Das Universum

DU046 - Aliens sind auch nicht besser als wir

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DU046 - Aliens sind auch nicht besser als wir

Weltraummüll und Exo-Ozonloch

In Folge 46 geht es um Dreck. Nachdem wir festgestellt haben, dass wir gerade nicht wirklich erholt sind, erzählt Florian kurz von einer enormen Sonneneruption. Danach geht es um Weltraummüll und davon, dass zuviel unnötiges Zeug in der Umlaufbahn rumfliegt. Und wenn es blöd läuft, ist bald so viel davon da, dass der erdnahe Weltraum unbenutzbar wird. Unsere Atmosphäre haben wir hier auf der Erde auch schon ziemlich zugemüllt. Mit CO2, aber auch mit FCKWs, die das Ozonloch verursacht haben. Das haben wir halbwegs in den Griff bekommen, aber wenn etwaige Aliens ähnlich verschwenderisch mit den FCKWs umgehen wie wir, dann könnten wir das theoretisch mit dem James-Webb-Weltraumteleskop beobachten. In den Fragen geht es u.a. um Neutronensterne und Teleskopkauf und mit Evi diskutieren wir in “Neues von der Sternwarte” darüber, ob auf der Uni früher alles besser war oder eher doch nicht.

Sonneneruption

Die Raumsonde ”Solar Orbiter” hat ein Bild gemacht das eine gewaltige Sonneneruption zeigt. Zum Glück war sie nicht in Richtung Erde unterwegs. Aber das war auch schon mal anders, zum Beispiel Ende des 20. Jahrhunderts in Kanada und ganz besonders im Jahr 1859 beim “Carrington Ereignis”.

Weltraummüll

Jede Menge Satelliten fliegen um die Erde. Viele davon sind nicht mehr aktiv und dazu kommt jede Menge anderer Weltraummüll. Das Zeug ist gefährlich, weil es das sogenannte “Kessler-Syndrom” auslösen kann (nicht zu verwechseln mit dem Kessel Run aus Star Wars). So nennt man einen Zustand, wo immer mehr Kollisionen zwischen Mülltrümmern immer mehr Müll verursachen, bis der erdnahe Weltraum für uns unbenutzbar geworden ist.

In der Arbeit “Open access to orbit and runaway space debris growth” wird berechnet, dass das schon ab 2035 passieren könnte. Wir sollten daher dringend lernen, wie man den Weltraum nachhaltig nutzt und wie das geht wird in der Arbeit “Looking out for a sustainable space” erklärt.

Und wer genauer wissen will, warum CO2 und Klimakrise zu einer Abkühlung und damit Verkleinerung der äußeren Atmosphäre führen was das Weltraummüllproblem nur noch verschärft, kann hier, hier oder hier mehr lesen.

Außerirdische Ozonlöcher

Durch den Einsatz von FCKWs haben wir Menschen ein Ozonloch in unserer Atmosphäre verursacht. Das haben wir mittlerweile halbwegs in den Griff bekommen. Aber wenn es irgendwo anders auch intelligentes Leben gibt, sind die vielleicht auch auf die Idee gekommen, FCKWs für diverse Zwecke einzusetzen. Diese Gase entstehen nicht natürlich und wenn wir sie in der Atmosphäre eines anderen Planeten nachweisen könnten, dann wäre das ein sehr guter Hinweis auf die Existenz von Aliens. Ob man so einen Nachweis mit dem James-Webb-Weltraumteleskop führen könnte, erklärt die Arbeit “Detectability of Chlorofluorocarbons in the Atmospheres of Habitable M-dwarf Planets”. Die kurze Antwort: Ja, das ginge. Aber es ist sehr aufwendig und es geht nur bei bestimmten Planeten, zum Beispiel denen des vergleichsweise nahen und kleinen Sterns Trappist 1.

Wer mehr über Treibhausgase und deren enorm klimaschädliche Wirkung erfahren will, kann in dieser Folge von “Das Klima” mehr hören. Der Erfinder der FCKWs heißt Thomas Midgley und hat noch sehr viel mehr schlechtes für die Umwelt getan, wie man hier nachlesen kann. Mehr zum Terraforming des Mars gibt es in den “Sternengeschichten”.

Fragen aus der Hörerschaft

Achim hat keine Frage sondern wollte einfach nur gerne was über Weltraummüll hören. Was mit dieser Folge ja der Fall war.

Alex hat am Himmel kurze helle Lichtblitze gesehen. Und will jetzt wissen: ”Gibt es im Universum Vorgänge, die solche kurzen Ereignisse im sichtbaren Bereich erzeugen?”

Wir denken: Eher nicht. Kurz und hell und ohne Teleskop sichtbar ist im Universum nur wenig. Stephen interessiert sich für Neutronensterne und fragt uns ”Würde ein zuckerwürfelgroßes Bruchstück eines Neutronensterns sich also, wenn man es weit weg von seinem Stern Beamen konnte schlagartig ausdehnen?”

Da sind wir uns sicher: Ja, das würde es. Nur die gesamte Masse eines Neutronensterns reicht aus, um die Materie so enorm zusammen zu quetschen.

Ulli ist an Entdeckungen interessiert und will wissen: ”woher wisst Ihr Astronomen ob man der Erste ist, der etwas entdeckt, oder ob es schon jemand vor Euch entdeckt hat?”

Tja - das wissen wir, weil wir uns vorher informieren! Und weil es im All so viel Zeug gibt, dass es oft gar nicht so wichtig ist, wer was zuerst entdeckt hat…

Falk will seiner Nichte ein Teleskop schenken und fragt uns: ”Ab welchen Alter macht das Sinn und worauf sollte ich dabei achten?”

Das ist keine einfache Frage, weil es von so vielen Details abhängt. Aber vielleicht hilft dieser Leitfaden ein bisschen weiter. Ruth empfiehlt dieses Instrument, das aber leider nicht mehr im regulären Handel ist. Und Florian schlägt vor, einfach ein kleines Teleskop zu basteln.

Neues von der Sternwarte: Früher war alles besser

Evi freut sich schon auf das neue Semester an der Sternwarte und wir diskutieren darüber, ob das Studieren früher einfacher war als heute. Wir einigen uns darauf, dass es auf jeden Fall anders war; die Behauptung dass früher alles besser war als heute ist aber auf jeden Fall Quatsch.

Veranstaltungen

Am 5. und 6. März werden in Graz neue Fernsehfolgen der Science Busters aufgezeichnet. Ruth und Florian sind mit dabei. Karten und Infos gibt es hier.

Am 10. März 2022 wird Ruth mit ihrem Planetarium in Wiener Neustadt zu Gast sein. Karten und Infos gibt es hier.

Der Österreichische Kabarettpreis

Wenn ihr wollt, dass Florian, Ruth und der Rest der Science Busters den Österreichischen Kabarettpreis gewinnen, dann müsst ihr hier für uns abstimmen. Man muss dazu allerdings ein SMS schicken. Und zwar den Code "SB" an +43 676 800 812 048, geht einmal pro Woche.

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Bücher

Florian hat auch ein neues Buch geschrieben, gemeinsam mit Helmut Jungwirth. Es heißt “Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen”, ist sehr hervorragend, überall zu kaufen wo man Bücher kaufen kann, weswegen es natürlich auch von allen gekauft werden sollte. Wer mehr über den Inhalt wissen will, kann diese Folge WRINT Wissenschaft anhören.

Ruths aktuelles Buch heißt “Per Lastenrad durch die Galaxis” und wir haben in dieser Folge des Podcasts sehr ausführlich darüber gesprochen. Kauft es, es ist super!

Kontaktiert und trefft uns hier

Ruth wird am 15. Januar 2022 in der NDR-Sendung “Das!” zu sehen sein.

Wenn ihr Fragen zum Universum hat, dann schickt sie einfach per Mail an: fragen@dasuniversum.at. Wer uns einfach nur was schreiben will, tut das unter hello@dasuniversum.at.

Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an hello@publicspace.at oder schaut auf ihre Homepage: http://publicspace.at

Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast zu hören.

Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast den es ebenfalls bei Spotify gibt

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Über diesen Podcast

Ruth und Florian reden über das Universum. Mit Fragen. Und Antworten.

Die Astronomin Ruth (Spezialgebiet Galaxien) und der Astronom Florian (Spezialgebiet Asteroiden) reden über das Universum. Ruth betreibt ein mobiles Planetarium; Florian erzählt auf Bühnen, in Büchern und in Podcasts über den Kosmos und beide plaudern gemeinsam über alles, was dort so abgeht. In jeder Folge erzählen sie einander eine spannende Geschichte aus der aktuellen Forschung. Und beantworten Fragen aus der Hörerschaft zu allem was man gerne über das Universum wissen möchte.

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von und mit Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

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