische Strahlung, die kennt man ja noch gar nicht so lange.
Evi: Also das ist ja von einem österreichischen Physiker entdeckt worden, ich glaube 1912.
Evi: Ja, das ist so ein Teilchenschauer, der eigentlich permanent auf die Erdatmosphäre
Evi: trifft und dort dann eben auch reagiert, einen Teilchenschauer auslöst,
Evi: was wir dann eben mit den ganzen Pionen, die zerfallen, zum Ionen.
Evi: Und das messen wir dann alles auf der Erdoberfläche.
Evi: Und da hat man schon recht schnell herausgefunden, dass aber diese kosmische
Evi: Strahlung durch die Sonnenaktivität beeinflusst wird. Also die Intensität,
Evi: die wir eben auf der Erde messen. Das heißt, wenn die Sonne sehr aktiv ist,
Evi: die Aktivität sehr hoch ist, dann gelangt weniger von dieser galaktischen kosmischen
Evi: Strahlung zu uns auf die Erde.
Evi: Und ja, entsprechend mehr, wenn die Sonne halt nicht so aktiv ist.
Evi: Also diese Koalition, die hat man schon recht gut gekannt.
Evi: Und was man noch nicht so ganz verstanden hat, war dann eben,
Evi: okay, wenn wir da jetzt aber eben diese Teilchen haben in der Atmosphäre,
Evi: beeinflussen die dann auch die Wolkenbedeckung.
Evi: Also weil die dann reagieren mit den Molekülen in der Atmosphäre,
Evi: dass da dann halt diese Wolkenkondensationskeime auch entstehen,
Evi: sprich die Wolken gebildet werden.
Evi: Das heißt, gibt es da einen Zusammenhang mit mehr, weniger kosmischer Strahlung
Evi: auch auf die Wolkenbildung, die Bedeckung.
Evi: Und somit dann natürlich auch, weil das beeinflusst natürlich die Strahlungsbilanz,
Evi: ob das dann einen Einfluss auf das Klima auch hat.
Florian: Genau, das ist für alle, die ab und zu sich mit Klima und Politik und sowas beschäftigen.
Florian: Immer wenn man so depperte Politiker und Politikerinnen hat von den rechten
Florian: und rechtsextreiber Parteien, die sagen, ja, ja, der Mensch kann nichts dafür,
Florian: das ist alles nur die Sonne, die das Klima macht, dann meinen die immer genau
Florian: diese Hypothese, dass die Sonnenaktivität über die kosmische Strahlung die Wolkenbedeckung
Florian: auf der Erde beeinflusst und deswegen sich das Klima ändert und der Mensch nichts
Florian: dafür kann, sondern die Sonne ist schuld.
Florian: Das ist das, was in Österreich zum Beispiel Herbert Kickl von der FPÖ
Florian: immer wieder mal erzählt, was in Deutschland die Beatrix von Storch von der
Florian: AfD erzählt hat und dazwischen und darüber hinaus jede Menge andere Politikerinnen
Florian: und Politiker und andere Leute, die die Verantwortung des Menschen für die Klimakrise
Florian: nicht ernst nehmen wollen.
Florian: Die sagen dann immer sowas, die Sonne ist schuld am Klima und du hast festgestellt,
Florian: die haben alle recht, oder? Nein.
Evi: So in der Art, genau, ja. Ja, also diese Hypothese, die wurde Ende der 90er
Evi: formuliert und dann eben auch aufgegriffen, auch von den Medien natürlich auch.
Evi: Also das ist wirklich, das hat schon, sage ich jetzt mal, Wellen geschlagen,
Evi: auch in der Wissenschaft.
Evi: Und meine Arbeit ist dann jetzt eben eigentlich eine Literaturanalyse gewesen.
Evi: Also ich habe mir dann eben angesehen, okay, wie hat die Wissenschaft darauf
Evi: reagiert? Wie haben sie sich das angesehen? Weil, wie das eben so Ende der 90er
Evi: formuliert wurde, dass man gesagt hat, ja, da ist jetzt vielleicht ein Zusammenhang,
Evi: den wir nicht wissen. Das sind Prozesse, die wir noch nicht ganz verstehen.
Evi: Das schauen wir uns jetzt genauer an, ob da was dran ist oder eben nicht.
Evi: Man hat das wirklich sehr ernst genommen, weil es hat dann sogar am CERN das
Evi: Cloud-Experiment gestartet.
Evi: Da hat man sich das experimentell näher angesehen, also da hat man wirklich
Evi: in so einer großen Kammer, da kann man jetzt eben die Atmosphäre nachbilden
Evi: und dann eben auch hier modulieren, okay, mehr, weniger kosmische Strahlung,
Evi: und eben auch so diversen, die Einflüsse natürlich auch von den Spurengasen und,
Evi: ist dann eben 2006 in Betrieb gegangen, also hat sich das.
Evi: Hier quasi unter Laborbedingungen angesehen.
Evi: Darum habe ich es natürlich auch berücksichtigt in meiner Analyse.
Evi: Ich habe auch den Sachstandsbericht des IPCC angesehen, weil da ja auch immer
Evi: wieder dieser aktuelle Wissensstand der Forschung auch dargestellt wird,
Evi: wie sich das hier verhält.
Evi: Und das ist wirklich sehr ernst genommen worden. Es ist auch sehr bald auch
Evi: im Sachstandsbericht selber auch diese Hypothese angesehen worden,
Evi: auch die Sonnenaktivität, wie das ist.
Evi: Und man hat dann sehr wohl auch immer gesehen, okay, ja, es gibt Beeinflussungen,
Evi: es gibt schon einen Wirkmechanismus.
Evi: Aber dass der halt wirklich viel zu klein ist, als dass der eine Relevanz spielt
Evi: jetzt bei der Wolkenbildung oder über bei dem Klimawandler.
Evi: Also ganz spannend fand ich es beim Cloud-Experiment, dass sie dann halt draufgekommen
Evi: sind, das wussten sie vorher nicht,
Evi: dass es da zum Beispiel diese ganzen Aminensäuren, die da eben sind, dass,
Evi: diese Spurengäser, dass die wirklich einen großen Einfluss haben und die kosmische
Evi: Strahlung, also eigentlich, dass das ein sehr kleiner Effekt ist.
Evi: Und da hat man dann auch immer weiter geforscht, weil sie halt andere Sachen
Evi: entdeckt haben, wo sie vorher gar nicht das so vermutet hätten.
Florian: Also die Wissenschaft ist sich mittlerweile sehr, sehr eidig,
Florian: dass das Klima nicht durch die Modulation der kosmischen Strahlung,
Florian: durch die Sonnenaktivität beeinflusst wird.
Florian: Und die Einzigen, die noch davon reden, sind die, die entweder keine Ahnung
Florian: von der Wissenschaft haben oder die Wissenschaft aktiv ignorieren wollen. Das war so das Fazit.
Evi: Ja, wobei es dahin hinkt halt jetzt die Wissenschaftskommunikation hinterher.
Evi: Das ist jetzt, glaube ich, nie so ganz durchgedrungen, dass da die Wissenschaft
Evi: eigentlich einen Konsens gefunden hat und sich da einig ist.
Evi: Also es ist wirklich auf Herz und Nieren untersucht worden.
Evi: Und man hat sich eben, weil es jetzt auch schon so lang ist,
Evi: natürlich jetzt den Sonnenzyklus beobachten können, wie sich das verhält.
Evi: Es gibt dann auch noch, da sieht man es sehr deutlich, das nennt man Vorbalsch-Decrease.
Evi: Das ist, wenn halt wirklich ein koronaler Massenauswurf entsteht,
Evi: also wenn es eine starke Sonnenaktivität ist.
Evi: Da sieht man dann wirklich einen deutlichen Abfall in der kosmischen Strahlung.
Evi: Also das geht dann wirklich ganz schnell runter.
Evi: Und da hätte man dann auch eigentlich was beobachten müssen.
Evi: Und das ist auch dann eigentlich ein negativer Befund herausgekommen.
Evi: Und genau damit kann man ja auch arbeiten, wenn ich sehe, okay,
Evi: das ist jetzt ein negativer, Das ist ein Nicht-Ergebnis, ist das auch ein Ergebnis,
Evi: wo ich dann sagen kann, ja, besteht halt dieser Zusammenhang nicht.
Evi: Und das ist aber dann irgendwie nie in dieses gesellschaftliche Bewusstsein
Evi: dann weiter vorgedrungen.
Florian: Ja, also wer da mehr wissen will, kann EFIS Bachelorarbeit lesen oder halt auch
Florian: nicht, weil, wie wir auch festgestellt haben, im Gegensatz zu Diplom- und Doktorarbeiten
Florian: werden Bachelorarbeiten nicht veröffentlicht.
Evi: Sie werden nicht archiviert, also man kann sie halt jetzt nicht in der Bibliothek
Evi: oder sowas, kann man sie halt jetzt nicht sich ansehen, was ich ein bisschen
Evi: komisch finde. Das war ja meine erste Bachelorarbeit, das habe ich auch nicht gewusst.
Florian: Ja, und das hast du leider verpasst, Ruth, weil du das ein bisschen zu spät
Florian: bekommen bist, aber es gab ja auch eine offizielle Verteidigung der Bachelorarbeit,
Florian: wenn man so will. Also man hält einen Vortrag drüber und ich war dabei.
Florian: Ruth kam dann erst, als wir den Sekt aufgemacht haben, passenderweise.
Ruth: Natürlich. Zu meiner Verteidigung, ich habe die Verteidigung verpasst,
Ruth: weil ich angenommen habe, dass sie nicht öffentlich ist.
Ruth: Mir war das nicht bewusst, dass man da dabei sein kann. Und darum,
Ruth: ich war quasi rechtzeitig zum Ende, also nicht ganz, wie auch immer.
Florian: Ich habe auch nicht gefragt, ob es öffentlich war, ich bin da einfach hingegangen.
Florian: Aber es war, ja, würdiger Rahmen unter Anführungszeichen.
Ruth: War es das PC-Labor im Keller, war der würdiger Rahmen?
Florian: Ich glaube, das war tatsächlich irgendwie Zufall, weil den Hörsaal,
Florian: den Großen, haben sie gerade umgebaut, sonst wäre es mit Sicherheit dort gewesen.
Florian: Aber es war dann schon ein bisschen, fand ich, ein Underwhelming-Ereignis.
Florian: Wenn man da wirklich im Keller sterbt, der schaut natürlich aus wie ein Keller.
Florian: Es ist nicht so, dass es einfach ein Kellergeschoss ist, sondern man merkt schon,
Florian: man ist im Keller, wenn man da runter geht.
Florian: Und dann war da halt so ein kleines PC-Labor mit zehn Sitzplätzen. Und da hat Evi dann ihre,
Florian: Bachelor-Arbeit präsentiert vor einem Publikum von fünf Leuten oder sowas,
Florian: was im Wesentlichen die Angehörigen und die anderen Leute waren,
Florian: die heute an dem Tag präsentiert haben.
Florian: Aber sie hat es gemacht, sie hat es geschafft und ist jetzt offiziell Astronomin.
Evi: Richtig.
Florian: Mit 28. Juli, das Datum auf deinem akademischen Gratverleihungsurkunden,
Florian: Dingsy, ist der 28. Juli, was ein durchaus guter Tag ist, weil da habe ich Geburtstag
Florian: und es hat übrigens auch Harald Lesch Geburtstag. Ja, also es scheint nicht.
Florian: Und irgendwas war noch, irgendwas Astronomisches war noch. Ich habe gerade vergessen,
Florian: was noch war. Aber irgendein astronomisches Ereignis gab es noch am 28.
Florian: Juli. Ich habe es aber vergessen, was es war.
Evi: Irgendwie ist da was total Spannendes in der Raumzeit oder es ist einfach nur ein Zufall?
Florian: Ja, eins von beiden war es. Aber jetzt bist du Bachelor der Astronomie oder
Florian: Bachelorette. Ich weiß nicht, wie sagt man denn da? Bachelorette klingt so nach, ich weiß gar nicht.
Ruth: Reality Show.
Evi: Ja, total.
Florian: Bachelor ist auch eine Reality Show. aber ich weiß gar nicht,
Florian: was ist die offizielle weibliche Form von Bachelor?
Ruth: Bachelor.
Florian: Wie ist es das? Ich weiß es nicht. Ich glaube, es heißt Baccalaureus offiziell.
Florian: Also das heißt Baccalaurea. Man kriegt auch Bescheid.
Ruth: Ja, aber sagt niemand.
Florian: Ja, aber du bist es. Und was immer du was machst, du bist es.
Evi: Ja, genau.
Florian: Jetzt stellt sich erstens die Frage, die abschließende Frage,
Florian: wie beurteilst du so das Gesamterlebnis Astronomie-Studium und wie geht es weiter damit?
Florian: Also von der ersten Anlage. Also du hast jetzt seit zehn Jahren,
Florian: glaube ich, ungefähr Astronomie studiert, neben deinem Beruf und den anderen
Florian: Sachen, die du gemacht hast. Wie war so dein Gesamtfazit für das Ganze?
Evi: Ja, es ist ein bisschen schwierig, weil ich ja so lange gebraucht habe,
Evi: deswegen ist es bei mir also verzerrt, gezerrt worden auch.
Evi: Also das war ja auch etwas, dass mich ja dann die anderen Mitstudierenden ja
Evi: immer von rechts und von links überholt haben.
Evi: Ich habe ja dann jedes Jahr andere Kolleginnen gehabt.
Evi: Ja, es ist schon anders, als was ich es auch erwartet habe, jetzt gar nicht wegen der Mathe.
Evi: Also ich glaube, das war ja eines der Hauptmotivationen, auch die Rubrik Neues
Evi: aus der Sternwarte zu machen, eben,
Evi: um das aus dem Studium zu berichten, weil ja viele mit Erwartungen reingehen,
Evi: die sich dann nicht erfüllen, die aber eher in die Richtung gehen,
Evi: dass ja die meisten glauben, dass wir dann sehr viele Beobachtungen machen und
Evi: dass man eigentlich sich die Nächte.
Evi: Hinterm Teleskop um die Ohren schlägt und das macht man ja alles nicht.
Evi: Und ich war auf diese ganze Mathe- und Physik-Sachen, auf das war ich eingestellt.
Evi: Das mochte ich auch. Also ich mochte auch diese ganzen Vorlesungen auf der Physik
Evi: und auch die Mathematik-Vorlesungen. Die habe ich eigentlich sehr interessant
Evi: gefunden, weil es mir einen Bereich gezeigt haben oder etwas eröffnet haben,
Evi: von dem ich vorher halt wirklich keine Ahnung hatte.
Evi: Und das mir aber so näher gebracht wurde, dass ich, da hatte ich wirklich Aha-Erlebnisse
Evi: und Wow-Erlebnisse. Und da habe ich mir gedacht, wow, das ist echt total cool.
Evi: Bei der Astronomie, selber bei den Astronomie-Vorlesungen, da war ich zum Teil
Evi: schon enttäuscht, weil das waren die Sachen, wo ich halt vom Thema mir dachte,
Evi: wow, das ist jetzt echt voll cool, was da kommt, auf das freue ich mich schon,
Evi: seitdem ich das mit dem Studium begonnen habe.
Evi: Und dann war es aber dann trotzdem irgendwie wieder langweilig und trotzdem irgendwie.
Evi: Und das finde ich ein bisschen schade. Also ich finde, man könnte es vielleicht
Evi: mit ein bisschen mehr Pepp machen, das klingt jetzt total dämlich.
Florian: Ja, da ist, glaube ich, wirklich ein grundlegender Unterschied,
Florian: was die Lehre angeht zwischen dem Physikinstitut und dem Astronomieinstitut.
Florian: Ich glaube, da hat man eine andere Einstellung zur Lehre, weil ich kann es nicht,
Florian: das ist alles eine persönliche Meinung und ich war schon lange nicht mehr irgendwo
Florian: auf der Sternwarte involviert.
Florian: Aber ich glaube, in der Physik hat sich das so durchgesetzt, weil ja doch viele sind.
Florian: In der Physik fangen ja viele an, in der Physik kommen viele auch aus anderen Wissenschaften.
Florian: Also ich glaube, in der Physik und auch in der Mathe habe ich das Gefühl,
Florian: dass die, die da die Lehre machen auf der Uni, dass die da auch wirklich das
Florian: Selbstverständnis haben, dass da kommen jetzt Leute und die wollen das wissen
Florian: und wir bemühen uns, das denen bestmöglich beizubringen.
Florian: Wohingegen man in der Astronomie, da hat man dann vielleicht eher erst dann
Florian: später im Studium mit den speziellen astronomischen Vorlesungen zu tun,
Florian: dass man sich da noch so, wie es die Ruth vorhin gesagt hat,
Florian: noch so ein bisschen, ich will jetzt nicht sagen elitär fühlt,
Florian: aber doch so ein bisschen und sagt,
Florian: Die müssen das eh halt können und wenn sie das nicht schaffen,
Florian: was wir von ihnen wollen, haben sie Pech gehabt. Also das ist so ein bisschen
Florian: überspitzt dargestellt, glaube ich, der Unterschied zwischen der Einschule zur
Florian: Lehre in der Astronomie und der Physik. Aber ich weiß nicht, ob es wirklich so ist.
Evi: Ja, kann schon sein.
Florian: Ich fand das auch immer schade, weil ich habe ja auch Astronomie studiert und
Florian: habe dann auch gesehen, wie du halt dann immer enttäuscht warst von den Astronomie-Vorlesungen
Florian: und war dann immer einerseits quasi angefressen, weil das ja das ist,
Florian: weswegen man das eigentlich macht und das ist halt blöd, wenn du dann halt enttäuscht wirst.
Florian: Und dann war ja halt noch mehr angefressen eben auf die Lehre,
Florian: weil die halt eigentlich im Laufe der Zeit dir quasi die Freude an der Astronomie
Florian: eher ausgetrieben als verstärkt hat.
Evi: Ja, also ich muss auch zugeben, dass jetzt so im Laufe des Studiums sich tatsächlich
Evi: auch mein Interessensgebiet ein bisschen verschoben hat. Ich weiß jetzt nicht,
Evi: ob es jetzt an dem Studium selber liegt, das kann ich jetzt nicht sagen.
Evi: Aber es war dann tatsächlich so, dass auch gerade dann so diese Teilchenphysik,
Evi: Kernphysik und so, das habe ich sehr spannend gefunden. Ich meine,
Evi: das ist ja auch jetzt mein Thema mit der kosmischen Strahlung,
Evi: ist auch kein klassisches Astronomie-Thema.
Evi: Das ist ja auch sehr stark schon in dieser Astro-Teilchenphysik drinnen.
Evi: Und das finde ich aber sehr spannend und denke ich mir, eigentlich ist das ein
Evi: Thema, das noch, weiß ich nicht, fast, trockener ist oder so, ja.
Evi: Und da habe ich mich aber mehr begeistern können dafür dann tatsächlich.
Florian: Eher auch gut, wenn du da was anderes gefunden hast, was dir gut talkt,
Florian: aber es ist halt schade, wenn einem während dem Astronomiestudium das Interesse
Florian: an der Astronomie unter anderem durch die Lehre abhanden kommt.
Florian: Das sollte eigentlich nicht so sein.
Evi: Ja, wobei, wie gesagt, also ich bin ja jetzt nicht die klassische Studentin
Evi: gewesen, die das jetzt auch so in der Reihenfolge gemacht hat.
Evi: Ich glaube, ich habe viele Sachen auch anders gesehen, weil ich auch schon älter bin.
Florian: Ja gut, man lässt sich lieber so viel gefallen, wenn man älter ist.
Evi: Ja, eben. Ich glaube, ich habe dadurch auch andere Ansprüche,
Evi: also wo ich mir halt dann schon denke und mir eben auch eher vielleicht überlege,
Evi: okay, gut, wie könnte man das Thema jetzt noch vermitteln oder was könnte man
Evi: da vielleicht anders machen?
Evi: Also ich glaube, dass ich da auch schon noch ein bisschen einen anderen Blick auf das alles hatte.
Ruth: Ich kann mir auch,
Ruth: vorstellen, dass das einfach mit der allgemeinen Erwartungshaltung den beiden
Ruth: Fächern gegenüber zusammenhängt.
Ruth: Dass es irgendwie, Physik startet ja von einem ziemlich niedrigen Level,
Ruth: was die Erwartungen angeht. Also Physik ist ein Schulfach, Astronomie nicht.
Evi: Dass du da reingesagt hast, das ist so langweilig.
Ruth: Langweilig, das Langweiligste, was es überhaupt gibt. Physik, bläh.
Ruth: Und auch wenn man für Physik Interesse hat, ist das trotzdem oft so.
Ruth: Also bei mir war es zumindest so.
Ruth: Und ich bin an die Uni gekommen und dann haben wir gedacht, boah,
Ruth: Astronomie, cool, mache ich, aber da muss ich Physik auch machen,
Ruth: scheiße, so in die Richtung.
Ruth: Naja, gut, da muss man halt durch. Und dann war in der ersten Physikvorlesung was halt auch,
Ruth: mit dem Stangler, mit der Experimentalphysik 1, mit dem wunderbaren alten Professor,
Ruth: der die Begeisterung hat, Wahnsinn, es war so cool, es war so spannend und ich
Ruth: war auch irgendwie so wow, voll weggeblasen von dem ganzen Ding,
Ruth: weil man einfach die Erwartung hat, boah, Physik,
Ruth: ich glaube, dass das mit ein Grund ist und bei der Astronomie ist genau das Gegenteil.
Ruth: Das ist kein Schulfach, da hat man keinen Prüfungsstress, was auch immer,
Ruth: Erfahrung und so weiter damit.
Ruth: Da ist man einfach nur, oh wow, bei Astronomien sind alle immer so,
Ruth: endlich das, endlich das Spannende, endlich das, endlich finde ich heraus,
Ruth: was die Welt in ihrem mindesten zusammenhält oder was auch immer.
Ruth: Und dann ist man halt ein bisschen enttäuscht. Und dazu kommt dann auch noch
Ruth: zusätzlich eben, was da dann überlagert ist, dass es in der Physik einen Lehrapparat
Ruth: gibt, eine Lehrtradition an der Uni.
Ruth: Physik wird gelehrt, weil es halt auch ein Lehrfach ist und ein Lehramtsfach und so weiter.
Ruth: Da ist einfach viel mehr Lehrtradition vorhanden in der Astronomie.
Ruth: Das sind Leute, die Forschung machen wollen und halt depperterweise nebenbei
Ruth: Vorlesungen halten müssen.
Ruth: Und in der Physik ist das, glaube ich, dann schon eben, weil es so ein Lehrfach
Ruth: ist, wahrscheinlich immer noch unliebsam, Vorlesungen zu halten,
Ruth: aber eben nicht mehr ganz. Da hat man so dieses...
Ruth: Ich fühle, das muss vermittelt werden, eher als bei der Astronomie schon irgendwie intus.
Evi: Ich meine, es ist halt wie in der Schule und es hängt halt wirklich immer von
Evi: den Menschen ab, die dahinterstehen.
Ruth: Ja, natürlich.
Evi: Ich habe halt wirklich so im Fächer gehabt, wo ich mir dachte,
Evi: wow, voll cool. Und dann, oh Gott, das ist ja jetzt furchtbar,
Evi: da quäle ich mich da jetzt durch.
Evi: Also wie gesagt, gerade Analysis 3 zum Beispiel, der Professor,
Evi: der war super. Also das war echt, eben Analysis 3 und ich habe mir gedacht,
Evi: ja, hey, voll cool und ich verstehe das, ich kann das machen.
Evi: Der hat auch so eine mitreißende Art gehabt und ich habe mich total super gefunden.
Evi: Und natürlich gab es auf der Physik auch, weil ich ja genau wusste,
Evi: okay, gut, der macht das jetzt halt auch nur, weil das in seinem Vertrag steht.
Evi: Ja, und eigentlich will er was ganz anderes machen.
Evi: War dann auch nur ein Jahr da oder so. Deswegen glaube ich halt wirklich,
Evi: es hängt einfach davon ab.
Evi: Und deswegen wundert es mich aber umso mehr, weil ich glaube nämlich sehr wohl,
Evi: dass die, die auf der Sternwarte sind, die die Astronomie haben,
Evi: dass die halt sehr wohl das Herzblut da drinnen haben.
Evi: Also zu dem Thema und zu dem Ganzen. Deswegen verstehe ich es nicht.
Evi: Das ist aber nicht schaffend, dass dieser Funke da irgendwie rüberspringt.
Evi: Dass man halt sagt, ja, ich vermittle das jetzt aber auch voll ansprechend und gut.
Florian: Um jetzt nochmal auf den ursprünglichen Sinn und Zweck dieser Rubrik Neues von
Florian: der Sternwarte zurückzukommen.
Florian: Wir haben das ja gestartet, um anderen Menschen, die ein Astronomiestudium sich
Florian: überlegen oder so wie du vielleicht noch nachträglich im späteren Alter Berufsbilder
Florian: überlegen, um den Leuten erstmal zu zeigen, was in einem Astronomiestudium wirklich passiert,
Florian: was es wirklich ist im Gegensatz zu dem, was man sich vorstellt und vielleicht
Florian: auch ein paar Vorteile und Hemmungen abzubauen.
Florian: Wie siehst du das jetzt, nachdem du es jetzt beendet hast, Evi?
Florian: Wer jetzt denkt, ich will Astronomie studieren, sei es als junger Mensch oder
Florian: sei es so wie du irgendwann später, was würdest du antworten?
Evi: Naja, es muss schon überlegt sein, also gerade wenn man vielleicht auch berufstätig
Evi: ist, weil es halt wirklich zeitintensiv ist.
Evi: Also es ist jetzt schon etwas, da muss man viel Energie reinstecken. Es ist nicht einfach.
Evi: Es ist jetzt nicht etwas, was man so nebenbei machen kann. Was ich auch glaube,
Evi: ist, dass man recht schnell draufkommt oder entdeckt, ob es für einen geeignet
Evi: ist oder nicht. Also wenn man im Zweifel ist, dann würde ich sagen, probieren.
Evi: Weil ich glaube, man kommt wirklich nach zwei Semestern spätestens drauf,
Evi: ist das wirklich was für mich oder ist das nichts für mich.
Florian: Ja, ich habe jetzt nämlich auch geschaut und damit wir dann langsam zu der nächsten
Florian: Fragenrubrik überleiten können, aber die mischt sich jetzt hier quasi direkt
Florian: in die Neues von der Sternwarte XXL-Ausgabe.
Florian: Ich habe auch geschaut, was uns Leute im Laufe der Zeit so geschrieben haben,
Florian: weil da waren ja auch immer wieder einige dabei, die selbst gesagt haben,
Florian: sie überlegen ein Astronomiestudium zu beginnen.
Florian: Und ich habe geschaut, was wir bekommen haben, unter anderem von Ronja.
Florian: Und ich weiß nicht, ob Ronja noch zuhört. Ronja hat uns am 25.
Florian: Juli 2021 geschrieben, also ungefähr da, wo auch deine Rubrik gestartet ist.
Florian: Sie hat gesagt, sie hat noch ein Jahr Schule vor sich und würde gerne von Norddeutschland
Florian: nach Wien ziehen, um dort Astronomie zu studieren.
Florian: Und wollte dann wissen, das Studium besteht hauptsächlich aus Physik und Mathematik.
Florian: Physikerinnen finden oft gut einen Job und sind sehr gefragt,
Florian: auch in Berufsfeldern, die gar nicht mit Physik in Zusammenhang stehen.
Florian: Und sie wollte wissen, gilt das auch für AstronomenInnen.
Florian: Und sie würde sich über eine Antwort freuen.
Florian: Aber ich glaube, wir haben hier nie geantwortet. Ich glaube,
Florian: das war eine der vielen E-Mails, die in unserem Archiv fliegen geblieben sind.
Florian: Also, Ronja, wenn du noch zuhörst, ja, erstens mal, Entschuldigung,
Florian: dass wir nicht geantwortet haben.
Florian: Vielleicht haben wir eh geantwortet, ich weiß es nicht, aber ich glaube,
Florian: das war eine unbeantwortete E-Mail.
Florian: Entschuldigung. Und wenn du noch zuhörst, sag uns doch Bescheid.
Florian: Bist du noch nach Wien gezogen und hast Astronomie studiert?
Florian: Würde mich interessieren, wie deine Erfahrungen sind. Du hast keine Ronja getroffen
Florian: auf der Sternwarte.de, oder?
Evi: Ach, das weiß ich nicht. Keine Ahnung.
Florian: Ja, aber um jetzt nachträglich mittlerweile, wenn Ronja nach Wien gezogen ist
Florian: und Astronomie studiert, dann wird sie es selber mittlerweile mitbekommen haben.
Florian: Ja, also auch als Astronomin kann man durchaus leicht in anderen Berufsfeldern
Florian: einen Job finden, weil du lernst auch in der Astronomie Mathematik,
Florian: du lernst in der Astronomie, wie wir gerade gehört haben, auch Programmieren.
Florian: Man kriegt es vielleicht schlecht beigebracht, aber am Ende hat man es irgendwann gelernt.
Florian: Und mit Mathe und Programmieren zum Beispiel kannst du sehr,
Florian: sehr gut anderswo Jobs bekommen. Das kenne ich ganz viele aus meinem und auch
Florian: deinem Umfeld, Ruth, wahrscheinlich.
Florian: Ich sehe unsere Unfallball, haben ganz viele irgendwo dann anderswo gearbeitet.
Florian: Ganz viele sind auch, wie du schon am Anfang am Beispiel von Denise gesagt hast,
Florian: sind auch in die Lehre gegangen, in Schulen gegangen.
Florian: Viele haben dann, so wie wir, was mit Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
Florian: Also wenn man ein Astronomiestudium abgeschlossen hat, dann arbeitet man vielleicht
Florian: nicht zwingend in der Astronomie, aber man findet auch meistens anderswo einen
Florian: Job. Also da würde ich sagen, gilt das genauso wie für die Physik.
Florian: Sag uns Bescheid, Ronja, wenn du noch zuhörst und was aus dir geworden ist.
Florian: Ebenfalls geschrieben hat uns Hadi am 23. Januar 2022.
Florian: Also auch schon eine Zeit lang her. Und Hatti hat auch gesagt,
Florian: er hat alle Folgen, zumindest damals nicht angehört, und bastelt an seiner Stundenplanung
Florian: für sein Astronomie-Studium.
Florian: Er hat das OSA schon absolviert. Und ich habe gerade vergessen,
Florian: was OSA heißt. Vermutlich Online Self-Assessment. Okay, dann ist es vielleicht
Florian: das, was es ist. Er hat dann nicht weiter geschrieben. Er hat nur geschrieben, dass er das plant.
Florian: Und ich bin mir nicht sicher, ich glaube, Hatti hat, glaube ich,
Florian: eine Antwort bekommen von uns, soweit ich mich erinnere, aber auch hier haben
Florian: wir dann nichts mehr gehört vom Studium. Also Hatti, wenn du noch zuhörst,
Florian: sag uns doch bitte auch, wie es mit deinem Astronomie-Studium geworden ist.
Florian: Würde uns interessieren, ob du auch durchgekommen bist. Und als Dank fürs lange
Florian: Warten, Hatti hat nämlich noch eine Frage mitgeschickt, eine klassische Astronomie-Frage,
Florian: die ich jetzt an dich weitergebe, Ruth.
Florian: Er hat eine Frage gestellt, die mit dem James-Webb- Space Teleskop zu tun hat.
Florian: Also zuerst hat er sich überlegt, wohin schauen die Teleskope und wie kann man
Florian: die Teleskope ausrichten und es wurde ihm nach ein bisschen nachdenken klar,
Florian: dass dieser Teleskop ein Blickfeld hat, das von der Jahreszeit abhängt,
Florian: weil es ist ja dann L2 und bewegt sich hin und her.
Florian: Aber er schreibt, was mich stutzig macht, ist der Umstand, dass das James Webb
Florian: Space Teleskop scheinbar wirklich nicht nach oben schauen kann.
Florian: Jetzt oben im, weißt du, was ich meine, aus der Bahn immer raus,
Florian: stellt sich halt die Frage, ob dem wirklich so ist und vor allem warum.
Florian: Also gut, warum schaut das Teleskop nicht nach oben?
Ruth: Hui, ich habe keine Ahnung, ob das nach oben schauen kann.
Ruth: Da muss ich jetzt ehrlich sagen, bin ich überfragt, was der Blickwinkel des
Ruth: James-Webbs-West-Teleskops ist. Ich meine, das kann nicht irgendwie in die Hälfte,
Ruth: wo die Sonne ist, schauen, weil da hat es ja dieses riesige Schutzschild-Ding.
Ruth: Ja, gerade bei Infrarot-Teleskopen ist das natürlich sehr wichtig,
Ruth: dass die da abgeschirmt sind. Also es kann vielleicht jetzt nicht ganz nach oben.
Ruth: Also man muss sich vorstellen, es ist so, wie soll ich sagen,
Ruth: dieser Hitzeschild, dieses mehrfache Schild, ist Richtung Sonne ausgerichtet,
Ruth: steht also quasi da irgendwie so senkrecht.
Ruth: So muss man sich vorstellen. Und dann kann ich mir gut vorstellen, dass es aufgrund der,
Ruth: Mechanismen, die es hat, dass das Teleskop quasi geneigt werden kann,
Ruth: relativ zu seinem Hitzeschild nicht möglich ist, dass es da genau nach oben oder unten schaut.
Ruth: Es wird einen maximalen Kippwinkel haben, einfach aufgrund von...
Ruth: Mechanischen Considerations.
Florian: Ja, würde ich auch sagen. Und es ist ja auch durchaus so, dass nicht alle Teleskope
Florian: überall hinschauen müssen, weil die meisten Teleskope, auch sowas wie das James
Florian: Webb, halt einfach im Prinzip irgendwo hinschauen.
Florian: Weil wir gehen davon aus, dass wenn man im Universum irgendwo hinschaut,
Florian: es dort so ausschaut wie irgendwo anders.
Florian: Also wenn man jetzt nicht gerade Teleskope hat, irgendwas Spezielles beobachten
Florian: müssen, zum Beispiel das Zentrum
Florian: der Milchstraße oder sonst irgendwas oder die Sonne oder was weiß ich,
Florian: dann reicht es eigentlich, wenn man ein Teleskop hat, das einen bestimmten Bereich
Florian: des Himmels beobachten kann.
Ruth: Weil in jedem Bereich des Himmels genug Objekte von der Natur sind, die man sehen möchte.
Florian: Genau. Und wenn man jetzt zum Beispiel so etwas macht wie nach Planeten suchen,
Florian: wo man ganz viele Sterne beobachten muss, dann sucht man sich eine Ecke am Himmel
Florian: in einem Sternhaufen. Da weiß ich nicht, wo viele Sterne sind auf einmal.
Florian: Aber ansonsten, es gibt auch Teleskope, mit Durchmusterungsteleskope,
Florian: so wie das Dingsi, wie heißt das auf der Erde, das so durchmustert, das...
Florian: Nicht Vera Rubin, doch, Vera Rubin. Ja, Vera Rubin-Teleskop,
Florian: wechsle ich immer mit dem Roman Space. Ach, zu viele Frauen-Teleskopen,
Florian: kennt sich keiner mehr aus.
Ruth: Ach Gott, das ist ja wirklich ein Wahnsinn.
Florian: Ja, aber das Vera Rubin, das ist immer eins, das schaut halt den ganzen Himmel
Florian: an, dass er ein großes Blickfeld hat.
Florian: Das ist extra so gemacht, dass man es halt überall hindrehen kann,
Florian: vereinfacht gesagt, und sich alles anzuschauen. Aber die meisten Teleskope,
Florian: auch sowas wie das Hubble, die haben halt ihre fix definierten mehr oder weniger
Florian: Blickfelder und da schauen sie halt hin. Und das reicht halt.
Ruth: Eigentlich könnte das Hubble überall hinschauen, wenn es noch drei funktionierende Gyroskope hätte.
Ruth: Dass man das halt nicht stabil halten kann. Mittlerweile funktioniert jetzt
Ruth: nur mehr eins und dann kann man das halt, oder sie haben auf eins zurückgeschaltet,
Ruth: ist es nicht mehr überall hin stabil haltbar, das Teleskop.
Ruth: Aber Hubble ist einfach nur eine Röhre, eine Röhre, die man überall hinrichten kann.
Ruth: Das James-Webb ist keine Röhre, sondern das ist einfach ein Spiegel.
Ruth: Das hat ja kein Gehäuse in dem Sinn und hat eben auf einer Seite diesen riesigen Sonnenschild.
Ruth: Schild ist kein deutsches Wort, oder?
Florian: Doch, Schild, klar.
Ruth: Ja, Schild, Sonnenschild. Das klingt so nach Star Wars irgendwie. Nein, wie immer.
Ruth: Und dieses Ding, dass das quasi senkrecht, mehr oder weniger so steht,
Ruth: um eben die Strahlung von der Sonne abzuschirmen und dann drum kann es nicht
Ruth: quasi überall hin sich richten.
Ruth: Also das ist nicht jetzt die Art von Teleskop, wie man sich vorstellt,
Ruth: dass das einfach eine Röhre ist, mit der man irgendwo hinschaut,
Ruth: sondern es ist quasi ein offener Spiegel eigentlich, der da,
Ruth: an dieses Sonnenschild attached ist und darum halt einfach nur eine gewisse
Ruth: Drehfähigkeit auch hat.
Ruth: Aber ich weiß jetzt nicht ganz genau, was das Bildfeld da jetzt ist,
Ruth: also das, wo es hinschauen kann.
Ruth: Wird auch davon abhängen, ob es gerade auf seiner Bahn oben,
Ruth: in der Mitte oder unten ist. Ich meine, das ist eineinhalb Millionen Kilometer
Ruth: von der Erde entfernt und hat aber eine riesige Umlaufbahn um diesen L2-Punkt.
Ruth: Hat, glaube ich, einen Durchmesser von auch irgendwie 800.000 Kilometer oder so plus minus.
Ruth: Also es ist irgendwie quasi, hat ungefähr die Hälfte von seiner Entfernung von
Ruth: der Erde ist der Durchmesser von seiner Bahn. Also jetzt mal Hausnummer,
Ruth: was die genauen Zahlen sind, weiß ich jetzt gerade auch nicht, aber so.
Ruth: Das heißt, wenn es irgendwie dann oben ist, dann ist die Sonne ein bisschen
Ruth: mehr schräg unten und dann kann es vielleicht ein bisschen weiter nach oben schauen.
Ruth: Aber es ist alles sehr gefährliches Halbwissen, ehrlich gesagt.
Florian: Ja, und wenn der liebe Hattie ja auch schon Astronomie studiert,
Florian: dann wird das mittlerweile vielleicht auch selbst rausbekommen haben, warum das so ist.
Florian: Weil sowohl Ronja war vor fünf Jahren, Hattie war vor vier Jahren.
Florian: Also da kann man schon einen Master geschafft haben, wenn man sich ordentlich
Florian: reinhängt in der Zwischenzeit.
Evi: Ja, ich wollte gerade sagen, die haben mich wahrscheinlich schon alle überholt.
Florian: Ja.
Ruth: Es wäre auf jeden Fall sehr interessant zu erfahren, was ihr mittlerweile macht.
Florian: Schreibt uns auch gerne, wenn ihr uns noch nicht geschrieben habt und vielleicht
Florian: auch ein Astronomiestudium angefangen habt, während dieser Podcast lief und zurückkommt.
Florian: Es gab noch einige andere, die das gemacht haben und die uns geschrieben haben.
Florian: Ich habe jetzt natürlich alle rausgesucht und alle raussuchen können.
Florian: Evi hat mir erzählt, es gab auch noch einen, der jetzt mittlerweile schon in
Florian: Irland irgendwelche Forschung macht.
Florian: Und ich erinnere mich auch dunkel
Florian: an diese E-Mail, aber ich kann sie jetzt gerade nicht mehr rausfinden.
Florian: Aber ja, es waren einige dabei, die trotz unseres Podcasts sich entschieden
Florian: haben, Astronomie zu studieren.
Evi: Trotzdem, dass ich Neues aus der Sternwarte berichtet habe.
Florian: Ich glaube vor allem auch deswegen.
Florian: Und dann habe ich zum Abschluss noch eine Frage, die jetzt ein bisschen aktueller ist und uns alle angeht.
Florian: Denn da schreibt uns Karsten. Karsten hat eine Nichte, die in ein paar Wochen
Florian: 13 Jahre alt wird und für ihr Leben gern liest. Was doch prinzipiell mal schön
Florian: ist, wenn ein angehender Teenager für sein Leben gern liest.
Florian: Und Karsten möchte ihr deswegen ein Buch zum Thema Astronomie schenken,
Florian: was wir auch durchaus gut heißen können.
Florian: Weil vielleicht wird die Nichte dann auch irgendwann mal Astronomie-Studentin.
Florian: Und jetzt fragt Carsten uns, ob wir ein Buch empfehlen können und sehr gerne auch eins von uns.
Florian: Und wir haben ja alle drei Bücher geschrieben über Astronomie.
Florian: Das heißt, wir können jetzt alle sagen, ob eines der Bücher,
Florian: das wir geschrieben haben, für eine gerne lesende 13-Jährige geeignet ist.
Evi: Also ich glaube, da eignet sich doch meines am besten, oder?
Ruth: Nein, das kommt darauf an.
Evi: Das kommt sehr auf die Person an.
Ruth: Oder? Ich meine, ich würde sagen, alle, also die von Evie und mir eignen sich
Ruth: natürlich wesentlich besser als die von Florian.
Ruth: Jetzt nichts gegen die Bücher von Florian, aber einfach nur Identifikationsfigur-mäßig.
Ruth: Und das ist ja jetzt im Alter von 13 vielleicht nicht ganz unwichtig,
Ruth: dass man ein Buch liest von jemandem,
Ruth: mit denen man sich irgendwie so ein bisschen zumindest vielleicht identifizieren
Ruth: kann oder was auch immer.
Evi: Und in meinem Buch, also in unserem Buch, also auf einem Kaffee im All,
Evi: auch wenn sie noch keinen Kaffee trinkt, mit 13, wir haben ja ganz viele Geschichten
Evi: ja auch eben über Wissenschaftlerinnen, Astronomen, Astronautinnen drinnen.
Evi: Ja, das kann vielleicht auch inspirierend sein.
Florian: Ja, also Geschichten über Astronautinnen und Astronomen hätte ich in meinen Büchern auch drinnen.
Florian: Aber natürlich, was Ruth sagt, dem stelle ich prinzipiell zu,
Florian: Es kommt erstens auf die Person an. Wenn eine 13-Jährige ausreichend wissensfreudig
Florian: ist, dann kann sie eigentlich jedes Buch lesen, das wir geschrieben haben.
Florian: Da ist alles geeignet. Aber wenn sie sich dann noch ein bisschen mit einer Astronomin
Florian: identifizieren will, dann Bücher von Ruth oder von Evi mit ihrem Cosmic Latte Buch.
Florian: Ich werde Carsten entsprechend antworten, denn er hätte auch gerne eines mit
Florian: persönlicher Widmung für die Nichte und fragt noch, wie man das bewerkstelligen kann.
Florian: Aber das werden wir dann mit Carsten direkt klären. Ja, das wäre jetzt der Fragenteil.
Florian: Eine Abschlussfrage noch habe ich an Efi.
Florian: Und zwar, was studierst du jetzt?
Florian: Du hast ja seit es diesen Podcast gibt schon zwei Studien abgeschlossen.
Florian: Also in der Zeit, in der dieser Podcast läuft, hast du zwei neue akademische
Florian: Titel jetzt dazubekommen, zu dem einen, den du vorher schon hattest.
Florian: Also hast du jetzt drei abgeschlossene Studien. Was kommt dann jetzt?
Evi: Ja, ich glaube, das reicht jetzt mal auch fürs Erste.
Florian: Naja, anderen Leuten hätte eins gereicht.
Evi: Naja, ich habe ja eben, wie du sagst, dazwischen ja auch noch meinen Master
Evi: gemacht. Und dann habe ich ja auch noch meine Podcast-Agentur gegründet.
Evi: Deswegen glaube ich, werde ich mich jetzt einfach mal auch auf das konzentrieren
Evi: und einfach mal schauen, was sich da ergibt.
Evi: Ich meine, natürlich spannende Themen wird es immer geben oder spannende Studienrichtungen,
Evi: gerade jetzt dann im Masterbereich. Aber ich glaube, ich werde jetzt mal versuchen,
Evi: bis Ende des Jahres die Füße stillzuhalten.
Florian: Okay, also da gibt es dann noch irgendwie drei Monate und dann entscheidest
Florian: du dich, was du neu studierst. Okay, gut, dann erfahrt ihr das in der Neujahrsfolge,
Florian: was Evi als nächstes studiert.
Florian: Keine Ahnung, wahrscheinlich wieder was ganz anderes, Typ Ideologie und Buddhismuskunde oder sowas.
Evi: Ja, genau.
Florian: Gut, dann haben wir die Fragenrubrik beendet. Wenn ihr uns was fragen wollt,
Florian: an fragen.at.at. Wenn ihr uns was anderes sagen wollt, dann unter hello.at.at.at.
Florian: Und an hello.at.at.at haben sehr, sehr viele Hörerinnen und Hörer geschrieben,
Florian: nämlich all die, die am Sommerrätsel mitgemacht haben. Das müssen wir ja auch noch auflösen.
Florian: Evi hat vier Filme vorgestellt auf ihrer Sommerjob-Reise durchs Universum und
Florian: was die Lösungen sind und wer gewonnen hat, das erzählt sie uns jetzt, denn
Florian: wir haben jetzt nicht nur Neues aus der Sternwarte XXL jetzt endgültig beendet,
Florian: jetzt sind wir wirklich durch mit Neues von der Sternwarte,
Florian: mit dem Ende des Studiums und die Rubrik Science Frames, die bleibt und heute
Florian: steht Science Frames im Zeichen der Sommerrätselauflösung.
Florian: Das Sommer-Gewinnspiel war sehr, sehr beliebt dieses Jahr.
Florian: 79 Einsendungen haben wir bekommen. 79 Leute und ich glaube,
Florian: fast alle davon haben auch richtig geantwortet. Ich glaube, alle haben richtig
Florian: geantwortet, die eingesendet haben. Ich habe es nicht aufgeschrieben, aber...
Florian: Die Leute haben mehrheitlich richtig geantwortet. Ich glaube nicht,
Florian: dass eine falsche dabei war.
Florian: Ist auch irrelevant, weil für den Preis interessieren uns ja nur diejenigen,
Florian: die es richtig beantwortet haben.
Florian: Und ich habe fünf Leute ausgewählt. Aber bevor die Gewinner und Gewinnerinnen
Florian: bekannt gegeben werden, sollte Evi vielleicht das Rätsel auflösen.
Florian: Evi war unterwegs im Sommer und hat sich einen Sommerjob gesucht und ist dabei
Florian: durch das ganze Universum gereist, auf unterschiedlichste Himmelskörper.
Florian: Und auf jedem Himmelskörper war ein Film zu erraten und diese Filme und die
Florian: Himmelskörper wird Eva jetzt auflösen.
Evi: Ja, also ich glaube, du hast ja alle ziemlich auf die Folter schon gespannt,
Evi: dass du da jetzt so lange auf die Auflösung des Sommerrätsels warten hast lassen.
Evi: Ich muss vorweg sagen, ich hatte wirklich diesmal Spaß dabei,
Evi: dieses Sommerrätsel auch zu machen. Also meine Jobs da in diesen Bergbaukolonien
Evi: im All, das war schon lustig, hat mir Spaß gemacht, hier auch die Filme auszusuchen.
Evi: Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Einsendungen waren.
Evi: Ich glaube, der erste Film, mein erster Stopp im All, das war am einfachsten.
Evi: Das war auch quasi noch zum Aufwärmen. Haben auch die meisten den Film gesehen,
Evi: was jetzt so in den Antworten war.
Evi: Und zwar war das natürlich der Mond und der Film heißt auch einfach nur Moon.
Evi: Also Sam Rockwell in der Hauptrolle, wie gesagt, glaube ich,
Evi: haben die meisten gesehen, haben auch alle richtig gehabt.
Evi: Im Gegensatz zum zweiten Film, also ich bin dann nach dem Mond ja dann gleich weiter geflogen.
Evi: Meine zweite Destination war der Mars, denn den Film haben auch die wenigsten,
Evi: glaube ich, gesehen. Also was jetzt so noch die Kommentare bei den Einreichungen waren.
Evi: Der Film ist von John Carpenter, an und für sich ein sehr berühmter und eigentlich
Evi: auch ein guter Regisseur. Also
Evi: wir hatten Halloween, The Fog und Klapperschlange, kennen die meisten.
Evi: Den Film Ghosts of Mars von 2001 mit dem Rapper Ice Cube, den haben tatsächlich
Evi: die wenigsten gesehen oder viele haben auch dazu geschrieben.
Evi: Sie haben ihn noch nicht gesehen.
Florian: Ich glaube, es ist aber auch kein großer Verlust, wenn man ihn nicht gesehen
Florian: hat, weil was ich so gut bekommen habe, ist es ein sehr, sehr schlechter Film.
Evi: Ja, also das ist tatsächlich kein Versäumnis, wenn man diesen Film nicht gesehen
Evi: hat. Ich fand den auch mit seinen ständigen Rückblenden und so eher ein bisschen
Evi: ärgerlich und auch von der Handlung her.
Florian: Kurzer Einwurf, ein TV-Spielfilm bezeichnet den Film als Zumutung und Carpenters
Florian: Tiefpunkt. Ja, würde ich mich jetzt auch anschließen.
Evi: Da hätte locker was Besseres drinnen sein können.
Florian: Aber besser wurde es dann in der dritten Station?
Evi: Ja, dritte Station wurde insofern besser, als dass ich da dann mit Sean Connery,
Evi: zusammen in einer Bergbaukolonie auf dem Jupiter-Mond Jo, unser Lieblingsmond Io,
Evi: zusammenarbeiten durfte. Sean Connery mit einem Marshall, der dort eben für
Evi: Recht und Ordnung sorgt.
Evi: Ein Film von 1981 mit dem Namen Outland und natürlich hat man im Deutschen einen
Evi: ganz tollen Mituntertitel, Planet der Verdammten.
Evi: Den haben auch sehr viele gekannt und kam auch von einem das Feedback.
Evi: Da habe ich nach der ersten Zeile gleich gewusst, worum es geht,
Evi: ist einer meiner Lieblingsfilme. Ja, dann ist es natürlich einfach.
Evi: Ja, zum Schluss, das war dann ein bisschen verfänglich für mich.
Evi: Das war dann ein sehr dramatisches Ende gehabt, meine Sommerjobs,
Evi: meine Praktikas, weil ich da ja das erste Mal dann das Sonnensystem verlassen habe.
Evi: Also ich habe mich ja dann wirklich in ganz fremde, ferne Welten gewagt.
Evi: Hätte dort eigentlich ja dann schon fast eine botschaftliche Tätigkeit,
Evi: beratende Tätigkeit haben sollen auf einem klingonischen Mondpraxis.
Evi: Der ist aber dann leider explodiert. Das war nicht mein Fehler,
Evi: ich sage es euch, ich schwöre es.
Evi: Aber ja, es kam dann dazu, dass ich auf Ruhrer Pente gelandet bin.
Evi: Das ist natürlich, wie die meisten Trekkies wissen, ein Straflager der Klingonen
Evi: auf einem eisigen Asteroiden.
Evi: Dort habe ich dann auf Kirk, Captain Kirk und Pille, bin ich dort getroffen
Evi: und wir sind dann gemeinsam geflüchtet.
Evi: Und der Film ist natürlich Star Trek 6, das unentdeckte Land.
Florian: Also du bist wieder, das war ja noch der Cliffhanger am Ende der letzten Folge,
Florian: du bist gerettet worden und wieder zurückgekommen.
Ruth: Ja, genau.
Evi: In letzter Sekunde wurden wir an Bord gebeamst und sind dann mit der Enterprise nach Hause geflogen.
Evi: Ja, und dann wollte ich mir einen Wunsch erfüllen. Deswegen habe ich ja diese
Evi: Jobs gemacht und habe mir dann ein Ticket gekauft für Future World.
Florian: Was ist Future World? Ist das wie Disney World, nur mit Future?
Florian: Captain Future World, ist das so? Nein?
Evi: Oh, das wäre toll, ja.
Evi: Ja, Future World habe ich mir nicht ausgedacht. Also ich weiß nicht,
Evi: wie viele, die jetzt auch bei dem Sommerätel mitgemacht haben,
Evi: ja gewusst haben, dass es auch tatsächlich ein Film ist und dass das jetzt nicht von mir eben eine
Evi: fiktive Destination ist, sondern Future World, eben auch mit dem tollen Titel
Evi: Das Land von Übermorgen, ist ein.
Evi: Science-Fiction-Film von 1976 mit Peter Fonda in der Hauptrolle und Blythe Denner,
Evi: und ist die Fortsetzung von Westworld.
Evi: Der Film kam 1973 raus. Der war damals noch im Regie- und Drehbuch von Michael Crichton.
Evi: Und ja, ich hätte eher nach Westworld fahren sollte, nach Futureworld.
Evi: Bisschen enttäuschend, aber ja, bei Futureworld und bei Westworld geht es ja
Evi: darum, dass es Vergnügungsparks gibt, also Themenwelten eigentlich.
Evi: Bei Westworld ist es der wilde Westen, bei Futureworld ist es eine zukünftige
Evi: Welt oder eigentlich mehr so Raumfahrt, Planeten, die ich besuchen kann.
Evi: Das sind Roboter, also Androiden, die wie Menschen aussehen und ich kann mit
Evi: denen quasi machen, was ich will. Bei Westworld ging es hauptsächlich darum,
Evi: dass man die halt auch einfach erschießen kann.
Evi: Es gab dann natürlich prostituierte Androiden, die halt dann für solche Sachen zur Verfügung standen.
Evi: Also hat dann eigentlich eine sehr große ethische Komponente eigentlich der Film.
Evi: Und ja, bei Future World ist es dann eben fortgesetzt. Da gibt es dann eben
Evi: auch diese Zukunftswelt. Es soll dann auch eine asiatische Welt geben.
Evi: Und bei Future World wird halt simuliert, dass du halt einen Raumflug machst.
Evi: Da kannst du dann, glaube ich, Skifahren am Mars und so.
Evi: Da gibt es dann natürlich noch eine ganz große Verschwörung,
Evi: weil dann die wichtigsten Politiker durch so Roboter ausgewechselt werden sollen,
Evi: die halt dann nicht mehr zu unterscheiden sind.
Florian: Du brauchst aber viele, viele Skihütten, wenn du den Olympus-Monts runterfahren
Florian: willst. Ja genau, ein bisschen länger.
Evi: Ja.
Florian: Da musst du übernachten zwischenzeitlich, wenn du da mal runterfahren,
Florian: wenn du die Abfahrt. Und für Ruth, Skibergsteigerin, ist er zart, bis du da oben bist.
Ruth: Dauert ein bisschen.
Evi: Ja stimmt, das ist eine längere Skitfort dann, ja.
Ruth: Aussichtsreich, ja.
Florian: Ja, also ich habe Future World nur den Anfang mitbekommen, wie du ihn geschaut
Florian: hast, weil ich nebenbei andere Sachen gemacht habe.
Florian: Aber was mich da interessiert hat oder der Gedanke, den ich hatte,
Florian: ist das ja über Westworld. Im Wesentlichen geht es darum, Westworld,
Florian: Future World, hast du gerade gesagt, Die Leute machen irgendwelche fiktiven Welten,
Florian: Um die halt irgendwie plausibel zu machen, gibt es da halt Roboter,
Florian: die quasi menschenähnlich sind, die auch nicht zu unterscheiden sind von Menschen.
Florian: Das ist ja dann auch der Knackpunkt bei Future World am Ende,
Florian: mit denen man halt eben alles machen kann.
Florian: Und ich habe mir gedacht, das ist so ein typisches 70er Jahre Ding eigentlich, dass man sagt, okay,
Florian: wir bauen uns jetzt eine andere Welt, aber um diese andere Welt zu bauen,
Florian: müssen wir halt alles mit Robotern vollstellen,
Florian: weil so ab den, naja vermutlich irgendwie so späten 80ern, frühen 90ern mit
Florian: der Weiterentwicklung der Computertechnologie, Heute käme keiner mehr auf die
Florian: Idee, sowas durch Roboter zu machen.
Florian: Da wäre das alles irgendwie künstlich intelligent, simulierte Welten,
Florian: sowas wie Matrix dann später im Wesentlichen, wo alles quasi elektronisch in
Florian: deinem Kopf irgendwie stattfindet oder das Holodeck auf Star Trek oder was weiß ich.
Florian: Aber dass man da jetzt diese ganze Roboter-Geschichte macht und alles auf den
Florian: Robotern aufhängt, das ist eigentlich so typisch 70er Jahre,
Florian: wo man sich halt die Zukunft voller Roboter irgendwie vorgestellt hat.
Evi: Ja, heute würdest du mit Virtual Reality das eher machen, das stimmt schon, ja.
Evi: Als dass du da die ganzen Roboter kriegst. Aber ich glaube, für Westworld ja
Evi: auch die Serie vor kurzem, glaube ich, mit zwei oder drei Staffeln.
Florian: Ja, habe ich auch nicht gesehen. Oder eine Staffel habe ich gesehen.
Evi: Doch, die erste Staffel haben wir uns angesehen zusammen. Das weiß ich.
Florian: Ja, zumindest ich habe die Teile gesehen, wo ich nicht geschlafen habe dabei.
Florian: Aber ein bisschen was habe ich gesehen.
Florian: Ja, aber ich fand es interessant. Kann man sich anschauen. Zumindest den Teil,
Florian: den ich gesehen habe von Future World. Ich weiß nicht, ob er dann später schlechter geworden ist.
Evi: Naja, also wenn es darauf ankommt, würde ich mir eher Westworld ansehen.
Evi: Den finde ich dann doch besser. Also Future World ist dann, ja.
Florian: Ja, schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Und da alle irgendwie KI-verrückt,
Florian: ob dann irgendwann die Roboter auch nochmal gebaut werden.
Florian: Ich meine, ich weiß, es werden Roboter gebaut, aber ich glaube,
Florian: wirklich Angst vor der KI-Apokalypse muss man erst haben, wenn die KI dann auch
Florian: Roboter steuern kann. Weil ansonsten schaltet der KI das Rechenzentrum ab,
Florian: wenn es die Weltherrschaft übernehmen will und alles ist gut.
Evi: Ja, aber wenn der T1000 mal kommt, dann wird es brenzlig.
Florian: Ja, aber noch ist er nicht da. Also das und da, Arnold macht Werbung für Gartengeräte
Florian: vom Lidl. Also da ist auch keine Gefahr.
Ruth: Ich wollte gerade sagen, da kommt, da kommt, da wird es herkommen, Gartengeräte.
Florian: Ja, wahrscheinlich eher. Macht er wirklich Schwarzenegger, macht jetzt wirklich,
Florian: habe ich letzte Zeit gesehen, macht Werbung für mich.
Ruth: Das ist kein Zufall.
Evi: Ja, das ist aber gar nicht so schlecht, weil ich meine, die sind ja schon im
Evi: Heim, also die sind ja schon zu Hause bei den Leuten. Das macht voll Sinn,
Evi: dass die dann den Aufstand planen.
Florian: Ruth hat eine Panik vor Rasenmäherobotern.
Evi: Ja, du recht.
Ruth: Und selbst schließenden Garagentoren in Kombination.
Florian: Vielleicht hat sich der Arnold deswegen dort eingeschlichen und macht diese
Florian: Werbung. Weil eigentlich, der Mann muss ja keine Werbung machen,
Florian: schon gar nicht für welche Debattengartengeräte von Lidl oder Penny.
Florian: Ich weiß ja nirgends so ein Discounter. Auf jeden Fall ist es.
Florian: Ich habe mich gefragt, warum macht der Mann Werbung für das?
Florian: Der muss doch Geld haben, der hat doch das nicht nötig.
Florian: Aber vielleicht hat er sich eingeschlichen, um da irgendwo die Rasenmähroboter-Apokalypse aufzuhalten.
Evi: Ja, ich glaube, Flo, du bist da was ganz Großem auf der Spur. Ja, ja. Hidden Agenda.
Florian: Ja, haben wir das auch geklärt. Was noch nicht geklärt ist, ist,
Florian: wer den Preis gewonnen hat, wer das Sommerrätsel gewonnen hat.
Florian: Und ich habe aus den richtigen einzelnen fünf rausgesucht.
Florian: Und die sind diese Personen.
Florian: Tim aus Stuttgart, Thorsten aus Kassel, Christian B.
Florian: Also ich sage die vollen Namen nicht. Tamara aus Landsberg und Luise,
Florian: von der ich weder einen Nachnamen noch einen Ort weiß, aber alle fünf haben eine E-Mail bekommen.
Florian: Also wenn ihr eine E-Mail bekommen habt, dann wisst ihr das.
Florian: Wenn ihr glaubt, ihr seid Tim aus Stuttgart, Thorsten aus Kassel,
Florian: Tamara aus Landsberg und so weiter und habt keine Mail bekommen,
Florian: dann schaut in eurem Spendort danach oder schreibt uns, dann klären wir das.
Florian: Aber alle fünf, die einen Preis bekommen haben, sind benachrichtigt worden.
Florian: Und jetzt natürlich wieder die Frage der Preise. Was gibt es für Preise?
Florian: Es gibt das, was es immer gibt bei uns.
Florian: Es gibt wahlweise Eintrittskarten für Veranstaltungen, bei denen wir zu sehen
Florian: sind, also für Science-Buster-Shows, für andere Auftritte, die wir haben.
Florian: Dazu kommen wir dann gleich im Veranstaltungsteil. Also wenn ihr irgendwo eine
Florian: Show von das Universum von den Science-Busters, so etwas seht in eurer Nähe,
Florian: wo ihr gerne kommen wollt, schreibt uns, wenn ihr einen Preis gewonnen habt.
Florian: Dann kriegt ihr da gratis Eintrittskarten, zwei Stück.
Florian: Und wenn ihr sagt, ihr wollt es nicht vor die Tür gehen, was ich verstehen kann,
Florian: dann könnt ihr gern auch Bücher von uns haben. Also es haben ja mittlerweile,
Florian: wie ich vorhin gesagt habe, alle von uns Bücher geschrieben.
Florian: Roda hat Bücher geschrieben, ich habe Bücher geschrieben, Evi hat Bücher geschrieben.
Florian: Wenn ihr Bücher von uns haben wollt, signiert, dann schreibt uns auch.
Florian: Es sind nicht alle Bücher, die wir geschrieben haben, in unbegrenzter Menge verfügbar.
Florian: Das heißt, das werden wir dann individuell abklären. Aber ihr könnt alle Bücher.
Florian: Prinzipiell mal anfordern, sagen wir es so, von uns, die wir geschrieben haben.
Florian: Und wir sagen euch dann, ob die Bücher noch da sind oder nicht.
Florian: Ihr könnt auch, und das sage ich jetzt dazu, ihr könnt auch mein neues Buch
Florian: gerne haben. Das erscheint aber erst am 6. Oktober.
Florian: Ist eh nicht mehr so weit, aber dieses neue Buch wird heißen Die Astronomie der Rauhnächte.
Florian: Und was das ist und warum ich ein Buch darüber geschrieben habe,
Florian: das werde ich in einer der nächsten Folgen ausführlicher erzählen.
Florian: Aber das ist ein schönes neues Buch über die Astronomie der Rauhnächte mit wissenschaftlichen
Florian: Lebenshilferitualen, wie es in den Rauhnächte-Büchern zu erwarten ist.
Florian: Er erscheint am 6. Oktober und wenn ihr noch bis dahin warten wollt,
Florian: ja, müsst ihr nicht warten. Ich glaube, die anderen werden es auch nicht früher
Florian: kriegen, die Preise, die uns schnell Bescheid sagen, weil wenn die Folge erscheint,
Florian: das ist schon Ende September.
Florian: Also das steht auch zur Auswahl, auch wenn es noch nicht zum Zeitpunkt der Folgenveröffentlichung
Florian: öffentlich erschienen ist, das Buch.
Florian: Also all das gibt es, wenn ihr das haben wollt. Ihr schreibt uns bzw.
Florian: Ihr antwortet einfach auf die E-Mail, die wir euch geschickt haben und sagt
Florian: uns, was ihr haben wollt. Gratulation an alle, die gewonnen haben.
Florian: Auch Gratulation an alle anderen, die mitgemacht haben und nicht gewonnen haben.
Florian: Ich hoffe, es hat trotzdem Spaß gemacht. Und ich hoffe, wir können im nächsten
Florian: Jahr wieder mit einem unterhaltsamen Sommerrätsel rechnen.
Evi: Das ist eine Frage an mich.
Florian: Ja.
Evi: Ja, sicher. Ich muss ja schauen, dass ich irgendwie zu meinem Geld komme,
Evi: damit ich dann Westworld oder mal schauen, wo ich nächstes Jahr den Urlaub mache.
Florian: Gut, dann sind wir damit quasi direkt schon bei den Veranstaltungen.
Florian: Was ihr verpasst habt, war nämlich gestern, da haben Ruth und ich wieder im
Florian: Radiokulturhaus einen Live-Podcast aufgenommen und ich vermute mal,
Florian: es wird super gewesen sein, behaupte ich jetzt mal.
Ruth: Wir werden alles gut hinter uns gebracht haben.
Florian: Ja, und wenn nicht, dann war es so. Aber ich gehe davon aus,
Florian: dass es genauso unterhaltsam und lustig gewesen ist wie bei den letzten beiden Male.
Florian: Was wir da besprochen haben, könnt ihr dann in einer der kommenden Das Universum Folgen hören.
Florian: Aber wer sich jetzt ärgert, es verpasst zu haben, am 16.
Florian: Dezember gibt es nochmal Live-Podcast-Aufzeichnung von Das Universum im Radiokulturhaus.
Florian: Da haben wir dann quasi unsere Weihnachtsfolge oder vielleicht machen wir eine
Florian: Weihnachtsfolge draußen. Mal schauen, Tickets dafür.
Ruth: Schauen wir mal.
Florian: Kann man auch zeitnah kaufen unter dem Link, der in den Shownotes zu finden ist.
Florian: 16. Dezember, das Universum Live-Podcast-Aufzeichnung im Radiokulturhaus in Berlin.
Florian: Wien. Und bevor ich mit meinen diversen anderen Terminen weitermache,
Florian: frage ich dich mal, Ruth, was hast du so im Herbst vor, wo Leute kommen können
Florian: und Eintrittskarten kaufen können oder dich sehen können?
Ruth: Oh Gott, es ist so viel los im Herbst. Ich will meinen Kalender gar nicht aufmachen.
Florian: Gut, dann kommt nicht zu Ruths Veranstaltungen. Sie hat zu viel zu tun.
Florian: Sie freut sich, wenn es ausfällt wegen Publikumsmangel.
Ruth: Ich habe etwas ganz Besonderes und das wird cool.
Ruth: Ich fahre Anfang Oktober nach
Ruth: Bootsen zu dem wunderschönen Naturmuseum Naturmuseum, so heißt es, oder?
Ruth: Bozen und die haben auch ein Planetarium. Nicht in Bozen, sondern irgendwo oben am Berg ist das.
Ruth: Ja genau, da werde ich am Moment, Moment, Moment, 8. Oktober,
Ruth: am 8. Oktober einen lustigen kleinen Vortrag zum naja, grob gesagt Thema meines letzten Buches halten.
Ruth: Na schauen wir mal, kommt hin und schaut euch das an, hört euch das an Und am 9.
Ruth: Gibt es dann noch ein paar Planetariumschancen. Aber ich glaube,
Ruth: die sind nur für Schulklassen buchbar. Aber wenn ihr Lehrkraft in Bozen-Umgebung
Ruth: seid, dann erkundigt euch, ob es da noch Slots gibt. 8., 9. Oktober.
Ruth: Ja, und das ist natürlich eine perfekte Zeit, um in Südtirol zu sein.
Ruth: Also da freue ich mich schon sehr drauf.
Florian: War ich auch schon mal in Bozen, genau in diesem Museum und habe einen Vortrag
Florian: gehalten. Das war sehr, sehr nett. Kann ich empfehlen. Und Bozen ist generell schön.
Florian: Schaut da hin. Und ich frage jetzt ganz kurz zwischendurch Evi nochmal,
Florian: ob sie was ankündigen möchte, weil Evi muss nämlich weg. Als frischgebackene
Florian: Astronomin ist sie sehr gefragt und hat viele Termine und muss sich jetzt verabschieden.
Florian: Aber hast du noch was anzukündigen, bevor du abhaust, Evi?
Evi: Nein, soweit ich weiß, habe ich keine öffentlichen Termine zumindest.
Florian: Okay, passt. Dann vielen Dank. Nochmal alles Gute als neue Astronomin.
Florian: Willkommen in der Welt der Astronomie.
Evi: Dankeschön.
Florian: Bis zum nächsten Mal.
Ruth: One of us now.
Florian: Ja, genau.
Evi: Bis dann. Tschüss.
Florian: So, Ruth hat Bozen abgehackt. Sonst noch was, was du sagen willst?
Ruth: Ende Oktober bin ich dann auch nochmal im wunderschönen Friedrichshafen.
Florian: Ah, ja.
Ruth: Im Dorniermuseum. War ich auch schon mal. Das war auch nett.
Ruth: Also es war ein bisschen chaotisch das letzte Mal, aber es wird weniger chaotisch
Ruth: sein diesmal, weil wir haben Vorkehrungen getroffen.
Florian: Willst du noch ein Datum sagen, oder soll die Leute einfach so in der Oktober rumhängen?
Ruth: Nein, kommt, da hängt rum dort, da gibt es ein Zeppelin und lauter so Sachen, das ist ganz lustig.
Ruth: 27. bis 29. Oktober.
Ruth: Und da wird es auch Abendvorstellungen geben.
Ruth: Ich glaube, die sind alle öffentlich, die werden alle öffentlich buchbar sein.
Ruth: Also es gibt Abenddienstag und Mittwochabend und Mittwoch und Donnerstag,
Ruth: so Vormittag, Nachmittag.
Ruth: Also Dienstag bis Donnerstag, 27. bis 29. Oktober, Big Planetarium Showdown
Ruth: im Dornier Museum in Friedrichshafen.
Ruth: Das ist jetzt mal so Oktober.
Florian: Dann sage ich, dass ich auch im Oktober was mache, nämlich am 1.
Florian: Oktober. Am 1. Oktober bin ich in meiner alten Heimat in Jena.
Florian: Im Rahmen des Sternenlese-Festivals, ist es ein Festival oder Sternenlese-Veranstaltungsreihe
Florian: und werde im Planetarium etwas über mein Buch Die Farben des Universums erzählen.
Florian: Also kommt gerne am 1. Oktober ins Planetarium in Jena, da bin ich und erzähle
Florian: was über die Farben des Universums.
Florian: Es wird vermutlich sehr unterhaltsam werden. Ich weiß noch nicht genau,
Florian: was ich erzählen werde, aber ich werde was erzählen und mein Buch ist unterhaltsam,
Florian: also wird das, was ich erzähle, auch unterhaltsam sein.
Florian: Ich werde vermutlich auch das eine oder andere kleinere Experiment einbauen,
Florian: mal schauen, was alles geht im Planetarium und würde mich freuen,
Florian: wenn in meiner alten Heimat viele Menschen kommen und sich das anschauen.
Florian: Und wenn ich in Jena fertig bin, fahre ich gleich weiter in den Norden,
Florian: nämlich nach Lübeck ins Kolosseum. Da gibt es Sternengeschichten live am 3. Oktober.
Florian: Und es gibt nicht nur Sternengeschichten live, es gibt in Lübeck auch noch Eintrittskarten.
Florian: Was nicht gilt für den 4. Oktober in Hamburg, Sternengeschichten,
Florian: das ist bis auf den letzten Platz ausverkauft.
Florian: Aber ihr könnt am 23. Oktober noch in die Komödie nach Fürth kommen.
Florian: Da gibt es auch noch einige Eintrittskarten. Da sind schon überraschend viele
Florian: Eintrittskarten verkauft, aber ein paar sind noch übrig, sehe ich gerade.
Florian: Also ein bisschen was geht noch in Fürth, kommt gerne dahin.
Florian: Dann gibt es noch am 9. November Erfurt.
Florian: Erfurt gibt sechs Karten doch. Schauen, Erfurt ist auch schon fast voll.
Florian: Also wenn ihr in Erfurt zu Sterne-Geschichten live kommen wollt am 9.
Florian: November, kauft euch Karten, weil da gibt es nur noch sechs Stück davon.
Florian: In Leipzig gibt es gar keine mehr. Schauen, freue ich mich auch, sehe ich gerade.
Florian: Leipzig ist ausverkauft offensichtlich, also brauche ich das nicht mehr ansagen.
Florian: Es gibt aber noch in Dresden Karten. 11. November, Dresden, Schauburg,
Florian: da ist das Ganze in einen größeren Raum verlegt worden. Da sind noch viele Karten
Florian: übrig, kommt gerne dahin.
Florian: Das war es, also es kommt noch 24.
Florian: November, Bremen gibt es noch Karten, 26. November,
Florian: In Osnabrück gibt es auch noch Karten, da könnt ihr auch noch alle gern hinkommen.
Florian: Und seien es beste Termine, kann ich auch noch mal ein paar ansagen,
Florian: habe ich auch schon länger nicht mehr gemacht.
Florian: Ihr könnt direkt morgen, morgen am 23. September nach Puchheim kommen,
Florian: was so ein Stück seitlich bei München liegt. Ich weiß gerade nicht,
Florian: welche Seite. Ich glaube so schräg, links, rechts, links, oben.
Ruth: Falls ihr gerade im Weltraum seid und runterschaut, links.
Florian: Also man kommt mit der S-Bahn von München aus hin. Also soweit kann es nicht weg sein.
Florian: Da in Puchheim sind wir mit den Science Busters und unserer Show Weltuntergang für Fortgeschrittene.
Florian: Danach in München im Lustspielhaus, aber das ist schon ausverkauft, soweit ich weiß.
Florian: Am 26. sind wir mit den Science Busters in Wien im Stadtsaal und danach sind
Florian: wir im Orpheum in Wien am 8. Oktober.
Florian: Wir sind in Stockerau am 13. Oktober, in Linz am 15. Oktober,
Florian: in Graz am 17. Oktober und dann in diversen anderen Orten, die ich beim nächsten Mal ansage.
Florian: Und ich sage noch am 20. Oktober, dass Ruth und ich in Wiederneustadt das letzte
Florian: Mal für dieses Jahr das Universum live aufführen werden.
Ruth: Ja, genau. Kommt dahin. Das wird ganz cool. Wieder Neustadt ist immer cool.
Ruth: In der wunderschönen Bibliothek im Zentrum.
Florian: Genau, da sind wir.
Ruth: Das ist sehr nett dort.
Florian: Wir waren schon sehr mal dort.
Ruth: Und es ist, glaube ich, wieder mal, wie letztes Mal auch, eitrissfrei.
Florian: Ja, soweit ich weiß schon, ja.
Ruth: Gratis, bitte. Gratis, aber nicht umsonst.
Ruth: Kommt dorthin. Und es ist gleich ein ganz allgemeiner Space Tuesday sein,
Ruth: nämlich, Weil ich werde davor, vor unserer Abendvorstellung,
Ruth: auch noch ein paar Planetariumshows machen am Nachmittag.
Florian: Okay, wunderbar.
Ruth: Ich habe jetzt da noch keine genauen Details bezüglich des Planetariums der
Ruth: Zeiten. Aber es wird auf jeden Fall irgendwann im Laufe des Tages mal schauen,
Ruth: ob das dann auch für Schulen sein wird oder für euch öffentlich.
Ruth: Aber keep an eye on...
Ruth: Wiener Neustadt.
Florian: Ich verlinke die Informationen dazu in den Shownotes, so wie alle anderen Informationen
Florian: zu allen anderen Veranstaltungen, die wir jetzt gesagt haben,
Florian: in den Shownotes verlinkt sein werden, wenn diese Folge veröffentlicht wird.
Florian: Und damit haben wir den Veranstaltungsteil abgeschlossen. Und jetzt müssen wir
Florian: das aufholen, was wir im Sommer nicht gemacht haben.
Florian: Wir bedanken uns sehr, sehr herzlich für all die Menschen, die uns unterstützt
Florian: haben. Und das ist wie immer die Aufgabe von Ruth. Und ich werde mich dem Dank dann anschließen.
Ruth: Ja, es ist sehr schön. Es ist wirklich schön. Also es ist irgendwie dann so
Ruth: natürlich ganz gesammelt über den ganzen Sommer ist es dann ganz besonders schön,
Ruth: weil dann klickt man irgendwie durch und liest alle eure Nachrichten.
Ruth: Vielen, vielen, vielen Dank für alle eure netten Nachrichten,
Ruth: die da gleich mit den Spenden mitgekommen sind.
Ruth: Es waren wieder mal ein paar Großspender dabei.
Ruth: Ihr wisst, wer ihr seid. Ihr seid der Hammer. Danke, danke, danke,
Ruth: danke. Danke auch an die Kleinspender.
Ruth: Wir sind da nicht so. Wir lieben euch nicht mehr, nur wenn ihr uns wenig Geld
Ruth: gebt. Wir lieben euch alle, auch die, die uns kein Geld geben.
Florian: Ab vierstelligen Beträgen lieben wir euch sehr, sehr, sehr.
Ruth: Ja, da ist die Liebe dann natürlich schon größer. Also, gebt uns Geld,
Ruth: wenn ihr das wollt, wenn ihr es erübrigen könnt und wenn ihr unsere Arbeit unterstützen
Ruth: wollt. Wir bekommen ja kein Geld von niemandem außer von euch. Also.
Ruth: Seit dem letzten Mal, das war jetzt da Anfang Juli, ne?
Ruth: Also hört her, all die ihr uns in den letzten zweieinhalb Monaten Spenden in
Ruth: Form von Euronen zukommen habt lassen.
Ruth: Und zwar über PayPal, waren das seit dem letzten Mal.
Ruth: Jörg, Mario, Michael, Gerd, Markus, Lydia, noch ein Markus, Marc,
Ruth: Jochen, Jörg, Harald, Heike, Cornelia, Harry, Viktor,
Ruth: Marek, Thorsten, Markus, Jens, Johann, Ralf, Thomas und Johannes.
Florian: Genau. Und zu Johannes, sage ich dazu, Johannes hat sich eine Postkarte von
Florian: uns gewünscht. Und ich weiß, das ist ein dunkler Fleck auf meiner Seele und meinem To-Do-Plan.
Florian: Ich habe tatsächlich schon… Bist du in Verzug geraten mit der Post.
Florian: Ja, natürlich. Ich bin immer Verzug mit diesen Postkarten.
Florian: Ich habe schon eine Liste ausgedruckt mit allen Namen der Leute,
Florian: die Postkarten bekommen.
Florian: Aber ich habe es in diesem hektischen Sommer. Ich war ja in diesen ganzen,
Florian: die wir jetzt gerade besprochen haben, Studienabschlusssachen immer dabei und
Florian: habe probiert, Evi so viel Arbeit wie möglich abzunehmen, dass sie sich ganz
Florian: auf das Ding konzentriert.
Florian: Wir waren auch irgendwie nicht wirklich auf Urlaub diesen Sommer,
Florian: damit sich das mit dem Studium alles noch ausgeht. Und es sind noch so viele
Florian: andere Sachen passiert in den Sommer. Also ich will mich gar nicht rausreden.
Florian: Ihr sollt euren Dank bekommen für die Spenden, aber ich habe es tatsächlich,
Florian: nicht geschafft, was ich schon vor dem Sommer machen wollte.
Florian: Die Ansichtskarten rausschicken habe ich jetzt nach dem Sommer auch noch nicht
Florian: geschafft, aber ich werde es irgendwann schaffen und dann, Johannes,
Florian: wirst auch du eine bekommen.
Ruth: Und es ist aber eh besser, weil im Sommer kriegt man ja so viele Ansichtskarten.
Florian: Kein Mensch kriegt mehr Ansichtskarten, oder?
Ruth: Leider, ja. Du hast mir früher voll oft Ansichtskarten geschickt von Orten.
Ruth: Du warst einer der wenigen Personen, die immer Ansichtskarten verschickt haben.
Ruth: Ja, das finde ich sehr gut.
Florian: Das schaffe ich nicht mehr.
Ruth: Leider. Aber eh wieder, bald wieder. Es wird alles gut.
Ruth: Also ihr kriegt eure Postkarten, keine Sorge. Und genau, dann gibt es ja noch
Ruth: die Abos, die Abomenschen.
Ruth: Die Abomenschen, es haben auch wieder ein paar Leute ein Spenden-Abo abgeschlossen.
Ruth: Und das ist natürlich schon gut, weil dann wissen wir, dass da irgendwie regelmäßig
Ruth: Geld hineinkommt und können ein bisschen planen und so weiter.
Ruth: Da gibt es Gebühren, ja, das stimmt, aber es ist jetzt auch nicht so slim und
Ruth: ist im Endeffekt auch okay.
Ruth: Und wenn ihr das machen wollt, wenn ihr einfach regelmäßig eine Spende uns zukommen
Ruth: lassen wollt, aber euch nicht regelmäßig darum kümmern wollt,
Ruth: dann macht das doch einfach gern.
Florian: Abos sind für uns überhaupt kein Problem. Wie gesagt, die Gebühren,
Florian: das sollen die Firmen, die das machen, von mir sich behalten,
Florian: weil der Mehrwert, den wir durch ein Abo haben, ist, dass die Abrechnung aus
Florian: buchhalterischem Sinn sehr viel einfacher ist.
Florian: Das vor allem, genau. Lass die Details weg. Kein Mensch interessiert sich nach
Florian: so langem Podcast jetzt noch für Buchhalter-Details, aber es ist sehr viel einfacher,
Florian: diese Spenden-Abos abzurechnen in unserer internen Buchhaltung als die PayPal-Abos.
Florian: Aber ihr sollt eure Entscheidung der Unterstützung nicht danach richten,
Florian: wie viel Arbeit wir damit haben, weil wir freuen uns über die Unterstützung.
Ruth: Weil man will ja helfen.
Florian: Ja, aber uns wird ja geholfen mit dem Geld und wir müssen uns halt darum kümmern,
Florian: dass dieses Geld dann auch Finanzamt entsprechend da so behandelt wird.
Florian: Und das machen wir auch. Aber ich wollte nur sagen, die Gebühren stören mich
Florian: nicht so sehr, die ich quasi verliere, wenn man so will, durch die Abos,
Florian: weil ich dadurch auch Arbeitszeit gewinne, weil die Abrechnung und buchhalterische
Florian: Bearbeitung schneller geht für mich.
Ruth: Ja, wie es Ketka so schön gesagt hat, das Gegenteil von gut ist gut gemeint.
Florian: Wie auch immer.
Ruth: Ganz herzlichen Dank für die Abos von Christoph, Stefan und Jan.
Florian: Vielen Dank.
Ruth: Die Abos kann man über Steady oder Patreon abschließen. Ganz genau.
Ruth: Aber die Infos dazu wiederum natürlich wie immer in den Shownotes. Ihr findet das.
Florian: Genau, ihr findet das und wir bedanken uns dafür, dass ihr das macht,
Florian: weil dann freuen wir uns, wenn ihr uns auf diese Weise wertschätzt.
Florian: Und wenn ihr uns auf andere Weise wertschätzt, freuen wir uns auch.
Florian: Das könnt ihr machen, indem ihr anderen von diesem Podcast erzählt.
Florian: Das könnt ihr machen, indem ihr zu unseren Veranstaltungen kommt,
Florian: unsere Bücher kauft, wenn ihr sie irgendwo seht und haben wollt.
Florian: Auch das neue Buch. Ihr könnt auch die anderen Sachen konsumieren,
Florian: die wir so tun. Zum Beispiel in Ruts Planetarium gehen oder Ruth,
Florian: wenn ihr in einer Schule irgendwie verantwortlich seid. Ruth,
Florian: einlädt mit eurem Planetarium.
Ruth: Bitte nicht.
Florian: Oder nicht.
Ruth: Nein, dann macht das. Ladet mich ein. Das ist immer schön. Ich komme immer gern
Ruth: zu Podcast-Hörern und Hörerinnen. Das ist immer sehr nett.
Florian: Ihr könnt euch auch das Merch besorgen, das Jörg für uns gemacht hat.
Florian: Das er es immer noch auf Ebay bekommt. Ihr könnt euch auch den Podcast Welt
Florian: der Mikroben anhören. Ein Auftragspodcast, den ich für ein österreichisches,
Florian: Exzellenzforschungsprojekt mache, wo es um Mikroben geht.
Florian: Und der ist wie Steining-Geschichten, nur mit Mikroben. Also den mache ich auch.
Florian: Ihr könnt den Podcast von Evie anhören. Ihr könnt ganz viele Sachen machen.
Florian: Oder am besten, ihr macht das, was ihr wollt. Und wenn zu dem,
Florian: was ihr wollt, auch gehört, dass ihr euch die nächste Podcast-Folge anhört,
Florian: dann freuen wir uns, denn diese nächste Podcast-Folge, die wird in 14 Tagen erscheinen
Florian: und wieder das Universum, Folge 166 heißen.
Florian: Und wir wissen aber noch nicht, um was es geht darin. Das werdet ihr dann hören,
Florian: wenn es soweit ist. Und bis es soweit ist, verabschieden wir uns und sagen Tschüss.
Ruth: Schön war's. Bis zum nächsten Mal.